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Wiener Morgenzeitung · 1923-05-04 · Heft 1517 (4.5.1923) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1517 (4.5.1923)
Date
1923-05-04
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Wh*Wirr!, FrMs Milliouerrbeftrastmg ei« es arischen Bankinstitutes. Wie wir jevjahre», fft das reina-rifchL Bankinstitut für Handel und Jndnstrie in Wien» das He'un wieLep strammer hakeNkvenzlerifchor Bankbeamten, gm empfindlichen iSbrafe von 50 Millionen Kronen verurteilt worden, weil sich hovausgestellt hat, daß diese Bank beim Ankauf und Manipulation der Devisen nicht so Vovge-gcorvgen -ist, ivie. es einem korrekt geführten Bankinstitute zustehen würde. Es jheißt, daß Mifolgo dieser Skandale eine vollkommene Revvganijsativn dieser Bank vorgenommen werden soll. Älus der bisherigen stark 'bemängelten Gestion dieses Institutes erklärt sich auch, daß die Wien desselben die medrigst notierten Bankwerie srüd. Die Kaufmannschaft gegen die neue PersonMeuerreform. Der Hauptverband der österreichischen Kaufmannschaft hat sich in Angelegenheit der Persar.alstouernovelle an die Khrenden parlamentarischen Persönlichkeiten gewendet und Mn Ausdruck gebracht, daß der dem Nationalrat Vorgelvgte Entwurf einer fPersonalsteuernovelle vom Standpunkt des Handels s ch w ejren Bedenken begehen muß. Während der gangen Nachkriegszeit wurde von seiten der Kanftnanrsschaft immer daraus . jhingewiüsen, daß die Besteuerung des bilanzmäßigen Eir.» kommens keine Ertrags- und Einkommensteuer, sondern eine Kapitalsbesteuerung darstclle. daß die in österreichischen Papievkronen errcchneten bilanzmäßigen Ertrag, niste nur fiktive Gewinne biDen. die. ans eine stabile Währung reduziert, sich als emPsiMiche Verluste der Unternch- «rnr.gen enthüllen würden. Diese Art der Besteuerung des ErjwerbÄaPitals hat nur dadurch nicht put Zusammenbruch der (Unternehmungen geführt, daß infolge der Geldentwertung die Steuer in schlechteren Kronen bezcchli äls bemesten wurde. Da Mn dieser Zustand mit der Stabilisierung der Währung sein Ende gesunden hat, hat die Finanzperwaltung selbst die Unhaltbarkeit des bisherigen Systems der Besheuernng vor- Scheingewinnen eingeschen und den erwerbenden Kreisen ein weitgehendes Entgegenkommen bezüglich der von ihnen' immer georderten Golbkronenrechmmg Algesagt. Die Novelle, die nunmehr im Nationalrat eingebracht wurde, ist keine Erfüllung dieser Zusagen. Die Auftvertung der Anfangs-Vorräte des Wahres 1922 ans daS Doppelte ist eine Maßrahme, die vielleicht aus den Laien Eindruck macht; eine wirkliche Milderung des geltenden Zustandes bildet sie nicht. Die innere Kaufkraft der österreichvschen Krone ist während des Jahres 1922 mindestens ans ein »Zehntel gesunken. Daher würde nur eine Auswertung der Ansangsvorräte aus das Zehnfache, die überdies nicht an unmögliche Bedingungen geknüpft ist. als cii.