Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1528 (15.5.1923)
- Date
- 1923-05-15
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2979076-2980477-2980609--14757-3001522- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
jf . ji iV II ji Ih M’. \i i! / l f / :|V;. S ', , Wk-N, Dienstag > .- """ - -_ Frantteich und Hie Keine Entente. ka. Wi e n, 15. Mai. In demselben Maße, als England und Italien sich ln dem srmrzösisch?deutschen Konflikt einer stets zunch. men-dm Reserve befleißen, die englisch-russischen Beziehungen sich zuspitzen, steigert Frankreich sein Bemühen, Polen, Iugoflatvien, Rumänien sowie die Tscheche-Slowakei immer enger «m sich zu fesseln. Unter diesem Gesichtspunkte ist auch die Reift des Warschaus Fach nach Warschau, Krakau und Posen als auch nach Prag zu betrachten, an die sich in einem späteren Zeitpunkt auch Besuche in Bukarest und. Belgrad anschließen sollen. Frankreich hat nicht umsonst sich^mit aller Entschiedenheit sowohl in der ostgalizischän wie in der oberschlesischen Frage für Polen eingesetzt. Französische Kapitalismen haben biÄher große Opftr für den wirtschaftlichen Wiederaufbau Polens gebracht. Es ist nun Sache des FeldmarschallS Foch, dafür Sorge zu tragen, daß <nü>ererseiks Po len den militärischen Ansprüchen Frankreichs genüge, falls es zu einem neuen Waffengange zwischen Frankreich und Deutschland komme und Rußland direkt oder indirekt für Deutschland Partei ergrifft. In der Tschecho-Slowakei, aber, wo man die militärische Bereitschaft gegen di« magyarische Revanche Politik als die wichtigste StaatsuotweMgkeit betrachtet und das Bündnis mit Rumänien gegen etwaige magyarische Kriegsgelüste vor kurzem erneuert hat, wird man kaum geneigt sein, sich gegen Deutschland oder gar gegiert Rußland zu exponieren. Viag man in Prag noch so sehr mit Frankreich sympathisieren, so weiß man eS in Paris sehr genau, daß die ethische Zusammensetzung 'der Tschecho-Slowakei es jeder tschechot-flowakischen Re- .gierung unmöglich macht, ohne die schwersten inneren Konflikte den Franzosen eine Hilfsarmee gegen Deutschland zur Verfügung zu stellen. -Noch viel weniger aber sind zahlreiche tschechische; Kreise geneigt, bei einem etwaigen Vormarsch russischer Truppen auf ukrainisches Gebiet militärisch Partei zu ergreifen. Mit diesen Tatsachen muß auch der französische Generalissimus Foch rechnen, dom auch, wie die „Wr. Morgenzeitung" bereits hervorgehoben hat, die diplomatische Aufgabe zufällt, die Itschochflch-Polnischsn Differenzen betreffs der Tavorina und Teschen zu vermitteln. AichEch liegen für Frankreich auch die. Verhältnisse am Balkan, wo nicht mit zwischen einzelnen Staaten! ernste politische Differenzen Lestchen, sondern wo auch innechalb der meisten von ihnen die nationalen, konfessionellen und sozialen Gegensätze sich zuspitzen In Rumänien dauert der Bersassungskamps zwischen den Zentvaliisten und Föderalisten ungeschwächt - weiter. - ftTt. Jugoslawien aber ist das. Duell Pasic-Radie noch nichtMEndeund die Bersusstm-Bkrise drangt muerl-ich zur Parlaments. Dieser Umstand sowie die sich stets wiäerholenden Rechungen an' der bulgarischen und albanischen Grenze, verbunden mit der Anschauung der Belgrader Machthaber, sich , jederzeit für