Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1509 (26.4.1923)
- Date
- 1923-04-26
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Wien, Donnerstag % ««. 1609 «dg besten bretakttge Komödie „Die gelbe Nachtigall" zur ersten Aufführung. Im Raimund-Theater gelangt Montag den SO. d. der Schwank „DaSweißeLämmchen" von Hans Saßmann mit Max Pallenberg in der Hauptrolle zur Erstaufführung. Im Johann Strauß-Theater hat Mtzzi Günther ihr Gastspiel („K a t i a, die Tänzerin") neuerdings verlängert. — AL 9V. Juni hält diese Bühne für einige Wochen Ferien. Gastspiele fremder Gesellschaften finden während dieser Zeit keine statt, da Direktor Müller alle Pachtangebote von Sommer-Unternehmungen abgelehnt hat. NeueWienerBühner Heute und morgen „D e r Kaufmann von Venedig" mit Paul W e g e n e r ÄS Shylock und Else Heims als Porzia. Gerichtssaal. Die Auslösung der Ieutschsozialen Pattei. Vor dem Leipziger Staatsgerichtshof zum Schutze der Republik wurde dieser Tage über die Beschw>."vde der Deni s chsozialen Partei gegen die Verbots- und Auflösungsversügungen verschiedener LaMsbehörden verhandelt. Die preußischen Stellen stützen das Verbot Ms Artikel in der Presse der De-utschsozi-alen Partei, in denen u. a. die Reichskanzler Doktor Fehrenbach und Dr. Wirth der Bereicherung geziehen und Mitglieder 'der Regierung ,>V olksa usbeute r" genannt wurden. In einer Bvaunschweiger Zeitung ist ferner gesagt worden, essei fraglich, ob der Rathenau-Mord als Mord zu bezeichnen sei, weil Rathsnau ein „Volksschädling" gewesen sei. Von dem thüringischen RsgievungsÄertveter wurde nachgewiesen, daß die Dentschsoziale Partei eine .Fortsetzung des aufgelösten deutfchsozialen Schutz- und Trutzbundes und der NatiMalsozialistischen Arbeiterpartei darstellt. Im Verlaufe der Sitzung wurde der Mord an Rathen au wiederholt in die Debatte gezogen, wobei der Beschwerdeführer Kunze es wagte, die Mörder Rachonaus mit Teil auf eine Stufe zu stellen. Nach mehrstündiger Verhandlung wurde das Verbot des Oberpräsidenten von Niederschlesien sowie die Verbote des Polizeipräsidenten von Berlin aufgehoben, da die Verhandlung keim genügende Rechtfertigung für die Verbote ergeben hübe. Hinsichtlich der Verbote der ■ thüringischen und braunschweigischen Partei fei ein vollständig schlüssiger Beweis nicht erbracht worden. Aus diesem Grunde müsse diesen Regierungen überlassen werden, bis zu einer neu anzu'beraumenden Verhandlung ihr Beweismaterial bekanntzugeben. Dann werde der Staatsgerichtshof zu diesem Teil der Beschwerde Stellung nahmen. Der Berliner Schriftsteller Ernst Pfeiffer, Redakteur der Wochenschrift „Der Aufrechte", wurde wegen Beleidigung der Reichsregienmg durch einen beschimpfenden Artikel zu 60.000 Mark Geldstrafe, im Unembringungs falle zu einem Fahr Gefängnis verurteilt. Heute beginnt die Verhandlung über die Beschwerde der Deutschvölkischen Fre i heit spartet gegen das in Preußen erlassene Verbot der Partei. Die Gattin, die sich selbst -es Ehebruches bezichtigt. Eine Chebruchsklage beschäftigte kürzlich das Bezirksgericht Fünshaus, von der der Richter (Oberlaudesgerichtsrat Dr. Reh o da) in der Urteilsbegründung bemerkte, der Fall sei psychologisch und pathologisch bemerkenswert. Ms Kläger erschien der 27-jährige Privatangestellte Johann Z., der Gatte der in einer Strickfabrik im 6. Bezirk