Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1544 (1.6.1923)
- Date
- 1923-06-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Skr. im ffiKcn, Freitag "• Wiener Morgenzeitung. 1. Juni 1923 SeitsÄ Kölvngen KU lasten. Eine Schwcffter Jivfef Leiters. die an den englischen Grafen Snffolk und Berkshire decheiccrtet ist, hat int Vereine mit dem englischen Staatssekretär des Arüßern Lord Cnrzon, ihrem Schwager, und zugleich Schwiegersohndes Levi Leiter (in evster Che) ein Gerichtsverfahren anhängig gemacht, um die Verwaltung des Levischen NrunÄbefitzes im Werte von etwa >100 Millionen.Dollar, dem TeftamentsvoMtrecker zu entwichen. Lord Eurzyn hat auS seiner ersten Ehe mit Miß Mary Viktoria Leiter, me im Jcchre 1906 starb, drei Töchter, deren Interessen bei diesen! Teile der Verlaffewschaft in Frage kommen. In amerikanischen. Gesellschaftskreisen sieht man den EinzeHeiten dieses Gerichts-- »erifahrens mit besonderem Interesse entgegen. * Das Gartenfest „Ferienheims das infolge des Wolkenibvuches Mittwoch abends nicht stattfinden konnte, findet Minmehr im Garten des Gases Rudoffshof. Wien, Griming, KöbenMaffe <8. am Samstag den 2. d. um 8 Uhr abends statt. Das Rainerträgnis fließt dem WrchMtiOeftssönds des Derünes M. * Sammeltag der Men« Freiwilligen Rettungsgesellschast. Ans Anlaß des am Sonntag den 17. Juni stattsindende-n Sammeltages der Wiener Freiwilligen Re-tttungsgeseUchaft däben sich die Militär-musi-ken der Brigadskaipelle 1 und der Infanterie-Regimenter 3. 4 und 6. ferner verschiedene private, Musikkapellen zur Verfügung gestellt. Diese werden am Sammeltage, durch die Straßen Wiens ziehend, Propagandanarsche spielen und Platzmnstken veranstalten. > * Prag« Mustermesse. Dem Interesse nach M schließen, oolches sich allseitig der diesjährigen - Horbstmeslse znwendet, dürfte diese mit vollem Erfolg abschließen. (Au der Herbstmesse, vclche vom 2. bis 9. Ssptemlb-er d. I. stattfindet, laufen so kahlreiche Anmeldungen ein, so daß eS sich empfehlen würde, wenn die Jnter-efsenten ihre Anmeldungen so bald als möglich >er hiesigen Vertretung. Wien, 1. Beq., HerrenWffe 12 Zivuobanka), einsenden. Ebenda sind alle Formnlarien, wie: ilinmeldungen, Meffeordn'wngen. Broschüren usw. kostenlos zu )a'ben. 'ebenfalls werden dort Messelegitimationen ausgegeben und alle Einftlhrmodalitäten betreffenden Informationen erteilt. h > * Pompejanische Synagogen. Im römischen Reich waren »ekanntlich Juden als gleichberechtigte Bürger, als cives ronani, schon lange vor dem Untergange des jüdischen Staates «u finden., Im Verein mit römischen Kaufleuten unter dem Schutze der Legionen des Caesar zogen sie hinauf in das?and der Gallier und, der Germanen, bis an die Küsten der llordmeere Europas. In Rom war eine bedeutende jüdische Äemeinde schon vor der Zerstörung des Jerusalemer Heiligvorhanden. Man hat in Pompeji, das im Jahre 79, j ilso neun Jahre nach dem Falle deS jüdischen Reiches, durchs un Ausbruch des Vesuvs zerstört wurde, entdeckt, mit Namen )on Sodom und Gomorrha, einer Malerei, die das Urteil Solomons darstellt, zahlreichen Anspielungen auf jüdische Bücher rsw. Besonders interessant ist hierbei, daß Gemälde in diesen Synagogen vorhanden sind, während doch sonst figürliche ,insbesondere Darstellungen von Personen in unseren Gottes- )äusern verpönt sind. Es scheint aber, als ob man im Merum einer. weniger strengen Auffassung in dieser Beziehung gehuldigt habe.