Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1481 (28.3.1923)
- Date
- 1923-03-28
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/2979076-2980477-2980562--14254-3000972- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Skr. 1481 Wien, Mittwoch Wiener: Movgenzeitttns. 28. Marz 1923 GewO Men Zentralstelle füx den Zahltu:gsver«!ehr auit dern Auslände (Devffenzewtrate) in: eigenen Namen «durch-nKhven und ist #it Men Rechtshandlungen «berechtigt, die «im Zuge dieser Llgui« ldienrng erforderlich werden könnten.! ' Die Zahlungsschwierigkeiten der Bohemiabank. Me ,ntS aus Prag telegraphiert wird, hat der Präsider.L der Anglofsich-echo--slowakischen Bank Kuno Sonntag sein Verwaljtnngsratsmandat «in der Bohöuä-abcmk niedergelegt. Sonntag war vor der Gründung der Anglo-tschechischon Bank Präsident -er Bohemääbank und hat auf diese Stelle erst resigniert, als er zun: Präsidenten der Aaiglovank bestellt wurde: Er Mied itut noch in: VevwaltnngKrcrt der Boheiniäbank, ohne auf «ihre Geschäftsfühvmrg erheblichen Einfluß zu nchnren. Der gewesene FinarMNiwster Sortntag hatte seinerzeit, vor ungefähr jgwoi Jahren, die Bohenwabank saniert, als diese Bank schon damals durch den Zusammenbruch einiger von ihr sinan- Kierter Nnterrrehnrungen größere Schäden erlitten hatte. Sonntag hatte damals die Sanierung der Bohemiia durch die ^Heranziehung der tschecho-ftowadischen Agrarpartei, die die agrarischen Sparkassen zn rmrsangreichen Einlagen bei der DohemiaLaivk vorar.Laßt halten, bewerfftMgt. Die agrarischen Führer Dr. Kubiczek und Rycha, die dem Spiritus- und dem Zuckerkavtell nahestanden und diese Jndrrftriekreise auch zur Verbindung mit der Bohenriäbcmk veran'laßten, übornahnren ivach den: Riicktvrtt Dr. Sonntags die Leitung «derselben. Zu seinen: Austritt aus dein Verwaltungsvat dübftc Präsident Sm.utag durch den Umstand bewogen worden sein, daß auch «die Anglo-tschecho-flowakischc Bank nnt der Bohemiaban! in Zusammenhang gebracht wurde. In einem Rundschresben dementiert die Anglobank jede sin<nlzi>elle Beßichung gm Bvhvmiabank. Außer Sonntag treten rroch drei Wertere Mitglteder ans dem Verwaltungsrat Es. Schikanen bei Geschüfstreisen in Oesterreich. Die Kaufmännische Korrespondenz meldet: Der Chef einer grojftn «Maschmenfirma reiste m:s geschüstlichen Gründen nach Ferlach. Knapp vor der Betriebsstätt« der zu besuchenden «Firma wurde er von einen: Gendarmeckepostenführer aufgesvrdert, sich zu legitimieren. Der Fabrikmrt wies nun, was «übrigers gar nicht erforderlich ist, einen gültigen Reisepaß vor. Der GerMrmeviePostensühver erklärte, diese Legitimation reiche nicht Ms, sondern es sei zumüchesteirs auch ein Gewerbeschein erforderlich and arwtierte den Fabrikanten. Erst .nach großem Zeitverlust gelang es ihm, entlassen zu werden. Die Kaufmannschaft hat wohl ein Recht daraus, von der Regierurg zu vergangen, daß die Amtsorgane entsprechend informiert toetfowt und daß derartige Uebergviffe, die eine schwere Gefahr für die Rechtssicherheit bilden, unbedingt unterbleiben. Der ungarische Banknotenumlauf. Nach dein BavkauZwe'rs des ungarischen NoteMstituts beträgt der Notenumlauf Ungarns 76J276 Millionen und hat sich, gegenüber dem letzten Ausweis um 730 Millionen vermindert. Das Portefeuille der Banik betragt 47.415 Millionen und hat um 3393 Millionen Äroner: zngenomuren. Neue deutsche Banknoten. Wie Berlirvr Mütter meldenwerden von der Deutschen Neichsbank in «den nächsten Tagen neue Neichsbanknoden zu 100.000 Mark in den Verkehr gebracht werden. — Infolge der ab>:ehlneivden GeNdansPrüche