Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1528 (15.5.1923)
- Date
- 1923-05-15
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr^ 1888 . Wien, Dienstag Sine Reminiszenz on die AUre Vetter. Eine Szene, die sich am 30. Oktober v. I. in bitter Zelle es Polizeitgefangenhaufes abgespielt hatte, bildete gestern beim ^trafbezirkSgericht 1 den Gegenstand einer Verhandlung, in Welcher sich der Jüwelierssohn Walter Vetter wegen boshafter' Sachbeschädigung und wegen Wachebeieidignüg KU verantworten hatte. Der Angeklagte hatte sich -amals ebenso wie sein Vater, der Juwelier Adolf Getter, nrter dem Verdacht der Teilnahme an dein Juwelendiebstahl ter Mittrmger in pol'izeilicher Verwahrnngshast befunden. Ns er von einem Bierhör bei dem Polizeikommissär Dr. Maurer tn die Zelle Kurückgefi'chrt wurde, legte er sich auf das Bett jrioder und wickelte sich, da es in der Zelle sehr kalt war, mit )er Bettdecke die Füße ein. Der Polizei-Inspektor Werner pachte ihn aufnwvksam, daß die Bettdecke nicht zu diesem Zwecke da sei und nahm ihm schließlich die Bettdecke weg. Walter Getter geriet hierüber in sehr große Aufregung und pollte sich beim Polizeikommifsär Dr.' Maurer Wer die. Wegnahme der Bettdecke beschweren. Er klopfte um den vor der Tür gehenden Wachposten hoibeizmmfen zunächst sehr stürmisch an sie Zellvntür und, da der Wachposten nicht in die Zelle kam, chlug er schließlich die Scheibe des Guckfensters ein. Es erschienen nun zwei Wachleute in der Zelle, die, da Walter Wetter Immer aufgeregter sich geberdete und sich absolut nicht beruhigen ließ, den Häftling mit Eisen ketten fHthielten und ihn -ann in eine Isolierzelle brachten. Während der FeMnng soll jValter Getter die Wachovgane mit dem Ausdruck „H o r tch h- Pandite n" bezeichnet haben. In der gestern vor dem LaudesgeÄchtsrat Dr. Arie itattgchabten Vechandkmg «Märte der Angeklagte Walter Vetter, verteidigt von Dr. Leopold Plaschkes, er habe sich fn die Bettdecke emgowickelt, da es chm in der Zelle sehr fror. Kr habe dann, als der Wachmann mit der Bettdecke die Zelle Zerließ, allerdings sehr energisch an das Fenster des Guckloches geklopft, um den Posten herbeizurufen, wobei das dünne Glas des Guckfensters in Trümmer ging. Es seien dann mehrere Wachleute in die Zelle gekommen und hätten ihn zu Boden geworfen und am Rücken'mit Eisenketten gefesselt. Er sei Üerbei blutig geschlagen worden. Es.sei möglich, daß er en Ausdruck ,^orthh-BaMten" gebraucht habe, womtt er sagen wollte, daß die Wachleute mit chm es so machen wie die Horthh-Banditen mit Landau. Der Richter verurteilte schließlich den Angeklagten wegen Wachebelerdignng zu emer Geldstrafe von 600.000 K., eventuell zu 04 Stunden Arrest, sprach ihn dagegen von der Zam Prozeß Hornik-Oppenheim. Wir erhalten vom Vorstand der Organisation der Wiener Presse folgende Zuschrift: Im Prozeß Hornik-Oppenheim wurde in Verbindung mit Ausschreibungen Ärücks auch eine Persönlichkeit mit dem Beiwort »/Der Dicke" als Journalist bezeichnet.. An diesen Vorfall