-Es ist mm fteilich nicht ausgeschlossen, daß in Pompeji diese Malereien einer Zeit entstammen, in der die ^genannten Judettchristen Besitz von der Synagoge gerammen hatten. Das Fehlen christlicher Abzeichen in diesem Mle würde kein Gegenbeweis sein, da das Zeichen des Kreuzes n den ersten Zeilen des Christentums durchaus noch nicht allzemein akzeptiert war. Die Synagogenfunde selbst sind ein mteressanter Beitrag zur Geschichte der Juden im römischen fteich, die hier für Handel und Verkehr eine große Bedeutung hatten.. * «rlelchttrungrr, im Schiffsverkehr «ach PalS stina. Das Palästina-Amt in Czer nowitz teilt mit, daß?r Servieiul Maritim Roman einen speziellen Personenschnell- » mpfer für den Dienstverkehr C o n st a n t a—H a i f a— Lass a—A lexandria «nd retour einstellt. Das Schiff geht am 1. eines jeben Monats um 6.Uhr nachmittags von Con- «tanta ab und trifft am 5. eines jeden Monats in Haifa ein. Das Schiff enthält 100 Plätze. 1. Klasse, 40 Plätze 2. Klasse und zirka 250 Plätze 3. Klasse. Die Reisekosten betragen: 1. Klaffe Luxuskabine 16.000 Lei (inkl. Verpflegung), 1. Klasse 12.800 Lei (tag. Verpflegung), 2. Klaffe 6400 Lei (inkl. Verpflegung), S. Klasse 2800 Lei (inkl. Verpflegung). Emigranten erhalten durch da» Palästina-Amt eine Ermäßigung auf 2000 Lei pro Platz. Die Reisenden der 3. Klaffe müssen Bettzeug mitführen, da sie bloß die Bettstellen erhalten. — Gruppen von mehreren Personen verden beträchtliche Preisnachlässe gewährt. _ * 2.tah«ng ösr Bücherlotterie. Die gestern bnrchgefiihrt Ziehung der Bücherlotterie der Organisation der Wiener Press batte folgendes Ergebnis: Den ersten Haupttreffer im Werte vo 10 Millionen gewinnt Los Nr. 77.264. Bücher im Werte von j 500.000 K. entfallen auf die Lose Nr. 262.974 und 169.39! Bücher im Werte von je 100.000 K. gewinnen die Lose 158.04^ 5250, 51.887 139.187, 262.909, 271.230, 139.890, 155.96! 84.817 und 148.787. Außerdem entfallen Treffer im Werte vo je 30.000 K. auf jedes Los mit der Endziffer 100, im Werte vo je 20.000 K. auf jedes Los mit der-Endziffer 073, im Werte vo 15.00.0 K. auf alle Lose mit der Endziffer 893, 082, 892,. 01( 959 mrd 768 und im Werte von je 10.000 K. auf alle Lose m 5er Endziffer 126 und 268. Die Treffer können unter Vorweisun )es gezogenen Loses Mn 10. Jrmi emgefangen bis 10. Süp iember 1933, täglich von 2 bis 4 Uhr nachmittags, mit Aus nähme der Sonn- und Feiertage und Samstaige. in der Kanzle >er Lotterie, Wien. 1. Boz.. EUalbethstraße 9, 1. Siieige vechtbe'hoben werden. Gewinner außerhalb Wiens echalten di Tvsffer gegen Ersatz der Postspesen ^geschickt. *DaS alte Wilna. Die jüdisch-historische ethnographische Gesellschaft in Wilna gibt'demnächst unter Leitung des jüdischen Künstlers Lun Ski ein künstlerisches Album über 5aS altjüdische Wilna mit historischen