Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1546 (3.6.1923)
- Date
- 1923-06-03
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Wien- Sonntag Wiener Morgenzeitung. 3. Jum 1923 Nr. im Schsch-HmlL MMeilnngen der Schachsettion HaloH. Wettkampf Eduard Lasker—Marshall. In Amerika findet gsgenwärvig oin MMcumPs um die Meisterschaft der Bereinigten Staaten. Mischen den Meistern Ed. Lenker -und Frank Marshall statt. Insgesamt sollen 18 Partien gespielt werden. Die bisher gespielten Partien des Wettkampfs yoichnen sich durch schöne Wendungen aus. Vergleicht :na>n sie aber mit den in Karlsbad gespielten Partien eines Alsechine, Bogo atjl. bow, Niem^owitsch. Reti «u. a., so kann iricht übersehen tverden, das; sie von den neuen Ideen und "vom Hauche des frischen Geistes, der ir.« der Schachkunst Europas herrsäst. gänzlich unberührt sind. Es scheint, daß das Schachspiel in Amerika in einen Zustand der Erstarrung erraten ist (wenn man von Cap ablau ca absieht). Wenn aber selbst Re Größten auf dem neuen Korttmente ans asten Gelersen weitertrotten, so toird das schlechte Abschneiden der beiden anrerÄcmischen Vertreter aus dem Schachttlrnirr in Karl sh a d erklärlich/ Nachfolgend bringen wir die vierte Partie des Wettkampfes: Weiß: Warfchall — Schwarz: Söuard Lasker. 1. 62-64 67-65 9. 64Xc5 Le7Xc5 2. 8 gl—13 e7—e6 10. Lcl-gB») 65-64?») 3. c2—c4 c7—cö1) 11. L 85X16 v 68X16 4. c4X65 e6X65 12. Sc3—e4 1)16-87 5. S bl—c3 Sb8-c6 13. 8 e4Xc5 D e7Xc5 6. 82-g3 S 88-16 14. Tal-cl D c5-b6 7. L fl—2 L c8—e6 15. 813,-85 L 86-15« 8. 0-0 L18-67 Stellung nach dem 16. Zug von Schwarz. SchwMH 16. e?—e4 d4X«3 e. p. abcÄefgh Weiß 84. D h8—e6+ K s7—68 17. TclXc6ls). b7Xc6 18. D 61-66* L15-d7*) 19. D 66—854- K e8-18 20. f2Xe8 17—56 81. T 51X564 g7Xf6 82. D 85X16-1- Kf8—e8 25. b2-h4F) K 68-c8 26. Sg5—f7 n7—a58) 27. 817-664- L o8-d8 28. 1)85-87 Db6—c7 29. D e7-18+ Kb8—a7 30. 8 66-HS4 c6Xb5 23. D 16Xh84- Ee8-e7 31.. D f8Xa8+ n. gewann durch demMehrbesitz von 2 Bauern. *) Diese Verteidigung, tmt TcnMsch einst die „moderne* genannt, ist nicht ausreichend und heute von ihrem eigenen Schöpfer aufgegebeu worden. Anch in dieser Partie wird sie gründlich widerlegt. *) R e t t spielte in Pystyan gegen Tarrasch 10. 8 »4, L e7; 11. L e3 J b6; 12. 8 64 mit vorteilhafter Stellung. ') Schwarz hat einen vereinzelten Bauer und wm durch defseu Vorstoß diese Schwäche seiner Stellung zur Stärkeumgestalten. Aber dies ist verfrüht und führt zum Verlust. L s7 war vorsichtiger rmd besser. *) Auf 0—0 ftlgt 16. Dc2 M Angriff auf c6 uud h7. Auf 15. LXh2 kommt Weiß durch 16. v a4 oder auch Txc6l bXc; 17. 0s4 in Vorteil. s) Dieses hübsche Opfer lahmt in Verbindung -mit dem folgenden Zug daS schwarze Spiel zur Gänze. *) Auf T c8 gewinnt 19. T el. *) Nunmehr droht Weiß den Turm a8 zu gewstmen, da sein Springer gegen die Wegmhme durch das Damenschach auf e3 gedeckt ist. ®) Auf ve7 folgt 27. 