Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1533 (20.5.1923)
- Date
- 1923-05-20
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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VK.M3 r+ Men, anw0cnjcHung. 20. Mai &$> Seite 15 bete Unevkennum dem unernnMchen Mmhsaeist lämthcher Spiele,v. Kestham United.hat meine« Memung nach aus a OpuOe. die. EswartUM. Mt eMllt.w«Ä die Haklmh die langer nicht zur Entfaltung, ihres Könnens. kommen ließ. Dr. Abel es, der frühere Präsident .der Fußhallverbände„Dle Engländer haben nicht enttäuscht, da ich noch die Veistunqer.', der ms früher besuchenden Professionalmanmchaften in Ermneyung -habe. Die ■ Hakoah hingegen entwickelt sich langsam zu einer hervorragenden Mannschaft." Das MllfchaWche Btth. . Das .Wettfpiell biBdete auch ein gesMchasttiches Ereignis, wie nachstehenider Auszug aus der PräseriMte zeigt, der Leinesweigs Anspruch auf PoWändigikeit macht. Es waren na. erlschienen: Von.'der britischen Gesandtschaft: Der Gesandte Dhe Hono-uräble Mr. A. Äker 8-DouglaL und Ladn Akers- D'ougl-as, Konsul Mr. H. H. Cassels und Mrs. Eissels, erster Sekretär Mr. Wiw-ard Keeling. Kwe'uer Ecfre'tär Mr. P. N i ch olls, Handelsattache Mr. O. S. P h i I > h.o tt s. In Vertretung des BundeSpräsidenien cr Dr. Inn kor, Landechauptimann Dr. Du re sch, Poki;e-i« Präsident Schober, die ViAebürgermeister Haß uud Eu;» M e r il i n a samt Gemahlin, . die Staoträte B r c i i n e;. Sieg l, W e >b e r und Frau, K o k r >d a, Pros. Dr. Tau 1er, Speiser, Gemeinde rat Dr. Plaschk-e's, dcc Präsident des Oe. F. B. Nationalrat Volker t, der Präsident des W. F. B.. Siegfried Deutsch, der Präsident d-s Fäd-ischen Sportveribandes Dir. Spiegler n-nd Frau, d'e Kom nrevzialräte Kola und Basel, die Banivdirekt-oren Doktor Baue r, Dr. F. G. Steiner, Hugo Schwarz, Doktor Sinsheim.er, die Industriellen Brüder Herbst. Beer- Berison, Komanerziälrat Hochmnth n. a. m., zahlreiche Vertreter der Wissenschaft, der Kunst und Literatur. Nie Pfingststziele. Das Mingstprogvamm ist Heuer qualitativ kaum 5" überbieten. Nach den Engländern werden wir zwei hervorragende Vertreter des deutschen Fußballsportes begrüßen können. Zwei Spiele auf dem Amatour-Platz Hilden das sportliche Ereignis des heutigen Tages. Vorerst tneten Amateure und Hertha zum fälligen Meisterschaftsspiel an. Die O'ber-St. Beiter haben sich seit dom Beitritt Schaffers gewaltig verbessert, so daß man geneigt ist, sie in federn Tv.sftn gegen irgendeinen lokalen Konknrvertten als Favorit zu bezeichnen. Demgemäß werden auch der H.rtha heu-te nur Außenseiterchanoen ^gebilligt. Die Amateure würden aber unklug handeln, wenn sie die Favoritener untiorschätzen würden. Hertha -hat gegen Wacker gnl gespielt. Wir glauben, daß sie sich auch heute nicht leicht wird schlagen lassen. Ini letzten Spiel siegten die Ober-St. Bester 3:1. Schiedsrichter Braun. Das..Hcmptspiel sieht Wönix-Ludiwigshafen und Hakoah als Gegner. Der Meister der Pfalz, Phönix-Ludwigshafen, dem es gelang, die