an die Reichsbank wird vorläufig von der beabsichtigten Erhöhung der deutscher» offiziellen Diskontrate abgesehen. Vermittlung von geschäftlichen Vertretern in der Schweiz. Die österreichische Handelskammer in Zürich hat sich bereit erklärt, österreichischen Firmen geeignete Vertreter für die Schweiz zu veruntteln. Dieses Anbot ist deshallbvon vesoniderer Bedentung, lveil gerade in der Schweiz die Ausivaihl «der richtigen Persönlichkeiten sür den geschäftlichen Erfolg vor: MlsWaggäbertder Bedeutung ist. Warenumsatzsteuer für Transitware«. Der Transitver- Üand teM .mit: In Ergänzung der letzten Notiz wird in: Sinne der heute erschienenen DienstanweisWg air die Zollämter, um jeden Zweifel Kn zerstreuen, bckonntgegebM. daß .für die vor dein 1. Ilpril d. I. ans den Zollagern (auch offenen Lagern) entnommenen und abgemeldeten Waren die Einhebuug der Warenumsatzsteuer den Zollämtern nicht Mi egt. Daher sind nach Auffassung der Berioan«dsleitung Waren, soweit sie bis zum 31. d. entnommen und bis pm 3. April d. I., 2. Uhr nachmittags, abgemeldet sind, nicht n:Ähr «der Wavenumsatzfteuerpflicht bei der Einfuhr unterworfen. Wien« Börse. Die Nähe der Feiertage und -der beborstoheltde «UNnw machten sich auf der gestrigen Börse fühlbar. Der Geldstnad hat sich neuerlich verschlechtert, was 'gewisse Besorgnisse der Spekulation im Hinblick auf die Prolongation herborries. Die ungünstigen Nachrichten, die «von den ausländischen Plätzen einliefen, von lvo geringe Uut>ernehnrungMst gemeldet wurde, wirkten ebenfalls verstirnmend. Doch war die Grundtendenz fest. Für Südbahnaktiien zeigte sich mit Rücksicht auf die anfarrgs eingelangten günstigen Nachrichten über «den Abschluß der Verhandlungen ein gewisses Interesse. Doch flaute später die Stimnmng in diesem Papiere ab, während die Südbcchnpvioritäten schon von Anfang im Kurse auf Realisationen zurückgingeu. Der Erfolg >der Verhandlungen ist schon seit Tagen von der Börse in den Siidbahnwerten eskomptiert worden, und so scheint es, daß auch «hier der Höhepmrlt überschritten ist und knapp vor Beendigung der Verhandlungen Realisationsneigung sich stärker bemerkbar niacht. Auch Hoffherr-Attien unterlagen größeren Schwankungen. Die Nachricht, das; der Majorität skampf in diesem Papiere sein Gide erreicht hätte, wurde geteilt aufgenournren. Die einen meinten, es handle «sich hier um ein Gerücht. Als aber bemerkt wurde, daß einzelne Interessenten ihre «Käufe sootfetzten, machte sich neuerliches Interesse für dieses Papier geltend. Sie schlossen mit 100.000. Gestern wurde;: auch ausländische Aufträge efstktutert. So profitierten die Waffenfabriksattien von solchen Aufträgen, da verlautete, daß englisches 'Kapital sich in stärkeren: Maße, an diesem Unternehmen «beteiligen »volle. Staatsbahi: bröckelten nn Verlause des Verkehres ebenso wie Südbahnaktien und Prioritäten weiter ab. Hingegen zeigte sich größeres Interesse wieder fiir BankMien, «tvelche ebm:falls fiir ausländische Rechnung > aus dem Markt genommen wurden und Erhöhungen auswiesen. - In: Schranken war nur ein germHsügiges Geschäft. Budapest intevessierte sich 'für nngarische Werte, welche infolgedessen zeitweilig profitierten. Ebeiffo dauerte die Nachstage nach Brauereiaktien unvermindert an, Gösser Bwuerel erhöhte «sich 30.000. Eim neuerliche Avance erMten die Weitscher Magucsit, welche sich um W0.000 K. echöhten. Von den Bertichrswevten - profitierten Navigazione 20.000 K. BaMvevte, wie Golleschauer Zement, stiegen um 10.000 K., Ziegelfa'briksaktien nn: 11.000 K. Bon Papievaktien verloren Brigl um 500 K.