Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1508 (25.4.1923)
- Date
- 1923-04-25
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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9te'8m Wien, Mittwoch Sölenct MorgiekrettuM. S5. AM 1923 Sorte 8 jie Verhandlungen mit den Metallarbeitern. Gestern wurden die Verhandlungen zwischen den Verm der Metallarbeiter und den Industriellen dm neuen Kollektibvertrag fortgesetzt. Diese tnßett werden schon seit längerer Zeit geführt. Wie wir erfahren, gestalteten sich die Besprechungen ieurlich schwierig, Loch jtrtfe sie gestern bis zu einem Punkte geführt worden, der eine Einigung erwarten läßt. Diese bird wahrscheinlich in der Form erfolgen, das der biskrige Vertrag verlängert werden wird. Ferner wer-- ien auch die gleitende und starre Zulage e r h ö h t werden. Avrefsnngm an der Deutschen Bodenbank. Zwei entlassene Beamte, Bruno Witschte und Dr. Karl ^rbna der Deutschen Bodenbank, wurden gestern wegen angeblichen Erpreffungsverfuchen verhaftet. Sie haben nach -ihrer flrüassung von ihren früheren Vorgesetzten große Geldboträge su,rch die Drohung zu erhalten versucht, verschiedene Machin-r« sonen.der Bank aufzudeckeu, indem sie erklärten, von vielen tusbeuterrschen Geschäften dieses ans rein arischer Basis gegründeten und unter arischer Leitung stehenden Untevjchmens Kenntnis zu haben. An der Spitze dieses Institutes seht der Führer «ehemaligen Deutschen Nationabverbandes str. Gustav Groß, während der gegenwärtige HanMsmimrster sw. Hans Schürss im Werwaltungsrat sitzt. Die falsche» polnischen WM Mark-Noten. Im Zivsammenhcmg der vor kurzem in Men entdeckten kanknotenfäls chevwerkstätte Z iS mann wurde im iSahnhof in Frankfurt a. M. ein außerordeMich wichtiger Kiund gemacht. In der Gchäckaufbewahrungsstelle lag seit!3. März ein Koffer, der dort abgegeben und bisher nicht schoben worden war. Ms man den Koffer amtlich offtrete,!and man 3735 Stück gefälschter Polnischer tz-ehn tau sendmark noten. Die Erhebungen ergaben, daß dieser Fund mit der föiener Barcknotenfalschung zweifellos im Zusammenhang jtcht. Die Nachforschungen führten zur Verhaftung der stanffeute Vittorio Farboni und Leopold Cahn. Zu Dieser -Zeit hat sich auch der wegen Beteiligung an den Kanknotenfalschungen verfolgte Mob Tauber, der eigentlich SieMmnd Sara da heißt, m Frankfurt a. M. irufgehalten. Der beschlagnahmte Koffer mit den Falsifikaten ist augenscheinlich von Sarada in der Garderobe abgegeben nnd nicht mehr abgchoLt worden, als Sarada in den Zeitungen die Entdeckung der Falscherwerkstätte und die Verhaftung seiner Komplizen las. Sarada ist siüchüg. Die Muskete eingestellt. Wie uns gemeldet -wird, hat die Zensmbehorde soeben ja-S Erscheinen des Wiener illustrierten Witzblattes „Die Muskete" auf drei Msnate eingestellt mit der ibegründuW, daß Text und Illustration-en, wie sie in einer Reihe von Nummern in der letzten Zeit erschienen sind, geeignet seien, die öffentliche Sittlichkeit zu verletzen und narUerrtlich die Moral jugendlicher Personen zu gefährden. Die Redaktion der „MusVete" hat gegen diese Verfügung den Rekurs Angebracht. MMionenfcheÄetrng an einer Bank. -Wie berichtet, wurde