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Wiener Morgenzeitung · 1923-05-16 · Heft 1529 (16.5.1923) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1529 (16.5.1923)
Date
1923-05-16
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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M. 1629 Men, Mitttvoch_ Tagesbericht. Hermann Sternthal. Geboren am 16. Mai 1828. Bon Professor Dr. Rosenfeld. „Ich saß rn Gedanken vertuest, das Buch, tvelchvs eben Gche Gedanken angevegt hatte, aus den Schoß gesunken, den Finger da etngMemmt, wo ich vom Lesen ms Denken ui>ergvgangen war..." So leitete Stein thal einmal die Schilde- «Mg eims Erlebnisses ein, und so sehe ich chn vor mir aus 'dem Katheder des kleinen, zu ebener Erde gelegenen LchrfaaleS der Berliner Universität. DaS kleine, schmächtige Riünnchen Mit dem Men Gellchr-tenkopf, Locken uinb Bart schneeweiß und wie auS Stein gemeihe/lt. Hinter den scharfen BMen- Käsern das milde, .stet» suchende Forscherange. Iy der Riegel em Buch in der Hand, um eine Stelle zu erläutem oder als Beleg anKusühren. Und sodann 'in Gedanken vertieft, von der Wellt des Buches der Wirklichst eNtWvt, lange, stille Minuten, oft fünf oder gar zehn, darin weiterlesend — bis er mit einem Worte der Entschuldigung sich dem Auditorium wieder zuwendet. Die Ehrfurcht, mit Eder die stets gut gelaunte Hörerschaft die Studentenlsstte des Scharreus mit den Füßen zu- «ückstellte und es trotz ihres Unibeschäftigtseins unterließ, den „vom Lesen ins Denken" übergegangenen Professor an ihre Nnwesercheit zu gemahnen, gaib dem . jungen Studierenden die erste Ahnung von der außerordervtlichen Bedeutung dieises MaMes. ChcoMm (Heyma.M oder Hermann) Steinthal war seit 1850 Dozent für Sprachwissenschaft und Mythologie an der Universität Berlin. 1896 zum Professor für allgemeine Sprachwissenschaft ernannt, hatte er seit 1872 an der neu gegründeten Hochschule für die Wissenschaft des Judentums m Berlin die Lehrkanzel für BWbexoge.se und RÄigionsPhiloksophie inne. In Gemeinschaft mit seinem Schwager und Geistesverwandten Moritz LazaruS (dem ersten jüdischen Universitätsrektor). ,begründete er im .Jahre 1860 die Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft und legte hier den Grund zu der modernen Gefellfchaftslichve oder Soziologie. Er starb am 14. März 1899. Seine gründlichen und bahnbrechenden Forschungen erstreckten sich aus die Gebiete der Sprachwissenschaft und Philosophie, insbesondere der Seelerilchre und Ethik, sowie der Bidelwissenschaft und Religionsphilosophie. Er war Vollbürger zweier Vaterländer: Deutschlands, genauer der deutschen Wissenschaft, und des Judentums. Den Reichtum, den er aus diesem geschöpft hat, dankte er ihn: nach Kräften, in dem von allem, was er geschaffen, ein-Heller Reflex auf sein Volk und dessen Kultur zurnckfiel. In einem Aufsatze im vierten Bande der Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland führt uns Steinthal ln die Mische Schule seiner Vaterstadt Gröl> zig im Auhaltischen, einer Gemeinde, in welche frühzeitig etwas vom Geiste Mendelssohns gedrungen war. Am Vormittag trieb man daselbst ausschließlich Hebräisch, an den Nachmittagen alle anderen Schulgagenstände. Der Lehrer, Baruch Herzfeld, an der herzoglichen Franz-Schule in Dessau herangebildet, bot dcn Wisse niZduMgm so viel als er selbst besaß. ,^8on der französischen Revolution und Napoleon," 'erzählt Steinthal, „lernte ich sehr wenig, denn ich war ein Feind aller Kriege." Nach