-e tatsächliche Berücksichtigung der Geldentwertung in Betracht kommen. Es muß hervorgehoben werden, daß gerade für den Handel eine angemessene Aufwertung von eminentester Bedeutung ist. Denn er hätte nicht, wie vielleicht einzelne Erzeugergruppen. Gelegenheit, sich einen eisernen Bestand als steuerfreie Reserve zu sicher«, -er Dm steckt nicht ein Teil des. Kapitals in Anlagen, die abgeschrieiben werden können. Das ganze Vermögen des Kaufmannes bilden seine Warenvorräte. Wird ihm sei« Kapital nach der bisherigen Methode zum Teil weggestsuert. dann bedeutet dies eine Gefährdung vieler HandelÄetriebe. Sehr bedenklich erscheint für die Kaufmannschaft auch die Einführung des in der Regierungsvorlage vorgesehenen Mandatverfahrens, insbesondere mit den darin vorgesehenen llllutwillensstrafen. Nach den Men Erfahrungen, die alle Teile mit dem Steuervereinfachungsgesetz gemacht haben, muß die Kaufmannschaft gegen die Einführung des Mandatverfahrens energisch Stellung nehmen. Handelspolitische Komplikationen zufolge des Schuheinsuhrverbotes. Die fängst erschienenen Mitteilungen, daß die österreichische Industrie die Sperre der ausländischen Schuh- Einfuhr fordere, haben bereits Anlaß zu Retorsions'maßnah m e n' seitens der an der Einfuhr interessierten Staaten ^gegäben. Die tschechoslowakische Regierung hat erklärt, in diesem stalle die Einfuhr von Kürschner- und Lederwaren österreichischer Provenienz zu untersagen. Die deutsche Außenhandelsstelle in Berlin hat an die Wiener Har.de'lskarmner eine Zuschrift mit der Anfrage gerichtet, ob die. Nachricht einer geplanten Einftchrssperre für Schuhe in Oesterreich auf Wahrheit beruhe und erklärt, sich Vorbehalten zu müssen, eine andere Behandlung österreichischer Einsuhrsanträge Voranschlägen, falls die Einfuhr für deutsche Schuhe nach Oesterreich stark beschränkt wivd. Ferner besteht die Befürchtung, daß Deutschland als Retorsior.-smaßnahme die Ausfuhr von Schuhmaschmen -und Schtchmaschinenbestandteilen. Schuhzubchöre. ferner der -für unser Galanterieünd^Taschnergewevbe so unentbehrlichen .Fein- und Farbledersorten. die ausschließlich aus Deutschland ^importiert werden, nach Oesterreich sperren würde. Die Sperrung der Rohstoffe würde natürlich für dieses Gewerbe jsde ProduktionsmögltHkeit vernichten. Der Regen der Warermmsatzsteuerverordrmngen. Gestern sit in der ,M-iener Zeitung" neuerlich eine Verordnung über die Eiuhebung der Warenumsatzsteuer deröffentticht worden. Dieselbe regelt die Phasenpauschalicruug für die Lüfernng von industriellen Erzeugnissen und deren Hisssstofse. Die wievielte Verordnung es 'eigentlich schon auf diesem Gebiete ist, kann kein Mensch mehr sagen. Seit dem 1. April ist 'eigentlich gesetzlich die Warenumsatzsteuer schon in Kraft Und lNoch immer regnet es von solchen Verordnungen. Kein Mensch kennt sich mehr aus. Es ist nur ein trauriger Beweis,, daß das iFmauMinistermm ganz einfach nicht m Stande,zu sein scheint, «eine Materie gründlich legislatoriisch zu behandeln. Diese Unßnasse von neuen Verordnungen kann nur als Sch'ikane erklärt werden, zu deren Ueberlsicht das Genie eines Einstein gehört. Entweder das Finanzministerium weist die genauen