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Wiener Morgenzeitung · 1923-04-29 · Heft 1512 (29.4.1923) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1512 (29.4.1923)
Date
1923-04-29
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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/ Seite Iff / Wien, Sonntag Wiener Morgenzeitung. 29. April 1923 Nr. 1AS ^warten, daß von dieser Reserve kein Gebrauch gemacht -erden wird. Für die -im Vertrag selbst enthaltenen Zölle jilt die angeführte Beschränkung nicht. ' Für die Einfuhr aus Italien sollen nach dem reuen Vertrag die Zollsätze gelten: Zitronen 3 K. (Gold), Drangen 6 K.; fernes Tafelobst: Aepfel, Birnen, Marillen | K., Pfirsiche 8 K., Frühkartoffeln frei, andere ft ine Ge« Me 10 K., TomaterÄonserven in Fässern 6 K., OliveM ji K. Der Zoll fiir Wein, der mehr als 13 Grad Alkohol rnthält, ist mit 30 K. festgesetzt. Zu dem Zeichen Zollsatz wird aus Südtirol ein Kontingent von 50.000 Hektoliter Dein und 60.000 Hektoliter Most zugelassen. Der Zoll für italienische W ü r st e wird auf 60 K., fiir Käse auf 30 K., kür ge.salz e n e Fis ch e a uf 4 K. herabgesetzt. Gebunden sind die autonomen Zölle für . Seilertvaren über 6 Millimeter und Streichgarne, fiir Naturseide und für Hntstmnpen aus Filz. Strohgeflechte sind zollfrei. Für Sohlleder sind Zölle von 50, 45 und 35 K. vereinbart. Der Satz der Hornurib Steinnußknöpfe beträgt 90, der elektrischen Ventilatoren 120 und 80. G ehunden wurden ferner einige chemische Artikel, wie Schwefel, roher Weinstein und Superphosphate. Der Zoll für gewöhnliche Seife beträgt 15, für Wachskerzen 28. Insoweit Zugeständnisse fiir Waren gemacht wurden, dve gegenwärtig zollfrei sind, wie zum Beispiel für-R e i s 3 K., 'bedeutet dies, daß die. Zölle für diese Waren auch im Falle der Aufhebung der Zollfreiheit nicht über den vereinbarten Satz erhöht werden können; die gleiche Bedeutung haben Zollsätze für Waren, deren alte Vertragszölle niedriger sind als die im neuen Vertrag enthaltenen, wie zum Beispiel bei Seidenwaren. .Die Einfuhrverbote sind für eine Reihe von Waren, wie Südfrüchte, beseitigt. Für andere sind Kontingente festgestellt. Die Ausfuhrverbote sind, aufrecht erhalt en. Oesterr«ich verpflichtet sich, 35.000 Tonnen Rundholz ausführen zu lassen. Die. Ausfuhrtaxe für Rundholz und Sägeware wird von 6 auf 4 K. ermäßigt. Die Beilagen des Vertrages, defftn Text im allgemeinen mit dem des Vertrages vom Jahre 1906 übereinstimmt, sind ein Zollkartell, die Regelung des Grenzderkehrs und des Weidwerkchrs und ein Uebereinkommen, durch das die Gebühren für österreichische Waren im T r i e st e r H a f e n. ermäßigt werde». Las Spewlationsobjekt „Lefterrrich". Die international Spekulation, die in den letzten Jahren ft oft ihre Ziele und Richtungen gewechselt, hat sich fetzt ein neues Schlagwort zurecht gelegt. Der neueste Tip heißt: Österreich." Auf den großen und kleinen Marktzentren des Auslandes beginnt man sich jetzt für österreichische Werte zu Mtereffieren. Das eine Mal sind es Bankaktien, zu deren Ankauf die internationalen Spekulanten ihre Bankiers auffordern, fttzt sind es wieder einzelne Industrie-werte. Es ist zur Mode geworden, österreichische Werte in seinem Tressor zu besitzen. Man verspricht sich davon gewaltige Erfolge. Um jeden Preis -werden die Papiere vom Wiener Markt genommen. Die Kurse wirbeln phantastisch empor. Der tatsächliche Wert, ftin Ertrag, der als Grundlage für die. Bemessung regelmäßig beim Ankauf von Papieren zu dienen hätte, wird hier ganz und gar außer acht gelasftn. Es ist nur das Bestreben, das Papier in seinen Besitz, zu bringen. Der Wiener Markt, der