Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1545 (2.6.1923)
- Date
- 1923-06-02
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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ffe&i Wien, Samstag Volkswirt. Gestempelte Krone Auszahlung Me» In Zürich notierte die österreichische Krone . . die österr. gestempelte Krone die tschechische Krone . . , die.Mark ........... Hollmid.. » . New-Uork ........ London ......... Parts Mailand .. Belgrad.. Bukarest ...... . ^sofici. Budapest . . .. Warschau . . . .. .- . 0.007874 Centimes. ----- 0.00787. Centimes. 0.0078V* (0.0078V* am 31. Mai) 0.0078-/* ( 0.0078'/* am 31. Mai) 16.55 ( 16.55V, am 31. Mai) 0.0077 ( 0.0084 am 31. Mai) 217.10 (216.90 am 31. Mai) 554 (554.37 am 31. Atai) 25.63 ( 25.62 am 31. Mai) 36.05 ( 36.60 am 31. Mai) 26.— ( 26.27 am 31. Mai) 6.37V, ( 6.15 am 31. Mai) —- am 31. Mai) 5.85 ( 5.75 am 31. Mai) 0.10 ( 0.10^/, atn Zi. Mai) 0.0100 ( 0.0098 am 31. Mai) 4 27790,- Kurs vom 30. Mai Ware Gold Ware Jk Devisenpreise. Neuerlicher Kurssturz -er Reichsmerk. Der Abbröcklungsprozeß der Reichsmark macht litt* cmftalisam weitere Fortschritte. Gestern notierte sie in Z ü r i ch 0.0077 gegen 0.0084 am Vortage. Die Reichsmark notiert in Zürich bereits tiefer als die österreichische Krone, welche einen Preisstand von 0.007825 aufweist. Auch die Devise Paris hatte eine Einbuße von 36.50 auf 36.05 zu verzeichnen, wogegen hie Devise Warschau um eine Kleinigkeit von 0.0098 auf 0.01 gestiegen ist. Die übrigen Zahlungsmittel hielten sich zumeist auf den: letzgemeldeten Niveau. In B e r l i n löste der empfindliche Rückgang der Reichsmxsd auf den internationale« Plätzen eine stürmische AufwärtsbewegMg der fremden Devise» Md Valuten aus. So schnellte der D o l l a r von 69.426 auf 74.164 in die Höhe, ferner stiegen das Pfund twu 323.190 auf 341.893, der französische Franke« von 4573.60 auf 4877.50, derSchweizerFranken von 12.543.55 auf 13.590.50, die tschechische Krdne von 2077.75 auf 2244 und die österreichische gestempelte Krone von 96.50 auf 103.70. Im gestrigen Wiener Clearing fiel die R ei ch s m a r k von 1,18 auf 94 Heller. Die übrigen ZahlungSmütel blieben fast Mverändert. Nachstehend die offiziellen Notierungen: klesMgstorrs der Österreichischen Nationaüank vom 1. Juni 1923. Devisen (Schecks und Ans« Zahlungen) Amsterdam k. 1 holL-Gulden , Agram 1 jug. Kronen * . , * 6 819 Belgrad 1 Dinar ...... 6 819.— Berlin 1 deutsche Reichsmark » 8 0.92 Brüssel 1 belgische Francs , , 4% 3934.— Budapest 1 ungarische Kronen , 6 12.55 Bnkarest 1 Lei. . 6 361.— Chrfstiania 1 norweg. Kronen , S 11785.— Kopenhagen 1 dänische Kronor . 5 13185.— London 1 Pfund Sterling , . , 3 327700.— Madrid 1 Pesetas ...... 5'/, 10685— Mailand 1 Lire 6 3326.— New York 1 Dollar. » .... 4 70985.— Paris 1 Francs ....... 5 4609.— Prag 1 tschecho-slow, Kronen . 5 2119.— Sofia 1 Lewa .»7% 759,— Stockholm 1 schwedischeKronor . 4*/3 18730.— Warschau 1 polnische Mark , . 6 1.27 Zürich 1 schweizerische Francs , 3 12795.