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Wiener Morgenzeitung · 1923-04-01 · Heft 1485 (1.4.1923) · p. Seite 13

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1485 (1.4.1923)
Date
1923-04-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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Nr. 1435 Men. Sonntag Wiener Morgenzeituns. 1. April 1923 Serie 13 >ztrfri-de.rl, Vaß die ö-ster«r«e,ich ifche >Kron«o «von jde«n Va«lnkenmärkten ual^nievessanE b«c su«tr« wird und «gehen von dem Grnndsatz-e a n §,- 'daß b<Ui«ejtißie die focfte Währung ist, von wel- «cher am -ve«n!igst«en «gesprochen «wird. Diese MvMmrente der Regve-rung habrrt vieles für sich. .Eine lang andauernde GtaWssiernng «ist tatsächlich «viel vorteilihafier «als ei«ir kurz andauerndes Empovflackern« der Währung. lOesterreichs Wirtschaft ist noch lang.' nicht so gestrnd, das; sie -sich olle Experimente gestalten kann. In ihrem rckonvaleszenteir iZustand will sie wenigstens von der WährnngS seilte her vor «llebevrcvschmrgen gesichert sein. Es ist unrichtig, wenn befürchtet iwird, daß bei der «fovÄauevndsu S:abili«s«ieinr>rg rrrit «einer Ber- «tenermig der Lebenshaltung zu «rechnen sei. Es darf nicht vergessen werden, daß «die Erhöhung des Index vor zwei Monaten «.auf «die. allmähliche Ungleichung d«er Mietzinse «und daß die Erhöhirrrg des letzten nur aus di«e allgerneirre Verteuerung dc«r Lebcnsnlittel auf dein Weltmärkte z«: rückgeführt werden kann. «Werden sich die Preise aus dem Wc«ltmavk!-e sanken, so werden. auch zweifellos hier die Jndcrzahlen «ihr nornrales Ansschen arnrchmen. Die irngievcgelt«e Versorgung, die noch iinnrer in den noch ni«cht ganz geregelten Wirtschaftsdeziehnngen zwischen den «elinzelnen Nachfolgestaaten ihre «Ursache hat, wird in absehbarer Ze.it wieder verschwinden. Stabrle Pveise und stabile Versorgung sind die bestü Gewähr «für eine stabile Lebenshalitnug. Eine stabile Währung kann unter solchen Verhältnissen viel mehr rrützen als ein künstlich onfgepäppeltes hoher bewert>«ates ^KronenMilde. J —g. Sie WareimmsMerm. Mit dem heutigen Tage treten die Vorschriften über die Mavemunsatzsteuer irr Kraft. Irr «den letzten Tagen sind die angekündigten ergänzenden Bestimimmgen über die Wavenunlsatzsteuer Vevlv«u«tbort worden. So «wurde in einer -Novelle eine Aenderu«ng der Ueberga«ngs-b«estimmungen in «der Richtung getroffen, daß für der: Bereich der allgemeinen Warenunlsatzsteuer die enlviesenerrnaßen vor den: «1. April 1923 vorgenoinmen e u Lieferungen ititb L«eist«unge«nl von der Steuer a«uch dann ansg en«omm cn «werden, «werm bas E ntgelt nach de nt LI. März gelvistet Wird. Gleichzeitig «wurde für die Lieferung von Elektrizität wnb Gas eine Erleichterung in der Richtung «geschaffen, «daß diese Lieferung, wenn sie durch zusammenhängende Leitungell mehrerer Ulttevne'hmrmgen sia tif'mdet, nur «einmal, und zwar hin si chtlich der Lieferung an den Bevbrcvltcher, ste.uerpstichiig ist. Weiters wnrde der Iinanzlninister ermächtigt, diejemgeir Lieferungen und Lcistmmgen