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Wiener Morgenzeitung · 1923-05-27 · Heft 1539 (27.5.1923) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1539 (27.5.1923)
Date
1923-05-27
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Gstte 10 Wien, Sonntag Gestempelte Krone — 0.0078 y4 Centimes. Auszahlung Wien ---- 0.0078 v3 kentimes. In Zürich notierte jie österreichische Krone . Ö.00781/ Is (0.0078V, am 25. Mai) sie österr. gestempelte Krobe 0.0078‘y; ( 0.0078 v« am 25. Mai) (fte tschechische Krone . . pie Mark .. 16.55 *( 16.55 am 25. Mai) 010100 ( 0.0102 mn 25. Mai) Holland ......... 217.15 (217.10 mn 25. Mai) stew-Aork. 554.87 (555.— am 25. Mai) ßottbmt . « .. 25.67 ( 25.67 am 25. Mai) Paris ...... i . ■ 36.70 ( 36.70 am 25. Mai) Mailand.. . . 26.55 ( 26.70 am 25. Mai) Belgrad.......... 5.85 ( 5.82'/, am 25. Mai) Bukarest .. ,t. .. . . —.— mn 25. Mai) 6öfta •,• , •>'• *.« 5.- ( 4.67 mu 25. Mai) Budapest. 0.10»/. 0 M- O am 25. Mai) Warschau ...... 0.0105 ( 0.0105 mn 25. Mai) Re österreichische Tranche der BAIerbmdanleihe. - Heute wird der ProspÄt auf die österreichische Tranche -er VöTeriburrdauleihie kundgemacht. Aus diesem Anlässe fand gestern nachmittags im großen Sitzungssaale der ßZoWmckaffe eine Pressekonferenz statt, an der Bundes- »mnister Dr. Kienböck, die Gouverneure der.Postspariaffe und der Vertreter der Kreditsektion des Finanzjninffteriums, teilnahmen. Finanzmimster Dr.'Kien-, hock Leitete die Diskussion mit folgerten Abführungen WL / Oesterreich hat den ersten Schritt für seine Sanierung Mm, indem es die Notenpresse stillegte. Es hat auch den zweiten Schritt durch die Gründung der NationalLaük rrü> den dritten durch die Zeichnung der Goldschatzanleihe Mterrwumrert. Die ersten Schritte waren wohl ein kühnes Unterfangen, doch haben sie die Aufmerksamkeit des AusiarÄes auf Oesterreich gelenkt und das Vertrauen in Oesterreich geMckt. Gestützt auf diese Tatsachen ist die KrMchilse des AuÄandes in der Form der kurzfristigen klnlerhe zu Tage getreten. Bei dieser Gelegenheit hat es sich gezeigt, daß der errate AMe der Mächte vorhanden jst, Oesterreich zur weiteren Entwicklung zu verhelfen und t§ als Kulturfaktor zu erhalten. Der fünfte Schritt ist nunmehr die Begebung der jetzigen langfristigen Anleche des Völkerbundes. IrmerhcrlL tzkfer, die zirka zchn Tranchen haben wird, ist es am Platze, daß die Qesterveicher die ersten sind, welche mit der - öffentlichen Auflegung der Anleihe vorgchen. Die Verhandlungen der österreichischen Mechekomrmsiion sind so wert gediehen, daß man mit gegebenen Tatsachen rechnen Iftmt und Laß diche Aktion Oesterreichs auch bald von deck »nderen Larckern unternommen werden wird. In den nächsten Wochen wird auch in diesen mit der Zeichnung hogonnen weiden. ' Bei Erläuterung der einzelnen Bestimmungen des Prospektes erklärte der Finanzminister, daß dieser in seinem > »llgemernen Ausbau der seinerzeitigen kurzfristigen Anleihe nachgebildet sei. Damals hat es sich arm eine kurz-, ftiftige, einjährige Anleihe gehcadelt, jetzt aber handelt es «ch um eine Anleihe von zwanzig Jahren, wenn nicht die österreichische Regierung, wozu sie ein Recht hat, von ihrem Rechte Gebrauch machen will, schon nach zehn Jahren mit der Rückzahlung vorzugehen. Die Sicherheiten dieser Volkerbundanleihe sind erstkafsig. Die