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Wiener Morgenzeitung · 1923-04-04 · Heft 1487 (4.4.1923) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1487 (4.4.1923)
Date
1923-04-04
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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WiM,- WHvotK MeM--!N«M«»MW,. i. APril lW ©oileJf SlefieBejwwtttelwarfte. Di« Mävkt« totrien Beten, wi« «vöhiMch »ach «In«m Dobpelfeievtag«, sehr schwach besucht. Fleisch wckr über Be- Larf angAoten. In der Großmarkthalle waren 16 Waggons, Zumeist Rindfleisch, angenommen, von denen 13 aus unaarn stammten. ,. .. Die Butter Preise sind nach wie vor unevhört hoch. Für verlangte man heute 62.000 dis 66.000 K.. Kr in- MoAereiibutter 88.OOO K. pro Kilogramm. Für ansllandnche Butter wurden noch höhere Preise gefordert. Es ist ledoch anzunchmen. daß sich -diese Preise nicht werden halten Waffen, da^rm Ausland bedeutende Rückgänge der Butterpreise!0u Verzeichnen sind. __ BWe und Kunst. »Die beiden Söhne der Madame Lnvernh." (Deutsches DolkStheater.) Ein Attentat! Dieses Drama des Budapester Spaniers A z e r t i 8 hat uns gerade noch gefehlt. Die Bretter, aus denen Büchners Antons Tod" gespielt wurde und welche nun in hoffnungsvoller Frühlingszeit dieses ■ Revolutionsschauspiel über sich ergehen lasten müssen, sind bestimmt nicht zu beneiden. Der stürnrisch bewegte Kitsch fügt sich >in die denktuürdige Zeit, ans die er Projiziert ist, wie etwa sich Herr Azertis, der Theaterdichter, in die ollspanische Literatur fügt. Alles Lob Herrn Feldhammer, weil er in der ungeheuerlichen Rolle eines rmgWcklich verliebten Jakobiners.— schlecht war. Mit dem „Rollenmaterial" fanden sich Erika Wagner ausgezeichnet, die Herren Gibisor und Manie? glücklich, Herr Ha da nt und Fräulein Danegger weniger glücklich ab, vortrefflich hingegen das Publikum mit diesem Stück, wahrscheinlich deshalb, weil das Machwerk jedem halbwegs geschmackvollen Zuhörer über die Hutschnur geht. Der Spiel- Leiter Hans Br ahm kämpfte mit Verzweiflung für den Autor. Er half tatsächlich über die ärgsten Augenblicke hinweg. .^ O, 2f. ^Leideaschaft." (Erstausführung in der Neuen Wiener Bühne.) Artzibaschews in knappe Formeln gedrängte, aber «rkcht inrmer bezwingende Dramatiisievimg der These, daß die Leidenschaft das Gesetz der Liebe sei, ist samt den Hauptdarstellern aus dem Weghub erpark in die Wasagasse übevsiedelt. Diche Verpiflanzung aus der unangenehm trockenen Atmosphäre des Volksthe-aters in ein Theater, too man es manchmal versteht, Stimmungen zu vevsinnibÄdlichen, ohne sie in trostlose KitMgkeiten oinzurahmen, hat dem Schauspiel genützt. Schade, daß sich zu einer so senten Aufführung nur spar-. Kches Publikum einsand, schade auch, daß der harmonisch klingende Grundton der Aufführung durch die > Dcmronie von Maria E rL, die mich , immer irgendwie an den Waschtag erinnert, gestört wurde. Wundervoll ausgeglichen ist die Leistung Annemarie