angestellt ge-lvesenen Leopoldina Z., als Beschuldigter erschien der Werkfi'chrer in di'cser Fabrik Emmerich Z., dem die Strickerinnen unterstehen. Trotz der noch ganz jungen Ehe glaubte der Gatte Grund zur Eifersucht zu haben. Seine Gattin kam nämlich häufig btd später nach Hause, als /dies mit dem Geschäftsschluß zu rechtfertigen gewesen wäre. Der Gatte wartete deshalb eines Tages den FabriksWuß ab, stand länger als eine Stunde vor dem Hause (in welchem auch Wohnpavteien wohnen), nachdem alle Arbeiterinnen die Fabrik verlassen hatten. Endlich kam Frau Z. Ihr Gatte empfing sie mit Vorwürfen, worauf sie chm erklärte, der Werkführer habe sie. im Manipulationsraum zum intimen Verkehr gezwungen, und zwar durch die Drohung, wenn sie sich ihm nicht hingebe, werde sie ab gebaut werden. Um den Posten ju behalten, habe sie „es" getan. Z. hat sich mit seiner Frau ausgesöhnt und gegen den Werkfülhrer die Klage wogen Ehebruches erstattet. Die als Zeugin einvernommenen Kolleginnen gaben auf Gestagen des Richters an, das; der Wevksühver sich in .jeder Beziehung untadelig benommen habe. Einige Zeuginnen sagten aus, daß die Frau die Tanzschule besucht habe. Frau Z. hielt, als Zeug« einvernommen, die ihrem Manne gemachten Angaben aufrecht, Herr Z. stand seiner Gattin unentwegt zur Gerte. Der Verteidiger des Augeklagten, der kurz vor seiner Berehelichu-ng steht, wies auf die Widersprüche in der Aussage der Eheleute hin. Der Richter sprach ,.den Angeklagten frei, weil sich aus >dem Strafverfahren nicht der Schatten eines Beweises für feine Schuld ergeben habe. Man habe es in der Person der Frau Z. mit einer psychologisch und pachologisch sonderbaren Frau zu tun. Was sie zu dieser ungehs^rlichen Anklage, die sie ja selbst in erster Linie belastet, bewogen hat, entzicht sich der richterlichen Beurteilung; es kann vielleicht den Zweck gehabt haben, Verschlungen anderer Art zu verschleiern oder den Gatten auf unrichtige Spuren.zu führen usw. Nach hier Verkündigung des Freispruches erlitt der Angeklagte einen Weinkrampf, von dem er sich jedoch bald erholte. Miene« Morgenzeitung. Volkswirt. Gestempelte Krone ---- 0.0077Va Centimes. Auszahlung Wien ----- 0.0077 V4 Centimes. In Zürich notierte die österreichische Krone . . 0.00777. ( 0.00777. am 24. April) die österr. gestempelte Krone 0.00777, ( 0.00777« am 24. April) die tschechische Krone ... 16.39 ( 16.39 am 24. April) die Mark. 0.0180 ( 0,0185 am 24. April) Holland. 214.75 (215.50 am 24. April) New-York. 548.50 (550.25 am 24. April) London. 25.51 ( 25.59 am 24. April) Paris . 37.30 ( 36.75 am 24. April) Mailand. 27.17 ( 27.27 am 24. April) Belgrad. 5.60 ( 5.55 am 24. April) Bukarest ........ —.— ( —am 24. April) Sofia.. 4.— ( 4.05 am 24. April) Budapest. 0.107, ( 0.10'/« am 24. April) Warschau.. 0.0112 ( 0.0117 am 24. April) Neuerlicher Kursfaii der Mark. In Zürich ist die Devise Berlin neuerlich um fünf Punkte von 0.0185 auf 0.0180 gesunken. Es scheint, daß die Stützungsaktion der deutschen Reichsbauk auf den internationalen Plätzen weiterhin einem - -gewissen Pesfiminrus begegnet und daß auch die politischen Schwierigkeiten Deutschlands ungünstig beurteilt werden, so daß dadurch das Vertrauen zur Mark und ihrer Entwicklung geschmälert werden. Gleichzeitig damit verdient die Senkung der Devise Warschau von 0.0147 auf 0.0112 hervorgehoben