Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1481 (28.3.1923)
- Date
- 1923-03-28
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Josefstädter-Tbeaterr Max Brod, der Autor der im Josefstädter-Theater Donnerstag den 29. d. M. zur Erstaufführung gelangenden Novität „C l a r i s s a s halbes Herz" ist in Wien eingettoffen. um an den Proben seines Stückes teilzunehmen. — Leovoldtne Konstantin beginnt an diesem Abend ihr Gastspiel. In Szene gesetzt wird die Novität von Josef Jarno. Roland-Bühne: „M a m a B l a n st e i n" stiert heute das Jubiläum der 25. Aufführung. In der Renaissance-Bühne findet morgen die remiere des dreiaktigen Lustspiels „Die Freundin einer E x z e l l e n z" von Alexander Engel statt. In den Hauptrollen sind Eugen Jensrn, Konstanze Linden, Valerie Martens und Karl Forest beschäftigt. Johann Strau ß-T h e a t e r r Täglich die Operette »Katja, dieTänzerin". Als Nachmittagsvorstellung an den Osterfeiertagen gelangt Sonntag „Die F ö r st e r ch r i st l" Montag „D i e F l e d e r m a u s" zur Aufführung. Wiener Komödienhaus: Morgen, Gründonnerstag, findet im Wiener Komödienhaud die Uraufführung der Operette „Drei auf einmal" von Oskar Friedrnann, Musik von Edmund Eysler, statt. Auszahlung Wien In Zürich notierte 8.8175 7i keniimes. die österreichische Krone . . 0.0076»/, (0.0075», am 26. März) die öfierr. kiefteinvelte Krone 0.0076 (0.0076 am 26. März) die tschechische Krone . . . 16.07»/« ( 16.07V, am 26. März) die Mark . .. 0.0200 ( 0.0260 an» 26. März) Holland.. 218.60 (213.50 am 26. März) Rew-ft'ork... 541.50 (541 °5 am 26. F ärz) London ... 25.4-0 ( 25.39 am 26. Dkärz) 5)borl5 85.70 ( 84.90 am 26. Atarz) Mailand .. 20.65 ( 20.47 an« 26. März) Belgrad........ 5.55 ( 5.55 am 26. Märzi Bukarest. — am 86. ^lltärz) Sofia.. 3.80 ( 3.70 an« 26. Marz) Budapest. 0.11V, ( 0.1.2 am 26. März) Wattchau ....... 0.0125 ( 0.0130 am 26. März) Me wWchmMhrn. Von Louis Eisenmaun m „L'Vurope Nonvelle". Die Ausfuhr ouS der Tsch-echo-Slowcvkei ’ir-d) Fra« »*r'ich belief sich für die ersten elf Monate --es Jahres 1222 auf 8-1.735 Tonnen, wogegen die tschechy-ftvwoNsch? Rep-chdik im Jahre 1222 aus Frankreich 231.000 Tonnen vinführ e. Frankreich püttiftpierie an d-'r tschecho-sloweliftl-m Einfuhr mit 2,26 Prozmi und an der Ausfuhr mit 3,22 Pr^ent. Es steht in den H-ande.-s>i>rz>^h>-ngel' -er Tschecho-S4o>wakm unter den Einfuhr!-ndarri an siebewer. un'er den?lns?.'brlönv'-rn an Raubanfrll im Uhmacherladen. Wegen eines unter nicht gewöhnlichen Umständen verübten Raubansalles hat sich gestern der 21-jährig« Kanäleigchi.se ötl-dwig Mathä vor dem Schwurgerichte zu verantworten. Me die Anklageschrift ausführt, hörte der Stadt schrrtz- -ncnm Peter A-utzimger a-m 1. Februar l. I. in Fasan^affe, daß im Geschä-ftÄ-okal des Uhrmachers David M a y e r h o f f eine Fensterscheibe «ingeschlagen tvevde. Autzinger betrat rasch den Laden und sah, daß Ludwigs Mathä ruhig, als ob nichts geschehen wäre, an dem Verkaufstisch lehnte. während Maverhchf mit Wütenden Wunden im Gesicht auf ihm zuwankte. Im Geschäfte War ein starker Geruch von Salmiak bemerkbar. -MvherhHteilte dem Wachmann mit, daß Mathä kurz vorher bei ihm erschien.'