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Wiener Morgenzeitung · 1923-05-08 · Heft 1521 (8.5.1923) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1521 (8.5.1923)
Date
1923-05-08
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Sekte 8 Wien, Dienstag Wkensv Mopgenrett«rtg. 8. Mai 1923 Nr. 1521 Vom Zarismus bis __ Sie ruffischen gudenyllgrome tm Licht der Briefe Korolenkos. In. SoiwiotmßlaNd. wurde vor kurzsin Ms dem NaWaß des tot- Dtzjemlher 1921 verstorbenen russischen Dichters Wladimir KoroleMo eine SanmÄung von Briefen herausgegeben. die dm lfvühfte-ittg Dahingösch iedemn als Vorkämpfer der Demokratlse in RuWnd kennzeichnen. Diese Briefe zeigen auch, von welchen Göfühlen Koro-- lenko während der blutigm Pogrome in Kischinew im Jahre 1995, während der Epoche des Beilis-Pro-esses und angesichts der Verkenmdnngen gegendie Juden während der Kriegsjahre, aber ganz besonders angesichts der Blutbäder, die in dm jüdischen Städten von der.« Banden der Atamans und'Petlsuras angerichtet wurden, erfüllt ivar. Wir erfahren, daß Korolenko nicht nur platonisch die Judenverfolgungen verurteilte, sondern wiederholt, wenn auch ohne Erfolg. die ernstesten Schritte unternahm, um die den Juden drohenden Mifahren, die er . stets kommen sah. abzuwenden. ,^Jch habe bereits zwei Mißerfolge erlitten — schrieb er am 29. Juli 1903 an N. K. Michajlowski —, ich übersandte der russischen Zeitschrift „Der russische Reich- "itm" ein Aufsatz, ,/Tas Haus Nr. 13", über nreine Eindrücke in Äischenew und erhielt von Annen ko die Mitteilung, daß die Zensur den Artikel unterdrückt habe. Eine Notiz über die Iudenftage, die ich an die „Rußkie Wiedomosti" sandte, konnte auch nicht erscheirren. Ich schreibe Ihnen deshalb hierüber besonders, um mein Herz zu erleichtern und damit Sie erfahren, daß, wenn meine Reise nach Kischinew für die genannte Zeitschrift nicht von Nutzen war, nicht ich die Schuld daran trage." Vierzehn Tage vorher schrieb er in derselben Angelegenheit an D. Batiuszkow: „Ich glaube, Ihnen bereits geschrieben zu haben, daß ich den Versuch machte, meine Anschauung über den Kischinewer Pogrom zum Ausdruck zu bringen. Meine ztvei Artikel werden wahrscheinlich nicht veröffentlicht werden können. Ich habe an dieser Arbeit zweieinhalb Wochen kostbare Sommerzeit verloren,' aber es war wir einfach unmöglich, mich frei zu fühlen, solange ich nicht wenigstens einen bescheidenen Beitrag zu dieser beklemmenden -Frage geliefert habe." Als. Korolercko vorn KiWnewer Pogrom erfuhr, war er, wie er sich äußerte, unfähig, an etwas anderes zu denken. Er fuhr an die Stätte der blutigen Ereignisse, ging durch das ausgeplünderte Iudenviertel, frug die Zeugen des Dvyrnas aus, gab auch seiner Meinung Ausdruck über die Infamie der Agenten Plehwes, wobei er am meisten darunter litt, daß er wegen der . Zensur nicht in der Lage war, das Entsetzen, das Hu niedechrückte, in alle; Well hinauszuschreien.; j , Ztver Jahre spater mußte er in Polta wa, feinem Geburtsorte, ähnliche Schveckenstage erleben. Es war im Jahre 1906. Lange vor dm Oktobertagen war dft Ukraine von einer Pogromatm^ erMt. Die Sache -nahm im Sommer während der Agrarnnruhen den Anfang. Mtte Juli schrieb Korolenko an Batiuszkow: -^Zwanzig Werft von Ger entfernt sind