zu werden. Es scheinen hier die ungünstigen Finauzverhältnisfe Polens eine gewisse Rolle zu spielen. Interessant ist, daß die Devise Paris einen kleinen Ausstieg von 96.75 aus 37.30 verzeichnet. Dies dürfte damit Zusammenhängen, daß die Chancen bei den doch in nicht allzuweiter Ferne liegenden Rvparationsvechan klungen mit Deutschland für Frankreich günstiger beurteilt werden. Andererseits ist es wahrscheinlich, daß auch die stanzöfische Regierung hier eingegrisfen hat, um aus gewissen Prestigerüclssichten das Kursnrveau seiner Währung nicht finken zu lassen. In Berlin haben sich die ausländischen Devisen und Valuten nur unmerklich verändert. Der Dollar ist sogar von 30.623.25 auf 30.174.05 gesunken. Ebenso hat sich das Pfund von 139.050 auf ll98.652 gesenkt. Andererseits ist der französische Franken von 2019.90 auf 2029.90 gestiegen. Ob sich in all diesen Kursen schon eine gewisse St-abilisierung der Valutakurse ans dem Berliner Platze äußert, ist vorläufig noch nicht zu übersehen. Im gestrigen Wiener Clearing notierten: Glearingkurse der Österreichischen NationaltaBk vom 25. April 1923. Zahlungen) Amsterdam f. I holl. Gulden Agram 1 jux. Kronen , . . Bel Rrad 1 Dinar . Berlin 1 deutsche Reichsmark Brüssel 1 belgische Francs Budapest 1 ungarische Kronen Bukarest 1 Lei. Christiania 1 norweg. Kronen Kopenhagen 1 dänische Kronor London 1 Plund Sterling , Madrid 1 Pesetas ..... Mailand 1 Lire. New York 1 Dollar ..... Paris I Francs. Prag 1 tschecho-slow. Kronen Sofia I Lewa . Stockholm 1 schwedischeKronor Warschau I polnische Mark . ” Zinsrsff.j fuß Ge,d Kurs vom 23. April Ware Geld Ware . 4 27790.- 27890.- 27810.- 27910.- . 6 731.- 733.- 719.— 721.- . 6 731.- 733.- 719.— 721.— . 8 2.40 2.50 2.53 2.63 . 4-s, 4144.- 4156. - 40<59. - 4C81.— . 6 12.85 12.95 33.95 14.05 . 6 . 8 12565.— 12595.- 12635.- 12665.— . 5 13385.- 13415.- 13310.- 13340.- . 3 330100.— 3307OC.-330500.- 33UD0.- . 5'/, >0815.- 10875,- 10845.- 1C875.— 3526.- 3534.- 3521.- 3529.- 71025.- 71175.- 71050.- 71200.- . 5 4784.- 4795.- 4749.— 4761.- . 5 2122.- 2128,- 2139.- 2125.- 527.50 528,50 529,50 530.50 . 4'/, 13330.— 1892).- 1SS89.- 18920.- . 6 1.49 1.58 1.48 . 1.58 . 3 12935.- 12995.- 12835.- 12915.- Noten ameilkan. Noten v. 5 Dollar aufw. „ , kleinere . . . Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten zu 1000 Leva , . » , 100 . . , „ kleinere. . . Dänische Noten 100 Kroner , , Deutsche Noten zu 1000 Mark, , » . , 100 „ , . » „ kleinere.... Engl, Noten von 5 Llvrest. aufw, » „ kleinere. Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufw. „ * kleinere . . . Jngosi.Noten ungest. zu 1000 Dinar . . . , 1O0 „ „ , „ kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw, „ „ kleinere . . . . Rumänische Noten zulOOOu.50OLel ff „ kleinere . . . Russ, Noten (Roman.) zu 500 Rubel » i* » » jOO 0 » i. » kleinere . , Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not.'v.lOOO aufw. * * kleinere . Ungar, Noten (neue Eni.) zu lOOOKr. . .zu 10.000 Kr. . » . B , kleinere . . . . . 70700.- 7100».- 7C725.- 71025.— 70300.- 709O0.- 70625.- 70925.- 4385.- 4115.— 4010.- 4040.- 506.— 51».- 508.- 512,- 486!- 49o!- 488!- 492Ü- 13230. - 1329(1.- 13160. - 13220.- 2.23 2.53 2.33 2.63 328400.- 3294M*- 32880o!- 329800*.- 328200.- 3292'i 0.- 328600.- 3296CO.- 4725.— 4755.- 4690. - 4720.- 27640.- 27840.- 27660.— 27860.