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Wiener Morgenzeitung · 1923-04-19 · Heft 1502 (19.4.1923) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1502 (19.4.1923)
Date
1923-04-19
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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I i 4- | i; ENKr« Me», DvnmrAsg Menee Morgenzektuttg. 19. .AM 1923 Nr. 1502 i«Hen iverden, um die Lage der vom der polnischen jjÄegtentHB auSgewiesenen russischen Flüchtlinge zu er- Der VMeÄMtd hat bÄamttkich bei der polnischen Rejgkermvg «tzgefvagt, ob sie die Aufenthaltsfrist der Wrchtlmge nicht verlängern könne. Bis jetzt ist aber keine Antwort auf die Anfrage eiugetrosfen. - Genf, 1S.,Apri>l. (Schweiz. Dep-^bgentur.) Der beratende AuZfchuß der pvwaten Ovgamsatiimen für die russischen MchEmge wird sich am nächsten Freitag hier unter dem Vorsitz Dr. Nausens versammeln. Auf der Tagesordnung sieht u cu die Frage der Hemrschaffurg der nichtpolitischen russischen Flüchtlinge in Pole« mch Rumänien, der Vorschlag der Sowjetrvgiemmg, russischen Aergten, die ihre Studien im AuSlcmde beendet haben, di« AuMbmvK des Berufes zu gestatten, und endlich das Anerbieten der jüdischen HiLfÄirgan'isa-tio. nen, Kr die nach Rußlaach zurückkchrenden Flüchtlinge «ine Hilfsiatigreit za entfalten. Zer «ehilfe des vo«derne»rr Ttvrrs. Aus New-Aork meldet das I. C. B.: Im Rahmen einer Vortragsreihe über das „Neue Jerusalem", die an der Universitätzu Detroit venmMtet wird, hat der Gehilfe des Gouverneurs von Jerusalem Mister Charles Eshby, ein englischer Architekt, Vorträge gehalten, in welchen er cmsfichrte, daß die zionistische Politik der englischen Regierung gegen die bekannten 14 Punkt« des früheren Präsidenten Wilson verstößt, indem die Juden nicht mehr als 11 Prozent der Palch'tnüa-BeivvKermtg aus- Mrchen. Der Zionismus, der auf Unrecht gegrürchet sei, sei sowohl für die Juden als für die ZivUiMon gefährlich. Die kleine Zahl Inden in Palästina wolle mit englischer Hilfe das Land beherrschen und die Arabe tt^hi nausdräugen. (!) Wie erinnerlich, hat Gouverneur S t o r r s bei seinem lürzlichen Aufenthalt in Amerika «8 Kr gut gehalten, unter etwas geheimnisvollen Umständen mit dem Oberantisenrtten .Henry Ford in Beziehungen zu treten undihm einen Besuch abzustatten. Daß nunmehr ein Unterorgan Storrs in Detroit antizionisttsche Politik macht, ist ein neuerlicher Beweis für die Gesinnung und Haltung gewisser englischer Beamten in Palästina, Wer welch« von jüdischer Seite wiederholt berechtigte Klag« erhoben -tvurde. Man wird von jüdischer Seit« mit -größerem Nachdruck als bisher von der englischen Regierung und der allzu nachgiebigen Palästina-Admimstration fordern müssen, daß beamtete Organe es mit ihrer Verpflichtung zur Objektivität in Hinfuttfi strenger nehmen.___ Aus aller Wett. Budapest. 18. April. Der PMiM Ernst Mezei richtete vor einigen Monaten im ,Mlag" einen heftigen Angriff gegen das RegiernngsshstMN irr Ungarn und wurde von der -ersten Insbin?; verurteilt. Die königliche Tafel hob das tti» feil mit der Begründung auf, daß eine Kritik der «ungarischen Perhättnisie und des Regienmassyskems kein Verbrechen sei. Mailand, 16. April. Bei der Wstiimimng aus dem Parteitage der M a x i nr«l i st e n erzielten die A n t i f ufionist en 5361 Stimmen gegen 398 Stimmen der Anhänger der Fusion. Bregenz. 