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Wiener Morgenzeitung · 1923-05-09 · Heft 1522 (9.5.1923) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1522 (9.5.1923)
Date
1923-05-09
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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~ Men, MMvöch ftitflStmtg für diesen höchst primitiven Text ist darin zu suchen, daß Westham United in vielen Spielen fünf Tore erzielte, urch die begeisterten Londoner auch im Cttpfinale eine Wiederholung dieses Kunststückes verlangten. Der Einlaß erfolgte durch 72 Korridore und 140 Eingänge. §000 Polizisten besorgten den Ordnerdienst. Um 1 Uhr war das Stadion polizeilich gesperrt und noch immer strömten Zehntausende von Sportfreunden herbei. Schließlich entstand ein lebensgefährliches Gedränge, der Wachekordon wurde durchbrochen und die erbitterte Menge stürmte den Sportplatz, wobei sie alles niedertrat, was sich ihr in den Weg stellte. Um halb 3 Uhr kam der König. Wie auf Kommando entstand eine '©affe und unter stürmischen Hochrufen konnte der überaus populäre Herrscher auf den Sportplatz gelangen. Die Polizei war endlich wieder Herr der Situation geworden und ließ niemanden mchr ins Stadion. Selbst die Besitzer der teuersten Sitzplätze mußten unverrichteter Dinge umkchren. Da die Masse die starken Barrieren und Gitter niedergerissen hatte und auf das Spielfeld drängte, verbot die Polizei in diesem Moment die Durchführung des Kampfes. Nach halbstündiger Arbei gelang es berittenen Wachleuten, das Spielfeld zu räunien. Der König leitete persönlich die polizeilichen Aktionen. Nun wurde das Spiel gestattet. Der Rasen war aber zerstampft und die Spieler waren durch die Menschenrassen beengt. Zweimal mußte das Treffen unterbrochen werden, da die Zuschauer auf das Spielfeld gelangten. Der sehnliche Wunsch der Londoner ging nicht in Erfüllung, da die Bolwn Wanderers 2:0 gewannen. Als der König den Siegern den Pokal überreichte, brach ein wahrer Orkan der Begeisterung los. Nach Beendigung des Kampfes dauerte die Räumung des Platzes ungefähr eine Stunde. Einer der letzten, der das Stadion verließ war der König. Die englische Presse schätzt die Zahl der Personen, die dem Spiel beiwohnten, auf ungefähr 250.000. Trotz des Mißerfolges ihrer Lieblinge veranstalteten die Londoner in den Abendstunden in Westham einen imposanten Fackelzug, um ihren Klub dafür zu ehren, daß er ins Cupfinale gelangte. Der Festesstimmung konnte auch die Nachricht, daß ungefähr 1000 Personen mehr oder minder schwere Verletzungen erlitten, keinen Abbruch tun. London lebte einen Tag im Sporttaumel und ließ sich in seinem Vergnügen durch nichts stören. Die jüdischen Landarbeiter in den Bereinigte« Staaten. Nach Angaben des amerikanischen jüdischen lanbwirtschaftkichen Verbandes zahlt man jetzt in den Vereinigten Staaten gegen 7 5.0 00 jüdische Farmer. Das von diesen bebaute Land beträgt mehrrls eineMillionAeres und hat einen Wert von gegen 100 Millionen Dollar. M. S. BrandMers 8v. SÄnrtstag. Dieser Tage feierte der bekannte hebräische Schriftsteller JL D. Brandstätte r, der zu den hervorragendsten Humoristen der hebräischen Haskalah-Literatur zählt, seinen 80. Geburtstag. Brandstätter, ein Zögling der galizischen Haskalah-Bewegung, lebt in T a r n o w und zählt zu den noch lebenden Mohikanern der Haskalah-Literatur. Ein Zeitgenosse SmolenSkis und BraudeS, nahm er regsten Anteil an der Entwicklung der modernen hebräischen Literatur. Seine Schriften, die bereits vor dem Krieg gesammelt erschienen sind, bieten noch heute dem Leser angenehme Stunden. In den letzten