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Wiener Morgenzeitung · 1923-06-05 · Heft 1548 (5.6.1923) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1548 (5.6.1923)
Date
1923-06-05
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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»,WW Dievstcog -äm Der SrMchof tum Samgosia ermordet. Saragossa, ’4, Ami. (HaLaZ.) Der ErsMchof von .Gamgossa, Kardinal Soldevila, ist heute ans der Straße von rmbebaMtert Tätern durch RevolverschW srmoÄdet worden. Dm Schüssen fiel aM jetnev' Wer BegWer- AMN OM. . ' Der vierfache Raubmord kn Rakos- Szt. Mlhaltz. Mldapest, '4. Juni. (Priv.-Tel.) Der vierfache Raubmord iin Rakos-Szt. Mihaly hat infoferne eine neue Wendung geinornmen, als der verhaftete Mörder Josef Moluar-Toth, ider stch im Laufe der Verhöre in eine Arrzcchl Widersprüche ver- ' wickelt hatte, n-umnchr unter der Last des Bewersmaterials!stch za dem Geständnisse entschloß, daß alle vier Morde «ihm allein zur Last fallen. Bisher hatte^ Molnar behauptet, daß Frau Kövesz ihren j Vater Lachmann ermordet habe. Arich sein Freund Kalosay, den; Molnar der Mitschuld an der Ermordung der Frau Lachmann! beschuldigt hatte, sei unschuldig und habe erst später von ihm j erfahren, daß er Frau Kövesz ermordet habe. Die Leiche der! Frau Kövesz habe er zunächst im Badezimmer versteckt, wo die Leiche vom 7. Februar bis 8. Mai gelegen sei. Erst dann habe er sie in Kis-Pest vergraben. Bankier Kahn treibt Horthv-Propasanba. Herr Otto H. Kahn, Chef der Banffirma Kuhn, Dveb u. Co. in New-Iork, hat vor einiger Zeit das brennende Bedürfnis enrpfuuden, auf einem .Festbankett dev mrgarisch-anterikanischen Handelskanmier in New- Dork eine Tischrede auf Horthy-Ungarn zu Haltern Dieser jüdische Bankier weint bittere Tränen über das grausame Schicksal Ungarns mrd leistet sich hierauf die folgenden Sätze: „Getreten und beraubt, findet das ungarische Volk dennoch Kraft, sich aufzuvaffen, die Usurpatoren der Macht zu vertreiben, sein Haus auszufegen und die Ordnung herzustellen, die besondere Qualitäten einer Nation bezeugen, die aus den Ruinen die nationale Einheit schaffen will. Die sprechenden Betvoise der Lebensfähigkeit einer Nation. Wenn in diesem Kampfe um bie SÄbsterhültuug der Natton auch Uebergriffe vorgekommen sind,. tverin in diesem fortwährenden, nervenzerrüttenden Kampfe unter Leiden und Hindernissen Uehevtreibungen und auch Unduldsamkeiten zu ■ verzeichnen sind, als Reaktion des tiefgekrankten nationalen Gefühls und als Ausdruck des nationalen Geistes, sei seine Erscheinungsform auch rwch so eigenartig, wer könnte so heuchlerisch sein, tun dies als Waffe Men ein Volk zu gebrauchen, das; Wer seine Geduld hinaus gequält und versucht wurde?" Jetzt sind wir also von dem amerikanisch-jüdischen Gellssack belehrt, wie wir die Exzesse der Mtvünstitzen Horlhy-Maffia zu bewerten haben! Es ist bloß die „Reaktion des tiesgekränkten natimialen Gefühls", wenn man unschuldige Juden mordet, die Mörder frei hevuMlaufen läßt und unter dew Titel des „christlichen Rassettschutzes" eine antisömitische Reaktion inszeniert, welche die gesamte öffentliche Moral verpestet. Man innß diesen widerlichen Erguß in seiner Gänze lesen, um einen Begriff von der Würdelosigkeit zu erhalten, die' dieser amerikanische Jude als LoLredner des Horchy-Regrmes zur Schau trägt. Eine Regierung kann noch so verworfen sein, schließlich findet sich immer irgendein geschäftsbeflissener Großsitde, der sewen ÄWren Brüdern. LereMvrÜjg in den Rücken M. T i Ku Weitsriertag des guten Willens. Pazifistische Erziehung. In den angelsächsischen