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Wiener Morgenzeitung · 1923-05-15 · Heft 1528 (15.5.1923) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1528 (15.5.1923)
Date
1923-05-15
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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*«¥J*V*P^¥i'^. y ©ette 8 Mett, Dienstag *Die Auswanderung nach Mexiko. Die mexikanische Gesandtschaft in Berlin erläßt eine Warnung vor Vertretern gewisser privater Ansiedlerverbände, die durch Vorspiegelung falscher Tatsachen Leichtsinnige zur Auswanderung nach Mexiko verführen. Bei dieser Gelegenheit sei daran ererinnert, daß der amerikanifch-jüdische Kongreß .im vorigen Jahre die Frage der Eignung Mexikos für . die jüdische Auswanderung gründlich geprüft hat und zu einem ablehnenden Beschluß gelangt ist. Auch auf dem Weltkongreß Micher Frauen hat eine der Delegierten Amerikas, Frau R azovskv, in ihrem Referat über das Verhalten der amenkanischeu Behörden und Regierungen gegenüber den jüdischen Einwanderern hervorgehoben, daß nach Mexiko keme jüdischen Emigranten gehen sollten. Besonders Mädchen und Frauen seien vor Mexiko gewarnt. * Jüdisches Gymnasium in Brünn. Ausländer, die am Jüdischen Reformrealgymnasium in Brünn ausgenommen werden wollen, haben der Direktion der Anstalt (laut Ministerial-Verordnung) bis 20. Mai zu überreichen: 1. ein mit einem 2 tschech. K.-Stempel versehenes Gesuch ans Ministerium für Schulwesen und Volksrultur in Prag um. Zulassung zur Aufnahmspküfung in die 1. Klasse des Jüdischen Reformrealgymnasiums in Brünn (vom Vater resp. Mutter zu unterfertigen); 2. Geburtsschein: 3. Heimatsschein des Vaters: 1. Polizeiliche Aufenthaltsbewilligung (eventuell Meldeschein); 6. Frequentationszeugnis. * Kommerzialrat Siercke tätlich verunglückt. Wie aus ' Brünn gemeldet wird, ist der Direktor der Wiener Waffenfabriks-rA. G., Kommerzialrat Robert Siercke, in der Nacht von Sonntag auf Montag in der Nähe von Brünn einem schweren Automobilunfall zum Opfer gefallen. Sein Chauffeur wurde schwer verletzt. Das Unglück ereignete sich auf der Reichsstraße Brün n—P o h r l i tz. Nach Aussage von Zeugen soll das Automobil in einem rasenden Tempo — der Geschwindigkeitsmesser war auf über 100 Kilometer eingestellt — gefahren sein. Direktor Siercke verlor die Herrschaft über den Wagen und stürzte über einen Graben in einen Sturzacker, wobei die Insassen herausgeschleudert wurden.. Direktor Siercke wies äußerlich keine Verletzungen auf, war jedoch bewußtlos. Me ärztliche Hilfe erwies sich als vergebens. Man .vermutet, daß ein Blutgefäß der Lunge aeborsten war. Der Chauffeur Leopold Brano, der dem Spital übergeben wurde, hat einen Bruch der Wirbelsäule erlitten. Sein Zustand ist sehr ernst. Der Wagen wurde total zertrümmert. — Direktor Siercke stand im 53. Lebensjahre. * Wetterbericht. In Vorarlberg hat sich der Himmel mit Wolken bedeckt. Im übrigen Oesterreich herrscht heiteres Wetter. Früh