Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1529 (16.5.1923)
- Date
- 1923-05-16
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2979076-2980477-2980610--14772-3001538- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Veite 0 Wien, Mittwochs IMagung. DaS von mir bis vor kurzem geführte Äoscher-Neslaurant „Eeniral". 2. Bez., Tabvrttrahe 8 s, ist in den Besitz des Herrn Franz Manhart übergegangen. Anläßlich meines Ausscheidens aus diesem Betriebe spreche ich meinen geehrten Gästen und Freunden den wärmsten Dank für das mir stets entgegengeLrachte Zutrauen aus. Gleichzeitig gebe ich hiermit bekannt, daß ich das seit Jahren nicht mehr betriebene Grand-Restaurant National, 3. Bez., Taborstraße 18 (Eingang durch daS Hotel-Vestibül), erworben habe und dasselbe nach vollständiger Nemenovierung am 10. Juni d. I. eröffnen werde. Ich werde bemüht sein, meine P. T. Gäste in jeder Beziehung zu deren vollsten Zufriedenheit zu bedienen und bitte dieselben, mir auch in meinem neuen Wirkungskreis das bisher gezeigte Wohlwollen zu bewahren. W. Spritzer, Restaurateur. (Entgeltlich.) Diese Teppichpreise offeriert nur das Teppichhaus Weitzner, 6. Bez., Mariahilfer« ffraße 105. Teppich für Villa- und Landwohnung 190 K., Speisezimmertepöich Perserart 690 K., Bettvorleger 15 K., Clotbsteppdecken 175 K., Laufteppiche 18 K., Flanelldecken 45 K., Wandteppiche 29 K., Bettgarnituren hübsch gestickt 190 K., Leinentischdecken 65 K. Gute Qualitäten. Preise in Tausendern. _ (Entgeltlich.) Vereine. Vorträge und Versammlungen. Jüdischer Führerkurs, 3. Bez., Castellezgasse 35. Morgen, 7 bis 8 Uhr, Hans Engel (B. I. I. W.)r Mandertechnik. II. 8 bis 9 Uhr abends, Dr. Z. Schwarz: Jüdische Geschichte. IV. Es wird um pünktliches Erscheinen gebeten. — Jüdische Tischgesellschaft Landstraße. Heute, 8 Uhr abends, im Cafä Ilion, 9. Bez., Löwengassr 39, Vortrag Dr. I. Schalit: „Zur Lage im Zionismus. Gaste willkommen. — Zionistische Sektion Innere Stadt. Heute, pünttlich 7 Uhr abends, Cafö Siller (Mezzanin), Ausschußsttzung mit wichttger Tagesordnung. — Jüdische TischgesellschaftJnnereStadt. Heute. 8 Uhr abends, Cafe Siller (Mezzanin), Vortrag des Herrn Dr. Emil Reich: „Aus den Anfängen des Zionismus in Wien/ Gäste willkommen. — Der VereinTikwath Jehuda bringt heute in seinem Vereinsheim, 8. Bez., Bennoplatz 1, im Rahmen seines zweiten Theaterabends drei Einakter zur Aufführung. „Eine florentmische Tragödie" von Oskar Wilde. „Ter Ernst des Lebens", ein Spiel von Felix Salten; „Frühere Verkiältniffe", Posse von Johann Nestroy. Anfang präzise 8 Uhr abends. Restliche Zarten an der Abendkasse. Technische sMuseum. Morgen, halb 5 Uhr nachmtttags, Lichtbildervortrag von Professor Franz Stanze!: „Die Wiener Weberei." Gaste willkommen. Urania. Heute: Großer Saal: Halb 3 Uhr: Schülervortrag: Wunder des Himmels. — Salzgewinnung. 5 Uhr: Nordland. Halb 8 Uhr: G'schichPn aus'n Wienerwald. -—KleinerSaal: Halb 6 Uhr: Dr. Karl W i t t h a l m: Hebbels Frauengestalten. I. Halb 8 Uhr: Priv.