«« fei und eine Uhr, die Machä am Tag.? vorher ihm um 65.060 Kronen verkauft hat, zurücKausen wollte. Als Mayerhoff sich u-nntvandte, um aus einem SpisgeAast-chen die Uhr zu Nehmen, stürzte sich Mathä auf Hn, versetzte ihm einen SchLag ins Gesicht, sbdaß er zu Boden stürzte. Dann Preßte chm der junge Mann ein feuchtes Tuch an das Gesicht, worauf Mayerhoff einen brennenden Schmerz in den Augen sowie einen öeim^enden Geruch verspürte, so daß er kaum atmen konnte. Durch einen heftigen Ruck sei es ihm aber gelungen, den rechten Arm frei zu bekommen, so daß er das bis zum Fußboden reichende Fenster einzusch'lagen vermochte. Mcsthä gab bei der Polizei zu, daß er längere Zeit vor dem Geschäfte auf einem günstigen Augenblick gewartet hatte, um sich in den Besik der vor ktzn tags zuvor dem Mayevho-ff verkauften Uhr zu setzen. Er mußte die Uhr verkaufen, weil er den Erlös von fünfzebn Eintrittskarten einer Veranstaltung der „Sudmark" für sich verwendet habe und nun das Geld abliefern sollte. Das Urteil. Die Geschwornen beantworteten die an sie gerichtete, auf öas Verbrechen des Raubes lautende Schusldfrage mi neun Stimmen „$a" gegen drei Stimmen ,Min". Ludwig Math« wurde unter Anwendung des außerordentlichen MiLerungsrechtes zu achtzehn Monaten schwerom Kerker verurteilt. Martha Farra gegen Breitbart. Im Zusammenhangs mit der kürzlich beim Strafbezirks- Lerichr 1 durchgeführten Verhandlung über die Ehrenbeleidiguuosklage des „Telepathen" Hamch'en gegen den „Eisenkönig" Siegmund Breitbart, steht eine Chrenbeleldigungsklage, welche die in dieser Verhandlung als Zeugin vernommcne Artistin Martha Farra (Kahn), des Medium Hanussens, gegen Bveitbart echten hat und die gestern den Lcmdesgerichtsrat Dr. Arie beschäftigte. Brevtbart soll in der Vechandlung, als ihm die Aussage der Zeugin Farra vorgehalten wurde, die Aeußerung gemacht haben: „Das ist eine Lügei Alles Lüge!" Für Breitbart war Dr. Valentin Rosenseld erschienen. Die Privatanklägerin war nicht erschienen; sie ließ sich wegen Krankheit entschuldigen. Der Richter stellte, da auch ihr Vertreter nicht erschienen war, das Verfahren ein und -verurteilte die Farra zur Tragung de Kosten. «ne hohe GefAlgstrafe. Das Gefällsvbergericht in Wien hat den Schulim Sommerfeld aus Antwerpen, wett er Ende Juli 1902 versucht hatte, österreichische Noten im Betrage von 34,696.000 K. uttb einen Scheck Frankfurt-Wien auf 600.000 K. auszuführen, gemäß dem Valulenschleichhandelsgesetz zu einer Geldstrafe im zehnfachen Wertbetrage, d. i. zu 231,096.000 K>, sowie zu strengem Arrest von sechs Monaten verurteilt. Das beschlagnahmte Geld wurde für verfallen erklärt. Im Gnadenwege hat das Oberste Gefällsgericht auf 50 M >i l l i onen Kronen und.die Arrestftrafe auf drei Monate herabgesetzt. Das Geld bleibt -verfallen. vierter Stelle. Der Anteil der verschied'n'n Linde-- an d-n Handelsbeziehungen der Tschecho-Slawakei gcht rn's der nachfolgenden Sta'istik hervor. (Die erste Ziffer beze'chr-er die Einfuhr, die zweite Ziffer die Ausfuhr des anoeg7bon--n Sw-a es und -ist in Pro; n -?n ansavdrück'.) Dnu-chand U 79, 41,78; Oesterdeich 6,97, 31,85; Ungarn 6,03, 8,65; Pol-'n 5 89, 2 22; Vereinigte Staaten 6,87, 0,56; Frankreich 2,20, ZM; Niederlande 3,89, 1,16; I allen 3,00, 1,18; Ru änien 2,61, 0,63; England 1.47, 1,22. Derrts-hl rwd allcir.. ist zu m?hr als einem Drittel an dem Handelsverkehr d:r Tschech-o-Slvwakei bewilligt, Ungarn zu mehr als einem Zehntel, Frankreich hingegen nur zu einem Dreißigstel. Frankreich