Hakoah anläßlich «einer Mettspielreise durch die Rhoinlande 1:0 zu schlagen, spielt zu Hanse eine sehr bedou- .iende. Rolle. Es gelang ihm 'heuer, die B.nirksmeisterschaft zum dritten Male hintereinander zu gewinnen, zum zweiter: Male «ft er N'hembezirkslneisti.'r. Nach der Erringung/der Pfälzkreismeisterschaft chatte die Mannschaft gegen den Meister des 'Odeniwalhes. dom Fußballklub Phonix (Mannheim), in zwei Spielen um die Rheinkreismoisterschcrft m kämpfen. Beide . Hpiele eydeftn zugunsten der Hüdwigshäfener bei einem Torsive-phästnis von 7:3. Als Adhemkrelsmoifter -gelangte di: Mannschaft in die Schlußrundenspiele um die deutsche Meisterschaft. Während das Spiel gegen den Mainkrnismeister, den Fußball- - verein Erfurt, mit 4:1 gewonnen werden konnte, gingen die. Spiele in Pforzheim und gegen die Spielvereinigung Fürth knapp verloren. Speziell in den Spiele gegen Fürth hielt sich die Ludwigshafener Mannschaft hervorragend tapfer und verlor dieses Treffen erst in .den lebten fünf Minuten . Damit schied die Mannschaft aus dein Beiwerbe um die de irische Meisterschaft aus. Die Aufstellung von Phönix in ihren hiesigen Spielen wird folgende sein: Bauer; Bechtel, Regele; Eb^t. Rillig, Hippner; Siller, Weber 1, Fleischmann, Weber 2, Grünaner. 'Ersatz: (Dnrsy. Kmpl. Avzus-Mgehör Prima. EtfapAL-Cerae tzdcr.aloch..Ter»«l« ÄiletWtek, \ ■Ifll M Lrinrn. Kanafa», 8lsi* imb Hofrurgchni, 'iöatta . . . - . , •, 1 J V? g I« ob. Mvaka-Cchaslvlllls'rft«, Ih TaNMAcxmcl. n. WktfuMr/ 1 -J fft g1 ■ Nock. u. Hoseataschrn MÄ«, «auasas, «otzhaar, W^ta i Sffioaipittf« Matze n« tu a«e« Garbe«, tt Große« Lager sänül. .Futterwaten u. Schneiderzüsehör zuchUWen Tagespreisen. FZWschuh, Wien VÄÄ L>D^ Provinzversänd gegen Nachnahvre. 'WW Telephon 53829 Von diesen.Spil7leM waren Bauer, Regele, Wsber 1, Weber 2. Fleischulann. Grumuer, Ebrrt und Rillig für den heimischen Verband wiederholt tätig. , ' Tie voin. Vortage ermüdete Hakoah wird z^egen den Pfalzfr:.:sm>':ifter keinen leichten Ptanh haben. Auf reden Fall wird die .Hakoah schwer zu känchsen haben, um sich ehrenvoll zu det,nnpten. Schiedsrichter. Vanenra. . In Floridsdorf in'!-:: einander heute F. Jl. C. und. Rapid . entgegen. In: lebte» Meisteri'chaftsspiel siegten die Hütteldorser mit 6:4 Toren. Der S. E.'Rapid hat von Slavia eine gewaltige Abfuhr erlitten, die nioralisch von schwerwiegenden Folgen sein kann. Der F. A. C. h.«k deshalb auch heul«: keine schlechten ^Aussichten, zumindest einen Punkt nach Hause zu bringen. Schiedsr'ichter Werner. Der Klub ist die Abkürzung für den 1. F. <£. Nürnberg), der morgen i» Hütteldorf gegen Rapw Mtvist.. Da tvie Gäste heute in Budapest gegen Ai. T. K. WW»'.)krage«.P« im morgigen Kampf das gle'.chle.Handikap wie .der S. C> Rapid, der tags zuvor gegen F. A. C. spielt/ Dm Süddeutschen fMt ihr berühmter Mittelläufer Kalb an allen Ecken und Enden. Mit ihm sind sie eine der besten Mannschaften des 'Kontinents, ohne ihm haben sie ihre liebe Müb:, sich, des.Ansturmes der