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Wiener Morgenzeitung · 1923-03-14 · Heft 1467 (14.3.1923) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1467 (14.3.1923)
Date
1923-03-14
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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-kr. 1487 Mett, Mttttvoch ^er Erde schossen, um nach der Niederringnng der Revolution Ebenso schnell zu verschwinden. An den Wanden hangen panische Karrikaturen, darunter die musterhaften Stcinzeich- Uungen PettenkoffenS. Alles in allem eine interessante, jcher auch lehrreiche Ausstellung. 8i«e moderne Mazzothfabrik iu Wien. In der BrhMemm, Wintcrgassc 28, ist seit einigM stochen eine Mazzo°!hfabrik in Betrieb, die sich bezüglich ihrer ftmeren Einrichtung wie auch beMlich der Art der Fabr Wation jnit den größten amerikanischen MaMlchfabriLen messen fxtm. Die FvörrkSonIoge der Sivgol-Merke tau Le von den Inhabern deS Betriebes, Vortrefflich und Siegel, in leine MaMlchfabrif umgewcmLett und hierbei die modernsten ^Maschinen in B'tvi-eL gesetzt. Die An5age *ist ein wchveS Labyrinth von AvbeitS- und Lagerräumen. Eine'ganze Anzahl hon Misch-, Knei-, Quetsch- und Vorarbeiiemaschmen b.sorgt We Vorbereitungen deS TeigeS, während die DlurpsxLmatschine. dem Ostevbrot jene gefällige Form devlevht, in wckcher es in dem eigens hierzu kvnstonierten Backofen, deren drei neu erbaut wurden, gerät. Uebcroll, bis im den letzten Winkel hinein» herrscht die peinlichste Sauberkeit, wofür schon der gOronge Auffech.r — Maschgiach — sorgt, denn die Sauberkeit ist die erste Bedingung der Mtualität. Die MoWchMrik, welche mrter dem Namen Vereinigte orthodoxe MazzothfabrAen die Erzeugung von Ostevbrot besorgt, ist hinsichtlich der Arb ftsmo'chcde und rituellen Verläßlichkeit eine SehenAvürdigkeÄ in Wien. Wer auch die sozialen Einrichtungen der Fabrik stchen aus der HHe der hygienischen und sogialipv'l'rtischen Anfordevungen der Zelt. PeinKch sauber ge-hakb ne UmLe-ide-, Wwjch- und ErhMmgStzämne für die Arbeiter, Licht und Lust in allen AvdeiS. Pwumen machen dieses Unternehmen zu einer völlig einwandfreien. angenehmen Arlbeitsstä!-t».v Geg:r.wart.ig sind rund hundert Arbeiter tätig und di« Fabrik ist, obgleich erst seit kinigen Wochen in Bo! rieb, in der Lage, täglich 80C0 bis 4000 Kilogramm Mazzo'h ftrtiM'stellen. D'i Mitinhaber, Herr I. Vortrefflich, der schon soohrend des Krieges an der Mazzothverforgung der Wiener fludenschast teilgcuommen hat, hat in dieser neuen Fabrik, der, soie w:r erfahren, demnächst Mch eine allgemeine Teig» soarensabrik sich angliedern soll, ein wertes Industriepnternohmen g.schafjen, welches ohne Zweifel schon im nächste« Jahve die größte Mazzothfabrik MitieileuropaS und demzusolge ' auch di« Versorgerin Hw Sufcen OchnreichS und auch auß>rhalb Oesterreichs mit Ma-zzeth zu Pessack. werden wird. CS verdient noch hervorgehoben zu werden, daß die Fabrik die Verpflichung Übernahm, der Wiener Kullusgcmoinde di« für die MinderbemilteLten eHorderlichen MazzolH Mm Crstehuwisipreise zu überlassen und ü>bcrd:,.8 fünf Prozent der Gc.sam'terzeug'mg zur Verteilung an ganz mittellose Juden unenLgMl'rch zur Verfügung stellt.