Wochen hat sich sein Gesundheitszustand wesentlich verschlimmert. _ fine 10 Milliarüen-Anleihe der Gemeinde. Der Stadtsenat hat gestern nach einem Referat BreitnerS die Aufnahme einer Anleihe der Gemeinde Wien im Bettage von zehn Milliarden Krone» beschlossen. Die Angelegenheit kommt Freitag vor den Gemeinberat. Eine Reihe von sozialen Versicherungsinstituten hat sich bereit erklärt, den größten Teil dieser Anleihe zu übernehme», so daß deren Platte" rung gesichert im_ Der Wiener Fremdenverkehr. Im Monat April sind in Wien nach dem Ausweise des polizeilichen Meldeamtes insgesamt 28.911 Fremde altgemeldet worden, die sich auf Hotels, Pensionen und Sanatorien verteilen, und zwar: 8836 Oesterveicher, 4042 Ungarn, 51 Albaner, 52 Belgier, 238 Bulgaren, 72 Danen/ 2005 Deutsche, 483 Engländer, 300 Frar^ofen, 159 Griechen, 193 Holländer, 740 Italiener, 870 Polen, 8 Portugiesen, 842 Rumänen, 190 Russen, 143 Schweden, 35 Norweger, 350 Schweizer, 1468 Südflawen, 49 Spanier, 142 Türken, 48 Afrikaner, 650 Amerikaner, 170 Asiaten, 14 Australier, 6683 Tfchecho-Slowaken und 40 Ukrainer. In Hotels stiegen insgesamt 28.587, in Pensionen 150 und in Sanatorien 174 Personen ab. Unter den Fremden waren 10.933 Passanten. * Aus diese Fremdenderkchrsziffern haben wir uns wahrlich nicht zu viel einzubilden. Ein Fremdenverkehr wie dieser entspricht ungefähr einer größeren Provinzstadt, aber keineswegs einer Weltstadt wie Wien. Woraus dies zurückzuführen ist, haben -wir mehr als einmal gesagt: In einer Stadt, in der das Hakenkreuz der Straße sein Gepräge ausdrücken will, haben Fremde eben nichts suchen. Jas Schachturnier ln Karlsbad. Heute wurden, die Hängepartien zu Ende gespielt. ES gewannen: Bogoljubow gegen Tartakower. DateS gegen Sämisch. Die Partie Dates—ChajeS schloß remis. Grünfeld gewaM die Partie gegen ChajeS. Stand nach der achten Runde r Treybal, Bogoljubow 6, Aljechin 6l * * * * * 7 * 9/Sf Grünfeld, Maroczy, Niemzowitsch 6, R6ti, Teichmann, Dates 4'/,, Nubinstein, Tarrasch 3'/„ Chajes, Samisch, Svielmann, Tartakower >-*> Thomas 3. Bernstein und muL, ' Wiener Morgenzettrmg. 9. Mai 1988 Nr. 1589 Zionistische Sektion JMiscbe Tischgesellschaft » Heute Mittwoch den 9.Mai 1923,8 Uhr abds. im Oaf6 Ilion, IN., Löwengasse Nr. 39 VORTRAG ,Der nächste Zionistenkongress1 REFERENT: DR. JOSEF LÖWEN HER? * Achte Sfterreichilche Sllasfeulotterie. Bei der am 8. d. abgehaltenen Ziehung de« 14. Tages der fünften Klaffe gewannen r 8 Millionen Kronen das Los Nr. 86.709, je 2 Millionen Kronen die Lose Nr. 2896. 81.120. 86.820, 87.796, 76.706 unt 79,979, je 1 Millionen Kronen die Lose Nr. 24.851, 29.968 38.771, 42.948, 50.882, 65.079, 72.884, 86.589, 88.22$, 94.02$ 106.887 und 118.276; außerdem wurden 1781 Gewinne »wische? 600.000 und 200.000 Kronen auSgelost. * Wetterbericht. Oesterreich hat noch immer heitere! Wetter bei hochsommerlichen Temperaturen nahe an 80«, Wien 28«, Innsbruck 29«. Auch die Schweiz und die Tschechoslowakei hatten Mittagstemperaturen zwischen 26° und 80°. I« Deutsch- . land ist es wesentlich kühler (unter 20°). Voraussage r Morgens noch meist heiter, tagsüber Bildung von Wärmewolken, lokale Gewitterbildung sehr wahrscheinlich. ZIONISTISCHE SEKTION XX. Donnerstag den 10.Mail923, präz. 8 Uhr abds., findet im Vereinslokal, XX., Karl Meiselstr. 