im Banch-ause L. Ko hu jun., ®. Bez., Schwarzspanierstraße 16, ein Scheckbetrug in der Weise verübt, daß mit einem Scheckfornrülar, das firmemnäßig geßöichl-ot war, JrvterimSscheine auf 60 Karpacho-Wien -im Werte von 140 Millionen Kronen entlockt wurden. -Unter dom dringenden Verdachte -der Täterschaft wurde der 31jährige Angestellte der Firma, Bernhard S. verhaftet. S. wurde dem Landesgevichte eirrgebiesert. Nun hat diese Betrugsaugslegenheit eine überraschende Wendung genommen, die es -nicht ausschließt, daß S. möglicherweise an» dem Betrug nicht beteiligt -ist. Das Kommissariat Msergrun-d hat nämlich mder dem dringenden Verdachte der Täterschaft nunmehr den im Dienste der gleichen Firma stehenden Wais Kiraly aus Grund der Mitteilung eines ehemaligen Schulkollegen des Kiraly verhaftet. Dieser teilte der Behörde mit, daß Kiraly vor etwa fünf Wochen an ihn mit dem Ersuchen herangeitreten war, ihm bei der Bchebmrg eines Depots der Firma behilflich zu sein, Kiraly hatte nämlich die Absicht, ein Scheckjsormular, das er in« Dimrco hatte, vom Chef und vom Prokuristen unterfertigen, auf 50 Stück KarPacho-Mti-en ausstellen zu lassen -um es bei gegebener Gelegenheit gu behoben. -Er verlangte von seinem Kollegen, daß er die Ausfertigung des Scheckformulars und die Behebung des Depots übernehme und versprach ihm hiefür aus des Erlös der Wertpapiere zu entlohnen. Als dieser das an ihm gestellte Ansinnen errtfchioden znrückwies, hatte ihm Kiraly erMcwt, er werde sich an einen anderen Bureaukollegen wwden. Kiraly gestmid, daß er das Scheckfovinular selbst ganz ausg-efüllt habe. Kiraly gab auch zu, das Depot selbst behoben und in der Wohnung feiner Wern versteckt zu haben. Die Interimsschsme Hobe er verbrannt. Die Angelegenheit erscheint trotz des Geständnisses des K i railh nicht restlos klargestellt. * GlWüche Reise. Das Reffen soll angeblich ein Der- Mügon sein; nicht immer — aber manchlM. Immerhin^ Mt es eine Menge Lviüe, die es auÄfchlieMich M dichem Zlveck ^betreibeu. Sie ste-lle-n sich die Sache, dank unserer vorgeschrittenen ZivWff-ation, höchst einfach vor: man fährt auf den!B-ahnhof, übergibt einem hMWeilenden Träger sein Gepäck,!^st eine Fahrikavte, fetzt sich -ins Coupe und fährt. Während jder Fahrt hat mannichts anderes zu tun» Äs durch -das i Fenster die vorbeM-e-gende Szenevie zu betrachten und sich an -den wechselnden LarikschaftsbMern zrl fronen. Am Ziel auge- - kommen, steigt mv-n aus Mid — Punktum — die Reffe ist! borübev. So, emLqch M d-ie Arche WHsv, eimwK MAch-tz«. M Jüdische Bühne Artistische Leitung: ISAAK DEUTSCH) im Hotel Stephanie, 11„ Taborstrasse 12 Heute, haSb 8 Uhr abends Gott, Mensch und Teufel Drama in 3 Akten ven J. Gordin Vorverkauf an der Tag eslcassä jener Zeit, da man sich noch nicht für Freiheit und Recht zu Millionen totgaschvssen chatte, m jon-or Zeit, die Zwar keine ,^große" genannt werden kann, die aber immerhin gewisse Voryüge hatte. Damals also war -das R-eff-en, abgüschen davon, daß es billiger Iwrc, noch manchmal ein Vevgniügen. Hie und da fft es twMvM} auch vongeE-onnnen, daß sich ein Unglück ereignete, aber es ist in der Geischichte des Eisenbahnwesens ein bisher noch