Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1514 (1.5.1923)
- Date
- 1923-05-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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m. 1514 Men, Dknötag Wiener Morgenzeitung. 1. Mai 1923 Seite 8 jtst, wo Himbeeren emf den Sträuchern wachsen und nicht petm DeliLatesserchäMer, wo jut Eierspeise Eier gekommen werden und nicht durch behördlich patentiertes Zerfahren — und wo Wohnung und Kost, von Fett, lbegieihungsweise Reinlichkeit triefend, doch Wr Awanzigwusend „Ka" verschlingt. Daß ist daZ Ideal. Die Wirklichkeit sicht anders aus. Gor die Sommerfveuden des jüdischen geistigen Arbeiters 'sind zwei große Riegel geschoben, der eine heißt: Hakenkreuz, der andere: freibleibend. Die Wirte Tirols, Steier- WÄ, Salzburgs sind freibleibend, so freibleibend wie 'nur möglich. Kompliziertere Naturen sind es überdies noch in Goldkronen, Schweizer Franken oder einer cm» ideren Respekt einflößenden Währung. Uebrigens kommt man gewöhnlich gar nicht einmal so weit, einen Schreck- .mvstrll zu bekommen, denn in der Regel geben die Gastwirte imseves schönen Heimatlandes auf Anfragen überhaupt keine Antwort. Wer sich nach einem Preis erkundigt, wer einen Mldungs- oder Amtstitel trägt, der ist nicht der Gast, den unsere Wirte meinen, am wenigsten, wenn der Mann noch obendrein den Verdacht des Judentums «ufloemnen läßt. Darum bekommt mau auch fast immer aus die Fvach Mach dem Sommer ein ratloses: ,Zeine Ahnung" zur Antwort. Gewöhnlich knüpft sich ein Gespräch über Valutafvagen dawn. Jeder beweist dem anderen, daß man eigentlich viel bester täte, nach Italien zu gehen. In Südtivol und an der Adria bekäme man „schon" um 20, 25 Li« Pension und wenn man das umrechnet... Aber so sehr man beflissen ist, den: N-ebemnenschen die Vorteile Kar zu machen, so wenig ist man geneigt, sie selbst auszunützen. Wahrscheinlich weil jeder dieser Rechenkünstler sich vor der kostspieligen Reste, den Nebenausgaben und dem Aufenthalt in einem Lande fürchtet, in dem man den Ankauf einer Zeitung, einer Schrerbfeder, einer Zigarette sorglich überlegen muß. Deutschland sperrt seine Grenzen gegen Sommergäste, die Schweiz oder der Böhmerwald schließen sich aus Valuta rischen Gründen aus. Die Mittel. standSerholuugSheime können, so weit sie angenehmen Aufenthalt bieten, überhaupt niemanden mehr aufnehmen, denn sie verlangen durchschnittlich 50.000 Kronen, was für eine vierWpfige Familie immerhin 6 Millionen Kronen im Monat ausmacht. Und das stt immer noch viel Veld. Besonders wenn das Monatsgehalt weniger beträgt und man noch obendrein die Reste und die unvermeidlichen „ZMchen" damit bestreiten muß. Gelingt cs eine«, durch ein Wunder oder mindestens durch eine» «n Wunder grenzenden Zufall, dennoch einen Mimischen Ort zu erkunden, in dem die Preise menschlicher Voraussicht nach nicht irrsinnig werden, dann stt unserftner immer noch von Hakenkreuz-Befürchtungen geplagt. Natürlich gibt es ja Juden, die diese Bedenken vornehm ur Seite schieben. Man merkt ihnen ,/gar nichts an und ie haben noch nirgends Anstände gehabt. Also besuchen ie seelenrrchig Gaschöse, in denen