pfandrechüiche Sicherstellung, die ähnlich wie der der« Lrrzfristigen Anleihe ist, ist keine rem theoretische Nachstellung, sie ist durch den Umstand gefestigt, daß dem PöÜerbundkommiffär die Einnahrmn aus den Tabak- und Zolleinkünsten Oesterreichs zur Verfügung gestellt werden, welcher darüber zu Zwecken der Amortisierung und Zinfenzahlung der Anleihe verfügen kann. Dazu kommt aber noch such ein wesentliches Moment, welches die Sicherheit der Anleihe zu einer der erstklassigsten sämtlicher bestehender Staatsanleihen macht. Es ist dies die Garantie der einzelnen Staaten, die Garantie im Ansmaße von 100 Prozent, von welchen England, Frankreich und die Tschecho- Slowakei selbst 84 Prozent übernehmen. Diese Garantie der Staaten ist aber noch außerdem konkretisiert dadurch, daß diese Staaten eigene Kollateralobligattonen in derselben Höhe, wie sie die Obligattonen, die Zinsen- und ßlimorttsattonszahlungen ^fordern, 'bei der Schweiz Nattonalbank zur Verfügung von Vertrauenskonsortten, der sogenannten Trustees, hinterlegen und diese Trustees in der Lage sind, im Fälle die Einkünfte aus den Zöllen und dem Tabakmonopol — lyas tatsächlich ausgeschlossen ist —, nicht/ 'hinreichen sollten, diese hinterlegten Obligationen in Anspruch zu nehmen. Um sich bildlich auszuldrücken, ist die Sicherhett der Obligationen als eine Front in i mehreren Linien ausgebaut. Trotzdem die erste Frontlinie eine äußerst gesicherte und feste ist, sind doch noch weitere Linien angelegt worden. Der Erlös der Anleihe ist mtt 650 Millionen Goldkronen berechnet. * Natürlich wird, ha der Begebungskurs ein etwas niedriger ist, eine entsprechend höhere Summe zur Zeichnung in den einzelnen Staaten aufgelegt werden. Die Anleihe wird in. allen Staaten, welche eine Tranche übernommen haben, auf Landeswährung lauten. Nur Oesterreich macht in dieser Hinsicht eine Ausnahme. Entsprechend der Dollarschatzanleihe vom Dezember 1022 wird auch die jetzige öfterveic^sche Tranche auf Dollar laute«. Daß die Anleihe tranchemnäßig gegeben wird, darin liegt eine Verankerung der Interessen aller Staaten, welche die Anleihe begeben und ihr Interrsse an dem ökonomischen Schicksal pesterreichs teiurden. Wiener Morgenzeifnng. '"'r ein Vornan au« der nahe« Wischen Vergangenheit doll spannender Schilderung und packender Darstellung, 'ist „8n Polens Wölbern" von I, Opatos chu. Der Roman schildert das Leben der polnischen Waldjnden er'' entwirft ein grandioses Bild vom polnischen Aufstand im Fahre 1808 stellt in anschaulicher Weise das Leben am Hofe des ZaddU von Kork dar und gibt einen Ausblick aus die neue Wische Zeit. Dieser Roman beginnt in der autorisierten Uebertragung von Siegfried Schmitz in unserem Blatte zu erscheinen. Die österreichische Trasche beläuft' sich auf zirka 13 Millionen ^Dollar Nominale. Die Verzinsung beträgt nominell 7° Prozent. Da aber der Zeichnnügskurs nur 93 Prozent der gezeichneten Summe betragt, ist die Verzinsung eine entsprechend höhere und beläuft sich aus zirka 8 Prozent. Den Inhabern der Dollarschatzscheme, welche am 1. Juni fällig sind, ist die Möglichkeit der Konvertierung derselben gegeben. Sie erhalten dafür eine Konvertiemngsprämie, welche sich darin äußert, daß ihr -Uebernahmskurs nicht 93, sondern 91 Prozent, also 2 Prozent unter dem gewöhnlichen Uebernähmsniveau bettägt. In Anbetracht