werden -in der Oeffentlichkeit Darstellungen und Urteile geknüpft, die geeignet erscheinen, das Ansehen der Wiener Jour-' naAsten zu schädigen. Die Organisation der Wiener Presse, in der, alle arvettnchmenden Wiener Journalisten ohne Unterschied der Partei vereinigt sind, sicht sich daher genötigt, sestzustellen, daß die in diesem Zusammenhänge genannte Persönl-ichkekt der Ovgaifatton der Meiner Presse nicht angehört. Lollswlrt. Vestenchelte Krone ---- 0.0078V4 Sentimes. Auszahlung Wien ----- 0.0078 kentimes. In. Zürich notierte die österreichische Krone . . 0.0076 (0.0078% am 13. Mai) diß österr. gestempelte Krone 0.0078l/. ( 0.0078% am 12. Mai) die tschechische Krone . . . 16.82% (16.64 am 12. Mai) die Mark. 0.0119 (. 0.0199 am 12. Mai) Holland ......... 217.76 (217.80 am 12. Mai) Netv-Yorkj........ 666.- (556.78 am 12. Mai) London ......... 26.69 ( 26.71 am 12. Mai) Paris .. 36.80* ( 36.75 am 12. Mai) Mailand ........ 27.— ( 27.10 am 12. Mai) Belgrad . . . . . . . . . 6.60 ( 5.80 am 12. Mai) Bukarest —.— ( —.—• am 12, Mai) Sofia. 4.46 ( 4.45 am 12. Mai) Budapest .. 0.10»/, ( 0.10% am 12. Mai) Warschau ... ... . . 0.0116 ( 0.0116 am 12. Mai) Me Iedisenprelse. In Zürich ist gestern die Reichsmark wieder empfindlich zuvückgvgangen. Sie notierte 0.01,16 gegen 0,01,33 am. 12. ,d. Auch die tschechische Krone hat eine leichte Abschwächung von 16;64 auf 16,6050 und Zahlung Wien eine solche von 0,007912 auf 0,0078 erfahren>Hingegen -besserte sich d§r s ran zösi sch «'Franken von 36,76 auf 36,80. Die übrigen fremden Zahlungsmittel wiesen unveränderten Preisstand auf. / Zufolge des Rückganges der Reichsmark auf -den internationalen Plätzen wurden die fremden Zahlungsmittel in Berlin ganz kräftig in die Höhe gesetzt. So stieg der Dollar von 42.992,25 auf 44.638,10. Das Pfund von 167.606 auf 208.726,96, der französische Frank von 28,2260 auf 29,1766, die Lira von 2076,76 auf 2204,46, der Schweizer § r ä nken von 7690,70 aus 7656,06 und die gestempelte österreichische Krone voy 58,7280 auf 61,05. Im gestrigen Wiener Clearing wurde die R e i ch smark von 1,66 auf 1,51 herabgesetzt, ferner waren der Dolla» «Ich das englisch« Pfund u-m e-im Me.iy.iMt HM- Wiener Morrgenzettrtng. ger. erhältlich. Die übrigen fremden "Zahlungsmittel blieben unverändert. . 0eJd Kurs vom 11. Mal Ware Geld Ware 4 27750.- 27850,- 27700,- 27800.- 6 731.- 733.— 741.- 743.- 6 731.- 733.- 741.- 743.- 8 1.60 1.70 1.74 1.84 4«/, 4019.— 4031.— 4034.- 4046.- 8 ii 12.70 12.80 13.20 13.30 8 327.- 32».- 329.- 331.- 8 11685,- 11715.- 11760.- 11790.- 5 13035,- 13065.- 13035.- 13065.- 3 327500.- 328101',—327200. — 327800.- 5'/, 10685.- 10715.- 10658— 10713.- 6 3438.- 3444.- 3366.- 3774.- 4 71000.— 71150.— 71025.— 71175— 5 4674.- 4683.- 4679.- 4691— 5 2112.— 2118,- 2112.- 2118— 7‘/, 580.50 581,50 571.50 578,50 41/, 18780_ 18820.— 18760.- 18889— 6 1,45 1.55 1.45 1.55 3 12778.- 12308.- 12738.