Richtlinicn, die es gehen soll, oder es ist zu dieser Aufgabe nicht fähig, dann soll es von der ganzen Sache lassen. Neues bedrucktes Papier verschlingt auch große Kosten und man müßte bald wirklich Mbaumaßnähmen auch in dieser Hinsicht fordern. Die letzte .Verordnung ist in eine Reihe mit allen früheren zu setzen. Wer sie gründlich im Zusammenhang mit den anderen verstehen will, besuche das Univerfitätskolleg über Finanzwissenschaft. Verwaltungsratsitzungen der Südhohn. Es fanden Sitzun- ,gen des Verwaltungsrates statt, an denen auch die Vertreter der territorial beteiligten Staaten und der Association Nationale reilnicchmen. An Stelle der verstorbenen Verwaltungsratsmitglieder Dr. Wilhelin Rosenberg und Corno'lis de Witt wurden die Herren Grand' Uff. Dr. Carlo Conti Rossini und Gaston Leverve in den Vevwaltungsrat kooptiert. Der Präsident der Generaldirektom Dr. Fall berichtete Mer den LLs der Konferenz in Rom abgeschlossenen Mord betreffend oK Regime dgfinitif, dessen Beftimünzen nach Ratifizierung' durch die Regierungen der territorial beteiligten Staaten mit Rülkvirkuna ob 1. Jänner 1923 in Kraft zu treten haben, urtb _mttm MittMWMmg- " brachte zur Kenntnis, daß in Zusammenhang damit das Regime provifoire bis Herbst 1989 verlängert worden ist. Ferner- ' erstattete Präsident Dr. Fall einen aüSführLrchen Bericht über tarifarische Fragen, insbesondere' betreffend die Regelung verschiedener internationaler Verehre, sowie über die jungten Tarifmaßnahntert für die österreichischen und für die nngarsschen Linien und gab fodamr eine Darstellung über die Verkehrs» läge sowie über die Betviebsevgebmsse auf den drei im Eigen» bettieb der Gesellschaft befindlichen Netzen. Ein weiterer Bericht galt 'der vom. Hor^eLÄgericht Wien erfolgten Bestellung von Kuratoren für die Besitzer der fünifprozentigen und der dreiprozentigen Obligatiorven. Die Stimmung in Finanzkreisen. Gestern tönrde in Wien keine Börse abgehalten. Doch war die Stimmung in Finanzkreisen sehr zuversichtlich. Sowohl Schranken» als auch Külisfen« werte waren Gegenstand lebhafter Nachfrage. Generalversammlung des Verbandes der Wiener Bank» uud Komiffionsfirmen. Freitag den K Pi'ucktlich halb 6 Uhr abends, findet im Schiedsgerichtssaale der Wiener Börse, Wiw, 1. Bez.. die ordentliche Generalversammlung des Verbandes der Wiener Bank- und Kommissionsfirmen statt. Neuerliche Steigerung des ungarischen Notenumlaufes. Nach den: soeben veröffentlichten Ausweise des ungarischen Noteninstitutes von gestern hat der Bankno tenurnlauf um 8 Milliarden zugenommen und beträgt nunmehr 100 Milliarden. Auch die Zahl der eskomptierten WeMol ist um 7 Mllicrrden gewachsen und beträgt mrmnohr 61 Milliarden. Das. Südbahnabkommen. Vorgestern und gestern fanden Sitzungen des Verwaltungsrates der Südbahn statt, in welcher sämtliche noch offtrsstehenide Fragen einer Beratung unterzogen wurden. Es verlautet, daß in der.am 17. Mar stattfrntden» den Generalversammlung der Bericht von einer Bereinigung sämtlicher noch offenen Fragen wird