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Wiener Morgenzeitung · 1923-04-25 · Heft 1508 (25.4.1923) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1508 (25.4.1923)
Date
1923-04-25
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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»OCSW^Ijl'V. lji<VIWWiWW’iT|l«n 11 «WSNMWWW» «MS Wien, Mittwoch' Wieverr Morrgenzettüng. 26. AM 1923 Nr. 1808 —ka. i e ii, 25. April. Die politische Weltlage wird nicht ausschließlich, aber dorwiegerid noch vom deutsch-französischen Konflikt im Ruhrgckbret beherrscht. Je länger dieser an- M1, um so schwieriger wird -er Ausgleich, da in Frankreich wie in Deutschland die nattonal-chauvmislische Strömung anwächst und die Wirtschaftskrise in beiden Staaten den sozialen Radikalismus steigert. Diese Entwicklung beginnt allmählich auch England und Italien sehr peinlich zu werden und macht es erklärlich, daß spziell in Engländer Wunsch nach einer aktiveren Politik gegenüber dem französisch-deutschen Konflikt sich erhebt. Welche Befürchtungen viele englische Kreise hegen, ersieht man aus einem von : einer „hohen englischen diplomatischen Autorität gezeichneten Artikel in der englischen Zeitung ,/Lv erring Standard" über die Reparationsfrage und die Kriogs-!gefahr. Der Autor meint, daß die Franzosen alle Ansprüche ]cu| das rechte Rhemufer ausgeben wollen und auch keine! wirkliche Souveränität über das linke Rhemufer wünschen,!wohl aber seine Trennung von Preußen und seine Konsti--!tuierung zu einem deutschen Bundesstaat, wie Bayern oder -Baden, verlangen. Falls die Franzosen die direkte Kontrolle über das Kohlengebiet der Saar und über die rheinische Eisenbahn bekämen, wären sie bereit — wie es scheint .i—, auf die Hälfte oder zwei Drittel ihrer Reparattonsfov- Äderung zu verzichten. Obzwar die Franzosen geringere Forderungen als früher aufftellen, die Reparattonsforderungen vermindern und das rechte Rheinuser freigeben -wollen, sei es keineswegs sicher oder auch nur wahrscheinlich, daß Deutschland hierauf eingehen werde. Wenn aber die Franzosen Deutschland nicht durch Absperrung dom Ruhrgebiet gefügig machen könnten, so sei nicht zu bezweifeln, daß sie „um den Juni herum zu schlimmeren Maßnahme^ LHergehen würden. Es lägen Anzeichen!dafür vor, daß damr die Franzosen mit fliegenden Kolonnen in das innere Deutschland emdringen, die bedeio- -tendsten EisenLahrcknotenpunkie,!vie Kassel, besetzen und dadurch den ganzen Eisenbahnverkehr lahmlegerr würden. Der Diplomat fürchtet, daß diese Invasion zu Komplikationen führen werde, die sich nicht auf Dnitschland beschränken, das seine HandeMuftflotte zu kriegerischen Zwecken benützen könnte. Falls Polen als Verbündeter Frankreichs m die Mion eingriffe, würden die Russen in Polen eimnarfchieren und dadurch auch Rumänien, Bulgarien Md Ungarn in den Krieg hineingezogen werden. ,. Die Auffassung dieses Autors ist kerne vereinzelte in politischen englischen Kreisen. In England hat man daher mit Rücksicht auf die asiatischen und afrikanischen Sorgen derzeit nicht die geringste Absicht, sich in europäischen Streitfragen weiter zu engagieren, als es die englischen Staatsinter e s s e n unbedingt erheischen. Dies erklärt auch, iwarum Frankreich, und besonders die französische Presse, sn der jüngsten