- 12165—; Nachstehend' die offiziellen Notierungen: Giearingkarse der Österreichischen MIonaiäank vom 14. Mai 1928. Devisen (Schecks und Auszahlungen) Amsterdam f. 1 holl. Gulden » Agram 1 jug. Kronen . . . » Belgrad l Dinar . . ... , Berlin 1 deutsche Reichsmark . Brüssel 1 belgische Francs . , Budapest 1 ungarische Kronen » Bukarest 1 Lei. Christlanla 1 norweg. Kronen , Kopenhagen 1 dänische Kronor . London 1 Pfund Sterling . . . Madrid 1 Pesetas ...... Mailand 1 Lire New York 1 Dollar . ..... Pajis 1 Francs.. Prag 1 tschecho-slow. Kronen . Sofia 1 Lewa ...... Stockholm 1 schwedlscheKronor . Warschau 1 polnische Mark . . ZUrlch 1 schweizerische Francs . Noten amerikan. Noten v. 5 Dollar aufw, „ „ kleinere . » » Belgische Noten 100 Francs . » Bulgarische Noten zu 1000 Leva . n » 100 » , i g kleinere » Dänische Noten 100 Kroner » , Deutsche Noten zu 1000 Mark» . * * 7 »00 » » » » kleinere. . . Engl, Noten von 5 Livrest. aufw, n kleinere * » Französische Noten 100 Francs , Holländische Noten 100 Gulden , Italienische Noten v. 100 Lire aufw, » j, kleinere . . . Jugosl. Noten ungeat. zu 1000 Dinar » » » i* ioo . tt » . kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw, „! , kleinere .... Rumänische Noten zul000u.500Lei , , kleinere . . . Russ. Noten (Roman.) zu 800 Rudel » » ■ » » 100 p n p p kleinere . , Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs, Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow, Not. v.lOOOaufw, , „ kleinere . Ungar, Noten (neue Em.) zu lOOOKr. . . , zu 10.000 Kr. ... . . kleinere ..... 70675— 70975— 7C7CO— 71000— 70575— 70875— 70600— 70900— 3960— 3990— 3975— 4005— 559— 563— 550— 554— 539— 543— 530*— 534— 12890. - 12950— 12890— 12950— 1,51 1.81 1.65 1.93 325800*— 326800— 325500— 326500— 325600— 326600— 325300— 326300— 4615— 4645— 4620— 4650— 27800— 27830— 27550— 27750— 3402.50 3417.50 3332.50 3347.50 3382.50 3397.50 3312,50 8327.50 721— 725— 731— 735— 712!- 716— 721— II fg 11550— 11610— 11626— 11685— 1.22 1.52 1.25 1.55 1.17 1.47 1.20 1.50 >' 329— 331— 329— 331— 309— 311— 309— 311— 18570*— 18658— 18550— 18630— 12680— 12740— 12640— 12700— -10560— 10620— 10560— -10620— 2095— 2105— 2095— 2105— 2090— 2100.— 2090— 2100— 11.05 11.25 11.50 11.78 11*— 1L2Ö 1Ü45 1Ü65 Ser Seeverkehr Palästinas im Fahre 1822. Wie „Comlmerüial-BnilbÄiu" vom 21. April d. I. mitteilt, find in, dem niit 91. Dezember 1932 endenden, Jahre 1261 SeMchUe mit, eiSnem Rawingeha-lt von zusammen 27.488 Domnien und 526 Dampfer mit eiinsü Tonnage von 956.-995 Donnen in, dis Häfen Palästinas eiingebaufen. Im gleichen Zeitraum find 1246 Segler miit» -insgefaimlb 27.368 Dannen und 916 Dampfer mtt 949.702 TouMr RaumgehaA ans den Häfen des Landes ausgetfahren. Ans Wesen ZMern ergibt sich, daß es sich bei ven^ Segelschiffen meist um Küistenfahrzeuige Mischen 10 und 50 Tonnen hauldelt spurchschnMiich! gevechuet hat jeder SüKer vuud 20 Douineu), bei den DampsE um kleinere Fvachtdampsev zwischen 1000 und 2000 Tons. Auch der RaumgchM döv größeren PafsagierdaimpsVr geht Wer 4000 Tonnen fast uiemals hinaus. Der Dampferverkchr beschräM sich auf Wo' Häfen von Jaffa u-nd Haifa, die