melden können. Vorläufig steht noch die formelle Zustimmung des KontroMomitees des Völkerbundes, des GeneraÄo-rmmssärs und eventuell der Reparationskommission aus. * Mitteilungen des Lredikoren-Vereines von 1870. Das gerichtliche Ausgleichsverfahren wurde ein geleitet: Oesterreich: Bauzherr Karl, Kaufmann, Wien, ll., Jnnftraße 4. Duval Otto, Elektrotechniker, Wien, VII., Zieglergasse 26. Jillich, Polster L Schöbel, Kaufleute, Wien, XIII? Fenzlgasse 8. Pichler M. F. L Co., Galantettewarenerzeugung, Wien, XIX., Tallesbrunngaffe 6. Schwaab Rudolf, Kaufmann, Wien, II.. Stuwersttaße 8/10. Kober Johann, Holzhändler, Hopfgatten Markt. Zögernitz Theodor, Uhrmacher, Innsbruck. — Tschecho -Slowakei: Schrötter Jakob, Kaufnrann, Prag. Grünfeld Alexander, Kaufmann, Zvolen. Jezek Josef, Kaufmann, Bensen. Spiegel Emil Photohändler, Brünn. Melin Anton, Feinkosthändler, Chmdim. Stul Josef, KMfmann, Freudenthal. Wagner Rudolf, Kaufmann, Hroznetin. Plotzar Heinttch,. Likörerzeuger, Jglau. Wolf Leopold, Modelleur, Jglau. Kettesz Simon, KaufmMN. Kaschau. Ballek Josef/ Kaufmann, Koschtitz a. E. Wagner Ruoolf, Kaufmann, Lichtenstadt. Dubsky Albrecht, Lissitz. Martini' Anton, Kaustilgnn, Ludgerowitz b. tultschin, Schönberg Bernhard, Trödler, Mähr.-Osttau. Eichler ichard L Co., Nähseidefabttk, Neupaulsdorf. LandeSmann Viktor, Kaufmann, Michalovce. Steinfeld Leopold, Kaufmann, Nandraz. Cafö Simplon, Inh. Wwe. Braun Wilhelm, Klein Jzso und Frau, Neutta. Pospisil Friedttch, KMfmann, Olmütz. Krannich Alois und Stephanie, Kaufleute. Olmütz. Freund Josef, Galantenewarenhändler, Pardubitz. Hick Ludwig, Kaufmmn, Pilsen. Deutsch Siegmund, Kaufmann, Pistyan. Habener Czeslawa, Handelsfrau, Prag. Hrabeta Zdenka, Hutgeschäft, Prag III. Hazdra Jaroslaus, Elektrotechniker, Prag II. Kirsch Wilhelm, Kaufmann, Prag- Weinberge. Michler Max, Lederhändler. Prag I. Bodicka Jan, KMfmann, Prag I. Prenghy Eugen & Cie., Preßburg. Svolinsky Karl, Kolonialwarenhändler, Proßnitz. Beuer Fttedttch, Handelsmann, Reichenberg. Scholz Josef, HMdelsmann, Ruppersdorf. Samsth Jakob, Kaufmann, Sebes-Kelemes. Olsansky Emilie, Handelsftau, Turnau. Zimmernrann Emil, Glaswarenerzeuger, Wiesenthal. Kolesa Karl, Kaufmann, Znckinantel. —Ungarn: Eisenstädter S. L Co., Kaufleute, Szegedin. — In g os l a w 'i e n: Spitzer Edo (Gliso)/KaufmMN, Agram. —Der Konkurs wurde verhängt: Tschecho-Slowakei: „Schoop", Ges. m. b. H., Prag VH. Löbl Josef, Kaufmann, Teplitz-Schönau. Tielsch Robett & Co., Textilindusttie, Georgswalde. Klement Ferdinand, Schuhfabttk, Saaz. Lebovicz Samuel, Kaufmann, Velky-Sevljus. Tera Adolf, Weberei, Rotkosteletz. Jiran Jaroslav, Großkaufmann, Prag-Snüchow. Kaiser Josef, Kaufmann, Warnsdorf. Brazdil Hans, Klavierhändler, Zwickau. Kelemen, Ges. m. b. H., Mähr.-Osttau. Pan Karl, Handelsmann, Neuhaus. Stransky Rudolf und Max Reumann, Glaswarenerzeuger, Antoniwald. Dlouhy Johann, Chemikalienhändler, Lobositz. Wenzel August, Inh. Maria Wenzel, HMdelsftau, Böhm.