Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1923-04-15 · Heft 1498 (15.4.1923) · p. Seite 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1498 (15.4.1923)
Date
1923-04-15
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2979076-2980477-2980579--14445-3001180
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

-*»*... " . ’r* l ¥*' 1 ' rvvr*9r w’1” '/p'"«' ©öHc 10 Wien, Sonntag Hsne, -mit.welcher der amüsante Nachmittag schloß, befoerders glücklich Pottttieü. Nicht zu vergessen der fainsinnige Begleiter Marco Gold i«, der mit einigen Wol fs ohn-Parephrasen zu jüdischen Vol ksliederil die VmxmstalttMg <ms das angenehrnste emleiitete. Heinrich Kisenbach gestorben. Gestern abends um halb 9 Uhr ist hier der bekannte Komiker Heinrich Eisend ach, der seit längerer Zeit schwer erftanJi war, verschne den. Eisenbach hat in seiner Jugend als Trapezkünstler gewirkt und tynrdo dann «Komiker im Earl- Theater. Dann wurde er nach Budapest engagiert, kmn dann nach Wien zurück und schuf firr die ,/Aartenbau" eine Knockabmlt-Ztmmner. Eiseubach wurde hierauf kavikaturistischer Schnellzeichner, dann Zirkusclown in Prag und «tvurde schließlich zu den ,Mu da gestern" engagiert. Seiher wirkte er als Jargonkomiker, der vielen Zulauf fand. GMgentlich betätigte ti sich an deutschen Nöllen an anderen Bühnen mit Erfolg. Er wirkte in Possen und mit Einzelvovwägen und schuf sich ein Eisenbach-Genre. Erfenbach 'war in weiten Wiener Kreisel, be- ... karmt. Senne Glanzzeit erlebte er bei den ,Mudapestern" in der Taborstraße nn der Borkviegszert. Er besaß ansgchrä-gte komische Talente und eine ungewöhnliche Begabunrg für theatralische DvastÄ, der das Clement echter Gestaltung keineswegs fehlte. Daneben ist freilich zu sagen, daß die Gattung, in der er wirkte, die jüdische Jargon-Persiflage, mit Zoten vermengt, zmn nnerfwulichsten Theater gchort und kermn jüdischen Aktivposten bildet. In reineven Sphären hätte Eisenbach eine Zierde des Wiener DhMers gebAdü. Im DurgtheAker gelaugt' am 26. d., neu inszeniert, ShlckespeareS „Antonius und K l e o p at ra" zm Aufführung. Dann folgt Nestroys „Einen Jux will er sich machen* und noch in dieser Spielzeit die Neuinszenierung von Shakespeares „W i n t e r m L r ch e n" und die Neueinstudierung von Schillers „Fi e 8 ko*. Die nächste Premiöre des Akademie-Theaters (Vorstellungen des Burgtheaters) ist das Lustspiel „D e r Kreis* von Maugham. Amba« -es Apollo-Varietes in ein Operettentheater. Wie nunmehr seststeht, wird das Apollo-Theater aushören Barietebühne zu sein. Das Theater wird Entsprechend adaptiert und in der nächsten. Saison als Operettenbühne dienen. Im Mai wird die Exel-Truppe im Apollo-Theater ein längeres Gastspiel eröffnen. Elfe vehmimn weilt derzeit in Wien. Es sind Verhandlungen im Gange, die ein Auftreten der Künstlerin an einer Wiener Buhne bezwecken. In Aussicht genommen ist ein gemeinsames Gastspiel mit Paul Wegener in „John Gabriel Borkmann" an einer der Robert-Bühnen. DienÄag geht imLnstspieltheater der überaus Listige Operettenschwank;2> e t kenschetzeinri ch* zum 2 5. Male mit der Premierenbesetznng in Szene. Jeder f Besucher echält einen Klavierauszug.. □ Am de» Theatern. BurgtheaLerr Heute, 3 Uhr, „Der Ver- /chwender*. 