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Wiener Morgenzeitung · 1923-05-01 · Heft 1514 (1.5.1923) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1514 (1.5.1923)
Date
1923-05-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Ccftt 4 Mm, Dknsisg ftn,—. in I... ...... .. .----- LagesberW. Die Arbeiter gegen die Rteht^ede. — Zns«mme«siöße mit der Polizei. — Zahlreiche Vechaftrmgen. Für gestern aLettds 'hatten die Nalwuaiksoz-oüisten ihre lAnhänyer zu einer DersammLmg nach HernalS einö^nfen. j©o§ Werb-pLakat war in einem Ton schalten, der das in Wien j bisher übliche Maß weitaus idbertvas. -Eine «tobende Versammlung «der frechsten, aus Wien in den Münchener ,/Völkischen Be-!obachter" lancierten Gemeinheiten war an die Straßenecken i geklebt, der Judemrrord als Rettungsmitol angegeben, ohne daß der PreßstoatsattwÄt znr Wcchrrmg des guten Geschnrackes emgegriffen Da von foziÄdemokrattfcher Seile die Einberufung der Verfammümg nach Hernals als Provokation anfgefatzt wurde, lforderten viele Anhänger das Andrücken der Ordnerwehr. Schon lange vor Beginn der Beufammlürng, sanvrnelten sich die HaLickreuzler im imd vor dem VerfaminlünMoEciile. iDer KicnTich geräumige Gschwandtnerfaal war bis auf das i letzte Plätzchen besetzt. In der Umgebung des Bersommbüngslotals in der HernaHer Hauptstraße und inden mEsgenden Gassen sammelten sich tanfettde So^Memokra-ten. Die in großen Massen cnchgebotene Polizei hielt während der Versmnmlung die ^OÄnung aufrecht, indem sie die Gegenpartvi vom BerisamankmMaaie sevnhiält. Die Politzer hcüte alle VovkehvMgen ge«! troffen, um die Rache aufrecht zu erhalten, Masienwffgebote von Wache zu Fach und zu Pferd stcmden 4» der Umgebung des MchwandtnerfaaLes bereit. Aarch auf dom Gürtel war Wache Postiert. Dort hatten sich auch zahlreiche Neugierige emgefnnden, die von ferne den Vorgängen in der Hernaffer Hauptstraße folgten. Im Saale hatten die HaLrnkveuKer ihre woWewvsftrtte Harde Postiert und einzelne der Riehl-Leute verleben sich dcnxmf, die draußen cmgesanrmelte Menge durch Zuvuse zu Provozieren. Eine große Antzcchl der vor dom VersanmÄungsloM harrenden Arbeiter wollte sich die VersamanÄrny aus der Nähe besehen, ^wurde aber an diesem Vorhaben durch die PoNzeii gehindert. Später durchbrach ein Teil der Angeftmmrelten den PoLizei- Krdvn und drang in das VersammlaMgÄMl, wurde jedoch kurze Zeit daraus von der Polizei wieder MÜckgedrängt. Im wetteren Verlause dieser Szene entstand ein DrrmM. PnwoLateure warfen gegen die Polizei Steine und die Situation wurde. sehr kritisch. Durch eure Attacke der berittenen PÄHei wurde Sic Monge anseinandergetrieben und znrüchgcdrängt. Auch am Gürtel kam es zu einem Zusammenstoß zwischen der Polizei und Demonstranten. Die Oridnevwchr, die heckeigvoÄt war, wurde von habrnkrou^erischen Elementen provoziert. Aby. Dr. Deutsch erhob noch nachts bei der Polizeiidivektion Beschwerde gegen das Borgehen der berittenen PoLizei gegen die repEAaniische rSchutzwehr, die nur ausgeruckt war, um die angMMyten Provokationen der Hakerckreuzler in evirsm Aribeitev'bezirk zu vereiteln. Wie berichtet wird, wurden aus einzelnen Fenstern aus der Hernalser Hauptstraße gegen die Demonstranten Bier- .flaschen geworfen. Die Polizei hat im Devlaufe der KrrndgeLungen mehrere Verhaftungen