Notizen heraus. . * Ehrung des Orientaliksten Dussaud. Die ftanzösische »Aeadümie des inseviptions et belles-iettres" hat in ihrer letzten VollvevsamnÄMr-g xm Stelle des verstorbenen ordentlichen Mitgliedes C-lernront-Gannean mit Stimmervuvchcheit den Konlservaior am Louvremniseuim Rem Dnsso-nid Mm ordentlichen MlWied gewählt. Der WvWampf war ziemlich heftig and. Dnssaud konn4-e erst im vierten Mahlgang die erforderliche Majorität von 19 der ■ abgegebenen 36 Stimmen erzielen. Dnssand gehört m den -bekann>tüsten Ovientaliften. dein eine Anwertvoller Arbeiten Ol danken ist. Die wichtigsten sind die M)vonologie der Könige von Sidon". >,Geschichte und Religion der Nossaivi". ,-B«nerLungen zur syrischen Mythologie" und rudere.' Dussaud ist auch Mitherausgeber und R-üdakteur der Zeitschrift für orientalische Kunst mch Archäologie ,-Shria", -eren' 'Reidaktionsstalb beVamEch auch Gdniord Pott-i er und V-aston N ilgav« angchören. * Auszeichnung Aurel Steins. Der berühmte Erfovscher ZentrMiens Aurel Stein wurde für seine erfolgreichen FovschMgen von der französischen geographischen - Gesellschaft Mit der großen goldenen Medaille ausgezeichnet. Aurel Stein stcht ftn Dienste der engUchen Regiemng an der Spitze der Geselllschaft zur archäologischen Erforschung Indiens.- , , * „Zionismus, Weltpolitik und Weltwirtschaft." Bon Dr. Jacques Adler. Diese Broschüre, die als drittes Haft der Zionistischen Broschüren-Wbliothek. im Verlag des Berliner Bureaus der Zidnistischen Organisation, Berlin, Sächsische Straße 8. erscheint^ ist eine füridas große PMilkum. auch das nichtzionistische und nichtjüdische, bestimmte aulfklärende, knappe Darstellung des Ideengehaltes, der bisherigen Ergebnisse, des heutigen Standes, und der künftign Pläne und Aussichten der zionistschen Bewegung, welche sich zu Propaganda- Zwecken bestens eignet. Preis 600 Mark. * Reichsverbaud der öffentliche» Angestellten Oesterreichs. Die vom Reichsverband der öffentlich Angestellten Oesterreichs gegründete wirtschaftliche Beratur^sstelle für ab- - gebaute Buwdesaugestellte, die ihren Sitz zuletzt in der Karl Schweighosergasse hatte, wurde, ab 16. d., wieder in ihr urspvünigliches Lokal. 9. Bez., Roßarterkaserne. Nordtvakt, 2. Stock, verlebt. Dienststunden Montag. Mittwoch und Freitag von 10 bis 12 Uhr vormittags. * Keren Kajemeth l'Jsrael (Jüdischer Nationalfonds), Wien. 2. Bez.. ZirTusgasse 36. Mit 30. Mai ist das Bureau des Keren Kajemeth l'Jsrael von der Talborstraße 59 im die Zirkusgas,so 83, übersiedelt. Die neue Telephonmvmmer. lautet 4LM6. Vom 1. Juli an werden die Tlmtsstunden aus die Dauer der Somvrernwnate Jrmi, Jlitli und August von halb 9 lUhr früh bis- 4' Uhr nachmittags, und zwar ohne Untrerbvechüing, abgehältey. werden. / * Eriropa—New-Aork, Der transatlantische Verkehr wird demnächst eine bedervtende Bereicherung erfahren durch den am 17. Juli d. I. zum ersten Mal nach New-Aovk fahrenden Riesvndampfer ,Kcviathan" der United States Lines. Der ,/Leviathan", der zunächst auf der Linie Southampton—Eherbourg—New-Dork fährt, ist der größte, modernste und luMrivseste Ö-:oudampfer (60.996 