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Wiener Morgenzeitung · 1923-04-21 · Heft 1504 (21.4.1923) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1504 (21.4.1923)
Date
1923-04-21
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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-M/'MW WM,'SSMkSg Menev Mmrtzvrrzeirung. 21, April 1923 Seite 8 Für Abonnenten der . ■. ■ i . „Wiener MorgenÄeitwngw PRÄMI'E: Drei elegante Geschenkbände (Derzeitiger Ladenpreis K 200.000) Jeder, der ein Jahresabonnement auf die „Wiener Morgenzeitung", K 330.000, bis zum 3. Mai 1923 voraus bezahlt, erhalt das genannte Werk als Prämie. Dadurch verbilligt sich der Bezug der „Wiener Morgenzeitung“ um K 200.000 und der Abonnent erhält ausserdem ein für jedes jüdische Haus wertvolles Werk Die Verwaltung der „Wiener Morgenzeitung“ erschliesst mit dieser Prämie, die auch für Auslandsabönnenten gilt, die bedeutsamste Quelle zur Kenntnis jüdischer Geschichte und jüdischen Volkstums. Niemand wird diese Gelegenheit versäumen, das Werk Professor Graetz’ ohne besonderen Aufwand zu erwerben Die Bestellung muss bei der gefertigten Administration bis 8. Mai d.JL erfolgen. Zugleich mit der Bestellung muss die Ueberweisung des Betrages von 330.000 österreichischen Kronen, beziehungsweise in der Währung des betreffenden Landes vollzogen werden. Bestellungen, die nach dem 8. Mai dj. einlangen, können nicht mehr berücksichtigt werden „Wiener Morgenzeitnng“, Wien, II., Taborstrasse 1—3 Perbandslvkal, 1. ordentliche Generalversammlung. — Zionistische Kulturgruppe XX. Heute, 3 mx nachmittags, 20. Bez., Karl Meißlsttaße o. Bortrag Samuel TcmLeSr Heine und das Judentum. Vorlesungen:. Herr Schwager und Herr Reumann. Jeden Abend nächster Woche Schekelabrechmmg. — P i b l i o t h e k Z i o n, 2. Bez., Glockengüsse 90. SamStag den 21. d., um halb 7 Uhr abends findet eine Aussprache über „Die ArL Literkonferenz in Palästina" statt. Res. Dr. CH. Lartakower. Gäste willkommen. - Jüdische VolkSbibliothek Z i o n, 2. Bez., Glockengasse SO. Morgen, 10 Uhr vormittags, Sitzung. — HebräischerKlub,-2. Bez., LÄborstraße L Heute, halb 8 Uhr abends, Vortrag M. Ungerfeld : „Die Sefira- Tage". — Verein Erez Israel, 2. Bez^ Zirkusgasse 33. Heute, 8 Uhr abends, Vortrag Rabb. Dr. Kaminkar „Das Hohe Lied" (Fortsetzung). Gäste willkommen. —„Die Frauenfrage imJudentu m". lieber diesen Gegenstand hält der bekannte Schriftsteller Herr Otto Laug heute Samstag den 21. d., 6 Uhr abends, im MeMuinlokal des Cafö Siller, 1. Bez., Franz Josests-Kai, einen frei zugänglichen Porttag. ' L e o p o l d st a d t e r B o l k S h e i m, 2. Bez., ZirkuScaffe 48. Heute, 7 Uhr abends: Vorlesung Eleonore Mmchammer (Burgtheater), Lyrische Gedichte, Balladen, heitere Prosa. Karten zu 1000 K. . Urania. Heute, GroßerSaalr Hätb 3 Uhr r Schülerbortagr Leuchtgas. Oetscher. 8 Uhrr Der Keine Muck. K u r s s a a l r 8 Uhr r Hoftat Ingenieur Josef L ö w yr Grundlagen der elektrotechnischen Meßkunde. II, Messungen an Leitungsnetzen und Maschinen. I. Kleiner Saalr Halb 6 Uhrr Univerfitätsproschor Dr. Robert F. Arnold: Frauengestalten aus Goethes Leben. Klubsaalr 6 Uhrr Univ.