Ländern wird -das Programm der Pazifistischen Erziehung der Jugend mit großem Eifer verfochten und verschiedene Vereinigungen in wachsender Zahl stellen sich .in denDienst dieser Aufgabe. Nrmmew: ruft die Erziehungsgesellschast für die Vereinigten Staaten (Nat-roM Gdumtion Association of the United States) eine WeltkonferenZ für Erziehung noch San Francisco ein, die Ende Juni eröffnet wird^ Das Programm der Konferenz lautet nach Angabe des Komitees wie folgt: 1. Förderung von Freundschaft, Gerech t i gJett und gutem Willen unter den Völkern der Erde. 2. Schaffung einer weltumfassenden Toleranz gegenüber den Rechten und Privilegien aller Nationen ohne Unierschied der Nasse und des Glaubensbekenntnisses. . 3. Die Entwicklung zur Wertschätzung eines Volkes und seiner durch Jahrhunderte des Fortschritts erworbenen Gaberr. 4. Genauere und befriedigendere Informationen und übereinstimmendere Feststellungen in den in den verschiedenen Ländern gebrauchten Schulbüchern. 5. Festigung des nationalen kameradschaftlichen Gefühl und des Vertrauens, was auch die Sympathien und die Wertschätzung der Völker untereinander stärkt. 6. Geister und Herzen der Heranwachsenden Generation müssen mit den geistigen Werten erfüllt werden, die notwendig sind, um die Ideen vorwärts zu treiben, die die Abrüstungskonferenz verkündet hak 7. CMich muß in allen Schulen der Well mit Nachdruck aus die Einheit der Menschheit, auf die Uebel des Krieges und auf die absolute Notwendigkeit des Deltßrcke d e n s hingewiesen werden. Zur Diskussion des obigen Programms macht das WWee folgende Vorschkäae- Erna Brandes Cfj. J. Kanter Brody Brody empfehlen ßfcli als Verlobte Mai 1923 Kultusu.Justiztalare u. Barette liefert in schönster Ausführung die bekannteste Spozialßrma 835 nnnAY B jßnv npfaiü ZivU- und Üniforrnscbneidiir ÜfUSJOLr HULilMon Wien.IUTaborstr. 54. Tel.45-6-29 Gegründet 1366 - Oröße Auswahl feinster Stoffe fürMaßbestellungen Wichtig für Z«- ««d 2lusläi?t>er! """ÄÄ?preiswerte Möbel'"" renommierte Kunsttischler- und Täpezterer-Möbelhauö Plaffchek L Co., Wien, IL., Pyxzellangaffe Nr. 49 a B e sich 11 tz u n g r e i. 887 Gegründet 1882 , Für prima Verpackung wird gesorgt. 1. Lehre internaftonaler Bürgerkunde, die die Heranwachsende Generation Mit dm verschiedenen Berührungspunkten bekannt macht, die notwendig sind und erleichtert Werden durch die modernen VeMndnNgen und Handelsbeziehungen. 2. Organisierung des SchnlbüchoMaterials, so daß es eine genaue Kenntnis der herrfcherwen Richtungen, Lebensbedingungeu und Ideale der Wlker venmittstt. 3. Austausch von Lchrern und Studenten. 4. Ausstellung eines Programms für Welterzieh urrg. 5. Austausch von Artikeln über Erziehung, die PwgraMme und Methoden enstvickÄn, Wie sie in den verschiedenen Ländern vertreten werden urch Austausch von Erzichungszeitschriffen. 6. Festsetzung eines Tages, der überall eingehallen werden soll, unter dem Namen Mes Meltfeiertags d e s g u t e n W i l l e n s", an dem die Ideen internationaler Freundschaft verkündet werden. Me Meetings der Nationalen Vereinigung für Erziehung, einschließlich der Sitzungen und Unterverhandlungen der Weltkonferenz für Erziehung sind öffentlich. Jeder ist willkommen. Bau einer neue« StrchenbahMüe. Gestern wurde mit dem Pan .per im Investitions- Programm vorgesehenen neuen Lüne der Sträßerchahn begonnen; es ist die Wille, die zur Erschließung des MMstackdemn In d u st r i e v i e r t e II s am Dona-Mi von der Engerthstraße über die Wehli-straße in die ^rendenau. fuhren wird. Auch die Vorbereitungen für die Jnangriffm^nle der Übxigen prosÄlierten Linien sind bereits so weit gediehen, daß mit den AÄeiten demnächst bogoMen werden wird. AusgestMM der AMig-Mmvarte. UpanLa-^eft und Mttagsfchüß. Der SternllvavteauGchnß, bestehlend ans dom PiDektor der UnivLrslitAsstevriwaüte Holfrot Pros. Dr. Heppepger, Univ.