Agwrunruhen entstanden. Mcm stürzte sich auf „die.Juden und die Her re n". ES ereigneten sich einige unbedeutende Gewaltakte. In die Ortschaften wurden Kosocken entsendet." In demselben Brief erwähnte er auch, daß die Aufforderungen, sich auf die Juden, zu werfen, in Poltawa ohne Erfolg verhallt sind. Nun folgten die Wirren der Oktober tage. Korolenko schrieb wieder an BaÜuszww: ,Mir leben hier unter ständiger Pogromgefahr. Bisher konnte in der StM selbst die Katastrophe vermieden werden. Mehrere Bororte wurden ausgeplündert. In Poltawa hat die Spannung etwas nachgelasien. Ich bin ganz zusammengebrochen, denn ich mußte vor mehreren tausend Personen eine Anzahl Reden'halten. Idr Begleitung von Stadträten und mehreren Personen der GesÄschaft suchen wir die Marktplätze auf und bemühen uns, bie Bevölkerung zu beruhigen. Der Gouverneur verhält sich ausgezeichnet und ist bemüht, jeden Konflikt zu vermeiden. Die Eisenbahner haben uns durch ihre vernünftige, menschliche und zurückhaltende Haltung einen großen Dienst erwiesen. Nur noch einige Tage und, wenn nichts Unvorhergesehenes eintritt, wird die Beruhigung vollkommen fein." Mit selbstloser Bescheidenheit spricht hier Korolenko von seiner Tätigkeit zur Beruhigung der aufgeregten Gemüter; dennoch war es jedermann bekannt, daß es aus schließlich seiner aufopfernden Energie zu danken ivar, Poltawa damals von den Schrecken eines Pogroms Vers schont blieb. Korolenko verfolgte mit angestrengter Auff merffcmkeit die Anfänge der Pogrome, ging ihren Ursprung gen nach, um sie eben im Keime ersticken zu lassen. Wie er über diese Ursprünge Lachte, darüber geben seine Briefej Aufschluß. „Wir. machen hier eine Periode der kirchliches Prozessionen durch. Die Angst beherrscht uns alle. Zere-, monieu dieser Art reizen die Bevölkerung auf bis zu einem« Grad, daß jeder auf einen Pogrom gefaßt ist." In demselben Brief kommt er zu dem Schlüsse: ,^Ich hoffe trotz alledem, daß es zu keinem Pogrom kommen werde. Ich fahre morgen auf mein Gut. Die Landbevölkerung träumt mehr von der Duma als von Pogromen. Es handeft sich hier bloß um eine Provokation, und ich denke nicht, daK man sich zu einer solchen allzu durchsichtigen Provokation -entschließen werde " Die Affäre Beilis hatte Korolenko wieder seh^ niedergedrückt. „Ich bin in Kiew — schreibt er am 23. Ok-. tober 1913 an Batiuszkow —, denn es ist mir-einfach un-! möglich, während dieser unwürdigen Geschichte in Poltawa zu bleiben. Hier kann ich lvenigstens die DiNge mit meinen! eigenen Augen sehen. Ich habe bevefts festtzestellt, daß dia Liste der Geschwovnen von d e r P o l i z e i und dev administrativen Kommission tendenziös zu^ tsammengestellt wurde, indem die Intellektuellen syste-j matisch ausgeschaltet wurden. Ich kam hier ganz krank an^ und solche Eindrücke sind nicht geeignet, mich zu heilen. In« übrigen bin ich noch auf schlechteres gefaßt." Als er zwe^ Jahre später A. F. Koni zu seinem Jubiläum gratulierte, gedachte er wieder der ,^beilis-Tage": „Damals, als sich das zeitgenössische traurige Bahrtuch über da s r i ch t e rliche Rußland astsgebreitöt hatte, stelien noch die; letzten Strahlen der großen Reform aus jene Hohen, wo sich die letzte Gruppe, ihrer Anhänger aushielt. Sie waren eine« von ihnen. In unserer Zeit der