der großen Sicherheiten der Anleihe und des Umstandes, daß die Verzinsung für hochvalutarische Anleihen ziemlich niedrig ist,'kann die Verzinsung der nunmehrigen Anleihe als ä u ß e r st günstig bezeichnet werden. Die Zählung der Zeichnungssumme kann in vier Raten erfolgen. Ern wesentlicher Vorteil ist für alle Oesterreicher, welche die VAkerbundanleihe zeichnen, darin gelegen, daß sie hinsichtlich derjemgen Einkommeft, welche aus Verkäufen für Zweck der'Zeichnung Herruhren, von der Einkommensteuer befreit sind. Die zweite Begünsttguug - liegt in dem Erlasse der Zahlung der Effekten- und Valutenumsatzsteuer, wenn die VeEuse zugunsten der Zeichnung vorgenommen werden. Der Minister ist überzeugt, daß ein günstiges Zeichnungsevgebnis in Oesterreich seine' Wirkung auf das Ausland nicht verfehlen weide. Er ist auch überzeugt, daß die Anleihe einen Erfolg haben werde, denn es handelt sich doch um den eigenen Wiederaufbau. Er schließt mit folgenden Worten: ,-Es ist bemerkenswert, daß mitten in diesem von Unfrieden zerrissenen Europa sich doch ein Land findet, welches einmütig als ein Gebiet angesehen wird, wo positive Ansätze gegeben sind, wo aus der gesamten Gesinnung der Bevölkerung, aus Ihrem Verhalten, aus der Geduld sich auch die Bürgschaft für die Zukunft ergibt, ein Stützpunkt für das Wiederevstarken Europas zu sein." An der Spitze der Kreditinstitute zur Durchführung der Aktton hat sich die Postsparkasse gestellt, welche den Konzentrattonspunkt in dieser Hinsicht -bildet. Die Großbanken stellen sich geschloffen hinter diese Anleihe und bringen ihren ernsten Willen zum Ausdmck, derselben zu einem vollen Erfolge zu verhelfen. Von de« in« und aMiinbischeri Waremsörkte«. ChemÄaliM. Der Wiener Chemikalienmarkt behielt auch weiterhin sein sttlles Gepräge. Vereinzelten Artikeln wird etwas regeres Interesse entgegengebracht, was speziell für Harz im besonderen Maße zutriM. Die erwarteten franyöftschen Sendungen scheinen doch schwer ihren Weg nach Men zu finden, so daß der Markt von diesem Artikel ziemlich enÄblößt erscheint. In Terpentinöl hat sich die Situation Nicht verändert. Die vorwöchigeft Preise haben sich behauptet und machen sich kleine Preiserhöhungen bereits bemerkbar. Ruffisches Terpentinöl behaupte: feto« Situation Für Caruenmawachs hat die feste Tendenz aus Len Auslandsmärkten weiter angehalt-en, etwas erhöhtes Interesse ha: in letzter Zeit gebleichtes Carnaubawachs gesunden. Japanwachs liegt ruhig, Montanwachs erscheint bei billigeren Preisen, begehrt. Für Schellack meldet Kalkutta fiir spatere MladungSware ttefere Notierungen, doch werden für prompt greifbare Posten noch Lerne 122.000 bis 124.000 K. bewilligt. Im Paraffingeschaft rüsten sich die größeren Produzenten und rndler bereits zu Einkäufen für die kommende Herlbstsaison, daß für spätere Lieferungen die Notierungen einen höheren Stand gegenüber prompt greifbarer Ware erreicht haben. Die Notierungen bewegen sich je nach dom LiestrungSternrm to» der Höhe zwischen 7 bis 7.50 Dollar ab Petrovioe. Bleiglätte, Bleiberger, gemahlen, ermäßige den Preisstand um 300 K. Ceresin gelb ist um 600 K. billiger erhältlich gervesen. Chromkali fft gleichfalls mn 600 K. billiger, Soda Ammoniak 96-98 ist mn 160 K. billiger. Bon Soda Börsen»KommlssIonsgeschHft und Wechselstube MAGID & Co. Wlan, k, HohtMlanfeiigasM M . m -.