8 66-j-ll b8; 28. vb84-I.eS; SHach in Palästina. Die »Wie uer Morgenzeitung" berichtete vor kurzem Über den Aufschwung des Schachspiels in Palästina. Meister R e H hatte die Freundlichkeit uns hierzu folgende« Brief zur Verfügung zu stellen, den er aus Jerusalem vom Schachklub „Bech-Ham" erhielt. Sehr a«Hrter Herr- R. «ReE IM «nerwcnhenden Päkcistma breitet sich auch das Schachspiel immer mehr aus. Seit der Gründung des ersten pcMtmsnWhen Schachklubs in Jerusalem Hk. Mai 1502) nimmt das Interesse für das Schach Ar unserem HMnaKande immer mehr »u. Weitere SchacWubs wurden in Tal-»Awüw. der Mischen Hastnstadt, in der s^Äome Pstach-TiSwah rcho. gemundet. Es gibt hier viele Schachfwumde, darunter auch von ansthrvlicher Spielstarke. Die Welle des GHachlebens schlagt immer intensiider und hoher, es werden MubdrvrrÄere, Wettkämpfe, Sbadtekämpfe (wie der fetzige zwischen Jerusalem und Del-AwÄv), SimuttanpreÄMon und BRnÄspiÄe arrangiert. Ebenso ist eine Schachspülte in der größten hebräischen DcMszeitmrg des Landes <,/Doar Hafom") eröffnet worden, die sich der allgsmMnen Shmpochken aller KüHHen SchachLroist des Inwie des Auslandes erfreut. Nun haben wir uns eine große Ausgabe gestellt — eine e 2£ott atsschrilft zu gründen. die alleZweige ^s SchEnel^ müssen soll. Wir boMchtigen, die Zeitschvvst auf eme solche Hohe «u bringen, die dem WnteSl und der BÄeutu^ ench^echen W, weSche die Iudm am Schachspiel haben. Wrr «lind uns ickdoch bewußts daß ohne Michilfe der jüdischen Schachgvößen, auf welche die Juden mit Recht stvL i\4m können, diese Aufgabe sich nicht verwüMchenLäht. Aus diche-m Grunde halben wir uns entschspfsen, uns an alle bedeutenden jüdischen Meister und Komponisten zu wenden und um sie um ihre moralische Unterstützung m bitten, mrs nach MSgkrchkeilt von Zeit qu Zeit Betträge. wie MMtze. gslofsierte Partien, Probleme Ujiw. zu senden, ganz gleich, in weither, Sprache. Wir erlauben uns, Sie um umgehende Mitteilung zu bitten, ob auf Ihre geschätzte Mitarbeit gerechnet werden kann. Mit Monistischen SchachgMß... föu diesem Briese wollen wir bemerken, daß Mteistn We-pr sich zur Mitarbeit berM eMrrt hat^ Volkswirt. Gestempelte Krone --- QMWh Centimes. Auszahlung Wien In Zürich notierte --- 0.0078 V» Centimes. die österreichische 5krone . . 0.0076V« (0.00787« am 1. Juni) die österr. gestempelte Krone 0.0078'/. ( 0.0078'/ am 1. Juni) die tschechische Krone . . . 16.60 ( 16.55 am 1. Juni) die Mark. 0.0071 ( 0.0077 am 1. Juni) Holland . 217- (217.10 am 1. Juni) New-Avrk. 553.75 (554.— am 1. Juni) London.«... 25.63 ( 25.63 am 1. Jrlni) •••#••••• 85.95 ( 36.05 am 1. Juni) Mailand . 25.95 ( 26.— am 1. Juni) Belgrad. . . .. 6.60 ( 6.37V, am 1. Jilni) Bukarest ........ — am 1. Juni) Sofia.......... 5.80 ( 6.85 am I. Juni) Budapest. 0.107, ( 0.10 am 1. Juni) Warschau. 0.0100 ( 0.0109 am 1. Jrtni) Jas Sterben der Papiermark? Die Katastrophe, welche die Währung Deutschlauds heimgesucht hat, -dürfte in der Geschichte der Währungskatastrophen sämMcher Staaten nicht ihresgleichen sinden. Was besonders ins Gewicht fällt, iift der Umstand, daß sich die Ereignisse auf eine kurze Zeit zusaimmendrängten. Was in Oesterreich Jahre gebvcnrcht hat, bis die Krone das heuttge tiefe Niveau erlangt hat, das ereignete sich in Deutschland in einigen Wochen. Das Analogon Oesterreich kann insvlgedeffen für Deutschland nicht volle Anwendung finden. Während sich hier die Wirtschaft ollmÄhlich den langsam der Entwertung