borgenommen. Bier Polizisten wurden verleg, aber auch in den Reihen der Dcmronstrcmten gab es Verletzte. Die HakenEreuzlergarde, die unter dem Kommando eines gewissen Löschner stand und einige hundert Mann stark war, wollte über Weisung des Löschner geschlossen aus der VersammLung durch Hernals zur PiaristeErche in die Jos-efftadt ziehen. Die Polizei verbot aber diese neuerKche PwvoLatton, und als die HakenLreuzler doch den Versuch unternahmen, geschlossen abguzichen, wurden einige der Riehl-Gardisten verhaftet, 'Erst spät nachts trat in den Straße« von Hernals Ruhe ein. ja schon in der Heimat daran gedacht. Aber die Kinder -warfen ein: .Heute ist es gefährlich, wenn ein Jude mit einem Bart hausieren geht. Höchstens könnte er bei den Juden mit Wein für Sabbat hausieren; aber dieser Berus ist schon überfüllt und wird nichts tragen . . . Alle zerbrachen sich die Köpfe und dachten kvcwchPaft nach. Ta sprang Befsy aus, schlug sich ans die Stirn und ries: . „Ich hab's!" „Was hast du?" „Ich weiß etwas!" „Was weißt du?" „Ich Hab's gefunden!" „Mas chfft du gesunden?" Aron fühlte, daß feine Bafche, die hier Bessy hieß, das Richtige getroffen hatte rmd er rühmte sie: ,ß& hat einen guten Kopf!" Godel aber, die weniger veÄiebt in ihre Tochter war, sagte geringschätzig: „Was kann, sie schon gesunden haben?" „Nun, sprich schon!" — drängten die beiden Brüder rmgeduDig. Stolz platzte Bessy heraus: ,-Ein Kanditenstand!" Aron klang das Wort türkisch; er schämte sich aber zu fragen, was es bedeute. Godel war nicht so schamhaft und fragte an seiner Statt: ,Mas ist das für ein Geschäft?" Glücklich über ihre Entdeckung, gab Bessy bereitwillig Auskunft: ,Mn .Kanditenstand ist ein kleiner Laben, - in -tvelchem man Zuckerwaren, Soda-wafser und Eiscreme - berHemft." Aron gefiel das nicht. Wie — sich zum Narren machen mit Zuckerwerk wie ein kleiner Junge? Er war geradezu beleidigt. Aber die Söhne fanden, der Vorschlag sei gut.; iFirr einen .Kanditenstand braucht man nicht viel Geld; er >Ltßt sich mit kaum hundert Dollar einrichten. Und für den | Vater P das gerade der richtige Beruf. Denn die Kunden j sind ja nicht Erwachsene, sondern Kinder. Z „Da läßt sich nichts tun!" — entscheidet Aron — f .„Säern tzr alle me»«, es UM, M «Mk. fei»-" - _Wiener Morgenzeltung. Wegen der Staatsseiertages erscheint die nSchste Ausgabe der „Wiener Rergenreitung" morgen Mittwoch de« 2. d., «ittngr. Die Korrespondenz MHolm.verbreitet über die Vovgänge folgern offiziellen Polizeibericht: Die Nationalsozialistische Partei hatte für den 30. d. in Gsthwandners Saallokalitäten / im 17. Wiener Genreindebezirk eine allgemein zugängliche Versammlung einberufen, ^reiche um 8 Uhr abends begann und nach 10 Uhr endete. Der Vevsilch einer niatilmalfozialiftiifchen Gruppe, geschlossen vom 8. Bezirk zum Bevsammluugswkal Mt zllehen, lourde als mit dem BerfammlemgAgesttze im Widerfprrrch stehend, nicht zugelassen. Schon vor Beginn der Versammlung hatte sich nächst dem VersammLungÄokcvl eine größere Anzahl Gegner, meist Iugerrdliche, angefammelt, welche einzelne Natio-nalsoziaMen, die sich zur Versammlmrg begeben wollten, belästigten. Da es infolgedessen Mt Zusammenstößen Mvischen beiden Parteien kam, schritt die Sicherheitswache mchrmäls ein, und als die Dmwr.strottten neuerdings zum