Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1503 (20.4.1923)
- Date
- 1923-04-20
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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-■X'yy yyirrr-;*'?••, r\'r**.-r y« n^»>'tw^'Ti;'r^,,,C"^?lS «ÄLe S Wirrt, Freikpg Wiener; Morgenzektnng. SO. April 1923 Nr. 1503 Au« den Theatern. Burgtheater: Morgen, 7 Uhr abeyds, gelangt' ,3ü besonderen Preisen Franz MolnarS Spiel „Das Märchen $ o m SB o 1 f zur Aufführung. — Mittwoch den 26. d., 7 Uhr stbends, wird dir Komödie „Pygmalion" von Berncird Shaw, deutsch von Siegfried Trebitsch, aufgeführt. — Donnerstag den 26. d., 7 Uhr abends, wird Shakespeares Trauerspiel „Antonius tntb Cl e o p a t r a" neu einstudiert und in Szene gesetzt gegeben. Diese Vorstellung findet bet aufgehobenem Jahresabonnement zu besonderen Preisen statt. Als Vorstellung des BvrgtheaterS - im Akademie- -t h e a t e r wird morgen, halb 8 Uhr abends, zu besonderen «Preisen, Hermann B«hrs Lustspiel „Der Krampus" auf- :gefiihrt. — Mittwoch den 25. d., halb 8 Uhr abends, wird gletch- -falls das Lustspiel „Der Krampus" gegeben. Renaissance-Bühne. Täglich btS einschließlich Sonntag den 32. d., 7 Uhr, „Freundin Seiner Exzellenz." Kammerspiele. Täglich bis einschließlich Sonntag -7 Uhr abends, Gastspiel Arnold Korff „Ein reizender Mensch". Raimund-Theater. Heute letztes,Gastspiel deS Deutschen Theaters aus Prag „Schweige r". WochenspielplanderJüdischenB ü hner Heute, halb 8 Uhr abends, „Der Landsmann", morgen „Gott, Mensch und Teufel". Sonntag J8 e r i* s ch i T, Montag „M o t j k e Saite»*, Dienstag „Z i s e i t i n Z i s p r e i t", Mittwoch „Gott, Mensch und Teufel", Donnerstag „I m R e b b e 8 H o i f". Gerichtssaal. Patriotische Aufwallung. Aus B n d a p «e st wird »ms gemeldet: Am 28. Juli 19A erschienen -an den St-raßenecken «Plakate des Vereins dar Erwachenden Umgarn mit der in riesigen Lettern gedruckten Aufschrift Saterlands der rät er", darunter im Text gleichfalls in großen Lettern die Siamen verfchied-'nsr oppositioneller Abgeordneten, wie Dr. Rupert, Drozdy, Bazsonyi, BeNicz'ky, Kerokes, Rassay. In diesen Plakaten heißt es amtier anderem, die genannten GoMker hätten sich mit den Wiener ,Detharen", den tschechischwalachischen Politikern und den ,M»tschild-!Judem" befreundet und verbündet, um den Kampf gegen das christliche Ungarn aufzunchmen und die sogenannte jüdische Rechtsordnung her- Kustellen. Diesen Leuten täten die zwischen der Donoan und der Theiß in gerechter Empörung erbrachten Bolksurteibe wch, doch die Galgenwälder ^amu-elys schmerzten sie weniger. Dieses Plakat wurde in Szoz-at in vollem Wortlaute veröffemlicht und kommentiert. Dr. Rupert erstattete aus Grund dieses Plakates gegen unbekannte Täter dis Strafanzeige wegen des Pveßvergchens der Verleumdung und Ehrenbeleidignug. Die Polizei armitteltze, daß das Plakat vom Sekretär des Vereins der Erwachenden Ungarn, Karl Horvath, versaßt und affichiert wurde. Die Veröffentlichung im ,Szogat" war vom Mitarbeiter dieses Mattes Julius Bas an veranlaßt worden. Infolgedessen stvcngte Dr. Rup-ert gegen Horvath und Dafan' einen Preßprozeß wegen Verleumdung und Ehrenbr- -leidigung an. Wiederholt war in diesem Strafprozesse die Hauptverhandliung vor dem Strafger-ichtshose an-beraumt, doch mußte sie immer wieder wegen Fernbleibens Horbachs vertagt werden. Endlich erschien Dienstag Horvath vor