wicht dagewesener Fall, daß ein und d-erse-lbe Zug auf seiner Fahrt gleich zwei Zusammenstöße durchmacht, Wie der Triest—Wiener P-ers-onenzug, der vorgestern zwermÄ verunglückte. Wenn schon — denn schon. Die Laute sollen ftir ihr teures GM wen-igsbens etwas haben. Wenn Nichts and-eves, dann wenigstens gebrochene Knochen. Der Wunsch ,BWckVche Reife", der früher nichts anderes war als eine, Redensart, hat angesichts dieser Tatsachen ti-efere Bedeutung. Denn es fft tatsächlich ein Gliück, wenn man am Fahrtziel nicht mt-euweffe aussdeigt. * Das pazifistische Rechenbuch. Das amerikMische Carnegie-Institut, welches bekannlich der Friedenspropaganda, dient, hat dieser Tage das von oem bekannten pädagogischen SchriMeller, Professor an der Columbia-Universität, E. Smith verfaßte Rechenbuch für Volks- und Mittelschulen herausgegeben. Dieses Rechenbuch ist gleich nach seinem Erscheinen sehr populär geworden, weil es an verschiedenen Rechenexempeln die Greuel und die große Verschwendung der Kriege« vor Augen führt. So z. B. enthält das Buch auch das folgende Exempel: Die gesamtem Kriegskosten Amerikas betrugen bis zum 30. Juni 1916 429,071.803 Dollar. Die Friedensausgaben für Landwirtschaft, den öffentlichen Unterricht, für kulturelle Zwecke und die Administrationskosten des auswärtigen Amtes usw. betrugen in derselben Zert 196,806.267 Dollar. In welchem Verhältnis stchen diese beiden Ziffern zueinander? Die Rechenbücher exemplifizierten bekanntlich immer auf den Krieg. Vielleicht wird das Beispiel Smiths bald überall Nachahmung finden und damit der Friedensidee werwvlle praktische Dienste leisten. * Zionistisches Landeskomiiee (Politische Kommission). Donnerstag den 26. d>, halb 7 Uhr abends, Sitzung. Jüdischer Jugendverband. Heute, 7 Uhr abends, 2. Bez., Taborstraße 20 et, Leitungssitzung. Tagesordnung: 1. Zentralwanderung, 2. Berichte, 3. Eventuelles. Erscheinen Pflicht. * „Jüdische" Stierikarnpfe. Im Prater will eine Unternchrmmg eine Arena für Stierkampfe eröffnen. Kaum vernommen, hallt bereits der antisemitische Hain von dem Geepräsenianz der aschkenasffchen Juden von Buenos Aires, eiche mich den Behörden gegenüber die Juden der Stadt sonders in dem ebenfalls bercmnterweise mit den Juden tit naher Bezichnng stehenden Spanien huldigt. Folglich schwingen die Chrrstuchsozialen bereitsdie Brandfackel. Nun erinnern wir uns, daß das autkacholische Spanien doch nicht nur die Barbarei der Stiemämpfe kennt, sondern daß es auch der Barbarei der Jjudenversolgung nicht immer fern stand. Ist die Logik des Endige» Unternehmens nicht allzu berechtigt, wenn er sich enkt, diese Belrfftigungsart der g r o ß e n M a s s e n (und nicht der Reichen) werde, in dem durch systematische Verhetzung verrohten Hakenkreuz-Pöbel seine Anhänger finden? Wo die Barbarei der Judenverfolgung ein beliebtes Schlagwort ist, darf mau dort nicht auch für andere unmenschliche Lieohabereien einen Sinn voraussetzen? Wir wollen gewiß die echt arische Volksbelustigung der Stierkämpfe verurteilen, doch. gleichzeitig auch so manches andere, mit dem gleichm Recht, was sich „arisch" nennt. — Aus' dem Rathaus wird abenos mitgeteilt, daß weder die Polizei noch