-Doz. Walter A n d r a e (Berlin): Der Turm zu Babel. — K u r s s a a l: Halb 7 Uhr: Dr. Robert K l u m a k: Anleitung zur Himmelsbeobachtung. I. 8 Uhr: Dr. Rudolf Wagner: Botanische Landschafts- und Reisebilder aus Afrika. — K l u b f a a l: Halb 6 Uhr: Dr. Karl Witthalm; Hebbels Frauengestalten. l. Halb 8 Uhr: Mia Förster- Freund: Aus eigenen Schriften. _ Austritte aus dem Judentum. Jellinek Gerhard, geb. 5. Oktober 1915, Raab, XU., Meidlinger Hauptstraße 27. Wagner Maximilian, geb. 8. Oktober 1901, Wien, Wehrmann, XVI.. Fröbelgasse 56. Keßler Anna, geb. 29. August 1915, Wien, XX., Hamwvergasse 16. Köhler Fritz, geb. 1. März 1897, Wien, ll., Obere Donaustraße 35. Kras Johanna, geb. 22. Juni 1908, Agram, Schülerin, XVIII., Am Schafberg 203. Jellinek Berta Aloisia geb. Cuk, geb. 4. Mai 1891, Marburg, Erzieherin, Xli., Meidlinger Hauptstraße 27. Jellinek Jsabella, geb. -6. Oktober 1917, Wien, Xli., Meidlinger Hauptstraße 27. Pollak Erwin, geb. 9. Oktober 1896, Brünn, Privatbeamtec, VII., Kandlgasse 32. Wechsel Emil, geb. 10. Oktober 1877, Wien, Privatbeamter, IX.. Liechtensteinstraße 80. Doktor Kowanitz Karl, geb. 21. März 1895, Reichenau, VI., Köstlergusse 7. Jsraelski Siegmund, geb. 19. September 1922, Wien, Nikolsburg. Koch Perl, geh. 19. August 1901, Klosterneuburg, H., Hofenedergasse 4. Glücksmann Melitta, geb. 5. August 1898, Wien, II., Ferdmandsstraße 31. Reiß Frieda, geb. 25, Oktober 1893, Wien, II:, Kleine Sperlgasse 8. Lusttg Ilona, geb. 13. Juni 1906, Wien, II., MLsstraße 4. Mordechai Paul, geb. 1. Jänner 1894, Wien, II., Glockengasse 6. Neugebauer Margit, geb. 20. Dezember 1885, Wien,!>., Rembrandtstraße 15. Römer Helene, geb. 22. Dezember I960, Wien, Hl., Obere Weißgärberstraße 6. Ing. Fuchs Richard, gell. 14. März 1897, Turdossin, V., Wiedner. f auptftraße 98. Job Alexander, geb. 9. Oktober 1885, Budapest, Ramperstorffergasse 11. Ernährung. Ae LebensmUelmartte. veberreiches Angebot an Gemüse. Die Grünwarenmärkte sind augenblicklich so glänzend beschickt. wie sie es schon lange nicht waren. Namentlich mit Sa4at sind sie förmlich überschwemmt. Neusiedler Salat war gestern sowohl her Bahn als auch in- Wagen r.-ach Wien gebracht worden, außerdem kamen Salatsendungen au8 Budapest und Kärös. Die große Menge wirkte preisdrückend, immerhm kostete noch ein Häuptel im Durchschnitt 400 bis 1500 K. -Auch Kartoffeln waren reichlich angeboren. Neben alten Kartoffeln aus der Dschecho-Slowabei standen große Quantitäten von Frühkartoffeln, zur Verfügung, die sich im Preise gleichfalls etwas ermäßigt haben. Besonders groß war auch das Angebot an Butter und Erern ans Ungarn. Mit Rücksicht auf die bevorstehenden Feiertage wird aber allenthalben noch der Versuch gemacht, die hohen Preise zu halten. Auf dem Fleischmarkt haben sich vorgestern im Engrosverkchr mittlere und mindere Sorten von Rindfleisch um 2000 K.. Kälber um 1000 K. pro Kilogramm verteuert, dägegen) wurde:? Ziegen und Speck um 1000 K. pro Kilogramm bulrger. Die .Kleinhandelspreise blieben sowohl in der Großmarkthalle Äs auch aus den übrigen Märkten gestern noch unveranoert. In der Großmavkthalle waren 18 Waggons mit vermiedenen Fleischgattun-gen eingetroffen. In St. Marx war der Boritenviohmarkt sehr gut beschickt. Der Gesamtauftrieib belief sich nach Schatzungen in den BormittaaSltnuhr» «ns metzr als 2800 Stück, _ Wiener Morgerizetturrg._ Mhne und Kunst. Mali Pieon im Konrödienhaus. Die amerikanisch-indische Qperetiendiva Mali P i c o n gastiert auf der Durchreise nach Paris mit ihrem Partner Jakob Kalich samt Ensemble vom 26. bis inklusive 29. d. im Wiener Komodienhaus in der Operette „Zipke Feuer". Der Vorverkauf hat an den Kassen des Komödicnhauses bereits begonnen. Der jüdische Liederabend, der heute in der T o p n b«ehalle, 