— Noten Amerikas, Koten v. 5 Dollar aufw, , „ kleinere , , . Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten zu 1000 Leva , i» > 100 » » hlAlflATP Dänische Noten 100 Kroner » Deutsche Noten zu 1000 Mark, , 9 99 100 „ . » „ kleinere.... Engl. Noten von 5 Livrest, aufw, „ „ kleinere ..... Französische Noten 100 Francs , Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufw. * „ kleinere . . . Jugosl, Noten tragest, zu 1000 Dinar 9 9 9 9 100 9 9 9 9 kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark auiw, „ » kleinere .... Rumänische Noten zul0OQu.50OLel . „ kleinere . . . Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel 9 9 9 9 100 „ kleinere Schwedische Noten 100 Kronor * Schweizerische Noten 100 Francs, Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow, Not. v.lOGOaufw, „ „ kleinere Ungar, Noten (neue Eni,) zulGOQKr. , »zu 10.060 Kr. ... » kleinere ..... 27890.- 27750.- 821.— 764.— 821.— 764.— 0.98 147 3946.- 4014.- 12.65 12J55 363.- 359.- 11815.- 11535,- 13215.— 13135,— 328300,—327500.— 10715.- 10685.— 3334.- 3346.— 71135.- 70985.- 4621.- 4659.— 2125.— 2119.— 761,— 727.- 18770.- 18730.— 1.33 1.25 12825.- 12785.- 27850.- 766.- 766.- 1L3 4026.- 12JGS 361.- 11565.- 13165.- 328100.- 10715,— 8354.— 71135,— 4671.- 2125.— 729.— 18770.— 1.31 12815,— 7W50.- 70M.- 70650;- 70950.- 70550.- 70850.- 70550.— 70850.— 3875.- 3905.- 3955.- 3985.- 736.- 742.- 706.- 710.- 718!- 7ffi!- 686!- 6flÖ!— 13040.- 13100.- 12990.- 1306O,— 0.94 1,06 1.18 U30 _s_ 326000,— 327000,- 325800.- 326800,— 325800.— 326800.— 325600.- 326600.- 4550.— 4580.— 4600.— 4630.- 27640.— 27840.- 27609.— 27800.- 3292.50 33-17.50 3312.50 3327^0 3272.50 3287.50 3392^0 3307.50 809.— 813.— 755.- 759.- 798.'— 802!— 7461— 750*.- 11650.— 11710.— 11400,- 11460.- 1.14 1.2G 1.09 1.21 1.09 1.21 1.34 1.16 367.— 369.- 364.- 366.- 347.- 349.— 344,- 346.- 1852o!— 18600*.- 1852ü!— 18600*.- 12700.- 12760.— 12690.— 12750.- 1Ö560.— 10620.- 10560.— 10620.- 2102.— 2112.— 2102.- 2112.— 2097.- 2107.- 2097.- 2107.— 10.70 10,90 10.70 10.90 10.85 1L85 io!« Tw Asnkgebarung vorWeML Tie Zukunft Wiens als Bankplatz Mittel- und' Südost eurLpas ^beruht darauf, daß es nicht nur durch geschäftstüchtige, sondernauch seriöse Geschäftsführung seiner Banken sich das Vertrauen des In- und Auslandes in jeder Hinsicht gewinnt. Das Gebaren der Banken muß unbedingt vollkommen einwandfrei sein nnd nicht den geringsten- Anschein ivgenvwelcher Unlorreiüheit bieten. Es ist wohl in den letzten Jahren den Wiener BanLen gelungen, ihren G-eschäftskreis im Auslande stark auszudehnen. Es gehört aber nicht allein zur Aufgabe einer Bank, ne,ue Geschäftsverbindungen anzuknüpfen, sondern sie muß auch diese unbedingt zu halten wissen. Mes kann nur durch eine äußerst solide, seriöse GeschkiftAgeb-arnng der Fall sein. Wenn man oder den Prozeß verfolgte, ioelcher gerade in diesen Tagen sich vor einem Wiener Gerichte äbspielte, und wo der Czeruowitzer Kaufmann Sandberg den Wiener Bankverein wegen Zahlung von 6,772.660 K. gMagt hat, weil der Wiener Bankverein