-Kamnitz. Guth-Janacek Matte, Kinobesitzettn, Prag-Wrschowitz. Schwarz Johann, Schneider, Winterberg. — Jugoslawien: Hodochin, Negro L Saljustto, Großkaufhaus, UesMb. __ Bo« den in- und ausländischen Warenmiirttcn. Holz. Das Geschäft am hiesigen Platze ist trage un>d lustlos. Dagegen zeigen sich in Deutsch l a u d leichte Ansätze zu einer Belebung der Nachfrage. Indessen sind Mschlnsse nur m-öglich, wenn die Sägewerksbesitzer zu billigen Preisen abgeben wollen. Die Presse, zu denen verkauft wird, bieren der Sägewerksindustrie keine Rechnung, zumal es sich messt nicht um die wertvolle Tsschlerware, Mch der einige Nachfrage bestcht, hanldett, sondern messt um billigere Soriünente. In den Kreisen der Sä'gewevksindustrie erwartet man, allerdings vergebens, auf Grund des gesenkten Markkurses eine Desejligttng der Schnittholzpreise, die indessen kaum eingetreten ist. Es waren aber nur geringe Abschlüsse zu verzeichnen. Es steht Wohl fest, daß die Geschäftslage am Holzmarkt sich erst ändern kaitn, wenn die Rühraktion beendet ist: Selbst beim Beginn von Verhandlungen wird man nicht ohne weiteres nrit einer wesentlich gesteigerten Ansnahmefähigkeit. des PlatzhoWandels zu rechnen hoben. Uederdies sind die GeWvevhälttttsse in den Kreisen der Säge-Werksindusttie und deS Holzhandels äußerst ungünstig. Nöuerdings werden aus dem Auslände, nannenÄich ans Litauen und Kottgreßpollen, größere WalldoibMe angchotett, womus man Mteßen kann, daß auch die englischen und belgischen Holzanfläufe, die bisher an diesen Wa>ldge>schäften größeres Interesse hatten und auch verschiedene Forste kauften, teilnahmslos geworden sind. Ohne Zweifel hat die Ruhrbesevung auch dort mi einer Stockung des Absatzes geftihrt. "Gleichlmitende Berichte liegen auch aus Holland vor. . Salz. Die Ausftchr von Steinsalz betrug 1922 mud eine Million Tonnen. Das bedeutet gegenüber der Ausfuhr 1921 e-ine Steigerung von zirka 45 Prozent. Au der Steigerung der Ausfuhr sind fast alle — sowohl die europäischen^ wie auch die überseeischen — Länder beteiligt, soweit es sich nicht nm;-o«lche handelt, die auf Grund eigenen BorkomENs die Sa'lizversormm rypes. Lmlpes. sicherstellen können. In DeutisMi«d M aber eine erhöhte Fracht emgetreten. ivolcho im .Jahre 1902^ eine §ak 90fache Steigerung zu verzeichnen hrtt. Gcvltz ist ein off, der hohe Frachten nicht .vevttägt. Amch eme der tenverteuerimg entsprechende Echöhuug der Werse sst im ick auf den ausläüdsschen Wetidewech nicht mögslirch. Man gilaudt daher, daß die RttchlSbahnverwattung entßpvechend der von der Relchsregierung ans einzelnen Gebieten evwligrmch durchaMhrten Preissenkung aufs ernsteste an eieren Wibwr der Essenbahngütert-arsse. wird schreiten müssen. Wie bereits Erwähnt. hat die Salzaüsiftchr eine starke BÄelbung erfahren. Der lebhaften Nachfrage nach deutschem Steinsalz inr AuMrnde kamen die günstigen Verkeyrsverhaltmsse zü stattem Die Wagen» aesteÄttlg iivar während des ganzer: Jahres eine gute, und dre Wagenknappheit, die sich, wie vegolmäßig im Herbst, aus der Notwendigkeit der Srcherstellung der BolWerrvähvung durch BevorWgung