7 Uhr „D er Kanfmann von Venedig". Montag, 7 Uhr „Louis Ferdinand, P r i n z v o n Preußen*. Dienstag „F l a ch s m a « n a l s Ec z i e h e r". Akademiethe-ater: Heute, 3 Uhr, „Klein D o r r i t*. Halb 8 Uhr, „Vergüte König*. Morgen „Die Fra« von vierzig Jahren". Dienstag „Der gute König*. Operntheater: Wegen Indisposition des Herrn Fischer-Niemcm gelcurgt heute, halb 7 Uhr, statt „Die Königin von Saba" „T a n n h a n s e r* zur Aufführung. Volksoper: Heute, halb 8 Uhr, Joh. Strauß' „1001 Nacht". Morgen „D o n. 3 n a n". Im Deutschen Volkstheater wird Alexander :2Fcotfft morgen den Fetja in Tolstois „Der lebende jjß ei chna ttt", Dienstag den Hamlet, Mitüvoch den Paracelsus [tit Schnitzlers Einakterkomödie und den Wanderburschen in ^Tolstois „Er ist an allem schuld* Donnerstag 'den Marquis Posa in „Don Carlos" und Freitag;den Nikolai in Tolstoi „Und das Licht scheinet -in der Finsternis* spielen. In den Kammerspielen wird Montag und .Diestag das Lustspie „Karussell" von Louis Verneuil 'mit Frau Woiwode und den Herren Lackner und Ziegler gegeben. Mittwoch und Donnerstag spielt Arnold Korff zum letzten Male in dem Lustspiel „E i n reizender Mensch". Im Josesstä.dter-Theater gelangt heute, halb 3 Uhr, als letzte Kindervorstellung dieser Saison „Schneewittchen und die siebe« Zwerge" zur 25! Ausführung. i t, gftämgorgattt$atlonlükii«l)i<tadnith>Hl)awatb»Zloti> Leute Sonntag den 18. «prtt» 7*8 Uhr ubeu-S» sin Gaule -es Kaufmönnischen Vereine»» I., Johannesgasse 4 - Pe«ach-Ma<lmk mit anschließendem Tanz Ans de« Jnhaltr Lebende Bilder — Palästina-Lieder Orchester — „KorbmreS* (Einakter ans den Pessach- Urrmhen tu Jerusalem) von R. Ben Schem j Malt Pico» und Jakob KaUch haben ihr Erschewen zugesagt. Restliche Karten an der Abendkasia Jüdische Bühne LKcvMÄMj i m H o t e J S tpp h a n i e, 11., Ta borst rass e 12 Heule, halb 8 Uhr abends Im Rebbe’s Hojf VotkutSek in 2 Akten von M. Bielaczewcky Vorverkauf an der Tageakassa — Wiener Morgenzeitung. Gerichtssaal. Ser Schmmkdlebftahl aus der Hohe» Warte. Der zweite Verhaudlungstag. In der gestern fortgesetzten WerhaMung würbe der PMzeioberkonmüssär Dr. Ernst Maurer einvernommen, der an «den Echeb-u-ntzen hinsichttich des Di-eÜstaWM'UMs Äi-ppmann beteiligt war und insbcho-nidere Zeuge der widerspriuchsvollen Angaben gewesen ist, die Weinstein bei der Polizei bezüglich des Juweliers Jakob Vetter gemacht hat. Der Zeuge erbat sich zunächst die Erlaubnis zu einer BemerAnvg: Er saH-te: ,^Jch möchte, bevor -ich etwas -atrss-age, sorgendes sagen: Ich habe mir nach einer schweren Arbeit und nach vielen Gewisseidskonfiikten eine UeLerzeugung gebildet. ^Liese Ue-berzengung werde ich hier nicht kundgeben, um keine Geoinfiussung heridorWvufen, nur sagen möchte ich eS, weil ich befürchte, daß alle diese meine Aussagen von dieser weine* Uaherseugung abfävben, so daß ich/streng genommen, kein objektiver Zeuge bin. Ich bitte da-her,' meine Aussage in dieser Hinsicht werten zu wollen." Soldann gilbt -der Zeuge an, zuerst habe Weinstein gesagt, er habe den gestohletren Schmuck zum Teil -im Svfe, zmn Teil an einen- Unbekannten derkanst. Nach Langem