ihm offensichtlich falsche Dschechenkronen verkauft« und deshalb eine sechswöchige Haft des Kaufmannes -verursacht hat, muß man sich unbedingt sagen, daß hier vielleicht nicht so vovgegangen wurde, wie es eine toefte unbedingt erfordert hätte, _Wiener Morgenzeitung._ Offen muß gestanden werden: ES handelt sich im Prozeß nicht so schr um die fünf Millionen Krönen, die bei der heutigen germgen Bewertung der Krone und den Billiarden» Umsätzen der Banken ein« verschwi-ndand geringe Summe ausmachen, sondern in erster Reihe um die Kritik der Geschäftsgebarung einer Wiener Bank als solcher vor dem öffentliche« Forum d«»S Gerichtes. > Dev Tatbestand ist in kurzem folgender: Der Kläger Sandberg hat 'bet einer Filiale des Wiener Bankvereines Dschechenkronen gekauft, und als er mm beim Uebevschveiten der tschechischen Grenze vorhaftet wurde, und angab, er hätte die Kronen vom Bankverein gekauft, gab dieser wieder zu allem Anfang an, er kenne keinen Käufer Sandbevg..Dieser mußte infolgedessen, unter dem Verdachte, ein Falscher zu sein, im tschechischen Gefängnis sechs Wochen verbringen. Run darf folgender Umstand nicht außer acht gelassen werden. Zur Zeit des damaligen Kvonenderkaufes war schon eine strenge Devisenordnung erlassen. Die Banken waren unbedingt angewiesen, beim Verkaufe vom jeweiligen Käufer Formulare ausfertigen zu lassen, damit die Devisenkontrolle sich ein BÄd über den Umfang der Valutenkäufe der einzelnen Personen zur 'Verhütung der Spekulation machen könne. Wäre die Filia-llsitung gang korrekt vovgegangen» so wäre es zu dieser unschuldigen Verhaftung überhaupt nicht gekommen. Dies war aber nicht der Fall. Das Formular des Sandberg war plötzlich verschwunden. Wie, auf welche Weise und durch westen SchuE) soll jetztder Prozeß aufiläven. Tatsache aber bleibt, daß so etwas bei «irrem so großen und auf seriöse Geschäftsführung Anspruch erhebenden Institut nicht hätte der Fall sein dürfen. Hier liegt Zweifellos eine Organisations- und Kontrollfehler der BanMeituny, die es zu so etwas nicht hätte kommen lassen dürfen, vor. Auch die, wie sich jotzt heransgestellt hat, ursprünglich unrichtige Auskunft an die tschechische Behörde zeugt ebenfalls nicht davon, daß bei der Abfassung derselben sehr vorsichtig zu Werke gegangen wurde. Wenn sich der Wiener Bankverein gegen die Bezahlung der geklagten Summe steift, ist dies eine jur-iftifche Frage, obwohl auch in solchen Fällen Banken manchmal a-üders, und zwar auf »Kaufmännische Art"' vorFugehen wisten. Dies möge er aber nnt sich abtun. Daß aber die Gebarung in gewistev Hinsicht schon jetzt vor Gerichtentschieden ist, steht außer Zweifel. Mau muß sich fragen, ob WrMich dazu hat kommen müssen, denn was sich das Ausland über solche Prozesse und über das Gebaren österreichischer Banken nnier solchen Umständen denkt, dürfte nicht für das Ansehen der österreichischen Banken allzu günstig wirken. Schon im Dorjcchre wurde eine BaAtengefchichie des Wiener Bankvereins vor Gericht verhandelt. Es handelte sich damals darum, ob