öffentlich-rechtlicher Gebietskörperschaften, ivelche sin Erfüllung der >der Körperschaft gesetzlich obliegenden öffentlichen Aufgaben erfolgen, von «der Steuerpflicht arlszmiehmen. Bon den «weiteren getroffenen Aenderungett mag vor «allem eine Erweiterung der Begünstigung des Ansfuhrjh ü ii d c l s hevvovg'chcchen «werden, die darin besteht, daß Marensendnn'gen, die durch den «Erzouger n n m t t t e lbar jfiir Rechnung it ub im Aufträge «eines im Kl«us«Iande «wohnhaften Erwerbers oder eines plusfnhrhändlers ins Ausland gerichtet werden, als Exportsendungen des Erzeugers steuerfrei fsind, wenn die Tatsache -der Ausfuhr durch Fr ach trnrkuuden sichergestellt ist; die Tatsache, daß in jsiolchen Fällen der im Auslände wohnhafte Destitator die -Ware selbst im Inlande erworben hat, steht der Steueribefvritutg nicht entgegen. Rekurse gogeir E«ntscheidu«ngen Ätzer die Luxusqualität von Waren sollen n-icht an die Fina«nzlandesdirektion, sondern alt eill-e am Sitze der ^.Kammern für Handel, Gewerbe «und Industrie zu errichäerrde — aus Fmanz<ver!valt.ungsjuristen amd Kammermitgliedern «bostehende — gemischte Kommission zu richten sein, die über das Rechtsmittel endgültig entscheidet. Eine weitere Verordnung ist der Reg-elung «der Warenumsatzsteuer im EinfuhrsvelÄhr gelvidmet. Es «wurde eine nach den Pchtnummem des 'Zolltarifs geordnete Liste der «für «die einzÄnen Watengattirngen im Einfuhrverkehr zu entrichtenden Umsatzsteuevsätze und eine zlveite Liste dc-r- «jeuigen Waren kuindgemacht, die bei der Einfuhr von 'der «Steirer «gänzlich befreit sind. (Freiliste!) Der Schwerpunkt in der ganzen BewrdnungsgmPPe. dürfte in jenen Vevordnungert zu eMicken sein, die sich als;der Niederschlag der in den .letzten drei Wochen geführten «Verhandlungen «über die Phasenpcmschaliemngen -der Marcimmsatzsteuer idavstelltzn, Es -beschäftigen sich neun Berorduungm mit diesem Gegenstände; eine von ihnen begrifft die Phasenpauschalieru-ng für die wichtigsten L-e- «bensmitte«l und Brennstofse, xwei «tveitere «bejlreffen die Phaf-ellpaufchalierung für die hauptsächlichen r n- Idilstriellen Erzeugnisse, die übrigen die Phascn- ^pauschalierltug für gewisse Waren, die «no'ben der Warrnmmsatzste«n«er auch «einer Berbrauchsabgabe unierliegen. Festsetzung der Phasenpanschalierung. Die gestrige ^Wiener Zeitung" puWgiert einige Dilrchfiihvlmgs'vcrordmmgen des Firianzininisterlums «im Eiüvernchm«en mit «den koinpetenten IiessoMl'üristerien, «in welchen diejenigen Gsgenstä-nde bestimmt lverden, für welche die Panis chal«i er nng schon jetzt festgesetzt wir«d. Es sind dies folgende Artikel: Leib«ensm«ittel, Bvennstofse, Text-ib und Konlfektionswaven, Papimvarcn, KautschiBoaron, «Wachstuch nuitb Wachstitchlvaren, elektrische Maschinen «u«nd Apparats olektrotechniische Bodar<fAgeigeltstö«nde, Firnisse, Oelfariben,' Par- «fümeriewaven, Kerzen, Seife, Essen, Eisen- und Metallwareu, ' Gips und (WMaren, KaM, WÄtrodelMsie, «elektrische Kohle, Glas, GlaKwaren, Zölllent, Zenventwarell, ToMvareu, Ehemi ka«Iien, Arzneiiwaven, Spiritas, BrannRmi«u und «die daraus Hergestellton Getränke, woinstvaerpsliichtige Getränke, Bier, Zucker tmd Zündkiölzcheu Bei -all diesen Gogen«ständeu «wird die 6M!clLLU8 M.Rohatyn j Wien,I. MariaTheresienstr. Ic Im eigenen Hause // * Gegründet 1900 Telephone: 20-3-63, 15-6*04: // Telegr.