Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1524 (11.5.1923)
- Date
- 1923-05-11
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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€feite 9 Wien, Freitag 8n Rot. F. aas i C n, 11. .»tot- Vor wenigen Tagen wurde hier eine Aeußernng jes^ Präsidenten der Zionistischen Organisation, Prof. lVeizmanu, wiedergegÄen, der gegenwärtig die große lkeren Hajeffod-Kampagne in Mnerika leitet, in welcher ich Weizmann sehr optimistisch über die Aussichten der rlrbeit für den Aufbau Palästinas äußert und erklärt, vir stünden vor einer neuen Epoche des amerikanischen Zionismus, wenn es gelinge, die neuen Pläne zu vervirklichen, welche auf die Heranziehung des jüdischen Kapitals abzielen. Auch die weiteren Nachrichten aus Amerika lauten günstig und auch in anderen Ländern wht die Aktion in einem beschleunigten Tempo vor sich.. fluch in Ländern wie Norweger: urw Dänemark ist das Fntereffe für Paläsüna und seinen Ausbaufonds geweckt worden — ein Beweis, daß der Fonds einen immer allgemeineren Charakter annimmt. Die Rückwirkungen der größeren Leistunger: für Pa- Mina werden sich hoffentlich im Lande der jüdischen Zukrrnft bald in günstigem Sinne fühlbar rnachen. Die Arbeit der jüdischen Pioniere hat unserem. Aufbauwerk die Sympathien der. weitesten Kreise gewonnen; auch die antizionistische Presse kann nicht nrehr umhin, für diese Sümmung den Resonanzboden abzugeben und die Erkenntnis greift immer mehr um sich, welch gewaltiges Kulturwerk in dem so lange vernachlässigten Lande seiner Erschließung harrt, wenn jüdische Hände dieses Werk angehen. Mer der Schlüssel zu diesen Schätzen liegt in der Hand des jüdischen Volkes uüd es bedarf piel größerer Energien als bisher, um die Krise, welche infolge der jüdischen Lethargie in dem kapitalarmen Lande um sich gegriffen hat, dauernd zu bannen. Während von den Eindrücken der neuen jüdischen Kraft hingerisiene jüdische und nichtjüdische Reisende die Schönheit des Landes und die imposanten jüdischen Leistungen in Hellen Tönen besingen, darf man nicht vergessen, daß gerade die Arbeiter von der Krise am schwersten getroffen werden und daß diese eine Gefahr für das gesamte Aufbauwerk bildet, wenn nicht alle Kräfte angestrengt werden, um ihrer Herr zu werden. Ein SituatwnÄnld aus der letzten Znt bietet ein Artikel des Arbeiterführers Berl Katzenelson in.dem wieder erscheinenden Avberterorga-n „Kuntreß", welcher unter dem Titel „In Not" unter anderem folgendes schreibt: ,^Das UngMck, das uns heute beherrscht, und weilches an und für sich für diejem^en schrecklich ist, die es miterlsben und Mitempfinden, das jedoch m seinen FoHigen noch schrecklicher fft, weil es die Grundlagen unseres Sems zu erschüttern vermag, es heißt — ArbeitÄosWeit. Es sei die Wcchrheit hevausgesagt: dieses Unglück ist nicht von gestern. Seit Monaten, seit den Mntermvnaten — der natürlichen Saison der Arbeitslosigkeit — wird die Arbeit immer geringer, nimmt die Bautätigkeit ab. ist 'die Arbeit in den Industrien gering. Seit Monaten, schön herrscht Not in den Zelten der Aweiter. Ein Arbeitstag muß einige Genossen einer Gruppe ernähren. Die Nahrungsration wird immer kleiner. Ein Darlehen von 23 ägyptischen Grüsch (das sind. 0.25 Pfund) durch die Darlehenskasse der Organisation vertritt die Stelle des Arbeitsverdienstes. Und-wäre nicht die. Organisation der Arbeiter mit ihren Institutionen, mit