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Wiener Morgenzeitung · 1923-05-17 · Heft 1530 (17.5.1923) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1530 (17.5.1923)
Date
1923-05-17
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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»eite 2 Wien, Donnerstag Wiener Mprgen-ettrm-. 17. Mai 1923 Nr. 1530 Ae grüne gnternattomle. Die österreichische agrarische Woche. Die schweigende österreichische Der Arierparagraph ln de» Sommerfrische«. Die Agrarier setzten gestern sichre Bsvatungen, ntit einer " AensamnvdMg aller ländlichen Genolssenischaftsn fort. Der President der LMdWirtschästskammer, Zwetz» wacher, der die Tagung begrüßte, hiÄt wieder eine Rede voll rittWdiischer Ausfälle, mit denen er die Tatsache zu verstecken jucht, daß die Bauern die einzige Klasse, find, der das Unglück wS Krieges und dev Nachkriegszeit nur Mick gebracht ha-t. Er vandttz sich wieder gegen das „Nesde Wiener Tagflati" und erklärte: „Nicht die Landwirtschaft ist schuld an )er Touemny; man will von den eigonMchen Schuilldvge>n absenLon. Die Gewinne, die an einem Tag an der Börse Ccht werden, sind viel größer als die gesamten Sparein« der heimischen LcmAwirtschast." Nun ist es bekannt, pelch großen Prozentsatz gerade das bäuerliche Kapital zmn »ttidan Börsonfpiel stM. Aber davon spricht freilich Zwetzfach« nicht. Er schloß vieLnrchr seine AuSjiühvunys« mit den Vorben: „Das walie Gott." Regverungsrat Dr. Liebmayer hob hewor, daß di« ^agechausyenossenschaift grt>t fundiert und snr alle Zeiten gesichert ist. Im Kriege habe die Bauernschaft für die Krieg SfnTe ilh e eine Summe cmfgebracht, die in P-aPierkronen - ^900 Milliarden anSnmchsn würde. Die Banernbank, die tn Herbst ISA gegründet wurde, habe den Genossenschaften durch Eskomyte^redit große Dienste geleistet. Es bestehen derzeit 42 Jägerhäuser mit 16 Filialen, 860 Raiffeisenkassen, f80 Milch- und Molkereigenossenschasten, 33 Wcidegenossenjchalften, 20 Rinder- und 31 Pferdozuchtgenossenschaften, 10 Winzer-, 12 sonstige und 3 ZenivcÄgonossänschaften, zusamwen 1069 Genossonschastm. Die Raiffeisenkassen n-nd die Gejwssenschaften sind, wie der Redner hervorhob, von der sVarenarmtsatzstener und der Zwangsanleihe sesrei-t. Die Genossenschafts-ZeniraVasse besitze namhafte terstsckte Reservefonds, die ans fremden Taschen stammen. Diese Kvsse, welche 80.000 Aktien der Banernbank besitzt, ist auch zu einem Drittel Miteigentümer des Matschakerhofes in» Wien, was ungefähr einer Mlliarde Mtifpricht. Um di« AussWhrungen Zwetzbachers über das Börsenspiel, die von den Bauern nicht gevn gehört werden, zu derdecken, kam sodann der Abg. Hofer znm Wort, der als Ob- ■fswa des Verbandes der landwirffchaMichen Genossenschaften ßriedevösterreichs auch der BooLachkev ander Börse ist. kr sagte: Der gesamte Geldumsatz deS DepbaNdes betrug im vorßahr 328 Milliarde, in den ersten vier Monaten dieses Fohres ruad 412 MHiarden. Ueber seine TatWert an der Börse teilte er fobgvnH; mit: . .Mas an der Front der ArMeriebeobüchbor war, das ist, ore vom Verbaude eingesetzte Person an der Börse..Sie LiberwaA von. AugeMick zu Augenblick dve emkvetende Konjunktur an der Bmse." Dieses Fachmann koste zwar fchv viel GeLd, ab« es Mime sich. Er wolle keine. Ernzvlheiten