Zureden nnL n-achdenr ihm und der Mittringer von Direktor Lippmann zwanzig Millionen versprochen worden waren, hatte er plötzlich erklärt, er wolle nun doch ein Geständnis rnochen. „Und da habe ich," sagt der Zeuge, „eine UrrMschicklichkeit Leg-angen. Er wollte nämLich das Gaständnis nur in Gegenwart der Mittringer machen, u-wd ich hckbe dies auch chm bewilligt. Nun hat er allerdings dieses Geständnis nicht so gemacht, wie ich erwartet habe. Ms die Mittringer vorgeführt würde, da sagte er: ,Mizzi, ich werde die Wahrheit sagen. Ich halbe die Sachen dem Better verkauft." Mir 4st damals «gleich ein großes Bedenken gekommen': Vielleicht ist dem Weinstein doch zu sehr zu gesetzt worden, vM-eicht hat er nur irgendeinen- Namen -genannt, um lostzukcvnmen-, und hat er mrr den Niamen Better genannt. Ich habe dannnoch mit der Mittringer gesprochen, und das war die drama-tiischsste Szene des Ganzen. Ich habe ihr se^r eindvmgilich Angefprochen und gesagt: Sprechen Sie zu chm: „Sag' endlich einnval die Wahrheit." Und das hat sie getan. Weinstein wiüd vorgeführt, sicht im Dorvaum die Frau Detter. Darauf sagte ihm die Mittvi-Nger das, was sie versprochen hat. Da hat er das Geständnis widerrufen-, den Better um Verzeihung gebeten, er habe ihn falsch beschuldigt. Der j-uwge Better, ein überschwenglicher Mensch', hat -ihm die Füße geküßt, eine Szene, wie sie noch nicht vorgckkmmven ist. Und dann frage ich Weinstein : ,Mo find dem: eigentlich die Steine?" Antwort: ,Mo ich zuerst gesagt habe, bei dem Unbekannten." Darauf habe ich ihm gesagt: „Dann sind wir dort, wo wir waren." Ich Hobe ihn zum Chef Negieoungsrat Wehlbova führen lassen, dort hat er den Widerruf wieder widerrufen." Der Kriminalbeamte Fritz Schneider gibt als Zeuge an, er habe den Weinstein durch die Straßen Mens geführt, als dieser den Unbekannten ßuchen sMe, dem er angeblich einen Teil des gestvhLeuen Schmuckes verkauft hatte. Beim Geschäst des Juweliers Better in der Rotenturmstraße blieb Weinstein einen Moment zögernd stchen, als wollte er in das Geschäft hineingchen. Auf die Frage des Kriimirralbeantten, -ob.er vielleicht hier den Schmuck verkaufte, lehnte er ab und der Spaziergang wurde fortgesetzt. Vorsitzender zum Angeklagten Weinstein: „Warum haben Sie nicht damals schon den Better als den Käufer namhaft gemacht?" WeinstÄn: ,/jch ivvllte seinen Namen nicht angeben, weil ich hoffte, daß er mir die 660 Dollar in irgendeiner Mt sicherstellen werde." PolizeiLmrmissär Dr. Äewifch, der an Vernchmunyen Wernsteins im Bureau des Dr. Mauer häufig teöbgtnommen hat,, gibt an: ,>Bei dem Wtderuf des Weinstein, wobei sich die dramatische Szene mit dem Waldemar Better zndvug, -war ich zugegen. Nach dieser Szene sagte ich sogbeich, als alle abgetreten waren, zu Dr. Maurer: Du, ich halte die Sache niicht für echt. Paß' auf, der Weinstein wövd das wieder widerrufen. Und 'das ist mmüWLar darauf auch geischehen. Ich war Mr übevvascht, daß es so schnell gegangen ist." (Bewegung im Saale.) Der Nachmittag war mit den Plaidohers ansgoMt, die i-n später Nachtstunde beendet wurden. Die Mittrinaer wurde zu zwei. Weinstein m fünf Jahren Kerker veruvterlt. Better fveiaesvwchen. * Sie Böhmische