Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1535 (23.5.1923)
- Date
- 1923-05-23
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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M. rysa mm, mm&q Mener Mörgenzettung. W. Mak im Sette« * Das Neueste ist ... Das Neueste ist nämlich, -aß die Kroßdeutscheu FWrer Nrg unb maßvoll sind. Wer dergleichen, bielleicht noch nicht bemerkt haben sollte, kann die Sache schwarz rtfuff weiß in dttlem Blatte nachkesen, dessen Redakteure Wer den Berdach't, dc-r t-sutsch-arifchen Nasse und dem christlich-germanischen Schönheitsideal nahezustehen, größtenteils hoch ergaben sind. Wenn es in dieser Zeitung bezeugt wird, die seit jeher unantastbar nicht nur als die bestgeschriebenste, sondern /auch noch als di«e genauest informiert este Wiens gallt, wird ein Zweifel daran wohl nicht mehr möglich sein, und dem beruhten ZelHiMnossen bleibt nichts mehr übrig als die beiden schmückenden Bleiwörter sinn-gemäß M verteilen. Cs könnt« sä nun einigen Zweifeil Wachrusen, olb man bei Herrn Zeidler die Kluigheit ofcicr das weise Maßihalten höher einschätzeni sollte, ob die Rassentheorie der Herren Frank und Waber in «erster Linie durch ihre reise Geistigsleit dbei durch ihre würdige und gerechte Mäßigung allgemeinen Beifall gesunden hat, ob man in den Haken-kreiuz-Pilakaten vor allem einen Mt dev Mugheit oder eine Tat maßvoller SeWlbefcheidung zu erblicken hatte. In jedem Falle aber müssen beide Qualitäten sin reichstem Maße allen jenen Führern znerkannt werden, dis Q>i'C Enthüllungen über die ,Meisen von Zion" so effektvoll lim Parteiibva'tt zu verwerten wissen und die Folgerungen milecht völkischem Geschmack ziehen. Auch sonst gibt es an der Feststellung keinen Zweifel. Es hat sich gezeigt, daß auch die deutschesten Mannen dem Geld jüdischer Industrieller nicht feindselig gc-genüberstchen, daß sie es recht gerne zur Hakenkreuz-iPropaganlda verwenden und dam jüdischen Kapital fchr maßvoll gegerMberstehen. Und da wagt jemand zu bestreiten, daß die großdeutschen Führer klug seien. Kater Murr. * „Da steh' ich mrn, ich armer Tor". Professor W e b st e r, einer der bekanntcsten Physiker der Vereinigten Staaten, hat sich erschossen. Er hinterließ ein Schreiben, in dem es u. a. heißt: ,/Jch habe jahrelang umsonst gearbeitet, und meine Forschungen halben zu nichts geführt." Prof. Webster hat zahlreiche Werke aus dem Gebiet der Mathematik, Akustik. Elektrizität und Ballistik geschrieben und galt als eine Autorität. * Wozu Judenhetze dienen kann. Di-eser Tage fand vor einem Berliner Schöffengericht die Verhandlung' gegen einen Tasch endieb statt, der sich in der Ausübung seines Berufes des Mittels der Judenhetze mit bestem Erfolge bedient hat. Der Gauner trug aus seinen Diebsgängen einen unechten blonden Bollbart und war stets mit einer Nummer des' „Völkischen Beobachters" und einem Haken.kreuz versehen. In den Coupes her Hochbahn oder der Vorortebahnen begann er seine Arbeit damit, daß .er laut ans die Juden schimpfte. In der Regel mischten sich die Mitreisenden in das Gespräch, das immer lebhafter wurde und oft in eine Prügelei ausartete. Diese Gelegenheit henützte der Taschendieb, um dem einen oder dom anderen der Mitreisenden die Uhr oder einen anderen Wertgegenstand aus her Lasche zu ziehen. Bor Gericht gab sich der Dieb als Mitglied einer vMischen Gehoünloge ans und erklärte, er habe sogar die ssogenannte ^Blutpröbe" Megen müssen. * Die Tournee der> Ladendijrbe. Im Zusammenhang mit her vor etwa sechs Wochen in Innsbruck erfolgten Verhaftung des Ladenbiebes Johann G ins er aus Wien, wurde eine ganze Bande von Dieben entdeckt, die insbesondere die Herren PrMnzsiädte mit ihren Besuchen beehrten und form« lich Beutezüge nach allen Bundesländern unternahmen. Nach