Zeit so sehr um die Liebe Italiens wirbt, wo die französische und antifranAftsche Strömung ungefähr gleich stark sind. Erst vor kurzem ist in einem der ersten Berlage Roms ein Buch erschienen, das gegen Frank- ,reich und seine italienische Politik schwere Anklage erhebt. Andererseits aber richtete ein bedeuterweritalienischer Romancier unter heftigen Angriffen gegen Deutschland einen offenen Brief an Mussolini und forderte die Entsendung von 30.000 Schwarzhernden nach der Ruhr zur Unterstützung der französischen Aktion und zur Gründung des „Jmperio Latino" mit zwei Hauptstädten: Paris und Rom. Aber außer der ausgesprochen französischen und antisranzösischen Strömung gibt es noch eine dritte zuwartende Richtung. Es ist dies auch der Kurs des Kabinetts Mussolini. Sie will in Europa womöglich Hand in Hand mit England gehen, obwohl sie m Asten eine cmttenglische Politik verfolgt. In dieser begegnet sie sich mit Japan, seitdem cm die Stelle des englisch-japanffchen Bündnisses ein englisch-amerikanisches getreten fft. Japan hat sich m der letzten 'Zeit bemüht, durch eine geschmeidige Zbrßenpolitik alle RetbMgen zu vermeiden, sowohl mit China als auch mit Rußland. Nun gjlau'bt man pber auch in Japan den Zeitpunkt für eine aktivere ßLutzenPoütÄ gekommen. Nur darüber gehen .die. Meinungen cmseinauder, ob man ein gegen Rußland gerichtetes Protektorat über China oder eine Verständigung mit Rußftmd anstreben und die panasiatische und panlslamitische Strömung fördern soll. Die in Schanghui von einem Amerikaner hevausgegebem japansreuMiche ,Far, Eaftern Rewiew" zttiert folgende Aeutze-rung eines hochgestellten japanischen Offiziers: ,Fke maI Pascha zerriß den Pertrag von Gevres und trotzte den Verbündeten in Europa.' Es kann sein, daß Japan, um seine Lebensintevefsen zu ischützen, sich gezwungen sehen wird, diesem: Beispiel zu foljgett, damit die Unverletzlichkeit Chinas und der Friede im Lernen Osten gewahrt bleiben." Die in vielfacher Hinsicht chaotischen 'Zustande m China sowie die japamsch-vustischen ^nnäherMgsbestrebungen mit dom HwtevgedcMVm,. die Entente den japanischen Bestrebungen m China geneigt zu machen, kommen gerade im gegenwärtigen ^Moment sowohl EnAand 'wre.Fmnkreich sehr ungelegen, da die verworrenen Verhältnisse iu°Mrttel- und Osteuropa sowie am Balkan die -Gefahren nomr'kriegerischer Entwicklungen m sich schließen. jEs ist unter solchen Umständen klar, daß speziell England, das keineswegs geneigt ist, in der ostasiatischen Frage abzufdanken, eine rasche Beerdigung der europäischen Wirren erstrebt, um seine ganze Kraft auf die Verteidigung seiner Welimachttnteveffen in Asien — auch Japan gegenüber — . konzentrieren zu können. (Von unserem Budape 1. In der Domäne des Ivan HejjaS. Der letzte Sonntag, der 82. April, wird vielleicht einmal in der Geschichte Ungarns ein historisches Datum werden. In dem Hauptsitz der Mörderdynastie H ejja s, in Felegyhaza, dort, wo die Familie des Hejjas und sein Henkersknecht, der berüchtigte Massenmörder Michael Francia« Kiß, Lie ersten großen Judenpogrome ersannen und durchführten, von wo hunderte unschuldige Opfer dieser Mörder in den Orgovanyer Wald verschleppt und auf die grausamste Art hingerichtet wurden, in diesem Feleghhaza wurden Michael Francia-Kiß und seine getreuen Erwachenden