- 3492.50 3507,50 3487.50 3502,50 3472.50 3487.50 3467,50 3482.50 722.- 726.- 710.- 714.- 714*.- 713*.— 700*— m',- 12420.- 12480.- 124^0. — 12550.— 1.25 1.5» 1.28 1.58 1.20 1.50 1.23 1.53 324.- 326.— 329.— 331.- 30*.- 306.- 309.- 311.— 18660*.- 18740l— 1866C»!— 1874o!— 12870.- 12930.— 127S5.— 12855.— 10720.- 10780.— 10720.— 10780,- 2105.- 2115.— 2102.— 2112.— 2100.- 2110.- 209T.— 2107.— 10.40 10,60 12.40 12.60 10.35 10^55 12!35 12!55 Ne langfristige Mkerbimdanlekhe. Gestern sind über Berlin telegraphische Nachrichten aus New-Z)ork emgetroffen, deren zufolge die New-Aorker Börse beschlossen habe, sich an der österreichischen großen Vvlkevbund- , anleihe zu 25 bis 50 Prozent zu beteiligen. Wenn auch vor- I läufig die Richtigkeit dieser Nachricht noch nicht uachgeprüst werden kamt, so Muß sie doch als ein äußerst wichtiges Ereignis gewertet werden. Wohl sind die österreichischen An« 26. April 1928 Sette 7 ~ ' " " ~ . ” t" i leiheunterhändler erst vorläufig nur in Paris gewesen, wo fies günstige Resultate erzielten und haben sich gestern u^ach London begeben. Es ist aber bekannt, daß sie schon von Paris aus mit englischen und amerikanischen Bankiers in Fühlung getreten sind, und daß sie von beiden Seiten günstige Zusagen erhalten haben. Selbstverständlich kann noch nichts Bestimmtes ir> dieser Hinsicht gesagt werden, da doch die Verhandlungen auf Grund des im Genfer Kontrollkomitee vor zwei Wochen abgeschlossenen Arvleihevertrages abgeschlossen werden und hier unbedingt die persönliche Anwesenheit der Untechänd'ler zur Festsetzung der anderen Modalitäten der Anleihe notwendig ist. Zu den Staaten, welche sich für die Anleihe interessieren» gchören neben Frankreich und England auch Italien, Holland, Belgien, die nordischen Staaten und endlich Amerika. Es hängt davon ab, wieviel Amerika von der Anleihe übernehmen wirp um erst nachher die Trar.che der anderen Staaten bestimme« zu können. Wird nämlich der New-Gorker Platz eine größere Tranche übernehmen, so ist die Quoteder anderen Plätze gering. In dieser Hinsicht bleibt noch das Resultat der weiteren Verhandlungen, welche jetzt in London mit amerikanischen' Häusern, besonders dem Hause Morgan und Kuhn u. Low gepflogen werden, abzuwarten. Wohl aber kann nach den bisherigen Ereignissen ruhig gesagt werden, daß die Anleihe einen wider alles Erwarten tatsächlich -günstigen Erfolg haben dürfte., Ob und m welchem Maß« Oesterreich an der Anleihe partizipieren wird, ist vorläufig noch ganz unbestimmt. In erster Reihe wird es die am 1. Juni fällige Dollaranleihe zurückzahlen müssen. Es ist die feste Absicht Oesterreichs, die Rückzahlung tatsächlich vorzunchmen und sich keine Säumigkeit zuschulden kommen zu lassen, damit sein Ansehen als Schuldner nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Eine ZwangSkonvsrtierung der Dollarschatzscheine wird auf keinen Fall dorgenommen werden, doch wird den einzelnen Dollarschatzscheinmhabern froigestellt werden, sich ebenfalls an der großen Völkerbundanleihe zu beteiligen. Allzu groß, wird die Tranche, welche Oesterreich von dieser Anleihe übernehmen .wird, N'cht f«a,; weru auch in manchen Kreisen stch nicht die Absicht verkenneil läßt, das in Oesterreich verborgene Kapital für diesen Zweck dienstbar zu machen. Der günstige Erfolg der Dolla-rschatzanlekhe hat gezeigt, daß in Oesterreich