schon in früheren Jahren keinen a%t großen Hang zu einem soliden, ruhigen, sich konstant entwickÄnden Geschäfte gehabt, sondern sehr leicht aus die Seite der Hausse- oder Baissespekulation nmzustimmen war, hat sich natürlich diesen Umstand zunutze gemacht und Milagiert. Dies hat das Interesse an diesen Papieren noch 'bedeutend vergrößert. Nachrichten über ausländische Käufe würden ins Ungeheure auWbanftht, Gerüchte über waghalsige Transaktionen einzelner Unternehmer wurden auf den Markt geworfen awtb gläubig nacherzählt, kurz, es wurden alle Minen gespielt, um der ausländischen Spekulation Sukkurs leisten zu können und die Kurse .neuerlich unermeßlich empovwirbeln zu lassen. Es ist Wohl richtig, Oesterreich hat jetzt im,AuÄande einiges Interesse gefunden. Die Bemühungen des Völkerbundes, der in dem Gelingen der Sanierung Oesterreichs .unbedingt seine Existenzberechtigung Nachweisen will, sind überall bekannt geworden. Zwar läßt gerade bei dem Problem der Sanierung durch den Völkerbund das römische Gedicht hersagen: ,/Ls kreißten die Berge und geboren Waid eine kleine Maus." Die mit so großem Aplomb angekün- «digte Völkevbnndanleihe ist, genauer besehen, eigentlich ein ziemlich ungenügendes Mittel, um tatsächlich eine Same-' rung zu bewerkstelligen. Doch die Bemühungen als solche, die fleißigen Geschäftsreisen der österreichischen Minister, Exminrstet, Unterhändler usw. nach allen Ecken und Winkt'lchen Europas haben bewirkt, daß überall Oesterreich zum Gesprächsstoff wurde. Das Interesse der Frnanzkreise ist daraus gelenkt worden. So haben eigentlich alle diese Anleihcvorbereitungen ttr evster Reihe nichts anderes als den Reklamezweck der internationalen Spekulation für österreichische Papiere bewirkt. Sei >dem wie auch immer. Die Spekulation der Börsenjobber Europas, vielleicht auch ' Amerikas, begann endlich zu ahnen, daß es eigentlich auch ein Oesterreich gebe, daß in diesem Oesterreich auch Unternehmungen sind, daß diese Unternehmen durch Papiere repräsentiert werden und /daß sich jetzt mit diesen Papieren ein gutes Geschäft machen ließe. Vor einem oder zwei Jahren hätte' die Spekulation ganz anders gearbeitet. Wenn zu ihr solche.Nachrichten über das günstige Fortschreiten der Völkevbnndanleihe glommen wären. Me fe Lck Heft. M M M Steigen dieser spekuliert. Nun hat sie sich erstens einmal allzu oft mit solchen Spekulationtzn verrannt und ziemlich viel draufgezahlt. Andererseits haben ihr auch die Erklärungen der österreichischen Regierung und der National« bank, welche jeden Zweifel beiseite ließen, daß die österreichische Krone sich über das jetzige halbwegs stabilisierte Niveau erheben würde, jede Lust, darauf zu spekulieren, vergällt. Sie mußte von vornherein einfthen, daß hier nichts zu holen war. Doch wurde bei den: im Lauft der Nachkriegsjahre allzu stark Epovgewucherten Spekulationssinn, der sich in ganz Europa«mid auch Amerika breit machte und bei den jetzt immer seltener werderrden Gelegenheiten, sich spekulativ zu betätigen, natürlich die Chance, die sich aus einer eventuellen Besserung der österreichischen Wirtschaft ergab, mit Gier ergriffen und man stürzt sich nun auf die österreichischen Papiere. Ein Gutes hat vielleicht diese Bewegung gehabt. Ein großer Teil der österreichischen Papiere lvar tatsächlich unterwertet, wobei aber unbedingt nicht gesagt werden darf, daß der Friedenswert ihrem -heutigen Werte entsprechen würde. Nichts wäre verfehlter als dies. Die WirtschaftsverhAtnisse haben sich geändert, die Absatzverhältnisse sind anders geworden, die Kapitalsrente ist verkleinert, die Lohnöerhältmsft mehren nicht den Gewinn und zahlreiche andere