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Wiener Morgenzeitung · 1923-03-18 · Heft 1471 (18.3.1923) · p. Seite 13

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1471 (18.3.1923)
Date
1923-03-18
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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'iirp . lUUihniliniTmii Nr. 1471 Wien, Sonntag _ ,-> Wiener Morgenzeitung 18. März 1923 Seite 18 WM In Zürich mutz die seit einigen Dagen beobachtete Stabilität der Devise Wien Ausfallen erregen. Es scheint, daß sich hier um eine offizielle Mtion der DerUschen ReichAH-arck fomfoelit, welche die Devise Wien von allen äußeren Einflüssen wahren Mid sie auf dem stabilen Niveau zu halten versucht. Im Gegensatz dazu ist die Devise Paris wieder um ein Geringes gesunken, von 33.90 auf 33.70. Die Devise Warschau besserte sich von 0.0118 auf 0.0185. Auch die Devise D-ien wies eine Keine Senkung von 0.007476 auf 0.007450 auf. In Berlin sind mit Rücksicht aus die sMile Haltung der lKeichsnrark nur unwesentliche Aenderungen seslznstetten. gen lauten für amerikanisch in Fässern zu 10V Kiloararmn 26.000 K., inländisch 27.600 K-, Pr-mm holländisch in Paketen 32.500 K., holländischer Ka'kcw-Butter 66.500 K. Der dmtsche Markt lag ruhig. Die Preise auf Abladung sind dllrchtvegs unverändev. Superior Bahia schwmmrend war mit 41 Schilling 6 Pence' eis und franko aiMboten. Reis. Auch in diesem Artikel blieben Preise aus uMeräud.' r cm Stande. Zu D-arkte kamen Saigon 1 zu 5100 K., Bunna 2 zu 5350 K., italienischer 1 zu 7600 K., italmüscher Bruchreis zu 4W0 K. . tm Auslande ist das Geschäft still. Es kommt größtenurma 2 aus den Markt. Preise sind unvercinder. Bruchreis ist knapp. Wiener WarevMse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Chemikalien. In der Berichtswoche war der Chemikalienmarkt ohne kesondere Bewegung. Es zeigten sich keine äußeren Anregungen, die zu einer lebhaften Geschäftstätigkeit Veranlassung Men; es kommt dabei noch in Betracht, daß sich derzeit fast ille Valuten, mit Ausnahme der ungarischen Lkrone, ziemlich tbabikl verhalten. Importe aus Deutschlland werden jetzt durch die dort bestehen<den ziemlich hohen Preise sehr erschwert, und der Handel in chemischen Rohprodukten wird speziell bei den direkten Importen fast nur mehr in den schweren Westvaluten purchgefi'chvt. Im allgemeinen wivkt die St-cch'llisieruug der österreichischen Krone autzerondenilich erleichternd auf den ganzen ChemikaliemnarLt ein, da damit e-Mich sichere Grundlagen für jede KaMulation getschaffen ivorden sind. Nach wie vor aber wird durch die GeMnapHock eine größere Umsatztätigkeit beeinflußt, wodurch es erklärlich wird, daß unter den Tages-! und Nachijchaiffungspreisen augebotene Ware von dem Markte' i nicht schlauvweg ausgenommeu werden kann. Es bleibt noch adxuwarteu. welchen Einfluß der erhöhte Judex mid die E'mlführung der Waremtmsatzstener auch aus den Clhe>mika!iennrarkt nehmen wird. Der Piaraffinmarkt zeigte keine besondere Bewegung und Lag unverändert fest. Es machte sich etwas Nachfrage bemerkbar und da die vorhandenen Bestände nicht groß find und die Ware jetzt überall in sehr festen Händen liegt, erscheint ein geringes Anziehen der Preise nidj’t ausgeschlossen. In den anderen Wachsen ist die Situation ziemlich unverändert, Care sin, Bienenwachs, Japanwvchs lagen ruhig, Carnaubawachs war gesucht, Montanwachs wird in Ankbecträcht der noch weit unter dem Nachschaiffungsprois liegenden Notierungen von der Spekulation in großen Posten aus dem Markt genommen. Das Terpentinötzeschäst war in Anbetracht der einsetzenden Saison ziemlich Leibihaft, das inländische TerpentinÄ hat weiter etwas angezogen, die