-Lettor Ferdinand M a tr a Sr RednerkmS. VI. Großer Saal: HÄb 8 Uhrr Nestroy. Kleiner Saalr Halb 8Uhrr Geheimrat Univ.-Prof.Dr. Albrecht Pen ck(Berlin): Die Höhen der Berge. K lnb s a a s: Halb 8 Uhr: Ministerialrat Ludwig B a t t i st ar Die seelische Entwicklnng des Schulkindes.!. Knrss aalr Halb 8 Uhrr Prof. Dr. Hans Bauer: Mcühematische EinM-mng in die Gravttationscheorie Einsteins M seiner egakton Darstellung ihrer wichtigsten E^ebnissr. VI. krnährung. Ale LebemwittelmSrkte. Remrliche Neischpreiserhöhungen. Die ie Befürchtungen, daß nach Tage die Mchpreift nach den Erscheinungen der .. —^ .. Ärer vovübevgchenden BrmäMttna wieder in die Höhe gehen werden, haben sich ierfiiW. Scho« vorgöfter« waren auf dem Mt m @t. Marx (bte meisten WmgätMnaen teurer geworden, und gestern bewar im Grvhhandsl in der GroHmarkthalle die Wir- Mg M spüren. ES verteuerten sich neuerlich im Großhandel Pro Mo-gramm Rindsle^ch um M0 K.. Fettschweine um IM St, Fleischschweine und Lämmer um ft 2000 K., Schaft Mn 1000 K. KWer um 8000 K.. KaMeisch um 4000 K. Am DetMftrkcmf Weben die Preise in der Großmarkchalle Mh mwerüntzert, doch wckß man leider aus Erfahrung, daß W schon nach weniqen Stunden auch hier dft Schraube in ^ewe-gun« setzt. In einzelnen BezirksgeschLsten wurden üvrt- MnS die Preift schön gestern in die Höhe gesetzt. L, Bo^chäns-t wird die Lage dadurch, daß von nächster Woche ich Mu» Mvtoüsmna des Amtes Mich 90 K. pro Laib betragen wird.' so daß ein Laid Brot, der bisher 6630 K. gekostet hat. nunmehr aulf 6720 K. zu stchw kommen wird. Der Preis des Weißen Weckens wird sich von 2920 K. auf 2990 K. erhöhen und der Preis der Semmeln wird gleichfalls erhöht werden. Auf den Grüttwavenmärkten sind die AnLivnifte im allgemeinen gunistig. doch ist Leine wesentliche Gntspamrung zu bemerken, im Gegenteil, auch hier Wird die Konkm>ktur unbarmherzig ausgenüht. Die infolge des Regemwetters etwas erschwerte AaHbÄugung des Spinats hatte svstirt ein Anziehen der Preift für diesen Artikel zur Folge. IdMmische Früh« kartofseln und Erbsen haben sich zwar etwas verbilligt, sind aber bei dem enormen Preis — der Kleinhandelspreis betrügt Kr jeden, dieser Artikel ft 12.000 -bis 18.000 pro Kilogramm —• ein LuxusartM geüvorden. Tdlff dem Naschmarkt war rumänische Teebutter crimekomme«, die sich trotz der höhen Spesen nicht teurer stellte als hsdmsche. Der Kllogvamrnpreis betrug 7L00V K. Me neuen Milchpreise. Nach einer Beveirchavung der Pvodu«enten und Händler wird in Wien die Milch von Montag dm 26. d. an m folgenden erhöhten Preisen verkauft: MvWereimästia bchandelte Milch im Detaiöpveis für dex, Liter &480 Lk.. bisher 5084 K.. nicht mvKeveimähig öehandelte Mich im Detailpreis 3920 K.. biÄher 4824 K.. bei Milch aus GroßmoWeveien erhöht sich der Detteichrvis von 54H0 um 120 K., also aus 6600 K., g^erckber bisher 5224 K. Die in diesen Preisen inb-egrffftnen Hmfdelsfpanuungsn erhöhen sich sohin bei dm Großhändlern von 320 aus- 990' K-, also um 83 Prozmt, bei den KlerrwerschleißM von 140 Ms 180 K.. Mo um 28 PvozenL. BühneundKunst. Vierfaches GaMel Berlwer Schmlspirleri (Neue