Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1537 (25.5.1923)
- Date
- 1923-05-25
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Wien, Freitag Mette« Morgettzeitung. p-. >*>»,?; -y.','?•?;•. 86. Mai 1923 Sette« ßjbattd des MDWgsVermögenS effWete. Daß Kuratorium beschloß angesichts der schweren wirtschaftlichen Lage der Ahrepschafti dieser sine einmalige Unterstützung za «ne Aussprache über den Keren Hajessod. Nn VMM anilSWch der Anwesenheit Dr. Feiwels in Wien. - VemeedenSwert« Ansprachen führender, nichtztonifttscher Inden. — Artur RundtS Palästina-Bericht. Anläßlich der Anwesenheit Dr. Berthold FeiwelS, ^e« vanidoner DivektorS der Ksven Hajeffod-Zentrale, hatte lgestrm das Mitglied der Oesterveichifchen Keren Hajeffod-Kom-!Mission, Herr Direktor C^gmund Epler, eine groß« Zahl promimnter jüdischer Persönlichkeiten zu einem Dee in das Hotel 'Jmpevial geladen. ES waren die Mitglieder der neugegründeten, .neutralen Wien«r Keren Hajessod-Komttees, die PrDdenten der «G'nai B'rich-iLagen, die Präsidentin deS Jüdischen Francn- :WeMmgresseS, der jüngst in Wien tagte, Mß. Ko hn th, zahl- «eiche Mische -Persönlichkeiten, die besondere Opfchfreude für iden-iKeven Hajessod an den Tag gelegt hatten, eine Anzahl jüdi- -scher Schviftsteller und Künstler und die zionistischen Führer zu diesem Wende geibeten worden. Alle hatten der Einlodtmg Folge geleistet. Nach den hevzilichen GeMßungSworten des Gastgebers sprach der Präsident der Oesterveichischen Keven Hajeffod-Kommission Herr Obervabbiner Dr. Z. P. CHajes über die Bedeutung des Mischen Aufbauwerkes in Palästina für alle Juden ohne Unterschied ihrer Pavteiz»lgchönigjkeit. Wenn irgend ei« Mittel de« Judenhaß, bekämpfen könne, so sei eS die Arbeit jüdischer Arme auf eigener Scholle. * Herr Direktor Dr. Berthold Feiwel besprach hieraus in längerer Rede Wesen und Zweck des zentralen, jüdischen MrsbaufondS Deren Hayeffod), der sich nicht nur als ein finanzielles Instrument, sonder« auch als Sinnbild der Bereinigung aller Juden in der Arbeit für Palästina Lewähre. Es sei die große Genugtuung dieser Mischen Gegenwart, daß da- Mische Volk n ich t mehr Objekt, sondern Subjekt der Weltgeschichte ist. Direktor Dr. Feiwel, der in jüngster.Zeit zahlreiche Länder Europas bereiste, konnte überall freudig feststellen, daß alle Juden sich bereit finden, das jüdische Kolonisationswerk zu fördern und er habe auch aus den Berichten, die chm in Wien erstattet wurden, entnehmen können, wie weit die Einigung der österreichischen Juden durch und im Keren Hajessod glichen fei. Ungeschminkt schildert sodann Dr. Feiwel die großen Schwierigletten der Kolonisierung Palästinas. Er wußte im letzten Dell seiner bemerkenswerten Rede Überzeugend darzulegm, was der Ausbau des Landes für die Judetchett der Diaspora bedeutet. . Tiefen Eindruck hinter-ldeß die Rede des Wiener Schriftstellers Dr. A r.t u r R u n d t, der jüngst die Mischen Kolonien in Palästina bereiste. Mtt Bewundovung sprach er von der reinen idealen menschlichen Gemeinschaft, die in den jungen Mischen Kolonien aufhlühe. Wer diese neue jüdische Welt gesehen habe, könne die verhältnismäßig geringe Anteilnahme der europäischen Judenschaft an diesem herrlichen Erlebnis, an -diesem Werke der Erlösung, nicht begreifen. Mit überaus warmen Worten begrüßten Herr Dr. Wilhelm Knöpfmacher und Herr Pwf. Dr. Leopold Königstei« namens der B'nai Nrith-Logen das gemeinsame ArbeitSgebiiet des Keren Hajefsod und dankten dem Veranstalter des AlbendS, Herrn Direktor Epler, daß