20. Bez.. DeniSgasse 33. unter der künstlerischen Leitune; des Herrn Bernhard Scharrer stattfirdet, beginnt präzise dreiviertel 8 Uhr abends. Es wirken mit die Damen Hillda Dulitzkaia, 5Avra Kwartin. Elitz und Balltz Stein und die Herren Direktor I. Deutsch und Marco Gold in. Im Wiener Vergnügungspark findet heute Mittwoch den 16. Mai ein großes Fest stakt. Unter der Devise „Das Fest der MoiWnigm" soll eines der schönsten Pariser Feste in Wien eingeführt werden. Die schönste Frau Wiens wird durch Wahl zur Maikönigin evkoren. Für das Fest herrscht reges Interesse vor, da es mit zahlreichen Mlusti-gungen. Dal champetre (Tanz im Freien) und Koriondolikorse zu einer fröhlichen venezianischen N"cht zu werden verspricht. (Entgeltlich.) Singspiele in der Urania. Die lebt« Wi derholuno der mit so großem Beifall anfgenommenen Singspiele ,/Ter Hochzertsbraten". ,-Die MaienÄniom". „Die Zauberveige" findet am 23. d. um bÄb 8 Uhr im Großen Saale der Urania statt. Gesellschaft zur Förderung moderner Kunst. Haute um Ist Uhr vormittags eröffnet die Gesellschaft zur Förderung moderner Kunst in Wien im Oesterreichischen Museum (Wollzrile 4L) ihre erste interne Ausstellung, die den Werken des MalerS Beia Uitz gewidmet ist. Die Ausstellung bleibt vom 16. d. bis 17. Juni an Sonn- und Feiertagen von 9 bis 1 Uhr. Dienstag. Donnerstag und Fr itag von 9 bis 2 Uhr. Mittwoch und 'Samstag von 9 bis 6 Uhr gebffnet. Gastkarten zu 4000 K. Mnsikwoche in Berlin. In der Zeit vom 2 bis 9. Juni findet in Berlin eue Musikwoche während der in einer Anzahl großer musikalischer Veranstaltungen symphonische Werke der hervorragendsten österreichischen Komponisten unserer Zeit zur Aufführung gebracht werden. Tie Bibliothek der Sarah Bernhardt. Ans Paris berichtet der „Poster Llotzd": Di« Versuche, all? ungünstigen Gerüchte über die -Vermögensverhältnisse der jüngst verstorbenen Künstlerin Sarah Bernhardt. bezr-rhungSweis« ihrer Familie, zu lougncn, waren vergeblnch; denn die Tatsachen dementieren jetzt die Dementis. Schmuck. Möbel und Bilder der Tragödin müssen verkauft werden, und in erster Reihe soll die Bücher.i zur öffentlichen Versteigerung gelangen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß ganz a -u ß e r -o r d e n t I i che Vreisc erzielt werden dürften, denn einzelne Bücher mit den Widmungen der Autoren müssen die Bibliophilen zum Ankauf animieren. Bon großem Interesse sind beispielsweise die Widmungen V i c t o r H -u g o s, der die Künstlerin als „Königin" ansprich: .und im Jahre 1877 in einem Briefe — der einem Merk des Dichters beiliegt — folgende Worte schreibt: „Madame! Sie sind entzückend und groß. Während das Publikum Ihnen gestern begeistert applaudiert«, hckbe ich geweint. Sie w'ckten diese Tränen; sie sind also Ihr Eigentum, und ich lege sie huldigend zu Ihren Füßen nieder." Neben Victor Hugo nähmen zahlreiche andere Dichter -das Wort. Coppee zeichnet in jedes seiner Bücher die Widmmrg ein: „D:r un-vevgleichttchen Künstlerin — ihr alter Fround." Ueberschwenglich wie immer ist d'Annunzio. Ein Beispiel seiner Deditationen soll folgen: „Dem unvergleichliche Genie, der Wie.dererw:ckerm von Racines Phädra, widme ich in treuer Ergebenheit meine Plstidra. diese brüllende Löwin auf zwei Beinen." Sehr hübsch sind Zeichnungen — Karikaturen —, die Rostand dcr Künstlerin übersendet, dan'nter eine ü'bermagcve und eine überfette Sar^h