jenes Geschäft ein Börsengeschäft older Kaufgeschäft war. Eine richtige Gefchäftsgebavmvg hätte diese Frage überhaupt nicht auifiommen lasten. Jetzt ist dies neuerlich der Fall. Auch in einer Filiale des Ostens soll vor einiger Zeit eine DisziMnarunterfuchung wegen Valutengeschäfte gewesen sein. All dies sind nur kleine Symptome, die aber in ihrer Gesamtheit Mosa Ästücke zu einem großen, unschönen Bilde österreichischer Barckgebarung bM>en Wunen. Gerade der Wiener Bankverein -- der bei jeder Gelegenheit einer der ersten unter den ersten seinwill — sollte es nicht zu solchen Vorgängen kommenlassen. Vor anderthalb Jahrenha« ser Wiener Bankverein in einem Rundschreiben an die Banken vo^ *>a, schäftsgebarung der Bukarefter Marmavofch Blanc Bank gewarnt. Er hat alleMrvgs seine Vorwürfe später revoziert. Die Bank, die der Mentor der guten Sitten des seriösen Barckgewerbes Mittel- und Osteuropas sein will, sollte auch selbst in jeder Hinsicht nicht das geringste Fleckchen auf das SchiL» der Seriosität Hr-er eigenen Banchührung kommen lasten. Es ist zu befürchten, daß solche Prozesse solche Fleckchen nicht ganz zum Verschwinden bringen können. Noch eine Tatsache möge hier Erwähnung finden. Gerade in der Zeit, als diese Vorgänge sich ckbfpielten, im Jahve 1631, wurden unzählige Razzien abgehalten nnd wehe, wenn bei' irgendeinem armen Mchtling in seiner Brieftasche zwei Dollar oder einige Penn-Y gefunden wurden, die er vielleicht von seinen Angchorigen aus Amerika erhalten hatte. Er wurde als WinkelhäMer für Devisen gebrandmarkt, wurde arretiettin den meiftem Fällen auch abgeschoben. Hatte er doch durch diese drei ij^nny, die er aus Mangsl an einem sicheren Heim vielleicht bei sich trug, sich des größten Verbrechens an der österreichischen OÄmung schuldig gemacht. Es wurde mchtemmal gefragt, wie er zu diesen Valuten gekommen, nnd ob sie nur für ihn ein Rettu-ngsa-nker in der Not sein sollten. Seinen Entschuldigungen wurde kein GLauben vergemessen. Er war ein »Mjüdifcher Schieber", der« unbedingt gestraft werden mußte. Sein Gebaren war immer, trotzdem es überhaupt kein Gebaren war, verurtellt worden. Wenn aber eine Bank so vorgeht, daß sich ihr Kassier nicht erinnert, ob er die Anmeldung gemacht oder nicht gemacht hat, wenn es nicht feststeht, ob nicht einzelne untergeordnete Organe mit den Devisen vieM-icht anders Vovgogangen sind, als es die Devisenordnung besah!, dann — ja, dann ist es vielleicht nur ein ,-v-erzeihlich-ev Irrtum". Nur der kleine arme Miche Mchtling fft der schändliche »^Zaklienschieber", der das Unglück Oesterreichs verschuldet haL. Re Handelsbeziehungen Mischen Palästina nnd MMelemopa. Seit eöwa anderthalb Jahren kann man beobachten, daß die Handelsbezichungeu zwischen Pakästtna und den mitteleuropäischen Staaten-, namentlich mit Deuischllaud und Oesterreich, sich immer intensiver gestalten. Die Tatsache, daß durch die in diesen Ländern herrschende Wahrnngsserrüttung ihre Au-sfulhr stark stiuniliert wurde, mag eine der Ursachen dieser Erscheimmg