der Beförderung von lauldwirtschaWichen Emörrg» mssen und Düugemitttelu zeigte, trat nicht in dem früheren Umfange irr Erscheinung. Ferner trug der günstige Wasserstand auf den ssür die Beförderung von Salz wichtigen Wasfevsttaßen Rhein, Elbe und Donau dazu bei, die Ausfuhr zu erhöhen. BiehmarNe kn St. Marx. (Eigenbericht der „Mener Morgenzeittmg".) Rindermarkt. Der Aufttteb belief sich auf 112 Stück inländisches, 168 Stück ungattsches, — Stück tschecho-flowakisches und 394 Sttick jugoslawssches, zusammen 664 Stück Schlachtvieh,- worunter sich 421 Sttick Mast- und 243 Stück Beinlvieh befanden. Der Gattung nach waren: 290 Ochsen, 109 Stiere, 265 Kühe und — Büffel. Es notterten je nach Qualität: Ochsen 11.000 bis 17.000 K., Sttere und Kühe 11.008 bis 15.000 K. und Beinlvieh 6000 bis 11.000 K. pro Ktlogramrn Lebendgewicht. Tendenz bei Matttbeginn lebhafter, Preise gegen Montag um 500 bis 1000 K. pro Kilogramm höher, späterhin trat eine 'Verstauung ein und wickelte sich der Verkehr Mf Basis der Montagpreise ab. S ch w e i n e m a r k t. Aufgettteben wurden 73 Fleischschweine und 232 Sttick Fetsschweine, zusammen 305 . Stück. ES notierten: Fettschrveine 26.600 bis 28.200 K., Fleischschweine 26.500 bis 28.000 K. ppro Kilogramm Lebendgewicht. Preise gegen gestern um 500 bis 1000 K. pro Kilogramm höher. S t e ch v i e h m a r k t. Die Gesamtzusuhr belief sich auf 2605 Kälber, 16Q6 Weidnerschweine, 901 Weidnerschafe, 152 Ziegen, 1949 Kitze und 171 Lämmer. Es notierten: Kälber 16.000 bis 28.000 K., Weidnersteischschweine 25.000 bis 33.000 K., Fettschweine 29.000 bis 30.500 K., Weidnerschafe 7000 bis 18.000 K., Ziegen 4000 bis 12.000 K., Kitze 12.000 bis 18.000 K. «nd Lämmer 11.000 bis 22.000 K. pro Kilogramm. Bei ziemlich lebhaftem Verkehr haben Kälber um 1000 bis 2000 K., Fleischschweine um 2000 - bis 3000 K. und Fettschweine um 1000 K. pro Kilogramm im Preise angezogen. Infolge des Feiertages findet der nächste Markt Mittwoch den 9. d. statt. Banmwollbärse. New-Borll, 2. Mai. Banmwollzufuhren kn den atlan». und Golfhäsen 3000, im Innern 1000. Ausfuhr nach GroßbtttMnten 1000, nach dem Kontinent 2000. Lokalmarkt middliriB: 27.95 (gestern 27.50). Tendenz Stetig. Termine: Mai 27.75, Juni 26.90, Juli 26.60, August 25.31, September 24.60, Oktober 24.12, November 23.85, Dezember 23.65, Jänner 23.35, Februar 23.33, März —, April _ Berliner Börse. Berlin, 3. Mai. Da die Deviserrpreise heute wieder stark sttegen, wobei der Bedarf nur zum Teile befriedigt werden konnte, verstärkte sich die Kanflust des Publikums, die durch spekulative, ausländische und fortgesetzte große Konzern-Käufe unterstützt wurde. Die Börse stand daher auf allen Gebieten im Zeichen einer ausgesprochenen Aufwärtsbewegung, wobei Kurssteigerungen von 5000 bis 10.000 Prozent, bei Montanwerten auch solche von 20.000 Prozent eintraten. Ganz erheblich höher wurden auch alle Valutawerte bezahlt. Die Kursfeststellung verzögerte sich wegen des'starken Geschäftes bedeutend. S ch l u ß k u r s e: Türkische Lose 265.000.