ihrer außerordentlichen Anstrengung, mit. den verschiedentlichen „Kombinationen", mit der aus nichts geschaffenen Arbeit durch das Bureau für öffentliche Arbeiten, mit den ,/Anweisungen" der Konsumgenossenschaft, welche die Geldnot verringern, mit dem inneren Kredit der Arbeiterbank, mit.der armseligen Hilfe der Leihkasse, wenn nicht jene wirtschaftliche Tätigkeit und die Anstrengung der Organisation wären — wer weiß, wohin wir gekommen wären. Und nur der eigenartige Zustand im Lande, in welchem die Gemeinschaft der Arbeiter sür sich selbst sorgt; aus sich selbst heraus schafft, ihrerseits nach Möglichkeit die Existenz der Wirtschaften stützt, Arbeit schafft, und keinerlei Gelegenheit Vvrbeigchen läßt, um die Arbeiterschaft zu stützen, nur Vieler Snd ist es, der die Katastrophe hinausgeschvben, der die t nach innen konzentriert. und veranlaßt hat, daß sie draußen nicht gesehen und nicht gehört werden. Aber der Winter ist vorüber. Die Zustände haben sich «nicht gebessert und die Kraft des Duldonis wird immer schwächer. Wo sind nun alle Institutionen, die, wie beschränkt auch deren materielle LeistungsfähiMeit sei, doch um das Vielfache die ftnanAelle Kraft der Arbeiiterinsti'kutwnen übertreffen? Wo ist die Hypocheikenbanik, an die man so viele HcGn-unyen geknüpft hat? Wo die vielen Banken der Brandeis-GrÄipe, über die so viel in AmerAa erzählt wird? Keiner ist vorhanden, der den Sturm ahnt. Diese Worte beabsichtigen nicht, den Zusland zu schi«ldern, wie er ist. Noch immer wird die Notwendigkeit anerkannt, die ZAne zusarNmenzubeißen und zu schweigen. Aber mögen diese Worte als Warnung dienen, als ernste Warnung, möge diesmal das Gefühl der Verantwortung erwachen. Mögen dies, das Publikum erfahren, die Presse bchandeln, die Ausschüsse der Städte und Gemeinden empfinden und die finanziellen Institute. Mögen diese Worte auch in den Kolonien Hchövt werden. Man soll verstehen, daß die Lage geändert werden muß» wnd dies bal«d, solange es Zeit fft" ... Es ist ein eindrucksvoller Ruf aus Paläsüna, den wir hier vernehmen, und es wäre fintte, über solche Aeußerungen den Mantel des Schweigens zu breiten und sich mit verzücktem Schilderungen genug zu tun. Was bisher jüdische Hingabe und Opftrwilligkeit im ‘ Lande geschaffen haben, weiß die jüdische und nichtjüdische Welt, und diese wunderbaren Leistungen bilden einen der stärksten Aktivposten des Zionismus. Aber man muß auch wissen, daß jenes Werk ohne Unterbrechung fortschreiten muß und daß der jüdische Arbeiter, der stets zu den größten Opfern bereit war, mcht länger im Stiche gelassen werden darf. Durch die erhöhten Eingänge des Paläsüna-Aufbaufvnds in der letzten Zeit hat sich die.Situation in Palästina zu bes- . seru begonnen. Aber es wäre verbrecherisch, in eine' plötzliche Selbstzuftiedenheitzu verfallen und die Hände; in den Schoß zu legen. Alle bisherigen Leistungen i man steht sich genötigt, oft Gesagtes zu wichevhäen _Wiener Morgenzeitung._ Der Weltkongreß DK gestrige VormMgSsitzU'Ng, welche-GmigratihySsragen' gÄvibryet war, begann mit einem Referat der-Fra« Tur«^ nows!y (Deutschland), welche betonte, 'daß in jedem Lande ' mit jüdischer Minderheit der Judenhaß eines Tages' aus« - brechen könne. Darum sei jeder Jude jedes Landes verpflichtet, für jeden Juden jedes Landes einznttvien. Nirgends hat sich die jüdische Gemeinschaft notwendiger gezeigt als bei der jüdischen Wanderung. Es