Bernhardt. Wertvoll Autogramme aller Art enthält, wöe schon diese Andmt.ungen erraten lassen, die Büchcrei; -nt den bemerkenswertesten gehören die'enigen von Dumas fils. Sardon Loti, Mistral, de Äisle und M i r b e a u. Alle berr'ibmten Namen des französischen Schrifttums der le^'en fünf Dezennien sind -in der Bibliothek zumeist -mit eiger.händigen Widmungen vertreten. Allerdings werden diese Merke bald in den Besitz der reichen Mäzene übergeben, die mit ihrem Golde die Schulden der to^n Künstlerin hoffentlich vollständig zu lbegleichen imstande sind. Aus den Theatern. Burgtheater: Morgen um 2 Uhr „Antonius und Kleopatra". Akademie! beat er: Morgen um halb 8 Uhr .Aunbrrry" von Oskar Wilde. Raimund-Theater: Täglich Dschirikowas Schauspiel „Die Juden" mit Emanuel Reicher. . Deutsches Bolkstheater: Morgen um 7 Uhr Anton Ohorns Klcstersttück ,Aie Brüder vor.« Sankt Bernhard". N o l a r«d -Bühne. Heute Mi' woch um halb 8 Uhr ge-liangt ,$fl aison Grünwal d" von Hans K o t t o w. mit Eugen Iensen als Nußbaum, erstmalig zur Aufführung. i-— ^---——■ ■, ■ — WIENER KOMÖDIENHAUS IX., NUSSDORFERSTRASSE iiiiiiiiiiiiiiiimiimimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiitmmi Nur 4 Tage! Samstag-,■ 26., Sonnen'■■■, 27.,Montag, 28 u. Dienstag, 29. Mai GASTSPIEL P Zur Aufführung gelangt: ZIPKE FEUER Operette in 4 Akten von Jakob Kalich Musik von Rumscltinsky Beginn */a8 Uhr KARTEN VORVERKAUF an Öen Kessen des KOMÖDIEN» HAUSES und in den THEATERKARTEHBUREAUS Heute Mittwoch, */ 8 Uhr abends, in der Toynbee-Halle, 4 XX., Denisgasse 33 iier Heiler Mitwirkend: Die Damen: Hilda Duh'tzkaja (Gesang), Elsy Stein (Geige), Vally Stein (Klavier); die Hc ren: Direktor J. iJeutsch tGasang), Marko Goldin (Klavier). Künstl.Leitung: bernh. Scharrer 16. Mai 1925 Nr. IVLS tzerichtssaal. Wie e-vveicht man die ZngrhöckzkÄt zu einer Nass:? Der RcchiSanwalt Dr. Jsaias Banedikt Stovfer aiu,^ der Bukowina, >der nach dem Zusammervbmch AuSÄuder geworlden war, wurde mit feinem Optionsgasuch für Ovsteroeich mangels Nachweises der Zn gehör igke-it znr deutschen "lasse angewiesen.' Er brachte nun gegen das Bu-nde^ninüste^wm für Inneres eine Bsschüverde beim Derwa>lbm>gS^r:cht§h2fe ein, vor welchem der BeschwecheverroetLr Dr.-Ignaz Ohrnstein a'.tSMrte: Die bekannte VollizugSanv.e'snng AaberS verlange faßbare Merkmale" der Zugehörigkeit zur deutschen Rasse, ohne aber anzuigebm. worin dies: f-r^barim Merkrnalle bestehen. Nur für die Zugehörigkeit de: Spache nach seien faßbare Merkmale (Dchnlzengnisse nisw.s a-ngv.-eben. Das Miniisdermm müsse dem Optionsweribeh'kanna ben, ans welche Art er die R-assm-zugehörigLei: nachz-vweisen habe. Der Derwaltungsgerichts!hc»f (Vorsitzender Präsident Doktor Schuster) e«kannte auf Abweisung der Beschverd: hob m der Degr-ünjdung hervor, der Verpflichtung zur Deckung de- Ersostdern-dsscS durch faßbare Mcrömale könne sich der Options- Werber angesichts der nach dsm Gesetze ihm Miegend:x BeweiZpiflicht nicht dadurch als enth/om boirachtm. daß in der VoHuaSanweisiUng keHne näheren Vorschriften dar'ilber angegeben sind, in welcher Weise der Nachweis der RasseHu-gühörigkeit 'zu erbringen ist. — Der weise B:rwÄ-tuWs'eri'b''sh-f sollte doch einmal deutlich sagen, was er unter Raff: und Unter „faßbare Merkmale" versteht. Daß der Waber dienicht getan hat, tarnt doch den Schuster Nicht envlasten. Erstempelte Krone — 0.0078Vi Centime«, Auszahlung Wien 0.0078 Centimes. In Zürich notierte die österreichische Krone . . 