Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1544 (1.6.1923)
- Date
- 1923-06-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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* ' MttSr 4 aHtf—. «wen* tficmg Wiener Morgienzettrm«. 1. Fimi 1923 Nr. Ätt Öle Fortschritte des Keren Haieffod in Sester« ' reich. Nach tim AaDÄkmym der Keveu Hajeffod^Zentrale in London Wer die Eingänge des Monates April ist netter» rings ein erfreulicher Fortschritt der Keren Hajeffodklrboit in Oesterreich fchtznfdelkn. Unter den Ländern, welche betrage Pr den PaMimdGrundsonds abGhren, ist nach dicher jüngsten Statistik Oesterreich an die dreizehnte Stelle vorgerückt, während es vor emiyen Monaten »och an der 83. Stelle stand. Gegenüber der Lersiu ng im AprÄ des Vorjahres ist die pro AprA o I. anfdas vierfache gestiegen und, wie ans das Wiener Keren Hajeffvd-Bureau mittM, im abgeläufenen Kalendermonat Mai allein fünfmal so groß, als im Mai des Vorjahres. Hierbei sind nur die effektiven Eingänge berücksichtigt. Der größte Teil der während des Keren Ha-jeffodMonats neu gewonnenen Zeichnungen ist noch nicht realisiert. So eofveuittch auch dieser Fortschritt ist, muH doch festgestellt werden, daß die. österreichischen Keren Hajeffold-Gingange noch immer so fernem Verhältnis zu der Zahl und der Leistungsfähigkeit der österreichischen Huden stehen. MMf lML MkMM Ein Freund unseres Blattes in Klagenfnrt schreibt uns zu unserem Artikel über feie ^Oesterreichischen Sommerfrischen" (stehe ^Diener Morgenzeitung" vom 13., 18., 23. imd 29. b.): ,<Jn ihrem gesch. Blatte vom 23. d. geben Sie einen Bericht der Kurverwaltung Pörtschach wieder, in welchem mrsgeführt wird, daß die Bevölkerung nicht antisemitisch ist und der Hennatschutz sozusagen die Jügendschutz-, truppe biLet. Ich kenne die Berhaltniffe hier genauer und tat Ihnen Mitteilen, daß diese Annahme sehr irrig ist. DewHemmtschutz (OrMch) ist rein antisemitisch, die metsten Heirnatschützler tragen neben den Heimatschu^- rrbzeichen riesengroß.Hakenkreuze und betonen immer wieder ihren Antisemitismus. Von den Heimatschützlern haben die auf Sommerfrische gehende Juden Leinen Schntz zu erwarten. Die ZeLkn haben mich wie ein Hohn berührt, und ich verstehe es nicht, daß Sie diese Berichte ohne Kommentar abgedruckt haben. Die Bevölkerung am See ist genau ßo jndru-f-eiüblich wie in Tirol und anderswo und sicherlich werden den Juden, die zur Erholung komuwn» wsnig Sympathien etfc gegengebracM werden." Aus diesem SchreDm sieht man, wie recht wir hatten, Juden vor dem Aufenthalt in öfterreichischen Sommerfrischen zu warnen und ihnen dringend davon äbznraten. Wenn ei« genauer Kenner der Berhaltniffe, ei» Einheimischer, die Wnge in der angeführten Art und Weist schildert, dann kann man sich ungefähr ein Bild davon machen, welche Auuehmlichketten die jüdrschen Sommergäste in Pörtschach und in anderen Orten erwarten. Rick man kann auch leicht ermessen, welchen Glauben mau den offiziellen Mitteilungen der verschiedenen GeutenLeverwaltungen m prmctv Jndensrage Mmkm darf. «er MlWe MMtMmmgrey. Zu einer Zeit, da die gestände yiomstÄsche Arbeit im Zeichen der BorbtteÄmg für den dB. ZiomstenKonyveß steht, welcher in wenigen Wochen in ÄwLSbcw Wstmmetttvsien soll, ist es besondercmyezergt, <mf die «tWhckiche und gomMche ZustmmverHtelkmg der Berhcmvbrmgen des letzten zionistische» Kongvesses in KmckSbad zu verweist», welche in mm Mnstmyreichen Schrift züsammengefaßt sind, die im Aufträge des Londoner zwrrkftifchen ZenttwlbmvcMs im Jüd^fchem Verlag, Berlin, erschienen -ist. Gm LberlsichMcheS Buch über