Rituälmvrdprozesse undj der Attentate auf die geheUigten Grundsätze der Justiz wird! es schwer, diesen Schimmer wahHwrehMen." Die Briefe Korolenkos enthalten sehr, zutreffend^ Worte über diese Epoche der Reaktion: „Die Beamten erhoben ihr Haupt und tragen eine grenzenlose Gleichgültig-! keit zur Schau. Das ist die TragMe der Autokratie. So-' hall) jedoch wieder verMtnismäßige Ruhe -eintritt, kehret diese Herren zu ihren alten Jrrtümem zurück." Dann kam die Rev'olution, d-e-.kurz^ Zeit' det»,' provisorischen Regierung, die bolschewikrsche Tyrannei^ Die Ukraine Lyurde zumSchauplatz blutiger Ereignisse. Eine Aera unerhörter Pogroms war angebrochen.' Korolenko! bemerkt in einem Briefe an I. P. Bielokonski: „Pvltaiva. wurde von den Freiwilligen erobert. Ich sage ganz richtigerobert. Es gab Geschützfeuer, Füfme-! rungen, Plünderung des Iudenviertels während vollerdreier Tage. Genau so, wie im Mittelalter in einer erstürmten Stadt." * Im Jahre 1920 schrieb Korolenko, nachdem er einige> Monate zur Wiederherstellung seiner Gesundheit auf derft Lande geweilt hatte, an denselben Freund:' ,Ich sah die Umtriebe der Denikin-Leute. Ich glaube nicht, daß nach den: Pogrom von Fa stow und anderer Orb», schäften ihr Prestige in den Augen Grrvopas gestiegen wäre.- Der Dienst der Kontevfpibnage ist nicht mehr wert als bi«] „Cz. K.". Niederträchtigkeiten aus beiden Seiten." Korolenko sollte das Dämmern besserer Tage nicht, sehen. Aber er starb in der Ueberzeugung, daß das alt«] Rußland mit feiner legalisierten WrlMrlichkeit und denj sozialen und ethischen Ungerechtigkeiten für alle Zeiten; verschwunden sei. Ein Jahr vor seinem Tode schrieb eq an Bielokonski: „Blickt man zurück, so fallen einem , viel« Dinge auf, die -man ein andermal gar nicht bemerkt hat, und ebenso viele andere, die für eine große Zahl von Menschen noch dunkel sind. Eine Reaktion ift wohl möglich, aber das! alte Regime ist für immer gefallen, das meue Regime -ivirtz vielleicht Augenblicke des Wahnsinns und des Verbrechens; aufweifen, aber das alte ist für ewig tot. S. P o fe n e r. („La Tribüne Juive.") Gediegenheit und Feinheit aus. Die für die nächste Zeit Unschön, da würde es mit dieser Ware gehen, wie mit allen puderen Waren, sie würde fitzen bleiben. (Lebhafter Beifall.) Ueber dasselbe Thema referierte Herr S. Cohen (England), und fordert im Namen der Menschlichkeit und der jüdischen Sittlichkeit energische Maßnahmen innerhalb per jüdischen Gemeinschaft gegen den Mädchenhandel. Die internationalen. Konferenzen und alle aufgewendejen Mittel, alle Mühe blieben erfol glos, und sogar in den Angelsächsischen Staaten, wo 'der Kampf mit größter Energie geführt worden ist, zeitigte er wenig Erfolge. Wir müssen die öffentliche Meinung der Länder bearbeiten, die geistige st in st L l lung derMenschen ändern, um diese soziale Krankheit auszumerzen. An die mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Referate schloß sich eine lebhafte Diskussion. Mme. Zadok-Kahn!