— - ■ "' 27. 1923 :- ' Nr. 1639 , kristallisiert lag noch immer kein Offert vor. Weiusteinschtt« blieb mij 47.000 K. unverändert. Gummi. Am Amsterdamer Markt war die Tendenz flau. De»i > Ilmsatz war nur auf dem TerminmaM befriediäepd, »Ws zwar wieder besonders für Lieferung Oktober—Dszsmü«. Der Tiefpunkt war 76 .Centimes, wahrend die Stevgeruny! dann 71 Centimes war. Es üoiierten: Heves, Creps uud! Sheets 76.50 Gulden loko, pro Juli—September 77.60 Gulden, pro Oktober—Dezember 79.60 Gulden. Kautschuk. ' Das Geschäft war größtenteils ruhig und Preist.! bröckelten unter dem Druck von Liquidationen auf dom Loü-, doner Markt ab: Plantägen-Standard-Sorten erreichten de» seit Anfang Dezember niedrigsten Stand von 1 Schilling 1.60 Pence. Auch der New-Gorker Markt war bei weichenden Preisen lustlos. Die Märkte des Ostens waren unregelmäßig und Colombo notierte durchwegs erheblich über europäischer Parität, während Singapore, teilweise Entgogenkonmven zeigte. Das Eis-Geschäft,Meb aber auch ivAhrond vor Berichts-- Periode ohne Bedeutung. Die brasilianischen Markte Verkehr»! ten in ruhiger Haltung, zeigten aber zum Schluß mehr Neigung zum Nachgeben. An: Hamburger Mavtt war das. Geschäft ebenfalls unregelmäßig. Hereinkommende Order des Verbrauchs konnte« > zu weichenden Preisen gedeckt werden. Zucker. In der Berichtswoche haben Preise keine nennenNverten, Berä-Wderungen erfahren, nur tschechq-slowakisHe Sorten haben sich um 5 Punkte abg-schwächt. Bezüglich des Rübenanbaues ist es in Deutschland nichts gut bestellt, und es sind größtenteils Rückgänge zu verzeichnen, w zum Beispiel in Ostpreußen ist eine Verminderung von! 13,2 Prozent sestzustellen und in SMdeutschlaud sogar eines solche von 33,7 Prozent. In anderen Provinzen liegt es etwas! besser, der Grund hierfür ist, daß die Zuckerrübenbaues ■ durch langfristige Verträge mit den Zuckerrübensabriken ihre Prvdukttonspflicht gebunden sind, so daß sie nicht öbue, weiteres den Uuvfang des Anbaues nach ihrem Gutdünke»! umändern können. Diese Eilschoinpvg ist hauptsächlich in! Sch los i ein zu beobächten, wo nach einer Statistik eine Zu-! nähme von 0-5 Prozent fesizuftellen ist,-und dann , in Pom-, mern, wo eine Zunahme von 4 Prozent-, und im Freistaats Sachsen, wo eine solche von sogar 74 Prozent sestgestellt wurde. Das Rheinland, das als Zuckerproiduzent allerdings^ nicht an erster Stelle in Deutschland steht, hatte sekststjdwstäMich unter den Folgen der fremden.Beisetzung schwer M leiden, die die sonstigen SchwierigKetten. noch sehr - erheblvh vermehrte. Die Folge ist der sehr gewaltige Rückgang dev! Produktton um 23,3 Prozent. Das Nerpiflegsntinistevium in Pragi bereitet die Voraussetzungen zur Herabsetzung der bisherigen Zuckerpveise für die nächste Kampagne vor. Mich dem Plane des Ministeriums! soll der Rlübenpwls nicht 16 K. Pro Zentner überschretteu., .Dadurch soll einer-Vvrteuemng voryebaut werden. . ' Leder und Häute. Die Lederpreise erfuhren hier keine Beränderung.dagegensind die Häuteprerse um 1000 bis 16.000 K.