Steinst eck s, die schon von der VoMheater- MiGührung her. bekannt.ist. Trefflich Leopold Jwald und Meitlie Lvovsky. Der Boris des Herrn Werner-Kahle hat prächtige Momente starker schausPtÄ-erischer Gestaltungskraft; leider werden sie oft durch zu viel Mache beeinträchtigt. . S, S, Drohender Streik im Mrgtheater? Wie gemeldet wird, beabsichtigt der Betriebsrat des ^urgtheaters an den Direktor Pausten ein befristetes Ultimatum zu richten, in bm er die Erfüllung gewisser, tschon wochenlang umstrittener Forderungen verlangt. Bor allem wünscht der Betriebsrat die Möglichkeit eines direkten Verkehres mit dem Direktor. Bisher waren die einzelnen Mitglieder gezwungen, durch eine Dienststelle mit Pausten Fühlung zu nehmen. Eine weitere Forderung betrifft das Wiederengagement der Frau Osten, die gekündigt wurde, ohne daß man ihr die Möglichkeit gegeben hätte,, ihr Können vor Publikum und Kritik zu entfalten. Das Ultimatum des Betriebsrates an Pausten soll befristet werden. Sollte, es. nicht zeitgemäß und restlos, erfüllt üverdeu, ist mit >der Möglichkeit eines Streiks im Bu rg theater zu rechnen. Am de» Nestern. Burgtheaterr Morgen, 7 Uhr abends, „Dies s r a e". A k a d e m i e t h e a t e r: Morgen, halb 8 Uhr abends, zum ersten Male, „Der gute König, Lustspiel in drei Akten von Raoul Aueriiheimer. Operntheaterr Heute, 6 Uhr abends, „Loheng r i n". Raimund-Theater: Dr. Rudolf Tyrolt wurde emgelaben, im Raimund-Theater in einer Wyhltätigkeitsvovsteuung seine berühmte Rolle, den Briefträger Klamm in „L o l o 8 Bäte r" darzustellen. K a m m e r s p i e l e; Morgen Premiere der Nachtvorstellung. Zur Aufführung gelangen die Einakter „E r ft e,8 Äb en t ou er", „C nfs 8l m erican S e p a r ö e Nr. 6" von Andre d§ Lorde und Pierre Chaine, und „E i n süßes Kind" von Georges Feybeau. S t a d t t h e rFranz Lehar wird allabendlich in dieser Woche seine neue Operette „Libellen tanz" persönlich dirigieren. l Sestemdelte Krone ---- 8.W77 Centimes. A»szahl««ll Wie» --- V.VS75'/. EMimes. In Zürich notierte die österreichische KroNe . . 0.0075»/. ( 0.0076'/, am 29. Mär») die .österr. gestetnpelte Krone 0.0077 ( 0.0077 am 29. Mürz) die tschechische Krone . . . 16.10 (16.10 mir 29. März) die Mark . . . . . . . . > 0.0257 ( 0.0258 am 29. März) Holland ......... 213.10 (213.80 am 29. März) New-Fork ........ 541.25 (541.50 am 29. März) London . ........ 25.83 ( 25.37 am 29. März) Paris . . . . . 85.80 ( 35.95 am 20. März) Mailand . 27.05 ( 28.82 am 29. März) Belgrad . . . . S.40 ( 5.50 am 29. März) Bukarest . > , ■ > . » —( —. — am 29. Ätarz) ^osia. 4.— ( 4.— am 29. März) Budapest . . . . . . . . O.liV* ( 0.11'/, am 29. März) Warschau.. . . 