bringen, da diese sonst leicht.in der.OeffenÄichkeib znm Nachteil der Landwirte an-sgenützt werden könnte«;., man müsse vorsichtig sein. Er trat schließlich für den Ausbau des Genossenschaffswesens sin. . Der Vorsitzende des Auffrchksrates. der. -Genosienschafts- Lentvalkasfe, Aby. Gruber, beantragte, die Rechnungsileyung für 1288, die mit einem Reingewinn von 27 MMgnen schließt, Während der Umsatz 80 Milliarden betrug, zü genehmigen. Auch dies« Redner wies aus die Angriffe gegen die Landwirte hin uäd sagte: ,Mrr sind nicht gewillt, uns derartige Verleumdungen bieten zu lassen, denn es ist eine Erfindung, Wenn gesagt wird, daß die Bauern nichts anderes zu leisten hätten, aW Grammophone zu kausen, ich. sehe auch keine Bauern im Automobil, aber die.Juden von der Couleur des ,Menen Wiener Tagblattes" sehe ich reysdnäßig drinnen." Nach einem Privatbericht des ,Mend" erinnerte Grub« voran, daß emmal Schönerer dom „Neuen Wiener TaMatt" einen unliebsamen Besuch abgestattet habe und daß Schönerers Gorst in den Köpfen vor Landwirte noch lebe. Damals wurden solche Dinge noch bestraft. Die Red.) ,-Gehen wir auch einmal vor das „Neue Wiener TaMrtt", ries er unter lebhaftem Beifall der Versammelten. „Wir sind nicht mehr gewillt, uns von solchen Leuten eine derartige , gemeine, niederträchtige Verleumdung gefallen zu lassen." SchlieU-ich schlug er vor, daß die Landwirte das ,Meue Wien« TaMatt" boykottieren sollen. Es wurden sodann alle Berichte einstimmig genehmigt. Bei den Wahlen in den Vorstand wurde Kvnsistovialrat B auch inger zum Obmann, Staatssekretär a. D. Stö ckler und Gemvalra-t M a u e r zu Obmann-StellMrtrötvrn einstimmig wiH-ergewähIt; desgleichen Nationalrat Grub« znm Obmann und Dechant Trimmel zum ObmE-Stellvevtroter des Auffichtsrates. Der Vorsitzende, Konsistovialrat Bauchingvr, hielt das Schlußwort: „Wir sind keine Feinde'der Konsumenten, keine Feinde der Gewerbetreibenden, sondern nur Feinde d« Schieber, der Wucherer und des unnützen Zwischenhandels. Wann wir es ldahvn bringen, daß eine organisatorische Verbindung dos gesamte« Bauernfta nde s der ganzen zivilisierte Welt Platz greift, haben wir einM Völkerbund der Staatsvrhalter, die ihre Scholle und Heimat lieben, geschaffen, von dem arrch die ganze Zubu-nft genesen kann." Im Anschluß an diese Beratung fand eine Tagung der ländlichen Bu-rschenvereme statt. Ein Herr aus Staasdors, namens.Bandion, erstattete das Referat füp die „beiden Diözesanve-Mlnde des RelchsbundeS der. katholisch-deutsche« Jugend Oesterreichs". Es folgte weiter ein MAchwlrtschaftStag, auf welchem über die unvernünftige Ha-ndhabunL des Preis-- wMevetzgesetzes BeschwerdeWM wu rde. -y. W i e n, 17. Mat. ■ Wie im Vorjahre so hat auch in diesem . Jahre eine Anzahl.bön Marktgemeinden und Städtchen , in dem lieblichen Berglanderbund die Staats grün dgesetze außer Kraft gesetzt. Es wurde die Vermietung von Wohnungen an jüdische Familien verboten, in einigen Orten auch der Aufenthalt jüdischer Sommerfrischler auf einige wenige Tage beschränkt. Urkund dessen: Der Gmoadorstand. Es . ist zu raten, daß die jüdische Bevölkerung diesmal das gegen sie beliebte Prinzip der Solidarhaftung akzeptiere und die ganze Gegend zwischen Men und Buchs einschließlich aller so kostspielig gewordenen Bewunderung der