er Juden der verschiedensten Richtung Gelegenheit zu dieser wertvollen Aussprache und zur direkten Fühlungnahme mit der leitenden Persönlichkeit des Palästtna-GruNdfondS ^geboten habe, für welchen mit immer größerer Intensität zu werben und zu wirken Pflicht aller sei, die sich 8m Judentum betätigen. Mß. Kohuth besprach in längerer, fesselnder Rede die Fortschritte der PaMtttra-Arbett in Amerika. Auch -dort sei ,der Keren Hajessod die deur gemeinsame Basis jüdischer Arbeit geworden und müsse eS in stets größerem Maße in aller Welt werden, wo immer Juden wohnen. In seinem Schlußworte, mit dem Herr Direktor Cpler die Gäste des schönen und würdigen WbendS entließ, durfte er feststellen, daß diese Veranstaltung einem guten Zweck -gedient habe und der wichtigsten Frage der Mischen Gegenwart, dem Aufbau der Mischen Heimstätte in Palästina, förderlich gewesen sei. (ito Aufnls der englische« Sberrabttners für den PalMna-AnfbaufondSt Zur Eröffnung der Keven Hajesiod-Kampague in England erließ Chief Rabbi.Dr. I. H. Hertz sine Botschaft an die Judenschaft des Vereinigten Köuigveiches Großlbvitann'ien. In dem Appell wandet sich Gvoßrabbiner Hertz ausdvüMch sowohl an die Zionisten als auch au die Nichtzionisten, denen jetzt Gelegenheit geboten sei, ihre Wicht Palästina und dem Judentum gegenüber zuerfüllen-. ffe amerikanischen »nek Britd-Logen für Förderung der palüftinenstschen »antMgkelt. Der amerikanische Orden B'nek D'rtth hat auf seiner'Konlbentvo» in Memphis vom 33. AM beschaffen, dm Häuserbau in Palästina vermittels der Jerusalemer Geschäftsstelle ibpß Logo materiell zu fördern, und vorerst sine Unterstützung;tom 26.000 Dollar zu gewähren. In einer Resolution zwurde beschloffen, an die verschiedenen Gruppen zu appel- Mren, Gelder zur Förderung der Bcmtättigköit in Palästina m zeichnen. Diese Aktion wird voneiner großen Anzahl von IMiWedern der G'nei B'vich^Logen und von prominenten B'usi Mrüth-Führern uuterstützt. In der awMommenen Reisolution heißt es des wetterendaß diese Mion mit dem bislhyvigen- Standpunkte der B'nei B'rtth, Mische Siedlungen zu Ordern, konform gehe, ohne daß dabei der Otzdm als solcher W <m >i«WWr MM »«>». Werkunterricht in der Volkrschnle. Keine große, prunkvolle Ausstellung ist es, die Freitag vormittags im Gebäude des Stadtschulrates auf dem Burgriug eröffnet wurde. Es kommen dort auch keine großen Künstler zu Wort, sondern gerade im Gegenteil, gehört die Ausstellung den Kleinen, ganz Kleinen. Mit warmen herzlichen Worten hat Abg. Glöckel die zweite Ausstellung von Schürerarbeiten eröffnet und damit einen kleinen Uebevblick über das Wesen und Wirken der Reformschule gegeben. Gleich von vornherein sei es gesagt: Das, was man hier zu sehen bekommt, ist aller Förderung wert. Die kleine Ausstellung umfaßt die Produkte des sogenannten Werkunterrichtes — erziehliche Handarbeit —, der einen wesentlichen Bestandteil des Unterrichtes überhaupt bildet. Er ist nicht, mit WevMtienuntervicht zu verwechseln, sondern es ist eine Methode deS AnschaunngsunterrichteS, die sich dem kindlichen Spiele anschließt und so unmeMch nicht nur den Intellekt des Kindes, sondern seine Beobachtungsgabe, seine Erfindungsgabe,' die Phantasie und schlummernde künstlerische Begabung wecken soll. Der frühere Unterricht beschränkte sich ausschließlich darauf, den Geist des Kindes zu bilden. Die Refovmschule kennt eigentlich keine Einteilung in ,/Gegenstände", sie hat keinen Stundenplan und ist frei von Pedanterie. Dem Kinde soll das Lernen eine Freude, kein