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Wiener Morgenzeitung · 1923-04-21 · Heft 1504 (21.4.1923) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1504 (21.4.1923)
Date
1923-04-21
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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EWKK Qtttit, OdWtSÜBifl Wiener Morgenzettung. S1. Aipvll 1S2S Hakenkreuzlerckumulte. SK verbotene Bersammlmg vor dem Rathaus. . ' ^Ä«L H2LeÄr«Wrr waren durch die in letzter Stunde erföchte Ertt^chu-ng der VoNshalle für ihre BerfonmÄung nicht m der Lage, sich rafch einen anderen VersiMttrckuMErn' zu schaffen. Auch konnte die Beref-ammknng infolge der Kürze der Zeit wicht mehr obgessgt werden, fo daß sich am Abend vor den: > Rathaus mehrere geschloffene Züge junger Leute einfanden. «Kurz «ach 6 lHr kamen sie angezogen. Der Zugang zur Bolksj halle war -von PEgisten besetzt, die jeden: den Zutritt verwehrten. Dies ervegte bei den Leuten, von denen diele das inzwischen ergangene Verbot nicht kannten, großen Unwillen, der sich in scharfen Worten gegen den „rot-jüidischen" Bürgermeister Luft machte. Me Polizei zog, M weitere Demonstranten eintrafen, eine« Kordon vor der Rampe, was die Nationalsozialisten zu lärmenden Kundgebungen ver^nlaßte. Sie gruppierten sich vor dem Rathause und trafen Anstalten, die Dechammluny unter fvsrsn Himmel abzuhalten. Diesem Vorhaben machte aber der kommandierende Polizeioffizier ein Ende,. indem er! erklärt«, daß für eine solche Versammlung behördlich die Belwilligunig fehle; er forderte die Senrt« aus, den Platz zu räumen. lDie Hcckewkreuzler nahmen diese MtteÄung mit Protestschreien lauf, so daß der Polizeilommvandant den Befchl zur Räumung des Platzes gab. Die Dsnonstranten suchten dies dadurch Kn sabotieren, daß sie sich entlang «des den Platz im Halbkreise ab» schließenden Parbgi-tiers aufftellten. Ms die als Redner angÄündigten Führer Gattermaher und UnÄ.-Prof. Dr. Suchenwrrth eintwfm, wurden sie mit Heilvusrn emp-- fcmgen. Es wurde abermals versucht, eine Versammlung unter freiem Himmel zu improvisieren. Die Polizei aber veve'Mte dies und ging energisch gegen die Hakenkrerrzler vor, die schließlich unter fortwährenden Hetzrusen gegen den Bürgermeister, bk SoziaLdemokraten und die Juden zur Votivkirche abzogeu. Ungefähr 2000 Mann stark, langten sie, von der Polizei flankiert, gegen 8 Ahr im VotivpaÄ ein, wo sie sich sanunelten. Es wurden eirnge kurze Reden gehalten und mehrmals die ,I3acht am Rhein" gesungen. Schließlich schritt die Wache ein. Die Souie marschierten nun wieder aus den Ring, wo sich vor dem Rathaus und dem Parlament starke Ansammlungen bildeten, die erst gegen 8 Uhr abends ihr Ende fanden. Die Teilnehmer zogen in kleineren Trupps, von der Polizei flankiert, ab; einige versuchten, in die LeoPoHdstM zu ziehen, wurden jedoch von der Polizei, die die Brücken besetzt hielt, daran verhindert. Zu beförderen Zwischenfällen ist es nirgends gekommen. Ginge hundert Personen zogen über die Ringstraße und durch die Neustiftgasse zur Piavistengasse. Aus dom PiaMenplatz nahmen die Mwnifesianten Aufstellung. Dort hielt Gatter mayer eine Ansprache an die Versammelten, in der er gegen die Verweigerung der Volkshalle protestierte und er- Karte, die Partei werde keine Ruhe geben, bis ihr nicht auch die VMZhalle überlassen werde. Als Protest werde nächste Woche eine Versammlung unter freiem Himmel