gnduftrialbM z» 7 Mllione« Lschecheakrane» an die Beamtenschaft der Wiener Filiale vemrteilt. Wie bekannt, ist die Wiener Filiale der Böhmischen Jndnftrialbank mit 1. Jänner W6L in -den Besitz einer neuen Gesellschaft Merge-^angen, die als selbständige Bank unter der Firma Allgemeine Jndustrieba-wk die gesamten Agenden der Filiale Wien der Böhmischen JndustviMank übernahm. Die Beamtenschaft der Filiale, die in die neue Bank übernommen wurde, wurde erst vom W-erkauf der Filiale offi- ' ziell im Juni 1988 verständigt und strengte davanfhin gegen die Böhmische Jndustri-Äbank zwei Prozesse cm, einen vor dem Gewerbegericht auf Bezahlung der Nachzahlnngsgebühvm in tschechischen Kronen für -die Zeit vom 1. Jänner bis 30. Juni 1922 auf Grund des alten Kollektividertrages, der zwar mit 1. Jänner 1922 abgelanfen, jedoch nicht gekündigt worden war, mtd einen l „Wiener MorgenzeitAW"; 16. April 1923 _Nr. INS zweiten -Prozeß vor -dem Handelsgericht auf Bezahlung einep Abfertigirng, auf welche die Be-amtenschast im'Sinne der öfter-, rcichischen SrachkriegsK'fetzgebung deshalb Anspruch erhob, weil! das Unteruchmen eurer neuen Berwaltim-g unterstellt wurde. Beim Handelsgericht ist eine Entfcheidprrg bisher noch nicht «cflossen. Der Prozeß vor dem Gswevbegerichi bezüglich der Nach. zcchlunMebühren wurde in -der ersten -Instanz zuungunsten der Beamtenschaft entschieden. Nunmehr hat, das Landesgericht als Berufungsinstanz das Urteil der ersten. Instanz aufgehoben und den Beamten der Böhmiischen Jyduslvialbank den Anspruch auf Bezahlung der Nachzahlungstzebühren in tschechischen Kronen z«erkannt. Die verheirateten Beamten echiielten 76 Prozent, die ledigen Beanvten 60 Prozent dsr Klagesumme zugebilligt. In der Begründung der rum-, mehr definitiven Etscheidu-ng heißt es, daß die Zahluugsvevem-! bavungen, welch» aus dem Kvllektivvertrag resultieren, auch nach Erlöschen des KolleNvvertrages nicht einseitig gelöst werden können. Die Magesumme vor dem Handelsnnd GeilveübegK-icht beläuft sich auf sieben Millioyen tschechische Krown. Antisemitische Verleumder. Aus Breslauwird gemeldet: Bor dem hiesigen- Schoffe^vgericht sollte gegen einige Kauflvitte wegen Be lei«, dignng der jüdischen Bevölkerung vevhandÄt »verden. Die Betreffenden hatten als . Angehörige der Dentschvölkischen Partei ein Flugblatt verbreitet^ in dem behauptet ivnrde, zwei Rabbiner hätten in. etter hier abgehaltenen Versammlung zur Schändung christlicher Mädchen aufgesvrdert. Drei von den Helden hatten es vorgezogen, der Becha-Mung ohne Entschul-. digruig sernznbleiben. Das Gericht beschloß deshalb, die Verhandttmg zu vertagen und die drei zum nächsten Devimn vor. führen §u lassen. Der Asntsankvält hatte Haftbefehle bean»! tragt. Justizrat Hirschbevg stellte den Arttrag, den Borstand des RepräsentantenkollegttlMs sowie die beiden hiesigen G emeinderabbiner Dr. Hoffnvar-n und Dr. Bogolstein als Nebenkläger zu-zulassen. Diesem Anträge gab das Gericht statt. - Bollswitt. Seftempeüe Krone=0.0877% kentimes. Auszahlung Wien — 0.0077 Sentime». In Zürich notterte die österreichische Krone . . 0.0077 ( 0.0077 V* am 13. April> die österr. gestempelte Krone 0.0077Vb ( 0.0O77V# am 13. April)! die tschechische Krone . . . 