-Adresse: Rohatyn Börse Wien // Posisparkassen-Konto 185.684« Giro-Konto bei der Oesterreichischen Nationalbank Befugter Devisenhändler Annahme von Börsenordres für alle in- und ausländischen Plätze in Aktien, Devisen und Valuten (Prag, Budapest, London, New York) Speziälabteilung für die Berliner Börse Effektenbelehnung bis 40 Prozent Warengeschäfte Gründungen :FACHMÄNNISCHE AUSKÜNFTE M>WH»iUM»»v>r>»»i»«rM»rm»»BRnWl»nErmTiiniUirM-»nMi^ntzm»n»NW»»»iir»ii>»i>r,i«n,„>na^,' ■1 , ■■■■■■ Steuer vom Pr 0 duzeuteu oder bei der Ei«n«sichr aus «dem Auslaude bei der Zollzahlung geleistet. Für diese Gegenstände wird im Detailhandel die Warenumsatzsteuer nicht m«ehr «gesondert geleistet. Die Liste dieser Artikel dürste noch eine Erw«e-i t«er«n ng erfahren. Nicht nur die einfache Umsatzsteuer, sondern a«uch die Luxusabgaibe werden «bei di«es«r Gogen'ständen pauschalier:. Die Phasenpailschalierun«g für Textil- und Konfekt ionswaren, Papierwaren, Kautschnkwaren, Wachstuch und Wachstnch«ivaren, ele«ktrische Maschinen,, Llpparate und- Bedarfsgegeu- «stände, Firnisse und Oelphasen, Pavsümerietvaren, Kerzen, Seifen, Eisen- und Metallwaren toird, auf das eingehendste detailliert, geregelt. Die Sätze «betragen für Garne und Baumwollwaren in der Regel 3 Prozent, die Ausgleichsbelastung bei der Einfuhr in.den ureisten Fällen 3,5 Prozent. Bei einzelnen Artikeln, wie bei Leinengarnen, stellt sich die Aus«glelchslbelastnng ans 3 Prozent, be«i Jaüegarnen ans 2 Prozent, bei Jntegotveben betragt «der Satz lßT die Ausgleichs-belastung 1,5 Prozent. Bei Mölbelstofseu aus Jute u«nd Fußtchipichen 2,2, bezidhungstveise 2,7« Prozent. Bei Wolliivarerr stellen sich die Sätze Zwischen. 2,3 und 2,7. Prozent, die ZlnsgleichÄbe'lastungen bei der Einfuhr durchschnittlich aus 2,8 bis 3 Prozent. Bei Seideuwaren betragM die Sätze 2,«5 bis 2,7,.die Ausgleichs- «belastung 3 Prozent. Bei ^Herren- und .Ktrabeichüten beträgt der Satz 2;5 bis 2,8 Prozent, die Ausgleichssbelastung 3 bis 3,3 Prozent. Bei Papierwaren stellt sich der Satz aus 1 bis 2 Prozent, dce iAusgilerchsb«olastuM, auf . l,i M 2,3 Prozent. In KhMcher Weife i^i^WutWM^-wn, .WgchMch, elektrischen Maschium, Farben.. Bei Parfwmeri-otvaren und Kerzen ist die Ausgleichsbelaftun-g am höch«steu, nämlich 4 Prozent. Bei Eisen und Eis-enwaren stellen sich die Sätze ans iß bis 2,5 Prozent, die AussteichAbelastung ans 1,2 bis, 4 Prozent. Der Wiener Finanzmarkt. Die Tendenz war fest, das Illteresse im Hinblick auf die Feiertage jedoch im allgemeinen gc«cing. Die Wiener Geldverhältnisse. Die Versteifung des Geldsatzes im letzten Arrangement hat auf die Finanztransaktion an der Börse keinen wie immer gearteten Einfluß zu nehmen vermocht, da.größere Geldbeträge zu