in dieser Hinsicht noch hinreichende Mittel vorhanden sind. Man will nun die restlichen Mittel ebenfalls heranziehen. Andererseits will man dem österreichischen Kapital die Möglichkeit geben, sich, in anderer Weise an der Sanierung der Verhältnisse zu betätigen, vielleicht dadurch, daß es sich in größerem Maße an der Uebernahme der Wasseckraftaktien usw. betätigt. In dieser Hinsicht läßt sich vorläufig noch nichts Genaues sagen. GanMrige Einlösung der zinsscheine. Bei folgenden Schuldgattungen' wird die ganzjährige Einlösung der Zinsscheine zugelaffen: 4prozentige konv. einh. > Rente vom 1. Juli 1868, 4,2prozentige einh. Notenrente vom. 1. August 1868, 3,5prozentige österr. Staats- (Investitions)-! Rente, 4prozentige österr. Staats-vente März-September, 4pro-i zentige österr. Staatsrente, Lit B, Juni-Dezember. 4Lprozewige! Silberrente vom 1. Oktober 1868, 4,5pvozentige östvvr amort,^ Staatsschatzanweisungen vom Jahwe 1914, 4prozentige Prioritätsanleihe der Lokalbahn EisenerMordernberg vom 1. Jänner! 1890, 4prozentige Prioritätsanleihe der Lokalbahn» Eisenerz—. Bordernberg vom 3. September 1892, zu Staatsschuldverschroibungen abgestempelte Aktien der Kaiserin-Elisabethbahn; 1. Emission zu 200 sl. C. M., zu Staatsfchulbverschreibungen > abgestompelte Aktien der Kaiserin Elisabethbahn 3. Emission KUj 200 fl. ö. W. Silber, 4prozentige Priovitätsaüleche der Krems-- t'halbahngesellschaft vom Jahre 1905, Hrozentige Eiseübahnstaatsschuldverschreibungen der Dorarlbergerbahn vom 3. Mai 1893, 4prozentige Priorrtätsanleihe der Vorarlbergerbahn vom 1. März 1884 in» fl. ö. W. Silber, 3^prozerrtige Staatsschatzscheine der 2., 3., 6. 7. und 8. österr. Kriegsanleihe, ö^prozentige^ Schuldverschreibungen der amort. Staatsanleihe der 4. bis' 8. österr. Kriegsanleihe, Staatsschatzscheins der 1. deutschösterr. Staatsanleihe vom 1. Dezember 1918, 4prozeniige österr. Losanleihe vom Jahre 1920. An gkMdlegenÄes Gutachten des Sberste» Gerichtshofes über Balottsatio». Von Dr. Friedrich Kalcher. Die in diesem Blatt bereits einmal besprochene Unsicherheit der Rechtsprechung bezüglich der Folgen der Gel)entwert u n g veranlaßte das Bundesministerium für Justiz,! dem Obersten Gerichtshof folgonbe Fragen vorzulegen: 1. Hat der Gläubiger einer Geldschuld, die am Fälligkeitstag nicht bezahlt tvuüde, Anspruch auf einen die ge-! setzlichen Verzugszinsen überstei genderri Schadenersatz? 2. Besicht dieser Anspruch nur f>ct sch u ldhaft er Nicht erfüll ung oder ohne Rücksicht auf ein Verschulden? 3. Hat.der Gläubigers das Bersch n lden n ach zuweisen oder ist es Sache des^ Schuldners, seine Schuldlosigkeit davzntun? - 4. Gebührt bm\ Gläubiger auch der Ersatz des Betrages, um den der Wert der geschuldeten Valuta gegenüber ihrem Wert am Fälligkeitstage gesunken ist; gMhrt ihm daher dieser Ersatz überhaupt (abstrakter Schaden) oder r.ur, wenn er dadurch einen tatsächlichen Schaden erlitten hat (konkreter^ Schaden)? 5. Besteht der Anspruch nach allgemeinem bürgerlichen Recht oder Handelsrecht? Wiedereröffirang Idealster AufenthaltZu ieder Tagcszeit watme und kalts des Cafe- und Garten- Konstantinhügel Restaurants MPrater,HaaptalleegSSSSSStaMuSIf“ 280; Speisen, Vorzü^lidbÄ Biere und Weine Treffpunkt der eleganten Welt unter neuer Leitung Bei schlechter Witterung geheizter Prachtsaal. Besitzer: Otto Kaaerer