18. April. Heute um 11 Uhr vormittags ist in Ansvefenheit von ÄertvetNrn der Vorarlderger Landesregierung -und der Regierungsbehörden von St. Gallen der obere Rhein-Durchstich durch Sprengung eröffnet worden. Bern, 18. April. Der Bnndesprasidemt der Schweig, Scheu rer, wir den Ehrenvorsitz des am 16., 19. urü> 20. September 1923 hier tagenden Internationalen Mittelstandskongreß führen. Privatunterricht zu erteilen ist sicherlich nur sehr, sehr selten ein Vergnügen. Für ostjüdische Studenten aber birgt es besondere Unlustmomente. Ihre wirtschafliche Schwache wird dazu ausgenützt, ihnen erbärmliche Honorare zu bezahlen, mit denen sie sich zufrieden geben, weil sie sich glüÄich preisen müssen', überhaupt Lektionen zu finden. Das ist nämlich keineswegs leicht, ziehen doch weite, jüdische Kreise immer noch den deutschvölkischen Studenten als Hauslehrer dem Rassengenosien bei weitem vor. Nicht nur Wiener Juden gehen so vor, auch Ostjuden, die sich hier ansässig gemacht haben, vermeiden es oft ängstlich, den Landsmann in ihr Haus zu ziehen und so, während sie ihren Kindern tüchtige Lehrer sicheret, gegen den jüdischen Studenten-Nachwuchs ihre Pflicht zu tun. Aber gewisse Juden sind so eifrig damit beschäftigt, ihr nationales Inkognito zu wahren, daß ihnen neben dem Verständnis für «ihre Pflicht auch noch — der Sinn für Lächerlichkeit abhanden gekommen ist. So ist es schwer und wird immer schwerer für die Heimaüvsen, sich durch Unterricht das Geld für ihre Studien zu verdienen. Der HcchschulauSschuß, der bisher in verzweifelte« Fällen durch Darlehen immer noch anshalf, ist mit seinen Mitteln zu Ende. Es geht einfach nicht mehr weiter, wenn die jüdische Allgemeinheit dem Hilfswerk für den Nachwuchs der geistigen Arbeiterschaft ihre Unterstützung versagt. Sich mit ein paar billigen Ratschlägen und Redensarten vom „Umsatteln" loszutaufen, wäre allzu bequem. Die vertriebenen Studenten in den Barackeu-Klausen mißachten keineswegs in törichtem BildungAcknkel die Handarbeit. Neben der Maschilnschreibstube, die sie i»S Leben rufen wollen, soll demnächst auch eine Schusterwerkstätte noch zu Nebeneinnahmen und Ersparnissen verhelfen. Aber vom Studium, von der Erreichung ihres Lebenszieles laste» sie darum doch nicht. In Leid und Entbehrung haben sie ein Eiliges Recht erworben, ihres Lebens« traumes Erfüllung zu finden. Ein Recht, das wir respektieren, dem wir uns dienend oeugen müsse». Auch jene unter unS, die — der jüdische Student „nichts angeht". Denn die Vertriebenen haben alle» Kultursatzungen zum Trotz um ihres Judentums willen gelitten. und um dieses Leidrns willen schulden wir d olle Kulturmenschen ihnen Hiljs. Tagesbericht. SM MMMrlgen Bestände des SDftoles der Wiener israelitischen Knltmgemeinde. Von Sekretär Guido Fuchsgelb. 1. t Am Währinger Gürtel nächst der Stvdtbahusivtion Währiingerstraße fällt jedem Vorübergehenden ein imposantes Gebäude auf, das an beiden Enden Seitenflügel auftveist und von Gartenanlagen flankiert ist. Es ist das Spital der israelitischen Kultilsgemeinde Wien. Eine einfache Aufschrift auf der Fassade besagt, daß ein dankbarer Sohn zum Andenken an feinen Dater dieses Gebäude ht nrumffzenter Weise zu Heilzwecken gewidmet hat. Der im Vestibül befindliche Schlußstein zeigt an, daß das Spital im Jahre 1873 vollendet und den: Betriebe übergeben wurde. Am 10. April 1873 zogen' die ersten Patienten in das neue Krankenhaus ein, nachdem bereits am 9. März 1878 die Schlußsteinleguug stattgefuuden hatte. Gerade fünfzig Jahre sind also verflossen, seit dieses nach fernem Stifter im Dolksnmnde „Rothschild-Spital" benannte Krankenhaus eine überaus