wurden-überall Einrichtungen für dk jüdische Flüchtlingshilfe geschaffen, doch tut es not, hierfür eine Zentralstelle zu schaffen. Der ansässige Jude hat die Verpflichtung, sich für den Einwanderer emzusetzen. DK Arbeit sausbildung und Arbeitsvermittlung ist neben dem Schutz vor der Assrmilation und her Echccktung der jüdischen Eigenart -das wichtigste. Ziel der EmigraUtenftirsorgc. Frau Stock (Triest) legt dar, welche gewaltige Arbeit das FrauenhÄfskomitee in Triest leiste, wo sich stets VKK Hunderte jüdische Durchwanderer aufhalten. Mit Hilfe ausländischer Juden und der Triester Gemeinde gelang' die Errichtung mustergültiger Institutionen, wie der zsvei Flüchtlinzsheime, von denen eines von der Familie Stock selbst gegründet wurde. Es sind Volksküchen und andere Institutionen und Zweigstellen in anderen italienischen Häfen errichtet worden. Der Hasen von Triest wird namentlich mit Rücksicht aus die P alästinaWanderung von stets wachsender Bödeutung. Dem Triester Hilfskomitee und dem mit ihm gemeinschaftlich arbeitenden Frauenkomitee ist es bisher nach großen Anstrengungen gelungen, das Emigrantenhilsswerk zu leisten, doch handelt es sich hier nicht um eine lokale, sondern um eine alkjüdische Frage, weshalb dieses Werk von allen jüdischen Jn stituiiouen gefördert werden muß. Im Namen des Weltverbandes «jüdischer Studenten sprach Herr Stein i-g über die Ursachen der Wanderung der jüdischen Studentenschaft und der Numerus clausus-Bewegung. Er sordert unter allgemeiner Zustimmung alle jüdischen Frauen <nüf, gegen die Kulturschande des Numerus clausus zu kämpfen. Die jüdischen Frauen mögen den Weltlverband in seinem Kampfe gegen 'den antisemitischen Terror unterstützen. Eine Resolution in diesem Sinne wurde vom Kongreß beschlossen. . Frau Sternberyer <U. S. A.) «Märt namens der amerikanischen Menorah ihre Bereitwilligkeit, ihrem Verbände eine Resolution im Interesse 'der europäischen Studenten zu unterbreiten. Frau Müller-Cohen verliest einen Resolutionsvorschlag. der. Frau Ma rguli e s (Berlin), laut dem , der Kongreß gegen. die dtumerüs cläusus-Propaganda Protest erhebt. Die Resolution wird ohne Debatte angenommen. . Frau van Geldern (Holland) berichtet über das Leben der Juden in Holland. Es gibt 120.000 holländische Juden, die in den letzten Jahren die Wiedergeburt der Solidarität aller Juden-mitgemacht haben. Wir jüdischen Frauen arbeiten mit aller Kraft im Interesse unseres Volkes, glauben aber, noch mehr erreichen $u tönen, wenn wir dem Weltkongreß die Gründung eines i n t e r n a t i v n a l e n 'jüdischen Frone nbundes, der in bezug auf Politik und religiöse. Fragen -neutral zu sein hätte, Vorschlägen. DK Fra^n der Emigration und der Erziehung sind nur gemeinsam 'zu lösen. Das britische Mandat über Palästina legt allen Juden, nicht nur den Zionisten, die Pflicht aus, eine Einheitsfront zum Aufbau Palästinas zu schaffen. Rabbiner Dr. Kälter (Danzig) beleuchtet im Namen des jüdischen Emigrationskomitees «in Danzig das Problem der Danziger Emigrationsfürsorge, Pas von ungemein großer Wichtigkeit sei; ans dem kleinen Da-nziger Gebiet ist das jüdische Leid undenkbar groß und die T«mchwandernden sind politischen' Schikanen ansgesetzt, deshalb sei dk Schaffung verschiedener Hilft institutionen nötig. Frau Margulies (Berlin) unterbreitet dem Kongreß, eine Resolution, wonach sich die jüdischen Frauen aller Länder sür die 'Unterstützung