die Bezirksvorstchung Leopoldstadt dr« Aufführung von Stierkämpfen gestatten werden. Doch sei eine solche Frage bisher noch gar nicht aus-- getcmcht. ' —tob. * Gründung einer Wischen Gemeind« in Buenos Aires. In Buenos Aires wohnen wohl schon seit langem zahlreiche Juderr, die jedoch bisher keine einheitüche Judengemeinde orldeten. Sie waren in verschiedenen sozialen Wohlfayrtsorga-- nffationen, Krankenvereinen, Talmud-, Thora- und Schulveveinen organisiert und haben mrf diese Weise manche wertvoll arbeitende Wohlfahrtsanstalt ins Leben gerufen, aber zu einer einheitlichen repräsentativen Jndengemernde vermochtm sie sich nicht zu vereinigen. Der McmgK einer solchen auch nach außen hm anerkannten Repräsentanz der Judenschaft von Bumos Aires machte sich immer, mchr fühlbar, bis sich nun, wie ans Buenos Aires gemeldet wird, vor kmzem 42 Delegierte der verschiedenen Vereinigungen und Verbände zusammenfanden :md die Gründung einer-jüdischen Gemeinde (Kehilla) beschlosien. Das Wionskomitee, welchem die . rascheste Ausarbeitung des Statuts und die Durchführung der Gründung übertragen wurde, hat für diese seine Arbeit die folgenden Richtlinien erhalten: Die jüdische Gemeinde vertritt die Interessen aller aschkenastschen Juden von Buenos Aires. Sie kontrolliert die ihr nunmehr angeschlossenen bestehenden Institutionen^ und regelt die gegenseitige Unterstützung der verschiedenen ’ Anstalten untereinander. Zu den Pflichten der Kchilla gehören sowohl das ganze Wohltätigkeitswesen als auch der Ausbau der jüdisch-kulturellen Arbeit, des Mischen Schulwesens, und der Erziehung der Kinder im allgemeinen. Bis zur durchgefühvten Gründung der Gemeinde und der Wahl der Funktionäre, deren Stellen unbesoldete Ehrenämter sind, und bis zur Bestellung des erforderlichen Beamtenapparates bilden die Delegierten der gegenwärtig bestehenden^ Vereine und' Jrfflitutionen die >- - r.. „..r. we vertritt * Einbrecherbegegrrmig im Garte». In der Villa „Rudolf" tu der Lainzerstraße hörte die dort wohnende Beamtin Anna Schreiber, als sie am 18. d. nachts von einem Theaterbesuche heimkam, Schritte. Wachebeamte durchstreiften den Garten und die Villa, fanden aber von den Eindringlichen kerne Spur. Eine Nachschau in den Wohnungen ergab, daß tatsächlich Einbrecher einen Besuch abstatteten. Dem Frl. Schreiber waren verschiedene Wertsachen gestohlen worden. Der Verdacht lenkte sich -egen den aus Wien.abgeschafften Kutscher Josef Janow i tz, der gestern verhaftet wurde. Nach lange« Leugnen gestand er den Diebstahl ein. * Schwerer Unfall einer Greisin. Gestern vormittags wollte die 74jahrige Private Albine Fenz in der Küche ihrer Wohmma durch Hinzugießen von Petroleum in den brennenden Ofen das Feuer anfachen. Plötzlich schlugen dir Flammen aus dem Ofen heraus und die Kleider der Greisin ^ingen Feuer. Laut um Hilfe rufend brach die Frau in ~ " aMMM Nachbarn Men beLbei, erstickten die Flammen. Die Frau hatte Brandwunden aller drei Grade am ganzen Körper erlitten und wurde in das Allgemeine Krankenhaus überführt. * Bialik-Abend. Die Renaissance hebräischer Dichtkunst anläßlich>des 50. Geburtstages Bialiks zu feiern, hat bte Zionistische Bezirkssektion