segensreiche Wirksamkeit entfaltet«. Der Bestand eines jüdischen Spitals in Wien überhaupt läßt sich jedoch auf 225 Jahre zurück Nachweisen. Der unmittelbare Vorgänger des Spitals am Währinrger Gürtel war das ,J°uden spital in der Roßa u", welches im Jahre 1733 errichtet wurde, rind bis zum Jahre 1873 dortselbst bestand. In den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts hatte sich infolge des Aufschwunges der jüdischen Gemeinde in Men und durch das Zuströmen zahlreicher armer Kranker ein kontinuierlicher Platzmangel in diesem Spital ergeben, s-o daß das Bedürfnis für die Errichtung eines israelitischen Spitals in größerem Umfange allseits empfunden wurde. Mehrere Jahre lang zogen sich die Beratungen hm, wie der GedaiÄe verwirklicht werden könne, bis in einer am 17. Jänner 1869 abgehaltenen Plenarsitzung des KultuAvorstandes die überraschende Mitteilung gemacht wurde,> daß Herr Anselm Freiherr von RothschiU> den Entschluß'gefaßt habe, ein modernes jüdisches Spital für 100 Kranke zu erbauen uud der israelitischen KultusgemeMde zum Geschenk zu überlassen, unter der Bedingung, daß das von der Kulbusgemeinde zu erhaltende Spital in seiner Fassade die Widmung: „Zmn Andenken an seinen Vater, Salomon Freiherr» von Rothschild" trage. Nunmehr wurde nächst der -damaligen Währinger Linie ein Baugrund angekauft. Bei dem Neubane mtd der Einrichtung des Krankenhauses sollten die neuesten Erfahrungen im Spitalswesen Berücksichtigung finden. Das damalige- BovstandsmitgliÄ) Dr. Wert Matzel und der damalige Spitalsverwalter Dr. Bernhard Wölfler besichtigten auf einer dierzigtägigen Studienreise durch England, Frankreich Deutschland und die Schweiz 61 Krankenhäuser; auf Grund ihrer Beobachtungen legten sie ein umfastendes Elaborat vor und es wurde der nachmalige Baurat und Kuttusvorstcher Architekt Wilhelm Stiaßnh mit der Ausarbeitung der Baupläne und der Leitung des Baues beauftragt. Die Profestoven Dr. Böhm und Dr. He-bra und die ArchitMen Flohr und v. Hasenauer folgten gerne der Einladung, an den diesbezüglichen Beratungen der SPrtMsektion teilzunehnven. Am 19. Juli 1870 koninte mit der SrdauHebung begonnen werden, am 2. Juni 1871 hotten die Bauten die Weichenhöhe erreicht und am Schlüsse des Jahres 1872 war d^r Bau vollendet. Im Februar 1872 wurde der nachmalige 'Hofrat Prof. Dr. Leopold Os er, der dann durch 38 Jahve am Spitale der israelitischen Kultttsgemeinde eine überaus segensreiche Wirksamkeit entfaltete, zum Prinrararzte bestellt, trat in das Baukomitee ein uud widmete sich mit Eifer, Fachkennttris mrd aufopfernder Hingebung -dem Spitalsbau. Am 10. April 1873, dem Vorabende des Passahftftes, ^wurden die Kranken des alten Spitals in -der Rvßau in das neue Krankenhaus überführt, womit die vollständig eingerichtete «neue Anstatt ihrer segensreichen Bestimmung ^übergeben wurde. Es würde zu weit führen, an dieser Stelle all die Persönlichkeiten auszuzählen, welche die DurcMhvung des großartigen Werkes durch ihre uneigennützige und hingebungsvolle Tätigkeit förderten, die Stifter zu verzeichnen, welche durch Errichtung von Betsttistungen jenen Zuschuß verringern halsen, den die ismeMsche Kultusgememde Wien gemäß der von ihr übernommenen Berpflichtmvg alljährliche für die Erhaltung des Spitals auszrüvenden hatte, die Aufopferung der vielen Aerxte geziemend zu würdigen, die selbstlos und ohne materielle Vorteile den armen Kranken Hilfe und Rettung -brachten. Dem Zusammenwirken aller dieser Faktoren ist es zu