nicht etwa von Juden, sondern von der bäuerischen Bevölkerung, die noch vor wenigen Monaten den Mördern willig. Folge leisteten, blutig geschlagen. Der Zusanrmenstoß erfolgte während des Rechenschaftsberichtes des Abgeordneten Horvath, der in Begleitung seiner Abgeordnetenkollegen Ruppert und D r o z d y in die Stadt gÄommen war. Der große Hauptplatz ivar von Menschen gefüllt, und die dorttge Gruppe der'Erwachenden hatte sich während des Sonntagsgottesdienstes tm städtischen Wirtshaus für die Versammlung in Patriotischer Weise vorbereitet. Sie waren mit Revolvem und Stöcken bewaffnet und hatten von ihren Kommandanten den strikten Auftrag, den einzigen liberalen Abgeordneten dieses großen Bezirkes unter keinen Urnsländen zu Ende sprechen zu lasten. Aber auch die versammelten Bauern waren dieser Mordbuben längst überdrüssig geworden. Schon der erste Versuch, Lie Versammlung zu stören, wurde mit gediegenen bäuerlichen Prügeln zurückgewiesen, und als Ruppert die Tribüne betrat, konnte er unter Zustimmung der überwiegenden Mehrheit der Versammlung sagen: Der Auftritt, der sich eben äbspielte, ist Fassung und Spiegel der politischen Gefamtlage. Gleich wie hier eine Gruppe von Ruhestörern die Herrschaft an sich zu reißen bestrebt ist, will auch im Lande eine kaum ein Paar hundert Köpfe zählende Jnteressentengrupe die Vollsmasten daran hindern, die Polittt des Volkswohles zu betreiben. Genau so wie hier, wo die Ruhestörer schon während des Gottesdienstes im großen Wirtshaussaal „Zur Knme" sich einen Rausch anzechten, steht es auch in der großen Politik. Leute, di« nichts zu verlieren haben, zechen im Wirtshaus -es Landes, in der Hoffnung, wenn der Morgen gekommen sein werde, würden sich schon andere finden, die die Zeche für sie bezahlen. Diese Kinder des neuen Christentums bezeichnen es als „ch r i sbliche Moral" und als echte BrteÄandskiebe, einander zn' verfoligen und hmznmorden." Da sich bei diesen Worten der Stadthauptmann in die Angelegenheit einimischte und mit Wortentziehung drohte, erblickten die Erwachenden, darin ein Signal, loszug-chen. Aber sie tmgen alle, und ganz besonders ihr Anführerder gerichtlich überführte Massenmörder Fr an eia-Kiß, blutige Köpfe davon. Die Volksversammlung mußte schließlich aufgelost werden Md die Erwachenden verkrochen sich. 2. Der Oberleutnants der Fähnrich und der $nk Ernst Strauß. Ein Budapester Idyll. Im Kaffeehaus ,Zur Krone" auf der Jlleerstratze sitzen an einem Tisch ein Herr und eine Dame. Am NachLartisch ein Fähnrich in Uniform und ein Herr in Zivil. Plötzlich erscheint der Fähnrich am Tisch der Erstgenannten und spricht, ohne jede Einleitung, zur Dame gewendet: „Auf Befehl des Herrn Oberleutnants begeben Sie sich sofort zu ihm an seinen Tisch hinüber." Dieser sonderbare Befehl erweckte naturgemäß bei der Dame und dem in ihrer Gesellschast ibefindlichen Herrn die höchste Entrüstung. Der Herr sprang von seinem Sitze auf, verbat sich dieses unqualifizierbäve Benehmen, ^worauf der Fähnrich ihn anschrie: ,Halten Sie Las Maul, mit einem Menschen in ungeordneten konfesfionelben Berhältnisssen habe, ich nichts zu reden." Unweit vo-n ihnen saß ganz allein der Fuhrwerke« Ernst Strautz. Er beobachtete die Szene und als er hörte, wie der Fähnrich Len Begleiter der Dame wegen seiner