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Wiener Morgenzeitung · 1923-05-23 · Heft 1535 (23.5.1923) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1535 (23.5.1923)
Date
1923-05-23
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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, tWi *_Wi«. Mittwoch _ SklttMmitoge. Wer den LokBbericht der Mw,er Zeitunsen in den W«r Monaten einiger MHnetffÄnkert Vevfoiljgt hat, wird bemerkt haken,, daß fast keim Tagvergangen ist, an dom A den Wiener Strafen nicht mmbefteus ein Passant durch einen Antomobilunfäll zw Schaden gMnman wäre. Oft hat der Poilizeibericht, wie z. B. vorgestern, drei soltcher Unfälle aneinom einzigen Lage gemeldet. Sehr vieLe dieses Fallehatten einen tüblichen Ausgang. Won» man den Verkehr int Wien ein wenig beobachtet, dann wird man sich eigentlich über. die vechätiMmüßig hohe .Zahl van nteder« gefahrenen Fußgängern nicht würnbern. Schon vor einigen Monaten hat die BerEchrsPolizei dom MlrmivEverkehr m den- Straßen- Wiens und dm darans erwachsenden Gefahren für die Fußgänger ihr. Angenmerrk zutzeweudet und «me Gehvorischrist für FußgLnHer erLassm, in weilcher neben Violen guten Ratfchllägen, wie man sich Keim UMrqueren einer Straße, zu verhaltm hat, auch scharfe Sttafm für Ae Außer«chtllchsung dieser Vorschriften angeidroht werden. Bei der OperNkreuzung Plagen sich täglich «ine ganzem Anzahl von SchuHlmten, um den Wienern das Gehen beiKubrinlgen. Der einzige ErfoA dieser BenÄhungen ist, daß. jetzt in Wien» jeden Lag jemand doN einem balherrasenden Automobil niedergestoßen und verletzt wird. Wenn auch zugegeben werden muß, daß die Passanten feWft sehr viel Schuld an den zahlreichen Unfällen halben, so ist. jedenfalls festzustellen, daß sie sie nicht cell ein haben. Wiederholt ist schon «uf das übermäßig, rasche Tempo, das die Autor in dm Straßen anschlagen, hingewiesen worden, ohne daß es einen befchcheren Erfolg gehabt hätte. In raschester Fahrt nehmen die "Kraftwagen die Kreuzungen, fauson um Straßenecken, daß mm eigmtlrch staunen muß, daß nicht noch mehr Unglück geschieht. Bor dem Eingang i« die AugAstinerstrLße am Jofefsplatz MM BeiffM P jetzt eine Teffel angebrächL, aÄf WeLcher stchk: „AchLMgl MtomMe- -.kmgsMkfchkött! 6 Kilometer!" Es fällt ucMÄich keinÄn Chauffeur ein, an dieser gefährlichen Stella fein« Fahrt ach die vorgefchrieibene Gofchwi-M^eit zu müßigen. SoSche llM-nsgestchrlicho PMkte gM .eS m Wi«A Noch Hunderte. Es wäre wieder einmal Zelt, daß die Polizei ihre A-chMerksMAeik dött den Fußgängern etwas mehr ach die MtomobÄe lMt und gegen rÜcksichtSlöse Fcchrer enengisch einschrei ret, Da mau die Einhaltung der Vorschriften vom FüWttger fördert, muß mau sie gerechterweffe «M so mchr vom Fchrer verlangen. Ebenso müßt« die Polizei strenger darauf achten, dcch es ein Verbot Mt, das fcrt den Skräßen ' der Stadt den Chauffeure« das Oeffneu des- Anspuffs MterstG. Insbesondere in den engen Straßen der Inneren Stobt macht sch dich RücksichtÄchMM stark. MMcrr. Die MchMerstraße ist oft ganz in einen AbÄrischMen, dicken Manch eiugchüllt, der einen kanmzü "AtAn kommen läßt. Auch diesem Usbel müßte abgeholsen werden. Denn außer den; automobÄfchrenden Wienern gbt es nach eins gaffz beträchtliche Zahl von Leuten, die schließlich auch ein Recht haben, die Straßen zu berOtzM. ' Das Ueberhandnehmen der .