einberusen -werden. Dann wurde die ,Macht am Rhein" gesungen^ woraus sich gegen 9 Uhr die Manifestanten zerstreuten. kurzem igesDsch lschch )mmg Straßenbahnerversammlurrg aufgestellten Forderungen Hellen vorläufig nur einseitig gemachte Vorschläge dar. Die AemeindÄwÄvaltuug hat noch keine Stellung dazu genommen und noch keinerlei Gegenvorschläge gemacht. Daher!sind alle bis setzt genannten Zahlen nur Kombinationen. Die Forderungen der Straßenbahner würden bei ihrer vollen ErMung einen an 100 -Milliarden heranreichenden oder sogar übersteigenden Beitrag als Mehrausgabe im'J.ahr-e de-rurjs a ch e n. Zur Bedeckung -dieser rund 100 Milliarden- -mutzte der zStraßenbahntarif um 500 bis 600 Kronen e-rchoht w erden, wovon natürlich keine Rede fein kann. Der neue Brotpreis. Nach langwierigen Verhandlungen hckbeAdtBBiAfäbrike».? ßnd Bäckermeister den Bäckergehilfen eine Lohnerhöhung von 6?/0\ ßewilligt. Hiedurch tritt für die kommende Woche eine abermaliges Erhöhung des Brot-reifes ein. Am 23. d. kosten daher: Der N v t m. a I la t b(1.26Mlo- - gtamm) 7620 K., bei 220 K. Rabatt die Wiederverkäufer; das Extrabrot 5840 K. pro Kilogramm mit 220 &t die weißen Weckenim Gewichte von 32 Dekagramm 2080 K. (Rabatt 130 K.); das Kleingebäck 410-ß. pro Stück mit 60 K. Rabatt an die Wiederverkäufer. Sie Explosion in der Budapester Ferrolithfabrik. Wie uns aus Budapest berichtet wird, fand gestern ein Lokalaugenschein in der Aammfabrik statt, dem auch der in Haft genommene Direktor Marzell Schneller zugezogen wurde. Die Ursache der Explosion konnte bisher nicht einwandfrei festgestellt werden. Da keine Anzeichen für einen Kurzschluß vorhanden sind, nimmt man an, 'daß die Katastrophe durch eine weggeworsene Zigarette entstanden sein dürfte. In der NationalversammluW erklärte Ministerpräsident Graf Aethlen auf eine Maldemokratische Interpellation, daß der HantMminister nach Abschluß der Uwtersuchung über die Katastwphe sprechen werde. Die Zahl der Aode^chfer D iuztvisthen auf ^^^Ä. .zechn gestiegen. . - i Das McheramfuhrveÄot angenomm«. In der gestern abgchaltemn Sitzung des Haupt- ^usschuss-es wurde die Verordnung der Regierung betreffend Erlassung eines Bücher crusf u h-rDe rb oi e s augen-omm err. Ein vom Abg. Dr. Danneberg gestellter Antrag, m dem die Regievumg aufgefordert wird, die Bücherausstchr nach Deutschland kontrollfrei zu lassen, wurde gleichfalls beschlossen. Die Regierung wird, wie in Mer amtlichen Dctvfteb» lung mitgetält wird, eine Verordnung eÄaffen, wonach sämtliche Berlagserzeugniffe einer Kontrolle urttWKoyen werden. Der Export von Büchern, Druckwerken usw. wird nur nach Einholung einer speziellen Bewilligung gestattet Werden. Dies bedeutet für den Buchhandel käme besondere Hemmung, ist für die österreichischen Konsumenten jedoch insofern vorteilhaft, als sie alle in deutschen Verlagsavstalten erscheinenden Werke zum deutschen Inlandspreis (für das Ausland bestehen bekanntlich wesentlich höhere Preise) erhalten werden. Der Mammevbrmh der koutineutweu Mal. Die Direktoren verhaftet. Schdu seit-langer Zeit war es in firvWMiM'Meifen ibekattnt, daß sich die CoMlerrtaLe Baml, 1. Bez., Habsbmyergaffe 8, in ZcchüngsfchwivviMten befindet. ' Mm hccken zcchkreiche DepotgjlLMger vor ormgen Dagm ExebutiorMegehom gestellt. Die durchgesührte erste Exekution Lieferte das üdermfchends Ergebnis, daß in den Kaffen der Baut an Bargeld mz etOoa 1.25 