Zwang sein. Die Refovmschule kennt nur Sachgebiete, die dann so lange nach allen Richtungen hin besprochen werden, his sie eben erschöpft sind. Fünf solcher Sachgebiete sind in der gegenwärtigen Ausstellung bearbeitet, und zwar sind es diesmal die Kleinsten, die sich hier produzieren, Schüler von sechs bis elf Jahren. Nein, produzieren ist nicht das rechte Wort, denn die Arbeiten sind durchaus nicht mit der Absicht, ausgestellt zu werden, angefertigt worden, sondern es sind ehrliche, normale Schülevarbeiten. Es sind teils Einzelarbeiten, teils die Produkte des Zusammenwirkens einer Gruppe oder Klasse. Und wenn man die Keinen Werke genauer betrachtet, dann kann man es oft nicht glauben, daß kleine Kinder die Schöpfer sind. Eines der hier ausgestellten Sachgebiete ist der Frühling. Da sieht man aus buntem Papier geklebte Landschaften, die Darstellung eines Schrebergartens, einen Deich mit Schwänen, die aus Ton hevgestellt sind, jedes Tier in einer anderen charakteristtschen Stellung, die zeigt, daß das Kind das Wesen des Gegenstandes vollkommen e^aßt hat. Alle möglichen Materialien kommen zur Verwendung: Buntpapier, Wolle, Stoff, Holz, Blech, Plastelin und Ton. Für alle Arbeiten ist daS Leben, der Alltag, wie er sich dem Kinde bietet, der Ausgangspunkt. Dann ist eine Gruppe „Verkehr" da, eine andere ,/die Donau", und dke nächste ,-Leben in den Alpend Hohe künstlerische Begabung offenbart sich in manchen dieser Dinge, in anderen wieder rührende ktttdliche Unbeholfeuheit. Man sieht eswie der kleine Künstler mit der Form und dem Material gekämpft hat. Alle Schöpfungen aber sind von einer entzückenden Naivität und einer UnbeMmmertheit, wie sie nur Kinder haben können. Hinter allen diesen Arbeiten sieht man die leuchtenden,. frohen Kinderaugen, heiße, vor Arbeitseifer ' und Schaffenslust glühende Wangen, man ahnt das Glück und die frohen Stunden, die die Kinder genossen haben, als sie dies schufen und fast mit Neid denkt der Erwachsene daran, daß ihm in seiner Schule — der Schule von früher *-*• all dies Glück versagt war ... G--d. Der Streik der Bankbeamten — vermieden. Der Reichsverein der Bank- und Spavkaffenheamten Oöstwreichs teilt mtt: Knapp vor Ausbruch von Streiks in zwei Wiener Großbanken ist es gestern nachts in 'den vom Banken-' verband wieder he-rbeigeführten Verhandlrmgen zu einem Ergebnis gekommen, welches es den Vertretern «der Organisation ermöglicht, den Abbruch der Streikmaßnahmen den Geiwerkschaftsinstanzen zu empfehlen, Der Banbenverband, der bis zu diesen Verhandlungen kaum die Hälfte der aufgestellten Forderungen zu erfüllen bereit war, hat nunmehr sein Zugeständnis bis auf zwei Drittel, bei den älteren Beamten um einiges darüber hinausgehen-, erhöht. In einer Zentralvorstandssitzung wurde dem Vorgehen des Verhandlungskomitees «ach mehrstündiger erregter Debatte schließlich mit überwiegender Mehrheit die Zustimmung ertvN, welchen Anträgen sich die nachmittags tagende Betriebsrätekonferenz anschloß. Noch am gleichen Tage ist dem Anträge des ZentrawvrstandeS gemäß die normale Arbettsbestätigung ausgenommen worden. Unter den Angestellten der Wiener Privatbankfirmen macht sich nunmehr in Anbetracht des Umstandes, daß auch in diesen Unternehmungen seit einigen Monaten eine günstige Konjunktur zu verzeichnen ist, eine Bewegung,geltend, die zweifellos schon in den nächsten Tagen sich in Forderungen konkrettsieren wird. Dies «m so mehr, als dir Angestellten der Privatbankfirmen materiell iveit ungünstiger gestellt sind als dies