Zettel an den Wänden jängen, aus denen nicht steht: man läutet einmal dem Stubenmädchen, zweimal dem... sondern ebenso klipp und klar: in diesem Hause dürfen sich nur Arier aufhalten. So mancher Jude mit der großen Brieftasche und dem kleinen Herzen wird sicher nach wie vor in die Orte gehen, m denen sich jene Leute wohl fühlen, in die Sommerfrischen der Reichen, in denen merkwürdigerweise auch die stmamnsten Hackenkveuzler zwischen Mai und September recht milde denken. Das stt nämlich eine Entschuldigung, die die bevorzugten Rastengenosten mit Fug und Recht Vorbringen dür'en: daß sie von den Gchästigkeiten nicht allzu viel verspüren. Auch der rasende Hermann verficht Geschäftsrücksichten zu nehmen. Im Zillertal und in Salzburg hat man die Inden mit Mord und Totschlag bedroht (natürlich erst zum Saisonschluß), aber in Ischl und Baden hat sich nichts genährt. Ein Trost ist freilich auch uns geblieben, der uns über die gehässige Aussperrung hinweghelfen muß: Wir könnten zumeist die heurigen Preise, auch wenn sie von honigsüßer Freundlichkeit garniert tvären, ja doch nicht erschwingen. Das ist natürlich ein nmgercr Trost, ist doch die Sommerreste für den Wiener oim schier unentbehrliche Erholung. In keiner zweiten Großstadt ist die Sommerfrische so sehr zur Selbstverständlichkeit geworden und mit der Tradition so enge verknüpft. Jetzt l)eißt es für die meisten von uns, mtl) mit dieser alten Gewohnheit brechen, sie zu den Erinnerungen legen wie Theater, Konzerte, Biicher, Musika- »ren, allen Schmuck und Reiz des Lebens. Denn immer öfter hört man eö bleiche Frauen und verbitterte Männer sagen: Heuer bleiben wir zu Hause. K. M. Wache und Wkvmg. Das prähistorische Institut der Universität, 9. Bez., Wasagasse 4, bleibt in Ermanglung eines Dieners bis auf weiteres geschlossen. Die Vorlesungen des Professors Dr. Osinald M e n g h i n finden ab Donnerstag den 3. d. tm Hörsaal für Mineralogie statt. # Diese Meldung in ihrer lapidaren Kürze zeigt deutsicher als alle langatmigen Berichte, wohin es die Wiener Universität gebracht hat. Aus der einen Seite ruiniert die von den Machthabern der Hochschule geduldete und unterstützte Hakenkreuzlerei mit ihrem Numerus elausus-Geschrel die alte, berühmte Bildungsstätte, auf der anderen tut es der sinn- und planlos durchgesiihrte Abbau. Diesen vereinigten Bemühungen mutz es in kurzer Zeit gelingen, die Wiener iUnivetfität auf das Niveau einer Provinzh-?chfthuse herab- -ubringeq. Kleine Lolalchrouik. Der Lehrling Leopold Sauer fuhr auf seinem Rade in schnellem Tempo durch die Rosentalgasse. Er stieß gegen eine Mauer und verletzte sich schwer. Vor einigen Tagen wurde dem Kaufmanns Johann Schmidt ein Scheckheft mit 27 Scheckblanketten der Oesterreichiscken Postsparkasse, Konto Nr. 171.933, gestohlen. Der Dieb hat in einem Fall einem Kaufmann Schuhe im Werte von drei Millionen Kronen entlockt, in einem anderen Falle den Versuch unternommen, Waren um 6,620.000 K. zu entlocken. In einem Gasthause entstand zwischen dem Schlosserwhttfen Friedrich U h l i r ünd dem Hilfsarbeiter Dorn eine täuferei, weil Dom dem Uhlir kein Bier zahlen wollte. Im Verlause des