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Wiener Morgenzeitung · 1923-06-05 · Heft 1548 (5.6.1923) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1548 (5.6.1923)
Date
1923-06-05
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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PW s^v ■*- pfei. UWE- " " WM, DveMag_ Wiener Morgenzeitung. 8zemin und Renner. An Brief der Sberstleutnant» Stmtt. ' Wir (feite 'äm Sonntag bsvkchteten, hat Mg. Czernin, er ehe«' : r:?e AußenmimDr, in seiner R'ede zum Budget im LatronalvaL mitgetM, daß der englische Oberstleuttlant vtrntt, der tm März 1919 vom König von England dem Kaiser Karl als Ehrenkavalier zur Seite gestellt worden Var, am 22. März 1919 mit dem damaligen Staatskanzlev dr. Renner eine Unterredung hatte, in der'ihn dieser erachte, er möge O e st e r reich von englisch e n -T r.u p- >en besetzen lassen. Die Mtteilungem Ezevnins hatten iestige Lärmszenen seitens der Sozialdemokraten zur Folge. Dbg. Dr. Bauer, der für den abwesenden Renner einprang, versuchte eine Widerlegung der Aeutzerungen Czernins, rnd Renner selbst eMärte in der SoKialdemokrattschen ' Korrespondenz die Erzählung für unwahr. Czernin publiziert nun ein vom 6. Mai. d. I. datiertes rchreilben des Oberstleutnants Strntt, welches lautet: ,^Ja, Renner bat mich, ja, er beschwor mich. Truppen wach Oesterreich zu senden. Ich antwortete ihm mit den Worten: „Sie verlangen die Truppen nur, weil Sie für Hr und Ihrer Freunde Leben furchten. Ihr Land zählt nicht mtt." Es war dies am Ende meiner letzten Unterredung, am 22. März 1916. Ich verließ ihn sofort nach obiger Bemerkung und habe ihn nie wieder gesehen. Sie können natürlich davon Mitteilung machen, daß ich Ihnen erklärt habe, daß er Truppen verlangt hat und was ich auf seine Bitte erwidert habe." Der Monarchistenführer Dr. Schager teilt mit, daß "berstleutnarit Strntt in seiner Gegenwart dem Exkaiser 2ar!l in Eckartsau die gleiche Darstellung des Vorfalles gegeben habe. „Oberstleutnant Strntt hatte von Dr. Renner eine bestimmte Erklärung darüber verlangt, daß die österreichische Regierung die Garantie für die Sicherheit der Eisenbahnsahrt der kaiserlichen Familie von Eckartsau ('Kopfftation) bis an die Schweizer Grenze übernehme. Stuf dieses Verlangen erwiderte Dr. R enner, daß er diese Garantie nicht bieten könne, weil die Regierung nicht inistande sei, das Eisenbahnpersonal und die Bevölkerung von Jndustrieorten dazu zu zwingen, daß dieser Cisenbcchnzug ungefährdet passiere. Daraus entgegnete Oberstleutnant Smtt, wie er dem verstorbenen Kaiser meldete, in der heftigsten Weise, daß unt er diesen Umständen die englische Zugsbegleitung unter seinem Kommando >der Gewalt auch Gewalt entgegensetzen und das freie Passieren des Zuges unter allen Umständen erzwingen werde. Aus diese Erwiderung, die nach dem ganzen sonstigen Auistreten des Oberstleutnants Strutt schr scharf gewesen sein muß, klappt« Dr. Renner zusammen und bat den Oberstleutnant Strntt, bei seiner Regierung zu erwirken, daß nach der Abreise der kaiserlichen Familie englische Truppen nach Oesterreich gesendet werden, damit sie hier die. Ordnung aufrecht erhalten. In größtem Zorn erklärte, Oberstleutnant Strntt, daß er auf diese Bitte hin. auf keinen "Fall etwas unternehmen werde, weil er überzeugt sei, daß Dr. Renner nicht das Volk vor Terrorakten schützen, sondern sich und seine politischen Anhänper mit dieser englischen Truppe stützen wolle," Die Erwiderung Dr- Renners. Dr. Renner ergriff