ÄutouNMe hat, wie wir erfahren, die Polizeidirektion nunmehr veranlaßt, dem Kraftwagenverkehr besondere Aufmerksamkeit zuzuwonden. Kraftwagenlenker, welche das zulässige Maß der Geschwindigkeit überschreiten, werden in allen Fällen zur Anzeige gebracht werden. Wenn Unfälle durch vorschriftswidriges Fahren verursacht oder die Chauffeure in alkoholisiertem Zustande betreten worden sind, wird mit der Arretierung Und Uebsrstellung solcher Kraftwagenlenker zum Amt vorgegangen werden. Bei einem strafgerichtlichen Tatbestand wird auch die. gerichtliche Einlieserung erfolgen. Das Verkehrsamt wird bei Ueberschreitungen außer mit Verhängung hoher Arrestrafen auch mit Entziehung der Fahrlegitimat.iork votgehen. Der tägliche Antonnsüll. In der gestrigen Nacht wurde in Döbling der 61jährige Maurergehilfe Franz M. von einem Auto niedergestoßen. Von dem Autolenker ins Spital gebracht, starb M. bei der Uebergabe. Diesmal soll her Chauffeur schuldlos sein. Ms vorgestern der Tischlergehilfe Josef W. auf seinem Fahrrad durch die Linke Menzeile fuhr, wurde er von einem hinter ihm fahrenden Auto niedergestoßen und blieb schwer verletzt liegen. Der Autolenker Dite fuhr unbekümmert weiter. W. ist seinen Verletzungen erlegen. Der Chauffeur wurde ausgeforscht und gegen ihn die-Strafamtshandlung eingeleitet. Ser drohende Streik der Bankbeamte«. Wie wir erfahren, hat die SitMiott in den Verhandlungen der Bankbeamten mit dem Bankenvevbüttde nicht die erwartete Klärung, sondern im Gegenteil, eine weitere Verschärfung erfahren. Die Reichsövganisatwn der Bankbeamten hat beschlössen, vorläufig bet zwei Bankinstituten in den Streik -zu treten, wenn der Bankenverband die Forderungen der Beamtenschaft nicht bewilligt. Diese Banken sind, wie wir hören, der Wie ner Bankverein und die Zentralbank deutscher Sparkassen. Wenn der Bankenverband in!den. nächsten Tagen seine ablehnende Haltung nicht aufgibt, dann soll am D o« ne r stag bei den beiden genannten Instituten der Streik beginnen. Als vorbereitende Maßnahme haben'die Beamten schon jetzt beschlossen, keine U eberstun den mehr zu leisten. Dieser Beschluß ist bereits gestern wirksam geworden. Die Situation ist also ziemlich ■ kritisch geworden, da die Bankett att ihrem Angebot von zwölf Prozent fesbhalten. Da schon ün den nächsten Tagen die Vorarbeiten für. die B e g e b u n g der - österreichischen Anleihe beginnen, so ist zu befürchten, daß die damit Mammenhängende große Arbeit ohne Mitwirkung der Beamten kaum wird bewältigt werden können, ein MnskaNd, der die Be-, amten liLmlick kiMesaewiß macht. Mienen MopsemeiLunü. 23. Mar M3 "_ ' ^18381 — i . - . > . i-.j. ~ i... i ...... . . ii i im iii -.1 j. - ..... i. — 1 . --- 1 1 1 1 I Salzburg. Aral. Körnten. III. Salzburg war in Oesterreich feit j^r das Land des Freucheuverkehrs, dveniger «Weltlich für seßhafte SommerftiMer, als vickmehr für Touristen. NichtZLestckvem-ger gibt es.in Salzburg eine ganze Reihe von Orten, die gern als; SommerauPenchÄt euchgefucht wurden. Die Erstchrungen des vorigen Jahres müßten jedermann von den SaUburger Sommerfrischen ab sch recken. Die biedere Bevölkerung des Landes ist nämlich der Arischauung, daß der Fremde nur zu i ihrer Bereicherung ins Land kommt. So kam es, daß sich im! vergangenen Jahre die Presse