0.0130 ( 0.0130 am 29. März) Die Devisenpreise. In Zürich senkte sich gestern Auszahlung Wien von ihrem am 89. März ttatievten erhöhten Niveau von 0.007012 auf 0.K>757ö. Hingegen erholte sich wieder Berlin ans ihren früheren Stabilstand von 0.0253 auf 0.0257. Die Devise Mailand wies neuerlich eine Besserung von 26.82 auf 27.05 auf. »Unverändert blieben die Devisen Prag und Budapest. Auch die gestempelte Krone natterle unverändert 0.0077. In Berlin bröckelten wieder die fremden Zahlungsrnit-wl ab. Die vor drei Tagen von der deutschen Regierung angeküktdiigte Stützungsaktion scheint ihre Wirbmgen ausznüben. So senkte sich der Dollar von 2l.246.7L auf 21.147.—, das Pfund von 98.693.— auf '.18.253.75, die tschechische «Krone von 629.90 auf 626.40. Hingegen stieg der fran.zöfische Franken von 1398.43 ans 1403.45. ' - In Wien wiesen im gestrigen Clearing die fremde«: ZahbungSinttü'l. nur unwesentliche Aenderungen auf. Die rneisten bröckelten em 1ve«rig ah. dtachstehend die offiziellen Notierungen: Clearingkorse der Österreichischen Hatioaalliank vom 3. April 1923. Devisen (Schecks und Auszählungen) Amsterdam U 1 holl. Gulden * Agram I jux.- Krone» . . , . Belgrad 1 Dinar . . . . . . Berlin 1 deutsche Reichsmark . Brüssel 1 belgische Francs . , Budapest 1 ungarische Kronen . Bukarest t Lei ...... Christlania-1 norweg. Kronen . Kopenhagen 1 dänische Kronor . London 1. Ptund Sterling . . . Madrid. 1-Pesetas. Mailand 1 Lire ...... New York 1 Dollar ...... Paris 1. Francs ....... Präg j tschech0>9low. Krone« Sofia 1 Lewa .; . . . . . Stockholm 1 schwedischeKronor . Warschau 1 polnische Mark . . Zürich 1 schweizerische Francs . Noten Zinsfuß Kurs vom-29. März * Geld Ware Geld ‘; Ware 4 2300«.— 281 CO.- 28025.- 28125.- 6 689.— 69!.- 717.— 719.- 6 669.— 681.- 717.— 719.- 8 3.31 3.41 3,35 3.43 4J|, *004.- 4016. — 4044.- 4056.- 6 6 5 ,16.45 U'^B5 16.45 16.55 127».- 127K5*.- 12785*.- 12815*.- 5 13305.- IMS.- 13585.— «015.— 3 3317071.— 33230C.-332000.- 333Sk«0.- 5«/s 10835.- 1C865.— 10865.- 1C895.- 8 3511.— 3519.- 3531.- 3539.- A 71050.- 71200.- 71175.-71325.- 5 4674.- 4686.- 4694.- 4706.- 2109;— 2115.— 2112.- 2118.— 7*/» 324.50 525.50 327,50. .528.50 4*/. 18m- 18770.- 10880.— 18920.- 6 1.70 1.80 1.71. . .1.81 3 13110,- 13140.- 13435,- 13465,- atnerikan, Noten v. 5Dollar aufw, , . , , kleinere , . . Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten zu 1000 Leva . p » .. 100 . . ,. . „ kleinere. . . Dänische Noten 100 Kroner . . Deutsche Noten zu 1000 Mark. ♦ . - - » » 100 , » » , kleinere.... Engl, Noten von 5 Livrest. aufw, » . , kleinere. Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire auiw. „ „ kleinere . . . Jugosl, Noten ungest. zu 1000 Dinar » » » ■ 100 » r kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v, 500 Mark aufw. , » kleinere.... Rumänische Noten zulOOOu. 500Lei » n kleinere . . . Ru83, Noten (Roman.) zu 500 Rubel * * ■ ,, ti 100 , > „ „ , kleiner« . . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschechp-slow, Not. v. 1000 aufw. p ii Kleiner^ Ungar, No ien (neue Ein.) zu lOOOKr. , » zu 10.000 Kr. . . . , . kleinere ..... 70725.— 710*5.- 7(850.— 71150.- 70625.- 70025.- 70750.- 71050.- 3046.— 3973.- 3985.- 4016,- 503.— 507.