Gericht. Er erklärte, das heilige Ziel der ,-Erwachenden" sei, die Wiederherstellung des integren, dest-rnkttons- und sudrnreinan Ungarn und es sei begreiflich, daß in ihm und seinen Freunden das Verlangen entstanden sei, destruktive Ellmente mit Gewalt Zu entfernen. Dr. Rupert habe wiederholt wegen der angeblichen" Ausschreitungen auf dem Gebiete zwischen Donau und Theiß, die in Wirklichkeit nichts anderes als Per Ausdruck des V o l k s u n w i l I e n s waren, seine Stimrn-e erhoben. Horvath und Bcrjan wurden schließlich der Verleumdung schuldig erkannt und zu einer Geldstrafe von je 3066 «Kronen verurteilt. Die Vollstreckung des Urterles wird ans eine Bewährungsfrist von drei Jahren suspendiert. Selbstverständlich konnte der Gerichtshof nicht ermangeln, die Patriotische Aufwallung Hovvotihs als mildernden Umstand geltend zu machen, Weshalb von st.dsr Freiheitsstrase abgesehen und nur eine mäßige Geldstrafe ausgesprochen wurde. Gagen das Urteil appellierten beide Parteien. dir Filmschauspiel erln. Der beim Wiener Landesgerichte wegen Der Tänzer und 22jährige Tänzer B. war _ ____.o„, Erpressnng und versuchter Verleitung zum Diebstahl angeklagt, weil er eine Fitmschauspielerin, deren Bekanntschaft er gemacht hatte, aufforderte, für ihn in die Kärntnerstraße zu gehen und zu stehlen, welche Aufforderung er durch einen Revolver und ' durch die Drohung, er werde sie wegen leichtsiimigen Lebenswandels anzeigen, Nachdruck verlieh. Das Mädchen flüchtete zu einem bekannten Mediziner, B. machte aber ihr Versteck ausfindig und zwang sie in Anwesenheit des Mediziners mit borge haltenemNevolver, ihm zu folgen. Noch einmal gelang es der Schauspielerin, von ihrem Verfolger zu fliehen und ein Landsmann ermöglichte ihr die Heimreise in die Heimat. Gegen das Urteil des Landesgerichtes, welches auf 15 MonateschwerenKerkers lautete, brachte sein Verteidiger Dr. Franz Kodier die Nichtigkeitsbeschwerde ein, welche sich darauf stützte, daß die Drohungen des Angeklagten nicht ernst zu nehmen gewesen seien. Der Oberste Gerichtshof (Vorsitzender Senatsprasident Dr. S p ath) hat die Nichtigkeitsbeschwerde als unbegründet verworfen. Sind 66 Kronen täglich zn« Leben genug? Der 26jährrge Invalide Franz Kovar hat vevj'ucht, die ihm vom Staate in aachewrbentlich geringem Maße ausgezchlten Jnvabidenbeträge ans nicht ganz einwandfreie Weise zu erhöhen. Dies« widerrechtliche Korrektur hat chm gch-ern beim Hofrat Dr. Glogan als EinzÄrichter btt LanldesgerichteS für Strafsachen 1 sechs Monate einfachen Kerkers eingetragen. Der Fchll war folgender: Kovar bezog eine Rente von sage und schreibe Hg Kronen üäML. Seine Ansprüche waren noch nicht gcragolt, und da hat er nun in den Monaten Jänner und Febrnar Bestätigungen der psychoneurollogischen Abteil-Mg des Allgemeinen Krankenhauses gefälscht, indem er unter einer DruÄsorte, die er sich verschafft hatte, den Namen des Abte-ilungsarztes „Dr. Rosner" schrieb, sich die, da beglaubigte Erwerbsunfähigkeit noch vom Chefarzt des Jnvalkdenamtes bestätigen ließ »md so dem Mute 1,897.586 K. in mehreren Angriffen ^herauSlockte". Der Verteidiger SvktionSchef Dr. Karl Schreiber machte zugunsten des Angeklagten geltend, daß die Beträge, die der Jnvalidenkfonlds bezjw. der Staat — allerdings infolge seiner geringen finanzielle»» Mittel — dem AngeWagten bezahlt hat, so minimal waren, daß er absolut nicht in der Lage' war, den Lebensunterhalt für feilte Familrie zu beschaffen. Auch sei seine Arbeitslosigkeit außer Frage und ferne Notlage ist daher dadurch, daß der Staat in so nnzureichender Werse für ihn sorgte, einer Ziwangsanleihe gleichgekonmren. Der Richter fällte nam das eingangs erwähnte Urteil. Volkswirt. Sestemdelte Krone Auszahlung Me« In Zürich notierte --- 0.0077% Centimes. --- 0.0077 v2 Centtmes. die österreichische Krone . . 