einen' jugoslawisch-italienischen Krieg bereit zu hal ten, machen es Belgrad fast un-> möglich, sich noch anderwärts zu engagieren. v ' Nimmt , man noch hinzu; daß in 'der jüngsten Zeit, sowohl die Griechen wie die Türken wieder einen sehr halsstarrigen Standpunkt ernnchmen und in Syrien wie in Tripolis die mohammedanische Welt gegen Franzosen und Italiener bedenklich Stellung nimmt, dann ergibt sich die Aufklärung dafür, daß. selbst in Frankreich die Opposition gegen die bisherige äußere Politik in steter Zunahme begriffen ist. . Sesterreich. Weitgehende Rouunerzialisienmg der Labakrrgke. Der Steuervrrtrag mit Pole«. Der Fiüaiq- und BudgetauKschust setzte gestern die Bs- «künng des Budgets fort Md zog dcvS Kapitel .Monopole" in BerhaiMunlg. BttichwrslMev Pauly hob hsrvor, daß der im BüdauSgewteftinan EinmahmemzMr für Tabak von monatlich riwA 200 MilViardsn tatsächlich Einnahmen im Jänner VM nur 101 MMardeN, im Feibvuiar von 110 DWimden und im Mach von 116 MMiarden gegsstülbeiöstehsn. Die DadakMonopM^^ bemüht sich, durch Drosselung dar l^amtaWgabsn dieses Manko zu ver-ringeuen. Die Betriebsausgaben, die UrspvünAich mA 100 MMiarden monaMch bezffftrt waren, sind weseaMch eiingeschräM worden, so daiß sie im Jäninor rtirr 63 MMavdsn, int Febmär 76 und im Mach 8g MMimdem bstvagen haben. Dov Rückgang deS Absatzes hat auch eme GtvckM.g in der FabrNativn zur Folge und in eimer Reiche von Fabriken wird nur m^chr in sehr emgeschrLMsm Maße e-rzengt. Schließlich gab der BeMhchsrstMm bÄamni, daß aulf Grund einer, ihm eben von dev Regierung MgÄommenen Zusammenstellung die ZlGamd des KapitekS Dabat fast M Gänze abgeändsüh weivden. Die WWW« Aendevung ldeigt darin, daß der kasfiamäßiige BetviMÄberschuH Won 1L10ML71 im 819,402.406 abge-, ändert wird. ' " ' ' Abg. Dr. .Danneberg wies daraus hin, daß ain großen Abbau dsr Arlbeiberfchaist in den Talbaikfaibrrken gep'iant sei, anigevlich sollqn nicht worrilgsv als 40 Prozent aller TabakaribsiHvr albigeibauit werden. Die Ziffern das ' BorvuMages wurden aus Grumd de« BschMmisse im August und Septembar erstM, find heult«.daher langst AbschM und muhten daher auf Grund des neuesftn Standes vöchtiggestM wördm. Wen« die ZlMorn des Mril etwas aünstiigsv sind M die deS Wiener Morflenzeltung. Nr-äcz/so ist doch ^r Asgarrestkvst^um, obwchl wie' die Zlgalvrisnpveiift im' -in >dG.'HrsIm der anderen FadrW«e mölgiliW^niedvig tzeWM habiM-'^- nran kann bei Wr Zigavreinpre-iisen! kawm mehr von einem Gch'chästsgowinn, geischwetge denn von einer Stonsr sprechen —, doch sehr stark züiücktz^gynyon. . ' Die DDakvegie U . daran, -üm -'BorWviß ' Jit ^Wdami- sieren; dft UebDsührunig deS Trafikanten, dev sich biShöv m-chv- 'in dev Stellung eines' ReMers WIW hat, .zum KaUfmiMN,. ist abm keinei leichte Sache.«md wird läygsve, Zeit LväucheU. Emo Erschwerung besteht auch darin, daß bks vTvasika'nÄon ‘ ttnib Veriiogev bei den hohem Bedrägm, um die es sich händM, mit dem Geld Nicht. mehr Nachkommen können. Von dom gui<u alten MonvpoLpvinzipe, mir gogen- BaizaWnng Waren heM'gebon, muitzte abgogangen werden. Wir arbeiten honte schon bei den Verlagern mit unbedeckte n Checks unh sind daran, die ganze DerWschorgamiisaiion durch Einisüihivnng von Kvedidein zu modeunisierm. Die SichervstdlluUtz für DoaisiLainteinkvedite hoffen wir von einer Kvediborganisation der Trafikanten zu bskommsn. Di« Avibei/ten zur Kommoirzialisie'rung sind sehr weiit"fvrttze!schr ttten, und es wird bereits in den nächsten Wochchr der Regierung ein EnMulvf vorgeleigt, tverden, der eine schr weitgchvnds Kommerzialisiovung vorsieht. Darin weridon wir natüM'ch au'ch imstandL ftin, eine Bilanz zu legen. Die Be>rha>Mun!g ülbov ,Monopole" wurde soda-nn ab« gedrvchan und das Gesetz üchsr dm Vertrag zwischen Oesterreich un-d Polen zur Ansgisichnng der in- und auMMljchm BestmeruNg, tinsbesandere zur Be'vmeidnng der Doppellbesteueonng ans dem Geibiete der direkten Stenern! so-! wie Wer Rechtshiffe in Abgaibensachvn in Beratung gezogen. Berichterstatiwr Volker ve'rwivs inslbeisondere daraus, 'daß als GrnWpriinKip gilt, daß zu den direktein Stsuern vor- - bchaNich oimÄger Msmchmen in jeide-m Staate nur solche ' Personen in Betracht kommen» die auch dort ihren Wohnsitz haben. Bei doppe>Aem Wohnsitz erfolgt eine Anfbeibung der BesteneMNtzÄgMllMaige nach dem Verhältnis der Au,ftnithalitisdauev'während des für dis Bestswvnng maßgebenden Zeitraumes. Das Kriterium der StaatÄzujgchövvglkeh ist im großen- und ganzen ansgaschaltet. Die Ausnahmen der Besiriuievung nach dem Wohrisitzprinzip betrofiftn das örtlich gebundene Vermögen und das Einkommen aus svlchm sowie die Begüge ans WenWchen Kassen. Diese StSnerquellen werden nach dom TerrltorlalPrinD erfaßt. Ausdrücklich vörbe- HMrn ist eine besondere Regelung der Besteuerung von Naphth-a-Brutto-Prozenten. Bis zu einer sÄchen erfolgt die Bestsuevung m beiden Staaten nvich dar iltländifchsn Geifttzgsbtmg. Nachdem Mnisieklidlivat Dr. Grünwaild die entsprechenden Aufklärungen erteilt.hatte, wurde dsv Ben-! 't r a g samt SchlnHprotokoll angenommen. # Sie Besoldung der Staatraugektelüe«. .In der gestrigen Sitzung des Verbandes der Gewerck- . schast chv'rsüicher Post- und Telegraphenaugestellter er» schien auch der Bundeskanzler Dr. Seipel und machte einige Mtieilungen über die BesMnngSfrage der . Bundeskngeskllten und die Besserstellung der Familienevhalter. Mt der Besoldungsfrage habe sich die Regierung bereits seit Monaten beschäftig^ und die Angestellten stets nur Mt freundlichen Erklärungen abgesperst. Hierin bekenne sich der Bundeskanzler vollkommen schuldig; er . .habe aber die Uebevzeugung, daß mit der Reform der Besoldungsordnuug, ohne in die Taschen zu greifen und etzvas herzug^ben, den Bundesaugestellten nicht gedient sei. Wirrwarr und Unordnung kann nicht durch neuen Wirrwarr und UnordMng beseitigt werden. Werm die Zeit reif sei, werde es die Regierung als ihre erste Aufgabe' betrachten, für die Familienerhalter etwas zu tun. Der Bundsksanzler streifte auch die Indexfrage und erklärte, die Regierung werde ihr das größte Augenmerk Mvenden und wolle diese Frage auch nicht überstürzt losen; es werden im geeigmten Zeitpunkt die OrgmGationen zu Rate gezogen werden. Der BundeSkanzler sprach auch über die Zusammenlegung von Post und Telegraph und erklärte nachdrücklichst, daß niemand daran denke, Post Md Telegraph aus der Hand zugeben. Das ganze Schreckgespenst der Berprivatifierung sei nur aufgetcmcht, weil Reformen dmchgesührt werden müssen und das Staatsdefizit auf die Dauer nicht zu ertragen fei. Gedenkfeier de« Frankfurter Parlament«. Heute reist, «iu« Abordnung, bestehend aus Vert-vetere aller'Parteien des österreichischen Nationalrates, nach Frankfurt, wo in der kommenden Woche die Feien lichkeiten aus Anlaß des 75. Jahrestages der Eröffnung des Frankfurter Parlaments vom Jahre 1848 stattftsden. Re Neuorganisation der Bnnderbahnen. Der Wintsterrat hat gestem die Bevaiuug über den Gesetzentwurf betvofftüd die Neuorganisation der Bundesbahnen beendet. Die Vorlage wird.in der nächsten Sitzung des NationalrateS singebvacht werden. ir i Fach in Prag. Prag, 14. Mai. Dschecho^low. Preß-Bureau.) Marschall Foch wurde heute im Beisein des Kriegsmimstcks Uvrzal und des Generafftaibschcifs Mittelhaufer vom PrAjlkdenten.^ Masary k empfcmgen.^ Der Marschall übevbrachte dc>m Präsidenten eine Einladung des Präsidenten Millerand zu einem Pesnch in Paris. Präsidenlt Mosaryik nahm dl« Einlladung an Md persprach, noch im Lause dieses Jahres nach Paris zu kommen- _15. Mai 1923_ Nr. 1528 Der Kamp? gegen den Wucher. Prag, ik Mgi. Wie hie „PvMr Piesic" meldet wurde in der'gestrigen interministeriellen Kommission be Mosten, alle Kartelle, die Waren verteuern, itt Sinne des Wuchergesetzes aufzulösen. Ungarn. Bethle« in Rom. Budapest, 14. Mai. Ml. der Miener Movgenzeitung^ Ministerprästdent Gr-af Bethlen ist von Paris nbgerel^ und heute nachmittags in Rom eirdgetrofftn.' Finanzministei Kallay vevbleibt noch einige Tage in Paris, un: mit dei ReparationskommiDon und verschiedenen Finanzmännern z« vechcmdeln. Bethlen hatte vör ft ine c Abreift von Paris ei ui längere Unterredung mit Salvago R a g g i, dem italienische» Mitgliede der Reparationskommission. Wie die Familie Hejja« in ihrer Heimat haust, ' Budapest, 14. Mai. (Tel. der „Wiener Morgenzei1ung".j In Keeskemet verursachte Sonntag der' jüngste Bruder des berüchtigten Ivan Hejjas, der S3jahrige Paul Hejjas, ciij blutiges Gemetzel unter den Bauern, die den Sonntagsinarit besuchteu. Paul Hejjas, der eine führende Stelle in der be> waffueten Geheimorganisotion seines. Bruders bekleidet', erschien mit vier Erwachenden Magyaren in Bauerntracht zu Pftrd uns den Mark! und ft;der:e dort einen Unteroffizier dei Nationalarmee auf, seine Distinktionssterne zu entfernen. Als der Unteroffizier. dieser Airffordevung nicht nachkä-m, schoß Hejjas auf den Unteroffizier. Gleichzeitig eröffneten die Begleiter Hefias' ein Schnellfeuer auf die am Markte anwesende Menge, welche bald zerstob. Zwei Tote und zwölf S ch w e r v e r w u n d e t e blieben m ihrem Blute am Platze liegen, darunter mehrere Frauen, von denen eine im Spital ihren Verletzungen erlag. Nach der Metzelei rückte die Polizej mit Säbel und Revolver gegen die fünf Erwachenden aus un^ ruchm sie nach längerem Kampfe fest. Der Bevölkerung bemächtigte sich über diese Gckvaltta-t große Erregung Md sie wollt» das Ha^ns der Faiuilie Hejjas stürmen. Ueber die Stadt mußt» eine Art Belagerungszustand verhält werden. Wen. Balfour — Ehrendoktor der Krakauer Universität. Aus London wird berichtet: Der polnische Gesandte Skirmunt hat im Aufträge der Krakauer Universität B a l f o ur das Diplom seiner Promotion zum Ehrendoktor der juridischen, Fakultät au der