eingehenden Erhebungen wurden die berüchtigte Äadendiebin Jvsefine Taulletz, der Fleischhauer Rudolf Müller und nach vier weitere Mitglieder der Bande, Hermine Tiefs, Eduard und Josef Re-rngruber und Franz Beider ver- : haftet. Die Gesellschaft unternahm von Zeit zu Zeit eine „Tournee" in dre Provinz, wobei sie fast all größeren Städte her Republik bcfuchte und jedesmal reiche Beute »nachte. Dann kehrte sie nach Wien zurück, um die gestohlenen Sachen j— meist Textilwaren — zu verwerten. Die Abnehmer waren Meist Schneider. Ein Teil der letzten Beute konnte Austandegehracht werden. * Der Einbruch in das Berliner jüdische Museum. Ueber Aen Einbruch in das jüdische Kunstmuseum in der Oranien- -ourgerstraße wird nun von der Kriminalpolizei mitgeteilt, daß der Urheber des Verbrechens, ein Juwelier aus der Tschecho- Slowakei namens Rudolf Schütz, und sein Komplize, der Berufseinbrecher Karl Schneider, bereits verhaftet und ein umfassendes Geständnis abgelegt haben. Zwei andere Komplizen werden noch gesucht. Schütz bat eigens die Reise nach Berlin unternommen, um die weltberühmte Sammlung zu plündern. Von den gestohlenen Wertsachen wurde ein kleiner Teil bei einem Händler, dem sie verkauft wurden, beschlagnahmt; der weitaus größte Teil ist aber noch nicht ermittelt. Auf die Wiederbeschaffung der noch fehlenden Gegenstände wurden 10 Millionen Mark ausgesetzt. * Eine Riesenvibel im Besitze des Papstes. Die katholischen Zeitungen melden, daß sich im Besitze des Papstes eine in hebräischer Sprache geschriebene Bibel befindet, die 320 Pfund wiegt und das größte Buch der Welt darstellt. Die Blätter berichten weiter, daß die Juden Venedigs im Jahre 1572 dem Papst Julius dem Zweiten das Angebot machten, ihnen diese Bibel gegen Enirichtung von 320 Pfund Gold (soviel als die Bibel selbst wiegt) auszufolgen. Papst Julius der Zweite lehnte aber dieses Angebot ab und so ist die Riesenbibel im Besitz der Päpste bis heute geblieben. * Ein Schweizer Institut für Tuberkulosefürsorge. In Davos wurde das Institut für Hochgebirgsphysiologie und Tuberkuloseforschung konstituiert. Die baulichen Lavoratormms- und instrumentellen Einrichtungen sowie die Bibliothek sind fertiggestellt und die wissenschaftlichen Arbeiten begonnen worden.^ Arbeitsplätze stehen in beschränkter Zahl Forschern aller Nationen zur Verfügung. Für. Angehörige valutaschwacher Länder bestehen einige Freiplätze sowie die Möglichkeit kostenfreien Aufenthalt für angemessene Zeit. * Das Schächtverbot iu Finnland nicht durchaeführt. Wie da8 I. C. B. erfährt, ist die schon beschlossen gewesene Verordnung der finnländischen Regierung über daS Verbot der Koscherschlachtung in Finnland auf eine Intervention des sinnländischen Präsidenten hin wieder zurückgezogen worden. Die nach Reval entsandte Delegation der finnländischen Inden, die Di?' Versorgung der finnländischen Judenbeit mit Koscherfleisch aus Estland organisieren sollte, ist auf diese Nachricht hin bereits nach Finnland zurückgekehrt. * Ein Flecktyphussall in der Budapester Telephonzentrale. Aus Budapest wird uns telegraphiert: Die Telephonzentrale in der Naghmezögasse war gestern nachmittags der Schauplatz aufregender Szenen. Eine Manipulantin fiel neben dem Schalttisch ohnmächtig zusammen. Es stellte sich heraus, daß das Mädchen an Fleckt y p h u ß erkrankt ist. Der Amts- Vorstand ordnete die sofortige Isolierung des großen Manipulationssaales an und ließ alle anwesenden Beamtinnen sowie den Saal desinfizieren-- Letzte Nachrichten. Eröffnung der interparlamentarischen Handelrkonferenz. Prag, 22. Mai. (Tel. der ,/Wr. Movgenzeitung".) Unter Vorsitz des ehemaligen italienischen Ministers Reineri begann heute die Sitzung der ersten Kommission der iwierparlamentarischen Handelskonferenz. Der Franzose