Umstände sind vorhanden, welche es u n w a h r s ch e i nl i ch erscheinen lassen, daß die österreichischen Wert tatsächlich in jeder Hinsicht den Friedensstandard erreichen werden. Dies hindert aber nicht, zu behaupten, daß die vor ungefähr zwei Monaten in Geltung gewesenen Kurse dom. tatsächlichen Werte nicht entsprachen. Durch die Spekulationswelle der letzten Zeit ist hierin eine gewisse Verbesserung erzielt worden. Ob dies schon die normale Greife ist, ävird sich erst im Larrfe der Zeit ergeben, wenn sich auch das Kursniveau normalisiert haben wird. War dies die positive Seite der umfangreichen Spekulationskäuft," so ist die negative ein viel gefährlichere. Die Spekulation ist immer ein äußerst unzuverlässger Geselle gewesen. Se richtet sich nicht nach der tatsächlichen Bewertung, sondern nur nach der Aussicht auf.bevorstehenden Gewinn. Die Gewinnchancen sind für sie das einzig Ausschlaggebende. Ist diese vorbei, so ist auch das Interesse an dem betreffenden Papier vorbei. Es wird seinem Schicksal überlassen. Mag damit geschehen, lvas immer. Diese Gefahr droht auch den von der ausländischen Spekulation in der^ letzten Zeit aufgekauften österreichischen Papiere. Es ist, möglich und ist sogar bestimmt zu erwarten, daß in absehbarer Zeit auch für sie das ausländische Interesse abflaut. Nachher diese Papiere wieder ihren Weg nach Oesterreich finden. Das österreichische Kapital wird sie wieder kaufen müssen. Altzu viel ausländisches Kapital ist bei diesen'ausländischen Käufen nach Oesterreich nicht hereingeflossen. Wenigstens hat man nicht viel davon gemerkt. Wenn es aber einmal wieder zurückfließen wird müssen, dann wird sich die Abfiutung etwas gründlicher bemerkbar machen. Und dann ist die sichere Folge der K a tz e n j a m m e r. Es läßt sich nicht leugnen. Ein Teil der Papiere ist, zürn Beispiel die Waffen, von ausländischen, reich fundierten Konftrtien ausgenommen worden. Sie werden auch nicht so rasch abgestoßen werden. Sie bilden aber nur einen geringen Prozentsatz unter all den Käufen für ausländische Rechnung. Und wenn aus diesem Vorbild eine Lchre gezogen werden soll, so wäre es die, äußerste Vorsicht walten zu lassen. Der Wiener Platz scheint in dieser Hinsicht ein wenig Lunte gerochen zu haben und hat in den letzten Tagen Rückzug geblasen. Me das Ausland sich weiter verhalten wird, bleibt den ausländischen Spekulanten überlassen, die durch die Hausse der letzten Tage mchr als genug verdient haben. _ —g. Abnahme des österreichischen Ba«k»oten> Umlaufes. Nach dem letzten Ausweis der Oesterreichischen Nationalbank hat der österreichische Notenumlauf um 101,9 Milliarden abgenommen. Er beträgt nunmehr 4286 Milliarden. Es muß dies als ein äußerst günstiges Symptom und als eine starke Erleichterung des Geldmarktes angesehen werden, zumal doch die Erwartung gerechtfertigt wäre, daß infolge der großen Kursevolutionen an der Börse der Geldumlauf ein viel stärkerer hätte sein sollen. Auch der Barschatz der Bank hat um 49,9 Milliarden zugenommen. Er beträgt jetzt 1660 Milliarden. Es sind mithin die österreichischen Banknoten um fast ein Drittel gedeckt. Wenn bedacht wird, daß die Oesterreichische Nationalhank erst verpflichtet ist, nach einem gewissen Zeiträume für ihre Banknoten die Dritteldeckung zu schaffen, so muß dies als äußerst günstiges Symptom angesehen werden. Hervorhebung verdient der Umstand, daß auch das Portefeuille der Bank um 16 Milliarden abgenommen hat. Es beträgt jetzt nur 786 Milliarden. Dies zeigt, daß an die Bank nicht allzu große Ansprüche gestellt würben, trotzdem die Frühjahrsmonate in der Regel an das Notenmstitut größere Anforderungen stellen. Aus