5 «n. VERSAMMLUNG **. Tagesordnung: Der Zlonlstenkongress Referent: Dr. ISRAEL WALDMANN * Was verloren wird. Man kann sich keine sonderbarere Liste der verschiedensten Gegenstände vor-stellen, als die, die das Fundamt jetzt veröffentlicht. Das Fundamt sollte eigentlich ,Museum der Vergeßlichkeit und Gedankenlosigkeit" genannt werden. Da sind z. B. nicht weniger als 40 Leute, die ihr« Augengläser verlören haben. Wo möglich von der Nase wog. Jrgewd jemand, der offenbar ans östorreichische Kreditaktien nicht besonders ,/fest" ist, .hat 25 Stück dieser Effekten ttgend wo liegen gelassen. Ein anderer wieder hat eine Karbidbeleuchtungsanlage verloren; jemand, der ans Erleuchtung keinen Wert logt. Einsam und verlassen sühnen sich acht einzelne Galoschen nach ihren Gefährten, während 27 Hüte und 6 Kappen ihr Dasein in den Regalen des Fundamtes vertrauern müssen. Irgend jemand hat die Samsung um ein Ofenrohr bereichert. Daß sich die Besitzer von sechs Eheringen nicht gemeldet haben, ist schon erkläMchor. Das kommt davon, wenn man den Ehering statt am Finger in der — Westentasche trägt. Irgendein besonders gut Situierter kann den Verlust eines ganzen Hühnerhofes von sechs Hühner^ verschmerzen, und natürlich gii&t es auch eine ganze Anzahl verlorener Hunde. Daß die Damenwelt durch eine Unzahl von verlorenen Schmuckstücken, Sonnenschirmen, Handtäschchen rchv. ihr TeA beiträgt, ist ebenso selbstverstäMich. Erwähnt sei nur, daß einer auch sein künstliches Gebiß derwren hat. * Groß« Diebstähle bei einer Kleiderfirma. Seit geraumer Zeit schon wurden bei der Kleidersivma König in der Reinprechtsdovserstraße Diobstähle ausaesührt. die eine Schaden 8funvme von mehr als hundert Milliionen ereichen. Die Diebstähle wurden von Angestellten der Firma, und qwar dom Göschaftsdioner Franz Gutwill und dem GeschäftMhrer Otto Soukup ausgesMrt. Außerdem ist ein gewisser BMor Schorma daran beteiligt. Alle wurden dem LandeSgorichte eingülioferi. * Wiener Zionistisches Lokolkomilee. Die Sitzung am Donnerstag entfällt. Nächste Sitzung Montag den 14. d., 7 Uhr abends. * Bitte um Äilfe. Eine arme Witwe, deren Mann vor einigen Monaten gestorben ist, Mutter von fünf Kindern, darunter zwei lungenttanken und einem arbeitslosen Sohne, bittet hilfstätige Menschen um Hilfe in ihrer Not. Gefl. Sendungen wollen an Frau Therese S t e p p a t, 10. Bez., Katharinengasse 18, Tür 10, gerichtet werden. * Jüdischer Jngendfiihrerkurs, 2. Bez., Castellezgasse 35. Donnerstag den 10. d. keine Vorträge. Nächster Bortrag Montag den 14. b.: 7 bis 8 Uhr: Nathan Sperber (Haschomer), „Was soll ich als Jugendsübrer tun und lassen?" 8 bis 9 Uhr: Dr. Z. Schwarz, .jüdische Geschichte" (3). * ,^Ose", Gesellschaft für Gesundheitsschutz der Juden. Diese GeseÄchaft, deren Sitz in Berlin ist. hat aus ihrer Konferenz nn Dezember 1922 beschlossen, im Sommer 1933 eine allgemeine Konferenz für jüdischen Gesundheitsschutz einFuberufen. Zur Vorbereitung dieser Konferenz sammelt das Zentmlbureau der „Oise"'Daten über die sanitären Lübensbüdmgungen der jüdischen Bevölkerung, die Physischen und psychischen Berbältnisse. BevAkerunas, bewe^ung und die sanitären und medizinischen Einrichtungen der jüdischen Bevölkerung in den einzelnen Ländern. Es wendet sich daher an alle Organisationen und Einzelpersonen mit der Bitte um Ueberlassung entsprechender Daten und Materialien, gedruckter oder geschriebener Diagramme. .Tabellen, MotogrcHhien uffv. Aus Wunsch werden die Materialien nach Benützung sofort zurückgestellt. Zuschriften und Anfragen an ,L)se , Berlin W 57, Frobenstraße 4. oder ,/Q}«", London C 1, 201 High Holboru. * Professor Marburg in Amerika. Professor Otto Marburg ist in Amerika e'mgetroffen, um dort für die hebräische Universität in Jerusalem tätig zu sein. * Für die Herausgabe der Werke Perez Smolenskys. Der bekannte hebräische Publizist Mordechai ben H i l l e l Hakohen