achtstündigem Schulunterricht nahm der zarte Knabe noch Privatstunden in Französisch und Englisch. Und in einer in den Mitteilungen vom Deutsch^Jsraelitifchen Gems'mdebunde abgedruckten „Iugendermnenmg" führt uns Stvmtlhal in der Synagoge seiner Heimatgömeiinde umher. Er geigt uns ihre Pracht und ihre Herrlichkeiten, die von einem Luxus zeugten, der in keinem DechMtnis stand zu den geringen Glücksrittern derer, die in ihr beteten. Dann sagt er: ,/Das steht hier alles so trocken, wie ja auch in der heiligen Schrift die Geräte .des Zeltes und Tempels nur trocken beschvieben werden. Ich hoffe aber, der Leser wird begreifen, wie das alles das Gemüt des Knaben hob, wie es ihn mit frommem Stolze und mit frommer Demut füllte, mit religiöser Andacht und sittlicher Scheu." Er schildert dcn Kol nidre-Abend, den »Msche bow". „Ich hörte die Tochter Zions un-aufhaltsam weinen in der Nacht und sah die Träne auf ihrer Wange, sah sie trostlos, vereinsamt, ruhelos, hilflos . . Das Erlebnis dieser Keinstädtiischen jüdischen Schulstube und der heimatlichen Synagoge gab dem gesamten künftigen Schaffen und Wirken Steinthals. die Richtung unh ließ ihn zeitlebens nicht mehr los. Das Erlernen des Hebräischen und -er frcmden Sprachen — in gewissem Grade zählte auch das Deutsche zu diesen — führte ihn zur Sprachwissenschaft; der Geist der Bibel und des Talmud und seine gefühlsmäßige Wb- Neigung, von Kriegen zu hören, zur Ethik und der völkervcreinenden Gefellschastslchre; seine Eindrücke in Elternhaus und Synagoge machten ihn zum mystisch frommen Inden, für den es Inhalt und Aufgabe beS Löbens bedeutete, Gott und feinem Volke zu dienen. Eine tiefe Lisbe zum Judentum im Herzen, ging er daran, für seinen Teil mitzuhelfen, feinem Volke dc-n ihm gebührenden Platz an der Sonne der Kulturmmschheit zu svkämpftn. Steinthal war einer der ersten Sprachforscher in Deutschland. In feinem Buche „Die Sprachwissenschaft Wilhelm von HumVoldtS und die Hegeffche Philosophie" (1813), knüpft er an seinen Lehrer Humboldt an, um alsbald Mt eigenen Untorsuchungen fortzufahren. Insbesondere tvar es das Problem des Ursprungs der Sprache, das ihn, den Kenner einer Unzahl von Sprachen — dom Studium des Chinesischen widmete er sich drei Jahve lang in Paris und moisterle eine ganze Roßhe von Negerdialekten —, anzog. Ev suchte die Ur-- VERGNÜGUNGSPARK Dli'dkttoi*: Böbm-Bvomier Heute Mittwoch den 16.Mai: _Wiener Morgenzeitrmg. _ spräche nicht aus den höheren Seelentätigleiten des Menschen heraus, sondern um durch Prüfung der menschlichen Währnchmung zu erforschen. Den Vorzug des Menschen vor dem -Tie« sicht er nicht wie andere vor ihm in Religion, in staat». lichem Zusammenleben und cmdovöm, was man als Speeifica des Menschen betrachtet«, sondern in den Empfindungen 'er Sinne. Diese bevorzugten Sinne des Menschen lassen in diesem eine größere Intellektualität entstehen, das theoretische Interesse, welches zu nutzbringender Arbeit führt. „Die Arbeit erweckt neue Bedürfnisse und das Bedürfnis treibt zur Arbeit. Diese, ihre Ziele immer steigernd, verlangt Bereinigung bex Menschen und führt zur Gesellschaft, die einen Een Keim zur Erweiterung i>es Intellekts und namenMch zur Schöpfung der Sprache abgibt." So belauscht Stemthal die das Bewußtsein beherrschenden Gesetze in ihrer Werkstatt bei der Erzeugung der Sprache. Seine immense SpvachkenntniS befähigte ihn wie selten einen, die allgemeine Grammatik zu erforschen und eine wissenschaftliche Beschreibung der