für den 12. bis 16. Bezirk durch ihre Veranstaltung vom 17. April unternommen. Dr. Hugo Knöpfmacher malte in seinen einleitenden Worten ur breiten Strichen das Bild Bialiks, seines Lebens und Schaffens, er wies auf sie doppelte Bedeutung hin, die seine Kunst gerade für uns Westjudeu hat, indem sie uns einerseits das fremde Milien der Ostjuden nahebringt und uns andererseits als jüdische Dichtung, als Apotheose jüdischen Denkens und Fuhlens innerlich verwandt ist. Die folgenden Vorträge gaben Proben aus Bialiks Werk. Frau Hedwig Duli cka sang unter größtem Beisalle einige von Bialiks hebräischen Liedern und von seinen hebräischen Uebersetzungen jiddischer Volkslieder und mußte sich immer wieder zu neuen Zugaben entschließen. Frau Mirjam Schnabel-Hoeflich trug mit hoher Kunst deutsche Uebersetzungen von Bialiks Gedichten vor, unter denen namentlich die grausige „Stadt des Mordens" tiefen Eindruck machte. Oberkantor Margulies stellte gleichfalls seine prachtvolle Stimme in den Dienst der Sache und erntete reichen Beifall. Mit einer eindrucksvollen hebräischen Rezitation durch eine Schülerin der hebräischen Schulen 12. bis 15. Bezirk schlossen die Darbietungen der schönen Feier. * Eineinhalb Milliarden zur Bekämpfung der Volksseuchen.. Der städtische Finanzausschuß genehmigte gestern eine Reihe von Krediten zur vorläufigen Kostendeckung für dü neuen Heilstätten, die die Gemeinde zur Bekämpfung der Tuberkulose und der Geschlechtskrankheiten errichtet. Darunter befindet sich das wiedererösfnete Seehospiz in San Pelayio. das 200 tuberkulosegefährdeten Kindern Aufnahme bieten wird,. die Umwandlung des Sanatoriums Baumgartnerhöhe in eine Lungenheilanstalt und die Errichtung einer Beratungsstelle für Geschlechtskranke im städtischen Gesundheitsamt. Die Gesamtsumme der in dieser Sitzung verhandelten Kredite zum Ausbau des städtischen Gesundheitswesen macht rund eineinhalb Milliarden Kronen aus. * Ausbau -es Donau-Winterhafens. Wie wir erfahren, wird der große Donau-Winterhafen nächst Wien schon in der allernächsten Zeit durch Errichtung einer modernen Neubau- und Reparaturwerft wesentlich ausgestaltet werden. * Wiener Pferde-Verkaufsschau. Vom. 16. bis 19. Mai findet auf dem Gelände des Wiener städtischen Pferdemarkte^ erstmalig eine Pferde-Verkaufsschau statt, zir welcher eine große Anzahl ersttlassiger Nutz-, Zucht- und LuMspferde für Reit- und Fahrzwecke angemeloet fft. * Aenderungen der Einfuhrverbote für Arzneizuberertungen. Das Bundesgesetzblatt verlautbart eine Verordnung des Bmrdesministeriums für Finanzen im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für soziale Verwaltung betreffen!' Aenderungen der Einfuhrverbote fürArznei- Zubereitungen. * Amtlicher Wetterbericht. In Oesterreich herrscht vorwiegend trübes, ziemlich kühles Wetter^ zeitweise regnet es. Eine nordwestliche Luftströmung verläuft von der Nordsee über Deutschland nach Polen. Im nördlichen Deutschland haben die Winde Sturmstärke erreicht. Voraussage: Vermutlick Regenspritzer oder Regenschauer, dann abnehmende Bewölkunc oder Ausheiterung. Ziemlich kühl. ' Vereine, Vorttäge und BerswnnüMMN. JüdischeTischgesellschastLandstraßb- Heute, halb 