Kureifenden Verhältnissen anpaßte, war dies in Deutschland nicht der Fall. Das kleine Wirtschaftsgebiet Oesterreich konnte sich viel leichter den geänderten Währungsverhältnissen anpassen als das Wirtschaftsmonstrmn Deutschland, das mit feiner Wirtschaftsorganisation den ersten Rang in Europa einnahm und dessen Zusammenbruch auch die anderen Wirtschaftsgebiete Mitteleuropas unbedingt tangieren, wenn nicht mit ins Chaos herabziehen mußte. Es läßt sich darüber streiten, ob der niedrige Stand der Mark den tatsächlichen Wirtschaftsverhältnissen entspricht. Der Präsident der Deutschen Reichsbcnrk, ein geschulter Nationalökonom, verneint dies entschieden. Cr «Märt, daß ein Dollarstand von 22.000 den tatsächlichen WirtschastsveWÜnissen Deutschlands am ehesten entsprechen würde und daß sich deshalb die Mark auf diesem Niveau mit verhAtnismährg geringen Mitteln drei Monate stabil halten konnte, weil sie diesem Ver- HAtnis entsprach. Der objektive Beurteiler der deutschen Verhältnisse wird wahrscheinlich den Ausführunger? Havensteins Recht geben. Und dennoch notiert Hemde der Dollar in BeMn fast das Vierfache dieser Summe. Für die Ursachen dieses Sturzes lassen sich viele Gründe anfülhren. Einer der wichtigsten ist der wirtschaftspsychologifche, d. h. der Mangelan Vertrauen zur deutschen VWH-mng sowohl im Jübande wie im Auslände, die Furcht, die Mark konnte noch weiter sinken, die Panik vor dem Markbesitz und das Streben, durch Awkanf anderer Werte sich der Mark zu entäußern. Ebensolche Erscheinungen gab es auch in Oosteroeich. Sie, kommen überall vor, wo eine WAHrung den Weg 'nach abwärts eingöschlagen hat, ohne daß die Grenze, bis wohin dies gehen dürste, übersehen werden kann. Deutschland wacht diesen Kvanchsrtspvoyeß jetzt durch. Kein Mensch kann vorläufig beUrteWen, wie lange er dauern wird. Die Mark sinkt weiter und mau sicht noch nicht den Damm, der diesen Strom nach abwärts aNchalten könnte. Die sotzralen Folgen zeigen sich überall. Lohnstreitigkeiiten ivernrsachen soziale Unruhen. Die lUiMfrwdenheit wächst. Man befürchtet, daß sie größeren Umfang annchmen könnten. Dies, übt natürlich auch feine Wi rkung auf die gesamte WirtfchaftWhruing. Dennoch scheint von den leitenden Wirrtschaftssaktoren «nichts dagegen nntemommen zu weHen. Die Re-ichsbcmk hat ihre StützungsaMon vollkommen eingestM, trotzdem ihr nach dÄn letzten Ausweis noch immer gewalttge BarmitvÄ zur Verfugnng stehen. Die Regierungsstellen hüllen sich in beharrliches Schweigen. «Ja, selbst die deutschen Dagestzevtungen widmen diesem sür den Outsider erschütternden Ereignis des WähvnngsyNfammenbruches nicht jene große Aufmerksamkeit, die man sonst Hatto erwarten können und die die österreichischen Zeituingm für die Krone semerFvit in mehr als einer Hinsicht zum Ausdruck gebracht haben. Man kann weder «in deutschen lAMpngen noch den deutschen WirtschaftsMoren Mangel an Webe zu .ihrem Vaterland, noch weniger Mangel an Interesse für die deutsche Wirtschaft vorwerfen, «mtd wenn sie dennoch eine für den Außenstehenden eigenartige anmaßende Taktik Umschlägen, so ifft es wchrscheinllich, daß hier noch aüdeve Motive «mitspielen, als es nach Mßen sichtbar ist. ES -wurde «ommaT behauptet, die deutsche Rlsgvsmng habe kein Interesse, am Steigen der Mark und wolle dielst mit Müü- Aitsländer Exporteure k a u ken am vorteil ha ft e s ten erstklassiger QuaHtäi und Ausführung: bei RegmaBD, ßammimäntelfatirik, Wien m 111, Beatrixgasse 26 Tel. 585 III., Heumarkt 7 sicht auf die ReparationsverhaMungen müMchst niedrig hasten, Es ist dies vielleicht ein Motiv, das im Jänner, als die Ruhr- Mion begann, eine gewis«s«e Berechtigu«ng hatte. Heute dürfte das nicht mehr der Fall sein. Frankreich hat seinen «unbeugsamen Willen geäußert, die Reparationen bezahlt zu «bÄomttten. Bon En-gland ist das erwartete Eutgegenkmnmen aus geblieben. So würde eine tatsächliche Markentwertnngsdemonstmtwn ihre Wirkung versagen. GauZ andere Gründe dürften hier mitfpiolen. Gründe, die teils auf theoretischen, teils auf praktischen Erwägungen beruhen. Die Erfahrung hat gezeigt, daß das Geld mit dem Monrenet, wo es die Goldbaisis verlassen hat und ein reines auifgebauschtes Papiergebilde darstellt, in'der Wirtschaft nicht mehr diejenigen Wirkungen ausübt, die als Funktionen des. Geldes allgeme>in angesehen werden. Der Glaube au das Geld wird dann erschüttert. Namentlich, wenn dieses Papiergeld eine schtoankende Beurteilung, die sich im wechselrtden Kurse äußert, erfährt. Das Wirtschaftsleben stößt dann automatisch das Papiergeld ab, beziehungsweise richtet sich nicht mehr nack) demselben, beachtet es nicht nrehr als Wertnresser und allgemeines Tail-schmittel, sondern ntimnt andere Mittel bei der Kalkulation in Anspruch, welche das Papiergeld ganz errtlbchölich machen. So kommt es, daß die Wirtschaft ohne richtige Beachtung des Papiergeld«es ihren weiteren Gang nimmt. Dies ist besonders dann der Fall, wenn das Vertrauen zum Papiergeld vollkommen erschüttert ist und seine Bewertung sich dem Nullpunkt verzweifelt nähert. Dies war in Oesterreich seinerzeit der Fall. Dies scheint in Deutschland jetzt der Fall zu sein. Man >beginnt dort allmählich 'den ideellen Begriff der Goldmark aufzustellen. Mvf den Gewerkschaftskongressen wird die Festsetzung der Löhne in Goldmark gefordert. In einzelnen Vevwaltungssitzmrgen der Mtiellgcsellschaften wollen sich die Derwaltungsräte ihre Tantiemen in Goldmark sichern. Selbst die Direktoren, der Deutschen Reichsbank sollen, Wie der „Voüivärts" vor einiger Zeit verriet, nunnrchr eine Si>chevung ihrer Gehälter in Goldnrark verlangt haben. Die Industriellen beginnen bei der Pvodirktion, namentlich, wenn sie auf den Bezug der Rohstoffe aus dem Ausland angewiesen sind, mit denn Dollar, Pfund oder Goldmark zu rechnen. Das KalkulationÄnittel der Mark gilt nur noch im Detailhandel und wird auch schon hier vereinzelt vermieden, trotz der strengen deutschen Devisenordnnng. Bo ringt sich via scrcti allnrählich, aber sicher, ein ganz anderer Währungsbegriff durch, der «tvohl nur theoretisch böstcht und «in der Goldmark, dem Friedwswerte, den realen Ausdvuck finde«» kann. Für eine zu sammengebrochene Währung gibt es zwei Auswege: entweder man stabilisiert diese niedergedrückte «Papierwährung auf dem niedrigen Niveau und sucht ihm allmählich eine Goldstützung beizugeben, wie dies in Oesterreich