- Leykam 9000 K^ Neusiedler 45.000 K. Auf «dein Pet-roleummarkte büßten Karpathen 9500 K. ein. Die Aubündigung über die Aufftentpelung des Aktiennmninales und Ausgabe von Gratisaktien wurde Mit gemischten Gefühlen ausgenommen. Bezugs rechte: Krupp 16.000 bis lll8.000, Poster Komn:erzia«lbank 130.000,. Oesterr. Hypothekenbank 550. , Auf dem Anlagemarkte war der Umsatz -klein. Tschechische Eisenbähn-Obligationeu gaben ein wenig nach. Von den Exoten notierten: Eos 3400 bis 6800, Epple und Buphaum 26.000 bis 33.000, Erdöl 17L00 bis 18.000, Mrasniea 46.000 «bis 52.500, Steirische Braunkohle 33joOO bis 30.000.. Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener MovgtzMilnnig".) Irrfolge der herarmahenden Osterfeiertaae, was die Karwoche schon mrgekrindigt, war das Geschäft ln Chemikalie» leblos, da sich nrrr geringe Kauflust bernerklar machte, Preise hielten sich nnge--« führ auf Basis der Vorwoche. Der abwartenden Haltürra der! Käufer gegenüber zeigt sich auf Seiten der Produzenten bisher noch wenig Neigung, größere PreisermäßigMgen vorzunehmen, da der Gestehunaspreis vieler Waren noch über dem heutigen.Marktpreis liegt. In Deutschland bewegen sich die Exportpreise noch unter den JnlandSvreistn, so daß der Export heute kaum Nutzen bietet. Aus diesem Grunde machen sich in Berlin verstärkte Bestrebungen bemerkbar, einen Abbau der Mter ganz anderen Verhältnissen geschaffenen AusfuhrabgaLeu herLeizuführeu.' Hier waren gesucht chlorsaures Natron, Gellkali, Chromnatron, Äntichlor und Essigsäure. A u s g e b o t e n w n r b e n: Aetzkali 88/S2 zu 11.100 L transtt Wien, Ameisensäure 85*/^ zu 16.500 K., Bleiglätte zu 9700 §k., Bleizucker zu 15.875 trm:sit Wien, Borax kristallisiert zu' 11.400 K., Chlorkalzium geschmolzen 70/75 zu 2700 K., Chlorkalk 110/115 zu 2800 K., Chlormagnesium geschmolzen zu 9A) K., Chromalaun zu. 9200 K., Chromkali zu 18.000 K. transit, Chrom-« natron zu 16.700 K. transit, Essigsäure chemisch rein 80% zu! 18.600 K., Glaubersalz kristallisiert zu 1000 K,, Glyzerin 38»! chemisch rein zn 27.600 K., stanzösisches Harz W. SB. zu 1.40 stm^.! Franken transit Wien sowie N. zu 44 Schweizer Frauken, Minium! Bleiberger zu 9800 K., Natriumbisulsat zu 2600 K. transit Wien,« Pottasche 89/85 kalziniert z» 9300 K., Salmiaksalz 98/99 weiß! kristallisiert zu 8500 K., Schwefelnatrium 69/82 zn 64M K./ Schwefelsäure 66» B6 zn 2000 K., inländischer Terpentinöl zuj 35.000 K. ab niederösterreichischer Station, Montanwachs z»! 5800 K., Weinsteinsäure spießig kristallisiert zu 40.800 K., chlor-« saures Kali zu 8500 K., KÄi gelbblMsaures zn 55.000 K.,! Lithopon 39% Grünsiegel zu 7600 K. trmsit. O e l v u n d F e t t e. Auch in diese» Artikeln hielte sich das Geschäft in engsten Grenzen, in de» meisten Fällen« blieben Preise auf unverändertem Stcu:de. Eine Ausnahme« nrachten Speiseöle, welche sich um 200 K. auf 18.600 K. und! Kokosspeisesett um 1000 K. auf 21.000 K. befestigten. Schweine- > fett pure lard dagegen schwächte sich um 25 Punkte auf; 34.75 Dollar und Kistenpackung um 600 K. m»f 25.000 K. ab.' Rüböl doppelt raffiniert wurde zu 21.600 K. ausgeboten. Nähr- und Lebensmittel und Ko', lonialloaren tendierte« durchgehends unverändert, in de»! Artikeln Kaffee, Kakaoprodukte, Gewürze, Reis, Zucker, Kondens-! milch und Pflaumen wurde nur der dringendste Bedarf gedeckt.