Naturschönheiten den Bodenständigen, und was sich zu diesen rechnet, überlasse. Das zu tun ist ein einfaches Gebot der Selbstachtung, das zu begründen wohl überflüssig wäre. Aber tvas dies« Sache vorn Standpunkt der Rechtsgleichheit einen ganz attderen Charakter verleiht, ist die Haltung der hohen Regierung, die doch von Natur aus — sollte man meinen — zur Wahrung der Verfassung, der Freizügigkeit und der sonstigen neuzeitlichen Erfindungen der Gesellschaftsordnung berufen wäre. Wenn die Anhänger 'der grünen Internationale den Anblick ihrer Düngergruben für so wertvoll halten, daß sie ihn schlankwegs zu einem Belang des deutscharischen Volkes stempeln, so mag das mit der Größe der vorjährigen Kartoffeln oder dem guten Ausfall irgend einer Weinernte, die ja bekanntermaßen auf die geistige Ausbildung der nächsten Gerrerationen sehr mäßigend einwirkt, erklärt und entschuldigt werden. Aber die Regierung hat nicht das Recht, solche Rechtfertigungsgründe gelten zu lassen. Sie hat das Gesetz zu schützen und seine Verletzer, auch wenn sie in der Bezirkswahlkommistion eine wichtige'Stimme führen, unnachsichtlich zur Verantwortung zu ziehen. Wenn sie in Wien jüdische Kaffeehausbesucher durch Razziakommiffionen in Schrecken fetzt, ihnen drei tschechische Kronen abnrmmt und sie dann noch zu Sieuergefällsstrafen verdonnert, fo kann man nicht einsehen, weshalb nicht die Bezirks- Haupt m a n n f ch a f t e n angewiesen werden sollen, von Zeit zu Zeit die Dauern und die Bürgermeister auf ihre Kenntnis des Gesetzes zu kontrollieren und Beschlüsse solcher Art im kurzen Wege altzustellen. Es handelt sich nicht, wie wir gleich bemerken wollen, um den Schutz der Juden vor Beleidigungen, sondern um den Schutz des Gesetzes. Das ist schließlich die Aufgabe der Regierung, der sie unter allen Umständen entsprechen mu^, wied« nicht der Juden lvegen, sondern um der Autorität des Gesetzes Respekt zu verschaffen und nebenbei auch die Bildung von- PrajudizMen zu verhindern. Heute sind dem Gemeindehascha von Kre/ms muttst er. oder Spitz, die Juden unangenehm, morgen wird irgend' ein Tiro I rr Wastt die' Anwesenheit von Lutherischen als konfeffionelles Aergernis' empfinden. Solche Dinge haben im'alten Oesterreich wiederholt die Behörden beschäftigt und der betreffende Bilajetsvorsteher hat stets alle Hände doll zu tun gehabt, die Sache einzurichten. Das ist, wenn es Protestanten betraf, imm« geschehen, weil eben in den Wiener 'Zentralstellen Leute saßen, die die Wirkung auf die Oeffentlichkeit gut abzuschätzen wußten. In dem Oesterreich von heute scheint es solche Rücksichten nur dann zu geben, wenn man beim Ausland Hllfe sucht. Bei den Anleihen zum Beispiel spielt der Arierparagraph keine Rolle. Und so oft ein Regierungsrepräsentant zur Frage des Fremdenverkehrs Stellung nimmt, pflegt gleichfalls der Judenpunkt zu fehlen. Nach außen hin Kulturstaat, nach innen Hakenkreuz! Wir empfehlen diese Sorte von Sanierung der Aufmerksamkeit der jüdischen Oeffentlichteit. Dar Hakenkreuz la Baden bei Wie«. Baden bei Wien ist einer jener österreich'rschen Kurorte, in welchen die jüdischen Kurgäste bisher von antisemitischen Bexationen verschont geblieben sind.. Dieser Umstand erklärt sich unschwer aus der Tatsache, daß der Prozentsatz der .jüdffchen Kurgäste in Baden