all dem kabn geschlossen werden, daß sich die Verhältnssse allmählich zu normalisieren beginnen. t - Me Bilanz des Wiener Bauk-BerMs. Dividende 3000 Kronen. In der letzten Sitzung des Adm-inistrationsM-teS des Wiener Bank-Verein wurde die Bilanz für das Jahr 1932 Vvvgelsgt, welche inklusive des GewiNnvortrages aus dem Vorjahre per '13,579122 K. bei einem Bruttogewinn von 82.4WMv.W0 'Kronen einen Reingewinn von' 16.128,026.399 K. AVgen 613,526.787 K. im Vor,fahre ergibt. Auf Antrag der Direktion hat der AdmmsstrativnSrNt -beschlossen, der für den 15. Mai d. I. eiübevuseueu Genera?- derftmmllnng voMschlagen: Mr die pro 1922 kvidendvn-'. LMM» mm deren Nennwort Mftigr der Anfstempeluug numnchr 3000 K. beträgt, eine Dividende von 3000 K. pro Aktie (100 Prozent) an die Aktionäre mr Verteilung zu bringen, den Reservefonds mit der statutarisch festgesetzten Quote, dös sind 1573,944.727 K. zu dotieren soüvie einem zu errichtenden außerordentlichen Reiftrvefond»' 3600,000.000 K. zu-zuführeu, ferner km PeufiousforM der Am gestellten des Wiener Banlk-Vereins tantiemenfrei 2.600,000.000 Kronen zu-zuwenden und den Betrag von 237,496.492 K. auf neue Rechnung vorzutragen. Die Engagements mtf Effekten- und Konjsovti-cvl-Kouto wurden auch diesmal in vorsichtiger Weise bewertet und ebenso die Ml Zusammenhänge mit der Austragung von VorkviegsvcrbiMichkeitcn noch erübrigenden Verpflichtungen valutarischer Natur in weitestem Ausmaße berücksichtigt. i Der Administrationsrat hat weiters beschlossen, der Ge« neralversaulmlung den Antrag zu stellen, das 'zufolge der Aus«, Wertung von Aktiven um 3400,000.000 K. sowie durch lieber« 1 tragung eines Teilbetrages von 1350,000.000 K. aus dom ^Reservefonds aus Kapitalsvermehru-rrgeu" auf „Mtienkapital- Kvnto" von 1600,000.000 K. auf 11.250,000.000 K. erhöht« Aktienkapital, welches 'im laufenden Jahre durch Begebung von 166.600 Mim zu 3000 K.. das . find Nominale 499,800.000 K., die gemäß des Beschlusses der außevordmtllichen Genevalversamntlun'g vorn 19. Oktober 1922. noch ausKUgöven waren, nunmehr auf insgesamt 11.749.800.000 vermehrt erscheint, aus 15.000,000.000 K. zu erhöhen und »mit der Durchführung dieser Kapitalserhöhung, die aus einmal oder in Teilbeträgen erfolgen kann sowie nrit der Festsetzung des Zeitpunktes der einzelnen Emissionen, der Begelbungsmodallitäten mtd der. dnmit iur Zusammenhänge steheriden Statutenänlde« rungeu die Direktion, als Vorstand der GefMchaft, zu betrauen. MrtMMch.) Zulassung weiterer polnischer Banken zum Devisengeschäft. Berlin, 28. April. (Tol.-Komp.) ,Fust--Expreß" meldet aus Warschau: Das polnische Finanzministeriinm hat bex Beschluß gefaßt, die auf 30 reduzierte Zahl der Banken, die Devisenoperationen durchführen dürfen, tmeder zu erweitern. Die dahingehenden Gesuche aus der BankwM wurden unter anderem bannt begründet, daß sich angesichts des SiNkms det Geldwertes das Kreditgeschäft in Polen allein nicht rentieren könne und eine Reihe von Banken, falls das Verbot der Devisenoperationen ihnen gegenüber crusrechterhalten bleibm, ge» schlossen werdm rnüßten. Die gestrige Mener Finanzstimmmrg von Buveau zu Bureau war freundlich, doch waren Mr einzÄne Werte' gefragt. ' Ausschluß von der Budapester Börse. Budapest, 28. April. Die Börsenkammer schloß hmte wegen verspätetem Arrangement zwei Mitglieder auf zwei Wochen, ein MitMed auf eine Woche vom Borsenbesuch aus. Die Wochenversorgung vollzog sich gestern, wie gewöhnlich zunr Ultimo, schwieriger, da der Bedarf größere Dimensionen annahrn. Der Report stieg bis. 1,75 Prozent; allererst« Firmen jedoch repartierten bei eincul Zinssatz von 1 Prozent und darunter. Die