Spielvereinigung Fürth zu erwÄiren/Imchi(rh^ stelle» die NürMerger auch ohne Kalb ein hochklassiges 'Deam, gegen das'sich Rapid in feiwex derzeitigen Verfassung mi schwer hchaupten wird können; Schiedsrichter' Wagrrer.T> . , Ein ztveites Gastspiel beftEt Phönix (Litdwig^afen) märgeni auf dem-Praterfport-Platz, wohci.denW. Ä. C.'hen Gegner ab geben wird. Da letzterer Verein ausgerrcht' ««treten kann, während die Gäste noch das Spiel vom'Bortag m den Glieddwn haben dürften, ist. es löicht 'Möglich, daß die Wiener-die Oberhand behalten: Schiedsrichter Kienzl. - . t . ' . ' ' MeisterschastSspirle. Da für die Pfingstfeiertage keine Meist-wschaftsspiele ausgelgst waren, nehmen zahlreiche jüdische Bereiire. an Rund-' spielen teil oder treten .in Fnmndschaftsfpielen f'.:. in einigen Gruppen gelangen auch ein-zelne rückständige Sp.ele. die zur Meisterschaft zählen, zur Austragung.- Vierte Klässig Nord: Neulerchenfeld—Wr. Viktoria (11 Uhr, Hclfort-Platz), Gränzweig. W i e r t e' K l a s s e G ü d o st: Prater S. C.—Vortvärts (halb 2 -Uhr, FeuerwehrPlatz). Kvlin. Bie rte Klasse West: H. A. E. Nordstern—^lustria (halb 6 Mr, H. A. E. Nordstern-Platz). Leuttwr. Makkabi (Mährisch-OstrM) ifl Wien. Den. beiden Wischen.Vereinen Menorah und Makkabäa ist es gelungen,, eine kombrni>evte. Manm'chaft des Mährisch- .Ostrauer MaKabi nach Wien W briirgen. Die Ostrauer sind die erste jüdi-schr Mannschaft der Tschecho-Slowaksi. die in Wien antritt. Die Gegner des Makkabi. Menorah und Makkabäa. repräsentieren ziemlich' gleiche SpieDärke; beide Ä.reine sind technisch gut durchgebildet und nur wegen der größ'ren Routine ist dä: Mannschaft der Meworah etwas höher ernzuschätzen. Mit Rücksicht darauf, daß die Ostrauer nicht mit ihrer kompletten Mannschaft daS Spiel bestreiten,, ist der Ausgang als völlig unaeiwiß zu bezeichnen. Wir hoffen. >daß ein großer Teil der südischen Sportgemeinde diesen Spielen beiwohnen wird, um dem Brudervereiu der Tschecho-Slvwakei einen herzlichen Empfang zu benaiten. Sonntag spielt Menorah um halb 11 Ubr auf dem /F^M'Ävchr-Watz. Montag um halb 6 Uhr Makkadaa gnf dein Hakoah-Platz gegen die Gäste. Schiedsrichter Grünevt, ihezw. HavAek. Am 'eite« um halb i Uhr auf denj e Vereiue gÄ siätter. , . FrermdschastAspiele. An Mnepl MlMpiel ans dem B. A. S. lü-Platz beteUi'gl sich/der S. C> Hazalr; die anderen TeftMlhmeir sürd Norz MüMlia. .DcmpW und F. C. L81Ü. Die AuslosuAg ergaZ folgende "P aarung: Sonntag, halb 4 Uhr, Hazair—O. C. M10j halb 6 Uhr, Napnannw—Dempsw; Montag, halb 4 Uhr>. Hazäir^^-NornurÄNia f Halb si Uhr. Dcmpsep—F. C. ItUO, Dez südischie Verein Hat in ernsm Lsierturnier gegen drei dritt« klassige Gegner den 'Sieg errungen, er wird auch diesmal ehren« voll abschnei^n. . , , Zwei Wische Beoeine, Achdnth und Bar Kochba, spiewp Montag mit zwei Mannschaften auf,dem Sturm 14-Platz gegen« einander. Wir erwWm. Achdnth. An einem RnMPN Ms tzvck Strcrnl 16-Platz nehmen Cheruth, Adir, Neptun strmb. und die IuuiMurmchaft de, zweitNaMgLn HaEerrm' teil. Die Mischen Bern ne werden schwer kämpfen müssen, um siegreich zu bleiben. . 