sein, sie ist aber sicher nicht die qiar^Lgch Ursache. _L. JKwr 19W _Nr. 13Ä So wurdenz. B., wie „CommereiÄ Bulletin" öoä 7. Mai d. I. berichtet, aus DeutMaud 1406 Tonnen Wares im Werte von 32LH1 Pfund »ach Jaffa ausgeführt, a»j Oesterreich 110 Tonnen im Werte von 4Ä6 Pfund. Im Mi chen Monat gingen aus Deutschla-nd und Oesterreich zusami men Waren für 10J876 Pfund nach Haifa und Waren M 2678 Pfund nach Jerusalem. Die Gesamteinfuhr aus Deutsch lcmd und Oesterreich im Märy 1003 wies gegenüber deq Vormonat eine Zunahme um 11.747 Pfund auf und betrns rund 51.0CK3 Pfund oder 16,8 Milliarden österreichische Kroj nen. Diese an und für sich schon bedeutende Ziffer wird nock anschnKcher, tvenn man sie mit den EinsuhrzGern andere^ Staaten nach PalgsttM vergleicht und sich die Frachtkostch und Schwierigkeiten für Transporte aus Mitteleuropa »aa Palästina vor Augen hält. Der auch geographisch am günstig« st-en gelegem Hauptlieseranl Palästtnas, AegMen, führte im März 1003 1016 Tonnen im Werte von 39.646 Pfund naH dem Hafen von Jaffa ein, England 101 Tonnen im WerÄ von 24A61 Pfund, das ebenfalls geographisch günstig gei legsne Syrien nicht viel mchr Äs die Hälfte deS deutsches Imports. Der Ausfuhr dieser Staaten stehou anderevsck^ aber auch bedeutende Einfuhrziffern gegenüber. So bezos England im Marz 1003 über Jaffa 8806 Tonnen im Wertt von 78.642 Pfund, Aegypten 5036 Tonnen im Werte votz 41L77 Pfund. Die Höhe dieser Ziffer« «Märt sich aus doy Export bet Jaffa-Orangen, die säst zur Ganze nach diesetz beiden Ländern ausgeführt werden. Im März wurden vms Jaffa aus mch England 244.781 Kisten Orangen im Werts von 72jö35 Pfund, nach Aegypten 186L97 Kisten im Werts von 31j546 Pfund ausgaführt. Obwohl es sich bei den Orangetz um eine Saisonanssichr handelt, so kann man doch wenigstens für dieses Quartal der stärksten Ausfuhr Palästinas sageu^ daß in dieser Zeit die Handelsbilanz Palästinas gegenübq England aktiv, gegenüber Aegypten ziemlich ausgeglichen, «a( stärfften passiv aber gegenüber Deutschland ist Denn die Ausfuhr Palästinas nach Deutschland uutz Oesterwich ist gang minimal. Nach Deutschland gingen ml Monat März über den Hafen von Jaffa 100 Tonnen ft-» Werte von 1106 Pfund, nach Oesterreich erscheint für diest Zeit überhaupt keine Einfuhr aus Palästina ausgewiüsen. Die Einfuhr aus Deutschland und Oesterreich nach Palm stina erscheint also zu nicht ei-rmal 0 Prozent durch Ausfuhr nach diesen Ländern gedeckt. Am stärksten wurden Es Deutschland und Oesterreich Eisen- und MetaNoareu sowie Maschinen nach Palästina rm» porttert; ferner Baumaterialien und WohnungsemÄchtungK! bedarf (Zement, Holz, Glas, beim Bauen benötigte Eif-ew waren, MLbsl u. a. m.), schließlich Textilien, Papier aller Ar( und optische ArtWel. Bomerkenswert ist noch, daß die Einfuhr aus Oesterreich nach Palästina größer war als jene aus Rumänien oder d«i viel stärker mit Stapelmdustrien Esgöstatteten Tscheche Slowalei. > Die VörkervmtdMleGeMchmmsm der zur öffentlichen RechmkugÄlegnng verpflichteten