dmckm, daß das Spital der israelitischen Kullttrsgememde feinen Aufschwung nehmen und alsbald im In- und Auslände den seither bewährten vorzüglichen gtuif als Heilanstalt erwerben und festigen konnte. Immer größer wurde der Andrang und alsbald erwies sich die Ätsttall viel zu klein, um den gestellten Anforderungen zu genügen, immer -häufiger wurden die Aerzte in die traurige Notwendigkeit versetzt, an die Tore des Spitals pochende Kvarcke aibweisen zu müssen. Dieser Situation Rechnung tragend, haben die Freiherren Mthamel, Ferdmaud und Wbert v.' Rothschild, die Tradition ihres Vaters, Anselm Fveiherrn v. Rothschild, ouftecht erhaltend, sich im Jahre 1897 entschlossen, aus Anlaß des sÄufzigjährigen Regierungsjubiläums des Kaisers Franz Josef den Ersten aitl dem Gavtengrunde des Spitals aus eigene Kosten einen umfassenden Evgänzungsbau für chwurgstche und gynäkologische Zweite, für 50 bis 60 Betten bestimmt, herzustellen. Dieser hochherzigen Spende gegenüber hatte sich der Kultusvorstand 'bereit erklärt, die nawhaften Erhaltungskosten aus den Mitteln der ifvaelitischen Kultusgemoinde zu. bestreiten, ttmg der KirltuAgemeinde von den Mitgliedern des HauseSl Rothschild sott denr Bestände des Spitals bis aus den heüti-! < \m Tag ftnmer wieder ansehnliche Spenden Kr den Spttals-s betrieb gewidmet wurden. Der Neubau wurde -in bezug! auf Technik und Hygiene den weitestgehenden Anforderungen! der Wissenschaft entsprechend hevgestM und im Juli 1902! der Benützung übergeben. Zum Primararzt an der chivurgi-! - chen Mterkrng wurde Prof. Dr. Otto Zuckerkand!, zu! dem der gynäkologstckM Meilrmg Dr. Karl Fleisch«! mann ernannt. Infolge der Erweiterung des Spitals! mußte das daselbst installierte chenrische Laboratorium vergrößert und mit wistenschcrftlichen Apparaten und Behelfen! versehen werden, wodurch mmmchr auch die -Vornahme! chemischer, mikroskopischer und bakteriologischer Unter-! suchmtgen in ausgedehntem Maße ermöglicht wurde. Do-- zent Dr. Artur Katz übernahm aus wissenschaftlichenr Interesse die Leitung des Laboratoriums. Das durch den Zubau des chivurglsch-gynäkologischen Pavillons erweiterte Gonreindespital erforderte infolge^ dieser Vergrößerung erM)te Erhaltungskosten, welche itcfj iur Vergleich zu den aderen materiellen Aufwendungen der Kultusgemeinde als unverhältnisnEßig groß erwiesen. Es staard zu besorgen, daß bei weiter steigenden Anforderungen der volle Betrieb des Spitals nicht unbedenklich gefährdet würde. Als im Laufe des Jahres 1904 Herr Nathaniel Freiherr v. Rochschild von diesen ungünstigen Verhältnissen Kenntnis erhalten hatte, widmete er zur dauernden Erhaltung von fünfzig Betten und zum Zwecke einer vollständigeren Ausnützung des Belegraumes ein Kapital von zwei Millionen Kronen, eine Schenkung, die nach dein damaligen Stand der Valuta für den gedachten Zweck vollkommen ausreichte. Nichts erhellt deutlicher den Marrdel der Zeiten, als der Umstand, daß jener Kapitalsbetrag, dessen Zinsemrträgniste im Jahre 1904 genügten, um die jährlichen Erhaltungskvsten von fünfzig Betten sicherzustellen, gegenwärtig zur Erhaltung eines Bettes für den! Zeitraum eines Monats erforderlich ist. So konnte damals -der Belag des Spitals auf 170 Betten erhöht werden. Im Jahre 1907 erfuhr das Gemeindespital eine Cr-l Weiterung dadurch, daß neben den bereits bestehenden Am-! bulatorien der i-nterrren, chirurgischen und der gynäkologi-i schcn Abteilung zwei neue Ambulatorien aktiviert worden^ sind: das Zbnrbulat-orm-nr für