Wiener Bühne.) Walter Hasencleders Sttwn- und Drantzstück „Der Sohn" war fruchtbar und ist vielfacher Vater geworden. Die Generation von Dramen, die dieses Dranra zeugte, ist schwächlich. Auch „Dev Sohn", febenfalls ursprünglicher und -herzhafter als die mrabfchbare Schar seüter Nachfolger, M lange nicht nvchr die nämliche Wirkung wft am ersten Tage. MMvürdig, daß man jetzt die Figur des Vaters als die dichterisch kräftigste, die des Fräuleins als die wertvollste empfindet, wahrend der Sohn umd seine Altersgenoffen teils brillante, teils matte ,Mevatnr^ find. Wundervoll wie Paul Wegenerden Vater spielt. Er^ erhebt kaum' einen Augenblick während des ganzen Abendsj die Stimme, er läßt die Bmtalität, Sri« ihm aufgetragen ist,! nicht au die Oberfläche, dm Griff nach der Peitsche, die er! gegen, den zwanzigjährigen Sohn schwingen inuß (ein Fressen für Dnrchschnittsmimen), benötigt er nicht, diese! Gestalt markant zu machen. Und steht doch da als lebens-! volles Sinnbild eines Geschlechtes der Pflichtsanatiker, Ge-i setzestnechte, Familftntyranmn! Bon Abend zu Abend! wächst die Liebe für diesen Künstler. Eine Begegnung, die! man nicht vevgißt, ist auch Else Heims. Ihre Gouver-! nante ist köstliches Gesäß der Mütterlichkeit, Vevehrungs-i würdige Gestaltung des Schicksals ,MeiÜ". Ernst Deutsch,^ dem ejn großer Ruf vorangcht, spricht schön und war, hat' gute Haltung und edles.Maß, aber Routine beeinträchtigt! die Wirkung,, vielleicht <Wch die Rolle selbst, die, wie gesagt, heute schon abgegriffene Schablone ist. Schr angenehur Lhda S a l m o n o w a als Dirne Adrienue. Die Einheimischen machten uns neben diesem Quartett! wenig Ehre. Herrn Jordan wäre seine wichtige Rolle! noch vor der AuMhvung abzunchmen gewesen. Tauglich,! aber doch,recht weit zurückstehend, die Herren Teubler! und Archer. Echt bis in die Fingerspitzen aber, edle! Menschlichkeit ausstrahlenid, der alle Hauslchrer Anwv-! Rudolphs. ' Felühammer als kariös. MW als Posa. . (Deutsches BolkStheoter.) Ich weiß nicht, oll Morssi in Wien den Marquis Posa schon gespielt hat; neues ist über die Art, wie er Ut, Figur gestaltet, jedenfalls nicht zu sagen. Das ist eben das! Manko dieses durch Wort und Ton so anziehenden Schauspielers, daß ihm die Geistaltungskraft, welche überrascht, und überwältigt, fehlt und er so immer in dem Gebiet, bleiben mutz, wo er betört, aber nicht hinveißt, manchmal: rührt, aber nie bezwingt. Sein Malteserritter ist eine angenehme Mischung von Idealismus und ResiMation, mit weichen Molltönen und mit süßer Beredsamkeit ausgestattet.! Was Schiller darüber hinaus dieser Gestalt verliehen hat,, blieb, Moifsi schuldig. Der Gewinn des Abends ist Feld-, Hammers Carlos; jugvMiche Frische und herbe Natürlichkeit, die hoffentlich einige noch vorhandene Anklänge! an Moiffi-Süßlichkett bald überwinden wird. Sonst war die. Ausführung — Aufmachung. Oberflächliche Handgreiflich-, ketten, mit kitschigem Aufwand präsentiert. Die Hinter-! gründe in den verschiedenen Nuancen des Rot, die großen! Kreuze sind wirklich zu billige Symbole. Die auf niedriges Treppenunterbau gestellten Szenenftücke monoton oderi