'Nach ZwöH-MNg fahrt der.S.. C. Lloyds wo a gegen den dortigen SportKnb antritt. Der jüdische Verein hat Miß Aussichten den Sieg zu erringen. Die Moriah spielt m Groß^EnzerLdorf gegen den dortigen Fußballklub. Der Ausgang ist ungewiß. Spich jAW« Vereine. I. A .S. Borochyw—Bar Kochba 1:0. Die Borochow« Mannschaft, konnte die FsmMaffigen sicher brsiegen. Dem Schnßpech der Stürmer war es znzuschreiben, daß Borochow big 'Ueberlegenheit nicht Mermnaßig zum Ausdruck bringen konnte. Das , Einzige Tor schoß Kahn nach einem Zuspwl von Selzer. Reserven 3:L. ' . , ■ HM». J« PliagßprogNMw. Der S. C. Hakoah veranstaltet geminfam mit dem Ws« ner Ulround S. C. ein Rundfprel, das an den beiden Pfingft« feiertagen auf dem Hakoah-Platz pt Austragung gelangt. Durch das Engagement des Makkabi (Mohr.-Ostrau) erfährt die Ber« anstaltüng ein irvternationales Gepräge. Als vierter Teilnehmer kommt eine kombinierte W. A. C.-Mannschast m Betracht. Spieleinteilung: Pfingstsonntag: einviertel 10 Uhr, Hakoah— W. A. C., halb 11 Uhr, Mrkkabi—Mround S. C.; Pfingstmontag: einviertel 10 Uhr, Allvound S. C.—W. A. C.. halb 11 Uhr, Makkabi—Hakoah. Um über die Spielstarke der Makkabi heut« .einiges zu erwäyken, dient folgenver Vergleich. Ter Brünner .S. C. unterlag dem Makkabi mit 4:1, die Brünner wieder schlugen unsere spielstarken Vereine Hakoah und Lehrersportveremnung mit 3:2, bezw. 3:1. Aus den Resultaten eft W ersehen, daß sich die Hakoah und der Allround S. C. sehr anstrengen werden müssen, um gegen die Ostrauer. erfolgreich ab« l akoah-Spieler Landesmann, Erwin Nossig, Alfred Rossia, die wegen der Vorfälle beim Spiel Hakoah—Fünfhaus 'gesperrt wurden, erhielten, vom österreichischen Hockeyverband für das internationale Treffen gegen Makkabi Währ.-Ostrau) Spielbewilligung. ' Der Magyar Hockey Club wird zu Pfingsten zwei Wett« iele in Wien äüstragen. Heute, viertel 11 Uhr vormittags, ritt er gegen die Mannschaft des Wiener AmäteurEprtvereWS in St. Veit an, Pfingstmontag, vormittags, gegen die Lehrer«, sportvereinigung auf dem Lehrer-Platz. In den bisherigen Spielen des Magyar Hockey Nubs in Budapest gegen die. führenden Wiener Mannschaften haben die Ungarn sehr Me Resultate erzielt. So konnten sie gegen de» Wiener Amatmr-Spdrtverein 6:1, gegen den B. f, B. spielen. ' 11 Hans Wiener, der fnchaithische Hockeyspieler der Hakoah, hat sich mit Fräulein Alice Bauer verlM. c.« ii.uu.l/fR| ' (85. Fortsetzung.) David Alrch. Roman von Disraeli (Lord Beaeonsfield). Ans. dein Englischen übersetzt von.G. U n n a. . Bedachte diese Pfähle vön Palmenholz; sie sind spitziger als'eine Lanze! Die schvecklichste Vergeltung, 'welche Menschenüvitz ' für ^Verbrechen erdenken konnte, wartet dein. Und doch reichen alle Strafen der Menschen nicht an deine Verbrechen heran. Erwarte sie in vollem .Maße erst von jenett hMschen Mächten, durch deren schwarze Mitwirkung du solches Unheil bewirkt hast. Deine Strafe ist öffentlich, dcunit jedermann erfahre, daß der Schuldige ihr nie entgcht,' und daß, wenn dein Herz nur im geringsten von Mitleid 'wegen deiner zahlreichen Schlachtopfer durchdrungen ist, du heute durch das freie Bekenntis der nnwiderstchlichen Mittel, mit denen du sie verführtest, diese Schlachtopfer dop dem peinlichen und ^schmachvollen Ende befreien kannst, 'das ihnen jetzt um deineAvillen droht. Höre,.versammeltes/ BÄk,.