Streites wurde Dorn durch Messerstiche leicht, Uhlir so schwer verletzt, daß er kaum mit dem Leben davon kommen dürfte. _ * Das Zentralbureau der Tarbuth gegen den Joint. Das Berliner ZentrcMureau der allwettlichen Tarbuth- Organifation veröffentlicht ein Commumque, in welchem gegen die Einstellung der Subventionen des Joint an die hebräischen Schulen ir- Polen vor der iübischen Oeffenilichkeit protestiert wird. In dem Communique Wird das Joint- Komitee angeklagt, daß es mit Absicht die jüdisch-nationalkulturell« Arbeit in Polen untergrabe. Das Zentralbureau des Darbnch wendet sich an die amerikanischen Inden mit der Aufforderung, den Joint zu zwingen, die gegen die Tarbuth eir.gsschlagene Politik zu ändern. * Antisemitische Hetze in Posen. Die Warschauer jüdischen Zeitungen bringen Nachrichten aus Posen, daß die meisten dortigen Hotels. Cafes und Restaurants Tafeln' mit der Aufschrift ,Hüben ist der Eintritt verboten" ansgehängt haben. Vertreibungen von Juden aus öffentlicher.- Lokalen sowie Attacken auf jüdische Einwohner sind in Posen alltägliche Erscheinungen. * * Ein neuer deutscher Antisemitenbund. Der sich „ErnEMngSgemeinde" nenr-ende Antisomitenbund in Leipzig hat mit der Herausgabe einer Amzalhil judenhetzerischer Schriften begonnen, die in einer Unzahl von Exemplaren über ganz Deutschland verbreitet werben. In dem letzten Flugblatt der ErneuernngSgerneide" wird r.achzuweisen versucht, die Juden hätten den Weltkrieg geschaffen, um die!er auszuiplündem und alle Staaten in Schukdknechtschast M stürzen. > * Antisemitismus in der lettischen Schule. Die Rigaer Tageszeitung „Unser Weg" bringt eine Zuschrift, in welcher darauf hingewiesenwird, daß der von I. L ü p i n. verfaßte und in einem großen Teil der lettischen Normalschulen einaeführte Kurs für Lettlands Geographie für Norrnabschülen falsche Tatsachen und' Verleumdungen mit Bezug auf die Judrnschaft Lettlands enthält, Im ethnographischen Teil des Lehrbuches kommt folgende Stelle vor: ,Ms zum Weltkrieg lebten in Lettland nicht viele Juden, erst kurz oor demselben haben sich die Juden ungeheuer vermehrt. Sie haben den Handel oÄupievt und ms demselben sowohl die Letten als auch die Deutschen verdrängt. Obwohl die Juden viÄ Intelligenz besitzen, bieten sie auf kulturellem Gebiet wenig. Die von Juden bewohnten Städte sind die häßlichsten und schmutzigsten, weil die Juden nur um des Geldes willien leben. Sie zerstören.- das lettische Bürgertum, das die jüdische Konkurrenz nicht ausschalten kann? Die Juden verhalten sich auch feindlich gegenüber unserer Kultur und Ordnung, sie reden fremde Sprachen und sind deshalb als ein unerwünschtes Mement azufohen. Die Aufgabe der Letten ist es. dafür zu sorgen-, daß der Handel in lettische Hände übergehe." * Das Pcnfionsgesuch des Chefarztes der Rettungsgefellfchast. Das Präsidium der RettnngSgefellschast ersucht uns um Aufnahme folgender Zeilen: Der Chefarzt der Wiener Frei willigen Rettungsgosellschaft Obermedizinallrat Dr. Lemberg hat am Schluß der Sitzung des VerwMungsaussch'.isses der Rettungsgefellschast am '30. April dem Aus> -schuß sein Pensionsgesuch angekündigt und dieses