Versorgung vollzog sich Mit. Einlösung der 8,5prozentigen Schatzscheine der, vierten, österr. Kriegsanleihe. Am 1. Juni d. werden die 5,5prözentigen Schatzfcheine der vierten österreichischen Kriegsanleihe zur Rückzahlung fällig. Finanzverwaltung der Republik Oesterreich', wird diese Obligationen termingemäß einlösen, soweit sie als -Schuld, der Republik Oesterreich übernommen (kontrolkbezeichnet) worden sind. Die fälligen und einlösunysfähigen Schatzschsine sind im Jnlande bei der Staatszentralkassa, Wien', 1. Beg., Singerstraße 17, direkt okr,im Wege der Steuerämter, im 'Auslande bei den für die Zinsscheineinlösung 'bestellten Zählstellen e'mzurvichen. Die Begäung der österreichischen Tranche der Völker« bmrdanleihe. Gestern fand eine Besprechung des Finanzministers mit kn Vertretern der einzelnen Banken statt, wobei auch die Frage der Übernahme eines Teiles kr vom Völkerbünde in der wichsten Zeit zu vergebenden großen BMerbundanleihe besprochen wurde. Es scheint, daß das FinanMinistevium bestrebt ist, einen Teil kr seinerzeit von kn Banken übornmnmenen DollargManleihe, welche am 1. Juni fällig ist, auf diese Art/ eventuell zu konverÄeren. Aus km Wlsmaße kr Bereitwilligkeit zu dieser Konversion wird auch M Schluß auf die Höhe, der Tranche, welche das österreichische ^Kapital zu übernehmen hat, gezogen werden. Es ist' wahrscheinlich, daß die heutige Besprechung noch lange nicht in der .Hinsicht definitiv war und daß noch tveitere ausführliche Besprechungen folgen werden. Russische Einkäuse in Oesterreich. Die vussische Handels^ Vertretung w Wien hat in kn ersten drei Monaten laufenden Jahres bei österreichischen Firmen Waren im Werte voN 700.000 Dollar eingekauft. Den größten Teil »davonwaches -landwirtschaftliche Maschinen und verschiedene elektrotechnisch^ Artikel aus. Zn kmerken wäre hierbei, daß diese Einkäuft däs Doppelte der in den verflossenen 18 Monaten des letzten uni» vorletzten Jahres von der russischen Handölsmissioi.' in Oesterp reich vollzogenen Käuft betragen. Feinstahlwerke Traiftn-Leobersdors A. G. vorm. Fische^ Das Wdimkapital dieses im Jchve 1918 durch lUmwandlung k< Fischerschen Weicheisen- und Stchlgießereigos-ellschaft zu eines Aktiengesellschaft entstandenen und dann mit der Leöbersdorfts Stahlwerke A.-G. verschmolzenen Unternehmens >betrug url sprünglich 15,000.000 Kronen und wurk im Laufe der Jahrs sowohl du-rch Nenausgabe von Aktien als auch durch Aufwertung im Sinne ks Zwangsanleihoksetzes auf 600 Millioneii Kronen erhöht. Bon diesen Mtien wird durch die patrom! sierenden Banken jetzt ein Teil auf kn MaM'gebracht. Dq Bilanz für das -obgelaufene Geschäftsjahr 1928 ist noch nich! fertiggestellt, doch dürfte die zur Ausschüttung ge'langende Da. vidende aller Voraussicht nach das MieMommäle wesentliq übersteigen. , Steirische Wasserkraft, und Nettrizttötr. AMcngesellschast. Die Gesellschaft schreitet nunmehr an die teilweise Begebm der in der letzten Generalversammlung beschlossenen Kapital» erhöhung, indem sie die gesamten zur Ausgabe gelangenden Äkttq den bisherigen Aktionären zum Bezüge anbietet. Wie schon bj kannt, hat die Gesellschaft diesmal einen Mittelweg zwischen m schon bestehenden Aktientypen lit. A und B gewählt, indem j Aktien lit. C h Nom. 1000 K. auSgibt, welche jedoch nur iw NI minale von den Aktien lit. A und y verschieden sind, aber M selben Rechte gewähren wie diese Aktien. ES entspricht^ eine Aktz lit. 6 (Nom. 1000 K.) h raison des Nominales fünf Aktien ff A (Nom. 200 K.) und fünf Aktien Ut. 6 (Nom. 1000 K.) eff sprechen ein« Aktie lit. B $om. 5000 K.). Die Bezugspreise bi

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