Vevsammlungslokal Vordringen wollten ltnb gegen die Polizeiorgane getvaltsam, sogar mit Steinwürsen, vorgingen, riegelte die Sicherhertswache die Zugänge in der Umgebung >des Versammlungslokals ab. Die Demonstranten, deren Zahl indessen aus omige hundert anMtvachsen war, svsmnMn sich M-nimehr ans dem Hernalser Gürtel und versuchten, von dovt aus den Wachekordon zu durchbrechen rmd bewarfen aberntals bte Sicherheitswache mit Steinen, wodurch acht Sichecheltsiwachebeamde verletzt wurden. Ms aus der Menge Mch Schüsse fielen, zog die SicherheitAvache den Säbel und räumte den Platz. Im Verlaus der Mion wurden mehrere Demonstranten wegen öffentlicher Gewalttätigkeit, unbefugten Waffenträgers und tvegm polizeiwidrigen Verhaltens angchallten. Gegen die AngehaÜenen wurde die Strafamtshandlung eingeleitot, 8i« Wischer Hausierer mit Rard bedroht. Der im 20. Bez., Leystwße 77, wohlchafte Hausierer Jakob Junger, der fein armseliges Gewerbe seit vielen Jahren betreibt, kam Sonntag nach Leizesdorf bei Stocke rau, um dort seinen Geschäften nachzugehen. Ais er zu dem dortigen Gastwirt und Fleischhauer Winkelmaher kam und ihn fvagte, ob er etwas zu verkaufen habe, 'fi'chrte ihn dieser in feine Schlachtbank, mn ihm Häute zum BeErufe «nzubieten, und zeigte chm ein totes Schwein. Ms hiercurf Junger erklärte, daß. er für diese Ware keine Verwendung habe, vref Mnkelmayer vier Burschen in die Schlachtbank, welche er mit dem Ruse „Packt den Juden, wir werden rhnumbringen" auf Junger hetzte. Alsbald skürzten sich zwei Burschen mit gezücktem Messer auf Junger, dom es jedoch gelang, sich von chnen Zu befreien. Daraus harcmguierte Winkelmaher die chm gleichgosirmten Rohlinge, denr Juden, einen Strick um den Hals zu werfen und ihn auszuhängen. Auch dieser Befehl wurde ausgeführt, Junger wurde überwältigt und man wollte chm schon den Strick um den Hals legen. Junger tvehrte sich nach Leibeskräften und konnte sich schließlich unter Zurücklassung von Hut und Windel aus der gefahrvollen Sttuatton befreien. Junger begab sich hierarlf zur Gendarmerie des Ortes, wo die. Aufnahme des Tatbestandes erfolgte. Dem sie verhörenden Gendarmen erklärten Winkelmayer und zwei seiner Gesellen, es habe sich nur um einen. Scherz ihrerseits gehandelt, während uns Junger versichert, daß es nur seiner geglücktm Flucht zu danken sei, daß er sich am Leben befinde. Man darf neugierig sein, ob die Behörden Anlaß nehmen werden, gegen diese Attentäterhorde entsprechend eiMlfchreiten. Was läßt sich denn sonst ansa-ngeir? Etwa wieder einpauken hier in Amerika-? 5. Ein paar Wochen später saß Aron, der Lehrer, in dem kleinen Stand mtt Zuckerwaven und seine Losung war nicht schlecht. Aber zufrieden war er nicht. All seine Kunden find Kinder, kleine Kinder. „Wieder eine Art Einpcmkerei" — sagte sich Aron. Jedem kleinen Jungen oder Mädchen muß er eindrille», daß man von den langen Schokoladestangen nur fünf um einen Eent bekommt, von den kürzeren aber acht. Aber sie wollen gerade acht lange Stangen um einen Cent. Und jedem seiner kleinen Kunden muß Aron separat erklären, daß es von den Giscvemen zwei Srrten gibt, die gewöhnliche Eiscreme, von der eine Portion einen Cent kostet, rmd die Sorte „Tutti-Fruttt", die „teuere" Sorte; von der kostet eine Portion zwei Cents. Aber alle wollen Tntti-Frutti