Unternchmungeu. Die Aur öffentlichen Rechnungslegung verpflichteten Unternehmungen^ das sind unter anderen- Mtiengefells-chaften, Kommanditgesell« schalft-eu ans Mtien, die Mchrzahl der Bersicherungsuntevnehmungen, Banken, Sparkassen, Erwerbs- und Wirtschastsgenostenfchaften, genießen beider Zeichnung von BMe». bi'-^"ll-eihe die gleichen Begünstigungen in steuerlicher Hinsicht wie die Einzelpersonen. Beräußerungsgewinm, die von diesen Gesellschaften in der Zeit vom 1. April bis Ü5. September 1903 ans Geschästen in Valuten, Devffen, Wert-- papier-en nsw. ergielt werden, sind steuerfrei, wenn bis z» einem hinter dem Gewinne nicht zurückble-iben-den Betrage während der Zeichnuugsfröst BMerbuiidanleihe gezeichnet' wird. Es ist hieMi gleichgültig, wann diese veräußerte« Werte angeschafft wurden, und ob -der aus dem Verkauf er-, zielte ErWs zur Zeichnung der VöMerbundanleilhe verwendet wird. Auch dann, wenn österreichische Kronen zur Zeichnung verwendet werden, die nicht aus einem Verkaufe hervühren, und, sei es vor Beginn oder nach Mauf der Zeichnungsstist, ein BerDauf oben angeführter Werte zu irgendeinem Zweck vorgenommen wird, Werbt der erzielte Gewinn steuerfrei. Diese Unternehmungen genießen nur dann Steuerfreiheit für die Veräußerungsgeiwinne, wenn sie diese Beträge in Währungsverlustrücklagen nach Art. 1 des Steuer- und Gebührenbegünsttgungsgesetzes vom Jahre 1900 (Gesetz von: 17. Februar 1908, Nr. 117) oder in eine Erneuerungsrücklage oder in eine Kursverlustrücklage hinterlegen. Bersicherungsgesellschasien sowie die Mehrzahl der Erwerbs- und Wirtsch>asr^ genostenschaften können derartige Berä-uherungsgewinne nur bis M einem Drittel des erzielten Gewinnes, Sparlasten bis zur Häkfte in- Knrsverlnstrücklagen hinterlogen. Diese Beskimmunigeugelten für die Erwevbsteu-er und sinngemäß für die Circkommensteuer. Oesterreichische Credtt-Anstalt für Handel rmd Gewerbe. Der Berwailturvgsrat der Crvdit-An-stalt hat auf Grund der ihm von der Generalversammlung erteilten Ermächtigung beschlosten, mit der Ausgabe der neuen Wt-ien sofort vorzugcheN. Bon -den 1,&G2.öOO Stück neuen Wtier.« werden den Mionären 1A71L7L Stück Mt-ien zum Bezüge angeboteu werden, derart, daß auf vier Ee Mien eine neue Aktie entfällt, während di« restlichen 300.606 Stuck Mien zu einem entsprechend hohervir als dem BeMgsrechtskurs fest begeben werden. Hierüber schweben UnterhaMungen mit ersten ausländHchen Gruppen, welche sich wegen Uebermchme vor« neuen Mtien der Cvedtt-Anstcckt an diese gewendet haben. (sEntgoMich.) Die Regelung der Ssterreichischen Geb uhrenschulden in Frankreich. Paris, 1. Juni. (Hävas.) Der der >Kammer> Amierbve-ttebe Gesetzentwurf über die Re^Mvng der österreichischen wtfo ungarischen Gebührenschulden hat .nachstehenden Wortlaut: »Mährend bex der Kundmachung dieses Gesetzes folgenden zwei Jahve ist der Finanzminister ermächtigt, im iJndereffe deS Staatsschatzes cm -die Regelung der Frage der^ JcchresparrschaloeLühren an StvmpÄn nnd Bermögensübev-, D» fadülft, tzM M VÄiW