Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1464 (11.3.1923)
- Date
- 1923-03-11
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Ne. 14&4 Men, Sonntag SSlcner NkoMnzettMtg. nvawwa X923 «skke» Vereine. Bortröse und Ber?«mkM«ugen. iFiion^st'issche Bezirksfektiond, 9. Boz-, Äiechten- Itsinstvaße 11, Dm IS. Dienstag den 18'. d.^ium 8 Uhr 'abends mir SeBtionslolale Schekdlkoimm'issionsfitzung. Etz'cheinvn aller. llWieder Pflicht. — Jüdische V o'lk sblrbl'vothek i ri n»<n, 2. B>öZv Glockenigässe 30. HE um 11>Uhr vormittags faß« SNmg im SSwetttSTuwaXe. — Verein Ere z Israel,. 2. Beiz-, Zirönsaasse <33. Heute «um halb 6 Uhr wich- '[ittge MsschuWitzung. 7 Uhr MitgAedorversammlnug: Bericht . per die MgeMfühvevtaAniig, 'BeraustMnnigin der: Olympia- Won. AuMießond Heimalbenld.—, Bereüuügung ziomiistiffcher Bank beamt er. Morgen Montag mx drei- ‘ pbjgteX 8 Uhr abends-im Heim, 8. Bonnoplatz 1, Elitekouzert. Mitwirkende: Harfenvirtuosin MWi Mick (StMts- . wter); Klavi-ervivtiuche Marko Gold in; put .Cffifftüt. Ebert (Konizertsüngevin); Dir. Karl Felda (Mezitaiionm); Emil >Ostermann, der beliebte Lauten- und Bauadenlsäuger. Gäste jwillkonimeni WAhvend der Vorträge kein Einlaß. — Englisch -franzöfrischer Konversatio nsklub. Die ' bisher im Geausinschaftsoase Jafom'iribottstraße statt>gchM>denvn Ko nd ersation sab enbe finden Mifoliße .SchlieMNig diefes Lokals von NM an seiden Montag und F vertag i>m Cafe Stadt- 'park, Pavkrmg 2 (Ecke Mollzeile), um halb 8 Uhr/abends statt. Eintritt frei. Gäste willkommen. . > J Urantiia. Heute: Gwßer Saal: Halb 3 Uhr: Franz - Schubert. 6 Uhr: Miufel und Greteil; Aschenbrödel. Halb 8 Uhr: G'ischicht'n atus'u Mlienerwickid. Meiner Saal: Halb 3 Uhr: Im 'Banne der 3dax. Halb 6 Uhr: OpernftaOn-ente, 10. „Die verkaufte Bvaut". Ha>l>b 8 Uhr: KammermiusÄ-Mend: Schubert. Wubsaal: L Uhr: Schriftsteller Avtirr Dvorzak: Aus eigenen Schriften. HM '8> Uhr: Dr. Julian Stern berg: Das Burgtheater und feine Geschichte, 6. KurMaal: Halb 6 Uhr: . Dr. Hstmtich Keller:, Harmvnische Evzlethuug des Schul- Andes, 4.. Halb 8 Uhr: Technische GroUtladifragen, 7. Mini- 'fterialrat Ing. Ludwig Brand.l: Die Donau als Borbchrsweg. -, ' Bemnstalwusskulender. . Svttttkag den 11. Halb 3 Uhr nachmittags, Sitzung des Part.eirates- --Juaeno res erat, halb 3 Uhr nachmittags, Festak abemie mv Schulkinder, ll., Praterstraße 60. 3 Uhr nachmittags. Waisenhaus/XIX., Probüsgasse,'Festakademte der Schullinder. — Sektion YI/VII, halb 9 Uhr abends, Kaufmännischer Saal, l., Johannesgasse 4, '„Maskenfest an: Hof der Königin Esther." MvNkag - den 12. ö. Vereinigung zionistis ch e r B a n k b e a m t e r, 8 Uhr abends, vIH., Bennoplatz 1, Elitekonzert. Mitwirkend Dir. Karl Felda (Neue Wiener Volksbühne) Rezitationen. Frl. Ilse Zanten (Volksoper) Gesang. Herr Marko Goldin, Klavier. Emil Ostermann, LautenÜeder. Herr Kapellmeister Gruber (Volksoper) mn Klavier. Anschließend Tanz. - Ditzttslag den IS. F r a u e n g r u p p e der S e kt.i o n ll, 6 Uhr abends, ll., Taborstraße 20a, Vortrag. — Z'i o n i st i s ch e B e z i r k s s e k t.i o n XII,XV, halb 8 Uhr abends, Xll., Herklotzgasse 21, Vortrag Herr Ludwig Dato; „Die Wanderungen der Judeit", nachher Akademie. Halb 7 Uhr, Ausschuß. — Z i o ni st rs ch e S e k t i o n