- zweierlei Sprache. Gestern waren die Vertreter der deutschen Dündentcknschuft fefen BundeLSangler Dr. Seipel und haben gozcn di« schreckliche Unterdrückung, die das geknech eie Deutschtum in Oesterreich zu erdulden hat. protestiert. Ja, wodurch ist denn dar Dsulschwm so furchtbar gefährdet? Natürlich durch das böse Judentum! Denn jedermann weiß, daß in Wien di« wilden Horden der Juten in den Straßen herumrennvn. te-ils einzsln, teils' i« Sturm truppe formiert, jeden wehrlosen Deutschen überfalle« und erbarnmwMS nicderlnüppÄn. Nicht jung noch Alt, nicht Mann noch Weib wich dabei verschont, und wenn sich ein paar Deutsche zu einer Versammlung zusmnmenfinden. dam» lärm man sicher sein, daß sie von dem rohen jüdischen Pöbelhaufm mit brutaler Gewalt auSemantergcjagt werde«. So ist «S jetzt in Wien. Diese Juden! Die stellen nicht nur ein« Bckrrhuny des Deutschtums, sondern auch eine Gefahr für den Staat dar, denn di« Juden sind es natürlich, die mit den rrumarchistüschen Kreisen deS AuLOar.des konspirieren, um der RepukM de« EarauS zu machen. DeSlM sind die dcutschen Studenten gestern bei Herrn Seipel gewesen, u«nr sich t» ter zu beWagen und gegen die Verfolig-ungen, die sie erd-u^M müsieu, Schutz zu suchen. H«t doch erst NrzTich der von den Irden alt, wicht Man« noch Weib wich dabei devschont, und wenn für Dou'tsche beschlossen. Die Sprache, die die deutsche Studentenschaft 6ert dieser Gelegenheit führ', iist ziemlich — sagen wir — söNsttbcwußt und klingt — naMrsich — ln die Drohung mit d:m „betzicn Mittel" aus. . .. Di« fccw sch« Studentenschaft verfÜGt ttzber über ein ziemlich reiches Lexikon, das sie je nach Bedarf amwonLvt. Auch verschieden« Nuanoon ün Vmgangston stchen den Herren M DersiiM-ng. Der männlich kräftige Ton deS ^MieSiiacher Anzeigers", der hervorgeholt wich, wenn es den Kampf für daS Deutschtum M, wird zürn sanften Säuseln und zartesten FWern, wenn man etwas braucht. So zum Beispiel örmicht die deutsch« Studen-enschaft jetzt GÄd für daS Studentenheim in Meidling. Für diesen Zweck wich in den nächsten Tage« in der Hofbu rg ein Rout veranstvlitst. In den Noltamenotlzcn dafür steh: nicht Zionistische Be^lrfcssektlon leopol Stadt ieden Donnerstag zwanglose Zusammenünfto für Mitglieder und eingefiihrte Gaste Donnerstag den 15. Marz 1923, 8 Uhr abends, im Cafd Petzer, Wien, II-, Praterstrasse VORTRAG Bruno Xtabln owits: ,Jüdische Arbeitspflicht* Wiener Dtorgenzettrms. mm flTÜ Endetoü SflHtrfclJ I IS NILS and Mascofh-OrlMS Eigene Eneagniig Pflma Qualität 70?0 MAZZOTHBÄCKEBEI H. STBUM II. RQTENSTERNGASSE11 x TEL. 47-7-17 ein Wörtchen davon, daß man etwa auf das''Wische Geld zu verzichten gedenkt. O, nein, man wird eS zwar ungern sehen, wenn die Juden zu dieser Veranstaltung kämmen, aber ihr Geld wird man ohne weiteres' nehme«. Da gibt es oben keinen Arierparagraphcn. Warum wird an diesem Abend an den Gingangs üren zeim Saale der Hofburg nicht groß und weich in sichtbar die Aufschrift prangen: „CintrA ist nur garantiert rassenreinen Arier» gestattet!" Warum da »ich?... 6—d. Kleine Lokalchromk. Die Kunstanstalt „Bro Arte' bat vo« einiger Zeit ihrem Atgestell'e Leopold Oehn 680 wertvolle Radierungen bekannter Meister zum Vertrieb im AnS.'and übergeben, O«hn Hot drn erlöster« Betveg vcrcn reut und durchgebracht. Gestern wurde er in Nürnberg verliaswr. Gestern wurde hier der wegen zahlreicher Betrügereien und Dicibstähle von ver>ch^d:::en tschecho-slowakiichen Behörden verfolgte Handelsengesirv-ü Pe:et C ech l verhaftet und dem Landesgerichte cmgLti 1 Cechl!?« a ib in Wu-u Be- '.rügervlen Ve-vübt. Di« acht jährige Vo-MMlerm Anna Cermak bat be»m Toekochen ihr zweijähriges Brüderchen mit siedendem Wasser so schwer dcrbril'ht. daß das Kind gestorben ist. Gegen die Eltern wurde das Slrafverfahren eingeleitet. s In einem S'adtbo'el hat sich der Kaufmann Oswald B. aus unbekannter Ursache durch einer.