>dre unend-' Ache Gnade des Stellvertreters Allahs! Er gestattet dein Msrwicht, seiny Untaten zu bekennen und durch'sein GelstäNdnis seine ungbüMchen Schlachltopfer zu. retten. Ich 'sprach es. Wlah sei Ehre!" ' - Und 'das BoA rief: „Er sagte es. Er ^fägte es. Allah M Ehre! Er ist groß, er istl grM und MHammed ist fein ^Prophet!" " „Darf ich sprechen?" — fragte Alroy, als der Tumult Nachgelassen hatte. Der Klang feiner Stimme -erztvang sich .allgemeine^ Msimerksamkeit. Mp Arslan nedgie Mstimmend fein Haupt. ,/König von Kavasme. Hier ftche ich, vieler Verbrechen singeklagt. So höre , jetzt -meine Antwort. Mark sagt, ich fei ein Rebell. Darauf antworte ich: ich bin ein Fürst wie jbu, von.einem heiligen Stamme und weit älter als där jbeme. Ich schulde mieptandem Treue als meinem Gott^ und habe ich diese verlM so rnuß man nüch erst Noch darüber Mehren, daß Alp Arslan der-Rächer seiner Macht ist. Was deinen Gott und deimn Propheten 'betrifft, so kenne W sie nicht, sie aber wohl den Minen. Wohl weiß mau in jedem Staatt, daß mein Volk abgesondert steht von anderen Nattonen und trotz aller seiner Leiden immer so stehen wird. Weiter nun wegen der Gotteslästerung. Ich gehöre einem jahrhundertealten Glauben an, den selbst die heiligen Schriften deines Stammes noch verehren. Was die Zauberkünste betrifft, die ich verübte, und die Mischen Mächte,'mit demn ich es hatten soll, so wisie, Königs daß ich das Panier meines Glaubens auf den bestimmten Befehl meines Gottes, des großen Weltenschöpfers, erhob. SHkiÖ bedurfte ich da noch 'der Zauberei? Ms des Betruges durch kleinliche Feinde, da seine Allmacht mich MM? Mein Zauber war seine göttliche Eingebung. Bedarfs noch des Beweises, daß bei solcher Hilfe mein Volk sich scharen-' weise Wn mich versammelte? Die Zeit wird kommen, wo aus unserem alten Samen ein. würdigeres Oberhaupt erstehen wird, das selbst du, Herr, nicht wirst vernichten können. Was jene unglückliche Fürstin anbclangt, von -der Ihr,, wir mir's scheint, nicht ur.t mit großer Schonung .sprecht, so ist sie mein Weib, <t:t> fvOcra Willen mein Weilb, die Tochter eines Kalifenaber d.-ch mein Weib, obgleich Euve Pfähle sie ba'Id zur W' Ir: machen werden. Fch stehe wohl Nicht hier, um mich''wegen der Liebe eines Weibes zu bemnttvorten. Glaube mir/ Herr, sie überließ ihile Schönheit meinen entzückten Ärnttn unter keiner weiteren Ueberredunggls der,, wie sie. sich'für .einen Kriogeu und einen .König geziemte. Sonderbar Mag es .dir.aus demhm^rvnß. voWMren, ddß die Blume Asiens 'Von einem so niedrigen Mgnn« - gepflückt ward als