- 506.- . 510.- 4Ü- 487*— 48&- 49oi— 134IO.- 13470.- 13430.- 13490.- 3.18 3.48 3,20 3.5» 330000.- 331000.- 331200.- 332200.- 329800.- 33380«.- 331000.- 332000.— 4615.— 4645.- 4635.- 4635.- 27850.- 28050.- 27875.— Ä075.- 3477.50 3492.50 3497.50 ' .'1512.50 3457.50 3472.50 3477.50 3492.50 684.- 688.- 712.- 716.- r' 577.- «81.- 704.— 708.— 12595.- 12555.- 12645.- 12705.- 1.55 1.85 1.56 , 1.86 1.50 1.80 1.51 . 1.81 327.- 329.— 329.- . 331.- 307.- 309.— 309.- .311.- 1851D*.- 1859oI- 18660*— i874ö!- 13020.— 13080.— 13045.- , 13105.- 10710.- 10770.— 10740.— 10800.- 2092.- 2102.— 2095.- 2105.— 2087.- 2097.— 2097.- . .2100.- 13.65 13.85 13,65 13.85 13*60 13!89 laiw; iäiäö Ausla«ösgasispi«!e -eS «aimvn-lhMM. Das Ratmundtheater wird mit Max Pa l l e nberg am 16., 19. und 20. April in Prag, am 7. und 9. Mai in B ri n n,. vom 12. bis 21. Mai am' Lustspieltheater in B u d ape st und vom 25. Mai bis ü. Zuni . am Schauspielhaus in Z ü r i ch. gastieren. Bornehmlich wird bei diesen Gastspielen das Lnstsviel «D e r U.»- 5 e stjle ch l t ch eattfgeführt werden. Die Affäre der KommerzioibM in Äudätzeft. Budapest, ' 3. April. (Priv.-Tel. der „Wr. Miovgeuzeitung".) In der AngelaMichett der Budapester Filiale der Wie wer Koniiiversialbank trat heute citte neue Wendung ein. Der Staatsawoalt 'beantragte 1>fo Berbiingnng dar Ninersüchi^ngs-- hast ii'ber Geiveraldirektor Richard Sebpsthen, dar einmal' schon i-nhastierf tvat, jedoch nach einigen Stunden über Intervention der Wiener GenevakdivÄtion d^r Ban! amf fvsien Fuß gefetzt worden ist. Der llntersuchLMgSrichter st'mmrte dem staatsanwaktlichen AnMg zu und lud ^Generaldirektor Sebestyeu für nachmittags 3 Uhr vor. Dieser chartete seiwch dre Zustellung de-r Vorladung nicht ab und erschien in Begleitung feines Berreidigers ffchoü um 1 Uhr beiin jlntersuchirngsrichter, der sosovt die.Hast über ihn Vvchängte. ' Dr. Ho r n ik, die Ministerralräic Haid, Sch önb e rge r, Bittner .und Tietze, Oberst Berger, ViMonful Roh»! und Regierungsrat K r i nt nr e r t. Die öfterreichM-ungarische» Wirtschaft». vtthandWW». : Blchchiest, 8. April. (Uichi Tei.^Korr.-Bur.) Zur 3iegelnng >der^ zwischen Ungarn und Otzstchtreich-m Schffvebe befindlichen n 4 $ $ * t;H ii;|4 .cheuie mittags im ungärijschen FinaiWnmistzrinm unter d«ii.Bovsitz des Finänsministers Vri v. jkä'tWhei'ue' ^Legoune«,'M^der aus'Wien folgende Vertreter der österreichischen Regierung eingetiÄssen sind:- SeiktionSchef Dr.' Sch.wg,xzivaLid, der^PorfitzAÄ)c des österreichffchL» Wbmttmmmssär ZwischenstMlicheS Abkommen irbtt die in Kriegsanleihe investierten Summen. Das ifchecho-'slowailifch« Preßbuveau meldet aus Prag, 2. d.: Die Reglerun-g der tsch-echo-slowakischen Republik hat in ihrer am 28. März abgehaltenen| Sitzung ihre Zustimmung zu deni am 6. Apr-il 1922 in Rom zwischen Italien, Polen, Rumänie-n, de-m Koni-- reich S. H.'S. und der Tschecho-Slowakei abgeschlossenen Abkommen über die in Kriegsanleihen plaoievten Geldsummen ausgesprochen. Das Abkommen zielt dahin, es den Staatsangehövigien 'der Vertragsparteien z>u ermöglichen, leichter ihre Ansprüche gegen Oesterreich, Ungarn und Deutschland auf Ersatz der Geld aktiven geltend zu machen, die, dem Sequester unterl'iicgeich, in Kriegsanleihen angelegt. waren. Daerwähnte Abkommen wird in nächster Zeit dem Präsidenten der Republik zur Ratffi-ievung vor gelegt' werden. Die Regelung -er Südbahnfrage. Heute fand in der Direktion der Südbcrhngesellschaft eine Pressetonßereng statt, in der Präsident Fa<ll das Südbahnübereinkammen., das in Rom am &l. März unlerz-eichnet llvurde, besprach. Die Obligationen.werden ans 60 bis 112,S Goldfranken lauten, mit 90 Gold-1 franken amortisiert und mit 4 Prozent, d. i. 3.60 Franken in! Gold, vorsinst werden. Für den Zinsen- und AinorttsatioNs-dvenst! werden 18 Millionen. Goldfvanken jährlich bestinimt, welches von den vier Staaten zu diesem Zwecke geleistet werden. Die, vückiständiMn Coupons werden aus einem separaten Fonds vonj 4 Millionen Franken eingeW. Die Obligationsrückstände wer-! den innerhalb 25 Jahren äbHestartet. Was die Sudbahnakti-onäve, betrifft, so wurde bestimmt, daß diese aus dem B-cchnbetviVbi erst an einem Erträgnis teilne-hmen, wenn sowM die Ülkaxi-, mallbe-rzinsnug als auch die Maximalttlgunq der SWbahnobli-! gatio>nen erreicht ist. Der Priidatbeiitz der Gesellschaft, bestehend, in der Hauptsache ans dem Grazer Walzwerk der Fabrik fürj SicherungsanlaMn lsowie den Hotelanlagen und Gründen auf: dem Semmering, bloibt.zur freien Verfügung der Aktionäre. Das geltende Regime provisorre wurde bis zwm 15. September! verlängert, die vier an der Sud bahn .terrttorval . beteiligten i Staaten haben durch, ihre Vertr-rter auf der Konferenz in Roms dem dort vereinbarten Südbahnarrangement die ZustkinmnM: erteilt, dem allerdings fetzt noch die parlamentarische Genehmi-I guug gawährt iverden.Mnß. . Die Warenumsahstener und die Neine» landwirtschast-; lichen Betrieb«. Den Schwicr Weiten, die sich der individivellen> Erfassung der kleiMN und mittleren landwirtschaftlichen Be-i iriäbe mtt der Waremmrsatzsteu-rr entaegenst-ellen wurden, soll! durch ein Spsteni von Stouerabsindunxpn bssPgnet werden. In! dieser Hinsicht ist in Aussicht, genommen, eine Abfindung deSj Sleuerbetrages für ■ jen-e . lba-wrrlichen Beiriiebe vorMnehrnen,! deren Ka tastr-alreinertraq nach den vor donr Wirksantteitsbegimr! des Bundesgchetzes von: 28. November 1621 geltenden An-! sähen insgefanil die Summe von 3000 K. nicht übersteigt; foerj Waldbesitz soll in die Abfindung nicht eirt&eftoflen werden. Die! Abfindung soll nach einem seho.'-ins-.ichen,- möglichst einheitlichen! Schema erfolgen und sine durchaus sresivillige fern, derart, daßj dichenigen Landivrrte. die sich ihr nicht nitterwerfen, der rndr-- vidnellen Steuerpfticht nach den allgeuhe-inen Govschviften un-i terlregen. Handelsverteeiewersammsttng. Der RÄchsschutzbuwd der, Handelsvertreter in Oesterreich «Mcht alle Mitglieder, zu domj am Freitag den 6. d. um Wb 6 Uhr abends vom Gremium der- Wiener HandÄs-aMnteu int Sitzungssaal, 1. Bez., Werdertor-; gasse 11,"veranstalteten Sprechabend zu erscheinen. Sanistagt den 7. d. crußerordeni'liche Hauptversamnttung der Hande'lsver-! tretar, Kommissionäre .nnd N-eisenden - im Cafe Gartenbau,! 1. Bez., Parkring 10 (Souterrain) unt halb 8 Uhr nachmittags, > woselbst i\&ex die Warenumsatzsteuer der Agenten, über die! wirtschaftlichen Beziehungen untz Wer Kreditgewährung an! Handelsvertreter Avecks Aufnahmv des Reffeverkchres msiv.s DiÄussionen stattfinden. Die Entrichtung der Warenumsatzsteuer von Lagerbcstän» den. Das Gremru-m der Wiener Kaustnannschast teilt mit, daß' die Lagerbestände von Waren, die der allgemeinen (ein-! Prozentigen) WarennrnfatzstMer nnterliegen und Umsatz»! st euer pauschaliert sind, ohne weiteren Ausschlag abzu»! geben sind. Besicht dageMn für diese Waren keine Panscha» ttevung, so ist bei der- Abgabe dieser Lagerbestände — der Im»: Porteur ausgenomnien — eine einprozentiHe Umsatzsteuer inj Anrechmmg zu bringen. Die der erhöhten (IlLprozeniigen)! Umsatzsteuer untenliegenden Waren (Luxuswaren) sind in je-j dem Fall beim Verkauf durch den Detailhandel! um die Luxussteuer verteuert abzngeben. Der! im Detailhandel zur Anrechnung gelangende Auffchlag beträgt j bei Luxuswaren mit pauschalierter Umlsgtzstauer 11 Prozent,! bei nicht umsatzsteuerpauschalierten LuxuNvaven 12 Prozent. Beim Gwhhändler lagernde Luxuswaren sind, soweit es sich um Waren mit pauschalierter Umsatzsteuer handelt, ohne Anrechnung, einer Steuer, soffvett es sich um mchtpanschalierte Waren handelt, mit 1 Prozent Umsatzsteuer obzugeben. Dtt Liste der pauschalierten Waren ist im 98. Stück des die Liste her LuxuÄvaren ist im 27. Stück ^des B.-G.M. in der Staatsdruckerei, Men, 1. Bez., Seilerstätte 8, erhältlich. Ungarische Anlagen und Anleihen auf Grund der Weizen-« Parität. Buldapest, 3. April. (Tel. der „Wiener Morgenzeitung".)! Die Ungarisch-italienische Bank will setzt wertbe-! ständige Einlagen aus Grund der Weizenparität >und ebensolchL! Anleihen an LaiMvirte einsiihren. Die Auffassimgeu über diesen j Bepsuch^sind in den BaMreisen sehr geteilte. Man hält das: Risttv für allzu , groß. Wiener Mrse. Die gestvige Börse wies kein einheitliches Qky\:,^ aus. Zu Beginn des Verkchrs übte die .Nachricht vom Tode des Generalrotes der Anglobank Dr. Wilhelnr Rosoubcra, trotzdem er mit der Börse in keinem direkttn Zusainincnhaug stand, eilten ungünstigen Eir.stuß aus, da mancherlei Gerüchte und Kombinationen aus diesem Anlasse austtmchten. Die günstigere Beurteilung der österreichischen' Krone infolge der aus London gemeldeten guten Aussichten aus den Abschliitz der langfristigen Anleihe übten Hye^MMmgln -einem Drucke äuf. die vaiittawschen Papiere aus, Beson-örrs gefragt wayeuj

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