« Schuß zu töten versucht. Weaen Wobnunasnot hat sich der Mechaniker Weiß im Wohnungsamt eine schwere Stichwunde belgcbracht. * Die Desichttgmtg des Kunsthistorischrn Museums währet»- -er Messcwoche. Während der.Wün-er Messawoche vom 18. bis 24. d. sit d die Smmn'lrungcn des KuiMiistorisch-cn MusvMts an jedem Tage in der Zeit von 9 bis 1 Uhr vormittags gegen eine EintMs-eLühr vcn 3600 K. geöftnet. * Ein Notruf. Ein armer, kramOer Mann, der durch den Kw!) vollständig zetgruwt« gerichtet wurde, sein früheres Gewerbe als FieiMimier nicht mehr Esülben kann, dessen -Frau durch Un'terernähnmg douktändlg hcralbAoromM'cn ist, Vater eines si«Hen.jä!hriOcn tnberVuDscn Knaiben, b!t et, hun^vrwd und von größter Not pcdrÄvtt. -cdie Meniscken'frcr'.rf.'e, seine arme, chm fws:r£e H'i'lise -dem Verderben gcwaithi'e Fami'Lik: ya retten. Leine Adresse laoM: Salomo« BüchMr-er» 2. Vez., Große Sperlgasse 8, Tür 29 (2. Stiege). * Amerikanische Hilfe für geistig Schaffende. Der deutsche EesElliK-wifsenschaf siche Verein von N<w-Dork hat vor kurzem neuerlich «me seiner Hilfsaktronen durch^vpühvt. Eine beträchtliche Anzahl hervorragender Gelehrter und K>ün.sltl«r, Schriftsteller, MulsitSer, Maler u«d BDdhcvuer wurde mit Liebesaaben und Ghrcnwidm^in>7,en im Bvlrage von je 700.000 K. bis zu einer Million bedacht. Amßer dom lerze'i-l'ii.'-en Prafildowt-en des Vereines Dr. Mols Freuden'al hat sich in hevvorrEnder Meise um das Z^'stanke-kommcn der HAfsakl'ion das Relief- Komitee des Deutschen Gesellig-wisscnschas/ächem Vereines bemüht, das aus ten Herren Dr. Otto Glogau, Rev. Dr. W. Popeke, S. R. Bursch, Louis Levinson und Wsred Fuchs besteht. * Die zionistische Sektion für die westlichen Bezirke veranstaltete kürzlich etnm Gesellschaftsabcnd. welcher eiron auten Verlauf nahm. Für den musikalischen Teil hatte sich eine Reihe hervorragender Kunstkräfte zur Verfügung gestellt. Fräulein Gisela Adler, aus der Meisterschule des Prostsiors Sauer hervorgcgangen. spielte mit großem Ausdruck und bravouröser Technik Schuber's ..Moment musieal" und . Llszts „Liebestraum^, Fräulein Magda Szemere vom Budapester Konservatorium brachte in meisterhafter Weise die Ballade und Polonaise von Bieuxiemps sowie Brahms ungarische Tär«',e zum Bor rag. Stürmischen Beifall ernteten auch Frau Ilse Zanten von der VolkSoper. deren glanzvoller Mezzosopran ebenso in Opern 7r'en wie in Liedern von Richard Strauß zu wunderbarer Geltunggelanitel nNd ferner Herr Emil Ostermar«n. der in ernsten und heitren Gesangsvorträgen tiefes musikalisches Verständnis mit hervorragenden stimmlichen Qualrtäl-cn vereinigte. — Dr. H. » Die zionistische Sektion für den 12.-15. Bezirk veranstaltete Dienstag den 28 . v. M m ihrem Heim, Herklotzaasse 21, zttr Erinnerung an Max N o r d a u eine Trauerfeier, dte unter außerordentlich zahlreicher Veteiliaung einen würdigen Verlauf nahm. Nach einer vom Hakoah-Quartett vorgetragenen musikalischen Einleitung trug Oberkantor Schleifer in ergreifender Weise das „El ma'le rach am im" vor. Hierauf ergriff Herr Dr. Georg W e i n e r das W^rt und entwarf in einer grotzangelegten Rede ein lebendiges Bild des immer jung gebliebenen, mit seinem jugendlichen Idealismus prophetische Wirkung übenden Führers. — Wenige Tage später fand, von der hebräischen Schule der Sektion veranstaltet, im