-Pros. Dr. Oppenh e>im, Hofrat Pasissa, Hoftat Prof. Dr. Schumann von der Technischen Hochschule, und Ing. Plitva, Vizedirektor des Harchtmiunzamies, hat eine bedenGome Ansg-esialtnng der Prama-Sterniwa-rte und des öffentlichen Zeitldienstes veranlaßt. Die Führung der Besucher erfolgt durch den mmm-chr im Hauptberufe >ass Sternwarteleiter tätigen Astronomen Dr. Robert Kl u m a k, vormittags für SMu-eNb-eoWchtNUgen und zwei Führungen am Abend bei sterniklEM HiinMol, die erste nach Einbruch -der Dün-keWit. Wesuchsgebilihr 1000 K-, bei GemeinschWslbesnHen 760 K^) Lehrpersönen haben gegen Porweisting- - Hvrr Leigittmation freiien Eintritt. Die SteMvartMMÄW'kann Freitag von 10 bis 12 Uhr vormittags benützt werden. T>ie Interessenten der Astronomie echalien einen BereiniMngspWt m der affrV-W'W'kfH W yxajjta-G>M'eWv^ M W' ihre 'Meder einen ebenen Dozenten bestellen wird, my m von wo die Siernzett ans die üektrifche Fentralwhrenanla<^ M dürch diese P^ mtzDenrMische Zeit, ans die.SekuM eigene Mr danach Pj teut' we üsgctzMr M m MangreiMn MparInvei» DM vötmm. __. ... .. Vm bedeutender WW 'WUM' der Arbeiten Ich. W SaitoM StwmkkrviS der.s"' Ahven Merr eine zur M in im StM der ÜnivWbätBeWvarte, das Dadurch den erndrÄmmÄ^ Mch stcht" " " " trW der WnySlbnveau (chsmalS W .^ <dn UrmvivgMnoe. ch, so daß S-tovnn-/ ... iüßensiauv verm-tedm Mün.; die BestL-uchikurdg dep Änßev-nhr -^in Pen in Aps wenanlaae anstzeMöe orderen WcMovm des durch Äe iv von der Za. ..._ sMttagsjschuß von der vorderen Mrttffovm „r-. der während des Kxiches wegen Matevialwangsl eicheftellt weMn mußte, wird m dev nächston ZoA wWer wie fvWv fmÄivMchu. - * Dekanwahlen W der Universität. Die juridische Fakultät wählte den. Professor für österreichische Zivilprozeßöidnung, Hoftät Dr. Hans Sperl, die theologische Fakultät den Pwfefför des neutestämentarischen Bwelstudrums Doktor Theodor Innitzer zu ihren Dekanen für das Studienjahr 1923 bis 1924; als Prodekane in der genannten Amtsdauer werden Hofrat Profesiör Dp. Wlassak, beziehungsweise Professor Dr. Josef Lehner fungierm. * Freiwillige Krankenfürsorge. Der Verein Krankenfürsorge Mlt rnit: Anläßlich oer Konstituierung des neuen Vorstandes des Vereines Krankenbesuch (Brkkur Chaulim) wurde beschlossen, daß' in Hinkunft. aMr.der durch den Verein zu besorgenden Fürsorge für _Jbte m den Wiener Krankenanstalten. krank wurde .„ .. ..„ ... 0 Rabbiner Bela Fischer und Ingenieur Moser gewählt,! das die Aufgabe übernimmt, dett KraNkenfürforgediettst ^zu: organisieren. Wir‘ benötigen die freiwillige Mitarbeit von Damen und Herren aus allen Bezirken, die uns bei Unserer Arbeit Helsen wollen. Auch beabsichtigen Wrsorgekomitee eme Jugendgruppe änzü-^ >t nm dm Zweck, nach- Pflege zu tun' sei, sondern auch durch- Zuspruch und'Unterhaltung die Kramen cmszuwmtern und sie so ihre Schmerzen vergessen zu machm. Herren und Damen, die Mitarbeiten wollen, mögen ihre Adreffe dem Leiter oes! Krankenfürsorgekymitees, Herrn Rabbiner Bela Fischer,' Wien, 13. Bez., Jagdschloßgasie 19, gütigst bekamrtgebm. * ASerkannter Doktortitel. Die Universität Heidelberg hat dem Dr. Alois Fritz in Innsbruck den Doktortitel ab-, irkannt, weil es sich herausgestellt bat, daß Alois' Fritz seine! Doktordissertation „Die städtische b! .