inestn Kvryreß erschien bsoeöts vor einem Jahve im Mchen Verlag. Während dieses cSS gute Jnforrnatwnscsnelle cmgusthen ist, ist «lummhr vor wenigen Wochen das Siteno-, gra rat des Kongvchses stKst ersthfenon, sin Band m Lexikonjvrmat von mchr als 80V Seiten. In diesem Buche schreibt nie-MMck über den Kongreß, hier spricht der Kongreß selbst zu uns und wird st piostüsth sichtbar. Das Verständnis der fec» handelten Gegenstände wird durch die Aufnahme cckler Berichte und Dokunmrte westnMch gefördert. Das Buch, das auch eine Präsenzliste, em alphabetisches Rednevveryeichms und ein Sachrarster enthält, ist ein vortreffliches Nachschlagewerk, darüber hinaus jedoch eine stsstlnde Schrift, die mau rwkt wtMchem Intsresft nM oft mit irrnever SpanMmy verstW. Das Studium dieses Bvches ist für all« jene eine NoiwendL^eit, wÄche sich mijt den schwerwiegenden Problemen vertraut machen wollen, die der künf-tüge Kongreß za fechandeÄr hohen wird. Es sind Fragen, die schon den letzten Kongreß beschäftigt haben und die nach Wie vor ungelöst sind, sich in chvem Wesen aber i d«nt.is ch wenn auch NvcmchtmL ditz Frageftelbumg oder FornmNerrmg eine fchembar andeive geworden ist. So gehört das Protokoll -des zwölften KonyvHes nicht mst m die Hand eines jeden Kontzreßdekgisrteri ober ^Kandidaten, sond-.m vielmehr auf den Tisch eines jeden tZionfften» welcher die gegenwärtigen Fragen des WoMnM wiMch mstlsstn «nd die Verhandlungen des künftigen Kongresses mit innerem .Verständnis verstkge» will. ' t'- SßMMlwro MM MtgMMN. Ans War scho« schveM man uns: MlS vovsten Sormtag der 69jährige Fe'iwsl Plankenstein in Zawichow auf das Postamt kam, um Briesmiaickn zw kaufen, taxsrat hinter den» Schalter der Schwager des Amtsleiter Stanislaw .KochcttÄki, der 13jÄhrige Sohn des AmtÄeÄers und «in Beawder^ m ftMichsc UnterhaAnng begriffen. Als Blankenftyn an den Schauer trat und dort, mit dem ebenfalls anwesende« Mitteilungen aus dem Publikum. der Verein „Livias Chen“, II., Hollandstrasse 2 gibt hiemit bekannt, ckass der berühmte Kantor Efroika Schlepak aus Berdlczew keute Freitag den x. Juni um V28 Uhr abends tmd morgen Samstag de» 2. Juni um 1k9 Uhr vorm, im VereinskB ethause vorbeten wird. Unentgeltliche Eintrittskarten sind zu haben bei den Firmen Jacob März, 4 Gölsdorfgasse 2, Silberstein & März, l, Gölsdorfgasse 4, und Markus Süss, II., Flossgasse 8. Neffen yu: Milkst du sehen, wie man einen Inden erschießt?", zog einen Revolver und ftrecktö Blankenstom mit einem Schuß nieder. Der Ermordete hinterlützt sechs Kinder. Der Mörder, dessen Tat den Gipfel der Bortiertheit bedeutet, wurde vechaftet. Die Fronlelchnamrfeier. Die gestrige FronleichnMnsProtzession der katholischen Bevölkerung Mens muß als politisches ErÄgnis festgehalten werden. Sie trug durch die geschlossene Teilnahme von Frontkämpfern und Hakenkreüzlrrn Änen besonderen demonstrativen Zug und erhielt auch durch die seit der Revolution nicht mehr , gesehene oMielle' Begleitung durch Militürabteilüngern: ihre aufstllerche Note. In der Stephauskirche zelebrierte um 7 Uhr ftüh der Kardinal P i f fl das Hochamt, worauf sich die große Prozession, geleitet von Militär, Frontkämpfern, Studenten und Pfadfindern, durch die Hauptstraßen der Inneren Stadt bewegte. Gegen 10 Uhr wurde die Feier durch Generaldechavgm der ausgerückten Reichswehr .beschlossen. Zur selben Zeit, als die Fronleichna-msprozefsion stattfayd, veranstaltete der Militärverband,der Republik Oesterreich eine Festakademie, bei der Präsident Seitz die Festrede hielt. Bei dieser Feier waren etwa 2000 Soldaten anwesend. H'/errmg der BolkMcheu. Der erste Wiener Volksküchenverein bringt zur Kenntnis, daß laut Vorftandsbeschluß vom 28. d. sämtliche Küchen des Vereines ab 81. d. bis auf weiteres gesperrt werden. Diese Maßnahme, .die für hie arme Bevölkerung, besonders der äußeren Bezirke,, einen schweren Schlag bedeutet, ist in erster Linie aus die Lebens mitte lieuerung zurückzuftihven. Infolge des Siteigens der Preffe wurde auch eine Erhöhung der Preise für die Mahlgeiteu notwendig, was einen starken Rückgang der Besucherzahl der Volksikücherr zur Folge hatte. Dadurch entstand Äu Defizit, dessen Deckung nicht mehr möglich Ware, wenn man die Betriebe unter den gegenwärtigen NnffLrrdeu wertevführen wollte. Eine zweite Ursache der SchUHmrg der VolksKüchen dürste auch in der starken Konkwrenz der Gemeinschaftsküchen liegen, die Mahlzeiten zu SMgeven Preisen abgeben als die VolksMchm.. «e Mlgkett der Rettimgsgesellschast. Die Wiener Rettungsgesellschast veröffentlicht soeben ihren statistischen und finanziellen Jahresbericht für das abgelaüfene Jahr 1922. Aus dem statistischen Telle ist zu entnehmen, daß die Gesellschaft im Berichtsjahre in 15.241 Fällen intervenierte und 10.603 Krankentransporte durchgeführt hat. Der finanzielle Teil weist an ordentlichen Einnahmen 111,342.705,73 Kronen und an außerordentlichen Einnahmen 1.727,792.728,80 K. aus. Die ordentlichen Ausgaben betmgen 808,120.998,57 K. und die außerordentlichen Ausgaben 81,860.573,10 K. ' Der Bericht weist darauf hin, daß die Betriesaustzaben für'das laufende Jahr 1923 mit einer Summe von weit über zwei Milliarden Kronen veranschlagt werden mußten, und schließt mit einem Dank an die Bevölkerung für ihre reichen Zuwendungen und mit einem warmen Appell um weitere eifrige Unterst ü tz u n g der Gesellschaft. * Schlechte Reklame. Der Gön>erMümMii.ssÄr Ki.mrn«cirm«n hat eine Reife nach LBedösterreich Doktor unternommen. und hat nun feine Eindrücke auf amtlichem Wege nüdiellen Wsen. Ja, es war fehr schon und ^besonders das SaWammergut hat ifept schr gut gefallen. Rur wird «u wenig ReMmve für dis landschaftlichen Schönheiten Obevbsterroichs gemacht, meint Herr Dr. Zünnverman. Der Herr Gonerail- Lom-mUär hat c»u>f seiner Reise tatsächlich mir die.angenehlna, schöne Seite der Dinge gesehen. ^Er hat das Land — wie alle hohen Herren — nur ans der „Salonwagerr-Perspektive" geschaut. Soviel aber scheint Herr Dr. Zimmerman^ doch bemerkt zu haben, daß es in oen landschaftlich so schönen Gebieten mit dem Fremdenverkehr nicht so ist, wie es fern sollte, wie man eS ber einem Lande von solcher Pracht und Abwechslung wohl erwarten dürfte. Zu wenig Reklame! O, es wird genug Reklame gemacht, aber der Grund, warum sowohl Ausländer wie Inländer alle die schönen Otte geflissentlich meiden, ist ein sehr ttnfacher: zu teuer. Herr Dr. Zrmmermann weiß. vielleicht nicht, daß das Salzkammergnt gegenwärtig ein Gebiet ist, das sogar Leuten mit guter Valuta, Amerikanern, Engländern und Holländttn zu teuer ist, von Oesterreichern und anderen gar nicht zu reden. Dies scheint dem Herrn Generalkommisiär noch unbekannt zu sein, dafür aber ist es überall anders schr wohl bekannt, daß man in Oberösterreich der schamlosesten Wucherei ansgesetzt ist-und Man weiß überall, daß man in jedem andere« neralkommissär findet, daß zu wenig Leute in das schöne Land ob der Enns kommen, so ist daran einzig Und allein die Preispolitik der Einheimischen schuld, die zuerst die Oesterreicher urrd dann auch die Ausländer vertrieben yat. Und alle Reklame wird nichts nützen, denn die beste Reklame bleiben doch immer —' erträgliche Preise. Und einen Grund, über den Herr.Zintmernrann als höflicher Ausländer nicht sprechen wird, muffen wir Noch erwähnen: Die Hakenkreuzlerei, die sich in unseren Alpengegenden m offenen und versteckten Feindseligkeiten gegen jüdische Sommergäste austobt. * Die Irrfahrten einer goldenen Tavattere. Di» Gattin eines Pelzhändlers aus Mariahilf, hat dem Privatbeamten Friedrich Ziffer eine goldene Zigaretten dp se^ im Werte von dreieinhalb Millionen Kronen zur Schätzung^ bezichungsweise zum Verkauf übergeben. Ziffer übergab die Dose dem Handelsangestellten Johann Malitzik, weil dieser ihm gegenüber behauptet hatte, einen Käufer für die Dose zu wissen. Ziffer ahnte nicht, daß dieser Malitzik wiederholt wegen Erpregung und Betruges abgestraft und aus Niederösterreich abgeschafft war. Malitzik ließ sich seitdem nicht mehr blicken. Am 25. Mai erschien nun der Friseur Rudolf Törok in der Wohnung Ziffers und teilte ihm mit, Malitzik sei unter dem Verpachte, eine unechte Dos^ für echt verkauft zu haben, verhaftet worden. -Török verlangte von Ziffer eine halbe Million Kronen, widrigenfalls auch er verhaftet werden müßte. Ziffer tat das Klügste, was in diesem Falle §u tun war: er ließ Török wegen Erpressung verhaften. Noch am selben Tage wurde auch Malitzik in einem Kaffeehaus verhaftet. Török und Malitzik behaupteten, die Dose, die Malitzik von Ziffer erhalten hatte, gemeinschaftlich dem Kaufmann Josef Br eherverkauft' zu haben. Breyer hatte tatsächlich eme Dose von den beiden um 2,100.000 K. als echt gerauft, aber nachträglich festgestellt, daß sie nicht echt, sondern Talmi war. Er drohte beiden mit der Strafanzeige und vermochte von ihnen 900.000 Kronen zurückzuerlangen. Die Dose wurde der Pelzhändlersgattin gezeigt, die jedoch erklärte, es sei nicht ihre Dose; es ist also der echten eine unechte Dose unterschoben worden. Török und Malitzik haben die von Ziffer erhaltene Dose anderweitig, verkauft. Sie wurden dem Landesgerichte eingeliefert. * Der Gesundheitszustmid der ostjüdischee» Emigramtcn. Das ZentrMureau der GeseUchaft .F>.e" hat die vor einiger Zeit begonnene Untersuchung der sanitären Lage unter den Emigranten in Polen, Lettland, Litauen, Rumänien und den deutschen Hafenstädten zum Abschluß gebracht. Ms das Ergeb« nis dieser Untersuchung wurden.geradezu erschreckende Cr k ra n k u n g s z i f f e r n ausgestellt, die. aus äußerst schwere Bedintzungen hindeuten, unter welchen die Emitzran« ten ihr Leben fristen' müssen. So^um Beispiel leiden 26,6 Prozent der MiWingskinder in Kowno an,Tuberkulose, 28 Prozent an chronischen Kopfhäutentzündungen. In Brest leiden 33 Prozent der Emttzrantenkinder cm >er einen oder anderen Form lder Tuberkulose, 61,5 Prozent an Trachom. In Rowno sind 55 Prozent aller Emigranten krank und benötigen dringend der ärztlichen Hilfe. Die SteMichikeitszifier erreicht 9 Prozent. ,,O;e" wcht jetzt au die Errichtung niehverer medizinisch-samtärer Nationenin Danziy, Rumänien und LeMand. In Lettland sind bereits vier sanitäre Durchgangsstationon errichtet worden, die sich in den Zentren, von wo die Auswanderer, nach den JmmigratiouÄändern weiterbefordert werden, sowie an den ruWchen Grenzpumbten. aus welchen der Hcmptstrom der Auswanderer kommt, befinden. (I. C. B.) * Eine jüdische Anthologie in französischer Spmchr. Der Romanist, Lyriker und Dra-maiMr Gdmorid Flegue hat soeben eine Kveibändige jüdische Anthologie in französischer Sprache hevMsgetzeben. Das Werk ist deshaW interessant, weil es in. knapper Darstellung (es zählt etwa 400 Seiten) eine Auswahl aus dem gesamten jüdischen Schristtunr und rine Uebersicht