leidet eben un er dem Nachteil der größeren Entfernung. hrt-er Gü'er'arffe und Frachtspesen sowie darunter, daß der Vertrag von Versailles keine ausreichende Internat iona-sisiernng der Eifen-bahnroute Straßburg—Eger, einer der großen polit'.sch-wir'schas-lich-n Adern Mitteleuropas, gesichert hat. Der franMsche Export nach der Tschecho-Slowakei besteht vor-nehul ch aus Luxuserzeugniffen geringeren Unrftnaes. Die Hand-lSst^tistik r^ch dem Geldwert ergibt ein für Frankreich günstigeres Bild als nach der Gewicht smenge. Es hat seit dem Beginn der tschecho-stowikischen dl nahhängigleri nicht an Bemühungen zur Herstellung intensiver Har-dü'sbeftchunoen zwischen Paris und Prag gefehlt. Denn sich bisher noch kein rechter Erfolg eingestellt ha2 so liegt dies zum großen Teil an den bisher ungeklärten wirtschaftlichen Verhältnissen Europas. Außerdem aber sind von beiden Seiten Jrrtümer begangen worden. Welches sind zunächst die Jrrtümer Frankreichs gegenüber der T^ch-cbo-Slow^kei? Zunächst glaubte Frarkreich, die Tschecho-Slvwakoi nur als Ki/on'e benützen und aus ihr Gewinne wie beim Kolonialgeschäft herausholen zu könnm. Man kann'e das Land nich", m<m nahm cs nicht ernst und bezweifelte seine Ordnung und seirc Arckunft. Man vermochte sich von der österroich-i'ch-ungarischen Illusion nicht freizumachen und glaubte nicht an den Bestand anderer Länder. Von tschechischer Seite wurden Fchler be« garten, indem bei den ersten Geschäften die Geschäftspraktiken des Orients Anwendung fanden. Die Schikanen und das üble Prinzip, zehn zu verlangen, um sich schließlich auf eins zu einigen, mochten noch hingehen, aber die Nichteinhaltung von Verpflichtungen, die Weigerung der Uebernahme oder der Bezahlung gelieferter Ware, die Erzwingung höl)ever als der vereinbarten Preise, obwohl in der Zwischenzeit der Kccrs gestiegen war — all das war für den ftanzösischen Kaufmann und Industriellen zu viel. Sollte man sich Herstellen und es mit einer Klage vor den Gerichten versuchen, in Änem neuen Staatswesm, 'dessen Gesetze, Sprache und Menschen man nicht kannte und dessen Rechtspflege verdächtig war? Eine der Hauptursacher« dieser Situation waren die desolaten TransporlverMtnlffe. Mit der Besserung dieser besserte sich amählich auch die Lac-e. Als es möglich wurde, sich von dem Lande und seinen Bewohnern unmittelbare Eindrücke zu verschaffen, Fabriken und Geschäftshäuser zu befuchcn und sich an Ort und Stelle Ml überzeugen, mit wolchem Fleiß und Ernst dieses so alte ur-d zu>gleich so junge Volk arbeitete, berichtigten zahlreiche Franzosen ihre falschen Vorstellungen und verloren ihre Vorurteile. Verkäufe, und Besttllungm, die unmitt-elbar an Ort und Stelle getätigt wurden» sind lotM durchgeführt worden. Die Handelsveveimgungen im Ber-eir, mtt den Behörden batten den Mut, ihren LandKleuEen vorzuhalten, wie sehr sie. durch gewisse Gefchäftsprak iftn den Ruf und die Wohlfahrt des Landes schädigten, und ihnen vorzuhalten. daß die Zugehörigkeit zu einem Staat, der für ein-en europäischen gelten will, bestimmt« Pflicht-er» auferl'ege. Die energischen Bemühungen der Reginunger.» um die Herstellung des budgetären Gleichgewichtes und die Hebung der Währung sieben nicht unbemerkt. Im Verein mtt dem öffentlichen hob sich auch der private Kredit der Tschecho-Slowakei. Für Frankreich kommt die Dschecho-Slowakei