zuMch auch den, stävlsten Verkehr von Seigell>Wffem haben. Der Jafsaor Hafen imrde im.Monat März 1928 von 4L Dampife-rN mit einem DonneNgchalt von 87.954, M- MiWich der Segler von zusamm-en 64 Schiffen mi!t einetn RanmgchaL von 92.418 Donnen angelaufen; dev Hasen von Hacha van 43 Dampfchn mit 133E Tonnage, Mschvießl-ich der Segler von 69 Schiffen mit 150.003 Donnen. ' Van, den SeMevn warm im Jahre 1922 der Zahl nach etwa> 4 Pro-mt. der Tonnage nach etwa 10 Prozent, englischer Nationaliltä^ vm den Dampfern Kka 43 Prozent der Zahl mch zirlka 96 PrvAent der Douuagv nach. Die Dampfer gehörten zum großen Teil dev Prinoe Lim. Es ist zwar unKveifelhaft, daß der Schiffsverkehr PMstinas gegmIMer der Zeit vor dam Kriege eine Dermchrung und Belebung a-ufweist. Wie geringfügig ev tvotzdern ist, ergibt fich aus dem Vergleich mit dem Verkchr h einem nÄöversn fvanzöfischen oder >englischein Hafen, in dem die Zahl der vin- und Mslauf-anden Schiffe: im allgemeinen größer ist als in allM Häifm PiÄälftinias zu>saMMöngeuom!mvm Das ist auch ein Beweis dafür, daß Palästina em. wirtschaiftlich noch 'recht schwach eNiwickMes Land ist, da andernfalls der Seeverkehr, der gewöhnlich in gmaiwev Proportion zur allgemlsin^wirtfchchlichM Lage des Hinterlandes -wächst, bei der geographisch günstigen, Lage Palästinas schMch stärker sein wüßte. Der Hauptverbaud der Kaufmannsrhast fordert die Aufhebung der Preistreibereiverordnnng. Ein Tätigkeüsbericht der wirtschastpolitischen Abteilung der Mener PMzeidirektwn über das Jahr 1922. der sich unter anderem Wer die Wirkungen der Aufhebung der staatlichen Zwangswirtschaft M der EinsÄhrung des freien Handels auSsvricht. hat in den Kreisen der Kaufmannschaft berechtigte Erregung hervorgerufen. Dieser Bericht erklärt unter anderem» daß die- Aushebung ' der Zwangswirtschaft im allgemeinen mit Preisechöhurgen verbunden war. Cr sucht also die nominellen Preiserhöhungen, diesich als natürliche Folge und als Spiegelbild des Kurs.« Verfalles der Krone darstelben. zur Folgewir!kung,der Einführung, der freien Wirtschaft zu stempoln. Die UnrichtiMit und MllküÄichkeit dieser Schlußfolgerung braucht wohl nicht' dargestellt zu werden. Nicht minder frappierend wirkt eine zweite Behauptung dieser Wirtschaftspolizei, wonach nach Aufhebung der staatlichen Zwangswirtschaft eine „private Zwar.gswirtorgenzeuMg 15. Pai 1923 _Seite 7 schüft" durch Preisdiktat der kaufmännischen Verbände aufaerichtet wurde. Es müßte doch einer amtlichen Stelle, die sich mit der Preiskontrolle befaßt, bekannt 'sein, daß es kaufman-' Nische Kartelle in-Oesterreich nicht gibt.' Diese Bchauptung wirkt um so befremdlicher im gegenwärtigen Zeitpunkt, da info>lge der Stagnation der Wettbewerb unter den Kaufleuten . ein besonders intensiver ist. Eben mit Rücksicht auf diese Wirt, schaftliche Situation muß der Hauptverbai.d der österreichischen Kaufmannschast au' die Regierung erneut die Forderung nach Aufhebung der staatlichen PreiSregelung richten. Es . braucht Wohl nicht von neuem