in der gestrigen Nationalrats-!tzung bei Verhandlung der Kapitel „Aeußeres". ,/Oberste ^vlksorgane". „Gerichte öffentlichen Rechtes". „Bundeskanzlerkmt" uniö ,-Staatsvertrag von Saint-Germain" das Wort, um >ie Angriffe des Abg. ^ernin zurückzliweisen. Die Behauptung, daß von seiner Seite als StaatÄkanzler eine bestimmte Mtion zur HeWeisÄhrung einer englischen militärischen Besetzung eingÄeitet worden sei, bezeichnete er als eine bewußte Verdächtigung seiner Person und seiner Partei. Men denen, )ile wissen, wie sich auswärtige Aktionen in der Demokratie wllziehen, sei es klar, dech es sich um nichts anderes handelt, ils um einen bs-L^aften Tratsch. Dr. Renner schilderte die La^ m Zeit des Mtransportes des Exkaisers. Der Utgjllijchr Oberstleutnant Strntt kam zu mir, so führte Lr. Nenner aus, unter' Berufung daraus daß hohe englische streife an der persönlichen Sicherheit des Exkaisers und seiner Familie ein Interesse haben, und richtet^ an mich die Frage, ob die österreichische Regierung bereit und imstande sei, den Kaiser zu schützen. Ich mußte ihm gewissenhafterweife, mitteilen, daß die österreichische Regierung nicht in der Lage sei, die Familie des Exkaisers in Eckart sau zu schützen. AM Lage vor der Ausreise des Exkaisers kam Oberstleutnant Strntt abermals zu mir und leistete das Ehrenwort des englischen Offiziers, daß die Msreise ohne Mitnahme von frenüdem Gut oder Staatseigentum erfolgen werde. Es erhob sich wieder die Frage, wie der Eisenbahnzug zu sichern und ob die Regierung hierzu bereit sei. Daraufhin hübe'ich erklärt: „Wir sind außerstande, den Zug zu sichern, er passiert viele Jndnstrieorte und Garnisonen und wird von österreichischen Eisenbahnern geführt. Die englische Regierung muß diesen Zug aus ihre Vevantlvortuug übernehmen und ihn mit englischen Soldaten sichern.^ In keinem anderen Zusammenhänge aber hat es sich um die Heranziehung von englischen. Sol- Daten überhaupt gehandelt. Alles andere, was darüber liinausgcht, ist nackte Erfindung. Irr der Tat ist der Zug am nächsten Tage ausgefahren, von einem englischen Offizier und sechs englischen Soldaten geschützt. Die Aufforderung nach Besetzung durch einen fremden Staat tviderspricht offensichtlich ganz und gar der allgemeinen Politik des damaligen Kabinetts. Man vergißt ganz die dainäbige Zeitphase. Es war unmittelbar, vor der Zeit, als mein Freund Dr. Bauer als Staatssekretär nach Berlin gefahren war, um dort mit Brockdorif-Rantzau aus Grund eines genau durchberatenen Kabinettsratsbeschlusses den Anschluß an Deutschland voyzubereiten. Ich weiß ja nicht, was dieser englische Offizier von meinem Deutsch und was ich von soilrem Englisch verstanden habe. Aber eines weiß ich, ein Mann von Ehre, der das Gegenteil von dem weiß, Herr Czernin, oepvolduziert diese Dinge nicht. Sie, Herr Czernin, haben unlängst gesagt:Ia, im Oktober, da bestand noch die Monarchie, da habe ich zum Schutze der Monarchie die fo'rnd>liche Besetzung verlangt. Herr Czernin, waren Sie nicht auch zu der Zeit, Äs die RchnbM gesetzlich bestand, in der Gesandtschaft eines benachbarten Staates, um sie zu bewegen, bei den Machten um eine Besetzung Oesterreichs anzusuchen? (Hört! Hört! bei den Sozialdemokraten) Sie waren nicht einmal. Sie Ware» zweimal dort. (Lebhafte Hort! Hön!