« T e e erfuhr eine Befestigung nm 2000 K., und zwar Panyong! Suchong auf 73.000 K. und China Moniug auf 69.000 K. Er-i hältlich waren uoch .Kakaobohnen zu 44 Schilling 6 Pence pro! 50 Kilogramm sowie Cassia lignea Bmch zu 23 Schilling 3 Pence» pro Cwt. beide Posten auf Trie" Zum öffentliche Art. 343 des H. G. B. 2600 konserven zu 11.000 K. t Verkaufe gelangten laut! Kisten amerikanische Roastbeef-« Exekutiv wurden verkarfft 2000 Kilogramm Feigenkaffee> „König" zu 8500 K. ab Men. Zum öffentlichen Verkaufe gelangen am 3. April, halb 1 Uhr,; 1500 Kilogramm Schafkäse. Der nächste Verkehrstag findet am 3. April, von! halb 12 bis halb 1 Uhr statt. MehmiMe in St. Marx. (Eigenbericht der ^Wiener MorgenMüNtz",) Borstenvieh ur rrkt. Angemeldet wurden . 2505 Schweine, aufgetrieben jedoch nur 2008, dcmmter 390 Fleischt und 1618 Fettschweine. Der Provenienz nach waren 361 inlan« dische, 136 ungarische, 1404 jugoflawische und 107 dänische. Für« Fettschweine war die Kauflust eine reserviert^ und stagnierte der« Verkehr währerü» des Vormittages fast vollständig. Gegenüber &crj Vorwoche erlitten die Preise einen Mckgang von 4000 K. prm Kilogramm. Fleischschweine blieben schwach behauptet. Es? notierten: Fettschweine 24.000 bis 25.000 K. (35.600 K.) und! Fleischscheflte 22.000 bis 26.500 K. pro Kilogramm Lebend--« gewicht.; Pferd emarkt. Zum gestrigen Markte wurde:: 27! Schlächter- und 836 Gebrauchspferde gebrächt. Bei flau«« Ver-! (46. Fortsetzung.) David Motz. Roman vom Disraeli («Lord Be-acvnSsield). AarS dom EnMchen übersetzt von G. Unna. 2. Teil. Achter Abschnitt. 1.?st:h!:eu!wehen, T-roNlPvtengeschlrretter, Pferdegewieher «nd Speeresgkmz! Es glänzt am entfewten Horizor^ wie der Ai-ovgen, wem: das Gran der Nacht strahlend in den Dag übergcht. - Horch! Der Schritt des Fußvolkes Ivie die Flut des Ozeans, itvenn sie nach und nach vordringt und bas Ufer erobert. Bon: Gipfel des Berges strmnt tote ein Fluß das Heer^herab und ergießt sich' Wer die Ebene. Streiter von Jrlda! Heilige Minner, die ihr für den Herrn kämpft! .Das Land, in dem enve Väter toeinterr und ihre Klageharsen rührten, die stolze Stadt, in «der eure Vovfahren über ihre verödete Heimat tochklagten auf feiner Ebene wiehern jetzt eure Rosse u«nd in ihre Paläste werdet ihr einstehen. Streiter von Inda, heilige Männer, die ihr für den Herrn kämpft. Vorwärts, rasch vortvärts, ihr tapferen Stämme, die Stunde ist gekommen, sie ist gekommen! Alle Versprechungen der Jahvhrmderte, alle Boranssetznngen der ftomnten Weisen, ste treffen ein in dieser wuWerbaren Strmde. Wo ist nm: des Mterdrückers Wagen, wo mres Tyrannen Purpurgelvand? Roß und Reiter sind dantebergeftiirzt, Rotz Reiter dmuedergeftürzt kl den Staub! Erhelbe dich, Rahel, ans dev Wüste; erhebe dich und' weine nicht rmhr. Dein Ku«mmer muH sich nicht «mehr im 'Schatten der einsamen Palme verbergen. Der, Herr hat das Seufzen 'der Witwe erhört, dev Herr hat «die Tram dev Mttve gestillt. Sei getröstet, deine Kinder leben «wieder auf. Siel/, steh'! Auf 'der wogenden Ebene glänzt der flinke Isriel wie- «in Stem». und der männliche Scherirah schwingt 'seinen Speer neben des ernsten JabastorL Schwerte. Urld 'er ist da, der Alisevwahlte, gefeiert von pmpchetischen »Harfen, dessen Leben «ist «lote dev Mmgenteyi; auf Zions heiligem Hügel, der Ausertoächlte, der Auser- Ivählte, der fein Volk zum Siege fiihrt, euch, ihr Streiter von Jntza, heilige Männer, die ihr ffrr den »Herrn kämpft! Ste kommen, sie kommen, sie komrnen!