-, Oesterr. Staatsbayn —.—, Nordd. Lloyd 44.900.—, Ver. Elbe» schiffahrt 49.000, Berl. Handelsgesellschaft 90.000.—, Kommerz. Privatbank 15.700.-, Darmstädt. Bank 23.500.-, Deutsche Bank 32.250.—, Diskonto-Kommandit 23.500.—, Dresd. Bank 20.750.—. Nationalbank für Deutschland —.—, Oesterr. Kredit 32.260.—, Oesterr. Länberbarrk 29.000.-, Reichsbarrk 14.000.-, Wiener Bankverein 21.000.-, Wiener Unionbank 27.000-, Allg. Elek» tttzitäts-Gesellschaft 43.000.—, Bochumer Gußstayl 218.090.—, Daimler Diot. 19.500.—, Deutsch-Luxemb. 180.000.—, Deutsche Waffen u. Dtunition —, Dynamit Nobel 4(5.600.—, Felten u. Guilleaume 73.000.—, Gelsenkirchener Berg. 208.000.—, Th. Goldschrnidt 69.900.—,' Harpener Berg 255.000.—, Hissch Kupfer 89.000.—, Höchster Farben 43.000.—, Hohenlohe-Werke 61.000.—, Laurahütte 73.500.—. Mannesmanmöhren 106.000.—, Phönix Bergbau 136.000.—, Schuckett u. Co. 106.000.—, Siemens u. Halske 135.000.—, Telephon Berliner 22.000.—, Prager Börse. Prag, 3. Mar. Nach dem gestrigen festen Schluß stellte sich bei der Eröffnung der heutigen Börse eine Realisation ein, die die Anfangskurse etwas hernnterdrücktc. Später gestaltete sich das Geschäft unregelmäßig, wobei eine Besserung überhand nahm. Auf dem Anlagemarkte zogen vor allem die langfristigen Staatspapiere im Kurse an, während in den übrigen Warenmangel herrschte. Heimische Banken lagen fast unverändert, Wiener besserten sich etwas. Von Transporttmternehmungen gaben Buschtiehrader A-Aktien um 70 tschechische Kronen nach, wogegen die übrigen im Kurse anzogen. Auf dem Jndrsstrieakttenrnarke schwächten sich Zucker-. Eisen-, Chemische-, Bau-, Jnwald-, Brunner Maschinen- und Oesterr. Berg u. Hütten- Aktien ab. In Exoten lagen Bulgaren und Oesterr. Solo- Aktien fest, während Schönpriesener Kurseinbußen erlitten. Die Schlußtendenz war unregelmäßige Schlußkurse: Türk. Eiseubahn-Anleihe 400 Franker: —, Böhm. IlnionbMk 389.—, Böhm. Eskomptebank 389.—, Böhm. Jndustttalbank 437.50, Zivnostenska Banka 354.50, Anglobank —, Oesterr. Kredit —, Wiener Unionbank 94.—, Wiener Bankverein . 69.—, Buschtiehrader' Eisenbahn Lit. A 655.—, Lit. B 211.—, Ferdinands-Nordbahn 6400.—, Prag-Duxer 203.—, Arrssig-Teplitzer Eisenbahn 1320.—, Nestomitzer Zuckettndusttie 1090.—, Vereinigte Elektttzität Wien 108.—, Brosche —, Koliner Spitttus —, Köntgshofer Zement 960.—, Breitfeld-DMek 384.—, Ringhoffer 686.— Sinmreringer 105.—, Rothkosteletzer Textil 245.—, Alpine Montan 318.76, Poldihütte 420.-, Prager Eisen 975.-, Oesterr. Berg u. Hütten 1895.—, Skoda 460.—, Jnwald 665.—. Andapester Börse. Budapest, 3. Mai. Die heutige Börse eröffnete unter der Einwirkung der höheren Kronennotiz etwas unfreundlich. Die Nachfrage war zurückhaltend und die Tendenz gestaltete sich ausgesprochen flau. Die Kontern:ine warf größere Posten auf den Markt und bewirkte mit ihren Bianwverkaufen ein allgemeines Sinken der Kurse, das.in der zweiten Börsenhälfte ganz besonders zum Ausdruck kam. da die Börse zu Beginn noch eine

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