manchmal geradezu häßlich. Was sich auf der Bühne be-i wegiSj war — ausgenommen Erika Wagners Königin' — urtzzulanglich. Unzulänglich die Eboli, wie sie Lore: Busch-gab, deren Plaudertaschentoav für der Prinzessin; Zöfäftn, nicht für die Prinzessin paßte. Msred Bernau: als Philipp — Bövsenmenfch zur Barffezeit. Schr lustig, Herzog Wba mtt wAend beweglichem Bart. Seit den Zeiten! des seligen Pi-ttschan hat mch nie ein Alba m so gute! St immung verhetzt -wie dieser. S. S. Jüdische Bühne fÄtÄS) im Hotel Stephanie, II., Taborstrasse 12 H«ule, halb 8 Uhr abinds Gott, Mensch und Teufel Drama in 3 Akte» von JF. ßordin Vorverkauf an der Tageskassa Konzerte. Von den wmhasttn Pianisten, die iin letzter Zeit koi^ zertierten, ist vor allem Julius J.sssrlis erwähnenswert, der Moskauer Klavierpoet, >der auch in seimem lAbschiedskonzett durch die Farbigkeit und satte Wmwg svmves Epftfts sesselte.! Die t-ompeDameWtvolft Frau Stella W-ang zählen wir zu bett, männlichen Pianistinnen, -rnäMliche Kvast und männlicher Elan waren in Schrrmarms CarnavaT stärker betont als die: Poesie der Aemen Formen. Gleich ihr vernachlästigt Leopolds Münzer das ^lyrische Register» er WomMgt das Heldischei Pathos MÄ ^bewÄ-ttgt das gigantische Mingen umd die kompli-! zierte Dechmk von Liszts H-Moll-Sonaiie ohne Schtvierigkeit. Ein gang anschnWcher Liszt-Spieler! Das pianistische Rüstzeug! besitzt auch Dr. Paul Tlischler, dessen sovgsÄttges. akade--. misch kühles Spiäl vom Pedal nicht «immer richtism Gebrauch! macht. Warme Empfindung besitzt der «junge Ernst Pilze r,> in dessen kuWdftrtsm SpiiÄ mriuüter eim eigene Note inrrch-! Hingt. Der etwas schwer böwogliche Mezzosopran von Fräu-lein! Elisabeth Witter bedarf noch weiterer Erttwicklmdg; er ge-! winnt durch sympathischen Wortvag und läßt gute Schulung! erkennen. _ slb. Mekropol-Daeleks, Wien, 2. Bez., Prater (Praterstern).' Direktion Adolfi. Eingmrg anfangs AusstellungSsttaße. Täglich bei jeder Witterung zwei Vorstellungen r 7,7 wtb '/«b Uhr. 3lb, 16. d. das neue Pracht-Variete-Programm und Sketch mit Robert VaBerg-Vera Forst. Großes Orchester. Populäre Kinopreise.! Alkoholftei. Keine Garderobe. Keine Nebenkosten. Jede Vor--; stelluug dauert eine Stunde. Einzig in seiner Att. (Entgelütch.) Aus den Theatern. Staatsoperr Morgen, 7.6 Uhr abends, zu erhöhtes Preisen-„Die M e i st er sti« g e r von Nürnbergs Im Redoutensaal: Balett-Soireer Couperin-^ Reval-Rameau-Johann Strauß. Montag Häusel und Gretel — DiePüppensee. Burgtheater: Morgen, 2 Uhr nachmittags,- „N a-- thanderWets e". 7 Uhr abends, „H a m l e t". ^Akademietheater: Morgen, 3 slhr nachmittags, „Die Lokalbahn". Halb 8 Uhr abends, „Der Krampus". KamnrerspTeler Ab Montag allcckeMich „Dia F r e u n d i n S e i n e r E x z e l l e « z". NeueWiener Bühne: Paul W e g e n e r spielt im Lause der Woche' den Shhlock im „K ans mann von V e it edi g". Renaissanee-Büh n e: Montag die Premiere deg cmtertkackschen SensattonsstückeS „Das Zeichen an der! Tn re". Carl-Theater: Somttag nachmittags her bedeutend eMäßigten Preisen .D e t N a st e l b i n d e r".

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