VI/VIII, Bennoplatz 1, 8 Uhr abends, „Die Rathausver- ' sammümg am 4. d. und ihre Lehren". Referenten r Gemeinderat Dr. PlaschkeS, Dr. Max Bernhard. — I « gendr e f er ai, XVlll., Schopenhauerstraße ■, 39, halb 8 Uhr abends, Elternbersammlung. Referent Dr. Herzberg. „Welche < Gefahren drohen den Wffchen Kinde?" Mittwoch Sen 14. S. Verband z i o n.i st i scher S t u d e n t e n ,a u 8 Rußland, IX Spitalgaffe 25, GeseAge Mitglieder-Zusammenkunst, '7 Uhr abends.' — ' Frauvngrnppe der zionistischen B ez,i r^s s e k t i o n IX, Liechtensteinstraße 11, Zusammenkunft. Vortrag Dr. Finkelstei» über „Streiflichter Ms der jüdischen Literatm.^ — .. Ich b i s ch e Tischgesellschaft Breite n s e e, 8 Uhr abends, Ausschuß, XIII., Reinlgaffe, Cafe Frenzl. — Tischgesellschaft Landstraße, IN., Löwengaffe, Cafe Ilion, 8 Uhr abends, Zrosammenknnft und Vortrag. — I u g e u d r e f e r a t, halb 7 Uhr abends, ll., Taborstraße 20», BeraÜrng der Delegierten der Jngendgrnppen mb des Lehrerbeirates. Dounorsla- Sen IS. S. Wiener j tonistifche8 L o k a l k o m i t e e, 7 Uhr abends, Sitzung. — T i s chg es e!ls ch a ft I, Hotel de France, I., Schottenring, 8 Uhr abends, Vortrag Prof. A.-Frend t „Zur gegenwärtigen Lage des Judentums". Somstag Se« 17. S. V erb a n b z k o n i st i-f ch e r . S t u d e n t-em aus R u ß l a n d, IX., Spitalgaffe 25, Portrag. _ Bühne md Kunst. ..MM." (RrnÄffance-Mihne.) > ' T iofts 'ÄuWM^ WLheikm Speyer; 8 üst. «m« BLMrer'!„lbolle Kiste". Mit pvmßlifcher Amrmt wird eine Gcfellschiaifts-!sative los!gMvffen, Die veMdwdvten JngoedIi>eiirz>Mt fmb: Sterniheim, Shaw unid Schönchaiw-KaWb'iwg. PavaLoM n.nd Äphovismen nmrlfchiövsn in Maffsn auf (jtoemt schon idemr schon), ■fo't'C Witze fmid smistdick cmfgetmgm Mid bas ganze schnreckt schon, wie ein KaWslbvateN «in SchoMMinM. Glsichwichl: eiin lfatyv'uscher LusWislstvff ist' da, «itb anderswo, etwa in'Plavix tväve «in kräMML Spaß Äavans Mwovden. Der HM> des Stückes^ist soHuisaigen Hahnveii aüs iJbe'aXism'us, möchte es GeXmethr ans hervlichM Motiven um feden Preis weridvn. Die Fvm sei nun e-ininÄ mcht gefchaffen, nwno>gam zu leiben m\i> als il'kben!d>er, ■ furchtbar.. veMbter Ehegatte Etz er sMft forigon, daß s.ie sich /Mslleben>" kann. „Der Freiheit vine Gasse!" ist seine WMche GheparÄe. ' Natnrilich ist weder er noch seine Gattin dazu Mchvffen/ .sich polhMm mlsKMbM und ebenso natürlich list der Drütte, tnit dem er seine Frml bogMMr will, MM,-und gar tttcht geeignet, sie zrl eofrenen. Aber, wie gesagt/ in dDesar echt iprenßischAl Ausmachung mit überspitzten Kmiftitvovten und ^öder Szc-nönfi'chrung gcht der gute Stoff KrWmmde und neben trnancher 'heitren Wendung gibt es MgolMMÄcho» WideMche 'iRohviten, wie-die BegMung eines Baders mit dam Bastard, ider den Herrn Papa bei einem Abentetuer stört und mentt, diesmal fei er zurecht gekommen, ihn an einer Dummheit M Nhindevn, während er sich sMevzs'rt M M Monate vevspätet habe. . /. Man muß nichtprüde sein, um jene „Mige" Aussprache des Vaters mit dem Sohne ekoHaft zu finden. Den Ditel des Stückes umßte sich der.,Neferent erst von mlsevenr >tv erNürm Wen. WM W m heOetzz Osr Wiener Jüdische Gesangverein veranstaltet am 15. März 1. J., V»8 Uhr ^abends; im Hotel „P o s tM, I«, Pleischtnarkt 24, eine mit anschliessendem Tanz