wiederholt mit verschiedenen! Mßständen, wie krasse Uebervorterlung durch die Einheimr-! schen, antisemitische Kundgebungen und was der-! gleichen Annohmkichkeiten mehr sind, zu besoffen hatte. Schließ-! sich hatten« es die braven LaMente — nachdem sie ihren mehr als bürgerlichen christlichen Profit in der Tasche hatten — I bei der SaWurger Landesvogievung durchgefttzt, daß die! Fremdensaison vorzeitig geschloffen wurde. Das heißt mit anderen Worten — man warf die Leute, die das entsetzliche Pech l hatten, keine gebornen Salzburger zu sein, einfach hinaus.! In dies-em Jahre hat die Fremdensaison noch nicht be- ' gönnen. Was wir in bezug auf Preise in Evfcchrung gebracht \ halben, ist wohl nicht sv kraß, wie öüwa im SaWammergut.! Im Pinzgau, im Pongau und in anderen Orten kostet die Verpflegung ohne Zimmer etwa 50.000 Kronen täglich. Es verstM sich von selbst, daß. diese Verpflegung keine sehr iilptpW, sondern ein bescheidenes Gaschausessen ist. Was Wer Badgastein zu sagen fft, hat der Bürgermeister dieses Ortes seKst unKvvideutig genug gesagt: ,M ad gast ein ist .kein Aufenthalt für den Mittelstand." Angesichts des Uckstandes, daß Sätzburg, sowohl Stadt wie Lättd, gegenwärtig die Hochbmg des Hakenkreuztums in Oesterreich ist, fft die Frage, ob Juden dort Aufenthalt Nehmen sollen, schr wesentlich. Aus den offiziellen Antwortschreiben der einzelnen Bemeirwebchörden ist die wahre Stimmung der BeviMerung nicht zu erfahren. Alle beeilen - sich, zu versichern, daß chnen die Juden hochwillkommene Gäste seien. Mav hat alle Ursache, diesen Versicherungen zu mißtrauen. Wenn zum Beispiel der Bürgermeister von Z e l l a m See schreibt, daß sowohl die BevMerung als auch die Gemeindevorstehung von Zell am See sich auf die in den Staatsgrundgesetzen enthaltenen' Bestimmungen stellen, wonach jsder österreichische Staatsbürger in feiner Freizügigkeit in Oesterreich unbehindert i st, so ist das nach den ErfahrunM der jüngsten Zeit, wie in Öesterreich die Staatsgrunldgesetze geachtet werden, Noch lange keine ausreichende Antwort. Da ist zum Beispiels« Antwort, die der Bürgermeister von St. Johann in Tirol gibt, deutlicher, und mar.» weiß sofort, woran man ist: ,^Jüdische Gaste werden ütt Gasthof UttteÄNnst finden, die Bevölkerung ist aber ihnen nicht besonders hold." Was die Preise im „heiligen Land Tirol" anlangen, so sind sie so, wie in allen anderen österreichischen Landern, entsprechend hoch. So teilt der Verkehrsverein von Kitzbühel mit,, daß die Preise der Sommetwohr.ungen je nach deren Lüge und GAe variieren, und zwar betragen sie im Durchschnitt zirka 6.000 bis 15.000 K. pro BM und Lag in Privaihäusern. In den Hotels und Gafthvfen stellen sich die Preise eines Bettes pro Lag zwischen 10.000 bis 80.000 K. je nach Rang des Hauses. Die Privatwohnungen mit Küchenbenützung sind größtenteils schon» vermietet. Einzelne Zimmer sind jedoch noch genügend vorhanden. Die Preise der LebensmÄtäl richten sich wie überall nach der jeweiligen Marktlage. Auch die Gemeindsvorstehung von Fügen ßZilleÄck) ist in bezug aus ihre Aeußerungen über Preise ziemlich vorsichtig. Sie kann die Preise nämlich jetzt noch rächt Mitteilen, denn — Vorsicht fft die Mutter der Lizitation — sie könnte am Ende gar zu wenig verlangst. Die einheimische BeVöUerUng muß doch vor „Ausbeutung durch die