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Wiener Morgenzeitung · 1923-03-25 · Heft 1478 (25.3.1923) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1478 (25.3.1923)
Date
1923-03-25
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 1478 Men, Sonntag juch das Opfer unserer Verachtung, unserer Ungerechtdett, | Unserer Halbfucht werden. Menschen'. Wo denkt ihr hin? Die band dos Höchsten kann mch treffen, so wie sie jene getroffen tat. Sie wird errch tvchsen! Loset die AuSfPvüche. der ewigen Leishoit, des Mmächt-igen, der nicht Wget. Mich dünkt, ich sehe je schon zum, Teil inihre Erfüllung schon. Die Vorboten dasan sind bereits' unter euch getreten,. Der Schwi'ndeLgeistin iem, was unter den Christen das Unwandelbarste sein sollte, li« Unreinigkeit in den Sit'en, die Untreue untereinander, was friib sie anderes? Und was soll -ich von der VerdlleMmg sagen, «ie sich schon hie und da spüren läßt, da manche, lieber heidnischen Göttern opferten als dem lebendigen Gott, wenn sie hve Lüste nur ungehindert und unter eben dem Scheine von heilligjk-eü befriedigen könnten. Die Art der göttlichen Gerichte jrmgset es so mit sich, daß diejenigen, die anderer Gebrechen lwbilli-g tadeln, mit unzeitiiger Strenge ahnden, sie vorsätzlich it die Gefahr bringen, lasterhaft zu werden, am Ende selbst in iiese Fehler verfallen, ohne eben den Grad der.Nachsicht weder Set Gott noch Menschen finden zu können. Wir hassen die Juden, weil sie eine andere Sprache, mdere Sitten halben als wir. Wir vevfollgen sie, weil Gott sie, lm ihrer Laster willen, mit der Blindheit geschlagen hat, nicht stauben zu können, was wir glauben. Wir verachten sie, weil jie auf eine niedrige Weise das Ihrige erwerben. Wir drucken sie, um uns mit dem Ihrigen zu bereichern. Stählerne Herzen! Unweife Knechte! Sollt ihr so. mit xuren Mitknech'en verfahren? Wo stehet die Anweisung dazu? ikömmt euch nicht das Heil, alle geistliche, ja ielbst der größte Teil eurer bürgerlichen Glückseligkeit von ihnen? - Was wäret ihr, che das Licht, welches unter ihnen ausimy, orrch erleuchtete? Hat Gott sie verworfen, so Wissel, daß er sie wiederum in sem rechten Stamme, einpfropsen kann, um bessere Früchte zu jragen als ihr. Und glaubet, daß er es tont werde, denn er hat t§ gesagt. Und was meinet ihr, sollte er dieses zahllose Volk wohl «msonst oder nur darum unter euch zerstreuet halben, damit ihr es verachtet? Wie ging es den Aegyptern? Doch sollte such dies merkwürdige Volk nicht vielmchr zu sinem Beispiel, zu einer Warnung, giu einer Ermunterung Vteiteti" Sollte die ewige Weisheit nicht hohe Absichten gehabt haben, va sie dieses Volk über den ganzen Erdboden zerstreute? Denket dem'nach und werdet klug! Doch laßt sehen, ob ihr Grund habt, sie zu -erachten oder euch selbst? Prüfet genau! Seid unparteiisch! Es ist wahr, sie glauben nicht das, was wir tzlauben; sie glauben nicht das, was sie glauben sollten; aber sie sind doch dem treu, was sie glauben. Und ihr? Ihre Sprache lautet wunderlich, sie hat nicht den Wohl- Gang, nicht die Zierlichkeit, nicht die Regelmäßigkeit der eurigen. Freilich, ein großer Fehler, Aber sie ist doch rem von Ausdrucken, ooit Bindern, für deren wahre Bedeutung die Tugend erröten muß, von Wendungen, worin ihr in der eurigen die schamlosesten Dinge zu verhüllen wisset. Sind sie weniger gute Eltern, weniger gute Hausväter, weniger getreue Ehegatten als wir? Ich fürchte, wir verlieren bei dieser Vergleichung. Und können wir diese Tugenden an ihnen gewahr werden, ohne Merzengt zu sein, daß der Keim aller anderen bür- Wierrer: Mopgenzeitung. An unsere P. Z. Momenten! i Am 1. April 1923 beginnt ein neues Abonnement auf die „Wiener Morgenzeitung*. Wir ersuchen, die Bezugsgebühren recht- ( -eitig einzuzahlen, beziehungsweise das TrafikaLonnement rechtzeitig zu erneuern, damit, die Zustellung des Blattes keine Unterbrechung erleide. Bezugsgediihken ab 1. April 1923: Abonnement für Wien (znm Abhoren im . Expedit ober in Sen Verschleißstellen) monatlich ..§l. 28.000.— Sonnand Wochenlagsnummer ...... K. 1009.- Montagsnnmmer ...... « . , . . . A. 709.— DaS Abonnement wolle gefälligst rechtzeitig in der Nächstliegenden Verschleißftelle erneuert und die BezugsgeLühr gleichfalls dortselbst erlegt werden. Oesterreich monatlich . ...... .K. 28.999.- Tschecho-Slowakei monatlich. . . . ttchech. K. 17.- Polen monatlich .... . . . . pvln. Mark 19.909.- Iugoflawien monatlich. ... ..... Dinar 38. Denttckland monatlich . , . . ..... Mark 9.909.— Rumänien monatlich . . 75.— Kolland monatlich . . . .. . .... hott. fl. 1.89 Italien monatlich . . . . . Lire 19«- Schweiz monatlich . . . < Schweizer Franken 2.— Frankreich monatlich . * # i . . . . Franken 8.- Belgien monatlich . . . . , . . belg. Franken 8.- England monatlich. . . » » . . . Schilling 2.- Amerika monatlich. . . . . . ..... Dollar 1.- Zahlstelle«: Oesterreichifches Postsparkastenkonto ISO. 682. Tschecho-slowakifches Postfoarkastenkonto (Prag) 88.251 Polnisches Postsparkastenkonto (Warschau) 190.227. Deutsches Postscheckkonto (Berlin W 7) 108.722. Nvmänien und Bukowina: Ostbank A. D. nnd bereu Filialen. Schweiz r Schweizer Dolksbank in St. Gatten. Jugoslawien r Postsparkastenkonto (Zagreb) 40.085. Matten.: Soziela bi Credjto Commereiale Triefte» Bia Mazzini 29. Die Verwaltung der „Wiener Morgenzeitung" Wien,!!., Taborstraße 1—3 Telephon 44.028» 43.219. : l ' ' '1 gerlicheu Tugenden bei ihnen verborgen liege und nur. auf Gelegenheit zum glücklichen Ausbmche warte? Wer wie? Sie erwerben , auf eine niedrige Weise? Ja! Aber doch treiben sie keinen schändlichen. Gewinn. Und. sind sie unsere heimlkichen BÄrtogel, so machen w i r sie dazu, indem wir ihnen den Zugang zu erlauibteven Gewerben, versperren. Pie Not macht sie zu dem, was sie sockst nicht sein wüchen. Und euer eigenes Beispiel? — Wer rmte-r euch ohne Fchl ist, der werfe den ersten Stein auf sie, ihr christlichen Wucherer) Und ihr seid Glaubensgenossen, Schafe e i u e r Herde! - Fst dar jüdische Theater tot? (Eine Entgegnung.) Gvgen das jüdische Theater ist das Todesurteil gefällt worden. Der unbarmherzige Urteilsverkünder ist Herr Siegfried Schmitz, der frühere Dramaturg der Freien Jüdischen Volksbühne. Die Begründung des Verdikts ist nachzulcsen in dem unter dem Titel „Tie Tragöoie des jüdischen Theaters" veröffentlichten Aufsatz in der „Wiener Morgenzeitung" vom 17. d. In diesem Aussatze stellt Herr.Schmitz mit apodiktischer Sicherheit fest, daß das jüdische Theater in Ost und West im Sterben liege, und nur zum Trost für die Betroffenen läßt er zum Schluß einen Hoffnungsschimmer durchleuchten, daß es vielleicht dem von der Zerstreuung befreiten, auf eigener Scholle lebenden Volke gelingen könnte, ein jüdisches Theater zu schaffen.^ Bis zur Erfüllung dieser Hoffnung kann dem jüdischen Theater nicht geholfen werden. Herr Schmitz geht von der zweifellos richtigen, wenn auch etwas unvollständigen Voraussetzung aus, daß zum Theater zweierlei gehört: die aufzuführenden Stücke und deren Darstellung, und findet, daß das jüdische Theater in beiden Belangen in aller Welt versagt hat., Auf dem Gebiete des Repertoires sei die Auswahl an eigenen Stücken außerordentlich gering. Es seien fast durchwegs Milieustücke vorhanden und diese stehen bei ihm in völliger Ungunst. Die Aufführung fremder, ins Jüdische übersetzter Stücke sei wohl möglich, doch scheitere dieses Unterfangen an der Darstellung. Eigentlich könnte 'man hier stehen bleiben, denn wenn es keine Stücke zum Ausfuhren gibt, dann kann ja die Frage der Darstellung irrelevant sein. Schmitz begnügt sich aber mit dieser Feststellung nicht, sondern geht auch auf die Frage der Darstellung ein und konstatiert nicht weniger apodiktisch als vorher, daß es mit Ausnahme des Herrn Baratoff keine jüdischen Darsteller von Bedeutung gebe. Tut er die dramatischen Werk durch das Aufdrucken der Erkennungsmarke „Milieustück" ab, so versetzt er der jüdischen Darstellung den Todesstoß durch deren Einkastelüng in das Gebiet der naturalistischen Darstellungs- Weise. Ans diese Weise bringt er es zustande, das jüdische Drama und dessen Darstellung in die geistige' Rumpelkammer zu verweisen. Wie verhält es sich nun tatsächlich mit diesen beiden Fragen^ Es ist bekannt, daß die als modern anzusprechenden dramatischen Schöpfungen den jüngsten Zweig der jüdischen Literatur darstellen. Es sei auch glatt zugegeben, daß das jüdisch-dramatische Schaffen im Gegensatz zu den bedeutenden Leistungen auf dem Gebiete der anderen Literaturgattungen keine reiche Ausbeute aufweist. Für den Kenner der Entwicklung der jüdischen Literatur und der Verhältnisse im jüdischen Osten sind die Gründe hierfür klar. Da es kein modernes jüdisches Theater gab, gab es äuch keinen Ansporn für dramatisches Schaffen, ferner ist zu erwägen, daß während die jüdische Literatur verhältnismäßig rasch bei den jüdischen Massen sich Eingang verschaffen konnte, die Stellung der konservativen Masse zum Theater ausgesprochen feindlich war. Das jüdische Drama und das moderne jüdische Theater mußten sich also mühsam durch das Dickicht von Vorurteilen und Hindernissen aller Art durchringen, bis sie zu ihrer heutigen Höhe gelangten, und. noch sind nicht alle Hindernisse beseitigt. Ungeachtet dessen ist es niemandem eingefallen, von einem völligen Versagen, einer Sterilität des jüdischen dramatischen Schaffens zu reden. Es genügt hier nur der Hinweis darauf, daß das jüdische Theater, welches als Kunsttheater im europäischen Sinne ein Produkt der allerletzten Jahre ist, noch. lange nicht den Vorrat an vorhandenem dramatischen Material erschöpft hat. Vielleicht wird der Hinweis auf einige Tatsachen genügen, um die Hinfälligkeit der Argumentation des Herrn Schmitz zu beweisen. Wir lassen die strittige, Frage offen, ob von Gordins reichem Schaffensquell manches für die modern jüdische Bühne zu holen ist- und würden lediglich bei „Gott, Mensch und Teufel" sowie „Mirele Efros" diese Frage bejahen. Von dem hochbedeutenden Dramatiker David Pinski, dessen Werke . fünf stattliche Bände füllen, ist das wenigste bisher aüfgeführt worden, weniger als dies an der englischen Bühne der Fall war. „Eisig Scheffel", „Der Schatz" und „Jeder mit seinem Gotte" läßt auch Herr Schmitz gelten, die wundervollen Einakter „Glücksvergessene" und „Jesirim" wird wohl auch er schwer im Repertoire der jüdischen Bühne vermissen-wollen. „Jankel der Schmied", „Gabri und die Frauen", „Mit Siegerfahnen", „Die Mütter" haben bereits ansehnliche Erfolge erzielt. Mit einer wetteren. Reihe von Dramen jüngeren Datums I wurde noch'kein Versuch unternommen. Hierbei möchten wir j Nur' die kbeutfamc Tragödie „Der stumme Messias" erwäh- I neu sowie dir ^rmvticjcn. in Form "nd Sprache vollend-- ___^25. Marz 1923 ' Sette 2 Doch eben diese Betrachtung führet euch zu einer anderen, die nicht weniger wichtig für euch' als für sie ist. Sind sie weniger verschlagen als ihr? Sollten sie weniger Fähigkeit za nützlichen Gewerben halben als ihr? Warum laßt ilhr diese ergieibige Ouelle des' Reichtums ungenützt dahinfließen? Sehet! Sie überströmet eure A-ecker und Wiesen und reißet die Früchte eurer sauren Arbeit mit sich dahin. Ihr drücket diese Unglücklichen, um euch von ihrem Fette M nähren. Wie groß ist diese Schande! Und was.gewinn> der Staat dabei? Seid Menschen! So werdet ihr Ehr« und das Baterkland Gewinn haben. Beide bleiben und fortdauernd, und'Gott wird euch segnen; denn sollte er UnMckliche können Wcklich machen seihen, ohne zu belohnen? Nun wohlan! So laßt uns denn barncherzig sein gegeu sie, gegen das Vaterland, gegen uns fc'ßjft! Laßt sie uns ausnehmen als Brüder! Laßt uns ihnen die Vorrechte einräumen, wodurch sie nützliche Mitdlieder des Staates werden können. Laßt uns ihnen die Türen zu allen nützlichen Ge» werben öffnen! Laßt uns ihnen die Hoffnung zeigen, daß sie aus diesem Wege auch Ehre erlangen können. Msdann werdet ihr recht halben, es ihnen zu versagen, sich durch unerlaubt? Mittel zu bereichern; alsdann werdet ihr recht halben, sie als Uöbertreter zu strafen. Verstauet ihnen Freiheit und bindet sie durch eure Ge» setze! Tut an ihnen, was ihr wolltet, daß man euch täte! Und welche Tat kann edler sein als die, wodurch Menschen gelhoffen, dem Vaterlands gedient, Gott geehrt und wir salbst mit Ruhm ‘ und göttlichem Wohlgefallen bekrönet werden?" Wieland meinte, daß alle ,-gutdenkenden" Lelfer seiner' Blattes den Autor dieser Gedanken gleich, chm liielben und zu kennen wünschen werden. Wenn das Schicksal der Juden von ,-gutdenSenden" Lesern abhängig wäre, daun befänden sie sich, allerdings im Jahre 1923 nicht in.einer Lage, die vor 1ö0 Jahren ein ,Mtdenbenlder" Autor als ein«' Schande für die — anderen bezeichnet hat. s Ego. Eine Wettstatistik der Eisenbahn. Ueberall in der ganzen Welt steht gegenwärtig das ProMem der Essewbahrien im Vordergründe. In Frankreich plant man die Elektrisierung der Eisenbahn und m Afrika, Australien und in den südlichen Teilen Asiens sind große TrausversaL-Bachnlinien projektiert. Am Ende des Jcchres 1930 betrug die Länge sämtlicher Bahnlinien der Welt 1,101.000 Kilometer gegenüber 1,104.000 KKo- Meter im Jahre 1916. Dieses riesige Bahrmmtz vertäLt sich wie folgt: Amerika 51,4 Prozent, Europa A I Prozent, Wen, 10 Prozent, Afrika 4,3 Prozent. Australien 3,2 Prozent. Ick Europa rangieren die Bahnnetze ihrer Länge nach wie folgte Demichland, Rußland, Frankvcich, Englarck, Italien. Polen« Spanien. Schwede«. Tschecho-Slowaksi, Rumänien,' Belgien. Jugoslawien, Umgarn. Oesterreich, Schweiz, Dänemark und Finnland. Im Verhältnis zum . Staatsgebiet entfällt -auf jejIOO QuadvatN-lometer in Belgien 36,4, Luxemburg 20M, in der Schweiz 12,9, England 12,0,. Deutschland. 12,2, Däremarß 10,1, Holland 10, Frankreich msd Dschecho-Slvwakei je 9# Oesterreich 7.9, Ungarn 7,6, JtaLien 6,5, Rußland 1,3, Norwegen 14 Kilometer Eisenbahn. Das - Bahnnetz der Bor-, einigten Staaten von Nordamovika. beträgt 426.000 Kilometer, dasjenige von Kanada 64.000. Die meisten Eisenbahnen werden in CWe. Japan. Kanada. Aegypterx Brasilien, Argentinien und China gchaut. Bon den gesamten Bahnlinien dev Welt sind 35,8 Prozent im Besitz der Bereinigten Staaten; dann folgen Kanada mit 5,4 Prozent., Briiffch-JrHiien mit. 4,9 Prozent. Deutschland mit 4,8 Prozent." I ten und psychologisch ttef erfaßten biblischen Einakter. Schöpfungen, deren Aufführung für eine jüdische — und auch nichtjüdische — 5kunstbühne allerersten Ranges eine rühm» liche Ausgabe sind. Noch hat die jüdische Bühne vom genialetz I. L. Perez außer dem allerdings bedeutsamen Einakter „Schwestern" nichts auf die Bretter gebracht, und ein Wert wie „Wos in Fidale steckt", monumentale Schöpfungen wie „Die goldene Kette", „Bei Nacht am alten Markt" harrerj der berufenen Hand und des schöpferischen Geistes des Draj maturgen und Regisseurs, um zu einem epochalen Erfolg aut der jüdischen Bühne gestaltet zu werden. Bon dem überaus begabten Peretz Hirschbein sind, kaum einige Volks, stücke wie „Tkias Kaf", „Puste Krejtschme", „Die Newejle^ und die wundervolle Idylle „Grüne Felder" bekannt, uni doch ist die dramatische Produktivität Hirschbeins geradeztz enorm und haben bereits anderwärts Dramen, wie „Dew Schmidts Tochter" und „DoS verworfene Winkel", eine^ durchschlagenden Erfolg erzielt. Von Schalom Asch hat „Gott der Rache" mchrere europäische Bühnen erobert. Nicht weniger Erfolg erntete Asch mit seinen Pnaktew „Der Sündige" und ^Winter", seinen Dramen' „Messias' Zeiten", „Zurückgekommen" und seiner Komödie „Der Landsmann"; Die Wilnaer Truppe brachte auch trotz der mit der Aust führung verbundenen Schwierigkeiten eine erfolgreiche Dari stellung von „Ammon und Thamar" zustande, hingegen wagttz sich noch niemand bisher an Asch' große und bei allen lite^ rarischen Mängeln bedeutsame Tragödie „Sabataö-Zwi^ heran. Bekannt ist die kolossale Wirkung, die S ch o l e nj A l e j ch e m trotz der unzulänglichen Verarbeitung mit seines trefflichen Komödien, wie „Schwer zu sein a Jid", „Zeseit un zespreit", und anderen kleineren Stücken erzielt hat, nicht weniger bekannt der Erfolg, den Kobrin mit seinen „Dorff jing", D i m o w mit seinem „Schma-Jsroel" und B i n ck s mis seinem Trauerspiel „Ganuwim" erzielen konnte. K.a tz e^ n e l e n s o h n s „Karikaturen", zollte auch Schmitz sein Lob. Vom jmtgen, vielversprechenden Dichter L e j w i k wurdtz lediglich sein wertvolles Schauspiel „Schmales" mit. großen! Erfolge aufgefilhrt, wahrend sein großes bedeutsames' Werj „Der Golem" unberührt geblieben ist.- Dem Schreiber dieser Zeilen unbekannt, jedoch votz maßgebender Seite rühmlichst hervorgchoben sind die histori« schen Dramen von B e i n i s ch S1 e i tz m a n n, ebenso - big . von, M n 11 i tt Bnsic>r und Paul Ra r rb a n in sn^ndück

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