La sarge referierte über die gerechte Anwendung des Artikels 22 des Friedensvertrages von Versailles auf den internationalen Handel. Die Sitzung der Kommission wurde mehrmals unterbrochen, da man den Versuch machte, die u n g a r i s ch e Delegation zur Annahme der der Plenarsitzung vorzulegenden Resolution zu bewegen, gegen die Ungarn Vorbehalte nrache. Die ungarische Delegation anerkannte den guten Willen der rein wirtschaftlichen Konferenz, erklärte jedoch, der Resolution in der vorgeschlagenen Form nicht zustimmen zu können. In der Nachmittags Vollsitzung wurde Minister des Aeußern Dr. Benesch zum Präsidenten der Konferenz gewählt. Der ehemalige ungarische Handels- Minister Louis Hegyeshalmi erklärte, daß mit dem Gedanken, an die Stelle des Wirtschaftskrieges die Idee der wirtschaftlichen Harmonie zu setzen, eine große Errungenschaft im freien Verkehr der Völker erzielt worden sei. Die ungarische Delegation stelle jedoch nochmals fest, daß die Gerechtigkeit nur durch gleiche Behandlung, und zwar ohne Ausnahme, gewahrt sei. Re österreichisch-französische» Verhandlungen. Paris, 22. Mai. Die Verhandlungen zum Abschluß eines Handelsvertrages zwischen Oesterreich und Frankreich haben heute im Ministerium des Aeußern begonnen. Von französischer Seite waren anwesend der politische Direktor im Ministerium des Aeußern Peret-ti de la Roeca in Vertretung des Ministerpräsidenten Poinvare, Handelsmmister D i o i, der Direktor im Handelsministerium Serruys und Unierdirektor Vitro lies. Oesterreich war vertreten durch den Gesandten Eichhoff und durch eine Dellegation unter Führung des Sektionschelfs Dr. Schüller. Handelsminister Dior, der der.« Vorsitz führte, eröffnete die VerhaMungen und wies auf die verschiedenen Schwierigkeiten hin, ^)ie bei der Regelung des Handeilsverkehrs zwischen Oesterreich und Frankreich zu lösen sein werden. Der österreichische Geisandte Eichhoff anwortete mit dem Ausdruck des Dankes für die herzliche Begrüßung und mit der Versicherung, daß seitens Oesterreichs auf einen rascher? und erfolgreichen Abschluß der Vereinlbavungen nach Kräften hingearbeitet werden wird. Ser internationale Sozialistenkongreß. Hamburg, W. Mai. Molff.) . Die .heutige Sitzung des internationalen Soziailistenikongreffes wurde von Henders o n (Englland) eröiffnvt, welcher über das Ultimatum der englischen Regierung an die Sowjetregierung berichtete und «Märte, die englische Arbeiterschaft werde nicht nur hier auf dem Kongreß, sondern An eigenen Land gegen dieses Vorgehen ihrer Regierung Einspruch echelben. Der russische Vertreter Abramowitsch schloß sich namens der russischen Arbeiter diesem Protest an. Der österreichische, Delegierte Otto Bauer unterschied in seinem Referate über den internationalen Kamps gegen die internationale Reaktion fünf Gefcchrenzentren: Rußland, Deutschland, Italien, Ungarn und den Völkerbund. Die Vernichtung der deutschen Wirtschaft durch den französischen Militarismus treibe die Arbeiter der nationalistischen Agitation geradezu in die Arme. Ebenso wie die deutschen Sozialisten die Pflicht hätten, gegen ihre Reaktion zu kämpfen, so sehr hätten auch die Sozialisten «in den Ländern der großen und kleinen Entente die Wicht, gegen die imperialistischen und militaristischen Maßnahmen enzuschreiten. Eine ungeheure Gefahr bildet der itMenische Faszismus dadurch, daß er die Reaktion in Mitteleuropa überall ermutige. Gegen den Faszismus könnte zwar eine Intervention unternommen werden, es müßten aber alle moralischen Kräfte mobilisiert und das Gewissen aller zivilisierten Völker wachgerufen werden. Ungarn sei gleichfalls ein PrMem, das'international betrachet werden müsse. Kerne Regierung der besiegten Länder höbe so viel Gnade vor den Augen der Richter gesunden wie die Regierung Horthy. Ein weiteres GesahreMntvum bilde der Völkerbund, der es nicht Wage, in entscheidenden Fragen, tao es sich um Krieg und Frieden handle, .