besonders groß ist und daß die Badener ein sehr unmittelbares Jnteveffe .daran haben, die Juden, welche sich entschließen, sich in Baden ein« Kur zu unterziehen, mit allem Entgegenkommen zu behandeln. Nunmehr will, wie es scheint, auch in Baden der dank der Munifizenz des reichlich von den Geldern jüdischer Industriellen gespeisten Geheimfonds des österreichischerk Jridustriellenbundes so sieghaft vorwärtspürmende Geist des Hakenkeuzlertums festen Fuß faffen. Davon konnte man sich am vergangenen Sonntag beim Kurkonzert überzeugen, welches diesmal infolge der kühlen Witterung in: Kurheussaale abgehalten wurde. Der Badener Musikdirektor, ein Herr W i e ß m a n n, seines Zeichens ein gewesenes Mitglied der Badener deutschnatwuale« Siudentenverbmduug Herulia, nahm nämlich den Zionistisch« Bezirkssektion Leopoldstadt Jeden Donneratag zwanglose Zusammenkünfte für Mitglieder und eingefuhrte Gaste Heute Donnerstag den 17. Mai 1. J., 8 Uhr abends, im Cafe Fetzer, IL, Praterstrasse VORTRAG Gemeinderat Dr. Jakob Ehrlich: Anlaß wahr, um sein Konzert zu einer Demonstration za benützen, welche an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig, -läßt. Das Programm des Konzerts, welchem natürlich ein zahlreiches jüdisches Publikum beiwohnte, brachte als erste Nummer die Hymne der besagten hakenkreuzlerischen §e*;. rulia, welche niemand anderen als den Herrn Musikdirektor ■ , selbst zum Komponisten hat. Und damit die Kundgebung völlig offenkundig werde, waren die ersten Sitzreihen von. detttschnationalen Studenten in Kappe und Band besetzt Außerdem ivaren noch etliche deutschnationale Korpora-, tionen und Badener Frotrtkämpf« zu dem Konzert erschienen, welches auf solche Weise den Gharakt« einer Manifestation trug. So brachte detrn die letzte Nummer des Konzerts ein Studerttenliederpotpourri, um in die „W a ch t a m Rhein" auszuklingen, welche von dem zum Publikum gewandten Herrn Wießmann dirigiert und von den attivesenden Deutschnationalen, die sich erhoben hatten, mitgesungen wurde. Ein kräftiges ,/H e 11!" machte den Abschluß der im Badener Kursaal ungewohnten Kundgebung, zum Erstaunen der zahlreichen jüdffchen Gäste, die sich von dieser Seite keiner politischen Manifestation versehen hatten. Ob diese das Vorspiel zu einem entschiedeneren Vorgehen gegen die Juden bilden soll, wissen wir nicht. Es ist aber jedenfalls sehr merkwürdig, daß man der Badener Kurkapelle, beziehungsweise chrem Dirigenten, die Möglichkeit gibt, die Musik in einer Weife zu verwenden, welche eine deutliche Brüskierung der jüdischen Kurgäste darstellt. Die Badener Kurkommission wird man stagen müssen, ob ihr Kapellmeister das Rocht hat, durch ein musikalisches Programm seine antijüdische Gesinnung znm Ausdruck zu bringen, und ob er dies mit Wissen und Billigung der Kurkomntission tut, die im übrigen nichts dagegen hat, daß zahlreiche jüdische Kurgäste ihr teures Geld in das keineswegs billige Baden tragen. Wenn man es in Baden schon, versteht, Wohnungen zu Wucherpreisen an Juden zu vermieten, so sollte man doch wenigstens verlangen dürfen, daß diese vor Kundgebungen bewährt werden, die sie, wie übrigens mehrfache Zuschriften an uns beweisen, nur als antisemitische Provokatton auffassen können: Auch sonst scheint es nnt».d« bisherigen Badener Ge