8 Uhr abends, im Cafö Ilion, 3. Bez., Löwengasie 39, Vortrag Dr. Georg Weiner x Herzls Tagebuch, zweiter Band. Gäste willkommen. — Zionistische Sektion Pratersprengel. Heute, 8 Uhr, dringende Ausschuß-- sitzung, Cafe Venedig, Stuwersttaße 1. — Verband zionistischer Studenten aus Rußland, 9. Bez., Spitalgasse 26, Cafe Schemel. Heute, 7 Uhr, im Ver-- bcmdslokale Forffetzung der Generalversammlung. — Handel svertreter-, Reisend e°und Kommissionäre- Versawmlung. Heute, 6 Uhr abends, findet eine dringende, vom ReichsschutzbMd der HMdeSvertteter einbenffene Versammlungim Cafs Starhemberg, 4. Bez.,WiedenerHauptstr.45, statt. — Tikwath Jehuda. Heute, 8 Uhr, 8. Bez., Bennoplatz Nr. 1, Gesellschastsabend. Vortrag von Gemeinderat Dr. P laschkesr Aktuelle TageSftagen. Frau Adele Ehrenkranz: Klasiffche Lieder. Programm: Richard Sttauß, Halevy, Jensen, Fräulein Fritzi C z e r o h l a, Pianistin. Programm: Chopin/ Gounod, Lffzt; Professor Spitz, Rezitationen. Gäste willkomnrem. — Jugendverein Ahawath Zion, Restaurant Metti czer, 2., AuZstelluugsstraße 15. Heute um halb 8 Uhr Vortrag von Ungerfeld. Thema.: Die neuhebräische Literatur. Gäste willkommen. — Hadwodah, akad. Verein Mgarffch sprechender Juden. Dienstug den 1. Mai, 1923, um 7 Uhr abends, im Lolale. 9. Bez., Vürkenstraße 9, Generalversammlung. — Z i o u i st isches Frauenarbeitskomitee. Die dieswöchtge SitzMg findet Domrerstag den 26. d. mn halb 6 Uhr abends^ 2. Bez., Täborstraße 20 a, statt. Urania. Heute: Großer Saal: Halb 3Uhr^ SchAervortrag: Seide. 6 Uhr: Shackletons Südpol-Expedition Halb 8 Uhr: G'schicht'n aus '» Wienerwald. — K l e i n e it ©.aal: Halb 8 Uhr r Hofrat Dr. Heinrich Z i m m e r m a n nr Tizian als Porträtmaler. — K u r 8 s a a l: 5 Uhr: Prof. Dr.' I. Weiß: Das antike Wissen von der Erde und seine Nachwirkung. H. Halb 7 Uhr: Prof. Dr. Karl Haas: Die Mathematt! der Araber. I. b Uhr: Dr. Ing. Rudolf Püringerr Oesterreichs Anteil an den Forffchritten der technffchen Chemie. -7 Klubsaal: Halb 6 Uhr r Dr. Ernst B u r.g h a r d t r Lieder, Balladen mrd Arien. Ernährung. Re LÄenMittelmSÄe. Der vortzeshrffie Rinöernrmckt in St. Marx war -um mtzM fahr 600 Stuck schwächer be,fch>ickt als der Hauptmarkt dev vorigen Woche, was mt Anziehen der Preise um 2000 bis 3000 K. im Durchschnitt pro mttxpxmt&n Lebendgewicht zms Folge hatte. In der GroßmarKchalle waren die AmWmste gestern cmßerordouMch gut — es kamen 16 WvMMs an —, fai daß die Preise im Kleüchandeil unverändert Wiben konnt-erff Wenn die Ankünfte in der Grvßmarkkthalle sich weiter an« nähernd in der Zeichen. Höhe hallten, dürsten ftch die Pveksi erhöhuugen für das Vieh im Kleinhandel nicht gänzlich a«Sa wirken. in der .. .... .....,.._u , , auch etwas errnäßigt haden. Der KlillogücmMiprvis betrchgs rvUMnibllickkich 9(XX) dis 10.000 K. 2luf den GräMwMVMnÄrkten, die gut beschickt sind, die Preise für Gemülse, wenn auch nur zögernd, ümu etwas Mvück. Häupt-effaVat kostete auf dem Nffchmmk-t 600 2600 K. pro Stück, Kochlsv'lat 6000 K. Pw KAoigmmm. Des Kuriosums halllber sei 'berichtet, daß gestew Anmvai^ erdbeeren in Schachteln zn: zehn- Stück zu sehen Ware», MM« *104 Schachtel «in BMA von o£LOQQ fcaaaä*.