überhaupt das Wort zu ergreifen. Dies gelte auch von der Reparationsfrage. Der Völkerbund sei lediglich ein Instrument der Reaktion der Westmächte. Die deutsche Delegation hat heute über den Sitz der kommenden Internationale beraten und sich nach dem Hamburger Echo" für Loudo n ausgesprochen. Das internationale Sekretariat soll aus zwei Sekretären b stehen. Erster Sekretär soll Tom S h a w werden. Worowskis Begräbnis. Moskau, 22. Mai. (Tel. der „Wr. Morgenzeitung".) Die Leiche Worowskis traf Pfingstsonntag in Moskau ein. Am gleichen Tage fand die Beisetzung auf dem R otem Platz e im Kreml statt. Der Sarg Worowskis wurde von Tschitscherin und anderen Mitgliedern der Sowjetregierung getragen. In seiner Gedächtnisrede sagte Tschitscherin, die rote Diplomatie sei eine Diplomatie des Kampfes. Die meisten der ausländischen diplomatischen Vertretungen ließen Kränze aus dem Grabe niederlegen. Die Fahnen auf tzem Gebäude der b r i t i s ch e n B e r t r e tu n g waren auf Halbmast gesetzt. - Wann wiro einer Jnve? unvanr m der Welt Lohn; W alle Windrichtungen ist Mussolinis Ruf «dmngen, feiH leuchtendes Vorbild ist in Deutschland und Polen, in Ru-t mämen und Litauen, natürlich vom Milieu der einzelne» Länder beeinflußt, zur Nachahmung empfohlen . worden, urH auch in Amerika gibt e8 Leute, die sich nach einem Manne mit Mussolinis starker Hand sehnen. Und mm saht „GeSke flovo^ dieser Blüte aller Tugenden, nach. — nein, die Feder sträubt sich, es nachzufagen —. der große Mussolini sei — brr! — Judet Er heißt in Wirklichkeit Benjamin Mojschl und seine Fra« sei eine geborene Reach (Heimatklänge, Mutterlaut!). Also eine schlimmere Bosheit kann-man den Bewunderern Mussoliniwirklich 'nicht antun. selbst wenn die Nachricht, wie in diesem Falle, ein barer Unsinn ist. Aber das ist der Laus der West: wo einer einem nicht paßt, wird er — zum Juden erklärt. Borläusig verstehen einander der Mussolinische Faszismus und der - germanische Chauvinismus -recht gut; wie aber, wenn (was Gott'verhüten möge) etwa der kluge Mussolini die sich so lebhaft ihm anbiedernden deutschen Natiomlsazialisten e tutti quanti abschüttest? Dann wird wohl die Nachricht des „Ceske flovo" bald im „Miesbacher Anzeiger" austauchen. Do entst-ehen Protokolle bet Weisen von Zion". * Der jüdische Wiederaufbau in Litauen. Der Joini-Bertreter m Litauen erhielt ein Telegramm der Joint-DirektorS für Europa, daß das New-Borker Komitee weitere 25.000 Dollar für den Hauserbau in Litauen bereitgestellt hats Er teilte ferner mit, daß der Joint jetzt mit der Jca Verhandlungen über eine gemeinschaftliche Aktion zum Wieoerausbau der im Krieg zerstörten jüdischen Häuser führt. Im ganzen sind bis jetzt mit Histe des Joint 817 jüdische Häuser in Litauen wieder errichtet worden. (I. C. B) * Ein sonderbares Tempelkonzert. In Brünn fand kürzlich ein Tempelkonzert statt, das weder ein Novum noch ein künstlerisches Ereignis von besonderer Tragweite darstellte, und nur erwähnenswert erscheint, weil die Veranstalter es dem eminent jüdischen Milieu des Konzertes für angemessen erachteten, einen getauften Juden zur Mitwirkung heranzuzrehen. Abgesehen von ihrer besonderen Geschmacklosigkeit erweist sich diese Maßnahme als vollkommen überflüssig, denn es gibt wahrlich jüdische Künstler genug, die dem von den Veranstaltern Erwählten an Talent und Können zum mindesten ebenbürtig, sind und deren Mitwirkung dem Brünner Tempelkonzerte gewiß zur Zierpe gereicht hätte. in der Mongolei? Nach der Aussage eines in FreistM bei * Noch immer fast 10.000 österreichische Kriegsgefangene Linz wohnhaften Heimkehrers, .der erst jetzt zurückgekehrt