0.0078 (0.0078 am 14. Matz die österr. gestempelte Krone 0.0078*/, ( 0.0078’/« am 14. Mai) die tscheckische Krone . . . 16.48 ( 16.52*', am 14. Mai) die Mark. 0.0127 ( 0.0119 am 14. Matz Holland . 216.90 (217.75 am 14. Mai) New-Pork ........ 554.— (556.- am 14. Matz London .... . 25.65 ( 25.69 am 14. May Paris . 36.85 ( 36.80 am 14. Matz Mailand ........ 27.- ( 27.- am 14. Mai) Belgrad. ( 5.80 am 14. Mai) Bukarest.. . ( — am 14. Matz Sofia.. 4.40 ( 4.45 am 14. Matz Budapest ........ 0.10 o k->- o am 14. Matt Warschau .. 0.0116 ( 0.0116 am 14. Mav virtschastsnachrichten aus PalSftina. Im „Cmnmercial bulletin" vom A. April d. I. finde« wir eine Anzahl bemerkenswerter Nachrichten über das Mrt» schastsleben in Palästina veröfsenllicht. Der Reiseverkehr. Die politisch Unsichere Situation in der Türkei wirkt mt» günstig auf den TouristenverLehr in Palästina ein. Während Jerusalem im Jänner dieses Jchres von etwa 100, im Februar von etwa 1400 Touristen besucht wurde, unteMiebe« i>m März zwei größere Reisen, an welchen je 500 Touristen hatten tefluchnien sollen. Der Dampfer „Rotterdam" brachte statt 700 bis 800 Touristen nur eine geringere Zahl. Während Jerusalem im März 1922 von 2613 Reisenden besucht wurde, belief sich deren Zahl im März 1928 nur auf 1967. Ein- und Ausfuhr von Nahrungsmitteln im Jahre 1922. Im Ichre 1922 hat PMstina Nahrungsmittel und Ge» tränke im Werte von 859.090 Pfund ausgeführt. Der wichtigste Exportartikel waren Orangen (1,238.899 Kisten im Werte von 933.695 Pfund), Melonen (für 83.016 Pfund), Weizen (für 73.993 Pfund) und Gerste (für 54.088 Pfund). Daß es sich hierbei schon um ganz anschnliche Ziffern handelt, wird klar, wenn man die erwähnten Zahlen in österreichische Währung umrechnet. So betrug der Wert der Oran>gen» ausfuhr allein 110 Milliarden österreichische Papierkronen oder etwa 8 Millionen Goldkronen. Bedeutend größer a:s die Ausfuhr war allerdings die Einfuhr von Lebensmitteln nach Palästina. Die wichtigster, hiervon waren Weizenmehl (für 151.016 Pfund), Reis (fiir 143.477 Pfund) und Kartoffeln (für 36.020 Pfund). Der Tabakverbrauch Palästinas. Im Jahre 1922 wurden nach Palästina für 201.^« Pfund Zigaretten eingeführt und nicht ganz 1 Prozent dieser Quantität ausgeführr. Die Gesamteinfuhr von Zigaretter«, Talbak und Tabakprodukten überstieg die Ausfuhr um 246.043 Pfund. Schordiese Ziffern, ganz abgeseh:n von der Schaffung neuer Arbeitsgelegenheiten und anderen Momenten, lassen erkennen, welche Bedeutung der Frage des Tabakbaues in Palästina zukommt. Der Leiter deS Ackerbauamtes veröffentlicht rnn vorläufige Jnstru-ktwü-en für den T-abakanbau, in denen einleitend bemerkt wird: „Die im letzten ^Jahre vom Ackerbaudepartement angestellten Versuche haben ergeben, daß Palästina einen guten Boden für die Bebauung mit türkischem Tabak darstellt. Es besteht die Möglichkeit, sehr gute Qualitäten zu erzeugen, die mit den türkischen und griechischen Tabaksorten auf gleicher Stufe stehen. Voraussetzung ist dabei jedoch, daß nicht mit veralteten Methoden gearbeitet wird :md die Ergebnisse der Versuche sowie die daratrf beruhenden Anweisungen des Aüerbauamtes entsprechend beachtet und befolgt werden." Im fosgenden gibt das Ackerbauamt dann eingehende In« strurtionen üver den zum Tabakbau geeigneten Boden, über di»