--R«fe bei den Sozialdcmokratcn.) Abg. Czernin: Wo demr? Abg. Dr. Nenner: Sie waren zweimal in der tschechischen Gesandtschaft, ich weiß das längst und habe geschwiegen, weil ich sie nie ernst aenormmn habe. Sie Waren aur 15. Jum 1919 beim Gesandten der tschechischen Republik und haben gesagt: Jetzt muß man die feindliche Böschung von den Mächten ve.'mngen und der tschechische Gesandte soll sich darum ,bemühen. Auf den Eiinwand, die Regierung wolle es nicht — das haben Sie genau gewußt —. haben Sie gesagt: Me Regierung Renner-Bauer will das natürlich nicht, aber man muß es trotzdem machen/ Das haben Sie gesagt. Sie haben für eine verschwindende Mst.-dechett von Malkontenten des Landes gegen eine Regierung Hochverrat begangen, die vier Fünftel des Landes vertritt. Wir haben Ihnen verMen, weil wir Sie nicht ernst genommen haben. hvH! im? hi»it Iß. 5cati<i. Damals fand in Wien eine Generalskonserenz Maurinen mit den Gesandten statt. In dieser Konferenz sagten die Generale: Wir müssen doch Wien besetzen, denn es kommen die Angehörigen der festen bürgerlichen Kreise und verlangen die Besetzung. Daraus fragte einer der Gesandten: „Ja. wer denn?" — „Zum Beispiel der Graf Czernin." Sie sind also nicht nur zu den Gesandten, sondern auch zu den Generalen der Entente gegangen. Sie perisönlich! Im April 1918 hielt der damalige Gras Czernin die verhängnisvolle Rede, ir« der er den elenden, erbärmlichen Masartzk denunzierte, der das Ende der Monarchie wolle. Ein Jahr später — Oesterreich war Republik — bewarb sich Czernin um einen Paß in die Schweiz. Er war damals bei mir. Da wir lwch auch einiges wußten, war es uns nicht möglich.,ihm diesen Paß zu geben, woraus Czernin den Mut hatte, sich an denselben.' elenden Masarhk zu wenden, daß er 'ihm diesen Paß verschaffe. Ich überlasse Sie dem Urteil aller Urteilsfähigen in diesem Lande. Das Volk, die Wähler, aus die Sie so stolz sind, werden über Sie urteilen. Abg. Czernin: Ich werde Punkt für Punkt . . . Abg. Sever: Sie werden hoffentlich erklären, daß sie gelogen haben! Mg. Czernin: Dr. Renner sprach von einem 'bestellten Brief und fügte die unquolisizierbave Behaupdrug hinzu, er ^vermute, die Stellen des von mir reproduzierten Briefes seien apokryph. Was 'das Bestellen anbebawgt. ist der Vorgang folgender gewesen. Oberstleutnant Strntt hat mir bereits damals -im Jahre 1919 die .Unterredung mit Dr. Renner mitgeterlt. Noch amter dem Eindruck -des gmrzen Vorfalles hat er mir die Situation gesch ildert. Erst jetzt, -nach den Angriffen, die Dr. Bauer gegen uns erhoben hat. hckbe ich dom Oberstleutnant Strntt geschrieben, er möge mir genau mitteilen, wie der damalige Sachverhalt war -uüd er möge hnWfügen, ob er mich ermächtige, diesen Sachverhalt zu publizieren. Auf diese Frage ist die Antwort gekommen, die ich hätte in der „Sonn- und Montagszeitung" veröffeEicht habe. Abg. Bauer: .Nein, von der Sie einen Teil Veröffentlicht haben! WerLffeMichen Sie das ganze! Abg. Czernin: Sie brauchen mich Wr Veröffentlichung gar nicht ... Abg. Austerlitz: 'Ihren Brief sollen Sie voÄesen! Mg. Czernin: Sie können dem ObersÄeutnant Strntt eineil Brief schreiben und Sie. werden mir zugeben, daß düs die einfachste Art ist, Me Auffchlüsse zu erhalten, die Sie verlangen. Mg. Anstarliitz: Den Brief! ,Abg. Czernin: Ich kann diefen Brief.nicht veröffentlichen, weil sich in dom Briefe... Äbg. Austerlitz: Ihren Brief lesen Sie vor! Mg. Czernin: Ich kann diesen Brief nicht veröffentlichen. weil in diosom Briefe auch andere private Nachrichten enthalten sind. (Stürmische Rufe bei 'den Sozialdemokraten: Aha!) Mg. Austerlitz: Ihren Brief an den Oberstleutnant Stmtt müssen Sie vorlese::, wenn Sie ein Ehrenmann sind! Mg. Czernin: Wenn Sie