-: Auf den Wällen der Stadt drängten sich die. Einwohner, der Strom funkelte von zehntauferw Booten, die Basars waren geschlossen, auf den Straßen stand die Bevölkerung in dichten Reihen und dte Terrasse jedes.Hauses ivar mit Zuschauern «bedeckt. Am Morgen war Jthmnar mit seiner Heeresabteilung als Besatzung m die Stadt gezogen Jetzt nahte sich die Vorhut des hebräischen »Heeres den Mauer::, nachdem wem ste schon lange aus der Ferne gesehen hatte. Aus teim Hauptheere löste sich eine Trrippe von Reitern und sprengte in schnellster Eile vor. Auf einen: nnlchweißen Rosse, von einen: glänzenden Kriegergesolge begleitet, galoppierte Mroy «rmter den: Jubel der zahllosen Menge an das Tor. Hier lvard er von Jthamar-m:d den früheren Abgeovdneten empfangen, UM Honain lvar nicht 'dabei. Von seinen Heerführern und einer starken Abteilung der. «heiligen Wache begleitet, wurde Mroy durch die schärrsten Straßen und Platze der Stadt geführt, «bis er an: Haupteingang des Serails oder Palastes des Kalifen anlangte.' Dirrch ein weites Portal kam er in einen großen, btereckigen Hof, wo er aMeg, u>nd lvo ihn: vor: dem -Harlpt- Arann der Ennuchenwache gehuldigt wurde. Ji: der, Begleitung! seiner ersten Befehlshaber und unmittÄbarftev Diener wurde ev nun durch eme lange Reihe von Zimurevn geführt, -deren er sich noch vor: feinen: ersten Besuche mit Horum: her erinnerte, bis er in dern Saalie des großen Reichsrats.des Kalifen antan:. Hier tvarf sich der Steger auf «den PrachMlen.Diwalr des Beherrschers der Gläubigen. „Ein beqrmner Sitz nach einem langen Marsche!" riest. Alroh aus, als er den Kaffee mit den Lippen berührte, den ihm der Oberste der Amuchen in einer Schale von durchfichtigeu:, dunkelrotem Porzellan, die nrit Perlen besetzt ivar, «darreichte. „Jchamar, jetzt sage an, wie hast du die Stümmmg -der Stadt gefunden^ Wo ist der Sultan von Rmn?,"- ' „Die Stadt, o Hen', ist Whig und, wie ich glanbe, zu-! ftteden. Der Sultan und dev Kalif weilen! noch an dev- Gvenze der Provinz." „Das dachte ich rnir. Scherirah -wiE das in Ordnu-M övmgen. Laß die Truppen vor den Mauern sich lagern;! dte ^Besatzung, zehntausend Mann stark, muß Awnatlich ab-! gelöst wevdem Jthamar, du List Gonvernenr der Stadt.! Mriel befehligt die Truppen. Ehrwürdiger Jabafiox, fetzs, mir einen Entwurf über die Zivilbövwaltmpg der Haupt-« stadt auf. Deine Wohmnn; ist «das Lefohaus dev Derwische.! Tapferer «Scherirah, dir Da-rm ich keine lang«e Ruhe gönnen»! In drei Tagen nrilßt du mit deiner Heevesabteilung jerffeftsdes Flusses steher:. Es wird schnell abgetan sein. Ich sehe! voraus, daß ste nicht fechten werden. Konrmt alle morgen! um Mittag wieder 'hierher, um Rat zu pflegen. Lebt wohl!" Dte HeerMrer MgeN hinweg, der Hohepriester! zögerte. ,Menn es Euch nicht stört, Herr, bitte ich nur ein kuirzes Gehör!" . ,Ieuver Jabastor, sprich nur." „Herr, ich wollte mit dir von Zlbidan sprechen, eineuri Streiter, so tapfer, wie irgend einer im Heere. Es schmerzt! mich sehr, daß feine Dienste «durch irgend einen nngM-! liehen Zufall stets übergangen ivevt^n." , „Abrdcm, ich kenne ihr: wohl, ein tapsetev Mann, abevein Trüuiner, ein Träumer!" „Ein Träumer, Herr! Glarrbe nur, «er! ist ein -wahM Sohr: Israels, mtb eirter, dessen Glaube fest ist!" „Guter Jabastor, wir sind alle echte «Sikfjuc Israels^ Aber ich WM Mäm:er mn uüch haben, «die nicht sMst -be?- der Mitta-gsfonne Erscheirnmgen sehen. Wir müssen uns' vor Träumern bewahren!" „Trämne sind die Orakel Gottes!" „Statt Gott sie sendet. Sehr währ, Ja!bastor. Aber dieser Kbidan u-nd die Gesellschaft, zu der er gehört, findvon hochfliegenden Ideen erfüllt, die, ste aus alten Tradr-'« tionen anf-gefaßt habe::, n>elche aber, wenn mm: «danach! handeln wollte, jode Regierung unmöglich machen toiteb?y — -kl-rz» es sind gefährliche Menschetr." ^Fortsetzung telgt.^!!!? {! | r i