Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1487 (4.4.1923)
- Date
- 1923-04-04
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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^MMMWFWHMWffMWWNWWWGMKMMM^WW-UMMMWWM Drtte i _Me», Mittwoch__ feä^ctt wollen» ein wenig rvochdenklich bei dein Anblick, der sich Hin Vtsever stillen Gasse Mietet — wenn der Miftbcnver konmtt, HolKtwadir.,, ^___ Klara Mautner. Ein Rasseuschutzblmd M einem getauften Patron. Der mutige „Mutt es Jövö" bringt in seiner letzten Kummer, bevor er durch das Verbot der Horchy-Regierung in die Verseilung gestoßen wmLe, eine recht Lustige Meldung. Zu den vielen Raffenschsltztzramnreradschaften, von denen vte ungarischen Hochschulen bereits überschwemmt sind, gesellr sich seit einigen Tagen eine neue ,^bamevardschaft" mit den» Namen „Wilhelm Fraknoi-KameradschaftSbu n d". Dir Mitglieder dieses neuem Gummrkmittekbundes rekrutieren sich aus den Hörern der Hochschule für bildende Kunst, die sich ioahrscheinlich urit selbst entüvorfenen Knütteln und Eisenstangen bewaffnen werden, werm sie unter den Kläygen des hochpatviotischen NatiorEiedos Erger, Berges, Schoßberger, gegen schutzlose Juden marschieren werden. Aber dieser neue Kmneradschaftsbund hat, wenngleich seine Mitgliederstch aus künftigen Künstlern und Aestheten zusamrmensetzen, twch einen gewaltigen Schönheitsfehler, der überdies beweist, daß die Jünger der Krmst in der Geschichte Ungarns krasse Ignoranten sind. Ihr Patron, Wilhelm Fraknoi, ist so wenig geeignet, Schutzpatrosr eines antisemitischen Bundes zu sein, wie etwa Horchy Ehrenpräsident einer Jeschiwcch werden konnte, denn Wilhelm Fra-noi, der greise Bischof und weltbekannte Historiker, der erst jüngst ein Büch schieb, WÄches so wert weg vom Pfade des Judenhasses ist, wurde als Jude geboren, hieß ursprünglich Wilhelm Frankl und hat eine Lebensgeschichte, die reich au jüdischer Tragik ist. Der arme alt« Wikhelm Frankl-Fraknoi hat sicherlich keine Zlhnung davon, wie sein Name von antisemitischen Nichtstuern als Anslhängefchrld mißbraucht wurde. Diese Armen rm Geist« dachten wohl, daß Bischof Fraknoi sich wohl ebenso für, einen antisemitischen Schutzpatron eigrren werde, wie etwa die berüchtigten Hetzobrrpsaffen und Pfaffen Bischof Prohaska, Bischof Zadravec und Pater Bangha sich bisher als die blutrünstigsten Pogromhetzer bewährt hc^en. Es soll uns nicht wundern, wenn die kunstbeflissen-en Antisemiten nach dieser Ausklänmg ihren Patron absetzeu und die Forderung stellen werden, daß er nach Zalaegerszeg verhärmt werde. Kleine Lokalchrsuik. Mitte Marz wurden aus dem Dprengmittelmagazin des -ormaligen Sucky-WerkeS in Schatenorr bei Kufstein etwa kll Kilogramm Dynamit gestohlen. Die ComPioirMn Antome Ran? erstattete gester-rr aus dem Kommissariat Margareten die Anzeige, daß sie ihre Nichte, di« 11jährige Bollsschülerrn Antome K..' bewußtlos, mit einem Knebel im Munde in der Wohnung aufgesunden habe. Die Kleine er.^htte, sie sei von einem Manne Überfällen worden. Die sofort eiuoeleiteten EcheLungen ergaben, daß die gange Gsschichte erfunden war. Di« Kleine hat gestaude-n, daß sie sich einen Scherz machen wollte. Gestern früh wurden die Privat« Marie Ehrt und ihre siebenjährige Tochter Grete in Hrer Wohnung in der Margaretenstraße, mit Leuchtgas vergiftet, tot amisgofunden. Aus zurückgelassenen Abschrüdsbrieftal acht hervor, daß di« Frau die Tat wegen unglücklicher Eye utüb Not begangen hat. Aus dem Margareterrgürtel ist der Kutscher Franz Pauker vom Magen gefallen und wurde überfahren. Er starb vor dem Eintreffen der Rettungsaesellischa-ft». * Der Trost. Der Exekberg ' bei NeÄvakdegg war am /Htermontag für eine Weile Kriegsschauplatz. Es ging aus dem sonst ganz friedlichen Gebiet sehr kriegerisch zu, und werm «S heute noch einen Generalstab gäbe, der die Aufgabe hätte, das gespannt wartende Hirtterland über die Lkrirgsereignisse mehr ober weniger wahrheitsgetreu zu unterrichten, sicher wäre am Montag eil.* Bulletin erschienen: „Die Rohrerhütte noch in unseren Händen." So aber wurde am Exelbng ohne Generalstab gekämpft: Schwarmlinien huschten über die von der fteuMichen warmen Ostersonne beschienene Wiese, Kommandos gellten durch den jungfräulichen lenzlichen Wald llüd Schüsse knallten mitten in den schönerr Frieden des hellen Ostermorzens hinein. Und das alles, weil es «in Payr dumm/n Jungen gefiel, ihre öde Soldatenspielerei gerade dort abzuhalten, wo sonst srirdliche Spaziergänger von des Alltags Mühe und Plage Erholung suchen. Aber bei der ganzen tief beschämenden AngelegenHe'rt, daß in der Kulturstatzt Wien nun doch regelrechte WrMvestsitten eingerissen sind, ist uns doch ein. Trost geblieben. Nicht etwa der, daß bei der unerhörten Rücksichtslosigkeit nicht ein paar Frauen mb Kinder erschossen oder verletzt wurden, sondern den Trost gibt uns der Polizeibericht, der zu melden weiß, daß die beanständeten Hakenkreuzler zwar Schutzwaffen bei sich hatten, daß sie aber — o heilige Ordnung'. -* alle mit ordnungsmäßigen Waffen Pässen versehen waren. Ja, es ist doch etwas Herrliches um einen Ordnungsst-aat! Alle haben Waffenpässe gehabt. Diese Feststellung ist gewiß gseigrnt. zur Beruhigung der Bevölkerung wesentlich beizutragen. Denn es kann einem ja schließlich nicht egal sein, eventuell mit einer Waffe erschossen zu werden, für die der Träger keinen ordnungsmäßigen Waffenpaß 'besitzt. Wie wäre die Sack»« gewesen, wenn e§ sich am Ende he.rausgestellt hätte, daß die Hakenkreuzler nicht im Besitze von Waffenpässen grwesen wären? Dann wären die Burschen, die. unbekümmert darum, daß friedliche Bürger in» Lebensgefahr gebracht werden, herumschießen, wahrscheinlich wegen unbefugten Wasftntoagens zu 5000 K. Geldstrafe Wv» ._ Wiener Margenzeituns.__ __ 4. April 1923 _ Nr. 1487[5 Die verutteilten MchSfe und die Zudenhetze. Das inzwischen von der Sowsetrogierung anstzcholbene Todesurteil gegen den kaiholischen Erzbischof T.ieplcrk urid den Prälat«: Butkiewicz hat in der gaiyzen Welt entrüstete - Protestehervorgerufen. In Polen wunde von der Geistlichkeit aller, Religionen «ine gemeinsame Protestaktion geen diese ToideSurteile sowie ^gegen die ReligsonsversolgunZen in Rußland dnrchgeführt. Dieser Protestaktion hat sich auch das Rabbinat der Warschauer jüdischen Gerneinde abgeschlossen, ferner wurde von den ZentrcÄomitees der jüdisch-orthodoxen Ovganiisationen in Polen, der „Misrach-i" und der „Agudcch JiSroel" ein scharfer Protest erhoben. All das aber hat die polnische nationaldemokratische Partei nicht gehindert, ihre demagogische Identifizierung mit dem ,Kampf des Jildentums gegen das Chriftenttrm" — eine Ddechöde, bk ja anderwärts nach demgleichen Muster des ,chrogrcmimatischen" Antssernitismus betvieÄm wird — auch anläßlich eines Protestes gegen die erwähnten Moskauer Todesurteile zu praktizieren. Die Protestversammlung, tvelche die national-demokratischen Verbände Warschaus veranstalteten, tvar in Wahrheit eine Kundgebung rüdester Antisevrlte dem a g o g i e. Sämtliche nationaldemöLratiischen Redner stell, len die Forderung aus,.man solle die Rabbiner Polens als Geiseln fest nehmen und so lar^e fefthakten, bis die zum Tode verurteilten katholischen Geistlichen von den Sowjetbchvrden freigelassen würden. Dannt sollte, zum Ausdruck gebracht tverden, daß die Verfolgung der katholischen Geistlichen nrck der katholischen Religion, die in Rußland geübt wird, von Inden in Szene gesetzt sei. Plan muß die Dummheit der Massen bewundern, die sich dies von den Hetzern cmffchwatzen lass«:, wo jedes Kind weiß, daß in Soiwjetrußland von den Behörde» ein geradezu systematischer Kampf gegen die jüdisch« Religion, ihre Vertreter und Einrichtungen, gesWhrt wird. Und di« von den »kationaldemotratischen Demagogen propagiertes Repressalien" an jüdischen Rabbinern hätten, weiß Gott, - keim Wirkung gehabt. Das wissen die Hetzer ganz genau. Aber sie wollen nicht die Repressalien, sie wollen die Hetze. . urteilt worden und die Sache wäre wieder einmal erledigt gewesen. Es ist halt doch ein Trost, in einem Staate zu leben, wo man nur von Leuten -niedergeknallt werden darf, die einen „ordnungsmäßigen" Waffenpaß haben... g—d. * Klub -er jützischnationalsn Wandalare öev Leopol-sta-r« Morgen, 8 Uhr abends, Plenarversammlung im Bureau des Landeskomitee, 2. Bez., Taborstraße 2CH. Erscheinen Pflicht I * Knnstlerakademie des Klubs der jüdischnationalen Mandatare der Leopol-fia-t. Die am 22. März vom Klub der jüdischnationaleu Mandatare in. den Olympiasälen zugunsten der jüdischen Armen der Leopoldstadt veranstaltete Künstlerakademie mit Tanz hat einen über Erwarten glanzenden Verlauf genommen. Das überaus reichhaltige künstlerische Programm wurde von den namhastesterr Wiener Künstlern bestritten. Die Darbietungen fanden bei den zahlreich erschienenen Besucherrr lebhaften Beifall. Im allgemeinen kann der Abend alS überaus gelungen bezeichnet werden. Dank der rührigen und aufopfernden Tätigkett oes Herrn Obmannes Brenner sowie der Herren Fürsorgeräte Schiffmaun, Stern, Barschak und'' Wien war der Klub in der Lage, vielen jüdischen Armen der Leopoldstadl arrläßlich des Pessachfestes tvirksame Unterstützung zu gewähren. * WeULcrverb für -ie Bebauung eines hebräische» Gymnasiums in Jerusalem. Wie erinnerlich, wurde im Herbste des vergangenen Jahres ein internationaler und interterritorialer Wettbewerb für die Waurmg eines hebräischen GvmnasiumS in Jerusalem ausgeschrMM Der „Verband jüdischer Ingenieure und Techniker für den IWMu Palästinas" in W i e n wurde eiuaeladen, sich durch seMMitglieder an diesem Wettbewerb zu beteiligen und übernahm es auch, die jüdischen Architekten Deutschlands und Polens, mit deren Verbänden er in ständiger Fühlrmg ist, zu diesem Preisausschreiben einzuladen. Nun liegt das Protokoll des Preisgerichtes vor, welches unter Vorsitz des dipl. Ing. Arch. R. K a v f f m a n n am 13. und 15. Februar in Jerusalem zusammentrat. Wir entnehmen demselben folgende Daten: Die Durchführung der Sichtung der eingelausenen Arbeiten, wie auch der Spruch des RichterkolleghrmS wurde nach internationalen Regeln burchgejuhrt. Mehr als drei Viertel aller eingelaufenen Arbeiten waren durch die Vermittlung des Verbandes jüdischer Ingenieure und Technik« für den Aufbau Palästinas, Wien, zustandegekommen. In die engere. Wahl kamen 5 Arbeiten. Prämiiert wurden: An 1. Stelle: Negierungs- und Baurat Alexander B aerw a l d, Berlin; an 2. Stelle: dipl. Ing. Arch. F. Kornberg, Jerusalem; an 3. Stelle: dipl. Ing. Arch. Hans Sobelsohn, Wien; an 4. Stelle: dipl. Ing. Arch. Josef A r w i n, Lemberg. Wie aus dem Protoll des PreiSrichterkollegiumS ersichtlich ist, wurde Sei dem Entwürfe des Ing. Arch. H. Sobelsohn, die gesamte .Situiemng der Gebäudeteile und des Turnhofes, die klare und günstige Grundrißlösung und die Gruppierung der Gebäudemassen besonders lobend erwähnt. Das offizielle Protokoll des Preisgerichtes kann täglich in der Vereinskanzlei des Vizepräsidenten, Arch. Ing. Otto Kollis ch, Wien, 7. Bez., Siebensterngasse 16a, von 9 bis 11 Uhr vornnttagS/ eingesehen werden. * Neuer jüdischer Kindergarten. Di« Zionistische Bezirksfektion 12—15 eröffnet am 19. d. ihr-en Kindergarten, in dem den nichtMllpflichngrn Kindern der BestirLe 12—16 Gelegenheit zur BeschcfftiMng und gemeinsamen Spielen unter der Anleitung einer geprüften .Mndergärtnrrin ^geboten werden soll. Es lvivd «den Moinen ermöglicht torrden, das Hebräische als lebendige Sprache im Spielen zu erlernen. Alle Eltern, die für den Kindergarten Jmevesse haben, werden zu einer Besprechung -Medner: Hosrat R. Tcmssig und Frau Doktor VoBbaum), welche Mittwoch den 4. d. um halb 8 Uhr abends im Schullokal, 16. Beg.,-Herk?ohgasse 21. Z. Stock, stctttfinbet. smgeluden. Anmeldungen: Montag bis Donnerstag vorr 6 bis 8 Uhr abends. Sonntag von 9 bis 12 Uhr voumittags. * Doppeljirbilamn in der jüdischen Kultusgemeinde in Linz. Aus Lim wird uns geschrieben: Am ersten Pessachtage beging unsere Gemeinde effve seltene Feier. Bor genau 49 Jahren hat der noch heuto sungimende Rabbiner Herr. Moritz Fried- - m'a n n die Kanzel des Dempvls in Lingirm erstenmal bestisgen, und sMamevweise sind es gerade 25 Jahre, daß der Sekretär. Herr Samuel Piskaty, in der Linzer Gemeinde seine Tätigkeit auffrahm, der gleichfalls cm diesem Tage sein 49jähriges Amtssubiläum feierte. Diese beiden seltenen Jubiläen Em der Vorstand gum Anlaß, um seine ältesten und bewähÄesten Muktionäre entsprschrrw zu ehren. Die schlichte Feier in dtzr Synagoge, die Ansprache 'des Präsidenten H. Schwager und die Entgegmmg des greisen Rabbiners haben allgenrein die wävrnsten Empsindungen ailsgelöst. * Der vakante Warschauer Oberrabbinerposten. Das Shnago^nkountee der War schmier großen SvnagoM in der Dlomatzlregafft verhallt gscrenwärtig mit oen bekannten mdischeu Gelehrten Professor Balaban nck) Dr. Mises tvvgen der Uebe.rnahnre des Predigerpostens in dieser Syrmgoge. der mit der Würde eines Warschauer >I>berra>bbiners verbunden ist. Der Rabbiner von tKralkau, Dsputiertrr Dr. Thon, hat den an ihn ergangenen Ruf, die Warschauer Predigernnld Oberrabbinerstelbe zu übernchmen. endgültig abgelehnt. - * Ein Abendambnlcltorium für Geschlechtskranke. Im Zuge der GrsHarnngsmaflnahnren >es Bundes w-mden aus Verfügung des' BundeKm-inWrmmS für soziale VvÄvaltung von den bisher ans Bimdesmitteln rmteckbältenen AbendbchLndlunMtellen für Geschlechtskranke acht solche Stellen gesperrt. Da die Auflassung dieser Ambulatorien vor allem m jenen Be> zirken. in denen kerne andere Krankenanstalt in der Nähe den Kanlpf gegen die Gc-schlschtstvaMeiten nachteilig beem-i fülßt und dies n'usbcsondeve in Meiidling zutvifft. ,lmt der Ge-i nreindeausschnß für Wohlfahrt Zweien beschlossen, für die vom! Bund anfgelassene Arrstalt in der Schwankgasse einen Ersatz quschaffen. : - Graurnyafter Tod. Aus Wiener-Neustadt wird be«> richtet: Der 16jährige Dreherlehrling Hugo F ranzl stürzt«! von einem aus Wien kommenden Eisenbahnzug vor Wiener-j Neustadt ab, wurde zirka 200 Schritte geschleift und wacki sofort 'tot. Der Oberkörper war in der Gegend des Magensj vom Rumpfe vollständig abgetrennt und warm auf ders ganzen Strecke, welche er geschleift wurde, deutlich Blut-i spuren sichtbar. In der Nähe der Unfallstell« wurde die! Brieftasche des Abgestürzten gefunden. Die Leichenieile wur-'. den in die Totenkamurer des hiesigen Krankenhauses über-' führt. — Die 20jährige Bäckerstochter Anna Auer aus' Neunkirchen warf sich am 22. März nachts bei der Bahn-! Übersetzung unter beit nach Graz verkehrenden Schnellzug.! Ihre Leiche wurde morgens am Bahnkörper gefunden. Die-' selbe war vollkommen in Stücke zerrissen. Das Motiv isti unbekannt.; Messerstecherei. Der 22jährige Wehrmann Josesi Hoder hat Montag nachts in einem'Gasthause in der Hernalser' Hauptstraße seiner Geliebten mit einem Taschenmesser einen! Stich in die Brust versetzt. Die Verletzte wurde im Spitalverbunden und ging dann nach Hause. Er wurde denr> Landesgerichte eingeliefert. - * Abgängig. Seit vorgestern um halb 7 Uhr früH ist der elfeinhalbjährige Schüler Franz Ullrich spurlos ver-: schwunden. Der Knabe wollte Fußballspielen gehen; da aber; die Fußballplätze für die Jugend sehr spärlich gesät sind^ weil jeder überflüssige Platz mit „Schrebergärten" ausgefüllv ist, nrußte der Knabe vom 16. Bezirk bis in den 6. Bezirk gehen, um dort auf einem unverbauten Platz zu spielen. Ev ncchnr einen rot-weißgestreiften Fußball mit und ist nich« mehr nach Hause gekommen. Das trocken"gelegte Amerika. In der „New Borke. Volksz-.itimg" lesen wir: Die Spirituosensendungen voü Florida und Georgia bedeuten eine empfindliche Konkurrenz für die Schnapsflottille, die außerhalb der Drei-Meilen-' Zone vor der Jersey-Küste verankert liegt, sagte kürzlich! R. Q. Merrick, Haupt-Zonen-Prolnbitious-Agent, der darauß aufmerksam machte, daß große Mengen Spirituosen, als! Orangen, Bananen und Grape Fruit deklariert, aus denü Süden eingeschmuggelt ivcrdeir. Der Schnaps vom Süden wird von den Schmugglern vorgezogen — sagte er — hd er viel billiiger ist. Die Behörden haben aber ein „wach-i saures Auge" auf den Schmuggel, und so wurden schont mehrere Waggons in Philadelphia beschlagnahmt — sagte er.i * Klaflenlotteeie. Die Ziehmgen der V. (letzten) Klasse» der 6. österreichischen Klassenlotterie werden am 9., 11., 13., 16.! 18., 20., 23., 25., 27., 30. April, 2., 4., 7., 8. und 11. Mai 192^ jeweils um 8 Uhr früh im Ziehungssaale, 3. Bez., Marxerstraße 1- Patterre, össentlich stattfinden. In demselben Saale werden Frei-j tag den 6. April 1928 um 9 Uhr vornüttags die 36.060 Röllchen mit den spielplanmäßigen Gewinnbeträgen in das GewinnraÜ öffentlich eingezählt werden. * WsAerberichr. Oesterreich hatte gestern ftüh allgemein! heiteres Wetter bei ziemlich ttefen Temperaturen. Fast überall gab! es Morgenftost. Auch mittags war die Bewölkung noch sehr germg.i Die Temperatur erhob sich auf 7 bis 10 Grab über Null. Wien! hatte nachmittags fast bedeckten Himmel. Voraussage: Meist Se-' deckter Himmel, früh nicht mehr so kalt, jedoch taaSüher ziemlich! kühl. Nordöstliche oder nordwestliche Winde. Berewe. BoürSge und Derkmnmluugen. ZiouistischeSektion für den XVI./XV1I. B e*. z i r k. Morgen, 3 Uhr abends, iur Heim. 8. Bez., Beuuoplatz 1, Paffahfeier. Festtede Gemeinderat Dr. Plaschkes. — Z e i r o t h! H a m i s r a ch i. Heute, pünttlich 6 Uhr nachmittags, im Vereinslokale, 2. Bez., Pratersttaße 43, Literaturgeschichtsvortrag (Herr Groß), anschließend Mitgliederversammlung. — Z i o n i st t»; s ch e Vezirkssektion Leopold st adt. Morgen,! 6 Uhr abends, im Landeskomitee, 2. Bez., Taborstraße 20»,! Ausschußsitzung. Urani a. Heute, Großer Saal: Halb 3 Uhr*- Die Passion. 5 Uhr r Vom Baum zur Zeitung. Halb 6 Uhr'! Der Wiener Walzer. K l e i n e r S a a l: Halb 3Uhrr Schüler--, vortrag: Waffertropfen. Alkohol. Halb 6 Uhr: Karl Binder:! Wanderrmgen in den Ennstaleralpen. Halb 8 Uhr: Hoftat Ing.! Josef L ö w y: Phänomene des elektrischen Wechsel- und Dreh-! stromeS. Kn r s s a a l r 6 Uhr: Dr. Franz O t t m a n n t Geschichte der LandschastSmalerei, VI. Halb 8 Uhr: Univ.-Prof.! Dr. Viktor Grafe: Die narkotischen Genußmittel, IV, l Halb 6 Uhr: Hochschulprof. Dr. Dagobert Frey: Johann- Bernhard Fischer von Erlach. Klubsaal; Halb S Uhrr Schriftsteller Josef Vogler; Aus eigenen Schriften. dem das Wohl -er jüdifchnaliotilllfI nalea WimWte am Herzen liegt, MW!