die Schädlichkeit jeder Art der staatlichen Nominierung von Preisen darMeÜt zu werden, die den Preis- «Mssen einzelner unlauterer ^Llemente nie wirksam Einhalt zu bieten vermochte, dagegen zu einer ständigen Belästtgung des legitimen Handels führt und ihrerseits Erscheii.ungen von so schädlicher volkswirtschaftlicher Wirkung,, wie es beispielsweise der Schleichhandel ist, züchtete. Es muß aber festgestellt werden, daß gerade beu'e “»"e Bora:s)etzun)en rur die Aushebung der restlichen Beschränkungen des freien Berkchres gegeben sind. Unseoe Valuta ist seit Monaten stalbMsiert, von einem Warenmangel, der immer als Motiv für die staaöliche Preisfestsetzung und Preisprüfung hingestellt wurde, kann nicht gesprochen werden. Trotz dieser Lage der Dinge aber hat Oesterreich noch immer die strmqste Preistreibereiqesetzgcöung Europas. Will mm, wie dies durchs die Sar-ierungsäktion angestrebt ist, zu normalen Zuständen znrückkehren. so müssen auch, wie Urteile ausländischer Wirtschaftspolitiker es besagen, di« heute besonders unbegründet und übersWffig evscheinenlden Beschränkungen des freien wirtschaftlichen Verkchrs aufgehoben werden. Der Hauptverband der Kaufmannschaft hat daher erneut an die Regierung das Verlangen gestellt, die Aufhebung der Preistreibereigesetzgebung ehebaldigst in die Wege zu leiten. Abnahme des österreichischen Banknotenumlanfes. Wie aus dem letzten Ausweis der Nattonalb.ank vom 7. Mai ersichtlich ist, hat der Banknotenumlauf um 76 Milliarden abgenommen und beträgt nunmehr 4601 Milliarden, Die Verbindlichkeiten aus dem Giroverkehr haben um 98 Milliarden zugenommen und betragen derzeit 225 Milliarden. Auch das WechselporiefeuiÜe weist eine Zunahme von 42 Milliarden auf und beträgt jetzt 753 Milliarden. Hingegen ist der Bavscha^ neuerlich kleiner geworden und hat 'sich um 19 Milliarden vermindert. Er bi'.rägt nui.mchr 1498 Mlliavden. - Wenn man den Bavschatz in rin Verhälinis zum Banknotenumlaui stellt, so zeigt sich, daß die ösierreichischru Banknoten noch immer zu zirka 33 Prozent gedeckt sind, was auch den Deckungsverhölinisten des Friedens entspricht. Di« Regelung der VorkriegsschMen. Gesstöm sind die Hevrvn Julles Vollante, VerkrÄ-er dos WgSschen Aus- Aaichsa-nÄes. -und Georges von Cudonhove, Verwester der BeilgiiMm Natiivinalbank. i>n Wi-on eäng-edroffün-, um nri!t den Mstandigen staMiichiün Stellen und der Gememide Wien BesPrechu-NM Wer di-e Durchführung der die RegMng der Vor- : krieiMchulden bslr-eiffeuldien Bestimmungen des FriedenÄvSrtivageS von SaiiM-Gerw-am abzuhaltsn. , Berlängemmg der Ladensperve am SamStos dm IS. d. Das Grelmium der Men>er ,Kaufm>ain>nschafb deiN miit, daß am Sa-mstaig dein 16. d. -iin Wien sämdlichen DstailljgeischäftSn Mt RücksWt auf dm wejg-Av der bevorsteheniden MwÄstsn erwm> tekein größeren Kuindsnanldvanig geistatitet ist, die Beitwiebe bis 7 Uhr abends offen zu halbm. Zillerthalbahn A.-G. Wie die,^Innsbrucker Nachrichten" melden, wurds bei der JMesvAstowimIl'nng der ZIMMHalbahu A.