- gestteaen. Im Auslande hat das spruu-gbafte Steigen der Roh-. Häutepreise den Ledermavkt stark beernlflußt. Es wurdw nicht. nur von Lcderherstellern, sondern auch . von ''Großhänldlern die Angebote zurückgezogen,' ohne Äaß vielt neue Offerten herauskameu. Anderevsasts wurde aber auch schon seit geraumer Zeit 'beim Einkauf wegen der unsicheren Derhältmsfe Zurückhaltung geübt, so daß jetzt da und dort größerer dringender Bedarf eiuzudecken ist. Die UntechaMunMN mit den Abgebern gestalten sich meffl äußerst schwierig. Bei dem meisten Abschlüffen einigle man sich aus sogeMnnte Neber-gangs- Preise/ die ungefähr im Mittel zwischen den bisherigen und den vollen Forderungssätzon der Verkäufer lagen. Indessen' muß mit weiterem, wesentlichem Anziehen-der Preise gerech- - net werden, rrm auch nur halbwegs einen Ausgleich zwischen, den Werten der Roh- und Fertigware zu erreichen. Der etwas bessere Geschäftsgang im Schuhgeschäft Deutschlands ries zahlreiche Schuhfabriken nsi: dringendem Bedarf an den Mat», dessen Eind-ckung man bisher zurück gestellt hatte. Auch in Sattler- und Ricmenleder hat ' man manches kaufen müssen, um nicht in Verlegenheit zu kommen. Desgleichen ist von Portefeuilleleder manches aus dem Markte genom-. nun worden. Preise für kur-geschnittenes Riemenleder in Kernstücken sind auf etwa 45.000 vis 52.000 Mark pro Kilogranun heraufgesetzt worden. Schweres Riindsboxleder war kaum unter, 10.000' Mark pro Quadratfuß käuflich. BoxciHleder kostet 10.760 bis 13.760 Mark pro Quadratfuß. Steigerung der österreichischen Schatzscheine i» London. London, 26 Mai. Infolge der Zettun^meldungen über den günsttgen Stand der österreichischen Anleiheverhandlungen hat sich der Kurs der hier placierten österreichischen Schatzscheine von knapp über 93 auf 98 gchoben. Neuerliche mäßige Markschckuug. In Zürich hat neuer-, sich die Devise Berlin eine ÄHme Abbröckelung von 0,010l2 auf 0,0100 erfahren. Diese Abiwäcksbewegung scheint mit der festeren Mrmmrr^, welche plötzlbich vorgestern abends, in Berlin sich für Valuten geltend machte, zusmnmenguhängen. Die Ereigniffe im Ruhrrevier üben hier ihre urgünstige Mrkung au-. Man ist sich Wer den Umfang, welchen-die boffchewikische Bewegung im Ruhrrevier noch annehmen könnte, vollkommen Än »Maren und ftnairzielle Kreise vermuten, daß mit Rücksicht auf die offeubundige Unterstlützuug der Belwelgu-utz burch Frankreich dieselbe eine lä^ngere Dauer haben dürfte und daß dadurch der deutschen Wirtschaft neuestlich Wunden geschtagen werden dürsten. Jnsollgedessen hat auch die bekannt gewoüdeue Bereitwilligkeit der deutschen Industrie, eine gewiffe Haftung für die Reparationszahlungen Deutschlands zu Wernehme», Nicht diejenige Wirkung ausgeübt, welche bei normalen Wivt^ schaftsverhAltmssen mm einer solchen Kundgebung zu erwarten güwesen wäre. Die Ruhrrevierunruhen habM.es auch bewirkt, daß iu Berlin der Dollar von 53,914.86 auf 05,411.10, dgs Pfund von 250,671.76 apf 256,606,85, der-ftanzöstsche Franken von 3571.05 auf 3676.76 gestiegen find. Hervorhebung verdient die Tatsache, daß die BaWandevisen gvoßere SteiyerMvgen zeichnen. Sv ist in Zürich die Devise Belgrad voy 5.8260 oof 5^85, die Devise Sofia von 4,67 auf 5 gestiegen. Nachrichten über den günstigen Stand der Ernten und über, die MoHich-. keit, größere Mongeraussühren zu können, sowie auch der Abschtoß der amerikanischen Anleihe i« Iugoflavien uiüd die m#*. dere Reparattonsbehandlung Bulgariens scheinen bei der flföft*-. 1 sttgen Beurteilung mrtzuwrrken. Die Devise Wien blieb »ntzM sadyct. In Mim

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