Fremden" geschützt werden.' Auch über die Stellung zu Mischen Sommersrffchlern äußert sich die genannie Behörde, daß „weder die Gemeirhe, noch die Bevölkerung etwas gegen ihren AuifenthaA in Fügen einzuwenden Hai". Desto mehr aber haben Wir dagegen einzuwenden, und um das etwas kurze Gedächtnis derer von Fügen auszufrischen, erinnern wir sie daran, daß der „Allg. Tiroler Anzeiger" im vorigen Jahve aus Fügen und dem Zillertal folgendes berichtet hat: *) Vergleiche ,Miener MorgeNzeftung" vom 13. und 18. Mai. . „Me das ganze Zillertal, war bisher auch Füge» von Juden überschwemmt. Von einer , aufdringlichen, dß Ruhe des seßhaften Bürgers wie des echolungsuchende-p Fremden bei Tag ur.d bei Nacht störenden, der guten Sitt« in Kleidung und Benehmen hchnsprechenden, alle erdenklichen Warenvorräte auftausenden und die Preise schiebermäßig hinauffchvaubenden ostgÄizffchen Barche, gegen die sich schließlich der Unmut des ganzen OrteS kchrte. Abe, je größer dieser Unmut wurde, desto zchlreicher ward di» . Mischpoche, desto ar.maßender benahm sie sich, bis am letzten Sonntag an allen Ecken und Enden Fügens Plakate angeschlagen waren, die in nicht rnißzuverstehender Art Maßregeln ankündigten, wenn Fügen nicht sofort judenrein würde. Das rützte, denn in Hellen Schaven suchten di» israelitischen Preistreiber, das Weite. Mögen, schließt der Bericht, die Geschäftsleute der Sornmer- . frffchen Tirols überzeugt sein, daß mit dem jüdischen Kehraus nicht nur das Interesse des Landes und jeder einzelnen Gemeinde, sondern auch ihr eigenes Interesse gefördert wird^ da die vertriebenen Christen gewiß gern wilederikommen, wenn chnen das BeMeiben' moralisch und Wirtschaftlich ermöglicht wird durch das Verschwinden einer Gesellschaft, die für Tirol die größte Gefahr bedeutet." In Kärnten sind wir plötzlich in einem Lande, das nur - Goldwährung hat. Die Preise sind also entsprechend, Die Kurkonrmission von Millstatt am See gibt daMer ziemlich detaillierter' Auffchluß. Sie teilt mit, daß Sommerwohnungen mit oder ohne Mche vollkommen eingerichtet noch vochanden sind. Bettenpreffe von 12.000 bis 20.000 K. pro Dag. Dazu kommt die 20- bis 30prozentige Mgabe. In einem Postflriptum wird noch die besonders ersteuliche Bemerkung gemacht, daß 'die LebenSmittelpreise stetig steigen und daß wenig Jude« in MillstM sind. HofserMch wird sich ihre Zahl in diesem Sommer nicht vermehren und die Arier können sich dann -» ihren teueren Wohnungen recht ausbreiten. , Wer an den Wörthersee geht, tut gut, nach dem Worte Jagos zu handeln: „Tu GelG in deinen Beutelt" Man wird es aber nicht Mv in, sondern auch aus dem BeuteÜ tun müssen. JnnechM des Rayons der Kurikommtiffion Maria-Wörth gelten ungefähr fokgende Zimmiechveffe: Einbettige, mit elektrischem Licht, Wäsche und Bedienung,- pro Tag 2 bis 4 GoMronen, zweibet-tige von 8 Goldkronen aufwärts. In diesen Preffm>fft die Fremdenwohnalbgübe nticht inbe» griffen. Jin Vorjahre betmg ste 80, Prozent vom Mietzins. Jüdische Sommergäste werden hier allen anderen - gleichgestellt, ein Unterschied wurde nie gemacht und, wird dies auch Heuer nicht der Fall sein. In Pörtschach kostet ein Zimmer 1,6 bis 4 Gold^ krönen, Pension 7 bis 11 Goldkronen täglich, Wohnung (zivei Zimmer, Küche) 160 bis 400 Goldkronen für die Saison. . Achnlich ist es in Velden. Die