war es ziemlich kühl, mittags wurde e8 mäßig warm. Die Temperatur stieg in Wien bis 17°, in Graz bis 18° und in Innsbruck bis 20*. Voraussage: Geringe Bewölkung, früh ziemlich kühl, tags wann, zeitweise lebhafte Südwestwinde, fiir später Unterbrechung des Schönwetters in Aussicht. * „Woja". Für mindesibemittelte Mittelständler, welche früher in den Woja-Küchen eine Ara-Vegünstigung besaßen, ist eine beschränkte Anzahl von Ermäßigungen vorhanden. Schriftliche Ansuchen sind an den Vorstand der Woja, 2. Bez., Taborstraße 59, zu richten. * Kanaleinbrecher. Der Wachebeamte, der Sonntag nachts auf dem Karlsplatze den Dienst versah, bemerkte drei Männer, die aus dem Kanalkiosk hervorkrochen. In der Annahme, daß es sich um Einbrecher handle, verfolgte er die drei und zwei von ihnen konnten auf dem Schwarzenbergplatz festgenommen werden. Es sind der wiederholt vorbestrafte Metalldrucker Robert Stork und der Kellner Franz Czerwrnka. Beim Verhör gaben sie an, daß der dritte Komplize mit dem Spitznamen „Weber-Schrop" heiße. Durch Erhebungen wurde festgestellt, daß in der Finna Max Grab im 7. Bezirk in der Sonntagnacht vom Kanal aus eingebrochen worden war. Bei den Verhafteten wurde eine größere Geldsumme in österreichischem und fremden Gelde gesunden. * Die täglichen Autounfalle. Samstag nachts wurde der Tischlergehilfe Johann Waschilek an der Kreuzung der Waugaße und Mariahilferstraße von dem Privatauto A13 beim Uebersetzen der Fahrbahn erfaßt und zu Boden geschleudert und verletzt. — Samstag nachmittags wurde die Private Käthe Schneider beim Uebersetzen des Ringes beim Goethedenkmal von dem Auto A 6 894 niedergestoßen. Sie erlitt mehrfache Verletzungen. — Gestern mittags wurde bei der Stephaniebrücke der Geschäftsdiener Franz Klein von einem Auto erfaßt und niedergestoßen und mehrfach verletzt. * Flüssige Steinkohle in Flaschen. Vor kurzem hielt, wie der „Matin" berichtet, der Direktor des Pariser Chemi'chen Stadtlaboratorinms vor Jndustrischemikern einen Vortrag, in welchem er die Möglichkeit darlegte, unsere schwarzen Diamanten, die SteiMch'len, völlig in vevschi Lene Oele zu verwandeln, die man, ebenso wie Petroelum und ander: Mineralöle, auf Flaschen ziehen und als Brennöl zu B.'-lieuchchunigszwecken oder für Motor« und dergleichen verwenden könne. Diese Methoden der Verflüssigung bieten, wie der Bortvagewde auHühr'te, ungeheure Ersparnisse und großen Gewinn. Er legte dar, daß bei der Verwendung von Steinj'ohle zur'Her» stellung eines Mittagessens in unseren Küchen täglich gswalt'ige Reichtümer nutzlos verschwendet werden und bewies, daß unter dem Drucke von 230 bis 350 Aiimoschärsn und bei einer Temperatur von 400 bis 450 Grad die pulwerisierte Steinkohle in eine FbirssicKit verwandelt wndm kann. Dabei erzielt man zunächst 10 Prozent Brenngase von gewaltiger Hitze, ferner 30 Prozent Äechaöle für Automobile und Aewplan«, 30 Prozent Schweröl für Dieselmotoren und 30 Prozent Feit. Wendet man