für einen Cent. ,/Liebe Kinder!" — ruft Avon flehentlich — ,/Fch kann tyirklich nicht!" Sie lachen und mit Hurvamfen und Geschrei kauftn sie vonr Stand fort. Aron aber tut es leid um die Losung und deshalb teilt er die Tutti-Gvutti-Dortionen - in zwei Hälften. Und das Geschäft blüht. Aber es ist wieder eine Einpaukevei, und wenn Avon allein bleibt, philosophiert er: „Ja, wenn es einem besttmmt ist, Kinder zu drillen, da Hilst nichts. Dort habe ich ihnen die Gebete und das Fünfbuch eingepaukt und da — Schokolade und TuttbFrutti." ' Aber wenn er vor dem Schlafengehen die Losung, nachzählt, bessert sich seine Stimmung und er murmelt: „Es ist freilich schwer, aber es geht." Und in seiner versöhnlichen Stimmung versucht er selbst ein Stückchen Zuckerwert; aber sofort spuckt er es aus. „Gift, wahrhaftig Gift; nrag mich Gott nicht daft^ strasenl" iw ',; 'OA,.' jv ■«] 1. Ma! 1923 " 3&. I5MP, §in sonderbarer Wohltäter. Der Briefmarkenhändler HermaM F. im 2. Bezirk wuM vor wenigen Tagen unter Betrugsverdacht dem Landesgevichts eingoliefert. Bis vor einem Jahre lebte er in völlig geottoweit# guten Bermögensverhältnissen. Dann begann sein Unglück. F begann beim Rennen zu spielen und verlor große Summen: Nicht besser ging es ihm au der Börse. Dazu kam noch ein sonderbarer, kostspieliger Ehrgeiz. F. wollte nämlich als Wohl^ täter gellen. Er machte sich erböttg, Zöglingen der ReaWuli m der Josef Gallgasse auf seine Kostest 'einen Sommerausenlhalt zu verschaffen. Tatsächlich ließ er eS sich viel kosten, erholungsbedürftige Kinder in die S ch w e i z und anderswohin zu bringen. Aber Luxus *und Wohltun überstiegen seine Kräfte; et geriet in m i ß l i ch e' L a g e und die Mittel, die er dazu anwandte, tlm wieder in die Höhe zu konrmen, tvaren derart, daß^ sie zur Erstattung der Betrugsanzeige durch den Qberrechnungsrat i. P. Paul R. führten. Da auch die Söhne des Oberrech" nungsrates zu den Zöglingen der Realschule in der Josef Gallgasse gehörten, wurde R. mit ihm persönlich bekannt. Was R. von F. wußte, mußte in ihm den'Glauben erwecken, es mtt einem sehr bemittelten, selbstloseit Mann zu tun zu haben. Als ihm dann F. bei näherem Verkehr klagte, daß es ihm in geschäftlicher Beziehung augenblicklich nicht nach Wunsch gehe, war der Oberrechnungsrat bereit, ihm zu Helsen. R. war selbstlos bereit, den: „Wohltäter" den Schmuck seiner Frau im Werte von 4000 Goldkronen zu dem Zwecke cmzuvertranen, daß er die Juwelen in einer Bank al? Deckung hinterlege; über« dies lieh R. ihm noch 25 Siegl-Aktien im Werte von 11 Mill lionen Kronen. Statt aber die Juwelen in der Bank zu erlegen, hat F. sie verpfändet und Herr & mußte, als ihm F. schließlich eingestand, daß er die Juwelen versetzt habe, deii Schmuck um 18 Millionen auslösen. Als dann R. wieder sein Geld verlangte, machte ihm F. den Vorschlag, ihm Liköre und Weine, die er von Salzburg mitgebracht, zu überlassen, wenn R. ihm zur Auslösung weiter^ drei Millionen zur Verfügung stelle, wozu sich R. nur dam verstehen wollte, wenn F. die Frachtpapiere beibringe. Auch den Kindern des Herrn R. hat F. im Sommer vorigen Jahres 65 Schweizer Franken abgenommen und . unterschlagen. Di- Verhaftung F. erfolgte auf Grund der von R. erstatteten An« zeige. Beim Verhör im Sicherheitsbureau gestand F. die Stichhältigkeit