Statut des menschlichen Denkens und Fühlens zu geben. Bon der individualpsychologischen Betrachtung ging Steinchal alsbald zu der des Volkslebens über und suchte dieses unter sozialpsychologischer Perspektive aufzufassen. „Es. stellt sich neben die indlvi>duelle Psychologie," so sch Wert SteinHal seinen Wog, „als Fortsetzung die Psychologie des gesellschaftlichen Menschen oder der menschlichen Gesellschaft, weil für jeden einzelnen diejenige Gemeinschaft, welche eben ein Volk bildet, sowohl die jederzeit historisch gegebene, als auch im Unterschiede von allen anderen Kulturgesellfchaften die absolut notwendige und im Vergleiche mit ihnen die allernotweudigste ist. Einerseits nämlich gehört der Mensch bloß dem Menschengeschlecht als der allgemeinen Art an und andvers-eitS ist alle sonstige Gemeinschaft, in der er etwa noch sicht, durch die deS Volkes gegeben. Die Form des Zusammenlebens der Menschheit ist ebem ihre Trennung in WMer und die Entwicklung des Menschengeschlechts ist an die Verschiedenheit der Volker gebunden. Ans diesen Ausführuugen geht hervor, daß das Gebiet dieser neuen Wissenschaft (Völkerpsychologie) das GesamtAben der Menschheit bildet, sofern sich dieselbe schon in bestimmte Völlergruppen mit irgend welcher sozialer Ordnung geschieden hat. Die ganze Fülle des schaffenden Vvlksgeistes, die sich in Sprache, Mythologie, Religion, Recht, Sitte und Kunst offenbart, gehört in diesen weiten Rahmen hinein, es ist eine Kulturgeschichte idealen Stils, um die es sich hier handelt . . Unter der mächtigen Einwirkung zweier verschiedenartiger Faktoren wendet Steint'hal sich nunmehr der Ethik und Meltanschauungslehve zu. Einmal ist es die ,im Gefolge der Naturwissenschaften um sich greifende materialistische Philosophie, die seine idealistische Ueberzsugung zu ernstem Widerspruch re>:O, Mm anderen dev aufsteigeude Antisemitismus, vor dem er sich in der „Ethik" in fein Gemütsl-eben zurnckziehen wollte. Bezeichnend fürs seine rein Idealistische, mit seinem Mischen Optimismus eng verschwiftert« Wel'danschcvuuug ist auch 'die Art, in der er mit dem „Weltschmerz" und seinen literarischen Vertretern ins Gericht geht.' .Mollen wir mit dem Pessimismus die FeiMebt vertreten, das Nichts für das albfoliut Gute $u halten, aber doch den Sprung ms N-rchts zu unterlassen, dies bsch'Migend m'öt dem Vorwände, daß wir ja doch nicht alle bereden könnten, mit uns zu gehen, und echt sophistisch sovtifahvrnd, daß, wenn sich auch alle Menschen mit uns ins Nichts stürzen, vielleicht nach usn, sviiher oder später ein neues Menßchenigefchlecht entstehen würde, das unter denselben Uebeln litte, an denen wir kranken? ... (Schluß folgt.) AuflMns des HaMnkaffos für elettrifchen Strom. Eine seit langer Zeit von den Stromverbrauchern angestrebte Aenderung des Inkassos der Stromrechnungen wird in wenigen Tagen ist Kraft treten. Mit dem bisher^ geübten Brauch, die Rechnungen durch Handinkasso einkassieren zu lassen, wird ein Ende gemacht und die Verbraucher werden ihre Rechnungen mittels Erlagscheines, den sie gleichzeitig mit der Stromfäktura von den Elektrizitätswerken zugeschickt erhalten, direkt an die Werke bezahlen. Die Einzahlung hat binnen dreiTagen nach Erhalt der Rechnung zu erfolgen, da sonst die Anlage ohne weitere Verständigung abgeschaltet wird. Verteuerung der Bücher. Erst gestern haben wir auf Grund von Mitteilungen, die. aus reichsdeutschen Verlegerkreisen entstammen, darauf hingewiesen, daß durch die