Tonnen). Er befördert 3402 Passagiere und hat eine Besatzung Won 1100 Offizieren und Manns'chaften. Der „Leviathan" ist mit einem Kvstenauswand von über acht MMonen Dollar in Amerika >neu ausgestattet worden. Mine Lokalchronik. Während des vorgestrigen Gewitters schlug der^Blitz in eure in einem chölzemen AÜbau des PraterkaiffechMses ,/Zur Sennerin" untergöbrachte SchilossiMvoofftätte ein,. deren Emrichtung ein Raub der Flammen wurde. In 'der Votivkirche wurde am Nachmittag ein Einbruch verübt; vier hohe Meffingseuchter wurden entwendet: Aus der Dcpositenkasse des Wiener Bankvereins auf der La,ndstvaße sind hundert Schoeller-Stahlaktien (Nummern 337.701 bis 331.800) auf unausgvklärte Waise abhanden gekommen. In Stadlau wurde die Leiche eines etwa 18jährigen Mädchens aus der Donau gelborgen. Die Identität ist noch nicht festg,'stellt. Die Buchhalterin Stephemie Dimacek, Raaberbahngasse 10, 'bei den Eltern wtühnhaft. ist seit 28. Mai abgängig. MM vermintet Selbstmord. Die Genetalversammlung des Beth-Amel. Das gefertigte Komitee bechrt sich hiermit, vor das Forum der Generalversammlung des Vereins Beth-Jsrael (Polnische Schule), welche anr Sonntag den 3. Juni l. I. stattfindet, zrr treten, um eine zeitgemäße Ausgestaltung des Vereins anzustreben und legt zu diesem Behuse folgendes in Mi kurzen Sätzen zusanunengefaßtes Programm vor: 1. Ausbau des Beth-Jsrael zur Erfassung und Sammlung aller in Wien lebenden Ostjuden durch unbeschränkte Aufnahme von Mitgliedern — sofern gegen die persönliche Integrität des Aufznnehmenden nichts vorliegt —um so die Schasfttng einer Organisation der Ostjuden zu bewerkstelligen. , 2. Ausgestaltung und Erweiterung seiner Ziele und Zwecke, nicht nur auf religiösem, sondern auch auf sozialem und kultttrellem Gebiete, damit dieser Verein zu dem werde, was ihm ziemt, zum Vertretungskörper der unter seiner Flagge segelnden .ostjüdischen Organisation, als deren Erzieher und Fürsprecher nach jeder Richtung hin, nach Innen und Außen. In dem gegebenen scheinbar engen Rahmen ist Raum genug in dem neu zu schassenden Statut, nebst der Erhaltung eines Bethauses die Betätigung von anderen religiösen Bedürfnissen und Einrichtungen, wie Krankenpflege und Krankenunterstützung, Kohlen- und Mazzothverteilung, Witwen- und Waisenfürsorge, aufzunehmen, ferner die Eröffnung eines hebräischen Sprachkurses und eines solchen in jüdischer Geschichte sowie einer Bibelschule und dergleichen zu ermöglichen. Auch die Forderung des Wahlrechtes für ostjüdische Kultussteuerzahler kann im Statut festgelegt werden. Um diesem Programm zum Durchbruch zu verhelfen, sind willige und fähige Männer nötig. Als solche haben wir aus den Reihen der Mitglieder die bestbewährtesten drei Herren herausgeholt und empfehlen sie der geehrten Generalversammlung als Kandidaten für die neu zu besetzender: drei Verbandstellen auf das wärmste. Es sind dies die Herren: Bezirksrat Norbert Rappaport, 2. Be- . zirk, Rotensterngasse 6; Dr. Dagobert Rybaczewski, Rechtsanwalt, 2. Bez., Hollandstraße 14; I. H. Waltuch, 1. Bez., .Maria Theresienstraße 24. Indem wir uns der Hoffnung hingeben, daß die Mitglieder des Beth-Jsrael unser Programm fteudigst aufnehmen und gutheißen werden, richten wir das höfliche Ersuchen an Sie, recht zahlreich zur Generalversammlung zu erscheinen und für unsere Kandidaten zu stimmen. Mit kollegialem ostjüdischen Gruße Das Komitee zur Wahrung der Interessen der .. . ' Ostjuden.; . * * Eine Aktion für die Inden des Jemen. Der Veveft, ,Msrath Jsvaol" in Wien, der sich Mr Aufgabe.gelsbellt 1$, eine über die ganze Welt auAgelochnie' HUSaWon für me. Juden im Jemen <Mjdara!bien)xins. Heben zu rufen, hWt am 16. d.'im eigenen Lokale die konstftuievende Genevalvevisammlnng ab, an der - Vertreter verlschiedener orthoidorer^ Richtungen.tsilnahmen. Dev Verisammlung präsidierte. ver | Initiator der JemenftenhiMe, Herr S. Kommet. Rabbiner; K'a tz referierte eingchenld über die Lage der Juden im Je-> .men, welche rasche Hiffe erheischte Hieraus vichtÄe^ Herr Kvmj met ergreifende Morte an die Versammlung, die in ein«»/ energifchen AMll auMangen, den Bedrängten hilfreich bei-- zuftchen. Schriftsteller M. Groß Wisrachi) setzte sodann in sächlicher Weise die. Notwend.igfle>rt einer gemeinfamen Arbeit aller Parteien im Judentum an diesem Werik auseinander, welche allein dessen. Gelingen ermöglichen könnte. Auch doleitende Mtglffed der „Agudcch Jsvael", Herr Mba-Schreib e r, betonte die RotwendiMsit der, Vereinigung auf dem^ Gebote der Jemenitenhilfe. Bei der hierauf vovgenoMmenen Wahl wurde der Vorstand von Repräfenta.nten aller orthodoxen Richtungen befchUckt. Derselbe setzt sich zusammen. aus: den Herren Rabbiner Benffion K<vtz, Cha>M Aaron Fr: edmann, Salomon Fried mann, Mvaham Hefchel, Maier Günsberg, Lipe Türkl, Salomon Türkl, Miba Schreiber, Getzl Schapirer, M. Groß, Isidor! Austerlitz, Dr. Reiniger, Mofes Frankel. Samue!l^ Prerß, Jakob März, Mendel Beigek, Seiden Kommet, David Jnfeld, Salomon> Beifer. Chaim Kr<rn^. ler, Mraham Hofstädter, ObMn.GünSDerg. Hersch Löwin, M. Ntves und Nachim Löw. Ferner wurde ein^ Rabbinatskollegium gewählt, dem die ■ Grotzvabbiner Israel: Friedmann (Ezortkow), Israel Fridmann (Hufiatyn),.- I. M. Hefchel, llscher Horowitz, Isaak Hager, Jakob Friedmann, Markus FriedmMN, Markus Salomon FrrMnann, Matthias triedmann, Israel Friedmann (Buhuft), Israel Hagere haim Hager, Na Hum Friedmann (Cizewowitz), Israel Friedmann (LeipM, Jakob Fri.edmMn (Lemberg) angehören. Der Verein macht es sich zur Außgaibe, alle änderen Großrabbjner und Mischen Kör^rschasten der Welt für die Frage der Inden im Jemen M interesfieren. * Diese Preise sprechen für sich! HälbstoreS (Bonnes- FemmeS) 29 K., Brifes-Bifes 5 K., Künstlervorhänge 89 K., Spitzenvorhänge, 100. breit, pro Meter 7 K., Doppelbettdecken 88 K., alles aus Tüll, Etamin und.Batist,.Madrasvorhange^ 95 K. Teppichhaus Weitzner, 6. Bez., Mariahilferstraße > Nr. 105. Preise in Tausendern. (Entgeltliche) * Wetterbericht. In' Oesterreich tarnen zahlreiche Gewitter zum Ausbruch. Ergiebigen Niederschlag meldeten nur Wien mit 9 Millimeter und 'Bruck a. d. Mur mit 22 Mllimetern Regen. Gestern morgens war die Bewölkung örtlich stark verschieden. Vom Nachmittag fehlen