dieselben Mechoden bei Asphalt, Lignit, Erdpech und anderen Erdharzen an, so kann man di>efelöen Produkt« erhalten. Experimente in dieser Hinsicht sind, wöe der'„Marin" mit Bedauern bemerkt, vor allem in Dcutisch- Eartb' gemacht worden, und haben günstige Resultate ergaben. Schon s«Ä 1912 befaßt man sich in Deutschland von Saats wegen mit der wissenschaftlichen Erforschung der Bedingungen für eine bessere Ausnützung der Ste-m'ko>hle. Ein Inst um hierfür wurde knapp vor dem Kriege in Mühlheim im Rührgebiet eröffnet und man hat große Kosten dafür ausgewe-ndat. Ein ähnliches Institut wurde auch in der Nähe von Ber'm errichtet, in welchem dann die ersten Experimente mit St'.A gasen stattfanden, di« später große Verwendung gennd.n haben. Bor kur^am wurde ein drittes Jnstkint i>n Breslau errichtet. Die VerMssiMug der Steinkohle ist berufen, in der tzirnfisgon Wirtschaft eme große Rolle zu spielen. * Diese Preise spnchen für sich! HMstores (Bonnes- Femmes) 29 K., Brises-Ddses 6 K.,' Kün^lnvorhänge 89 K., Spitzenvor-Hämge, 100 breit, pro Meter 7 K., 'Doppel-betldcckcn 95 K., alles ans Tüll. Etamin und Batist, M.rdrasvavhäua« '.*5 K. Tepchichhaus Weidner, 5. Bez., Mariahisorstva.be Nr. 106. Press« >n Tausendern. (EntgeUblch.) * Faltboote im Donavkanal verböte« Der Magistrat teilt mit, daß wegen der ungünstigen Verhältnisse im Donaukanal das Fahrest mit Faltbooten wegen der damit verbundenen Gefahr nicht gestattet ist. Nur Nudersportvereinigunaen, die für die Schulung ihrer Mitglieder bürgen, können fallweise um die Erlaubnis ansuchen. Auch im Donanstrom wird ungeübten Rudrern nnd Schwimmern von dem Fahren mit Fastbooten _ Wiener Morgenzeitung._ Vereine, Vortrüge und Versammlungen. Z ionistüsch« Sektion für den 6., 7. und 8. Bezirk. Henit« um 8 Uhr vlbends im Bereimshaitm 8. B«z„ Bennoplaih 1, Bovtwag Frau Anltta Müllor«Eohen über den ,Meil>tikomigr«b der jüdischen Frauen". — Zion«jstlösche Bezirk S f«11 i o n* 20. Donnerstag den 17. d. um HM 8 Uhr nn BereiinSlokale, Karl MoiMtvaße 6, Bovsammliuwg. T-ageSordn'Uinig: „Der 12. Zivn-Wsche Kowgreß". R-eservnt L. Taubes. — Bnn>d der Kriregsdi«nstgegner Oesterveilchs. Morgen um HM 7 Uhr abends im Cake Frauen- Huber, 1. Bez., Himmekpfovtyasse 6. DvbaMe ülbor Anit-d- Militarismus. Urania. Heiute: Großer Saal: Halb 3 Uhr: Jugendwandsrbiühne. Märchmworstelluing: „Die zermwiten Schube". 5 Uhr: Knud Rasmuisens Polansrhri. HM, 8 Uh-: Das SvnHpN. Der HochtzvötSbratLN. Die MaienköniM. Die?<m- . bengeiige. Kleiner Saal: HM 6 Uhr: Univ.-Prcrf. Dr. Gaon Ranzi: Erste Hilfe Md Krankenpflege. 2. HM 8 Uthr: Nnid.-Dozent Dr. Oswald Schwarz und Uwid.-D>zent Dr. Bernhard A sch ne r: Der S:rmalavparat d;s Mvn- (chüm. 9. Kurs-Saal: 5 Uhr: Pros. .Dr. LoovoD Br awdl: Shakespeares ,^Haml«^ft 6 Uhr: Ing. Josef 83wy: Grundlagen der Drehstrom-Elektrotechnss. 10. HnÄb 7 Uhr: Dr. Benedikt Kautsky: Geschichte der Nationalökonomie. .Klub-Saal: Halb 6 Uhr: Dr. Josef Z u th: Evwfühmr.wg in das G'tarrenspiel. 'Halo 8 Uhr: Dr. Joses Z u t h: Ned nnd Gitayre. 9. , Morgen um halb 8 Uhr absnids wiv> Prin.-Dozent! Dr. Walter Andra«, KnstoS an den staatlichen M-meei in! Berlin» im Kleinen Saal« über dm ,Ar-rm zu Babel" fpvechm. Ernährung. Die LÄeusmittelmiirkte. Das Hauptinteresse der Hausfrauen wertdet sich angesichts der Höhen F.'eischpreise den Gvünwarenmärkten zu. Diese waren gestern außerordentlich gut beschickt. Die Gärtr.-er brachten zum ersten Male in dieser Saisorauch h'esigm Grundsalat auf den Markt, der sich pro Nagel (30 Stück) aus 10.000 bis 20.000 K. stellte. Infolgedessen sind auch di« Preise für die üibri-gen Salatsorten zurückaegangen. Billiger stellten sich heurige Karioffeln. die 4000 K. pro Kilogramm kosteten. Der höhere Preis betrug 4500 K. Auch grüne Erbsen haben sich im Preise etwas verbilligt. Gestern wurde die Kirschensendung aus Italien avisiert. Das Kilogramm des im Anrollen befindlichen Waggons Kirschen wird sich schatzungsweis« im Großhandel aus 8000 K. stellen. Der Rindermarkt in St. Marx war gestern wieder nicht genügend beschickt. Der Austrieb betrug nur 2621 Stück, wovon auch der erhöhte Pfingstbedorf gedeckt werden soll. Man befürchtet daher ein weiteres Arsteigen der Fleischpreise. Der gestrige Verkehr in der Großmarkchalle war. wie gewöhnlich am Montag, fast belawkssos. Bühne und Kunst. Tanzabende. Es ist bald zwei Jahre her, seitdem wir die russische Tanzdiva Tamara Karsavina im Salzburger Mirabellgarten sahen. Dortauf der intimen Naturbühne, mitten im Grünen, erstrahlte ihre zarte Feinkunst in glänzendem Lichte, obwohl zeitweilig ein Sprühregen vom bewölkten Himmel niederging. Wie eine Koloratursängerin immer rascher die Rouladen und immer höher die Kopstöne emporwirbelt, so machte sie ihre blitzschnellen Drehungen und schwebte mit federnder Leichtigkeit umher, mit ihren zierlichen Füßchen kaum den Boden berührend. Auch im Großen Konzerthaussaale wirkte ihr bezauberndes Lächeln, das sie mit der Primadonna gemeinsam hat, und ihre heute unerreichte Tanztechnik ließ wieder einmal daran erinnern, daß Kunst von Können kommt, was heute die wenigsten Tanz-„Kunstlerinnen" beherzigen. Freilich löst sich ihre Kunst in allerlei Kleinkünste auf, in ihr vereinigen sich Grazie und Virtuosität zu jener WIENER KOMÖDIENHAUS IX, NUSSDORFERSTRAS3E iiiiiiiiiiiiuiiiimmiiiimiiiiMiitimiiiiimiiitiimiiiiiii Nur 4 Tage! Freitag, 18., Samsbg, 19., Sonntag, 20. u. Montag, 21. Mai GASTSPIEL IPICON Zur Aufführung gelangt: Z1PEE-FEIER Operette in 4 Akten von Jakob Kalich Musik von Rumschinsky Beginn V»8 Uhr KARTEN VORVERKAUF an den Kassen dos KOMÖDIEN. HAUSES nnd in den THEATERKARTENBUREAUS. Verband ehamaliffsr zionistischer Akadetni er Heute Dienstag, Vs8 Uhr abends, im Fostsaale des Gewerbevereines, I., Eschenbachgasse 11 W ortrag des Schriftstellers Arno'd HStlriegel: (Dr. Richard A. Beermann) jNeue Weife in Palatina* (Berichte über e*ne lß. Mai 1928 Nr. 1828 Harmonie, wie sie der Primaballerina eines großen Hof» theaterö selten zu eigen war. Doch besitzt sie nicht die schärfst vielfältige Charakteristik, die reich abgestnfte Skala der Gei fühle, die man von einer modernen Tänzerin verlangt. Mit ihr gastierte der schmucke, kraftvolle Russe Pierre Wladimirs ff, der sie in der Höhe und Ausdauer seiner Sprünge noch überbot. Während die Karsavina in ihrer Art Vollendetes bietet wagen sich unsere jungen Tanzdamen, die von Vollendung toeH entfernt sind, an immer neue Experimente. Die nicht ultbe« gabte Trude B r o d versuchte es mit „Bewegungsstudien ohne Musik", was künstlerisch nicht gefahrlos ist: Während der vom Rhythmus ganz durchdrungene Primitive sich auch ohne Musik von seinen überschüssigen Kräften im Tanze zu befreien vermag, war für den kultivierten Abendländer die Verbindung von Zeitkunst und Raumkunst in der Form von Musik nnd körperlicher Bewegung bisher im Tanze maßgebend. Mag auch bei uns gelegentlich die tänzerische Begabung die Ursache des Tanzes sein, so war doch bisher die mitgehende Musik die Veranlassung, ja sie bot daS Gerippe des Tanzes, das durch die Individualität des Tänzers Fleisch und Blut erhielt. Gegen die jetzt so modernen Bewegungsstudien ohne Musik sprechen äußere und innere Gründe. Unseren tanzenden Damen fehlt vor allem die künstlerisch-plastische Durchbildung des Körpers, die Motivierung" der Uebergänge, kurz, jenes Studium, das zu solchen Studien berechtigen würde, dem Zuschauer fehlt ohne Musik das Vergleichsmaterial der gefühlsmäßigen Zusammenhänge, und so hätte hier der Dilettantismus einen günstigen Nährboden. Der Tanzabend Grete Groß hinterließ vorwiegend sympathische Eindrücke. Die junge strebsame Tänzerin bewegt sich mit Anmut und Gefühl, wie als Tänzerin zeigt sie auch als Lehrerin, im Entwerfen von Kostümen und in der Regie liebenswürdige Einfälle. Die große Zahl ihrer vorschulpflichtigen Schülerinnen, die um die abendliche Konzertzeit inS Kinderbett gehörten, bewegten sich mit rhythmischem Geschick zur lebhaften Freude des beifallslustigen Publikums, flb. ßxl-Mkme. (Anzengruber-Zyklus.) Tie ständigen Sommergäste des Wiener Th.al:r haben diesmal ihren Sitz im Apollo-Theater aufgeschlagen. Anzengruber, der im Repertoir der Exl-Bühno einen breiten Raum einnimmt, wird diesmal von ihnen im Zyklus vorgeführt. Nach einer ausgeglichenen Aufführung von „Stahl und Stein", mit welcher der Zyklus begann, folgte „Der M e i n e i d b a u e r". Das gut eingespielte Ensemble der Bauernschauspieler brachte das Stück wieder zu starker Wirkung. Ueberragend Eduard Köck als Kreuzwegbauer; mit sparsamsten Mitteln, ohne auf „Auffassungen" und Wirkungm loszugehen, gestaltet Köck überaus eindringlich. Ferdinand und Anna Exl geben gutes Theater, Ludwig Auer blieb etwaim Hintertreffen. S. S. Enormer Erfolg der Olhmpia-Riesen-Arcna und des Zirkus Beketow (Prater). Seit ven Tagen eines Barrmm und den Glanzzeiten des unvergessenen Zirkus Renz war dieser Aufmarsch der unübersehbaren Besucher noch nicht da. Direktor Ludwig Folkmann-Bellachini hat eine» veispsellosen Erfolg errungen! Alles will bei der Rotunde (Haupteingang Kleine Zufahrtsstraße) den Wunder-ZirkuS Beketow sehen und die Riesen-Wildwest-Schau bei geoeckten Tribünen bewundern. Ueberraschend hat sich diese grandiose, nicht zu überbietende Neuheit in Wien herumgesprochen. Die im Preise populären Eintrittskarten sollen womöglich im Vorverkauf gelöst werden. Straßenbahnhaltestelle Cafe Rotunde. Vorstellungen: Wochentage halb 8 Uhr. Mittwoch und SamStag 6 und halb 8 Uhr. Einzig am Kontinent! Kennt in Wien keme Konkurrenz! i (Entgettuch.) Im Wiener Vergnügungspark findet morgen ein großes Fest statt. Unter der Devise „Das Fest der Maikönigin" foP eines der schönsten Pariser Feste in Wien eingeführt werden. Die schönste Frau Wiens wird durch Wahl zur Maikönigin erkoren. Für das Fest herrscht reaeS Interesse vor, da es mP zahlreichen Belustigungen, Bal champetre (Tanz im Freien) und Koriandolikorso zu einer ftohlichen venezianischen Nacht zu werden verspricht (Entgeltlich.) Das Wiener Honorar der Düse. Glcomwa Dus«. tocfdM im Ainisimg der nivchjidm Saiiscm vn Wi«n grstvsvon wrvd. fol das höchste GafHtziiMonovar bezvche>n. da>Z j« einten KLnA«t gezahlt wurde. Sie wird für jsdsn Mond 25 MAli-onion Krondn echaUen. KonMt Hanna Munk — Mhro Maß. Heiuitv nm 7 Uhr adands im Kle-men MMWorömMrs ein Jr.-tzernnst Arven'albond Hcnma Munk — Myw Glaß staut. Aus de« Aratem. Op«r n t h eate r. Um dm WüHchen der Stamntls^. a>blMn«-Mt«n und der Jahr>eAabon>n>etvt:n Rechnung zu tira'gen, wird die Dwektion nach Möglichkeit a>n e-mrgon Äbenldo.i bo* Auftritt der Fmu Kammersanyor>m Jeritza inner, halb des Slamnnsi'tz- und Jchoes-aibomte-nonts or'nügBchM. So fdn'det als ovst« di«fer Dovstöllun^on di« Anffi'chrung von Ma-Hküre" am kommenden DonwerAag in Stammsitz- und JahveSalhonMmont stcM. Tamara Karsawina bringt im Redonienfaaile-miit ihrem Parinclr Herrn Pisrre Madümivow em ab>enMllM'.des Tcmtzprv>gva,mi:n. Die Begjlertiunq bosovgt. das Orch.'-steu: des Operintheatiers uniter der Leiknng des BÄle>dt>ka!pellimolstcrs Jasclf Klein. Burgthe-ater. Morgen um 7 Uhr ,$<ifching". Akadomiethe>at«r. Morgen, hach 8 Uhr, „Hochzeits tiag-e". Bo-lksoper. Heute „D«r Evange-lkmann". Im Jo>s«fstäditer-Th«a't<er Mrd morgen mtst Donnerstag abonlss der Schwank „Das A-bst«iaquart i er" Mcdm. Freitag den 18. d. werden di« Auffichrnnaem, des LusMiels „In g«b o rg" wieder auMnommen. Diu weiblich« Hnuptroll« spi-elit BaLerie Martens. Im Deutschen Volk8theater gvlanql Samstag den 19. d. die'drektktiye Komödi« „Die Frau mit dom weißen Haar" von Nmfeppe Adami znr dcavtschen Uv« atiffühnmig. DpiMaiter Hans Prahm. In den Kamm«rspi«l«n findet hewt«, Präzis« 7 Uhr, die Pr«:nicn des drei.??l!ign; Ln'tfpi^s „Der B ' <-"v’.'' r.'n?'-"'-i'd - ' - - Vn Frank '■ i:v‘r .

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