als Lieferantin von Lebensmitteln und Rohstoffen in Betracht. Zucker u»d mehr noch Holz waren die ersten Produkt« des Landes, für die sich die französische Geschäftswelt zu iutervssieven be- 28. Mai 1923 __Nr. 1481 gann. Zur Zeit, da die Tschochenkrone beträchtlich tiefer u«( der Franken beträchtlich höher stand als heut«, waren dh großen Zltckerverkäufe von Staat zu Staat eine der Haupt» quellen der Devisen, die dem tschecho-slowakischen Staatsschal .zuflössen. Vöhlnifcher Hopfm hat bei nns seit dem 5kriege eines sehr erweiterten Markt gesunden und Frankreich zählt zu te* ersten Abnehmern dieses Pwdukls. Fvcmkvoich importiert aul der Tschecho-Slowakei Bich und Fleisch und hat zu gewisse» Zeiten von ihr Hnnderttaufend; von Elänsrn und Gänselebml bezogen. Aber auch die tschechischen VeredlnnsisiMfftrien fan, den urd finden gute Käufer. Die französische Lamdwirtschaf; has besonders für die beftriten Gebiete von den Prager nnt nlührisch-n shabrÄen erhebliche Menpen landwirtschaftlich^ Maschinen bezogen. Auch für andere Maschinen steht Frank reich an der Spitze der Käufer. Die französisch» Textttindustrtz beispielsweise hat 1922 in der Tschecho-SlowaLci mehr Ma sch inen gekauft als Den fföchand .und fast obensoviel wie Jta, licn. Frar'kreichs Bedarf an Fenster- und Spiegelglas, de» durch dir Zerstörung so vieler ftanwsischer Glasfabriken uni durch die Verwüstung Nordfrankreichs so schr gestiegen ist, is zum großen Teil von der altbrrühmt-en Glasindustrie bei Ts'^e-.ho-Slowalei gedeckt worden. Ebenso ist es ein Absatz; gebiet für dir tschecho-slowakische Papierindustrie, wennicht -in d?m Ausmaß, wie es seinerzeit erhofft wurde. Den Ha"ptarlikeil der sranz-'-sischef.' Ausfuhr nach de; ' Tschecho-S'owakei machen Phosphate — Kunstdünger -- aus Tun'8 a-ns. Weniger bedsuteud ist die französische Wein, ansfuhr noch der Tschecho-Slowakei. Auffallend ist/lvc^ . geri-ngerl Anteil die französischen Kolonien au den: HanLe>ls>; verkehr mit der Tfchecho-Slowakei haben, obwohl sie einz j Reihe vor Kü-ern produzieren, an denen die Tschecho-Slowa, kei Bedarf hat. Der kür-'ich«' Besuch einer tschechische Ab,; ordnung ai-f der Kolonia'au-ssiellrmg in Marseille wird, wit man hofft, günstiae Ergebnisse reitigrn. : . In einen« E^por zweig st ht Frankvöick) ohne Kon,; kurrerren da: in der Ausfuhr französischen Kap i laich. Es; ist nich! alles geschchen, was ir* dieser Beziehung Härte go schein kennen: zum Teil war die Ursache höhere Gewalt, $uu( Teil ai'.ch zu große Aenostlichkeit. Immerhin hat eine Anzcht großer vnlen«shmnngen fratizösifchrs Kapital. Die Skodafch» Trans.rk.ion ist s-einerzrit viel erörtert worden, und französi, sches Kapttal '-deckt a«-ch in verschiedenen Präger Bai-ik-en. Auöf zu anderen Finanzgruppen sind in verschiedenen Formen Beziehungen anoekr,'ipft worden. Wer diese Tatsachen beobachtet und die Perspektiven äb« mißt, dem l-eirch'et die Gemeinsamkeit der wirtschaftllichen In« tcvesson Frankreichs und der Tschecho-^Slowakei ein. Frank« reichs-gescrmle politische und wirtschaftliche Zukunft ist .mtt dem Bestand der Wohlfahrt und der Konsolidierung mitteleuropäischen Staaten verkirnpft. «vsv vM»tu Budapest, 27. März. (Priv.