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Wiener Morgenzeitung · 1923-05-29 · Heft 1541 (29.5.1923) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1541 (29.5.1923)
Date
1923-05-29
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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JEft NM Töte#, DtanStag 7:rT'-'r Der dey, VorparL dco -LWrrb-m^ner SHllosseS KU er- Kalten M, MfoLu^ nnh^ftritLöen. Dr Park ist MirepW W.W MWW, PeS Bmches WergeMM und Wt <M» fM hccher die ÖGi^ge, affo auch Äe MHstelliung wn BNchen Zu. T^r Bund fft vor etatzgev Zeit an« hie GewstHeveMal-- ^untz mit dem 'Ersuchen herangeireden, den Park in ihre Der-- Haftung Au Wernchmen. Usber dieße Frage schweben gegenwärtig noch Verhandlungen, doch ist kaum zu evwarten, faß diese in abschbarer Zeit zn einem evfohgroichen Abschluß .^Mmgen werden. Wie die Angelegenheit! auch imünev Kegen mag, die Tatjache steht leihe« fest, daß es tat Schörchrumvev Part derzeit leine SitzgÄLHenhe'lt'en gibt, und daß sich somit der Bund ttit Berufung auf die schwebenden! Werhandlungenin der ßwischenzeit seiner Verpflichtung entzieht. Auf jeden Fall sind die Besucher des Schönbrunner VochmLs bei Dieser ganzen- AuHÄeUercheit der neidende 2dl Der IWhrlge Hörsenspeürlant. Der junge ,^herr" Hronek aus St. Johann rm Pongau st zwar erst 16 Jahre alt, aber er kennt das Leben. Am 10. d. kam er im Auto fesch vor dem Polizerkommifsariat n Wr.-Neustadt vorgestchven. Dorthin wollte er zwar nicht vmmen, sondern er wurde von dem Chauffeur Lemberger iort albgegeben. Auch das Aussteigen war weniger fesch, temt der junge Herr war wahrschemhch infolge des überjeichlich genossenen Weines und Sektes besinnungslos.- Im die Identität des Burschen festzustellen, sah man in einer Mentasche nach und fand dort emert Hermatschem arf den Namey Hrojrek, einen Scheck auf 21.W5.000 K. t-nd einen geladenen Browning. Als Hronek am nächsten Tage im Krankenhaus zu sch kam, erzählte er eine Geschichte von 1200 Dollar, die »r seiner Mutter in Wollersdorf übergeben habe, von Held, das er in seinem Logis im Hotel „Erzherzog Karl" in Wien habe und andere Dinge, die leider den Fehler satten, nicht wahr zu sein. Wahr ist nur, daß der junge pronek seit 19LO an der Börse spekulierte und sich mit balutenhandel befaßte. Zur Bezahlung des kostspieligen jlutoausfluges hatte der jugendliche Börsenspekulant kein 8eld. Wohl aber besaß er eine ziemliche Portion Frechheit tnd so hat er auf dem Kommissartat den Ohnmächtigen respielt, wie er sonst den Lebemann spielte. Nun sitzt der Kavalier im Kxeisgericht in Wr.Meustadt und hat Zeit, iber seine weiteren Spekulationen nachsudenken. Hqusgehilfinne« und ihre Kekanuten. Beim Kausmann BSHm in der Marc Skirclftraße vürde am Pfingstsonntag, in Abwesenheit 'der Wohn-ungssnhaber eingebrochen und verschiedene Wertgegenstände gestohlen. Auf Grund eines Verdachtes würde die Hausgehilfin Marie Kößler verhaftet, da sie ihrem Liebhaber Union Weiß die Wohnungsschlüssel anvertraut hatte. Miß gab die Täterschaft ün dem Einbruch zn und nannte tls seine Milschuldigen drei Männer, von denen der eine ,der Note", der andere ,Aechl" genannt werden. Der ^Ferdl" wurde gestern in der Person des Goldarbciterjehilfen Alfred W e i s e n g r ü u ans Budapest verhaftet, während „der Röte" als der Eisendreher Ferdinand Loi- -olt verhaftet wurde. Der dritte Kumpan ist der Kutscher riNrl W,e n e s z. Weisengrün legte ein Geständnis ab. Er ist der Sohn eines Budapester Juweliers und lebte als politischer Flüchtling in Men. Der Plan zn dem Einbruch sei von Weiß ausgegangen. Ein zweiter ähnlicher Fall hat sich im zweiten Bezirk ^getragen. Die Wohnung des Rafael Moschiaschvili wurde mit einem Nachschlüssel geöffnet und daraus Wertsachen im Betrage von 60 Millionen Kronen gestohlen. Der Verdacht der Mitschuld lenkte sich gegen die Hausgehilfin Anna S ch e s d a l, die wellige Tage vorher ganz ohne Grund ihre Stellung verlassen hatte. Die Schesdal gestand, daß sie mit zwei Burschen, die sie nur als frct „lange Maxl" und der „g'fiillte Poldl" kannte, verkehrt habe und gab zu, daß beide in ihrer Gegenwart den Einbruch besprochen hatten. Kleine Lökalchroml. In der Brertegasse ist der 65jährige Josef Stapel beim Aufspringen auf die Straßenbahn abgestürzt, geriet zwischen den Straßenbahnwagen und ein vorbetfahrendes Lastauto und wurde so schwer verletzt, daß er noch auf dem Transporte ins Spital gestorben ist. In der Nacht zum Sonntag geriet der Kanzleidiener Josef Fellner in Hernals in eine Gesellschaft von fünf Burschen. In einer dunklen Gasse würde er zu Boden geworfen und seiner Brieftache beraubt. Der Täter wurde gestern ermittelt und dem Landesgerichte eingeliefert. In der Ankerbrotfabrik brach Sonntag mittags ein Dachfeuer aus, das nach längerer Anstrengung der Feuerwehr gelöscht werden kottnte. Der Schaden ist bedeutend. Beim Baden im Jnundationsgebtat. .ist der 17jährrge Karl Schwarz ertnrnken. Im Hanse Blumauergaffe 13 hat sich der Schneider Josts Poducal itt einem Anfall von Säuferwahnsinn 'erhängt, nachdem er vorher die ganze Wohnung vollkommen demoliert hatte. Gestern vormittags um 10 Uhr hat sich die 13jährige Büraerschülerin Anna Klecker, die Ziehtochter des Pflegers tat Versorgungsheim Lainz, Johann Wesenthal,. yus einem Fenster des zweiten Stockwerkes der Bürgerschule in der Steinlechnergasse tri den Vorgarten gestürzt'. Sie örlitt schwere Verletzungen. Der Grund ist, daß die Lehrerin die Mutter von verschiede,len Unregelmäßigkeiten ihrer Tochter in Kenntnis setzen wollte. , SIMphhsikiiS Dr. Freillch gestorben. Das Leichenaegänanis des am SamStag plötzlich verlstovbenen Dr. Mrcb Freund fmiböt Freitag den- 1. Juni um 5 Uhr nachmittags t,.j4 mt tistiA. . Wreye« Morgenzeitung. >♦ Herr und Frau Ch. M. Mehl ladön biotnit alle Verwandten, Freunde und Bekannten au der morgen Mittwoch, den 80. Mai um 10 Uhr vormittags in der Wohnung, XX., JJniversumstrasse 68/8, stattfindendon /Tl^S höilichst ein für Inunit Ausländer! preiswerte Ärädel n,0&Ä ' fnioiiniiictte Ptaffchtt & Co. BefiHtigung eerswerre Jiivuvi 1 mm« chuMMermw Tnpezierer-MöbMattS BSten, IX , PoxzellanHaffe Nr. 49 t e BB? Gegründet 18SL Für prima Berpilckuug wird gesorgte l(uitu8-u.kHsiirislsi'6 u. Barette llofort in Bchönstor Ausführung die bekanntest Spezialfirma 235 UlinnTÜ Äflf niP'ä'ESM Nvil. und Unlfol-msslinsrdsi- KUllUIr uuyjjion Wien,ll.Taborstr. 54. Tel.45-6-29 Gegründet 1866 - Qroße Auswahl feinster Stoffe für Maßbestellungen HBBtatgBBäannQDnBa H P ScliloB IBBD DDHBBEinEIBi ■□DSDBUBI i . “ : B S i B B B an der Westbalm neu erSHnet renoviert, herrliche Parkanlagen, Arzt im Hause, vorzügliche fl . Küöhe, eigene Oekohötttie, inässige Preißd B Auskünfte: Interurhanes Telephon Älohgräbeh 4 Wiener Telephon 73-1-14, 131, Stelle 4. 