Notierungen liegen noch unter den Preisen des fvanzÄ!',schon und amerikanischen Terpentin- Nles. so daß Importe di^er QuEäten deiAeit rioch unikonvenaibel erscheinen. Auch die billigeren TerPentinölfortM find anziehend, da sie im Preise gegenüber den hochwertigen Qualitäten derzeit ziemlich zu rückgeUi eiben sind. In Harz' zeigte sich lwhaste Nachfrage nach prompten sranMisischen Typen. Das Geschäft in inländischen Sorten war befriedigend. Die Preise sind etwas gestiegen» speziell die ertva-tteten französischen Importe werden sich mwedingt wesentlich höher stellen, als die derzeit in Wien noch aus alten Beständen ibesilMche Ware. Der Schellakmarlt log ruhig, die ausländischen Notierungen haben wieder etwas angezogen. Kakao. Das Geschäft bewahrte auch in dieser Woche seine bisyerige Ruhe, wobei Preise unvorändert blieben. Me Notiemn- Oesterreichische Nationalbauk. Laut einer riestern in der „Wiener Zeitung" verösfentlichien Kundmachurrg acht ^die Oestervcichische Nationalban? <nvf 9!amen lautende, durch Giro übortra^bare Interimsscheine für' ihre Aktien aus. die se'merzöit nach Fertigstellung der definitiven Aktientitres in die Aktien muge^uscht werden. Die Aussolou^g der Interm'.Lschc'ne an die Zeichner erfoigt om§>Mef-Äch durch die Zeichnunasstellen. Zeichner, die In!e.rin,M)eine für die von ihnen gezeichneten Aktien der Qestarroichischen Natftnalbank zu beziehen wünschen. Müden sich daher ehestens au jene Stellen zu wenden haben, bei welchen sie die Aktien gezeichnet haben. damit die betreffenden Ze-ichnu-ngsstclien den Bodarf bei der Oesterveichischon Nationalbank ansprechen kann.'«. Es ist beabsichtigt, icn.n Zeichnern. Ae Innr'.msscheine nicht beziehen, die defi'uibivcn Aktienstücke seinerzeit auf demselben Wege, das ist ebenfalls durch die Zei-chenstellen. zukonnncn zu lassen., wogegen die Besitzer von Interim den Umtausch dieser g>egen die Aktien auch divcckt bei der Hauptar.stM der OestervsichWen Nationalbank in Wien werden durchführen können. Der Aufschlag auf die Einkommensteuer Pro 1921. Auf Grund mehrfacher Anfragen teilt das G-rMn.inm der Wiener Kanfmannschast mit: Gamäß einer im Juli vorigen Jahres erschienenen Perordnnng sind die Zahlungen ans die Eir-- kommenstener pro 1921, soweit sie nicht binnen der Bekenntmsfr-ist, also bis 31. März 1922, gsleistet wurden, mit oinsm 59prozentigrn Aufschlag zu entrichten. Die in den letzten Monaten an die Steuerträger gelangte- ZMunasaufträc-e pro 1921 enthalten mm gewöhnlich auch die Dorschrsibuna dieses 50prozen'igen Aufschlages. Wie eingangs erwähnt, ist iedoch der Zuschlag nur soweit zu entrichten, als nicht schon während der Beienntniisfrist eine Vorauszahlung geleistet wur-de. Es empfiehlt sich daher für die Empsärger solche Zahlungsaufträge. vorerst beim Stenera-'n-t zu erheben, welche Bovaüszahlungm sie zeitaevecht für dieses Iachr geleistet haben, damit nur von der Differenz zwischen VorernzahlmMn und Vorschrorbung der Zuschlag entrichtet werde. Die große Bölkerbundauleihe Oesterreichs. Die Verhatwlungen im österreichischen ^manz-mimsterium mit den äusländischm Delecherten über die große Völkenbundanleihe sind mnrnrchr abgeschlossen. Boi -diesen Beratungen hat es sich hauptsächlich davum ftehandelt. den Anleiheplan auszuavbeiten. der nunmeihr dem VAkerbiM>komitiee zur Genehmigtmg vorgrkegt werken wird. Der Völkerbund hat seinerzeit rur die kuMvist-igo Anle-lhe genehmigt. In Paris insbesondere hat man sich auZdvücklich vorbchalten. die Entschuldung über die B8rsen«Komn)lssIonsges€!iifi und Wechselstube MAGID & Co. Wien, I., Hohenstaufengasse 11 4027 langsvistige Anleihe für Oesterreich erst im gegebenen AM», blick treffen zu wollen.'Nachdem nunmehr im'österveichischen ft-inanznoinistsrinm rnr Verein in-it den Völk evöurcddeleg!ert en das Schemafür die großem Bölkerbundnnleihe ausgearbeite^ wurde, werden über dieses nunmehr die BerhandlurdN mih den einzelnen Negierungen boginnen. die sich cm der avoßenj BÄlkwbundanleihe beteiligen. Auf Grund des Ergebniss-e^ dieser Beratungen mit den einzelnen , Regierungen tvicd dann die Zustiminung des VölkerÜu-Momiioes zur langfristigen großen VölkerbundanleHe angesprochen werden. Es handelt sich um langwierige BerhaMawaen. Wiener Börsekammer. In der gestrigm unter dem Bor» sitz des Präsideni-en Bernhard Popper-Artberg ' ahciedalteueu Plenarsitzur.'g bet Wiener Börfeknunner tvnrde beschlossen, die Abwicklung der ans der BorkrKgszeit noch schwebenden Schlüsse in T-evise London durch eine Kundnrachum der Wiener Bör-sekammer in der Weise zu regeln, daß 30 Prozent des ge-schlosseneu Psnndbetrages am 29. d., die rcstlicherr 70 ProzE in sieden grick-er-, jeweils, am 1. Juli und L. Jän ner fälligen Halb'ahrsraten, beg innend mit 1. Iull k923, ohne Zinienve'rgürn.ng in a Vista-Schecks auf London zu liefern sind. Im Zlriammlerchano mit einer Nrzlich vom Wiener Börsevereiu abgchal'-enan Eugnete über die Frage der Tagge-bd-er brachte Herr Börserat Straffer einige Mom-enw zur Sprache, wslche als Ursache der gegenwärtig herrschenden 6)eldknappheit anpifthnr seien und krüpfte hieran mehrfache Anregurvgrn. Hieran schloß sich eine eingehende Diskussion; Pie wertere Behandlung dieser Fragen wurde .dem Notiernngskoinitoe überwiesen. Ferner tvurde eine Reche von Not-ier-uugsgosnchen und Vevwalltnngsargelegenheiten erledigt. Die Südbahnverhandlnng in Rom. Aus Rom tvird telegraphiert: Zu den Verha-ndlurgen der Südbahukonferenz sind Dizeprälsident der Krcdita.nst>ast M-arttner, der Vizepräsident der Ang'lobank Dr. Rofeuberg und Sektionschef Solvis hier eiugetrofftn. Damit sind die Verhandlungen zwischen den Aktionären und der Gruppe «der Prioritäre ir.- -sine neue Phase getreten. Auch zwischen den einzelnen Staaten sowie diesen und den Intcrcffent-en wurdm die Bespucchungan fortgesetzt. Sie haibrn «ine Ein'lgung in schr wichtigen PurEten erzielt. Es werden daiher in der nächsten Zeit mcbreve Plenarsitzungen sbattfinden. um die Materien, soweit sie durch die bisherigen Vorbesprechungell geroift sind, zu regeln. Die nächste dieser Pler.arsitzningen wird morgen abgehalten. Weiter ist das Tranfrtnbkvnrinen nach der zweien Lesung textlich festgesetzt worden. Unter den TMuehmern an den Verhandlungen herrscht die Momung vor, daß in der nächsten Zeit ein befriÄ>iigendör WMutz der .Kvnfererz zu erwarten sei. Die Wünsche Oesterreichs betreffen bskannilich hauptsächlich Erleichterungen bezügliä) seiner finanziellen Heranziehung, soweit sie den Mmiiua'lbetrag übersteigt. Es verlautet, daß diesbezüglich ein günstiger Erfvlg erKÄ worden sei. Die deutsche Anleihe. Berlin, 17. März. Das Woffsschs Buremr teilt mit: In hiesigen Kreisen sicht man in dem in der, Repcwations^o>m'mission erhobenen Einspruch Frankreichs gegen die Ausgabe deutscher Dvllar-Schatzanwöisungen einien Versuch, den deutschen AbwchrLampf an der Ruhr zu treffen, und einen Vorstoß gegen die von der Reichsbank ersolgrerch - eingÄeitete Markstützungsaktion. Nach dev Auffassung zuständiger Stellen hat die RepavabionsikommiMon rem Recht, die deutsche Regierung an der Ausgabe von Ar.-- löihen zu verhindem. Im übrigen geht aus dem Anleihe- Projekt klar hervor, daß die aus der Awleihe eingchewden Devisen in, das Eigentum der Reichsbank zrir Bildung eines ftonds übergehen, -der 'lediglich, einen Deviseu-Msglei'chsfouds darstellt und bis zur MchMung der Dollavschatzanweisungen als solcher schalten-Reiben soll. . Die polnischen Goldschahscheine. Au8 Warschau wird vom 17. -. 