-Tel. der „Wiener Morgen» zeitung".) Ter Börsen rat überreichte hont« dom Finanz, minister seinen Protest gegen die geplante Besteuerung des Kostgeldes. Finanzmmister Kaltay er« klärte, daß er trotzdem die geplante Verordnung erlassm untz das Abschließen vor« Kostgelldgeschäften mit jedem Mittel erschweren w.-vde. Die Vavordnrlrg soll gegen den 10. Llpril i» Kraft treten. An der heutigen Börse wurde zu Beginn Kostgeld um 20 Prozmt angebolen. Im Börsensaal waren Kri» minalbeamte arNvcsend, die d?e betreffenden Gcüdwncherer so< fort in Haft nahmen. Daraufhin fiel das Kostgold sofort auj 8 bis 10 Prozent herab. Der Dediselrmartt In Zürich läßt das uenerlichy Steigen der Devise Paris von 3-1.90 auf 36.70 auf eine am« bewußte Stütz-nasoktion der französischen Rogieruwz schKcßrn, Cs scheint, dcß es Frankreich daranliegt, sein durch die Ruhr» aküon berührtes Prestige nicht ungürK-iy auf die Bewer ung seines Geldes arswirken zu laffen. Jnolgedessen wird jclde Kurssenörrng der 'Devise Paris auf den ausländischen Plätzen sofort korrigiert. Im Gegensatz dazu blieb die Devise Berlin vollkommen unverändert -und notierte 0,0260. Die Dev ist Budapest hat sich neuerlich von 0,12 aus 0,1160 gesenkt. Wahrscheinlich dürfte eine Stützungsaktion der ungarischen Devisen« zentrale bald wieder zu bemerken sein. Di« Devise M^iand wies eine kleine Steiger««ng von 26,47 auf 26,66 aa\ Efcheint, daß dies mit oem gesteigerten Osterverkehr im Zusarnmerhang steh . Alle anderen Devisen wiesen im großen und ganAen nur unwesentliche Aendenrngen auf. H-ervorheörma verdient n-och die Einbuße der Devise Warschau un« fünf Punkte von 0,0160 aus 0,0125. In Berlin ist mit Rücksicht auf die unverändert Haftung der Mark auf den internationalen Plätzen sbenfalls keine große Kursveränder-n« zu konstatieren. Ne-W-Aork senkte sich Von 20.862,71 auf 20.852.?3. London blieb unverändert H'ngegen sttco. Paris von 1338,14 ans 1371,56. Prag blieb rmverund.'rt. D«c Devise beffcrton sich um ein Geringes oon 29,01 auf 29,15. In Wien wurde gesteri« kein Clearing aoachaite«« Die LüdbaHnve«chandl«msen. Nach den aus Rom eingelangten Berichten gehen die Verihandmngen ihren Abschluß entgegen und dürfte die Unterzeichmnrg des Vertrages in den näciften Tagen erfolgen. Im Laufe der DerchondÄrngen scheint eine Acnderung von dem urs^rim^lichen Prc»jv5t dahin e nge treten zu sein, daß der Be rieb nicht von ton cinzeilnen Staaten ülbern-omimen wid, ftndcrn weiter privat drirchge- Wrt wird, so daß sich eine geineinsamc Privatteittrng erge-ben wird. Die Coupons sollen mtt 3,6 Goldfranken eingelost werden. Der Wiener Bankenverkehr am KarsamStag. Die Wiener Banken haben beschlossen, am San«s ag den 81. d. ihre Burea-rrs in ihren Hauplanst-rlten sowie in sämtlichen -Depositen-assen l«nd Wechselstuben in Wien gq'ck-kosscn zer halten. Für Wechselzahlungen wird in der Haupiauftast jeder Bank ei« Schalter in der Zeit von 9 bis 11 Ichr vomrittags geöffnet sein. Uebrrlrntung der Geschäfte der Devisenzentrole auf dir Oesterreichische Naticnalbank. In den« nrorger« erschemendrn Bundesgesetzblatt wird folgende Verordnung publiziert: § 1. Di« Oesterreichische Zen-tralstellv für den Zahlungsvcn'kvtir mit dem Ausland (T«visenzentrase) hat a>«n 31. Dezember 1922 zü bestehen aufgehört. Ihre Reckst« unb Verbindlichkeiten sind mtt 1. Jänner 1923 auf die Oesterreichische Nattonalbank als ihr« Rechlsnachfolgerin. überpeyangen. 8 2. Die O«,sterrcichische Natinnasbank hat die der e -der Oellerveichsi»