Krakauer Universität übermittelt. Bei dieser Gelegenheit hielt Skirmunt eine Rede, in welcher er die Verdienste Balfours würdigte. Balfour dankte für die ihm von der ältesterr polnischen Universität zuteil gewordene Ehre... Die Spitalsfrage von Tel-Awiw. Infolge - der starken Verringerung der der medizinischen Gesellschaft H a d a s s a h zur Verfügung, stehenden Mittel orohte dem fijr den jüdischen' Jischub so wichtigen Hadassah-Spital in Tel-Äwiw die dauernde Schließung. In einer Sitzung konnte nun der Bürgermeister von Tel-Awiw die Mitteilung machen, daß die Regierung der Stadtgemeinde von Tel-Awiw das Recht der Auferlegung einer besonderen'Spitalsteuer gewährt hat. Diese wird von allen jüdischen Einwohnern Jaffas und Tel-Awiws, die über 18 Jahre alt sind, Männern und Frauen, erhoben, sofern diese nicht der öffentlichen Wohltätigkeit zur Last fallen. Jüdische Besucher aus dem Auslände, die in Tel-Awiw oder Jaffa sich vorübergehend aufhallen, bezahlen 25 Prozent deS Hotelzimmerpreises für einen Tag. Eine Steuer von einem halben Piaster, respektive voll einem Piaster, wird von jeder Eintrittskarte ins Theater usw. erhoben, je nachdem der Preis der Karte zehn oder mehr Piaster beträgt. Ein gemeinsames Komitee, bestehend aus Mitgliedern der Aerzte-, organisation und der Aerzte deS Hadaffah hat das Budget für die Erhaltung des Spitals und die sanitäre Aufsicht über die Schulen und Immigranten von neuem im Betrage von 860 Pfund im. Monat festgesetzt, zu welcher Summe betragen: die Hadassah 800 Pfund für das Spital und 100 Pfund für die sanitäre Arbeit, die Jea 60 P^und, die Stadtgemeinde aus den Eingängen der Spitalstener 3260 Pfund, während - die restlichen 150 Pfund von den Kranken als Heilungskosten erhoben werden sollen. Die Zahl der Betten im Spital soll nicht verringert werden und weitere 66 für Kranke, 9 für Gebärende und 9 für Säuglinge betragen. Die Leitung des Spitals soll einem zu wählenden dreiköpfigen Kuratorium unterstehen. Maroth (Kalendia) geht in den Besitz de- Nationalfonds über. Seit einigen Jahren bclbaute eine Gruppe jüdischer Arbeiter den Boiden von« Ataroth, vormals Kalendia, das elf Kilometer röMich Jerusalem an der Straße nach NabluS liegt. Der Boden gchörte der Pal'estine Land Dsvelvpment Co. und es drohte, für den Fall seines Bevkaufes an Private, der Avbertergruppe die Gefahr, von den neuen Eigentümern verdrängt zu werden. In Anbetracht der günstigen Lage von Atärotih für die Milchderlsovgung Jerusalems beschloß das' DirektoriM des jüdischen Nationalifonds, von dem Boden 366 Dunam zu evwevben und so den da>mrnden Bestand der Arbeitevgvuppe zu sichern. Die Ausgrabungen in der Davidstadt. Dem Berichte der Gesellschaft für das Studium Palästinas für das Jahr 1922 und das erste Vierteljahr 1923 ist zu entnehmen, daß die Arbeiten für dje Ausgrabung der Davivstadt am Berge O p tz e l bei Jerusalem, die cm Mai d. I. in Angriff genommen werden sollten, infolge finanzieller Schwierigkeiten verschöben werden mußten. Die Palästina-Regierung will ihre Einwilligung zum Beginn der Ausgrabungen nur geben, falls die nötigen Beträge sichergestellt. werden. Da die Summe noch nicht aufgebracht wurde, könsten die Arbeiten nicht vor dem Jahre 1.924 begonnen werderK 4 as