'berichtet:. Der Sejm hat heute die Gesetzvorlag'e betrefferd Re RalWz-vernug des polnisch.'itEien'ischen Naphtha- Abkommens dom Ausschuß für auswärtige Angelsgeuheiten <33. IovtisetzuvB.) David Alroy. Roman von Disraelk (Lord Bsacousfreld). Mrs deur EnMchen übersetzt von G. N un a. ,/In was für Zeiten wir doch leben. Es gcht nichts «&et einen wahren Messias!" rief höchst andächtig Kisloch ans. „Nichts," sagte Kalidas; „«wenn ich auch, die Wahrheit KU sagen, nicht Mn sehr großes Vertrauen in die Wirksamkeit von Salonwns Zepter setzte, bis Seim« Majestät damit dem tapferen Seldschicken den Kopf eingeschlagen." „Aber jetzt ist doch kein Zweifel mehr daran?" ftag.te Ser Gueber. ,Mr müßten ja wahrhaftig Ungläubige sein, wenn Wir noch daran zweifeln wollten," entgegnen der Indier. „Wie gut ist's doch," grinste der Neger, „daß ich, der ich vorher gar keine Religion hatte, jetzt an der rechten festgshalten habe." „Sehr gut," sagte der Gueber. „Was fangen wir aber mm arr, um uns heut« nacht zu 'belustigen?" „Wir wollen in die Kasfeehäuser gehen und die Türken zum Weintvnüen ztvingen," meinte Kalidas, der Indier. „Wie ist's, wollen wir eine Moschee niederbrennen?" fragte Kisloch, der Kurde. ,Zch hatte heute früh mit einigen Derwischen großen Spaß," erzählte der Gueber. „Ich begegnet« einem, der mit einem Draht« durch die Backen, um Alnwsen bettelte, da fiillg ich mir einen anderen ein, bohrte ihm die Nase durch und band beide so zusammen," „Hahaha," lachte der Neger. S. Asien tönte vom Aufstande der Juden und der Me- ^dermetzluug der Seldschuiken wider/ Hausen von Hebräern aus den reichen Städten Persiens und den volkreichen Niederlassungen am Tigris und Euphrat strömten stündlich mach Hanradan. Die aufgebrachten Mrselmanner verfolgten die GlaubenS-Lrüder des glücklichen Rebellen, und dieses unglückliche Benehmen beschleunigte deren Flucht. Bagdads Reichtum floß in di« hebräische Hauptstadt. Auf dem Diivan Hassan Subahs sitzend rrnd das Zepter Salomos führend, empfing der König von Israel die Huldigung seiner treuen Untertanen und schickte seine Abgesandten nach Sy- .rieit und Aegypten. Die wohlgefüllten Zeughäuser von Ha-; Mdan verivaildelten schnell di« Pilger Ln Krieger. Die Stadt vermochte nicht mehr die vermehrt« und stets an- 1 wachsende Volksmenge auszunchnwn. Außerhalb der Mauern ward daher unter dem Befehle Abners ein großes Lager gebildet, tvo di« Truppen täglich geübt und zu größeren Unternehmungen als einem Handgenrenge in der Wüste gobildet wurden. j Ein Monat war seit der Uebcrgabe Hamadans verflossen, da versammelte sich die Volksmasie auf dem Platze vor der großen Moschee, die jetzt m ein« Synagoge verwandelt worden -war. Die Meng« svar in geordnete Reihen abgeteilt und die Terrasse jedes Hauses besetzt. In der Mitte des Platzes war ein ungeheurer Altar von Zedernholz und Erz aufgerichtet und an jeder Seite stand eine Schar von Priestern, welche die Schlachtopfer, oinen jungen Stier u-nd zwei fehlerlos« Widder, bewachten. Beim Schalle der Drommeten öffneten sich die Tore der Synagoge und zeigten dem staunenden Auge der Hebräer ein großes gestreistes Zelt, das m dem Hofe ausgeschlagen war. Der heilige, jetzt nicht mehr hilflose Ueberrest des Volkes schaute das Sliftszelt, wovon ex so lange geträumt hatte, im Glanze der Sonne strahlend, mit feinen purpiwnen und scharlachroten Behängen, seinen Vorhängen von seltenen Stoffen und seiner Ausschmückung von Gold und Silber. - Ein Zug von Priestem trat vor und auf Staben von Zedernholz, tvelche durch golden« Ring« liefen, trugen si« die Arbeit der