in den Banken der Fall ist, und auch die in den Banken vor zirka drei Wochen gewährte einmalige Zuwendung trotz deS an den Verband gerichteten Verlangens bisher keinerlei Erledigung gefunden hat. DäS Mkommen der Vertreter der Beamtenschaft'mit dom Bankenverbande sieht eine generelle Echöhung der Bezüge um zirka 20 Prozent vor und regelt die.Frage der Mehrarbeit entsprechend den Forderungen der Beamtenschaft^ DK Brftattnng des -Mordeten Arbeiter» Süll. Die Bestattung, des bei den Ha'kcrikreuzlcrkrawallen in Favoriten von einem Hakenkreuzler erniordeten Arbeiters Karl Still findet morgen nachmitiagS voni Rathausplatz aus statt. Die Arbeiterschaft aller Bezirke wird den Aeicheuzug geschlossen bis zum Schtvarzenbevgplatz beglsite^. Dar grSfliche Paar Kosakow und sei« Dammerdiener. Sett Jänner d. I. wohnt in Wien Mesandrr Mkchaetl!-» witsch Graf Kosaiow. In MMchkett hört er auf den Vitts prosaischeren Namen Karl Müller und stammt auS Sankt Jo'hann im Pongau. Er war Regisseur bei einer Berlmeo Mmgesellschaft. Bor einigen Monaten lernte sr HeNmtq Jiriitschek, eine Bankbeamtenstochter ans Men, Beri käNferin in einem Wiener Geschäfte, kennen und verspracht ihr bald die Ehe. Das Mädchm war hoch erfteut Wer daß unigawöhnliche Glück, bis chr der Graf seine wesentlichß bürgerliche Herkunft gestand. Er engagierte sich de« Mechaniker Rmdoff Preß als Kammerdiener, und schlieWch vereinigt« sich daS Trifolium, welches als gräftiches Paar Kosakow samt Kcrmmerdi'R.er im Hotel .^Sächsischer Hof" wohnte, zur Verübung von H o tel die b st ä h 1 e n. Sie bestahlen im „Gva-nd Hotel" einen itailienischen Marchese, inr Hotel „Imperial" einen enMchen Co-lonel, im Hotel „Bristol" einen ame-kikanische«. Kaufmann. Bei allen diesen V Diebstählen M ihnen reich« Beute an Bargelid und Schrmtck in die Hände. Der Msführvi.de Teil bei den Diebstählen war stets Müller; die Jiri-tschek ermöglichte die Diebstähle durch galante Bekanntschaften, die sie in der Nähe der erwähnten Hotels machte; Preß machte di« Mauer und will dafür schr schlecht belohnt worden sei«.. Nun wurde die Gesellschaft verhaftet, zus-ammen Mtt ihr wurden auch der lmchesvevwiesem Handelsangestellte Heinrich Schacheril und der für immer ms der RchuMk Oesterreich abgeschaffte Kellner Simon Paszkns in Haft genommen. Diese beiden haben mtt Müller Einbruchsdiebstähl« verübt. Sämtliche Verhaftete wurden dem Landesgerichte eingeliefsvt. E_ * Die täglichen Autounfälle. Wie berichtet, hat gestern abends ein Auto in der Rosensteingasse die zchnjährige Volksschülerin Helene Wagner und knapp danach die 43jährige HUscvvbeiterm Anna Kr a mm er niedergestoßen und erste« leicht, letztere schwer verletzt. Das Auto hat der Zöjährige Fwmengvsellfchafter Dr. Friedrich Freund, Börsegasse 7, gelenkt. Die Ansichten der Augenzeugen über das Berschullden des Dr. Freund sind geteilt. Die Mehrzahl HM den Lender für schüldlos. Dr. Freund besitzt keinen Führerschein. — Gestern >bog der 33jährige Chauffeur Franz W a i l a n d mit einem GeschäftSautomolbil in einem nach Aussage von Augenzeugen rasenden Tempo von der der Mariahilferstraße in die Zollernsperggaffe ein. Das Auto streifte einen nächst der Gvückeniwage stehenden Leiterwagen und stieß den HolzhändlerSsohn Georg Mayerhoser zu Boden. Mayerhoser geriet schließlich unter das Vorderrad deS Autos und erlitt mehrfache leichtere Verletzungen. Die StrgsMntshcmdlung gegen den Chauffeur ist eingeleitet. — Der 37,jährige Kaufmann Jur.