mit der Voll endung einer 40jährigen Dierstzeit bei der Freiwilligen RettungSgesellschaft motiviert. Der Verwaltungsausschuß der Rettungsgesellschast hat den Beschluß gefaßt, sich in Aube tracht der hervorragenden Funktion des Chefarztes. Dr. Lam berg mit diesem Pensionsgesuch in der gestrigen Sitzung nicht W befassen, smidern dieses Pensior-sgesuch dem in der gestrigen Sitzung götvählten Direktorium der Rettunqsgefelstchast zur weiteren Behandlung zu übergeben. * Verbot ritueller Schlachtungen in Finnland. Nach einer aus Finnland eingetroffenen Nachricht wurde dort im ganzen Lande die jüdische rituelle Schlachtung (Schehrtah) verboten Das Verbot kommt um so überraschender, als ein vor Jahren erlassenes Verbot später als unbegründet zurückgewiesen worden war. * Schülerftchrpreisermässigrmg Ms den Straßenbahnen Die Straßenbahndirektion macht darauf aufmerksam, daß es sich empfahlt. die Ansuchen mn Schülerpveisormäßigungen für die Fahrt zwischen Wohnung und Schul« schon ab Mai des lausen den Schuljahres für das kommende Schuljahr 1923—24 e'mzu bringen. Diese Ansuchen werden dann während der Feriennvonaie erledigt, so daß die Begünstigungen gleich zu Beginn d:s komm enden Schuljahres in Gel tung treten. Bei Ansuchen, die erst zur Zeii des Schulbeginnes überreicht werden, kann eine zellgerecht« Erledigung nicht verbürgt werden.' * AuSfolgung von beschlagnahmten Dokumenten in Sowjclrrrhland. Die ruisisä>e Negierung hat am 13. Februar 1923 eine Jnstnikticn iiber die Arrsfolgnng von Dokumenten erlassen, die in Banksafts hinterlegt waren und seinerzeit beschlagnahmt tmirbeit. Ausgefolgt werden Dokument« ohne dermLgenSrccbtliche Bede-utting, wie Personaldollumente usw., ferner Urkunden über Rechte, wetlche durch Verfügungen der Svwietregierung annulliert wurden. Dokumente vermögensrechslichen Inhaltes lverden' ausg-solgt, wenn sie seitens emer Verwaltungs- oder Gerichtsbehörde ftir Zwecke einer zu fällen^ den Entscheidung gefmdert Wcrt'en. Die Freigabe erfolgt von den Gouv.rnement-Finanzabtkilungen, in Moskcnl vom Volkskommissariat für Finanzen, für Ausländer, die sich im Ausland befinden, werden die Dokumente durch das Volks« komimssariat des Aeußern den betreffenden ausländischen Missionen ausgefvlgt. Gesuche mn Aussolgungen sind bis 15. August 1923 einzubringen. * Jubittllnn der Nnnoneen-Expedition Schalrk. Am 1. Mai vollendet die bckaunte Wiener Annoncen-ExpMtion Heinrich Schalet da§ fürfzigste Jahr ihres Bestandes. Als einer der ersten in Oesterreich hatte der wegen seines lauteren Charakters uitb s-ein-.s der Zeit weit Vvrauseilenden kaufmännstck)en Geistes hock) ge achte:« Begründer dieser Firma, Herr Heinrich Schales, die eminente Bedeutung der Neflame für das gesamte Gcschäftsleben erfaßt uub sein« ganze Tätigkeit in Dienst der Zei!tu>Mvrova.aanda gestellt. In vastloiem Wirken hat er sein Unternehmen allen danrals beftchendest Schwierigkeiten zum Trotz auszubauen >und sich einen ehrc:^ vollen Platz in der ersten Reihe jener zu si-ch>ern gewußt, die die Werbetätigkeit durch das Inserat zu der lMtigen Größe und nunmehrigen allgemeinen Anerkennung gebracht haben. Den: Keklamowesen in Oesterreich stcht noch eine bedontettde Entwicklung bevor; die - jubilierende Firma wird an ihr sicherlich auch Weiter einen erheblichen Anteil haben. * Zustellgebühren für Pensionen. Mit Rücksicht auf die Bestimmungen de8 Wivderaufbwugefetzes wurde oie kostenlose Zustellung der Pensionen von chemalligen Bediensteten der Staats--(Wnnde8-)bahnen und ihnen Hinterblliäbenen mit Ende April eingestellt. W 1. Mali d. I. sind daher den Briefträgern die ZnsteügMyren fiir Pensionen wieder zu bezahlen. * Fernsprechverkehr Oesterreich—Slowakei. Mit 1. Mär 1923. wird der zeitlich unbeschränkte Fernsprechverkehr zwischen Wien und Wiener-NNeustadt einerseits sowilc Kosice (Kaschan), Spis. N. Bes (Iglo), KeManvk (Kesmavk), Poprad, Tatranska- Lomniea, Stary Smokovec (Schimöcks), Novy Smokovec (Neu- SchnMs und Strbske Pleso (Bad Csorba)) andererseits allgemein ^ugelassen. Die derzeitige Siprcchgeibübr für die Einheit l>es gewöhnlichen Gespräches beträgt in der Beziehung Wien— StrbSke Pleso (5. Zone) 14.400 K., in allen übrigen genannten Beziehungen (6. Zone) 17.300 K. * Achte österreichische Klassenlotterie. Bei der am 30. April 1923 abgMaltenen Ziehung des 10. Tages der fünften Klasse gewannen: je 6 Millionen Kronen die Lose Nr. 5719 und 50.853, e 3 Millionen Kronen die Lose Nr. 8248 und 36.005, je 2 Millionen Kr-vnen die Lose Nr. 7810, 40.948, 59.779, 79.134, 106.923 und 118.691, je 1 Million Kronen, die Lose Nr. 430, 8249. 10.109, 17.320, 42.539, 60.&16, 62.132, 62.312, 62.79b 67.179, 73.030, 79.442, 92.726, 98.060, 99.545, 111.049 m% 116.681; außerdem wurden 1773 Gewinne zwischen 600.000 und 200.000 Kronen ausgelost. * Enthaftet. Wie wir am 25. d. berichteten, war der Angestellte der Banffirrna L. Kohn jun. Herr Bernhard S. unter dem Verdachte eines Scheckbetruges verhaftet worden. Wie nns nun der Rechtsanwalt Dr. Ignaz E a s e n st e i n mitteilt, wurde die SchNlidlosigkeit des Herrn S. nachgewief-m nnd er wurde sofort nach Einvernahme Wer Antrag des Staatsanwaltes auf freiem Fuß gesetzt. Die geschädigte Firma hat ihn wieder in ihren Dienst alstgenommen. * Amtlicher Wetterbericht. Die Wetterlage hat sich in letzter Zeit sehr wenig verändert. Mitteleuropa war von fülb*. westlichen Winden überweht. In Oesterreich war das Wetter heute vorwiegend heiter. Voransfage: Veränderliches, böiges Wetter. * Die jüdisch-akademische Verbindung Jvria teilt ihren Fvennden in tiefer Trauer mit, daß ihr lieber alter Herr Dr. Edmund Weizmänn plötzlich verschieden ist. (EntgMich.j Keren Katmech l'Fsrael (Mischer Rational' fonds) Wien, 2. Bez., Taborstraße 59, Telephon Nr. 40-3-16. — Ausweis Nr. 17 vom 19. biS 26. April 1923 --- 12,034.570 K., insgesamt 105,924.731 K. — Zentraler Max Delfiner 3.300, Jakob Brandstetter 1.000 Ina. Artur Flach 500, Aron Picker 250, Dr. Israel Hammer 200, Sammlung bei Meeting Dr. Goldmann 175, Deborah Lewanon 170, Teitelbaum, Lubetzki & Co. 100, Jakob Axelrad, Sandler, Josef Safier, Goldstein je 100, Sammlung Dr. Golostein 100. — 1. Bezirk! Polatschek, Funk & Grünhut 164, d. Franko Rittermann a. N. Sieamund Klein 50. — ->2. Bezirk: d. Jakob Brandstetter a. N. Goldbera 