über dasMe vom ersten Buche der Bibel an bis auf den heutigen Tag zu fjefeen sucht. Das Werk „Authologie Juive" betitelt, teilt sich in sieiben Abschnitte, welche ReliKon, Ethik, Politik, Gesellschaftslchre. Gesetzgebung, Literatur und Philosophie oes Judentums bchandeln. Die einzelnen Abschnitte sind chronologisch geordnet. F-legue hat sich in Paris durch sein im Theatre des Arts während des Krieges aufgeführtes Drama Lottes Haus" bekannt. gemacht. Ein Band seiner Lyvik, die ethisch-religiösen Inhaltes ist, rst Monte, äflwiel" („Höre, Israel") betitelt. * Wer für die Frmüeichnamsprozession sammelt. Die Geschäftshäuser m bet Gnmpendovfer Gegend werden in den letzten Tagen von einer Frau namens Trawnicsok äbgogangen, welche mit einen: vom Pfarramt Gumpendorf ausgestellten Sammelbogen» Spenden „für M Fwnleichnmns- Prozofsion" sammett. Die eisrigo WoriberÄr glaubt, da sie selbst Jüdin ist, ihr Glück in erster. Reihe bei den jüdischen Kaufleuten versuchen zu müssen und trW in der Tat auf Juden, die ihr Geld ge-ben. In der Zeit jüdischer Massennot gvbt es wirklich für Juden Deine dringendere Aufgabe, als ihr Geld für die Fron>leichnamsmusik von Gumpendorf herMgebenj Der Pfarver von Gumpendorf verdient jedenfalls für die Liberalität, mit der er auch Juden für seine Zwecke särmnetln Wßt, die größte AnerLenmmg. ., * Kooperation der „Woja" mit dem Berem für unentgeltlichen Arbeitsnachweis. In Würdigung der großen wirtschaftlichen Krise, die durch den Staatsbeamtenabban hervorgerufen wurde, hat die „Woja" (Wirtschaftliche' Organisation jüdischer Angestellter) eine Kooperation mit dem Verein für uneMMichen Arbeitsnachweis durchgeMrt und ein .Kuratoriuin eingesetzt, an dessen Spitze die Herren Rabbiner Doktor M. Rosenmann und Leopold Sitzmann stcher«. DaK vom Kuratorium eingesetzte Exekutivkomitee hat seine^Arbeiren bereits begonney. Der Arbeitsnachweis Kr geistige Berufe soll ausgestal-tet werden, um der großen Maffe der abgebauten Angehörigen dieser Berufe Arbertsmöglichkeit zu verschaffen. Der Sitz des Exekutivkomitees für uner^gMichen Arbeitsnachweis befindet sich 2. Be^., Taborstraße 69, Tel. Nr. 40.316. * Schnelligkeitsrekord eines Ozeandampfers. Der. Cunard- Expreßdampfer „Berengar i a". ein Schiff mit mehr als 60.000 Tonnen, hat vorige Woche nach vorangegangener Generalreparatur seinen Dienst zwischen Southampton Werbourg)—New-Dork wieder ausgenommen und. dabei semen eigenen Rekord geschlagen. Die Reise über den Mläntischen Ozean wurde in 6 Tagen, 18 Stund^n und 26 Minuten mit einer DurchschnittsgefchwindWeit vor.» 23,4 Knoten zubückgelogt. ' Zwang znr FetorfagsentwieHung an dev Mckrichait.ir Hülndelsfchuke. Die Berwaltuntz der von der Warschauer Kaußmaunschaft erhaltenen HandvlsMtlle verlegte die diosljahriven schriftlichen SchAßPriüftlNgen auf, das Schwuothfist. Mne Gruppe füdifcher Schmer wandte sich an den Schm* Inspektor mit der Bitte, die Prüfung auf einen aMren Tag zu tocnV n, der Jnfpottor schlug jedoch die Bitte a«b. » Lie Hinterlaffenschaft des MMvUaniischsn Gvtveidekönigs Leiter. Die ameriramschen. Gerichte werden ,sich bald' mit der Verlassenschaft des bekannten, im Jahre lüö4 verstorbenen Getreidöoönigs, Mr. Levi Leiter, M hefchäftigen. haben, der seinerzeit m der ganzen Welt durch einen grandiofen Cup an den amerikanifwen GetreidMrsen viel von sich reden machte. Die Verlassenfchafs Leiters wurde von einem Sohne des Verstorbenen, Mr. Josef' Leiter, als Treühändek für alle anderen Mitglieder der Familie veMaltet^ und nunmehr, streiben die Geschwister des Mr. Josef Lester. an,Li,ese ''M.rtMLme VeOMu.ntz in