-Dr. Siegfried Frisch, Mserbachstraße 41, stich mtt. seinem Privatautomobll in der Liechtensteiüstraße den 48sahrigen Privaten August Lukschandl nieder. Dieser erlitt eme Quetschung der Nase und eine Nerlvenevschüttevnng. Dr. Frisch trüg Rißwunden davon. Die AmtShcmdftmg ist eingelettet. * Der Einbruch am Lugeck. Gestern nachts wurde dü im dritten Stock des Hauses Lugeck 7 gelegene Wevfftätte des Juweliers Hugo W ei H von unbekannten Tätern erbrochen. Gestohlen wurden Wertsachm um rund 800 M4llionen Kronen, darunter ISO goMene Uhren mtt der Marke „Eterna", M goldene Gchäuse siür Damenavmbanduhren» 300 silberne Gehäuse fiir DimtenarmbaMchren-. Auf das Zustandebringe« des gestohlenen Gutes ist eine Belohnung von 10 Prozent ausgesetzt. * Ein Held des christlichen Kurses. Aus Budapest wind gemeldet: Am 16. Febvuav 1WL Mevte der' Dorftrotär von Ncvgybcrtor Georg Szamosi swe junge schöne Dame M sich und sagte ihr, daß sie w Erlau zu Stockstreichen verurteilt wurde. Die Dame erschrak, der Herr Notär begarm sie jedoch zu trösten, daß die Strafe nicht gar so aefähMch fei. es werde niemand davon erfahren, denn er feffiwi werde bei geschlossenen Türen die Strafe an ihr voMrecken. Die Dame aber war hierzu nicht geneigt und fand Gelegenhett, aus dem Dorfe zu verschwinden. In einem anderen Fall zitierte der Herr Notär eine junge, dralle Bäuerin zu sich und veMndete ihr, daß sie wDvn eines Streits mtt dem Geistlichen deS Dorfes zu 35 Stockstreichen verurteilt wurde. Der Notar empfahl auch dieser Frau, in seine Kanzlei w zu kommen, wo er ihr in der Tat Ke 36 Streiche eigenhändig verabreichte. Nachdem etwa 17 Opfer vor das eigenmächtige Juguistttonsgericht des Naghbcttorer Nvtärs gelangt " " rn der Redaktion des Fvaizen cmfgenomi g ver< achtige Jnquisittonsgerick waren, erschien eine Fvauenaborbnun ,Pivradaff', wo die Beschwerden men und veröffenMcht wurden. gegeben. Die Ausgabe beginnt am 36. Mai mtt Briefmarken ät 10, 30 und 50 Centimes und Postkarten zu 30 Centimes. Diese Briefmarken sind genau nach dem Muster der gewöhnlichen französischen Brieftncncken hergestellt. bloß mtt dem Unterschied, daß an Stelle deS SirEldes der Republik das Bild Pasteurs ausgedruckt erschetttt. * Das Wort. Die erste Nummer der unabhängigen Zein schrift „Das Wort" ist erschienen und in den Trafiken, in der BilchhauiMmg Lange oder beim Verlag. 6. Bez.. Zeistlhofergaffe 13. zu haben. . * Der Verband jüdischer Ingenieure und Techniker für -den Aufdau Palästinas erhalt die Mitteilung, daß auf sein Ett.fchreiten die Pwise für die Konkurrenz von ,^ihe Haifa Busineß Centre" wie folgt erlwht wurden: 1. Preis 100 ägyptische Wund, 2. Pwis 76 ägyptische Pfund, 8. Preis 50 ägyptische Pfund, eventuell kommen 2 Ankäufe mtt zusamnren 20 ägyptische Pfund in Betracht. Den Preisträgew in valutaschwachen Ländern tverden die Pwise in der vollen Höhe zur Auszahlung gebracht. Die Jury wird nach dem 1. Juni 1933 Msammentreten. Somit müssen die Projekte bis längstens A. d. dort eingetvojlfen sein. * Eine jüdische landwirtschaftliche Kolonie in Karpathorutzland. Wie ans Bratislava gemeldet wird, ist in Mu^kac e v o (Munkacs) der Plan aufgetaucht, im Zusammenhang mit der Bodenreform und der Aufteilung des Großgvun!db>esitzes eine Mische landwirtschaftliche Kolonie zu gMnden. Mit dom Plane befaßt sich eine zionistische Gruppe, deren Mitglied, der ReidaAmr Deutsch aus Mukaoevo, beretts einige einleiteude Schritte unternommen hat. Die Whorolder Behörden, in erster Linie das Amt für Bodenrelform, sichen diesem Man« durchaus sympathisch gsaenüber. bekannt Jolef