ZugehöriAeiL zum Judentum wörtlich beleidigte, sprang er auf den Fähnrich los und rief ihm zu: ,Auch ich bin JlBe." Nun wandte sich der Fähnrich gegen Strauß, indem er ihn anbrüllt-e: „Auch Sie können Ihnen Deil erwischen, wenn Sie nicht das Maul halten", und schon griff er an seinen Säbel, den er aus der Scheide zog. Bwor er jedoch noch von feiner Waffe Gebrauch machen konnte, hatte er bereits eine Ohrfeige, daß er taumelnd zu Boden fiel. Es entstand ein allgemeiner Tumult, der Freund des Fähnrichs in 'Zivil, Her sich als Oberleutnant vorstellte, kam ihm zu Hilfe, und Ernst Strauß prügelte nun ganz allein diese beiden Erwachenden Horthy-Offizieve in einer Weise durch, daß sie sich nur mit Mühe davomnachen konnten. Es war auch höchste Zeit, denn das gesamte Publikum im Kaffeehaus, das übrigens zum größten Teil, von Nichtjuden besucht wird, nahm gegen die beiden Offiziere Stellung. Die einschreitende'Polizei brachte Ernst Strauß aufs Kommissariat, wo er jedoch, nachdem einwandfrei festgestellt wurde, daß er die Schlägerei nicht provozier^ sondern vielmehr in Notwehr gehandelt habe, fveigelasten wurde. Die beiden Offiziere, die ziemlich schwere Verletzungen davontrugen, befinden sich im Rochu ssp i tal hc Pflege. ' -; und NodiBlralffin sowie hochfeine HcrrcnticH« m bSUosieu hol dir ster Korrespondenten.) Eine antisemitische Heldentat in Oedenburg. Aus Oedenburg wird uns berichtet: Letzten Donners tag früh leisteten sich zwei Hörer der hiesigen F o r stu nlt "'ontanakademie nach durchzechter Nacht de^ Scherz, sämtliche Fensier-scheiben der orthoi boxen Synagoge und beS Sitzrmgssaales mit Stei^ neu. und Ziegelstücken einzuschlagen. Dann zogen sie zuns Tempel der Neologengemeinde und tvaren sichtlich erbost daß hier nur zwei auf die Straße gehende Fenster sich ihnen zum Zertrümmern ^darboteu. Endlich erschien Polizei, die die beiden jugendlichen Ueberpatrioten zur Stadthauptmannschaft brachte, wo sie sich als Hörer der nach Oedeilbürg verlegten Chemnitzer F o r st- und M o n t a uho chschule legitimierten. Diese Hochschule wird von der Oe'denburger Bevölkerung ohne Unterschied der Konfession erhalten- Als die jungen Burschen zur Verantwortung gezogen wurden, antworteten sie mit antisemitischen Ausfällen auf die Juden und verteidigten sich mit ihren: I udenhaß, der sie stets befalle, wenn sie eines'Juden oder einer Synagoge ansichtig werden. Die beiden Horthy-Bandiien wllrden natürlich nach Aufnahnre eines Protokolls wieder freigelasten. — Im übrigen sah sich der Rektor der Hochschule Geza Bolemann unter dem Eindrücke der allgsn:einen Entrüstung, die diese niederträchtige Tempelschäudung hervorgerufen hat, veranlaßt, berm Präsidenten -der jüdischen Gemeinde zu erscheinen, ihm scin Bedauern auszudrücken und zu erklären, daß die Hochschule sich mit den Uebeltätern nicht identifiziere, ihre Handlung' vielmehr aufs entschiedenste vernrieile. Das ist sehr sch Hu vom Herrn Rektor, aber viel gesünder und pädagogisch richttger wäre es gewesen, wenn er gleichzeitig hätt: nriltellen können, daß die Jünglinge eine exemplarische Strafe erhalten haben. So aber wird der Kultuspräsident ihm vielleicht glauben, daß er sich mit solchen Schurkereien nicht identifiziere. Di« erwachenden Hakenkreuzler werden jedenfalls m ihrer Straflosigkeit die