der gegen ihn erhobenen Beschuldigungen ein. Er hat das Geld für seinen verschwenderischen Lebenswandel und für sein Wohltun verwendet und machte sich erbötig, den Schaden gutzumachen. F. wurde dem Landesgerichte eingeliefert. Die SchnizahnMaiken der Genreia-e Wien. Die Gemeindeverwaltung hat in Wien fünf Schulzahn- ' klinike:: eingerichtet. Diese Anstalten, deren modern eingerichtete Hauptstelle sich im Rainerspital befinde^' stehen seit 1. Jänner 1922 im Betriebe der Gemeinde. Da diese Zahl den st e i g e n d e n A n f o r d e r.u ng e n kaum genügt, ist für die nächste Zett die Errichttrn^ zweier weiterer Kliniken-in Aussicht genominen. Die außerordentlich starke Inanspruchnahme erklärt sich daraus, daß für die Untersuchung und die gesamte Behandlung der Kinder, in welchem Umfange immer sie sich' im einzelnen Falle als notwendig erweist, rmr ein J a hresbetrag von 2000 K. gefordert wird. Die Benützung der Kliniken geschieht in der Weise, daß turnuAveise die Schiilleitungen verständigt werden, worauf die. einzelllen Klassen unter Führung'von Lehrkräften zur ersten Unterfuchnng in die Klinik kommen. Je nach deren Ergebnis werden die einzelnen Kinder dann zur Bchandlumg eingeteilt. So haben in den zehn Monaten des Jahves 1922; in denen die Schulzahnkliniken offen standen, insgesamt 3501 Untersuchungen ftattgefunden. Die Gemeind- Wien Plant mit Beginn des kommenden Schuld jahres eine weitere Ausgestaltung dieser wichtigen Einrichtung. _ Dimitrij Rubinstein ftügelaffen. Gestern irmrde Dlmitrilj Rulbinstein. der im ZivsaM' m-enhang mit dom vor ^kurzem erfolgten Zufarnmenbruch >dei Kontinentalen Bank verhaftet worden war, auf Antrag der Staatsanwaltischaift auf freien Fuß gefetzt. Es wurde festgestellt, daß Rubinstein der GefchäftsMrung der Kontinentalen Bank fernstard.' weder dem Verwaltungsvat, noch dem Anffichtsvat cmgehört.; sondern lediglich den Berwällungsräten Herrn C a l u s >s e r und Herrn I f a ij e f if privatim ’ mehr als 1/5 Milliarden Kronen geliehen hat. Weder die KoMinenl>al>e Bank noch ihre Organe häben irgendeine Anzeige gegen RMnftein erstattet. Gegen die Er> pressevbande 'in Berlin und gegell diejenigen unverantwortlicher Elemente, aus deren Verleumdungen hin das hiesige Verfahren zurück?,uführen ist, wurde hier die Einleitnng des S t r a f- Verfahrens beantragt. Des geistigen Arbeiters Sommersorgen.» Es gab einmal eine.Zeit, da hatten die Wiener Somnrerforgen eine rosige Färbung, da klang das Lied von der -/Ratlosigkeit^ in hellstem, freudigstenr Dur. Jetzt wird es vonr geistigen Arbeiter unserer Stadt in Moll ge fmigen und wirkt nicht Minder wehmütig, weil es int Chor vovgetragen wird. Wo immer Bekannte zusammentveffen, imnrer ist die erste Frage: Was machen Sie Heuer im Sommer? Die Männer fragen es einander im Bureau die Frauen beim Movgenemkauf und die HaMvüchsigen auf dem Schulweg. Jeder will vom anderen eine Anregung einen „Tip" bekomnren. Denn der geistige Arbeiter Wiens jagt wieder einmal, aternlos im^ angstvoll, einem Phantom nach, dem Phantonr der paradiesischen Sommerfrische, die in idyllischer Stille im grünen Gebirgstal« eingebettet ist, wo die Kühe in prähistorischer Schlichtheit vWMckdL la&fetc. tbflsj d>«nch ketne AelttNibuae gMmGm

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