der Chaluzbewegung einsetzen sollen. Ueber die Resolution wird morgen Beschluß 'gefaßt werden. In der Nachmittagssitzuwg berichtete Dr. Lehmann (Litauen) über die Mische Kindersürsorge seiner Heimat und namentlich Mer das jüdische Kinderhaus in K o w n o, welches alle Gebiete der Kinderfürsorge umsasse. Frl. Karmin skr (Berlin) beantragt, daß die jüdischen'Frauen für die Ausbildung der weiblichen Mischen Jugend zur sozialen Bernfsarbe i t sorgen mögen. Neben praktischen Kursen soll auch jüdische Geschichte und hebräische Sprache 'gelehrt wevden. Herr Ka«hn (Köln) berichtete über die TätiMt des Hiffsausschusses für Durchwanderer in Köln, wo in den letzten drei Jahren 160.000 Emigranten versorgt wurden. 11. Mai 1923 ' Nr. 1524 ------ Frau Popper (Bukarest) zeigt in ilhvenr Referat, daß di«, rumänischen Frauen für die Flüchtlinge aus der Ukraine in 'mnstergültiger Weise Sorge tragen. «Herr Schulsinger (Belgien) berichtet'Wer die Tätigkeit des Wohltät igkeit sv er eines Ezra in Mtwevpm n-nd stellt besonders die tragischen Fälle der bei dem. Einschiffen zurückgestellten Amerika-Wanderer in den Bovdergrund, für die der Verein zu sorgen hat. Die Statistik der Zuvückgewiesenen zeigt als hauptsächlichste Ursache ' Hautkrankheiten, Trachom, Favus und in einigen "Fä'llen Analphabetismus. . ** ' , Frl Dora Heiden (Budapest), als Sekretärin des M bischen Flüchtlingsamtes, berichtet über die Lage, der durchwandewdon Juden. Die jüdischen Frauen hatten eine schwere Arbeit, um die vielen Verhafteten zu befreien, sie aus den Jnterniertenlagern zu bringen, wo sie oft jahrelang ihr hartes Schicksal erduldmmußten. Biele wusende Familien, dk seit Jahrzehnten in Ungarn leben, wurden als Ausländer ausge-wi esen. Mrs. Mnor Sachs-Barr referiert über die Errichtung sozialer Fürsorgezentren für Cmigrankn. Ueber Veranlassung des Council of Jewish Women sei sie nach Europa gekommen und halbe die Errichtung von Fürsorgszentren in Riga, Antwerpen, Rotterdam, HaaK Lodz und anderen Orten erwirkt. (Im Namen des Ingresses würde .ihr eine kostbare Widmung überreicht.) DK amerikanische Miische Frauenorganisation erkannte die Notwondigkeff, sich mit der Fra«ge des Mswanderers zu besassM, so länge er noch in Europa ist. Als Beispiel führte dk Rednerin .die Rigaer Fürsorgezentrale an. Nach Riga kommen scharonweise die Pvgromflüchtilinge aus Rußland und aus der Uikravne. Erjschöpft, in hoffnungsloser Verwirrung, harren sie hier ihrer Pässe und SchiffÄhrtskarten. Einige Zimmer nur ivaven nötig, um ein Heim zu errichten, wo sich die UnDücklichen wenigstens darüber aufhalten konnwu. In dem Kindergarten wurden dk Kleinen gesam«mett und aus ihrer sauitätslwidrigen Umgebung gsrissen. Dk Rednerin schildert ein ergreifendes Bild, das ihr im Gedächtnisse geblieben sei. Einem Ibjährigen Kinde wurde gesagt, cs möchte als Schulaufgabe ein Bilöd zeichnen, und daS Kind zeichnete dk Szene, in. der sein Vater er «mordet wurde und verwendete dabei viele rote Kreide. Es gelang das Jnteresie der Rigaer Frauen zu erweckenj und bald wurde dk Zentrale von einer' städtischen Fvaueugruppe übern'ommen und entfaltet bis heute ihre segensreiche Wirksamkeit. Nach einem kurzen Dank Frau Frischmanns (Riga) wurde die Sitzung geschlossen. Die JMffche Frauenliga, dk-in Genf ihren Sitz -hat^' hat an den Kongreß -eine Mresse gerichtet, in welcher« dess«ein AufmeriksaMkeit aus die Leiden der Iuden in. Ost-, e