MiNrorrem Kronen Vovgchvchen wurde. Die gefchAngten Kommittenten -wandten sich daher an die Wirtschafispalizei. Die Feststel- Lungm ergaben, daß be-rie rvde FunL^i-vwäL-e der Bank sich der Bilan^fül-fchuwg, des Be-t-r-vges -und der Depots schMig' gewacht ha-ben. Direktdr K^rwVMH wurde verhasst. Der Mite Direktor der Baut Alfred MevfcheL und der ruffisthe iGtaatsrat Drmitrilj Rttbirrfir-irr wurden in Be«- wahruwgShaft yenarmmn. Gegenwärtig beschäftigen sich die beeideten Sachverstämdigen mit der genauen Aebev- ^rüfung der gefaMerr Mchrr, um dasbelastende MateM MZcWmeWMeÜM. 2er Me Satnbmin MaAabi IX. S0S, VwyMHilltKH Utt Wf^inHWU Fsü: Sonntag ckbends hatte der ZMfche D-ukr-WM-DsLn M a kk^b i 9 die Molsche BevöNerung WLe-ns zu s«nsm Schmtnrnen yÄadsn. Die UebWvge» fanden im Sopheenfaal statt, der s chw Lange vor der Eröffnung des Abends in «lew Teilen überfallt war. Reben den jüdischnatÄmaLen Mandataren und den Vertretungen der befreundetsn Beveiwe in ' Wien, ferner der McMM-Beveme in Prag, Stonfcentag und Belgrad hatte sich ein bmsallsfreudiges PnVlAm» Ängefunden. Es war am Wmkd voll SchLnlheLt und Grazie. Die BovsWHrungen standen durchwegs auf yächfier Stufe der VollenLmng, und bewiesen, mit welcher Energie und ZiMewußchMt in dem Verein gearbeitet wird, der eimS der wertvollsten Meder der nationalfiüÄLfcheu B-ew^Hnar.g gewovdeu ist Das SHantuone» wurde durch die Ki ind-e.va.b1«!äluug, die von Dr. Hi«.sch geführt wurde, «ngÄeitet. Exakt ausgefühvte Uebmvgen unter h-ebrüLtsch-em Kommando des Führers epsoeuterr die iZsWawer. St-ürmifcher Applaus begleitete unser» Kbviuen bswr Mnarsih. Mit demselben Erfolg führte Dr. Hivs ch seiue Zvg1ings^ie>tze vor. Den Mgften M^ever Dmrv«: stSgtm Damen- und Heveerr-- olbteÄMlge«, gefuhtt Vvm bewährten Platzksiter des Beverns Herrn GmSl Pop.s><«, Sott dem Bestände der Wiener jüdische» Tnruv-ereme war es bisher nicht gÄungen, eine im jeder Beztthnug turnerisch sio hochstchevde Lefftrrng einer DamenabteWng hevmrStznbM^ wie sie hier geboten wurde. Die Mustervietzen wettoiferke» mÜÄncmder. An diesem Wettstreit hchiett technisch die D^rm -e -rr-B c n rä^ge die Oberhand. Als NokMt kauu die gut geLuUgone Borfichvung -rhythmHsch-^r Gy-m>s»astik der Damenviege bezeichnet werden. Dis Nebnugerr wurden genau uüd schön aUsgeführsi Die Alte Herremiege, die sodanr» antrat, bewies zur Genüge, daß das systematische Turne« den Körper stets geschmeidig erhAt. Die letzten Pvogromüchmckt« bildeten die Frei- M ungen. Der Sophkusaal erwies sich Vissrnail als zu klein, um die von den AbtMrngen gemoinsam voryefuhvte» Aebüngen eMstrecheud vhren durchdachten Austave anch sligural,wirHam zu entMvn. Zmn Schluß erfolgte der gemeinstrme Aufmarsch -der Turner iwA -Durnerinnen, die das Parkett vollkommen ausfullten. Der Obim-cmn des Bewins Herr Dr. Wilhelm hielt eine kernige Ansprache. Er begrüßte alle Erschienenen und dankte ihnen für daS Interesse an -dem Verein, deffen nationalen Thavcckt-er er betonte. Er hob die Bedeutung der turnerischen DisFisll-in für die Regeneratüm des jüdische« Volkes hervor nud appellierte an die Anwesenden, die Bestrebungen des McckkM nach Kräften zu nnberstützen. Die Nativnal- H hmne, die nach seiner Rede gchstM wurde, hörte das Publikum stehend cm. \ Werbet AbouventeA fürdie S I.Werter MrsemewUA"! * Eine zweijährige Zeichner!». In der vor nete Jahresausstellung der Lo vorragendes, aber