0.0077»/, ( 0.0077V* am 18. April) die österr. gestempelte Krone 0.0077»/9 ( 0.0077V8 am 18. April) die tschechische Krone . . . 16.47»/, ( 16.50 an» 18. April) die Mark .. 0.0180 ( 0.0250 am 18. April) tpolfotib *•#»•••*• 216.- (216.75 am 18. April) New-Dork ........ 550.50 (553.- am 18. April) ^oubotf « » » , •••«• 25.65 ( 25.73 am 18. April) Paris ........ 36.45 ( 36.35 am 18. April) Mailand .. 27.22 ( 27.15 am 18. April) Belgrad.. 5.60 ( 5.60 am 18. April) Bukarest. —.— ( — am 18. Apsl) Sofiä.. 4.20 ( 4.15 am 19. April) Budapest.. 0.12 ( 0.12 mn 18. April) Warschau .. 0.0130 ( 0.0130 am 18. Aprih' Der Markfturz. Steuerliche Stützungsaktion der deutschen Regierung. Auf den Mterna-Äonalen Märkten rief -der Marksturz das größte Interesse hervor. Allerdings konnte man sich kein richtiges Urteil in dieser Hinsicht bilden, zumal in den Vormittagsstunden ein -deutlicher Umschwung der Meinung sich bemerkbar -machte. Die große Frage, um die es gcht, ist, ob die Reichsmark durch die Deutsche Reichsbank weiter gestützt wurden soll oder nicht. Es ist bekannt, daß in der letzten ZÄ lebhafte Diskussionen zwischen der Reichsbankleitung und den Führern der deutschen Industrie äbgefühvt wurden, welche sich mit dom Problem -beschäftigen, ob die Reichsmark nicht absichtlich etwas tiefer gesenkt ^werden solle, um dadurch der deutschen Jndrvstrie wieder einen größeren BeschLftrgungsgrad zu verleihen. Die R'-giernng und. Reichsbank vertraten nicht diesen Standpunkt nnd versuchten weiter, die Stabilisierung aufrecht zu erhalten. Allerdings wurde auch in diesen Disikussionen die Absicht behandelt, dem Devisenhandel als solchen einen gewissen Spielraum zu schaffen. Zu diesem Behufs hatte gestern die Regierung die Stützung der Mark nnwcrläffen. Die aus die Devisen angewiesene Industrie, welche bisher ihren Bedarf stark gedrosselt hatte, suchte sich stärker zu «decken «und dies bewirkte den rapiden Sturz. Gestern ist wieder von der Reichsbank omge.gtiif'fen worden, als sie sah, welche Verheerungen Sxm Mark Niveau drohten. In den Morgenstunden wurde offiziell ve-rlautbart, daß die Regierung weiterhin die energische Abstcht habe, die Mark zu stützen nnd gu diesem Zwecke den privaten Devisenb.sitz anfordern, die Einfuhr drosseln und das Niveau des Dollar heben werde. Diese Erklärung -hatte nicht -nur auf dom Berliner, sondern auch a-uf den auswärtigen Märkten eine gewisseBeruhigung gebracht. In den offiziellen Schlußkursen tritt dies noch nicht zutage. Nachstehend die aus BeMn eingelangten telegraphischen Nachrichten: Berlin, 16. April. (Wolfs.) Airgeisichts der plötzlichen Steigerung der Devisenkurse hat -das R-oichskabinett heute sm Einvernehmen mit dem Reichsbank-direktorirun beschlossen, die Stützungsaktion für die Mark mit größtem Nachdruck weiter führen. Zu diesem Zwecke sollen, abgesehen von der Fortsetzung der börsenmäßigen Stützüugstätigkei-t, zunächst fol-gende Maßnahmen unverzüglich ergriffen werden: erstens eine weit-Ichende Einschränkung «der Einfuhr und zweitens die Einführung einer allgemeinen Anmeldepflicht für den Besitz an Devisen nach dem Stande des Tages, an -dom die bedorstchende Notvewr-duung erlassen wird. Die Stimmung in Finanzkreisev. Berlin, 19. April. -Del.