16.38 ( 16.42*/* am 13. April), die Mark ..... ... 0.0261 ( 0.0261 an: 13. April) Holland . » »- «.... 215.— (215.25 aur 13. Apttyj Rew-^jork » . ».* . 649.25 (548.50 am 13. ApM London . . . ,.-,v. a.... . . 26.57 ( 25.68 am 13. April), Paris . 36.72 ( 36.82 am 13. April) Akailand , « 27.32 ( 27.35 am 13. April)!' Belgrad. . . . ■ . . 5.60 ( 5.66 am 13. April) ' Bukarest . . . . . . (-7am 13. Aprll) Sofia. ......... 4.26 ( 4.30 am 13. April), Budapest . . . « 0.12 ( 0.12'/, am 13. April)! Warschau. 0.0125 ( 0:0145 am 13. April)! Sie heurigen Baukbllanzen und die Wirtschaft. In 'dieser Woche haben zwei Wiener Bankmsttttlte ihre Bilanzen für das Jahr 1922 der OefsenttWett vorgeM. Der " Reigen der Bil-anzveröffeMichnngen wurde damit begonnen. In kurzer Zeit ioevden die anderen Bar.km, bei welchen sich - infolge der Mrechnung mit den Filialen die Ferttgstelbumg des! Berichtes ein wenig verzögert^ folgen. Doch schon Ms den bis-, her bekannt gewordenen Jahresabschlüssen lassen sich Schlüsse' ans das Bankenjahr 1932 ziehen. In der modernen kapitalistischen Cirtwickliu-ng fällt den. Banken als Reservoirs und Verteilern des der Mrtschaft zur j Berfügmrg stehenden Kapitals eine wichtige Rolle zu. Ihre. Tätigkeit ist mit der Wirtschaft eines Gebietes innig verknüpft^ Ans ihrem Gebaren und dem Erfolge ihrer Tätigkeit können j Rückschlüsse ans die Gesamtwirtschaft gemacht werden. In dieser. Hinsicht sind die letzten BanobilaurFen besonders bemerkenswert, j Die Krone ist vom 1. Jänner 1882 bis 91. DeMnber 1822! von 0.19 auf 0.0075 gesunken. Im Verhältnis dazu sind alle Posten der Bilanz gestiegen und fede Post auf der Aktiv- und Passivseite weist MMardengiffern Ms. Demgenräß geht auch! der Renrgewttm in die Milliarden. Jede Post als solche verdient besonderes Interesse. Die Kassalbestände sind gMältig, gestiegen. Vielleicht in vineinr viel stärkeren Maße, als es ber > Entwertung der Krone entsprechen würde, und Mch in eineu:, relativ viel stärkeren B-eMltniffe, als es selbst im Frieden' der Fall war. So weist z. B. die Eskompte-Gesellschast eilten; Kassoibestcmd von 33 Milliarden cmf. Die Union-Bank tveist «inen Kassabestand von 13 Milliäüden aus. Diese großen Kassabestände sind sin Symptom der Zeit. Die Baqik muß auf jeden Fall gerüstet sein. Der bargeldlose Verkehr ist noch nicht in; , einen: entsprechenden Verhältnisse ansgebildet. Es treten oft!' unerwartete Ereignisse ein, welche an die Bank große Er-, fordernisse stellen. Um in dieser Hinisicht nicht überrascht zu; werden hält sie umfangreiche Mittel mobil. Es ist dass-elbe, wie in der EirMwirtfchaft, wo j-edes Untemehnren größere. Bestände in -den Kassen aufbÄvahrt, um in jeder. Hinsicht gewappnet zu sein. Diese Mobilität der eiiMlven Kassenbestände nützt wohl der Einzelwirtschaft, schädigt aber in gÄvisser Hinsicht die Oesamttvirtschaft und drosselt den Geldverkehr, den: dadurch umfangreiche Mittel entzogen sind. Die Geldknappheit der letzten Wochen, die das Wirtschaftsleben Oesterreichs so schwer belastete, ist nicht in letzter Reihe aus die aus all::, r.*?v V- '' " /' Kassen- »

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.