ist, sollen sich in der Mongolei und Mandschurei noch ungefähr 10.000 Kriegsgefangene aus der ehemaligen österreichisch-umgarifchey Monarchie befinden,' die infolge der Schwierigkeiten, mit denen die Verpflegung während der Fahrt verbunden ist, die Heimreise nicht antreten können. * Echöhung der Salzverschleißpreise. Mt Wirksamkeit vom 26. b. treten nachstehende Preise pro 1 Kilogramm Salz in Kraft: Lurussalz 4200 K.. TasÄsast 3830, geformtes Sudsalz und Mahlsa-lz 3100, groibikörni-ges Sudswlz (Blanksalz), Beug- und Pfannkern 3000, VieWalz und MMaWecksteine 2700, FabrÄisa-lz 1. Sorte 2700, Fabviksalz 2. Sorte und Dunafalz 600. Fabriksahz 1. Sorte wird Vis auf weiteres bei Abnahme von mindestens einem Paygon zu 10 Tonnen auf einmal um den Preis von 140.000 K. pro 100 Kilogramm abgegeben. Für dieam 28. d.- im freien Berkchre vochandenen Speifssalzvorräte von 6000 Kilogramm uud darüber: ist der Unterschied zwischen den.alten und neuen Preisen nachzuzahlen. Diese Vorräte siud binnen 8 Tagen vom Tage des Inkrafttretens der neuen SalÄ^sHleißpveife an gerechnet, nach dom Aufbewahrungsorte zuiständigen MteMttg der Steuevaufsicht auzumelden. . * Tod des ältesten Wiener Bankbeamten. Nach jahrelangem schmerzvollen Lewen verschied Freitag den 18. d. im 73. Leoensjahre der Oberbeamte und Prokurist des Wiener Bankvereins Hans Reichmann, der seit Errichtung des Instituts im Jahre 1869 in den Diensten des Wiener Bankvereins stand und als ältester aller Wiener Bankbeamten galt. * Amtlicher Weitmwericht. In Oesterreich ist der Weiterchavakter veränderlich mit starker WoKenbildung uud Neigung zu. Strichregen. Die Temperatur hat nur m Graz 20 Grad erreicht. In Deutschlland ist iS vorwiegend trüb und gewittrig. Voraussage: Wechselnde, ziemlich starke BewAkung, Neigung zu Strichregen und Gewitterbildung. * Del-Ka ^bringt braune Halbschuhe für Damen und Herren in moderner spitzer und schöner halbnmder Form in Lester rahmengenähter Ausführung zum Einheitspreise von 195.000 K.- zum Verkaufe. (Entgeltlich). * Die Fl»m» Ägnaz Picks SrLPt. Wien, 9. Bezirk, Liechtensteinstraße 25/27. bittet ihre geänderten Telephonnummern vorzumerken. Dieselben sind: Fahrradabteilung 16-6-64; Maschtnenabtöilung 16-5-65. (Entgeltlich.) Hotz Warenumsatzfteuer — keine Preiserhöhnng! Infolge vorteilhaften Ankaufes großer Warenbestände ist da» wegen seiner Kulanz bestrenommierte Kaufhaus Brüder S ch i f f m a n n, 2. B e z., T a L o r st r a ß e 46, in der Lage, Waschwaren, Damen- und Herrenwäsche, ferner. Leinenwaren, Bettwäsche, Regenmäntel sowie original englische Frühjahrsstoffe für Damen und Herren in enormer Auswahl zu unerreicht billigen.Preisen abzugeben. pro Meter 11.000 K. „ m 12.000 K. 8.500 K 8.800 „ 14,000 „ 12.000 K. p.800 Nachstehend einige Beispieler Prima Webe....... „ Chiffon.. „ Streifgradl.. Bettzeuge. . ...... Bettücher, 140 Zentimeter breit Matratzengradl. .. Blaudruck. Etamine in allen Farben . . Damenhemden.... Damengarnituren (dreiteilig) . Seidenjumper. Cretonhemden (für Herren) . Unterhosen.. *.. . 18.000 „ Covercoats . ... 89.800 H Englische Schafwollstoffe............. 45.000, Regenmäntel.... . 125.000 , \ (Entgeltlich.) 25.000 K. 19.800 28.000 9.800 7.900 19.800 98.000 59.000 29.800 Kleine Lokalchronik. : Auf der, KellevstiHge des Ha-uses.ErmSga.sse 18 wurde am 20. d. die Leiche eines neugeborenen Knaben ohne iede Umhüllu-ng aufgefuuden. Der Fund deutet auf einen KindeSmorh hin. ' Die beim Kaufmann Bernhard Böhm bsdienstete Hausgchilfm Marie Kö ßler hatie am PfinMouutag ihrem.Liebhaber, den HanidelsangestMeu Anton Weiß in Abwesenheit ihrer Dicnstgcber bei einem Slelldichein die Wohwn.ngsschlüss« auvevtra-lü. Weiß hat in der Wohnung, des Kaufmo-mreS Vev» A fchredme Wertgegenstände gestohlen und ist flüchtig.