<Paris), hie Witwe des verstorbenen Großrabbiners von Frankreich, verlangte, man solle einen internationalen Bertr a g.schaffe«, der die Mädchen besser schützt, als dies bisher der Fall war, insbesondere die f r a n z ö s i s ch e n H a f e n st ä d t e hätten es nötig, gegen das verwerfliche Treiben der Mädchen- Händler Institutionen zu besitzen. Der Schutz des reisenden Mädch-ens muß mehr als es bisher der Fall war, ausgebaut werden. .. Frau Klotz (Polen), erwähnte die von ihren im Auslande lebenden Männern verlassenen Frauen und glaubte, statistisch feststellen zu können, daß mehr als 60 Progent ihrer Männer in offenem Ehebruch oder in Bigamie leben. Der Mann neigt der Polygamie auch dann zu, wenn er durch ungünstige Umstände nicht direkt dazu gezwungen wird. DaS Wanderleben der Ostjuden, der häufig seine Familie verlaffen muß, ist eine natürliche Ursache des außerehelichen Verkehres. In Amerika ist es dem Council of Jewish Women gelungen, drei-unddreißig Prozent der Treulosen dahin zu beein« fluffen, daß sie ihrer Familie Unterstützungen zukommen lassen, und neun Prozent, daß sie ihre Familie zu sich nehmen. Bei weiteren neun Prozent erhielt die Frau einen Scheidebrief nach jüdischem Ritus übersendet. Für diese Arbeit haben die ostjüdischen Frauenorganisationen den amerikanischen Jüdinnen wärmsten Dank auszusprechen. Eines der wichtigsten Ziele der sozialen BewegMg sei, daß einst der Tag komme, an dem es keine arme, verlassene jüdische Frau mehr geben wird! ' _ Jüdischer Wiederaufbau in M emopa. Der Delegierte des ,Ost" (GeseUchast zur Förderung der LaMoirtlschast und des Handwerkes der Inden im Osten) Dr. A. Charasch, der für die Gesellschaft im Ausland eine rege PropagarÄatätigheÄ enisaltet, äußert sich in der ^J. P. Z." in dsmerkenswerter WÄse Wer das Mische AuKmiwerL: Daß die letzten Jahve die Oschudenheit eine harte ^chicksalsproöe gestellt havm, ift allgemein bekannt. Handel und Gewerbe, ja ganze Mische Siedlungen sind zerjsGrt worden, und eine Millionenmaffe schien völlig entgleist und entwurzelt. Manche glaubten den Untergang der Ostjudenheit herannahen zu sehen, den Ruin einzelner und die völlige Zerstörung ihrer nativnal^e-u Persönlichkeit. Man kann heute schon -mit GemgtMMg stststellen, daß dieser Prozeß, für den die objektiven Voraussetzungen gegeben schienen, auf gehalten werden koimte. Die innere WiderstaM-krast, die VitaliM dos jüdischen Volkes im Osten mute geradzu wie ein Wunder an. Ttefes Wunder ist aus einem unbesiegten und offenbar mrbesiegbaren Willen zur Tat des Mischen Volkes geboren. Die Bilanz, so ungenügend' die bisherigen Leistungen im Vergleich zum uferlosen Elend sein mögen, läßt sich schon und ermutigt, den befchrittenen Weg — immer freilich unter Anpaffung an die konkreten Mtbedürfnisse — weiter zu gehen. Es ist dies der Mgeiner -wirtschaftlichen Verankerung der jüdischen Be-döAerwng» die der ,£>#" an ferne Fcchrre gehastet hat. Der Uebergang zu pr-oduktiver Arbeit zwingt sich der Mischen BeElikvung -wie ein ehernes Muß auf. Die verockt-ste Art des Betriebes, beziehungsweffe die überlebten Berufe «überhaupt, gehören M die Rumpelkammer und können heute nicht mehr stvndhalten. Daß die Wirtschaftliche ReuÄnstellung die überlieferten Produkttonsformen wie ein Karterchäuschen sprengt, daß die jüdische Bevölkerung mit einem gesunden Insttnkt sich neue wirtschastliche Wege ebnet, daß dieser Prozeß nicht etwa das Resultat einer in SKw Letzten Propaganda ist, sondern mit elementarer Wucht aus dem nicht trocken gelegten Volksborn sprudelt gerade das bietet Gewähr