-Kvmp.) In fiuanzü-llen Kreisen wird darauf hiugewiesen, daß.von einer Unterbvechung der Stützungsaktion der Reichsbank keine. Rede fein könne. Die Aktion werde vielnrchr in einer den Verhältnissen angepaßten Form fovtgeführt werden. Ueber diese neue Taktik verlaufet jetzt, die Reichsbank habe beschlossen, der SPekulatton eilte Zeit läng freie Hand zu lassen, arm dann im gegebenen Moment mit um so stärkeren Mitteln einMgreifen und Devisen in erheblichen Beträgen zn sinkenden Kursen zur Verfügung zu stellen. Durch dieses Verfahren sollen der Spekulation möglichst große Verluste zugefügt und ihr die Lust zu größeren Unternehmungen genommen werden. Die verändertv Haltung der Rb'ichsbank findet jedoch schon ihre Kritik. So wird beispielsweise in der ,Deuffchen Allgcmemen Zeitung" von einer Eisenbart-Kur am deutschen Wirtschaftskörper gesprochen und die Frage erhoben, ob eine solche UebervafchMgsbollM «der Weisheit letzt-er Schluß sei. Im übrigen berschten die Blatte^ das Reichskabinett sei noch gestem abends zu einer Beratung zusaminengetre-ten. Auch im Parlament bildst die neueste Dollarhanffe den Gegenstand ernstester Beachtung. In parlamentarischen Kreisen wird übrigens von französischen Machenschaften^ zur Sabotage der Markstützung gesprochen und darauf mng-ewtiesen, daß an -der gestrigen Londoner Börse für 906.066 Pfund Sterling deutsche Reichsmark auf den Markt geworfen worden seien, i'cher deren Herkunft.nichts fest- «gestellt «werden konnte. Die deutschnattonale,/Deutsche Zeitung" nimint den neutt Marksturz zum Anlaß für einen heft'igen Angriff auf Streseniann. Das Blatt schreibt «dp Schuld <m der neuen Dollar-i häufst Stresentann zu und begründet «dies damit, daß alle Welt die deutsche Mark packweife aus den Markt Werst, weil sw in der Re-de Stresemanns «die Rückkchr zur Wirthschen Er-' füllungsPoMk sehe. Stvcstmanu ga«qz allein sei dieser Mark-- sturz zu verdanken und seiner schädlichen Parole, daß die Wirtschaft mit Hilfe int-ernatioualer Abmachungen der -Politik die Wege ebnen nriiffe. Das sti der große Staatsmann Streseniann, «der bei seiner aufreibenden Kompromißarbert übersehen habe, daß -die Wirtschaft eine Hilfstruppe der Politik sei. Berlin, 19. April. (Tel.-Konrp.) Heute vormittags fand zwischen der Reichsregievung, den Vertretern der Reichsbank nnd den privaten Banken eine Konferenz über die neuen Maßnahmen gegen die Devisenfpokulation statt, »vobei 'außer den bereits bekanr.^gegebenen Maßnahmen auch beschlossen wurde, daß die Belehnung von Devisen und Effekten nur noch nach Genehmigung durch die Reichsbank erfolgen dürfe. Im übrigen verlautet, daß d.ie Bestän«de der Reichsbank zwar nicht auf unbegrenzte Dauer für die Stützung der Mark ausreichen, aber immer noch eine lange Zeit vergchen körme, bis sie erschöpft wären. Das neue Anziehen des DollavkurseS hat bereits auch auf die Preise der notwendigst.