Bücherausfuhrkontrolle die Verteuerung der reichsdeutschen Bücher in Oesterreich vermieden werben könne. Aber die Gegner der Bücherausfuhrkoutrolle haben ihr Ziel erreicht und so kommt es, daß nach den offiziellen Mitteilungen des Börsenblattes für den deutschen Buchhandel seit gestern die reichsdeutschen Verleger Bücher nach Oesterreich nur zum Auslandspreise, in her Relation 1 Schweizer Franken ist gleich 9000 K., liefern. Dies ist die Antwort darauf, daß die Gegner der Bücherausfuhrkontrolle bisher das Inkrafttreten derselben verhindert haben. Dies verteuert die Bücher um mindestens 80 Prozent. Die Auslandskontrolle hätte nach den Vereinbarungen mit der deutschen Äußenhandelsstelle am 7. Mai in Kraft treten sollen. Zum schweren Schaden des bücherlesenden- und bücherkyufeUden Publikums ist bei uns der übliche „Einfluß" tätig gewesen, um das Inkrafttreten zu verhindern. Den Schaden trägt Wie stets das Publikum. 16. Mi 1923 _Seite 5 Meine Lokalchronik. Der Trafikeinbrecher Karl Führer wurde, gestern früh von der Trafikantin Wanreina auf dem Tiefe« Graben auf frischer Tat ertappt und nach kurzer Verfolgung festgenommen. Beim Kartenspiel geriet der Schuster Franz K a l a b mit seinem Partner Leopold U l o w e tz in Streit, in dessen Verlauf er von letzterem durch einen Messerstich schwer Verletzt wurde. Der unter dem Verdachte, den Raubmordversuch im Simmeringer Postamt begangen zu haben, verhaftete Bäckergehilfe Gottfried StrubinSky wurde steigelassen, da der Verdacht unbegründet war. Bei der Finna G o l d in der Kreuzgasse haben Einbrecher um 15 Millionen Kronen Waren gestohlen. In der Van der NÜllgasse' verursachte gestern ein Dachfeuer einen Schaben von 600 bis 400 Millionen Kronen. Bon den Dächern der städtischen Magazine beim Zentralftiebhof wurden seit längerer Zeit die Leitungen des Blitzableiter gestohlen. Am 11. d. gelang es, einen Verdächtigen festzunehmen. Zwei andere entkamen. Durch bas Verhör ist man einer ganzen Diebsbande' auf die Spur gekommen. gionistlscher Landerkomitee. Morgen um 8 Uhr abends findet die Sitzung des Zionisti» schen Landeskomitees statt. Der Direktor des Keren Hajessod Herr Dr. Berthold F e i w e l wird über die Tätigkeit des Kero« Hajessod berichten. _ * „Gel»n-he»sblütter" für Mittelschüler un- -Schülerinne». Der amtlich angekündigte Erlaß über die N e ur eg elung.deS schulärzlichen Dienstes an den Mittelschulen ist am 11. d. erschienen. Diesem Erlasse zufolge werben fortan zu Beginn eines jeden Schuljahres an die Eltern der ' neu eintretenden Schüler und Schülerinnen sämtlicher Mittelschulen besorldere Fragebogen ausgegeben, die, in allen Abschnitten ansgefüllt, dem Klassenvorstand zu übergeben find. Unter Zugrirndelegung der eingelausenen Fragebogen hat dann der S ch n l a r-z t sämtliche eingetretene Schüler und Schülerinnen einer ärztlichen Unters ü ch u n g zu unterziehen. Das Ergebnis jeder einzelnen Untersuchung wird auf besonderen „Gesundheitsblättern" verzeichnet. In . diesen ist auch jede von einem Schüler oder einer Schülerin in einem Schuljahrs durchgemachte schwere Erkrankung zu verzeichnen. Während des Schuljahres hält der Schularzt Sprechstunden für Eltern und Anstaltslehrer über gesundheitliche Fragen der Schüler ab. An jeder'Mittelschule ist ein besonderes Schularztzimmer mit den nötigen Behelfen einzurichten. Der Schulart hat auch eine belehrende Tätigkeit durch Vorträge (Wesen und Vermeidung von ansteckenden Krankheiten, Seuchen, Moholaefahr usw.) zu entwickeln