dreiviertel bis 1 Prozent offeriert waren. Es verlautet nun, daß mit Rücksicht auf die neuerlich erweiterte Arrangementzeit vom 6. April bis 16. April der Geldzinsfuß abermals 1 Prozent betragen dürfte. Es wird daher im kommenden Monat mit einer weiteren Erleichtemng der Geldsituation zu rechnen sein. Auch von den anderen Börsenplätzen werden weitere Ermäßigungen der Reportsätze gemeldet, In Bndapst ist in der abgelaufenen Woche der Zirrssatz für Kostgeld rapid gefallen. Selbst zu 6 Prozent blieb Geld offeriert. Im Leihgeld fiir Berliner Devisen ist im Zusammenhang mit dem Kursrückgang der Reichsmark eine Zinserhöhung emge- «treten. Für Berlin bezahlte man bereits, 6 Prozent. In den anderen Valuten und Devisen ist der Reportsatz ziemlich unverändert geblieben und beträgt: Für Dollar, Pfund, Lire, Schweizer Franken und Tschechenkronen 8 Prozent pro Jahr, französische Frank 13 Prozent pro Jahr, Poleumark 11 Prozent pro Monat, Dinar 9 Prozent pro Monat im Durchschnitt. Empfindliche Baisse auf dem Berliner Grundstückmarkte. In einem im „Berliner Tageblatt" veröffentlichten Artikel bespricht Dr. Lesser die große Ebbe, die jetzt aus dem deutschen Gru u dstü ckmarkte eingetreten sei. Er behauptet, die Senkung der frernden Deviserl im letzten Monate habe bewirkt, daß diejenigen Ausländer, welche in der Zeit der Hochkolsinnktur Grundstücke gekauft haben, essettiwe Verluste in der Höhe v 0 n 50.- Prozent ' und noch m e h r b n ch e n können, selbst wenn sie die Grmldstücke zu. bcufcI6m normalen Markpreisen wie bei der Erstehung verkaufen werden. Ursache für diese starke Berflairung des Grundstückurarktes sind das sogenannte „Sperrgcsetz" über. den Verkehr mit Grundstücken, welche die Genehmigung der Gemeindebehörden für den Verkauf fedes Grundstückes bestimmt, und zweitens die kommunale. Zuwachssteuer, die mnunehr in Kraft' getreten «und llvobtzk Nur für diejenigen -eine .Erleichterürrg" ein-, getreten ist, chelche als Käufer von Grundstücken, vor dem 1. Jänner 1921 ihren. Wohnsitz im Deutschen Reiche . gehabt haben. Bei solchen Käufern ermäßigt sich die Znwachsstcuer unij 80 Prozent, sonst ist sie für alle übrigen Käufer 'enorni' hoch unh.. erschwert selbstverständlich das Grundstückgeschäst erheblich.«Da die bestehende Zwarlgswirtschaft im Wohnungswesen in der letzten Zeit eine Verschärfung erfahren habe, mache dies eben-« falls den .hällserkauf nicht rentabel. Infolgedessen sei jetzt imj Gri'.udstück.handel eine große Stagnation ein^ getreten und dürfte bei W0hnh än scrn in abseH-« barer Zeit mit einer Seukungdes Preisniveaus! zu rechnen sei in Der internationale Devisenmarkt. Auf dem internatio» nalen Devisenmarkt haben sich in der letzten Zeit die Verhältnisse allmählich zu stabilisieren begonnen. Die Kursänderungen« sind im großen und ganzen geringfügig und habc>r an der garrzen Grundtendenz nicht viel geändert. Hervorhebmrg verdient in der letzten Zeit die Bewegung in ungarischen Kronen^ welche sich aber ebenfalls der allmählichen Stabilisierung zuzu-! wenden scheint. In