>ie" ganz' aus dem Buchen „Die Gemeindebetriebe m Deutschland" von Panl M o ntoert abgeschrieben hat. * Silberne Hochzeit. Herr Ignaz G o'pkwann, Chef der leichnamigen Annöncen-Expedmon, 6. Bez., Mariahtlfertraße 79, feiert hmte.das Fest der sllberneu Hochzeit. * Auflassung des TelegvaphMMntes Wen 85. Das Delegvaph'enunid Rvhchostomt 33 in WSm, 12. Bez., SchöNbvutqiHrftraße 1«9, wird mit 1«. d. Kr dön Dsleymphm--, Ferrchprech- und R-ohrpofWeyst geschloffen. * Jüdische Volksschule» 20. Bez., DenisOMe 33. Die UnschreOuWeN in die ierf« bis vierte Masse dm WWschen VoNs-- schule fiir Km«n.u«d Mädchen (dmffchie UrwewichtMrrache), 20. Bez., Dermsgasse 36, finden an jedem Montay und Freitag von 11 bis 1 Mv nMags in der Kauglm» der " tle statt. Für undemWOe ßWev halbe, event-nÄl ganze lgeWeifterunig. ^Jüdisches Realgyrmmsium. MrfuahnSssrüftWg in die erste Klasse Montag dm 18. d. um 3 Ahr nachmittags. Die Schülerbeschreibung utuß bis zu diesem Tage m der Direktion eingelangt sein. * Ferien nnd hebEsche Lehrer. Die Berünigmrg der hebräischen Lehrer in Wien macht biornnt die P. T. Interessenten aufmerksam, daß alljährlich dm hebräischen Lehrern entgeltliche Ferien in tat Saget von zwq Monaten gewährt werdm. * Ein origineller Ganner. Ir der Berliner Tanentzien-, straße produzierte sich gegen Aomd ein Mann in einer täuschend namgeahmten Maske des bekannten Filmkomsters- Chaplin. Zur größten Frmde der Passantm ahmte er die' typischen Bewegungen Chaplins amw nach und verstand es,, warf dem Imitator ein gutes Trinkgeld zu. PloAich bemerkte einer der'Herren, an die sich der Psmdo-Chaplin ge-> hangen hatte, daß ihm seine Uhr samt Kette fehlte. Er schöpfteauf diesen Straßenkomiker Verdacht und beschloß, sich zui rächen. Am folgenden'Abend stellte sich der Herr wieder zu der- „Vorstellung" 'ein ünd drängte sich absichtlich an diesen sonder-' baren Chaplin heran. Dieser ging auch wirklich auf dm Leim und machte erneut dett Versuch, die Uhr zu stehlen. Zu seinem^ Entsetzen sing aber plötzlich ein-Wecker an, zu rasseln und deckte' den Schwindel des betrügerischen Chaplin-Imitators auf. Wiewohl er sofort von einer großen Menschenmenge verfolgt Imtrde,, gelastg es dem Gauner doch, zu entkoMmm. * Tödlicher Msturz eines Tonriste« vom Wmarcksteig. Aus Prein «. d. Rax wird berichtet: Gestern fand der Obmann des Touristenvereines Die Natürfremtde, Sektion Mürzzuschlag, Herr Johimü Zwierschütz, unterhalb des Bis-' tnarcksteiges die Leiche eines Touristen, welche dortselbst ent-, weder am 1. vier 2. d. abgestürzt ist. Der Abgestürzte muß nach der Lage der Leiche 300 Meter tief gestürzt min. Pei der Leiche wurden keinerlet Dokumente vorgefunden: Der Bismarcksteig hat bereits zahlreiche Todesopfer gefordert * Amtlicher Wetterbericht. Eine kälte Luftströmung dringt von Nordeuropa her gegen dje Alpenländer' vor. In Deutschland hielten sich die Mütagstemperoirurm zwischen 10 und 12 Grad, in Oesterreich ist 'dte Abkühlung noch nicht so weit vorgeschritten. Der Hiinmel ist meist 'bedeckt, hier uno da regnet es^Voraussage: Meist bedeckter Himmel, kühler,, Niederschläge mit örtlich verschichmer Ergiebigkeft, stellenweise ziemlich reichlich,! ‘ er Herreü-Verib'awd där Letz'e- und Nede'h alle jüdijschev Hochschtz ler. Wichtige Sitzung heute, PräMe halh 9 Uhr aidenids, VolkSgartencaft.' U r a u i a. Heute: Großer- Saaf: ö Uhr; Nordland; haAb 8 Wir: Land und Leute um den Älivatzer. Kleiner Saal: Hail 8 Wir: im Nchex.) Bal l er: EinMruug in die 1: 0 Wr: Hofrat Ing. Josck scheu ünd der Trere'und'die Klulb-Saal: Halb 6 Uhr: Dr Nenromantik. %: PrMvnte des Er RicharL ff des Men- Erfiiidors, 1. e n o t e"r: Alturch

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