und dieAbiturientenüberGeschlechtskrankheiten zu belehren. Endlich obliegt ihm die Aufficht jiber die gesundheitlichen Einrichtungen und Verhälüüsse des Anstaltsgebäudes. * Eröffnung -er zweiten SchülerarbeikenausfteNnng. Am Freitag um 10 Uhr vormittags wird die zweite Folge in der Schülerarbeitenausstellung im Gebäude des Wiener Stadtschulrates, Buraring 9, eröffnet. Diese Ausstellung bringt Schülerarbeiten aus dem Gebiete des Werkunterrichtes der Volksschule. Er sind Zeichnungen, Papierschnitt-, Modellier-, Holzun Blecharbeiten ausgestellt. * Todesfall. Am 14. d. ist Meviginalvflt Dr. GiOnnnd Löwenthal, im Wer von 60 Jahren -nach kurzem Leiden verschieden. *Veremiguna zionistischer Bankbeamter. Morgen umt 8 Uhr abends im Vereinsheim, 8. Bez., Bennoplatz 1, Beda (Dr. Fritz Löhner): ^AlteSundNenes aus eigenen Schriften". Gaste willkornmen! "Verein zur Versorgung hilfsbedürftiger Waffen der israelitischen Kultusgemeinde in ^Wien. Die dieNjährige Generalversammlung findet am 28. d. um 7 Uhr abends im Hause 9. Bez., Universitsttsstraße 4, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Tätigkeitsbericht. 2. Statutenänderung. 8. Wahl des Vor-- standeS. 4. MfälligeS. * Verlängerung der Ladensperre im LedenSmittelhandel. Das Gremium der Wiener Kaufmannschaft teilt mit, daß ab 1 5. d. b i S 1 5. S e p t e m b e r das Offeich alten der LebenSmittel-Detatlgeschäste bis 8Uhr abends, gestattet ist. * Zehnkampf der Mittelschule«. Heute findet um 8 Uhr vormittags und 2 Uhr nachmittags der volkstümliche Zehnkampf der Mittelschulen auf dem Sportplatz Ho-h e Warte statt. Es werden sich über 90 Schulen mit 400 Schülern beteiligen. Die Leitung hat Profeffor Gustav Bayr. * Wetterbericht. In Oesterreich ist über Nacht Trübung eingetteten, doch sind nur in den westlichen Teilen Oesterreichs nennenswerte Niederschläge gefallen. Nieberösterreich blieb bis jetzt ohne Regen. Im Laufe des heutigen Tages brach die Bewölkung zeitweise auf. Die westlichen Winde hüben neuerliche Abkühlung gebracht. Mittags betrug die Temperatur in Wien 13 Grad, in Graz 15 Grad und in Innsbruck 14 Grad. Voraussage; Meist bedeckt, etwas Regen, ziemlich kühl, westliche Winde. Trotz Warenumsatzfteuer — keine Preis. erhStznng! Infolge vorteilhaften Ankaufes. großer Warenbestände fft das wegen seiner Kulanz .bestrenommierte Kaufhaus Brüder S ch i f s m a n n, 2. B e T a b o r st r a ß e 48, in der Lage, Waschwaren, Damen- und Herrenwäsche, ferner Leinenwaren, Bettwäsche, Regenmäntel sowie original englische Frühjahrsstoffe für Damen und Herren in enormer Auswahl zu unerreicht billigen Preisen abzugeben. Nachstehend einige Beispiele: Prima Webe........ pro Meter 11.000 K. 8.500 K. „ Chiffon ....... „ „ 12.000 K. 8.800 „ „ Streifgradl ...... „ „ , 14.000, Bettzeuge.. „ „ 12.000 K. 9.800 „ Bettücher, 140 Zentimeter breit „ , „ 19.800 „ Matratzengradl... „ 28.000 „ Blaudruck „ „ 9,800 „ Etamine in allen Farben . . . „ „ 7.900 „ Damenhemden. ......... 25.000 K. 19.800 „ Damengarnituren (dreiteilig) ........... 98.000 Seibeninmper . 59.000 „ Cretonyemden (für Herren). 29.800 „ Unterhosen. 18.000 , Covercoats. 39.800 „ Englische Schafwollstoffe. 45.000 „ Regenmäntel .. 125.000 „ (Entgeltlich.) Wahl der schönsten Frau Wien» 3 Ppoi&e im Werke vnn 3 ÜSIinnen Yer.etianisclie Nacht mit Koriandolilcorso und Belustigungen fiäl champetre (Tanz im Freien) JäHF" Das grosse Varietdprogramm und zwei Kapellen

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