1058 BBflflIflBBBaBBBaBBiaflBBBBaBflJRBBBBaBBBBaBppa * Der dichtende BaWbnnd. Der europäische Westen kann mit vagaibustdierenlden Schriftstellern aniswarten, die, wie Emanuel B o u r c i e r, iihr Leben als Landstreicher verbracht haben; aber nur Rußlanb darif sich des Vorzugs rühmen, wirkliche Landstreicher zu belsitzen, die sich später als Literaten betätigten. Unter 'diesen steht Swirsky an der Spitze, dessen drefftaiähriHes Schristsiellerjubiläum kürzlich in Moskau festlich bogaugen wurde. Bis znm 35. Lebensjahre hatte Swirsky die Straßen ’ Ru Monds als Vagabund und Bettler durchwandert und war häuftaer Gast in den russischen Gefänanisstn. Er war sieben Jahre alt, als er in eine Genossenschaft von Bettlern eintrat, die sich als Spezialität damit beschäftigte, künstliche Krüppel zum BettlevgewerHe heranzubildcn, und er beaann seine eigene Lanisbabn als Führer blinder Bettler. Spater lernte er noch das Drebshandlwerk und durchquerte so ausgebildet Rußland zu wiederholten Malin von Süd nach Nörd und Ost nach West. Mit 35 Jahren fand er in Rastow am Don seinen-'ersten Lehrer in einem griechischen Schin-oider, der ihn in der Kunst des Lesens pnd Schreibens auslbWete, und ihm daneben die Anlsangsgründe der GrcmimatÄ und der SatzbikdUntz beibrachte. Die erste Arbeit Siwirskhs wurde von einem Rostower Blatt abgedvuckt. Sie zeigt bereits den ungewÄMchen Reichtum an BiDern und an scharfer Beobachtung, der das Kennzeichen des Dichters gMi-eben ist. Unter seinen Werken sind vor allein die „Bertarenen Menschen", in denen er Bilder aus der Riedernnig des Moskauer Lelbens zeichnet, und das Gefängnis" zu nennen, in dem der 'Dichter die politischen und die gemeinen Verbrecher, deren Genosse, er so oft gewesen ist, zum Gegenstand der Behandlunig macht. * Harding sanunelt historische Mme. Aus WaKmaton vernimmt man, daß Präsident Harding flir Wtovische -Filme großes Interesse bekunde und an'geordnet habe, daß solche in bleibendem Besitze der Staaten im Meißen Hause aufbewahrt werden. * Warnung vor einem Schwindler. Ein gewisier Grauberg. der sich auch Sedivy nennt,-schwindM verschtadenen Leutm Beträge aus. indem er unter Berufung - aus die „Wiener Mor genzeitung" ArwoisiMgen aus Eintrittskarten in die Staaistheater gegen BMhilung ausgibt. Bor dom Schwindler, der bereits mehrere Personen Mchädigt hat, Wird hiermit die OesfenÄichWt gewä r n t. Wir bitten jedermann, ihn tat Betrebungsfalle sofort der Polizei M Wergeben. ' * Hechaluz. Die StamviMe der Hechwluz-iOriganffatton für Deil'tsch'österreich ist in Verlust geraten. Es Wnd daraus ansnceMam gemacht, daß hiermit all mit der Lanastantpiglie „Hechaittz-Organifation für Dentischösterr e ich" versehenen LeMmationeri, SammeHoiger.- usw. Kr imgiMa erMärt werden. Im ZweMssall wolle telOhonisw unter der Nummer 45-3-35 angesragt werdend * Van Kol über die zionistische Arbeiterbelvegtmg. In einer von der Zionistischen Arbeiterpartei Htaachduth aus Anlaß der Hamiburger TagNi.g des internationalen 'ch Aas neue politische Kabinett. Warschau, 28. Mai. Die Verhandlungen des designierten Mintsterpräsidenten Witos mit den Vertretern der Parteien dauerten den ganzen Tag über an. In den Mendstunden war die Kabinettsliste bis auf das Portefeuille des Kriegs'Mlnisters fertiggestellt. Sowohl General Szeptyeki wie auch General Sosnkowski lchnten die Uebevnahnre des Kriegsportefeuilles, wie es heißt, wegen der Demiffroitsahsichten des Generalstabschess PilsuWi, ab. , Warschau, 28. Mai. Das neue Kabinett setzt sich, wie verlautet, folgendermaßen zusammen: Mimisterprästdent Witos, Ministermnt des Aeußern. S e y d a, Ministeriusn des Innern Kiernik, Ministerium für Kultus und Unterricht G l o m b i n s k i, Ministerium für Handel und Industrie Kucharsjki, Jnstizministerimn Novodv o r sk i, Eisenbahnmi-nisterium Kar l ins k i, Öffentliche Arbeiten L o p u s z a n s k i, Ackerbau G o s e i c k i, Finanzministeriism G r a b s k i, Gesnndheits mi n ister inm B ujalski, Soziale Fürsorge D a r o w s k i, Post-'und Telegraphen Moszezenski und Leiter des Ministeriums Lür Leerweseu General Os i u s k i _29. Mai 1923_0eflH8 sozialiMtscheu Kongresses otabevchenen DeUsaMU-, lung, die dem Thema Zionismus und Avveiitsr-! bewegung gewidmet war. wurde m Brtaf des Nestorder internationalen AMüerbeweauna. des holländüschein Sen»«, tors dan Kyl. derMon der ersten JNternaKortailie angchSote, verlesen. Das mit großem Beifall arMsr.