Preise für Sommerwohnungen im allgemeinen sinh schwierig im Detail zu behandeln. Zahl der ^Ppartements, Lage,,gebotener Komfort entscheiden. Eine Mittlere Wohnung von zwei Zimmern mit Mche fft von 450 Goldkronen anfwärts pro Saison (zweieinhalb Monate) zu haben. Einzelne beifchei» - denere Quartiere billiger. In den Hotels werden Zimmer pro Tag von 3 Goldkronen auswärts, für mchrere Personen zu 2 Goldkronen pro Kops und Dag berechnet. Verpflegung für? eine Person und Tag von 5 Goldkronen aufwärts, Die Lebensmittelpreise erfahren erfahrungsgemäß in der Saison eine Steigerung. . # Die Bevölkerung in ihrem ausschlagtzebenldie.n TM lebt vom Fremdenverkehr, sicht anlisemitffchßn Lreibereien fern und wird in ihrem Erwerb und auf öffentliche Ordnung zu diesem Zweck gerichteten Interesse durch den Heimat schütz gedeckt. Auf demselben Standpunkt stchen Gemeirckovotstehurg und Kur^ommissiott, welche alles aufbieten werden, die gesetzliche Ordnung und Schutz der Personen — chne Rücksicht auf Konsesfionen — aufrechizuerhalten. Der VoUständiglkeit halber erwähnen wir aber, daß sich im vorigen Jahre in VMen die Sommerfrischler zu einer förmilichen A b w e y. t a k t i o r- und einer D e m o n st t o t i u it' gegen den kartellierten Preiswucher der Einheimischen genötigt sahen. Und wenn von der Gemeindevorstehttng dersichert wird, daß die DevAArung „konfeff'ionelleN und nationalen Lreibereien fernstche",^ so stini-ut -das nicht ganz, da gerade der vorjährige Ausbeutürgsseldgug hauptsächlich gegen die Juden gerichtet war. (Fortsetzung folgt.) * Konferenz ttr zionistischen Arbeiterparteien. Auf Grund des Beschlusses, der Weltexekutive der ,Mtachduth", dir vor kurzem in Berlin getagt hat» wandte sich das Zentralbureau des ,Machdutlh" an düs Bureau des Verbandes der rechtsn „Poüle ZivN" und an die zionffti-sch-sosialistffche Partei „Zeive Zion" mit dem Vorschlag, noch vor dm Beginn des 13. Zionistenkongresses eine Konferenz aller drei Parteien abzuhalten, unr die Poiition des Arbeitevflügels auf dein Kongresse zu klären und die Frage ftu erörtern, ob eine gemeinsame Palästiida-Arbeit A der Diaspora möglich sei. . * 8. Blindettsursorgetag, Heute, halb 9 Uhr vormittags, wrrd tM Landhaussüale, 1. Bez., Herrengaffe 13, der 8. BliNdensürsorgetag eröffnet. Mit großer Spannung erwarten die Blinden und Blinbeusachleüte die Resultate desselben, vvn denm ML Lebensfrage mancher Jnstttnttonen M hangt. In der gestrigen Vorversammlung, welche Direktor Altmann und Professor Kretmarn zu Präsidenten wählte, wurden folgende Themen festgelegt: Dir. S. Pltmann: Staat und Blindenbildungswesen; Prof. F. Demel: Die achtklassige Blindenschule; Dir. K. Bürklen: Die Berufsbildungsanstalt; Prof. O. Wanecek: Das Problem der Spätererblindeten; Herr K. Satzenüofer: Gegenwärtiger Stand unserer Blindenfürsorge: L. Bick: Der Bnndenverband, und F. Uhl: Die Privatwohltätigkeit in der Blindenfürsorge. Im Zusammenhang mit dieser Tagung findet Donnerstag, halb, 4 Uhr, im Palastkino,. 8: Bez.. Josefstadtexstraße 43, ein Filmvortag des Dir. P. Perls (Berlin): Die Blinden in der Jndifftrie, und Mtttwüch Und Dün« nerstag bei Gerngroß, 7. Bez., Mariahilferstraße, eine Arbeitausstüllung statt, bei der SÖfiubc die Arbeiten demonstrieren Werveiß '

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