wendet sich in einem Ausruf im „Haarez" an die Verehrer Smolerskys mit dem Ersuchen, ihn bei der Herausgabe der Werk? Smolenslkys zu unterstützen, die es klinge fast unglaubl: b — nahezu verschollen sind und keinen Einfluß mchr aus die neue Generation ausüben, obwohl Smolensk) einer der Schöpfer der nationalen Ideologie gewesen ist. * Für die Jerusalemer Nationalbibliothek. Am 17. April veranstaltete das Jüdische Kuustcheater in Nüw-Dork eine Aufführung zugunsten der Jüdischen NationaMbliothük in Jerusalem. Gespielt wurde „Dizkor", ein neues Stück von Harry Säckler. Es folgte ein KonKrt von indischen Volksliedern, gesungen von Frau S Homer-Rothenberg. Im Zwischenakt sprach Herr Louis Lipsky über die Bedeutung der Jüdischen Nationalbibliothük als Sammelpunkt der in der Galuth zerstreuten geistigen Schätze des Judentums. Resultat des Abends, um dessen Zustandekommen sich besonders Fräulein Sophie A. Udin, eine Bibliothekarin der New Dork PMie Library, vevdieni machte, war eine Einnahme van 1600 Dollar für die Biblwthök. * Die Scheckhefte SeS PvstfparKasten.A«keS werSe» teurer. Das Postsparkaffen-Amt teilt mit, daß eS sich infolge der Steigerung der Herstellungskosten genötigt sieht, von heute angefangen eine Erhöhung des Preises seiner Scheckhefte auf den Betrag von 14.000 K. eintreten zu lassen. Tie beim Postsparkassen-Amt bis heute eingelano^« Beb elluuaen werden noch ru hm alten Preisen ausgeführL Freiwillige Bersteiserung einer Bohnung»« elnrichtnng. Unter der Leitung des Auktionator» Mert Lende gelangt in dessen AukttonSsaal, 1. Bezirk, Kärntnerstreße Nr. 4, Freitag den 11. d., und SamStag den 12. d., ab 3 Uhr nachmittags ein Teil einer vornehmen Wohnungseinrichtung nebst einschlägigen Beiträgen aus Wiener Privatbesitz zur freiwilligen Versteigerung. Dieses umfaßt modernes Mobil«, darunter ein sehr schöner Salon im pompejantschen Empirestil, ein großes Speisezimmer, ferner Luster, FiletstoreS, Vorhänge, kostbare Perser- und Inländer-Teppiche, Brokatdecken, Porzellan (darunter drei große Meisteuer Garnituren), GlaSwaren, Silbergeräte. Bronzen, besonders schöne große Japanvasen, DekorationSgegenstände aller Art, NippeS usw. Diese Versteigerung enthält auch eine Kollettion von sehr guten Bildern alter und neuerer Meiste: und Aquarelle, darunter ein ausgezeichnet expertisierteS Werk von ClaeS M o i i a e r t, ein vorzüglicher R o o S, ferner zwe.' außerordentlich feine und stimmungsvolle Landschaften von Isidor Kaufmann, ein ebensolcher Albert Zimmermann nebst Arbeiten von R. A lt, Joh. End er, L. Ernst, Felix, Ferraris, Filkuka, Gauermann, Herschel, Kahrer, Koppay, Larsen, Professor Rettig, Schnorr v. KarolSfeld, Treml usw. Den Schluß bildet eine schöne Klassikerbibliothek in O r i g i n a l b ä n d e n. Die öffentliche Ausstellung dieser Versteigerung findet vongesternDienStag bis inklusive Donnerstag den 10. d., täglich von 10 bis 6 Uhr statt. Es wird besonders darauf aufmerksam gemacht daß das mit Schätzungspreisen versehene Verzeichnis dieser Vev steigerung den Interessenten nicht zugesendet wurde, sondern nur im Auktionssaal, 1. Bezirk, Kärntner straß» Ütr. 4, aufliegt. (Entgeltlich? vereine, BortrSge und Versammlungen. Bund der Kriegsgegner. Olga Msar spricht heute. 7 Uhr abends, über „Unsere Niv-wieder-Krieg-Demonsttatton in England im Jahre 1922" im Ccrfä Stallburg, 1. Bez., Habsburgergasse 9. — Zionistische BezirkSsektior Wieden-Margareten. Heute im Sitzungssaale deL Tempelvereines, 6. B^., Siebenbrunnengasse ln, V48 Uhr abends, Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Nachruf für Dr. Mar Sprecher. 