Sektionsheimeeine sehr gut besuchte K i n d e r-P u r i m-F e i e r statt, die für die ausgezeichneten Fortschritte der Schüler in der Kenntnis des Hebräischen sowie für das wachsende Verständnis für die Wiederbelebung der hebräischen Sprache zeugte. Nahezu daS ganze Programm wurde in hebräischer Sprache bestritten. Besonderes Interesse erweckte ein von den Kleinett aufgeführteS hebräisches Purtmspiel, bei dem die Mitwirkenden ebenso wie die kleinen Zuhörer volles Verständnis zeigten. Die Feier würde durch eine Ansprache 'eines Schülers des obersten Jahrganges eiitgeleitet, der in ausgezeichnetem Hebräisch die Bedeutung und den Sinn des Purimfestes würdigte. * Schlafwagen Men—Nizza und Wien—Meran. Die BetriebSdirertion der Südbahu tei:t mit, -ab nunmehr die obgeuamtien Schlafwagen bei den D-Zügen 109 und 110 (Wien- Südoahnhof ao 21 Uhr 60 wUuuten, bezw. an 8 Uhr) wieder täglich verkehren werden. . * Wetterbericht. Am Ostrande der Alpen halt trübes Wetter an. In Wien regnete es von 8 Uhr früh an den gattzen Tag. In den übrigen Teilen Oesterreichs scheint das Wetter . etwas bester zu sein. Stellenweise ist sogar die Bewölkung ausge- 14. März 1923 Seite« brachen. Die Temperatur hält sich wenig über Null Grad. Die Gipselstationen auf der Zugspitze und dem Sonnblick melden wolkenlosen Himmel. Voraussage: An» Ostrande der Alpen trübes, zu Niederschlägen neigendes Wetter anhaltend. , WNMMBMNMI MMMMMAMNBMMMHtfflflMMHHUMMMMinMRBMPMMMMMNMRRBRVWBtfiMNHBRHMM! Die in den ttachkvlaen-en Rubriken miß b bezeiehneiea Avlizen und Artikel find en in elf tiefte Auftündi-I __fltmoen (ß 26 des Protzaesehes). j * Der Güterlarii für cpolcn ift am 1. d. neuerlich, und! zwar um 100 Prozent erböbt worden. Außerdem sind eine Reihe, von Aeuderungen in der Güterklassisikation und in den Ausnahme* tmcifen für Rvhölvrodnlte ulw. eingesührt worden. Tie Internationale Zentralverkaufsstette für Tarife, Wien, 1. Dez., Biberstraße 16, bat uvn die von ibr heransgegebene deutsche liebersetzung des GütertarifeS der poln'scken CtaatSbahnen, vom 1. Jänner 1923 gültig, durch einen Nachtrag 1 ergänzt, welcher die Aenberungen vom 1. d. enthält. o Mtteilmge« ms dm Pu-Nvm. STATT KARTE NI Mfzzi Klamer ömdsrS Klamei geb. Löwenstein (A. H. Ivriae) Vermählte n% Vereine. BortKge und Versammlungen. Verein Trkwath Jehuda im Vereinsheim,' 8. Dez., Bennoplatz 1. Heute, präzise 8 Uhr abends, Vortragsabend. Herr Dr. N. M. Gelber: DaS Judentum und die Pariser Friedenskonferenz. Frl. Johanna LLwy r Jüdische Gedichte. Oberkantor Alter: Jüdische Lieder. -7- JüdischeTischgesellschaft, 3. Bez., Löwengasie 39 (Cafs Ilion). Heute, 8 Uhr abends, Vortrag r Maler Wilhelm Wachtel über Kunst und Publikum. Gäste willkommen. — Jugendverein A h a w a t h Zion, (?-aschaus Traxler, 2. Dez., Ausstellungsstraße (vi^-a.vis der Molkereistraße). Hettte, 7 Uhr abends, Vortrag Aron Schwertfinger. Gäste willkommen. — Verband zionistischer Studenten aus Rußland in Wien, 6. Bez., Spitalgasse 26, Cafe Schemel. Heute, 7 Uhr abends, im Verbandslokalr Tislussion über W Jabotinskh; Redner: Kol. Rullmmm, Oiochow, Kol. Marschawsky, Schechet, Krämer. Eintritt ftei. Gäste willkommen. — Frauengruppe der zionistischenBezirkSs e k t i 0 n, 9. Vez., Liechtensteinstraße 11. Heute, halb 7 Uhr abends, Zusammenkunft. Vortrag Tr. Finkelstein: Streiflichter aus der jüdischen Literatur. — Zionistisches I u g e n dr e f e r a t. Heute, halb 7 Uhr abends, Sitzung der Delegierten