Zustimmung des Herrn Rektors zu ihren Gemeinheiten erblicke!:- 8i«e neue „Heldentat". Budapest, 24. April. (Tel. d. „Wr. Morgenzitung".) Gestern nachts 'haben mtt Gummiknütteln versehend Erwachende Magyaren in Neupest die orthodoxe» Synagoge angegriffen und sämtliche Fenster des Gebäudes durch Steinwürfe eing-efchlagen. Der Tempeldiener^ ein alter Mann, wurde schwer mißhandelt. Er erlitt einen Schädelbruch durch Stockhiebe. Der Bürgermeistev Sem sey erklärte einer Abordnung der Kultusgemeinde,! daß er die Tat verurteile, nichtsdestoweniger! blieb aber! Pie! polittsche UntersnchMg biWr ergsbrnslos. Vorige Woche. Wen die Erwachenden in Neupest ein Kulturmatine des jüdischen Pfadfindervereines Kadimah angegriffen, wurden aber mit Hilfe-eines Sportvereines vertr ieben. Dir Helden, da» Sofft. In Jassy Verbreiteten sich dieser Tage plötzlich Ge« rächte, daß die -jüdischen Studelwte« aus Ezern o w i tz auf dom Wege nach Jasty sind, um au den Huli-! gans wegen der letzten antijüdischen DainevezAeste Rache zw nehmen. Dis antifemittfchen Rädelsführer suchten Der-! st ecke auf, die Polizei Md die Garnison wurden alarmiert.^ Eine ganze Nacht kampierten Militär und Polizei im! Freien, um die Pogromleute gegen den vermeintlichen Angriff der Czernowitzev jüdischen Studenten zu beschützen.' Im Zusammerchang damit herrschte auch unter den Juden Jasths starke Mrcht vor einem neuen Ausbmch der Exzesse, da die christliche Bevölkerung wegen der Phantasie-! Meldungen über den jüdischen Anmarsch in großer Erregung war. Es stellte sich aber heraus, daß die Furcht der Antisemiten unbegründet war, die Alavmeldung -war ledig-! lich dem bösen Gewissen der Hetzer tzntfpmngen, -welche aus Jasty das Zentrum, des rumänischen AntrsemiLismus geschaffen haben und von dort gelegentliche Ausflüge, tote1 jüngst zu dem Konzert nach Czevnowitz, Mtevnchmen, um mit ihrer ,Mlltmpropaganda" auch weitere Kreise zw be- Mcken. Me Hakenkreuzler vou Temesvar. Aus Temesvar wird uns geschrioben: Der ckc». Hetzanttsemit wie als Plagiator seit langem sattsam bekannte Jastyer Univevsitätsprosestor Cu za hat bekanntlich vor geraumer Zeit unter der Hochschu'ljugerw Rumäniens eine antisemitische Hetzbowegung inszeniert, die so sehr nach dem Muster der Hakenkreuzler operiert, daß sie sich bereits auch das Hakenkreuz , als äußeres Abzeichen ihrer exzessiven Gesinnung beigelegt hat. Auch die Temesvar e r H o ch s ch u l j u g e n d hat in letzter Zeit den Ehrgeiz gezeigt, hinter ihren Genossen von Bukarest und Jasty nicht zurückzubleiben und beginnt mtt antisemitischen Exzessen, die sich auch auf das jMsche Theater erstrecken. Während sie neulich die Vorstellung durch L.ärmjzeiWN und Absingung antisemittscher Lieder zu stören sirchten, sind sie dieser Tage zu Daten geschritten. . Sie stürmten das Dheater, ^warfen scmle Eier und Stinkbomben auf Bühne und Publikum Md erzeugten,so eine Panik. Die Erregung und, der Tumult waren derartig, daß ein Schauspieler ohnmächtig wurde. Eine aus dem Obervabbiner und mehreren jüdischen Gemeindevorstehern bestehende Deputation erschien heim Präfekten, um über die Hetze Klage zu führen, welche in der jiidischsu Bevölkerung große Unruhe Hervorrufe! ~_ VI., Lüfte Wienkauft Kite 40. in Hofe _ —....

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