ich bin. Aber bedenke,! die Launen des Glücks sind seltsam. Ich war nicht immer, was 'ich jetzt bin. Wir trafen früher auseinander. Es.gab einen Tag,'und das ist nicht alhMNge her, wo' ohne me Berräterei einiger Schurken/ die ich hier eMicke,- das WM wühl geneigt' schien, unser Los gerade untzüdrdihen. Hafte r^sMegt,; so vevsichere ich dir, ich hätte Mhr GnaMgei ’ - ' Der König der Chvbaresmier war der leidenschaftlichste aller Menschen. Er hatte nach dem Zuveden und nach den Weisungen seiner Räte gesprochen,. welche') ihm ^versichert hatten, daß' der Ton/ in..dem eit 'spUche, Älröy: bswegen würde, alles einzuMsMM) 'waS er verlange, und- Rsonders den Ruf der Wrstin Schirem zu retten, welcher es bereits gelungen war, Alp Arslan zu überzeugen, daß sie die Gekränkteste -ihres ganzen Geschlechtes war. Jetzt stampfte der .König der Ehovavesmier dreimal mit dem Fuße auf den Teppich vor seinem Throne und rief mit großer Heftigkeit: -„Bei meinem Barte! Ihr habt mich betrogen: der Hund hat nichts gestanden!" . Alle Räte und die obersten Heerführer und die Molla^ und die Imams und die Kadis und die vornehmsten Personen der Stadt waren m der größten Bestürzung. Sie berieten sich augenblicklich untereiMU-der und stimmten nach vielen Meinungsverschiedenheiten endlich darin überein, daß es, ehe man zum äußersten schreite, am geratensten sei, das zu beweisen, was der Gefangene nicht bekennen wolle. .So stand denn ein sehr ehrwürdiger Scheit aus, in . weite grüne Gewänder Meidet, mit einem langen, weißen Barte und einem Turban wie der Turm zu Babel. Der Ruf seiner Heiligkeit verschaffte ihm allgemeine Stille, ivährend er ein langes Gebet, sprach, worin er Allah-und-den Propheten bat, alle gotteslästerlichen Juden und Gianrs -zuschanden zu machen und Worte der Wahrheit aus dem Munde frommer Männer strömen zu lassen. Und nun rief der ehrwürdige Scheik alle Zeugen gegen David Alroy auf. Augenblick trat Kisloch der Kurde vor, und als er auf eine Echöhung gestiegen, zog der Kadi von Bagdad aus einem Samtbeutel eine Rolle und las eine Aussage ab. in welcher der ehrwürdige Kis-loch bezeugte, daß er den Gefangenen David Alroy zuerst in den Trümmern eines gewissen Ortes in der-MMe,.demSA1uPfwinkel-der Räuber, -deren Oberhaupt Alroy-gewesen, kennen gelernt habe. Daß er, Kisloch, damals ein angesehener Kaufmann gewesen und seine Karawane '-vondiesen Räubern geplündert, er selbst aber gefangen genonunen worden sei. In der' zweiten Nacht seiner EinßerkepUW sei. Alroy ihm in der Gestalteines Löwen erschienen und in der brüten in der eines. Stieres mit feurigen Augen. Er könne sich stets verwandeln. Er rufe oft Geftter herbei. Endlich in einer furchtbaren^ Nacht sei Eblis selbst mit einen: großen. Gefolge gekommen^ habe Alvoh wi-t dem Zepter'Salomo:^ Ben David beschenkt, und am nächsten Tage habe Alroy sein Panier aufgerichtet und bald vachher Haffan Subah Und deffenj Seldschuken mit sichtbarem Beistände Vieler schrecklichen! Dämonen gernordet. .. '.(Schluß lolciO