Augenkranke unter der Lei-! tung des Prof. Dr. S. Klein und das Ambulatorium! für Nervenkranke unter der Leitung des Primararztes der! Versvrguugsanstalt Dr. M. J nfeld. Es wurde weiters« unter der Leitung des Dozenten Dr. I. R o L^i'n s o h n ein! Rontgeninstitttt installiert, -das sich in diagnostischer -wietherapsutischer Hinsicht unentbehrlich erwiesen hat. Einen großen Verlust erlitt das Spital durch den am- 22. August 1910 erfolgten Tod des Hofrates Prof. Dr. Leo-' pold O s e r, der durch nahezu vierzig Jahre eim segens-! reiche Tattgkeit als Primararzt und Direktor entfaltet 'hatte»! Was Hoftat Oser in diesem Zeitmume für das Spital ge-! leistet hat, wird bei allen, die sein Wirken kannten, unver-! gesfen bleiben. Bis zu seinem letzten Atemzuge stand die An-> stalt im Mittelpunkte seines -Interesses, ihr widmete er seine! hervorragende' wissenschaftliche Kraft, chvsm Gedeihen galt! seine unevnrüdliche Sorg«. Den Kraulen war er ein weiser! Arzt, ein fteMdlicher Helfer und häufig auch ein edler! Wohltäter, seimn Schülern ein erfahrener Lehrer, ein wahrhafter Freund. Nach seimm Ableben wurde Primarius! Dr. Karl Fleischmanu zu-m Direktor des Spitals er-j nannt uud ist seither auf diesem vevantwovtU'Ngsvollen! Posten verdienstreich tätig. Durch Widnmng des dom Spitale un-mittelbar be-i nachbarten Hauses hatte knapp vor seinem am 11. Fe-> bmar 1911 erfolgten Hinscheiden des Barons Albert donj Rothschild die Möglichkeit zu einer dringend notweudi-! gen Ausgestaltung des Spitals gegeben. Baronin Valentine! Rothschild ermöglichte durch eine Spende anläßlich! ihrer Verehelichung die Adaptierung dieses Hauses, und! dirrch die Verlegung vom früher im Spitale untergebracht gewesenen Dienstwohnnngen konnte eine Reihe schöner Räumlichkeiten im Spitalsgebäude für eigeEche Spitals-! zwecke gewonnen, werden. Die ünmer steigende Jnanspvuch-j nähme des Spttäls hat die Notwendigkeit ergeben, die bis! zum AblMn des Hoftates Prof. Oser iw-ter dessen allei-j nigem Pvimariate gestandene intewe Abteilung zu teilen.! Zn Primarärzten dieser Abteilungen wurden Prof. Dr. Lnd-! wig Braun und Dozent Dr. Robert Breuer ernannt.! Der AuMwu>ng, den das Spital mm zu verzeichnen! hat, illustriert der Bericht über die Jahre 1912 und 1913,; der von der Spttalsdirektion heraus gegeben wurde. 4884! Kranke sind in diesen beiden Jahren im Spitale derpflegt worden, 1943 Operationen wurden vorgenowmen und 29.911 Kranke ambulatorisch behandelt. (Ein Konter Artikel folgt.) Eine lommuMische Kundgebmg. In allen europäischen Maaten finden im Lause dieser Woche Kiutdgobrlngen der AammuniMchen Partei gegen deninternationalen Faszismus, gegen die drohende inrperMstische Kriegsgefahr und gegen die wirtschaftliche u>w^ politische Reaktion statt. In Wien veranstaltete die KorylMrn-! stische Partei, gestem abends dies« Vevs-mmulung vor den: Rat-; hause, zu welcher sich mchrere tmusenid Deilnehrner -eingsfuniden^ -hatten, ldarunter sehr zcchlvöiche Arboitslose und Jugendliche.! Die Referenten verlangten ziu Bekämpfung der! drohenden Gefahren die Wehrhaft-machung der Ar« beit'erschaflt und die Bildung einer prvletarischm Ein«! he-itSfront. Ferner forderten die Referenten mit Hin-wÄs auf; -die fort'schreiteM Teuerung für die A-rlbeitMsen die Erhöhung her Arbeitslosenunterstützung. Nach -der Versammlung formierten sich die Teilnehmer zn einem, Zug, der sich nach kurzer Trrn.on'.tration bei rer - MMcM-letttoLbL auMtL

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