2. Tätigkeitsbericht. 3. Neuwahlen. 4. Vorttag Dr. Sofer. 5. Eventuelles. — Bund jüdischerJungwanderer. Jeden Mittwoch von 4 bis 6 Uhr abends finden wieder Einschreibungen statt. ES werden Knaben Md Mädchen im Alter von 10 bis 16 Jahren ausgenommen. Anmeldungen Md Auskünfte, 9. Bez., Türkenstraße 9 (Lese- Md Redehalle), oder schriftlich, 18. Bez., Cottagegasse 12/9. — Jugendverein Aha. w a t h Zion, RestMrant Menczer. 2. Bez., AuSstellungsstraße 15. Heute, halb 8 Uhr abends, Vortrag (Fortsetzung. Ungerfeld. Themar »Die neue hebräische Literatur". Gäste willkommen. — Hebräischer Klub. Morgen, 2 Uhr nachmittags, Ausflug. Treffpuntt Schottenwr. — U n i o n e S p a n i o l a, Hotel Continental, Pratersttaße. Heute Vortrag Dr. Gelber: „Napoleon und die Juden". Beginn 9 Uhr abends. — Jüdische TischgesellschaftJnnereStadt. Der für heute angesetzte Vorttag entfällt. Nächster Vortrag, Mittwoch den 16. d., Cafä Siller, Mezzanin, Herr Dr. Emil Reich: „Aus den Anfängen PeS Zionismus in Wien". — Jüdische Tischgesellschaft Landstraße. Heute, 8 Uhr abends, im Cafö Ilion, 3. Bez., Löwenaaffe 39, Vorttag Dr. Löwenherz r „Zum nächsten Zwnistenkongreß". Gaste willkommen. — Verein TikwathJehuda, 8. Bez., Bennoplatz 1. Heutn, 8 Uhr abends, in seinen eigenen Klubräumen Gesellschastsabend. Anschließend Tanz-Reunion. Sozialpadagogische Gesellschaft. Morgen, 7 Uhr abends, 20. Bez., Denisgasse 93 (Toynbeehalle), Frühlingsfeier. Mitwirkende: Prof. Frühling, Frau Leixner, Dr. SaborSky, Dr. Stohr, Lettor Neugebauer. Redner: Georg Schmidl. Zumtt ftei. Urania. Heute: Großer Saal: Halb 3 Uhr: Schülervorttag: MärchenvorlesMg — KinematoMmme. 5 Uhr: König Dachstein. Halb 8 Uhr: Goethe. — Kleiner Saal: Halb 6 Uhr: Dr. Alice Lehndorff-Stauberr Hygiene und Schönheitspflege des Kindes. II. Halb 8 Uhr: GeneralstaatsMwalt Dr. Erwin H ö p l e r r Triebfedern de» Verbrechen» — Kurssaal: Halb 7 Uhr: Prof. Dr. Karl H a a 8: Die Mathemattk der Araber. Hl. 8 Uhr: Prof. Dr. E.Z e l lwecker: Die deutschen Sprichwörter. — Klubs aal» 5 Uhr: Liederabend Gretel Hajek. Halb 8 Uhr: Olga G r e i p e l: Du altes Wien. kmährung. Ae Lebensmittelmörkte. Die Preise für RinWeisch und für bi« anderen Fleifchsorte^ blieben gestern in der Gwßmarkllhallo unverändert, doch^ ist lewer eine weitere Steigerung der Rindfleisch' preisezu bchürchten. da sich vorgestern auf dem Lebendvieh markte in St. Marx, der zu schwach beschickt war. die Preis» erhöht haben. Die Zufuhren nach der Großmarkthalle, sind gestern sehr schlecht ausgefallen, im ganzen waren vv.-r Wagkwu« lawdngen Fleisch eingetroffen, darunter ein Waggon mit Ge. friervindfleisch. Der Verkehr hielt sich sowohl in der Groß Markthalle als auch in den Wezttksgefchasten m allgemeinen in schr bescheidenen Grenzen. Die Preise für Gemüse geben wohl etwas nach, doch sin! die meisten mit Ausnahme von Spinat noch so teuer, «daß sie für <die breiten Schichten der Bevölkerung überhaupt nicht m Betracht kommen. Spinat hat sich weiter im -Pvoif« ermäßigt, er kostete im Kleinhandel 40V bis 1000 Kronen pro Kilogramm. Wo Preisrückgänge «bei Gemüse im allgemeinen zu konstatieren sind, handelt es sich zum großen Teil um minderwertige Qualitäten, während für gute Sorten die Gärtner und ländlichen PvoduMten an ihren Forderungen unerbittlich Mt« halten. Das Publikum beantwortet die Forderungen nm unfreiwilligem BoykM. Suppenspargel Lostet noch immer im Kleinhandel 7000 Äs 8000 Kronen. Solospargel 14.000 MS 10.000 Kronen pro Kilogramm, siwd über ebensowenig wig KM oder Kchlrüben anzubvinge^-

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