ausgezeichnetes Selbstbildnis gezeichn^ hat. In der Ausstellung sind auch sonst Krnderzeichnmrgen^qh'l«' reich vertreten, die gute Qualttäten zeigen. * Der hat's nötig! Ein Herr Rechtsanwalt, Dr. Mri! Mensa, hat sich anläßlich eines Mietprozesses gegen^em arme jüdische Heimarbeiterin bewogen^ gefühlt, feiner Meinung über die Ostjuden in einer Weise Ausdruck zu gebe,:, die vielleicht bei dem Nasseuantisemiteu Jerzabek nicht weiter Wunder, genommen hätte, die aber bei einem Advokaten mit dem Ncmieu Mense (vielleicht hat er einnral Menzeles geheißen) — sagenj wir — unangebracht ist. Daß er sich als Objekt seines Angriffes eine kümmerlich um ihr Brot rillgende Arbeiterin ausgesucht ».hat, ist nur ein Beweis für den traurigen Mut des tapferen Vorkämpsers für ein ostjudenrs'mes Oesterreich. Mau wird sich den Namen dieses Herrn für spätere Zeiten gut merken müssen.! * Die Goldparität. Die Geschäftsleitung der Oesterreich!--' schen Nationalbank teilt mit, daß die Goldparität (Umrechmlngsverhältnis betreffend die Zollzahlungen in Gold) für die Periode vom 23.?lpril bis 29. April 1923 mit 14.400 Kronen festgesetzt worden ist. * Zionistisches Landeskomitee. Montag den 23. d., 7 Uhr abends, Sitzung. * Jüdisches Jugendreserat. Wir machen alle jüdischen! Jugendgruppen auf das Sonntag den 22. d., halb 8 Uhr j abends, im Hotel Continental stattfindeude Jugend-Meetings aufmerksam, bei. welchem Herr Dr. Nahum Goldmanu .über „Probleme der jüdischen Jugendbewegung" referieren! wird.! * Akademischer Verein für Mediziner. Die orde-nt-, liche Generalversammlung siudrt Sonntag den 29. d. n'.n 9 U.hr! vorinitt-ags im Lokale der zionistischen Bezirkssektion, 8. Bez^i Bennoplatz 1, statt. ] * Hebräischer Kindergarten für den 12. bis 15. Bezirk. Die Eröffnung findet Montag den 23. d. statt. Me Eltern,] welche ihre Kinder angemeldet haben, werden ersucht, mit diesen M o n t a g, 8 U h r f r n h, im Lokale, 16. Bez., Herklotzgasse 21,j L. Stock, zuverlässig zu erscheinen. ' * Wiener Beth hamidrasch. Der Vorstand beabsichtigt, .um) die Kenntnis des jüdischen Schrifttums m verbreiteu, eine2l u s--^ dehnung der Tätigkeit des Beth hamidrasch--' Vereines auf die von der Hauptanstalt entfernten Pezirke durch Errichtung .von Filialen durchzusühren. Es sollen zunächst im 9. Bezirk vom 24. 8lpril ab im Zerem'oniensaal oes Tempels in der Müllnergasse Vorträge gehalten werden, und zwar jeden Dienstag, und Donnerstag von halb 7 b,s halb 8 Uhr abends von.Rabbiner Dr. A. Z Schwarz über den „Wochenabschnitt";/jeden Mittwoch von^rlb 7 bis halb 8 Uhr abends von Prof. Dr. M. Rosenfeld über „Sprüche der Väter". In der Hauptanstält, 2. Bez., Ferdinandsftraße 23, finden während des Sommerfemesters folgende Vorträge statt: Rektor Dr. Schwarz: jeden Donnerstag, von 7 bis 8 Uhr, Mschra, Pessachim; Rabbiner Dr. Kaminka: jeden Samstag, von 4 l>rs 5 Uhr, Sprüche der Väter, jeden Dwnstag, von 6 bis 7 Uhr, Jesaja, jeden Mittwoch, von 7 bis 8 Uhr, Tcllmud, Sanhedrm, jeden Dmustag und Donnerstag, von 7 bis 8 Uhr, Chowoch halewawoth; Lektor Dr.