geschicktesten persischen Künstler, «in« prachtvoll« BunldeSlade. Tag und Nacht hatten si« unter Jabastors Anleitung daran gearbeitet, dieses Wunderwerk zustande zu bringen. Aufs mue erblickten die Kinder Israels die Cherubim. Sie brachen rn jubelnde, Dankeshymnen aus und viele zogen ihre Schwerter und riesen laut, man solle sie gegen die Kanaaniter führen. . . Aus den geheimnisvollen Vorhängen des Stiftszeltes trat Alroy; er hielt Iabastor an der Hand. Sie nahten dem Altar. Alroy nahm Gewänder von den umstehenden Priestern und legte sie Iabastor an, nebst einem Gürtel und dem Brustschild von Edelsteinen. Dann setzte er' die Priestermntze auf Jabastors Haupt und auf diese seine Krone, und indem er Ool aus sein Haupt goß, weihte der Zögling >■ seinen Meister zum Hohenpriester von Israel. Die Opfer wurden geschlachtet und die Sühnopfer verbrannt. Unter Wolken von Weihrauch, Strömen von Musik und dem Iubelrufe eines ergebenen Volkes, unter Wohlgeriichen, Melodien uud begeisterten Zurustn bestieg Alroy sein Dtreitroß und zog an der Spitze von 20.000 Kriegern aus, um Medien zu erobern- 10. Dre große Und wichtige Probütz Aderbijan mit der Hauptstadt Hamadan war aus den: alten Medien gebildet worden. Ihr Schicksal ward in einern Treffen entschieden. Auf der Ebene von Nehaweud stieß Alroy mit den in der Eile angeworbenen Scharen des Atabek von Kermanschah zusammen und schlug sie gänzlich. Innerhalb eines Monats hatte jxde Stadt dieser Provinz die Oberherrschaft des neuen Monarchen anerkannt, und dieser überließ Abner die Vollendung der Eroberung von Laristan und zog nach Persien. Die unglaublichen und unwiderstehlichen Fortschritte Alroys scheuchten Togrul, den türkischen Sultan von Persien, aus seinem schwelgerischen Müßiggänge in den Palästen von Nisrhabur auf. Er forderte seine Emire auf, in der Kaiserstadt Rhey mit ihm zusanmrenzukommen, um mit «knem zermalmenden Schlage den übermütigen Re», bellen zu vernichten. GlMbenseifer. Mut und Geist wirkten zwar veveini in den: Heere Alroys, doch war auch nicht zu leugnen, daß chm das feste Zrffamnreugehorigkeitsgefühl serms oigentümlichen und zerstreuten Volkes sehr zustatten kam, denn er erhielt von allen Bewegungen des Feindes aufs schnellste Nachricht. Ohne alle Vorbereitung fand er an jedem Hofe, in jeden: Lager, in jedem Diwan eifrige Anhänger, dirrch deven Beistand er die Anschläge seiner Feinde im voraus wissen und ihre Zuversicht zu ihrem Verderben wenden konnte. So wurde denn auch die Kaiserstadt Rhey in der Nacht überfallen, geplündert und mit Feuer und Schlvert der Erde gleich gcuMcht. Die erschreckten und bestürzten Emire, die noch zu entfliehen vermochten, eilten zum Sultan Togrul, riffen ihre Bärte ans und prophezeiten das nahe Elwe der Welt. Die Paläste von Nischabur tonten ' von den Verwünschungen ihres Gebieters wider, der die jüdischen Hunde verfluchte, eine Pilgerfahrt nach Mekka gelobte, sich selbst an die Spitze einer zahllosen Menge von Kriegerm stellte und nach den Ebenen von Irak eilte, um . Alroy zu vernichten. s Die persische Hoevesmacht war der hebräischen wenig, stens fünffach an Zahl überlegen. Vor allem hatte sie ein großes Heer von Seldschuken; auch die verschiedenen fremdartigen Bewohner des Kaukasus waren alle hevbeigeströutt, um die Scharen der Rechtgläubigen zu vermehren. Di« wilden Stämme der Baetiaren sogar mit ihren wetthin, ttesfenden Bogen -wurden eingereiht, und die furchtbaren Turkomanen gaben, vom Golde des Sultans gelockt, für , emen Augenblick ihre Freiheit -auf, um in seinem Heer» ' ihre langen Lanzen zu schwingen,/^ (Fortsetzung fotzt.) MX%TJ«!g^^rWgl1ll^rTNi

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