u r o p a gelenkt wird, tvelche in den Jahren 1916—I960 zu ungezählten Tausenden die Opfer der Verfolgungen geworden sind. Der Kongreß wird cmisgösordert, die Welt gegen dm internationalen Antisemitismus aufzu rufen, sämtliche Mischen Frauenovgauisat-ionen sollen den Kampf gegen den Antisemitismus in chr Programm aufnchmen und die nichtjüdischen Frauen und deren Organisationen m den verschiedenen Ländern in diesem Kampf um ihre Hilfe ausnisen. Der Kongreß möge einen Appell beizügltch der antisemitischen Gefahr an die internationalen Frauenassoziationen, die Völterbundligen, das internationale Rote Kreuz und an den Völkerbund selbst richten. 6lne Unterredung mtt Fra« Rosa Melzer« Pomeranz. Mitglied des polnischen Sejm. Einer unserer Mitarbeiter hatte Gelegenheit, mit der am Weltkongreß jüdischer Frauen teilnehmenden Abgeordneten des polnischen Sejm, Frau Rösa Melzer- Pomeranz, zu sprechen. Frau Melzer ist Mitglied des Jüdischen Klubs, welcher bekanntlich 34 Abgeordnete und 12 Senatoren vereinigt, und ist die erste und einzige, jüdische Abgeordnete in einem Parlament. Ueber die Stellung des Jüdischen Klubs in Warschau im politischen Leben Polens befragt, erklärt Frau Melzer: Der Klub repräsentiert unbestreitbar die größte Gesamtsumme an Intelligenz, poliischer Reife und echtem Patriotismus in Polen. Daß dieser Patriotismus bei sogenannten Nichtautochthonen möglich ist, beweisen am klarsten die Polen selbst, die einen großen Bruchteil ihres eigenen Volkes im Auslande haben, und bekanntlich hat die „Polonia Amerhkanska" das Werk der Restitutidn der historischen Heimat zum großen Teil vollbracht. Aber keiner wagt es, den amerikanischen Patriotismus der in Amerika lebenden Polen anzuzweifeln, wie man dies gelegentlich mit den Juden in Polen tut. Der Jüdische Klub verkörpert die uneigennützigste Liebe zur Heimat. Gleichberechtigung, echte, vollständige Gleichberechtigung, dies ist alles, was wir für uns und sind nur als bescheidene Anfänge zu werten, und die Arbeit für den zentralen jüdischen Aufbauson^ muß auf eine viel breitere Basis gestellt werden als bisher. Alle Gruppen und Landesorgarrisationen müssen gemeinsame und' parallele Anstrengungen machen, der Apparat des Fonds bedarf einer bedeutenden Erweiterung. Es ist ein unerträglicher Zustand, daß die Propaganda für 'den Palästina-Fon^ das Werk weniger blei'ben sott, dk die Arbeit, dk stetig werden muß, nicht dauernd leisten können. Aus dem jiidtschen Voll sind' trotz aller Valutaentwertung - gewaltige Surmnem herauMholen, wenn man ■ es nur entsprechendangeht und in planmäßiger,' unausgesetzter Kleinar'beit; die; zweifellos vorhandene DpfeMreltschast für Palästina' cruszmnünzen ver^edt. Kur Halde MMo« Dollar für den Keren Haleffod. Bttttott» 10. Mai. (I. C. B.) Bei der Zentralverwaltung des Keren Hajessod in London ist im Laufe der letzten vier Monate von der amerikanischen Abteilung des Keren Hajessod e i n e h a l b e M i l l i o n D o l l a r eingegangen. Die Verwaltung des Keren Hajessod betrachtet dieses Ergebnis ÄS sehr z.y f r i e d e n st e l l e n d und geeignet, sowohl die wirtschaftliche Lage in Palästina als auch daS moralische Me sehen der Zionistischen Organisation zu erhöhen, sowie die politisch Situation zu kräftigen, indem dadurch da» zuweilen vorgebrachte Argument, die Jüden wären nicht geneigt, zugunsten Palästinas erhebliche Geldopfer zu leisten, widerlegt wird. .