--Rubin: jeden Samstag, von 11 bis 12 Uhr, Parascha der Woche, jeden Sonntag, von 6 bis 7 Uhr, Midrasch, jeden Montag, von 6 bis 7 Uhr, Talmud, Peffachrm; Rabbiner Dr. G-elbh arrS: jeden Svuntag, von 6 bis 6 Uhr, Mechilta, jeden' Montag, von 7 bis 8 Uhr, und j<Len Mittwoch, von 6 bis 7 Uhr,' Psalmen. Spenden zur Erhaltung des Beth yamidrasch unb kr; zu begründeten Zweiganstalten werden aus das Postsparkassenkonto des Vereines, Nr. 190.997, erbeten. Mtgliedsbeitrag fnrj neu eintretende Mitglieder 10.000 Kronen.! * Leuchtgasvergiftung in der israektischen Versörgungsanstalt. Gestern früh wurden in der Versorgrmgsaustalt der israelitischen Kultusaemeinde in der Seegasse v'iev dort in einem Zimmer schlafende Pfleglinge, die vtzjähriae Rosa Pol-' lack, die 76jährige Rachel Hüll es, die Tvjährige JosefiuL 5 p ich er und die 62jährige Rosa David, bewußtlos mit> - Erjchemuncen einer Leuchtgasvergiftung aufgesunden^ Wahrend sich die erstgenannten drei Greisinnen bald erholen^ konnten, ist Rosa David bisher iricht zum Bewußtsein gekommen.} * Selbstmordversuch im Gcrichtssaal. Vor emem Schöffensenate unter Vorsitz des Hofrates Schneeweiß sollte sich heute dev 29jahrige Jleischhauergehilfe Moses Hoch mann wegen D'ieb-s stahls verantworten. Im Moment als eine Zeugin vorgerusen^ wurde zoj " " " ‘ " " ’ p v ' Ge-aen tiefen .worauf ihn Justtzbeamte in bas Jnquisiterrspital bräästen. * Einführung von Funkbriefen. Vom 1. Mai 1923 an werden im Verkehre mit den Vereinigten Staaen von Amerika! und darüber hinaus „Funkbriefe" (oder „Nadio-Lettres") „via! Transradio" versuchsweise zugelassen. Funkbriefe sind eine.Art! nichteiliger Ueberseetelegramme, die teilweise mit. der Post be- .söroert werden. * güöifche Kirr-eefrsuttSs. In den Heimftätten mnst Kindergärten des Vereines Jüdische KkuderfrelMde werden Kinder (Knaben und Mädchen) ttir Sllter von 3 bis 14 Jahren ausgenommen. Anmeldungen werden in den Heimstätten, respektive Kindergärten, 2. Bez.,Obere Donaustraße 91. 2. Bez., Kleine ZnsahrtSsttaße 130, 6. Bez., Amerlingstraße 19, 9. Bez., Grüne Torgasse 7, 10. Bez., Hasengasse 7, 16. Bez., Wurlitzergasse 11, täglich mit Ausnahme von Samstag, in der Zeit von 3 bis 6 Uhr entgegengenommen. Schriftliche Anmeldungen sind an das Sekretariat des Vereines, 2. Bez., Obere Donaustraße 91, zu richten. * Achke öskevverchische KlassenloUerie. Bei der am 20. d. abgehalteneu Ziehung des 6. Tages der fünften Klasse gewinnen : 200 Millionen Kronen das Los Nr. 97.202, 10 Millionen Kronen das Los Nr. 14.818, 6 Millionen Kronen das Los Nr. 109.489, je 4 Millionen Kronen die Lose Nr. 80.927. 106.100 und 107.322, je 3 Millionen Kronen die Lose Nr. 2296. 33.698 und 52.852, je 2 Millionen Kronen die Lose Nr. 24.477, 26.712, 61.937, 74.938, 75.966, 92.653 und 96.002, je 1 Million) Kronen die Lose Nr. 2000, 2173, 20.768, 23.171, 27.852J 28.588, 31.498, 39.830, 45.424, 47.696, 56.291, 58.402,. 58.886, 93.198, 100.475 und 116.488; außerdem wurden 2668 Gejvinno zwischen 600.000 und 200.000 Kronen ausgelost. * Wetterbericht. Voraussage: Im allgemeinen Schlecht» Wetter, vorwiegend trüb, stellenweise auch kurze Aufheiterung nicht ausgeschlossen, kühl, zeitweise^ Regen, nordöstliche Winde-' Vereine. BortrLge und Berkm»mlu»«en. Lese- und Red eh alle jü bisch er. H/r s ch ü l e r. Heute, halb 8 Uhr abends, Generalversammlung, schließend Referat Bb. Hirschhorn über „Ezechiel". -- Ing o verein Ahawath Z'ion, Restaurant Menezer, 2. Bezi Ausstellungsstraße 16. Heute, halb 8 Uhr abends, Heinrabendl Schekalimverrechnungen täglich bei Kam. Bloch. — Verb nnch r i o n i ft i s ch e r Studenten ans R u s; I a n-dj 9. Ber^ Sp-ttalgasse 2b. Cafe Schemel. Heute. 7 Mr abends iw

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