Näheres aiji Programm 7io4 Kartenvorverkauf; Löwit, I., Hotenturmstrasse Theaterkartenbureau Flandm, IX., Währingerstrasse Dänisches Ballspiel. IN dies'om Stück, ist die Derbheit augenfällig. Die GtastiKität, 'die -federnde ^Glega-rrz des Ballwerfers ist nicht zu schon. - i Aber Fra« Christians "in der weMiche« Hauptrolle ist von federnder Eleganz, von Prachtvoller Freche und weiß kostbar zu pointieren. Jede Bewegung, jedes Wort dieser ent- Knäenden jungen Dame ist weitab von Routine. Der Dechheit des Stückes anHemessen Herr Stein rück in der Rolle des Hausfvmndes. Allzu angemessen — allzu bevlinerW! Er ist tüchtig, sogar witzig, aber daß er an einem Uelbomraß an-Geschmack kvan'kt, darf ihm keiner andichten. Der Raisonneur des Stuckes, der natürilich zchnrnal so viel an brillanter DialektiE von , sich zu geben hat, als die Angelegenheit, verträgt/ spiM Hwr Po i nt ner mtit Anstwch. Er hat so vie!l Wartbälle A« servieren, daß auch ein gewssgperer, Causeur der Aufgabe nicht gewachsen wäre. Ganz anstzezoichuet und Wblich anMseihen Frau Lwowsky, und von vornehmster Ziurückhaltung, niur leider nicht sattebfest, der hochbegabte Herr Lovric. Sonst noch voll Verdienst Herr Friedrich und Fwu F'rädrich, wie überhaupt das Enfemble hoch -über dieser Novität stund. Sie fand anfangs Sympathie, wurde aber späiechin mit recht genvischten Gefühlen aujfgmomMM. gleichen Beifall fand die Darstellung, insbesondere Fvau Christians. O. A. Die Theatemoche. Jtm Deülschen VoklTsthenter gelangt morgen alls Ghru-ng für dm erkvauktM Dichter Rudolf Hawel feiin BMssMck „Mutter Sorge" zur ersten Aulffichmng. — In der Staat so Per. geht Mittwoch, NM eiustzndiert, Schöllings ,Mon<a Lös< unter ^Lviinng von De. Richard Strauß in "^ene. — Im Rairnnnd-Tiheater wird Freitag mit Max PaLiienb.erg als Gast Hoffmannsthals Lutstspiel „Der Unbestechliche" zum ersten Male gegeben. — Am nämlichen Dage geht im Deutschem! PößLstheckten mitz.^Dr., Rudo^ ,Tyrolt im der Hauptrolle als Gast ,^Lvlos Vater" in Szene, ltvährend am dieser Bühne am vochergehemden Abend Paula Müller in „Minna von Barnhelm" anftritt. — Das Burgtheater'büiWt Samstag, neu einstndievt, Ibsens ,/Dte Sttützen-der G,eselSchaft" heraus./ r Reue Meuer Mhue. 1 (Gastspiel des deutsch-russischen Theaters.) Ueiber' die Zusammenhänge zwischen tzem ,Mauen Vogel" mrd dem deutsch-russischen Theater uachMdenfen, Wird einem vom Herrn Duntam-Lorgoss, den munteren Conferencier, ausdrüWch widerraten und die UntemschiM Mischen den bilden KhemkunMihnen festtzustellen, ist auch nicht jedermanns .Sache. Die Darbietungen sind, um mit Nestrvh zu sprechen, dieseNe Couleur, nur iu gviin — „MMemer Porzellan", entzückend anzusehen, die „HMoldaienparade", urkomische ,Mstvge 'MusMmien" mit Uustlichen ZwergenGßen ein, paar lyrische Qpemsyeneu, bei denen ms gem'Men FliM-- rinen die Köpfe der SänM hervorgucken, spaßiges' „Spielzeug" und karikaMrenmäßige, recht boshafte Photoigraphien. Auch, bei dieser mssischen Kleinkunst spielt die BÄelbnug des MsbMbten, wie die VerweMvng voAMimlicher Motzpe eme große Rolle. Die Musik, in Balalaika-Klänge eingehüllt, und, mit' reichlichem „SWagwerkk" vevsehen, ist für unsere Begriffe doch etlwas M biewitßt-ppimMv. Gin. temperiamenivolles ooM«cu» Dopoiheeps gjasse Versteigerungs - EinteiBung «i4 3 Uhr n der Versteigerungen, wo nichts anderes vermerkt, nachmittags um Täglich Pretiosen; jeden Dl Silber u.Chinasilber; Jeden Mi Brillanten» u. Perlenschmuck im Franz-Saal. täglloh Oebrauohsgegensdände itu Ludwigstorff-, Rössleru. Kolowrat-Saal, speziell jeden Ml Photo* Apparate,:: Ferngläser, Schreibmaschinen; Fr. 16. III. ■ ifigdwaffen, Sportausrüstung, Fabrräder,' Pelze ,im Ludwlgstotff- Saal. . Jeden Do Im Frenz-Josef-Saal: SofiäneMöbel,Persertapjplol;e,K’jn8t-> dewerbe; jeden Mi u. rr im tiocli- Saal, jeden Di ünd Sa im Dechau- Saai: Oemälde, -Kunstgewerbe, Teppiche, Antiquitäten; jeden Di und Fr im OlaShof t Möbel, Kassen, Luster, ’ Bilder, Haus* geräte. Do 22. bis Sa 24. III. Qroese Kilhstaiiktloh Sammlung Z; Bronzestatüetten(utid Plaketten dental. Renaissance, gotische Holzskulptuten und Altäre, alte Oemälde, I italienische Majoliken des 16. und 17. jahrh., kirchliche Geräte und Emaila'rbelten 12.—15. Jahrh. Illuminierte Handschriftehdes Mittelalters, alte Medaillen im Kunst auktions-Saal. Di 27. M. 3 Uhr nachm, ca. -500 Flaschen Schaumwein „White Club“ „Vte de Oaigneron“ zu 5, '10 und 20. 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Sie bieten auch! dem Äerwö^nlben Auge diele veligende Bllder <ümd dem Frsunde der WhMnNsiMmst -manche liebenstvln'rdige Anveguntg. Freilich gingen viele Feinheiten durch die fremde Sprache der«! loren. Die Damen Kalt sch ew.sSaja, Awach,; Btlrl lunskaja wie die Herren Pique, Rosen, Wo losch im,! insbesondere aber der Conlferenc.ieve, dessen gewolltes Radebrechen sehr mrmsant klang, wurden mit Beifall WerjschMet.i — Der Unfug,, am der Türe des Theaters Programme zu ver-- kausen, die nur die Wovte Russische KlSircknust"' enthalten,^ sollte cibgastM werden. Jedenfalls sind die Besucher hierinit! gewarn t. >, - K. M. Me mfsische KmÄausstellum in Amerika. Au- Ney-Aork wird uns bericht^' Im Bwoklyneei Kunstmuseum, erweckt gegmwärtig eine von den modernsten! russischen Künstlern veranstaltete Ausstellung ihrer Werke! großes Jnteveffe- ES ist, gewiffermaßen das letzte Mssische Wortir.« der Kunst, das aus den Bildern und Skulpturen des Mgeni Rußland zu den Besuchern spricht. Während die Werke der! russischen Künstler Lsbensfreude, Letbmshoffnung und - ein! satirisches Hinwegglittten Wer die Widerwärtigkeiten des Tages; ■ verkünden, verrät jedes Bild der hier ausstellmden jüdischen^ Künstler, das dem russischen Juden arhcrftende Bangen, eine! tiefe Sehnsucht nach Puhe und Glück, das sich der Maler aufj die Leinwand zaWSrt. . ' In dieser Richtung sind, die Bilder des Mischen Malers j Manewitsch lehrreich. Das eine Bild stellt die beschauliche, farbenreiche Ruhe eines russischen Städtchens zur Herbstzeil dar. Man suhlt sozusagen das Glück und die glückliche Äbge-! schlossenheit von der lärmender- Welt, die auf diesem Städtchenj ruht. Gleich daneben ein zweites Bild, eine kleinstädtische Fvühlingslandschast, aber da fehlt bereits die Sonne und das Licht, die über das erste Bild so tiefe Beruhigung gossen. Statt dessen Stuvmwolkm, in Sturmwind ächzer.de Baume, eine fast traurige Lichtvertei-lung, und man hat beim Anblick dieses Bildes das Gefühl, als ob die Natur irgendein großes Unglück erwartete, irgendeine Katastrophe im Anzuge sei, die dem Weltall