«)mmeus Schreiben lautet: ,-Werte Genossen l Lebhaft bedauere ich, daß es Mw heute abends gan^ unm-Mich ist. in der BersamnÄung M sprechen. Und doch hatte ich so gern lnretae warme Ghmvachie Kr das Stil^ben upd Arheiten der Hitachduth Ausdruck Mehm. Sie kämpft Kr die yeilige« Rechte und die WeichdereWgung der Juden, wofür Mch ich schon seit vielen Jcchreu meine Kräfte eingeisetzt habe. Obwohl immer unterdrückt, hat das jüdische Volk nie den Mrst verloren, und alle Greuel und Tyrannei waren nicht imstande, die uralte Hoffnung auf daL neue Zion m ersticken. Schwer ist noch -immer Ihr Kampf, noch vieles bleibt den jMschen Arbeitern zu tum übrig, aiber Ihr endlicher Sieg O gewiß. Das JüdertMt wird sein altes Heim kurückerhalten. Zion wird wieder ausleben und die Juden werden frei sein... Kann ich etwas für die Machdnth tun. so können Sie immer auf mich rechnen. Mit herOichem Gruß H. van KoV * Jüdisches Realgymnasium. Anmeldungen von Schülern für die erste bis Küste Klasse werden bis Ende Mai täglich zwischen 11 und 12 Uhr in« der DireEtionslanÄei. 2. Bez.. CastellMasse 35, enigegengMommen. Daselbst werden ' auch alle gewünschten Auskünfte erteilt. * Scheidung mit Bewährmtgsfrist. Frau Mahne Dhorite- Watling, die dank ihrer Schönheit und ihrein Reich.um -u der Chieagoer Gesellschaft eine tonangebende Stellung einnintmt, würde die glücklichste Fräu sein, wenn sie nicht an einen Monn gefesselt wäre, der nach ■ ihrer Ansicht ein rtinerträgllicher Charakter ist. weil er der veralteten Anschauung huldigt, daß der Mann in seinem Haufe etwas zu sagen hat. Die Dtage hatten sich denn auch so zngespiht. daß die unverstandene Frau, nachdem sich alle Mittel, auf vett Gatten besievnd sWUiWiMn, als fruchtlos erwiesen hatten, bei Gericht die ScheidnngMage rinreichte, mit 'dem ZnsätzMrag, daß sie sich bereit eMäre, den Mann nach vier Monaten der Trennung wieder in Gnaden aufzuttehmen, voransgesetzt, daß öt die viermonätige Bewährungsfrist dazu benütze, sich über die Pflichten eines Gatten klar zu werden und sein Verhalten dementsprecheW M regeln. Der Richter, dem als galanten Amerikaner der Wunsch einer schönen Frau als oberstes Gesetz galt, gab auch'dem merkwürdigen Antrag statt und sprach düs befristete Scheidnugsurteil aus. Der Gatte gab sich ebenfalls zufrieden und unterzog srh willig der Strafe mit den Worten: .Mas tut man nicht, um den Verzicht auf etae so schöne und geistvolle Frau zu vermeiden!" Me erste internationale Postwertzeichenausstellung in Wien. In der Zeit vom 1. bis ftitat 9. Sepitember wltd rtt Wien in den Räumen des Dorothertms, Wien, 1. Bez., eine irHeryationale Postwertsteichenaus-stellung abgehalteu. Das ExekutM-omitee. das aus bekannten PH'MMften besteht, hat bisher ein göwMiges Arbeitspensum erledigt mvd der Vorkatalog. der die wichtigsten Bestimmungen für die Aussteller er.thAt. ist schon erschienen und an Tausende von Philatelisten der ganzen Welt verendet worden. Den Ehrenschuh hat Bun>- despräsident Dr.