-G. seitens der bäueMchm Mivnäre der Antrag iejinaebracht, die Frachätiariife um 80 Prozent heVabyufetzrn mild die vsÄosten PriortM>en in Gold-ausguzahLen. Die Anträge wurden vom Vorsitzenden als nicht staAttÄnigeilnäß eiingebrächt -nicht zur Ve^arMvng zutzekasten. Me Versammlung >wuM insvPe des lärmenden Protestes -der AntvatgstÄlev Vorzeit^ geschvossen. ' Aufstempelung der Attien der Berkehrsbank. Das Nominale der Aktien der Mgemeinen Verkehrsbank wurde auf Grund des Zwangsanleihegesetzes von 280 K. auf 1600 K. erhöht. Die Aktionäre der Allgemeinen Verkehrsbank haben daher ihre Aktien zwecks Vornahme der Aufstemvelung entweder bei den Gesellschaftskaffen oder bei der Bank für Oberösterreich und Salzburg, Bank für Tirol und Vorarlberg, Westvank in Krakau, Ersten ungarischen Gewerbebank in Budapest, Ersten kroatischen Sparkasse in Laibach, Böhmischen Industrial- und Landwirtschaftlichen Bank in Prag, Mendelssohn u. Co. in Berlin, Lincoln Menny Oppenheimer in Frankfurt ä. M., bis 31. Juli l. I. einzureichen. Nach dem 31. Juli erfolgt die Aufstempelung nur bei der Gesellschaftskaste in Wien. __ (Entgeltlich.) Wiener Börse. Im Gegensatz zu den von manchen Seiten gehegten Er» Wartungen, daß die Börse zu Wochenbegmn ein sreur.dlichere- Gepräge aufweisen würde, zeigte der gestrige Markt ein Bild vollkommener Abschwächung, die sich namentlich zu Beginn stark äußerte. Die nur in Speku-Iantenkreisen bisher wahr» nchmbare Evttüchtevung ist auch beim großen Publikum bemerkbar gewovden. Anlderersetts hat aber auch die Kontermine die Gelegenheit zu umfangveichen Vorstößen benützt. Namentlich Staatsbahn und Alpine waren AntzrifssobjektL, Bei den Alpinen.Me die bevorstehende KapMSechöhung eine gÄviste ernüchternde Mrkung aus. Die Angriffe auf Staatsbchn wuvden von Budapester Kreisen unterstützt. So veÄoren Alpine im Verlauf des Verkehrs gegen die Vorwoche 81.000 K., Staatsbcchn 40.000 K. Auch die Wrvgen Werte bewegten sich in retrograder Richtung. Nur tschechische Papiere ließen eine lebhaftere Nachfrage erkennen. So sind Skoda auf ausländische Käufe um 70.000 K. gesttegen. Ebenso profitierten ans demselben Grunde PoldMtte 25.000 K. Wohl wurde, aus- . gehend von diesen Werten, eine gewisse Erleichterung des ' Marktes echofft, die aber erst an der Nachbövse eintrat. So str.d Südbahnprioritäten um 6000 K. höher gewesen. Bon den Bankenwerten verloren: Bankverein 7000 K„ Oesterreichische Kredit 8000 K., Depositenbank 3000 K., wogegen Länderbank 2000 K. profitierten. Im Schranken war diesÄbe flaue Stimmung zu^ konstatieren. Petrolvmnaktten wiesen zum Teil neuerliche Rückgänge auf. So verloren Karpathen 30.000.K., Galqia 1,000.000 Kronen, Schodnica 100.000 K, Fester dagegen waren Apollo um 56.000 K., Naphtha 30.000 K. Bon den galizischen. Werten notierten Ziliniewski um 146 000 K., Galiz. Montan um 46.000 K. höhrr. '^bcr auch ju^ollawische Werte wiesen Stet' gerungen aus. So Trifailer um A>i0 K., Krain'sckL' E'.ftn ujn 50.000 K. Alle tio vcu Schrau' o : - nottc'..-> durch» Wegs MSdria-c.