Deutschland wird die Stützung der Mark,« wie jetzt ossiziett versichert wird, fortgesetzt. Wenn auch die Goldnlarkschatzailleihe ein verhältnismäßig mageres Ergebnis geliefert hat, so ist doch damit zu rechnen, daß die au3 dieser Anleihe eingegangenen Goldmittel für längere Zeit eine Stützung der Mark gestaten werden. Die Tschechcnkrone scheint sich auf! dem Nivearl voir zirka 15 Centinr zu stabilisieren. Es hangt! dort vieles von dem weiteren Erfolg der Vermögensabgabe ab.! Der Dinar zeigt eine konstante Entwicklung, nachdem das Ergebnis der Wählen die Gewähr geliefert hat, das; sich die Politika Jugoslawiens auch weiterhin in denselben Bahnen entwickeln« wird. Der französische Frank hat sich in der letzten Zeit etwas erholt. Es scheint hier neben den Deckungen der Kontermine auch eine Stützungsaktion der französischen Regierung cingegriffen zic haben. Erwähnung verdient noch die Steigerung des. bulgarischen Leva, der einten Währung, welche in den letzten^ Wochen sich um zirka 30 Prozent e«chöht hat. Dies scheint einer*; scits auf die günstigen Aussichten Bulgariens bei seiner Er-! Mäßigung der Reparationslasten, andrerseits auf die gute Tabakernte des Vorjahres znrückzuführen zu sein. Man erivartetz eine weitere Steigericng des bulgarischen Geldes. Allerdings^ sind heute noch die politischen Verhältnisse in Bulgarien ein wenig unklar und muß auch m dieser Hinsicht die Zukunft abgewartet werden. Die russisch-polnischen Wirtschastsverhaudlungen. Berlin, 31. März. (Tel.-Komp.) „Ostexpreß" meldet ans Äioskan: Betz den rußisch-polnischen Wirtschaftsverhandlungen in Moskau« wurden die Fragen der Ein- und Ausfuhr sowie der Organi-! sation des Außenhandels mit Rücksicht auf das irr Rußland bestehende Monopol beraten. Es wurde die Bildung von« Kommissionen für den Transitharrdel und für die bürgerlichen! Rechte beschlossen. Schwierigkeiten bietet die Arrwenduug desj Meistbegünstigungsprinzips in der Form, in der es die Polnische! Delegation anstrebt. « - ' Erhöhung der polnischen Zollsätze. Berlin, 31. März. (Tel.-Konrp.) „Ostexpreß". meldet aus Warschau: Die polirischel Regierung hat den Zollmultiplikator für die rrormalen unt)' ermäßigten Zollsätze, der bisher 3000, beziehungsweise 2000« be-' trug, auf 6000, beziehungsweise 4000 erhöht. . Verkäufe russischen Horrimaterials in Wien. Die hiesigr Handelsmission der Sowjetukraine hat in diesen Tagen einige! Waggons Hornmaterial sowie.ein Quantum Fuselöl auf dem! Wiener Markte verkauft. Das obige Hornmaterial faub vor deill Kriege in Oesterreich großen Absatz (gegen 300 Waggons! jährlich). Jetzt wird es ans der Ukraine und Rußland hauptsächlich nach Deutschland, England und Frankreich ansgeführt.i Diese Lieferung erscheint in Oesterreich als erste nach dem Kriege. Erste Donau-Dampfschifsahrtsgesellschaft. Die Erste Donarr-Danripifschlißsahrtsigeiellschaft hat ibesch'lossen, sänMiche zurzeit noch ausständigen Titres ihrer Markarrleihe ex 1886 am 1. Juli «d. I. pr Verlo-snirg zu bringen. Bezüglich der näheren Details wird