1.000. — 6./8. Bezirk r Dr. Jsr. Waldmann 100. — 9. Bezirk r Paßweg 51, Simon HauSner: Ehrenangelegenheit Hausner - Fischer 200. — 10./11. Bezirk r d. Lager 300. — 12./15. Bezirk: Abraham Zahler 100, Sammlung Abraham Zahler b. Pidjan. Haben a. N. Heinrich Goldschmiot 213. — 20. Bezirk: Kulturgruppe XX Ertrag v. einer Bermstaltung 200, Max Hayder 50, Benjmnin Schönberg 60, Smlg. d. Mersel 54, Adir 105, Bethausverein Freundschaft u. Brüderlichkeit 53, Ohel Abraham 237. — Inns-' bruckr Simon Graubart 100, Seidl-Neumann, Julius Pasch, Siegm. Sttaßnv, Lotte Brüll, Josef Mama, Rud. u. Sam. Heber, Siegfried Graubart je 50. — Linz: Ä. HartmMn 100, Ungenannt a. N. Viktor Spitz 50, H. Schwager dankt Ortskomm. 50, E. Piskaty 50, Äkad. Landesverb. Bar Giora 96. — Mödling: Seiden 70, Pratersprengel Frauengruppe a. N. Mirjam Krochmal bath Rabbi Chaim Roth anl. Todestag 1000. — Pernhofen r Rafael Jachzel 50. Vereine, Bortrilge und Versammlungen. ZionistischeSektionfürdvn ^l., VII. u«^ VIII. Bezirk. Heute, 8 Uhr abends, im Vereinsheim, 8. Bez., Bennoplatz 1, Gesellschaftsabend. Mitwirkender Frl. Clairy Kwartin (Opernsängerin), Dr. Brcmn-Quartett (Kammermusik). Frau Adele Ehrenkranz (jüdische Lieder). Herr Artur Preiß (Rezitattonen). Am Klavier: Frl. Hedwig Retter. Anschließend Tanz. — Zionistische Bezirkssektion IX. Mittwoch den 2. Mai, 8 Uhr abends, im Settionslokal, dringende Ausschuß- und SchekelkommissionSsttzung. — Frauen- und Mädchengruppe Zeiroth Hamisrachi. Morgen, 6 Uhr abends, erste ordentliche Generalversammlung im Lokale des MiSrachi. Mitgliederauftrahme dortselbst. — Z e i r e M i sr a ch i, 2. Bez., Pratersttaße 43/11. Leute, 6 Uhr abends, außerordentliche Generalversammlung. Anschließend Vortrag. -Jüdische Tischgesellschaft Landstraße. Nächste Zusammenkunft Mittwoch um 8 Uhr abends im Cafe Ilion, 8. Bez., Löwengasse 39. Vortragsthema Vorbehalten. Gäste willkommen. — Jugendverein Ahawath Zion, Restaurant Menczer, 2. Bez., AuSftellungssttaße 15. Heute um halb 8 Uhr abenvS Sitzung des Kulturkollegiums. -ReichsschutzbundderHandelsvertreterinOesterr e i ch. Jeden Dienstag um halb 3 Uhr nachmittags im Cafe Gartenbau, 1. Bez.. Parkring 10, Handelsvertreterversammlungen. Technisches Museum. Donnerstag nur halb 5 Uhr nachmittags im großen Hörsaal Lichtbildervortrag von Hofrat Professor JnliuS Marchetr »Die HolzverarbeitungSiudusttie Gäste willkonunen. __ Ernährung. Sie Lebenrmittelmärkte. Da- Bild ° auf ben Märkten war gestern nicht weseiMch lebhafter alS sonst an Montage.n Nur in der Großmarkthalle war^ etwas lebhafterer Kerkehr mit Rücksicht darauf, daßheute kein Fleischverkaus stattfindet. Die Preise für alle Fleischgattungeu blieben unverändert. Die Beschickung der Großmarkthalls war gut. ausgefallen. Es waren alle Fleischsorten ftn ausreichenden Mengen vertteten. Dagegen ist der Rindermarkt m St. Marx nicht so gut beschickt, als inan erwartet hatte. Auf dem Naschmarkt war Neusiedler Salat in größeren Mengen zu sehen, der sich im Kleinhandel aus 1000 Kronen M Häuptel stellte. Dieser Salat ist ausgiebiger und daher billig . als UU& mttü» darum von den Frauen u»der arramt»: