Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1478 (25.3.1923)
- Date
- 1923-03-25
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Wmmm\i ... l'l>VWW«>«.... ■■, um,.m, % 0Öte 8 SBittt, GomMg Der Grazer ShUtfeifdircUia; sag: selbst, die wirtschaftlichen EinriMungen au de« Hochschulen ,FbechauPt" Müßte« vour jüdische» Emflutz befreit werde». DaS soll geschchem zuech müssen sie vom jüdischen Geld «befreit" werden. ES Abt genug wirtschaftliche Einrichtungen für die jüdischen Studenten an den Hochschulen. Sie unerschwivglichen StvdrengebShnv. rw -te ßt-ische NedSkllenmg r Für das Sommersemeßer d«S laufenden Studienjahres tomde eine neuerliche Erhöhung sämtlicher SLudiengebühre» verfügt. W sollen nunmehr InlcmoeK^tzn KollegieugeLern das Fünffache der fiir das Win^eiD-ster geltenden Ansätze, die Ausländer -a§ Sechsfache der ZmÄldergeLSHren entrichten. Demnach wirein Inländer für eine wöchentliche Vorlefungsstunie 4600 K., ein Ausländer 27.000 K. zu bezahlen haben. Im gleichen Verhältnisse erhöhen sich die übrigen Studiengebühren, Prüfungs- und Laboratorientaxen. Diese .Erhöhung macht Hunderten jüdischenHochschülern die Fortsetzung ihrer Studien zur Unmöglichkeit. Von den imGesauüverbande jüdischer HochMler Oesterreichs „Snbaa" organisierten 6000 Hochschülern sind es 600, die. einen Betrag von 13V.V0V K. <Jnländer), beziehungsweise 78V.00VK. (Ausländer) «nd 1,101.000 K. Chemiker, Mediziner, Techniker) nicht Stahlen können. Diesen jüdischen Studenten droht die Gefahr, daß sie ihr Studium knapp vor der Absolvierung werden aufgeben müssen und so «m Vfe Früchte Hier Arbeit gebracht werde«. Dies muß verhindert werde»-'! Der Jüdische Hochschulausschusi hat in jeder» Semester für die ärmsten Kollegen Studiengelder gezahlt. Die Höhe der jetzt zu leistenden Beträge, Mangel an zureichenden Geldmitteln, die Sorge um die Erhaltung der lebenswichtigen Institutionen der jüdischen Studentenschaft, wie Mensa academica judaica, Studeutercheim, Krankerchilse, Lehrerbehelfe-Aktio« «. a. m. erlauben es dem Jüdischen Hochschulausschuß nicht, in diesem Semester Studieugeldunterstützungen zu gewahren. Der Jüdische Hochschulcmsschnß sieht sich darum gezwungen, an die gesamte jüdische OeffeuÜichkeit den dringenden Appell zu richten, helfend emzugreifen. Millionen betrage sind erforderllch, um 600 jüdische Studenten vor dem schmerzlichen Verzicht auf das Studium zu bewahren Md ihnen zum Weiterstudimn Md somit auch zur Gründung einer Existenz zu verhelfen. Der Betrag kcm» aufgebracht werden. Wir hoffen, daß die Mische Oeffenüichkeit die Mische Studentenschaft, die allseits angefeiudet, aus sich allein gestellt ist, nicht im Stiche lassen wird. Der Erfolg soll zeigen, daß die Mische Studentenschaft sich in ihrer Hofftwng nicht getäuscht hat. Obrrrab. Dr. H. P. Ch rj es, Uuiv.-Prof. Dr. S. Ehrmann, Sch. A.'Fleischer Mr das Präsidium des Jüdischen HochschulausschusfeS. Richard Beer-Hoffrnann. Du Julius Bermann, Notar. Richard Bettelheim, Pro-- kurist d. Bankhauses S. M. Rothschild. Univ.-Profeffor Dr. Ludwig Braun. Hilipp Broch, Direktor der Verkehrsbank. Dr. Artur K u r a u d a, Präs. d. Israel. Allianz. Siegfried Landsmann, Großindustrieller. Dr. Moritz Laub, Medizinalrat. Max L a w e tz k y, Großindustrieller. WienM MveWftWMns. Wien, 1. Bez., Wildpretmarkt 2 SHodeles <Ddson‘ ZMany Jßezoit Rohes, Kostüme, Manteaux, Teagorons et Fourmres Vulefon 65.373 {Feinste SKassanferiigung 10000 Verkauf von fertigen SKleiJem WkSMEMK Dr. Jakob Ehrlich, Gemeinderat der Stadt Wien. Prof. Dr. S. Frankfurter. Rabbiner Dr. David Fenchtw a n g. Prof. Artur Freud. Dr. Desider Friedmann, Vizepräsident d. Israelitischen Kultusgemewde. Hoftat Dr. Siegfried G e r stm a n n, Direktor des Zentraltaramtes. Ignaz Glück, Börserat. Heinrich Glücksmann, Dramaturg d. Deutschen Volkstheaters. Alfted Grünfeld, Kammervirtuose. Univ.-Prof. Dr. Max Hajek. riniv.-Prof. Dr. Wilhelm Jerusalem. Paul Karpeles, Großindustrieller. Klemperer, Kommerzialrat. Univ.-Prof. Dr. L. K ö n i gst e i n. Lazar Krestin, akad. Maler. Anitta Müller-Cohen. Univ.-Prof. Dr. Heinrich Reumann. Dr. Julius Ofner, Rechtsanwalt. Uuiv.-Prof. Dr. A. Pick, Präsident d. Israel. Knltirsgemeinde. Dr. Leopold P l a s ch k e S, Gemeinderat der Stadt Wien. Dr. Bruno Po llak-Parnau, Gemeinderat der Stadt Wien. Oskar N o s n e r, Großindustrieller. Felix Salten. Artur Schnitzler. Dr. Rudolf Schwarz-Hill er, Gemeinderat der Stadt Wien. Oberbaurat Ingenieur Robert Stricker. Hoftat Rudolf T a u s s i g. Dr. Josef Ticho, Rechtsanwalt. Dr. Ludwig Werner, Zentralinspektor der österr. Bundesbahnen. Julius W olf s z o n. Adressen für Geldsendungen: Jüdischer Hochschulausschuß, Wien, 9. Bez., Zimmermannplatz 8, Postsparkasieükontor „Gesamtverband' jüdischer Hochschüler Oesterreichs, Judäa", Nr. 68.763; Wechselstube Mserstraße der Anglo-Oesterreichischen Bank, Konto „Jüdischer Hochschulausschuß" tmd Administration des Blattes. Karl I BerbetAbomwuteusürdie | 1 „Wiener Morgenzeitrmg" 1 Kinrzerte. Ein außerordetttliches Symphoniekontzert -des Wiener Tonkünstlerorchesters machte mu einem neuartigen Divigentenjypus bekannt. GeneralnrusMirektor Hans Knapporlsb us ch, der als Nachfolger Bruno Walters die Münchener Staatsviper Met, hcck Me Virtuosität darin erreicht» auf jede äußere Virtuosität des Dirigenten zu verzichten. Er ist weit mehr Mimiker, 'der mit seinem suggestiven Menenspiel das Orchester beherrscht als Taktschläger, 'der sich durch weit ausladende Gesten bemerkbar macht. So beschränkt er sich auf die notdürftigste Zeicheurgebung und der stürmische PuMkumsersolg bestätigte seine Methode. Der junge, überlegene Orchestevkenner ist ein eminenter RhythmÄer, dessen Einsätze haarscharf gerate», er verficht sich aus Oekonvmie der Mittel, aus Üe-bersichtlichkeit Lm Aufbau und in der GRederung. In Bvcchms' F-Dur-Syntphonie war «der Brahmssche Grundcharcckter. glücklich gewahrt, Beechovens Eroika lütt unter allzu starcken Dehnungen und willkürlichem Kontrastwirkungen, in denen eine verstandesmätzige Auslegung deutlich hewvortrat. — Kr.appertsbusch'knappe Dirigiermeth^re, die gelegentlich auf jede Zeichengebung verzichtet, regt zum Nachdenken darüber cm, ob denn der Orchesterdrvigent eine prinzipielle! Notwendigkeit ist. Eine führende Persönlichkeit ist wohl zmn Einstudieren immer nötig und die großen Chor- und Orchestevmassön etwa der Neunten Beethoven- oder der Achten Mahler-Shntphome können ohne Leitung keinen Zusammenhalt finden. Andererseits wisien wir, daß sich ein gut diszipliniertes Orchester von einem schlechten Dirigenten rächt aus dem Gleichgewicht bringen läßt, daß ein geschickter Konzertmeister einem dilettierenden Dirigenten mitunter aus der Verlegenheit Hilst, daß ständige Dirigenten eines Orchesters dessen Sicherheit und ihre eigene Routine gern damit erwölftn, daß sie mitten im Satze den Taktstock niederlegeu und das Orchester für eire kleine Weile sich selbst Merlassen. Ter Nachricht aus Sowjetmßländ, 'daß dort' in jüngster Zeit die Orchester ohne Dirigenten 'spMett, stcheü wir einigerntaßen skeptisch gegenüber, andererseits'spielt bekanntlich jede Kantmermusikvereinigung unter einen: Prrmavins oder Pianisten ohre offizielle Führung, ob es sich nun um ein Oktett, Nonett oder einen noch stärkeren Klangkörper handelt, wie ja auch in der älteren Musik vielfach vom Cembalo aus das Orchester geführt wurde, wie ja auch noch Konzeridirektor Ferdinand .^d.ve gelegentlich als Solist eines Brahms-5Aavierloijyx::, vom LLavlor.MiL 1Mtzk.Sa..waL.ÄSw..Mch sonst ein festbegvimdetes Symphonieorchester, das vor nicht zu schwierige Awfgadeo gestellt fft, ohne Dirigenten sein Auskommen finden, unter der Vorautzfetzung gründlichster Probenarbsit, wie sie etwa im Rose-Quartett noch geleitet wird, in unseren großen Orchestern jedoch aus wirtschaftlichen Gründen leider nicht möglich ist. Der feinere Schliff, eine regere Dhnaaml und AgogÄ können freilich nur durch einen hervorragenden Dirigenten erreicht werden, dessen Wnstlevisches Temperament fluÄmmgbvlch ins Orchester cmsstrcchlt. Ms solche DirigmtenpersönlWeÄ lernten wir den Kinigsbergsr GeMMlMiustkdive^ Ernst Kunwald schätzen. Seine Heimat ist Men, und so ist es nur natürMch, daß er erst auf dem Umweg Mer Deuffchlcmd und Amerika zu uns gelangte. Anders als Knappertsbusch macht er sich durch recht energische Zeichengebung bÄnerbbar, was seinen Fähigkeiten keinen Abbruch tut. Gr dirigierte mit großem Schwung die Erste Symphonie des Finnländers Johann Sibeli-us, ein Jugendwerk, m dem das sche symschonische Gefüge durch einzelne intewsfante Episoden «setzt wird. Einflüsse Mendelssohns, bei dem ja ein gut Teil der älteren nordischen Komponsitengenevabion in die Schule gegangen ist, machen sich neben solchen Beethovens urd Griegs bemerkbar, in den Paukenschlägslr des Scherzo ist Anton Bruckner sein Lehrmeister. Frau Beva Sch apira, die Solistän des Konzertes, ist in Wien ein seltener Gast geworden. Um so herzlicher war bti verdiente stürmische Beifall, den sie nach dem Bortrag eines LWschen KlladreÄonzerts einheimste. Wr wisien nicht, welche Pianistin sie derzeit an Elan, Energie und Brillanz der Technik über- 'Met. Richard Strauß ist der beste Dirigent seiner eigenen Werke. Wenn ganz ausnahmsweise das p h i l h a r m o n i s ch e Orchester zu seimr Verfügung sbcht, seinen „Don Quixote^ aufführt und Fviodpich Vuxbaum das Eellosolo „singt", gibt es ksinevlei künstlerische! EmwendüWen. Am 8. März 1898, also gerade vor einem Vierteljahrhundert,. erlebte das Werk seine ErstauWhrung, das noch fyettte in seiner kühnen Tonmalerei und in fSirer realistischen VcwiatiomNschildemng ganz modern kliingt, während manches Werk der sogenannten „Modernen", das wenige Jahre alt ist, bereits um Jahrzchnte ge- •cdttcrt ist. Weniger Sympathien haben wir sür SttMlß' uns neue Orchestergesänge „Notturno" nnd „Nächtlicher Ga^, vom Kammersänger Alfted Jerger ausdrucksvoll gefuuaeu wurdeiu Gegenüber denr symphonisch geführten Orche-ste^8as .Mt .Straußschqr MMeMajtCbcmakteriitck nackElu. ha> 25. Marz 1923_R«. 1428 GedmlM über das Schicksal der 3«de«. WaS Wieland vor 150 Jahren schrieb. - Es hat wohl kaum eine Zeit gegeben, in der die gavs eigentümliche Stellung, die das jüdische Volk in der VMev familie oingenoimnen, nicht Anlaß zu ,Medanken über dar Schicksal der Juden" gegeben hatte. Unsere Zeit macht da wahÄ lich keine Ausnahme. Wenn wir heute an dieser Stelle ein» vor ISO Jahren in Wielands „Deittfcher Merkur" unter diesem Titel erschiene)^ Betrachtung Abdrucken, so drängt sick uns aber auch der bittere Gedanke auf, daß es den Arisch ei r habe, als ob die Welt, was die Stellung zu den Juden bet risst inzwischen nicht nur 160 Jahre vorivärts, sondern, mngekchrh znrückgeschritten wäre. Im Jahre 1776 hat Wieland feine» „Deutschen Merkur" ins Leben gevuifen, eine Zeitschrift, ati deren Mitarbeiter damals die herborrageudsteu Denker unfc Dichter, die besten deutschen Schruflsteller erscheinen und die dadurch die tiefste Wirkung auf d>ie ^bildeten Kreise Deutsch, lands zu Wen veruiochte. Und der Herausgeber des „Drurtschev Merkur", Wielaich, damals unbestritten der gefeierteste Dicht« seines Volkes, druckte nicht allein diesen Artikel ab, sondern schickte ihm eine Einbegleitung voraus, in der er sagte, er sei ihm „von einem Ungenannten eingesandt, den alle gut denken« den Löser des „Mercur" mit mir lieben rurd zu lernten wi'ni, scheu werden". Rückhaltlose^ und enchus.iastischer konnte sich Wohl Wieland mit diesen AuWhrungen — die wir mit ge« ringen AnUassungen itnÖ> nur mit geänderter Ortha^ graphie wiedergeben — nicht identifizieren. ,/Der Verfasser der Reisen eines franzöisischen Offizien, nach den Inseln Foankreich, Bourbon und dom Vorgebirge der Guten Hoffnung, hat vor einigen JÄhren zur Ehre der Menschheit die Drangsale, welche die Mohrettsklaven vott den Ettropäern in jenen WÄtteilen ertragest müssen, mit so lebhafteg! Farben geschildert; er hat ihre Rechte als Menschert mit so vielem Nachdmck verteidigt; er hat ihren Peiuigem so kräftig, so rührend ans Herz geredet, daß er, tvemtgleich die Redlich^ keit seiner Absicht verkannt und sein Zweck von betten vernach-, läsiigt werden sollte, die in dieser wichtigen Angelegenheit des utenschlühen Geschlechts entscheiden können, dennoch allen! wahren Menschenfreunden unvergeßlich fein wird. Er hat uns seinen Namen verhehlt. Dies bedaure ich. Wie merktvürdig würde mir dieser Name sein! Er ist geadelt — durch eine Tay! die der Menschheit zur Ehre gerecht, und welcher Monarch au§ Erden kann höher adeln? Eine freudenvolle Gmpsinduwg durchströmte mein Herz als ich einen solchen Menschen erblickte. Zu bcckd aber lvach sie von einer schmerzlichen Verdvuuigen. Gewohnt, Betrachtungvnj ansnstellen über das, was ich lese; gewohnt, die neuen @in*j sichten, die ich dadurch erwerbe, auf dasjenige anzuwendett^ ivas ntir und meinen Mtbüvgern wichtig sein kann, leitetq mich die Folge udeiner Gedanken auf jene» fast u-nzäMbaren Haufen, der mitten unter uns, die wir Christen, das ist, tvenui ich nicht irre, solche Leute sein wollen, wenigstens sollen, diej Var allen Dingen herMches Erbarmen üben, in der höchsten moralischen UngNckseliBeit leben muß. Das Herz blutet mir bei diesem Anblicke. Ein Volk, von allem beraubt, was Trost ldes Herzens, was Ruhe der Seelen, was äußere Sicherheit lvas cnchmmtternde Aussicht in die ZuDunst kann genannt! werden, muß, als wäre es noch nicht bedau-MlZwürdig geuug^ es die Srngstimme in den beiden Nachtstücken nicht leicht, wer-! den doch im „Nächtlichen Gang" alle Klytämmstra-Sch a uct der „Elektra"°Mnssik lebendig. Absoluteste Musik, die aus Mübigem Herzen kommt und keiner Revision durch den kvitischett Verstand bedarf, hörte inan bei der Reger-Foier des R o s e - Quartetts. Schon zu Leb-! zeiten Negers, als er noch als barock und verworren bekämpft wurde, setzte sich Rose für chn ein und Reger vergalt chm dies mit der Widmung der Suiite op. 93 für Violine und Klavier. „Suite im alten Stil" nennt Reger diese dreisätzige Vrolittsouatc, in der sine archaisierende Melodik sich mit einer ganz moderttett Harmonik verbindet. Vater Rose vereinigte sich mit seinem Sohn Alfred, einem vortrefflichen Pianisten und Mn-! siker, zu vorbildlicher Wiedergabe des Werkes. Vorher lauschts! man svgrifsetr dort Klängen von Rogers Fis-Moll-Qitarictt' op. 112, desseit Adagio zu dett herrlichstett Einge'bungeit der! Kantnterntusik gchört. Eine anspruchslose ttaiür'iiche Begabuttg für Kaumter-j musik offenbart Rudolf Polsterer in seinem Trio sür! Geige, Horn und Klavier wie auch in seinent Sextett fiir Klavier <iutb Blasnstrunteute. Es ist Harntottiemusik, die dem, polyphonen Satz aus dem Woge gchl, sich schlicht ins Gemüt! singt und sich Schuberts Oktett nachschnt. Für das srolMntute! Hovtl, das er mit besonderer Vorliebe behandelt, hat er ge«! radezn eine Paraderolle geschrieben, aber auch die Bchandluug der übrigen Jnstrummüe, ettva des nörgelnden Fagotts, verrät Wohlvertrautheit nri-t> ihrer Jitdividtvalität, Prof. Jofef Sulzer begeht sein fiinfzigjähriges Küusft lerjnbiläum. Gleich fsir.ent Vater Salouton Subzer, der feilte Teiluahnte am Barrikadenkampf des Jahres 1848 mit einer Freiheitsstrafe büßen mtlßte, und sich m\t feinem „Schir Zion" bleibende VeMetlste um die Sammlurtg uttd — in ihrer modernen Harmonisierung freilich tticht stilgetnäße — Bearbeitmtg der jüdischion Syuagogalmusi! erwarb, darf der Sohn au seinem Lebensabend auf eine Fülle 'fruchibarer Arbeit surückblickeu. Jahrzehlilelang war er als Solooellist eure. Stütze des Pydlharmonischeit Orchesters, lind noch ün Vorjahre erfteltte er ditrch seine Mttwirlnng beim neu begründeten Zimbler-Quartett, das nur kltrzcn Bcstaind hatte. In einer ihm zu Ehren veranstaltetelt Festakadentie, die durch die Mitwirbltng des Altmeisters Alfted Gr ün selb besonderen Glautz erhielt, wurde er als Virtitose uttd als Kolnponist wirkltltgsvoller empfunde«! oer Celloilücke ae^'.'",elld gefeiert. Erlvm Ke-lbe«.