^ Michael H a i n i s ch übernommen,' dem GhteMmitee gehören die bedeivteMten SaümÄer Und HäiÄer der Welt an. Aus aller Herren Ää-nder sirfd schon AuiüteDnngcn von Samnlungm eingLlaufen. die einen glänzenden Verlauf des groMdgigen Unterttchmens gewahrleistM. Eventuelle Anfrager« fatfc zu richten an den geschüftsführenden Obmann IM Baumgürten. Wien, 1. B«z..' WollzeAe 32, wo Jnteresienten äüch den Vorkatalag erhafte« Wnnen. * Der tägliche Autounfall. Am 26. d. wollte die Geschäftsdienersgattin Auguste Fuchs mit ihrer Nichte Hilda A xm a n n die Schüttelstraße übersetzen. Tante und Nichte trugen an je einem Henkel eine große Einkaufstasche. Zur gleichen Zeit ftthr ein vom Chauffeur Karl Ratich gelenktes Automobil langsam gegen die Rotundebrücke. Als beide das Auto kommen sahen, wollte keine die Tasche loslassen, so daß schließlich Frau Fuchs Vota Auto erfaßt und geschleift wurde. Sie hat einen Knöchelbrnch erlitten. Den Chauffour trifft diesinal keine Schuld. — Gestern nachmittags wurde in der Nähe der Urania die 90jährige Pfründnerin Katharina T w r d h beim Uebersetzen der Fahrbahn von einem Auto erfaßt und niedergestoßen. Sie erlttt mehrfache Verletzungen. Nach Angabe von Augenzeugen soll den Lenker des Mtos an dem Unfall kein Verschulden treffen. * Tödlicher Zusammenstoß eines Radfahrers mit einem Antomobll. Aus «KorneubUDg wird uns berichtet: Als am Sonntag vormittags der hiesige Postbeamte Wieshanpt auf sornem Meirad durch die Laaerstraße nächst dem Korneuburger Ring stchr. wurde -er vom Winde gegen ein Auto g et rieben, dessen Leuker sich vergMich bemühte, einen Zusammenstoß zn vevmeidei^. Bei den DersUchen. sich gegenseitig ausznweichen, gerieten Auto und Radfahrer in den Straßengräben, wobei Postbeamter Wteshcnipt so hastig ans die Kühlerwand des AntomMls arMDug. daß er bäwnßblos liegen Uieib. Er wurde in das Korneuburger Krankenhaus über- Mrt. wo er bald darauf stimn schweren Kopfverletzungen ertag. * Amtlicher Wetterbericht, Knrtze. tatenstve Lüstdruckschwankungen in Mitteleuropa sind bei Ms zwar von leibhaften Winden mit ausgeprägtem Richtangswechlsel, aber nur von k'unz dauernder BcwiMungsMnahnve und fast keinen Niederschlägen bogjleitet. Vorgestern war cs bei westlichen Winden etwas beiwölkt und relativ Ml, gestern boi fröschen mid südlichen Winden warm Dien 25 Grckd). In VorarKberg ist es trüb und Ml (13 Grad). Voraussage: Vevschll-echtevimg. vor allem AWi'chlung bei westlichen Mrödeu, GewöÄuMsMnahme.. Regen, besonders iri Westösterrcich, zierMch WcMcherÄÄH. Steuerfragekasten. A. F. In Gastwirtschaften ist die Küchenlosmtg Umsatz« steuerpflichtig, die Schanklosung steuerftei. — Nak, IV, Sie dürften den Beamten mißverstanden haben. Eine Berufung gegen den ZahlungsMftrag ist Natürlich zulässig, doch wird sie vielleicht wenig Aussicht auf Erfolg haben, da Sie keine ordeMchen Handelsbücher fiihren und daher für Ihr Bekenntnis keine Beweise erbringen können. Wenn aber die SchätzMg z« hoch ist, so kann der Beritfung trotzdem ganz oder teilweise Folge gegeben werde«. — Sleuerpttichtig. 1. Der Rekurs gegen den StcherstellMgSauftrag ist jedenfalls zu empfehlen, da er die Erledigung der Sache beschleunigt und sie dann bald anstatt der provisorischen eine endgültige Porschreibnng bekommen müssen, gegen die Sir sich leichter wehren können, wenn sie z« hoch ist. 2. Wenn Sie die Zinsen hierher nach Wien beziehen, so mü sen Sie sie auch hier verstenetn. — R K. Die Erwerbsteuervorschreibmtg ist rmr dann unanfechtbar, wenn der für 1922, vorgeschriebene Satz' fünf Prozent des Gewinnesdes Jahres 1921 nicht übersteigt. Der Nftngewinn 1922 kommt nur für die Einkommensteuer in Betracht — Plap-Meitz. Heute steht noch nicht fest, ob bei verspäteter Vorüiizählung der Einkommensteuer ein Zuschlag ringehoben werden wird. Jedenfalls haben Sie, wenn Sie die dersäuinte Zahlung jetzt nachholen, den Vorteil, daß keine VerzuüS- Ms.eu.mchr.lamen.

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