-n Bedarfsartikel znrückgew-irkt, die fast durchwegs in die M»e gesetzt wurden. Sie Sevifenyreise. In Zürich hat gestern die Reichsmark wieder einen gar«; einpfindlichen Sturz von 0.0356 auf 0.0180 aufzuweisen. Die tschechische Krone ermäßigt« sich von 16.60 auf 16.47,50/ Hingegen besserte sich der französische Franken von 36.36 auf 36.45. Die österreichische gestempelte Krone blieb auf dem letztgemeldeten Stand von 0.0077,50, die Zahlung Wien stieg von 0.0077,25 auf 0.0077,50. In Berlin machte die Archvärtsbewegung der frem» den Zahkrrgsnnttel zufolge des neuerlichen starken Rückganges, der Reichsmark in Zürich weitere Fortschritte. Der Dollar,' welcher nur zu 10 Prozent zugeteilt »vurkde, stieg bei enorm lebhaften Umsätze:.« von 24.937,50 auf 29.675,60, das Pfund von 121.138,-25 aus 140.647,50. Der französisch« Franken erhöhte sich ltm rund 350 Mark aus 1970,05. Die Lira stieg von 1211,95 auf 1466,26, Nwvon nur die Hälfte der angeforderten Menge zugetsilt wurde. Der Schweizer Franken schnellte von 4488,76 auf 6386,50 in die Höhe. Auch die tschechische Kror.«e wies eine Steigerung von 733,15 cnff 887,76 a»vf. Bloß di« österreichische Krone wies einen Rückgang, von 43,60 auf 39,90 auf. Setttfrije Hobe A. V. Das unter Führung der Allgemeinen Depositenbank, Wien, und des Hauses C. Castiglioni, Wien, bestehende Hob6°Shndikat, welches sich im Besitze der Fabrikationsmethoden und Markenschutzrechte fiir die bekannten, seit Jahren in Oesterreich, Ungarn und der Tscheche-Slowakei fabrizierten Hobö-Liköre befindet, hat mit der! Juteressengemeinschaft Ostwerke-Schultheiß-Patzenhofer-Kahlbaum G. m. b. H., Berlin, unter der Firma „Deutsche Hobö A. G." in Berlin eine Aktiengesellschaft gegründet, deren 150,000.000 Mark betragendes Kapital je zur Hälfte von dem Wiener Hobä-Syndikate nnd der genannten deutschen Gruppe übernoinmen wurde. Die Fabrik wird ihren Betrieb in Kürze aufnehmen und die bekannten Hobs-Marken unter der Aegide der kominerziellen Organisation der Kahlbaum A. G. nicht nur dem deutschen Konsums, sondern auch in hervorragendem Maße dem Exporte zuführen., Zwecks Vereinheitlichung und Ausgestaltung der Exportgestion isteine besondere Zentralstelle für alle dem Hobä-Syndikate ange-! hörenden, bereits bestehenden nnd künfttg «och zu errichtenden! Hobö-Unternehmungen vorgesehen. In den Aufsichtsrat der Deutschen Hobä A. G. wurden, gewählt: Dr. Otto Fischer, Direktor der Coinmerz- und' Privatbank, Berlin, als Vorsitzender; Max Wertheimer, Wien, als stellvertretender Vorsitzender; Otto B e l l a k, Direk-i tor der Allgemeinen Depositenbank, Wien, Rechtsanwalt öon; Falken Hayn, Direktor der Ostwerke, Berlin, Dr. Ing. Franz Herzberg, geschäftsführender Verwaltungsrat der Wiener Lombard- und Eskomptebank, Wien, Direktor H i r s ch,' Direktor K a r e 8 k i, Direktoren der Kahlbaum A. G. in Berlin/ Dr. Eduard Nelken, Direktor der Allgemeinen Deposiwnbank, Wien, Gabriel N e u m a n n, Generalbevollmächtigter des Hauses, C. Castiglioni, Wien, Dr. N o t h m a n n, Direktor der Schul". theiß-Patzeichofer A. G.. Berlin. ■ (Entgeltlich.) Aufhebung de» AusgleichsveMrens der Bank« sirma Fisch! und Bondy. Prag, 19. Tlpril. Wie die Blätter berichten, wird die! Böhmische Baink-Ko»nmiandltgesell.sch-aft Fischl und Bon^y, dich infolge deS Zusammenbruches der Bohemi-abcmk'mn das Ms- -gwichsverfcchren augesucht hat, die A u f h e b u n g d e s V e r-i fahrens verlangen, 'da sich Interessenten g-afundeir höben, die bereit seien, das durch den Zusammenbruch der- Dohem-iabank gefährdete Konvnranditkapital beiMstellen.^ Damit ist die Firma wieder vollkommen solvent und aktions-! fähia geworden-