der Fall ist. Es wäre dies das Prinzip der Evottetion in der Währr'.ngsrefornl, das allmählich den Uebergang zur Goldwährung ermöglicht, oder aber man läßt die Währung über^ Haupt fallen, mach' einen starken Ruck nach vorwärts, und führt sofort die Goldwährung ein. Dies wäre ein mehr revolrttionäres Vorgehen. Es scheint, daß Deutschland den letzteren Weg gehen will. Mannigfache Ursachen sprechen dafür. Die Franzosen haben im Ruhrgebret gewaltige Summen «Papienymrk be-« schlagnahmt. Man denke dock) nur daran, daß sie gerade in de» letzten Tagen in der Essener Filiale der Reichsbank ungefähr! 60 Milliarden besch«lagnahmt haben, daß auch Matritzen für die Mark von ihnen konfisziert wurden und daß selbst von best Franzosen Markscheine gedruckt werden sollen. Es «ist klar, daß Dettschlands Regierung kein allzu großes Interesse zu solche» 'Marks,rumnen, die vielleicht nur zur Deckung der Ausäben füv die Ruhrbesetzung dienen, haben kann. Tie Maßnahmen in den einzelnen Verwaltungsratssrtznngen sind ebnrfalls ein Shilnptom dafür. So hat das Gemunkel, daß die Papiermark in den letzten Zügen liege, gar manches für sich. Vielleicht befindet sie sich wirklich schon in der! Agonie. 'Vielleicht sind die inrm.er tieferen Kurse, die auS Zürich gemeldet werden, nur das Läuten des SterbeglöckleinS in das Jenseits des Verschwindens der Papiermark? —,g. K» Platzregen von KratisMen. Bon Dr. Heinrich Schreiber. Auf «die Mionüre «der Galitzifchen Karpathen-Petroleiunu. Gesellschaft ist in diesen wundervollen Maientagen ein Guß-! regen von Gratisaktien niedergegaugen. Die Glücklichen! Sie« haben sie gierig aufgLsogen.- Aus oinie Aktie sind Ferch sieben n-eue Aktien entfallen, «eine Ergiebigkeit, die fast die gewöhMchei ReiWalttgkeit solcher Petvolenmschächte in den Schatten stellt^ Die wienerische, halb «spöttelnde, halb übechebliche Redensart^ „weun's Schnsterbuben regnet", ist durch die polnische Wendung überholt. Es hat buchstüMch Gratisaktien geschüttet. Die Wirkung «war eine viwlWssende, obschon «man auf den «Eintritt des Phänomens vorbereitet war. Man wußte «nichts wo ans und ein, wie man sich dios«er Fülle erwehren, wie ^nan sie bergen nnd einheinrsen sollte. Endlich begriff der Markt, daßl jene «Gratisaktien eigenttich keim neue Aktien verkörpem, sondern Stäbe der alten Mren bilden, die solcherart in acht Teile gcspMen wurden: ,-Gratisblitzer", so möchte man sageit, die Iden Men Stamm zersplittert halben. Damit war auch die Rech- Mng bald gezogen und nachdem der Platzregen sich gelegt hatte, konnte der Kurszettel au«ch die RieidevsckMgsmenge und ihren Stand registrieren. Mit jeglicher Grattsaktie hat es je von «jeher seine eigene Bewandtnis. Seit den Tagen der Anfwertimgen sind sie Überall da, wo diese nicht in Form der Mnifftempelnugen sichtbar .$* «macht wurden, besonders heimisch «geworden, ,nachdem die Vermögensabgäbe schon wartend, hier freilich nur zugunsten des Staates, Mche Vorposten vorausge'schickt hcttte. Allem die Alls- Wertung war das Ge«gerPück nnd der Altsgleich der Gratisaktie, gewissermaßen der Schoß, der sie geboren hatte. Woher jedoch DMpsany töe «kaninchenartige FviMharkert bei der Kartz-Ähew- 787668