der Jugendgruppen und des LehrerbeirateS. — Zionistisch« Sektion Innere Stadt. Morgen, präzise halb 7 Uhu abends, Hotel de France, 1. Bez., Schottenring 3. Dringend« Ausschußsitzung. Die Sektionen, Verbindungen re. werden ersucht,» bestimmt ihre Vertreter zu entsenden. « Tie Lobmeyr-AuSstellung im Oesterreichiq schen Museum wird bis O st e r n verlängert; mit Ausnahme de« Montags ist sie täglich geöffnet, und zwar Dienstag bis Freitag; von 9 bis 2 Uhr, Samstag 9 bis 6 Uhr, Sonntag 9 bis 1 Uhr^ L e 0 v 0 l d ft ä d t e r V 0 l k S h e i m, 2. Bez., Zirkus^ gaffe 48. 7 Uh«. Plastik des Mittelalters, Chemie des täglichem Lebens, Krankheitslehre, Entwicklungsgeschichte des Lebens.' Italienisch 1, Tschechisch 1, Räumliche Formenlehre, Pflanzendes stimmen, Harmonielehre, Zeichnen und Mtalen, Werke der Welt«, literatur. 8 Uhr; Menschliche Sprache, Volksseuchen, Italienisch 2j Urania. Heute, Großer Saal r Halb 3 Uhr r Schülers vortrag r Ritterl. Leben. — Steinkohlenbergwerk, b Uhr: Knudi ÄaSmüstenS Polarfahrt. Halb 8 Uhr: Der letzte Walzer. —j Kleiner Saal: Halb 6 Uhr: Reg.-Rat Tr. Roman H ö d l: Datz Dvnautal zwischen Passau,und Krems. Halb 8 Uhr: Dr. Moritz! Weiß: Der Kampf gegen die Tuberkulose als soziales und! ärztliches Problem. — Kurssaal: 5 Uhr: Dr. Franz Ott-« mann: Geschichte der Landschaftsmalerei. IN. Halb 7 Uhrr Erika Spann -Nheinsch: Indische Philosophie. HI.j 8 Uhr: Univ.-Prof. Dr. Viktor Grafen Die narkotisches Genußmittel.!. — Klnbsaal: Halb 6 Uhr: Dr. Susanns S ch m i d a: Graf Herinann Kayserling als Philosoph. Halb- 8 Uhr: Adrienne-Berghin: Rainer Maria Rilke. Emöhrung. Sie LebemmMelmSüte. Wettere Erhöhungen -er Fleischpreif«. Tie Fleischpreise haben in den letzten Wochen eine Höhe reicht, die eS breiten Schichten der Vetölkerung nicht mehr möglich macht, dieses wichtige RahrurgLmittel?tt kaufen, und noch immer steigen die Preise weiter. So bat sich gestern abermatt Rindfleisch im Kleinhandel um 1000 bis 2000 K. pro Kilögramn verteuert, Kalbfleisch ist um 1000 K. pro Kilogramm im Preist gestiegen und frischer Schweinespeck ist gleichfalls nm 2000 K, teurer geworden. Die Zufuhren an Fleisch in ter Großmarkthall« waren gut ausgefallen — im Ganzen waren 10 Waggons mit verschiedenen Fleischgattnngen angekommen —, doch kann der Ausfall auf dem Lebendviebmarkt in St. Marx dadurch allem nicht wettgemacht werden. Tie Spekulation der heimischen uno ausländischen Produzenten drosselt augenblicklich den Wiener Markt, und so steige» die Preise in unheimlicher Weise. Auf den Grümvarenmärkten ist nur eine Entspannung der Spinatprelse eiugetreten, sonst sind die Preise im großen und ganzen unverändert hoch geblieben. Spinat bekam man auf allen Märkten mn 6175 K. pro Kilogrmnm, besonders schöne Ware notierte mit 8060 bi« 8000 K. Erfreulicherweise ist der Versuch, die.Preise der Seefische in die Höhe zu treiben, nicht geglückt, Seefische haben sich sogar gegen die letzten Notierungen im Preise erntäßigt. Der Wiener Jüdische Gesangverein veranstaltet morgen den 15. März I. J., V*8 Uhr abends, Im Hotel „Post-, i., Fleischmarlct 24, eine Akademie unter Mitwirkung erstklassigerKunstkrittle und anschliessendem Tanz Der Vorein brinat unter der Leitun? oes Herrn Kapellmeisters Richard Schwarz eins Reihe j>id. Vo kslieder zum Vortrage 7i1» K-«rtenvorveikauf: Löwit, I., Rö'enturmstrasse Theaterkartenbureau, Flatmn, IX^ Wfthringerstrasse

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