auf die in «der „Wierrer Zeitung" vom 30. März d. I. erschienene PuibMabion v-evwiesen. a Börsen-Kommissionsgeschäft und Wechselstube MAG ID & <0. Wien, I., Hohenstaufengasse 17 4027 n vxcrnwrW’r ■«*«*—nv , Bon dm Warenmärkten. Zucker. In der ab-gÄansciren Berichtsiwoche Wöben Preise auf «unveränderten: Stand. Die Notierungen «karrten für Raffinade Kristall 4.75 tschech. K., Wrifel in Kisten 5,05 tschech. K., in Ganzlwaggvn ab Grenze unverzollt und unversterwrt, ferner ab Lager Wien 12.8-00 K., respektive 13.600 K. Im Arrslanlde findet man vielfach Kritiken wegen «der stark gestiegenen Zuckerpreise, nicht §u«m wenigsten in Jr-ankreich nnd den Vereinigten Staaten, aber einige Nachrichten gerben Fingerzeige für die Hausse. Diese hat danach ihrer: Ansgang in den niedrigen Preisen des Jahres 1901, die §u Beginn 1922 einen so tiefen^ Stand er- Dvichten, daß sie verschiedentlich sebbst in Kuba vu'inös für die- Erz«eu«ger waren. Dadurch kam kein MehranlbW zustande, um den alljährlich zunehmenden Verbrauch g>u decken, so daß bet Verbrauch jetzt keine germgsnden Decknwgsm'öglichikeiten in den derzeitigen Vorräten beisitzt. In Vookriogszeiten sorgten hohe Pwise stets für einen Mchranbau in Zuckerrüben, so daß vom« Oktober a>b wüder genügend Zucker für die Vev'bvarrcher vor-« Händen. Waren. Jetzt sind die Verhält«n«isse in Deutschland, den: größten Erzeuger von RÄbeuzrrcker, n«och völlig rmgeklärt, ein. Mchran'ba»: ist sehr fraglich, wenso eine Zuckerarrsfuihr. Frank«« reich und die Dschecho-iDlowaikei dürften 20 Prozent rnohr Rüben« anbaneu, Hollarrd und Belgien etwa je 5 Prozerrt, das^ ist aber« noch «lange rricht genügend, um die Zuckerprcise wieder in regelmäßige Bahnen cinlenkm z>: lasser:. Die Zuckermärkte irr Crrglarrd blieben von New-Aork abhärrgig, die Preise zogen weiter an, warerr aber Schwaicknngen« nn-terworfen. Die erwarteten Kä«uife irr Zucker, in Ostirrdien lagerred, dürften kaum n-ennenÄverte Mengen erreichen, weil die Märkte dascl«bst inKwiffchen sich sehr versteiften. Der Pariser Zuckermarkt war den Devis-enschwarckungen noch mehr als bisher unterworfen. Prompte Zucker waren «schwer vevkärtslich, die Vorräte irr den Hälfen sind ziemlich be- «l«arrgreich. Für die Errrte 1923—1024 bestand gute Frage, an- «geblich sollerr- «die Ltnl«ün«ste für tschechoslowakische Rechnung arlsgeführt wenden. Spiritus. : Das Geschäft tun hiesigen Platze gestaltet sich «etwas besser, verschiedenerler Liköre und PvovinKvare in Flaschen «fanden besseren Abisatz. Seit den letzten zwei Wochen ist anch B r e n n- «spiritns in größeren Mengen vevkanst worden. JnDentschlarrd haben-Preise für Morropoltrrnkbrarurtwein eine Erhöhung erfahren. Ätorropoktrirrkbrarrrrtwein ist rnit einem W-einigeistgeihalt von 36 Raiurrchuuldertterlen aus 9900 AA. pro Flasche, 40 Ranmhundertteilen mit 10.000 M. pw Flasche^ 45 Rannchunidertteilen ntit 11.000 M!k. pro Flasche von drei«, viertel Liter Jicka«lt e-irrschließlich Flasche iestaeisetzt worden.

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