es ernst meinen — und Ihnen kar..n es sich um nichts anderes handeln, als um die Ausklärrmg des Falles —. dann ist Ihre Arbeit sehr einfach, Sie brauchen nur dem Oberstleutnant Strutt einen Fragebogen zu senden. Die essentielle Frage ist: Dr. Nenner leugnet nicht, daß er — allerdings in ganz anderem Zusammenhang — mit Oberstleutnant. Strutt wogen englischer Soldaten gesproche:r hat. Zwischen der Bewachung eines EisenbahnWges durch sechs bis zehn Manu und einer Besetzung Wiens und Oesterreichs ist natürlich ein himmelweiter Unterschied. (Rufe der Sozialdemokraten: Das haben Sie gefälscht!) Klären Sie das doch durch einen Brief auf! Schreiben Sie dom Oberstleutnant Strutt. Er wird Ihnen antworten. Mg. Forst:: er: Sie haben es doch behauptet! Sie müssen es doch anfNären, nicht wir! Mg. Czernin: Ich habe doch -den Passus veröffentlicht. Abg. A u st e r l i tz: Den Brief müssen Sie veröffentlichen. Ihren Brief! Mg. Czernin: Auf der ganzen Welt wird kein Mensch, der den Oberstleutnant Strutt. Vieser« ausgezeichneten, durch und durch wahchei'tsl-iebe-nden Mann kennt, daran glauben, daß dieser^ englische Offizier, der aus einer Schar von Tauenden zu dieser Vertrauensstellung ausgesucht wurde, hierherikam und eine solche Geschichte erfindet und daß er mich 'bevollmächtigt, eine solche Lüge öffentlicht zu erklären«. Drl Renner hat daun zwei Dinge vorg-ebracht. die absolut erlogen sind. Ich habe keine fremden Gesandten und keine fremde:: Generale um. Intervention i n O e st e r r e i ch e r s» ch t. (Stürmische Zwischenrufe bei den Sozialdemokraten.) Abg. Sei tz: Eine der wichtigster» Fragen in den Beratungen über die Wahilresorm ist, ob durch die Wahlordnung den wirtschaftlich luaßgcbendsten Schichten des Staates eine ihrer Bedeutung entsprechande Vertretung gesichert werden soll öder üb mau gewissen Außenstehenden und kleinen Gruppen von KoujiU-rkturpolitikern Einfluß verschaffen soll. Wenn _5. Hill,: 1923 " ~ ' mmto itaenb ciims ffttianet iit. sit ^ciaen, wie das WeMiche ÄOe»! und vor allem eine ernste Beratung rm Parlicanont durch vev»! artige Außenstehende Schaden leidest kann, fft es die heut-gv! Diskusiion. Herrn Czemin beliebte es. iüe VeÄeÄmdunü <mS« zuspvechen, daß irgend jemand vor vier Jahve» eme Aeußerung zu einem Ausländer machte, und das HauS ift-geKürmgen, sich mit dieser , Narretei oder Luge des Herm Czernm ' 'tundenlang zu befassen. Wr können Mer nicht duliden, daß' das öffentliche Leben in dieser Art verMtet werde, und deshalb muß in digser Sache Ordnung geschaffen werden«. Man kann nur neuerlich an diejenigen appellieren, hie uns Politiker mit dieser Methode ins Haus schicken, diese, wenn sie nicht selbst das GhrgeMl haben, aus eigenem Antrieb zu verschwinden. zu entf-eMer«, denn diese Formen der Ausemandevsetzrmg sind von ungeheurer Gefahr, und man kann gerade jetzt vor den Wahlen nicht genug davor warnen. * Vorher erledigte das Haus ohne Debatte dos Ueberein-kommen mit Italien über die Zahlung privater Schulden, das Abkommen mit den Snkzeisfionsst aa ten über Stiftungen und den Rachtsanwaltstarif. Die Speffialde'batte der eingangs erwähnten Bndgettapitel wurde beendet und,, die Kapitel .