mütlichkeit nicht am besten bestellt zu sein. So wurde vor einigen Tagen ein jüdischer Kaufmann in der Abendzeit, völlig grundlos von Haken kreuz lern auf der Straße überfallen und derart zugerichtet, daß er bewußtlos liegen blieb Und ins Spital gebracht werden müßte. Denn nicht umsonst streut Herr Urban seinen Geheim-' fonds mit vollen. Händen aus. Es wird auch schon für Baden etwas absallen, wenngleich Herr Urban mit Rücksicht auf. seine jüdischen Zahler, die ja eine gewisse Vorliebe Kr,: Baden als Somtneraufenthalt bekunden, gerade dieses eigentlich zur „Freizone" erklären sollte. Sin AnrlSndemcht. Die Großdeutschen gehören der Regi«ung an und' nehmen teil an der Verantwortung, die sie für die Rechtsentwicklung in Oesterreich vor der heimischen Bevölkerung- und vor dem Ausland trägt. Diese Verantwortung wiegt um so schwerer, als die gegenwärtige Koalition die Kre-' dithilfe des Auslandes angerufen hat, das na-- türlicherweise nur einem Staat Geld leiht, dessen Verhältnisse klarundeindeutig sind, also keine Intervention des Auslandes provozieren. Die Großdeutschen sind and«« Meinung. Sie machen dem Samerungswerk Schwierigkeiten, wo immer sich eine Möglichkeit bietet. Eimal Hetzen sie die Beamten gegen die Regierung, das anderemal beschimpfen sie unnötigerweise und Wider jede Raison einen der Kreditstaaten. Wenn sie gerade nicht damit beschäftigt sind, so sorgen sie für die Hakenkreuzler. TeilZ mit Geld, teils — man verzeihe das harte Wort — mit Gefft. Diese Tätigkeit hat ihnen in der „Neuen Freien Presse" des Benedikt den ehrenden Namen der Klugen und Gemäßigten eingetragen. Wie klug und gemäßigt sie sind, das beweist ein Gesetzentwurf, den sie durch den Oberhollabrunner Gymnastalprofessor Zeidl« im Nationalrat eingebracht haben und der praktisch bezwecken soll, daß die ausländischen geisttgen Arbeiter in der Industrie, im Handel, im Zeitungswesen, in der Kunst usw. ruiniert oder ausgewiesen werden sollen. Natürlich spielt hier auch Rafft und Sprache, das neue Walhallämotiv, seine Rolle. Im einzelnen bestimmt der Gesetzentwurf, der, wie grotzdeutsch mitgeteilt wird/ nach langen Erwägungen und Rücksprache mit maßgebenden Faktoren ausgearbeite.t wurde, daß für äusländffche Arbeitnehmer, welche nach denr 1. Juli 1914 in das Gebiet der Republik gekommen sind und vor der. Kundmachung dieses Gesetzes die österreichi- ' sche Staatsbürgerschaft nicht erworben haben, die Arbeitgeber 50 Prozent der Gesamtbezüge durch die Krankenkassen für Zwecke der Arbeitslosenunterstützung abzuführen haben. Das ist fürs erste der aufgelegte Frttterneid jener geistigen Arbeiter, die sich vom Numerus clausus eine Belebung der österreichischen Knltur im Sinne ihrer Tasche erhoffen. Fürs zweite aber wäre dieses Gesetz die offenkundigste Provokatton aller Staaten, von denen sich das österreichische Großdeutschtum geistig nährt. Man stelle sich nur vor, was es bedeuten tMrde, wenn diese geistigen Arbeiter durch jenes Beamtentum ersetzt werden sollen, düs im Horntk-Prozetz so furchtbar kompwmttttert wurde! Man stelle sich vor, was es bedeuten würde, wenn die zuagrasten Schriftleiter, die nicht deutsch önnen, freie Hand bekämen und Milenkovich die Fidschikultur ungchsmmk predigen könntet .; . ' ' i

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