Meldungen. In Wien blieb es nach einem kurzen Regenschauer heiter und schwül' mittags 24°. Voraussage: Neigung zu Regenschauern oder Gewittern, schwül, starke örtliche Unterschiede im Wetter. Berewe. BorttSge «nd BerfMmlungW. U r ani gr Heuter^G ro ß er G a alr 5 Uhr: Wilb- Astika. Halb 6. Uhr r Mt-Wiener Liederabend. — Kleiner! S.a a l: Halb 6 Uhr.: Dr. Fritz Schulhof: Menschen-! kenntnis. lt. Halb 8 Uhr: Dr. E. H. Kron'feldr Der Schönbrunner Garten, ll. — Kürssaalr Halb 7 Ubr r! Oberstleutnant G l a i ß - H o r st e n a u r Politische mrd militärische Geschichte deS Weltkrieges. Ul. 8 Uhr: Dr. Anton Reichel: DaS gedruckte Buch als graphisches Kunstwerk. K l ub s a a l: 6 Uhr: Uni,v,-Lektor Ferb. M a t t a S: Sprechkurs. X. Halb 6 Uhr r Dr. Süsanna S ch m t d a : Keyserling und Spengler. — M i! r o s k o p i e-r s ä a l: 7 UhrUniv.- Assist. Dr. HanS P l e n k r Der mikroskopische Aufbau des Menschen. ____________ Bühne und KmA. kinntterabend im Akademirtheater. Vorstellung des BurMeaters« („Verkündigung, ein dramatisches Gedicht von Rudolf B o r ch a -r d t.) O, wäre doch dieses fromme Mhsterimn eine Pantomime geworden! Dann bliebe als unvergeßliche Erinnerung Auguste, Pünkösdh, ttas ekstatische Mädchen, in . strenger, keuschester BlonÄhert hochrusgerrchtet, mit ausgestrecktem Arm ferrchattend die dnntelrote Blume, das Sinnbild des gebärenden FrMings, von ihrem Mädchenleibe, der um seine ReinhÄ ringt, es Webe das Bild der . sechs Gespielinnen, von Albert Heine köstlich gestellt und von Remigius G eyling köstlich abgetönt, es bliebe die lichtumflossene Erscheinung des Kindes mit dem Lämnrlein^ im Arme, dem sich die Köpfe und Schultern der sechs Mädchen zuneigen, dieweil ihre Blicke in Treue an der Jungfrau haften, es bliebe die einprägsame Kampfgcbärde der Jungftau gegen den finsteren Bösen und die Geste hoheitsvoller Ergebung, da sie der Lichte, Gute zu leidvollem Mutterglück führt. . Mer es geht leider nicht ohne Text ab. Die Akteure^ muffen Verse sprechen, die sich prompt und gvausanr' reimen. Und so eindeutig Fädchen und Rädchen, Herzen und Schmerzen, Jammer und Kämnrer zusammenklingen, so - vieldeutig ist der Sinn dieser unendlichen BersMe. Peinlichste Diskrepanz zwischen banaler Reimerei und dunklem, LieMnkkem Inhalt. Frau Pünkösdy (verehrnngswürdig ihre Gestaltung der Jungfrau) weiß das Klappern der Verse durch beseelten, Wohllaut der Stirnme zu decken. Aber im Munde chves Partners Franz Höbling knirschen sie wie Kleselsteine unter der Straßenivalze. — Es.war schwer zu ertragen. ' („Die Gesells chaft des Abbe Ehateaüneuf, von Eduard Stücken.) ■ Packendes, hundertprozentiges Theater! Unter den . Neueren gelang nur noch Artur Schnitzler (vor allen: mit seinem „Grünen Kakadu") solch brillanter, blutvoller . Einakter. Diese Tragikomödie, in deren letzten Szenen,^ eine Strecke hinter der Katastrophe noch, neue Farben auf-/ blitzen, gilt jener Episode aus dem Leben der großen Buhlerin Ninon de l'Enclos,^ da sie unerkannt ihrem neunzehnjährigen Sohne begegnet. Er entbrennt in Liebe zu ihr, sie offenbart ihm, daß sie seine verschollene' Muttetz