^Inneres" und .Justiz" in Verhandlung gezogen. Der Berichterstatter Dr. W ai ß bezeichnete die Reform des Preistreiberei- und des Metengefetzes als notwendig. Sie Vönne gewiß nicht so radikal dnrchgcführt werden, daß in einem alles beseitigt wird, aber ein teilweiser Abbau und eine teilweife Reform werden Platz greifen müssen._ Der antisemitische Volkstag verschoben. Der für den 10. d. geplante antisemitische Volksta-g, der unter anderem mit 'smer großen Feier auf der Ringstraße verbunden werden sollte, wurde auf den Herbst verschoben, da die Veranstalter die 'Zeit unmittelbar vor den Nativnalratswaihlen als für den propagandiftischen Zweck des Unternehmens günstiger ainseherr. Der Münchner Hochverratsprozeß. Selbstmord des Nationalsozialisten Machhaus. München, 4. Juni. (Tel. der ,Miemr Movgenztg.") Heute vormittägs begann vor dem BÄksgerrcht München der Hochverratsprozeß gegen Profeffor F w ch § und fünf Genossen. Der Zweite HcmPtcmgeNagje, der 'Kvpellmeister Hugo Mach h am s, Redakteur des Hitler- Blattes ,MMscher Besuchter", wurde heute früh in seiner Zelle erhängt aufg.efunden. Die Verhandlung 'wird öffeMich geführt. Es find 25 Zeugen geladen. Nach Verlesung der AnKagefchrift begann die Vernehmung des Hauptm^geklagten Geo^ Fuchs. Nach der AnUggeschrfft hat Fuchs die Absicht gehabt, in der Sorge, Bayern könne ein Opfer des Bolschöwisnrus werden, mit auswärtiger Hilfe, wnd War mit Unterstützung der Tschecho-Slowakei und Frankreichs, den deutschem Süden. (Bayern) vom Norden zu trennen und die bestehende Staatsverfassung mnzustoßen. Von seiten Frankreichs 'war an diesen Bestrebungen Oberst Richet beteiligt, lder wiederholt im 'München weilte und mit dem Fuchs sowohl in Paris als auch in München öfter FufammeMÄommen ist. Die vier anderen Angeklagten sind: Der «Kam'smann Munk aus Mährisch-Kwnau, der gegen eine lKautrom von 60 Millionen Mark auf freien:- Fuß bÄiassen 'Wurde, ferner Kaufmann Joseif B e r g e r aus Asch und die beiden Brüder Richard und Rudolf Gute rmamn, der eim Landilwrt, der andere Studierend aus Memmingen. Die „Reichsflagge". Mmberg, 4. Juni. (Wolff.) In Feucht eveiglleterr sich bei einer Versammlung der Ortsgrrvppe der sozialdemokratischen Arbeiter Salmstag abends schwere Znsaimmenstöße Mischen Sazialisten und den in der VevsamnMng anwesenden Angehörigen der hakenkreutzlrvkschen Verein:-' gung „Reichsflagge". Die Gendarmerie, die herbeigrholt weiden Mußte, wurde bei Betreten des Vevsamlungssaales mit Pistolenschüsse n 'empfangen, woraus sie ihrerseits von der Schußtrasfe Gebrauch machte. Die Ruhe wurde alsbald wieder hergestellt. Bei. der Räumung des^ Saales wurden zahlreiche Waffen beschlagnahmt. Ein LandesPoWft wurde mcht unerheblich verletzt, ein Kvankenkaffebeamter aus MMberg durch einen Schuß getötet. Auch einige andere Personen erlitten mchr oder :nrndrr schwere Verletzungen. Die Haupttäter -befinden sich in Höst. ch Lord keril in Genf. Genf, 4. J-um. (Schweizerische DepefcheMgentur.) Das Mitglied des britischen Kabinetts Lord Robert Ce eil ist in Gens eingetroffen, um an den Arbeiten der gemischten Abrüstungskommission teilznnohmen. Nach ErkundigungM der Schweizerischen Depeschenagentur bestätigt es sich, daß Ceeil gegen Ende Juni neuerlich nach Genf konrmen werde, um Großbritannien in der nächsten Session des Bölkerbundrates zu vertreten. Irr exterritoriale Alkohol. ■ Washington, 4. Juni. (Wolff.) Das Stvatsdepartement hat Bestmrmuttgen über die Frage dev Alkohol-/ v o r r ä t e an Bord s r e m d e r S ch i s s e erlassen, die sichj genau an die vom Obersten Gerichtshof gstwffene Ent-^ Wohlfeile Woche! KEgENMLnL . . K 125.000 ilhfAn. Leinener.WfssciiV.'sres:, * WQltli SloSftfe, Wässhe — seter bIfS!®| N |]g[j3 ll„ TaborstraBe 48 Telephon 47-1-76 En gros En detail

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