für eine Gesundung der Ostjuden im Zeichen der Arbeit^ Ueber die Eignung der Juden für die Landwirtschaft sind wahrlich lange genug theoretische Erörterungen attgestellt worden; sobald aber die russ i s ch e Agrarreform, wohl oder übel, durchgeführt wurde und die ^gesetzlichen Einschränkungen der Juden in ihren Rechten gefallen waren, sobald ferner der Handel, zumal der un- -stchere, ungesunde und zufällige, seine Existenzberechtigung jverlor, da sehen wir schon die Juden massenhaf:: -sich der Landwirtschaft widmen. Die nächste ^Umgebung der früheren jüdischen Kleinkrämer- und Luft- - Menschenstädtchen ist heute weit herirm in Gärten/ Äecker und.Wiesen umgewandelt worden. Die früheren jüdischen .landwirtschaftlichen Kolonien wurden zu einem erheMchen Teil wieder aufgebaut, und iüberdies ' greift der Prozeß der Ausdehnung des jüdischen -Grundbesitzes immer mchr und mehr'um sich. Das Mijsche Handwerk, einst unbeholftn und -der typische Ausl drück der kleinen Provinz mit ihren anspruchslosen Kunden, itveist große' Fortschritte auf und kann sich an mancher Melle mit dem entwickelten Gewevbe messen/Das kommt von der Fochbildung, die dea: Mische Arbe.iter beule aenichen kann, von -den »eingerichteten Musterwerkftätten, von der Ausrüstung des jüdischen Handwerkers mit modernen Maschinen und Geräten usw. Zn Ehren der Mischen Bevölkerung im Osten ist zu sagen, daß sie, trotz der Schäden der letzten Jahre, gar manches beretts aus eigenen Kräften wieder aufrichten konnte. Hier setzt aber auch die Tätigkeit des „O r t" ein, der den planmäßigen, anhaltenden Wiederaufbau unter -Zurückstellung der sich rasch cmfbrauchenden philanchvopischen Unterstützung fördert. „Ort" ist heute in wahrem Sinne des Wortes ein Weltv erba n d der 52 Lokalovganisattvnen zählt und nicht äll-oin Rußland, sondern den ganzen Osten bedient. In den letzten drei Jcchren allein stellte der „Ort" der jüdischen Landwirtschaft und den von der Hungersnot betroffenen jüdischen Kolonisten zirka 2,5 Millionen Franken zur Verfügung, ferner 2 Millionen Franken für die Anschaffung von Ma s ch in en u n d G e väte n für -das Handwerk, er gab über. 8000 Kindern und Erwachsenen die Möglichkeit, einen Beruf Plärimäßig zu erlernen, und schuf auf diese Weise Kaders qualffizierter ArbMer.Äuf der in Polen jüngst veranstalteten Ausstellung zeichneten sich die ErMgnisse dcL vorn.Ort" unterllüüten äüdlbben^öandweM durLMiL m Aussicht genommenen Arbeiten bilden eine Verbreitung, und gleichsam eine Vertretung der bisherigen Tätigkeit! des Verbandes, der zu einer Organisation von hervorragender Bedeutung herangewachsen ist. Daß der ,L>rt" diese Höhe überhaupt erreichen tonnt-, erklärt sich sowohl aus dem Wesen feiner Wiederaufbauarbeit heraus als auch.aus dom völlig parteilosen Charakter des Verbandes. Führende Zionisten ton, führende Sozialisten zählen zu seinen angesehenen Mitglie-^ -denl und arbeiten in völliger Eintracht: sie alle sehen im; wirtschaftlichen Wiederaufbau eine nationale Aufgabe.! Parteilos wie er ist, konnte der ,Ort" auch die Hilfe der! großen europäischen und amerikanischen Verbände (insbesondere das „J o int Distribution Committee") anvnsen,- die ihm denn auch veichlich zuteil wurde. 4 M

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