esn Ende bereiten werde. Und dann kommt das dritte Bild, und die unbekannte Trauer gewinnt . Form. Das BW heißt „Nach dem Pogrom". Es ist ein furchtbarer, tiefer Eindruck, dieses Bild im Beschauer hervorruft. Furchtbar, weil es neu-i artig in der Darstellung ist. Nichts von Ermordeten, Derstnm-! melten, keine entstellten Leichen, keine aufgeriffenen Bettkissezr, . kein zertrümmerter Hausrat, und doch ist jeder tief erschüttert, der vor dem Bilde steht. Es stellt ein finsteMs, enges Gäßchm! dar, durch welches soeben der Teufel der V-erwüstimg gebraust! ist. Die kleinen Hänschen sind wie von einem ErdbebM ge-! -rüttelt, selbst der Erdboden ist.Mfgewühlt und hinter den finsteren Häusern lugt em kleiner bliutigroter Streifen 'hervor? Der Himmel scheint M veMnden/das ist noch nicht alles,! . es wird noch schlimmer kommen .Im Vordergrund steht eine! abgLmagerte,-verlass-ene Ziege. Man ficht Wohl -das Gesicht -dieses knocher.dürren verwaisten Haustieres, aber dieses Tier/ -das seinenguten Herrn und Behüter, verloren hat, sagt mehr! als die grellste Schilderung eines Pogroms, oder der dick-! leibitzsten Bücher über Judenpogrome uns zu sagen'verflöchte.! Es ist das Symbol des kleinstädtischen jüdischen Lebens, baS' verhungert und herrenlos verlassen ifti Die Idee .zu diesem Bilde hat Mcr ne witsch, wie er^ einem Journalisten erzählte, im Jchre 1919 ry Kiew be-! kommer.», als die Stadt von. drei Seiten von )dsu Bänden Den i-i Lins und Petljnräs nnd von den bolschewikischen Soldaten bom-! hardiert wurde.'Dämals lag er mit seinen nrUeidenden Volks-! genossen verborgen im Keller, in Gesellschast. anderer Künstler! und Intellektueller, da entstand in ihm der Gedanke, dieses! Bild zu mal-ön. Dort im Keller entwarf , er die erste Skizze zu! seinem Bild. ' Die Ausstellung zeigt auch Bilder jüdffcher Futuristen,, wie David Burl juk und anderer. Die Ausstellung hat über-! aus starken.'Zuspruch, und der Direktor deS Brooklyner kunft-! Worifchm Museums, dmkt, ermutigt durch diesen Erfolg, da-i ran, mit dem Material eine Wanderäusstellung durch Amerika! zu veranstalten'. - Ludwig Wüllner las mit wundervoller Wirkung HöL^r«, lins Drama.,/Q.er Tod des Empedokles". Man kennt die Art dieses einzigen Rapsoden, von dem man sagen darf, idaß er ein Mer Erzieher der Jtigend zur Kunst ist. Er benützte die B-earbeAmg der Dichtu>ng durch WiGÄnr v. SchoU, .sprach die Monologe hier aus dem Gedächtnis und steigerte die Wirkung des Mends dadurch, daß et dm mMevm Saal des Konzerchauses gewählt hatte, in. welchem'es weit besser als inr großen Saale gelingt, das PüblÄum um sich zu scharen. Der Künstler winde Nach GMhr stürmisch Meiert, ■ Morgen Montag den 12. d., Konzert Beva Schwarz» Hans Dnhan im Großen KonMLHaiussackl. Beginn 7 llhk. Arien und Lieider-Dudttenaibemd. Restliche Karten an der KünzevthMs-kafse. a Francis. E. Aranhi hat nach seinsnt erMgreichen Berliner Orcheftevkontzett eine Tourne durch die größeren Städte Deuitschlands absoMert und wurde bei den KvMrten von. Dr. Groß am Klavier begleiM, dchen MaviW-^iolin-Sowtte mit Ecfolg MfMlhyt .wnvde^ Beide WnisMr wurden zu einer Wiederholung der TonrM noch ün Monate Mchs verpflichtet. Aus den Theatem/ Mr Rvlaud'-BÄlhne:' Heute, l 8 „Heiraten Sie^meiiche Frau". ' Deutliches Bolkstheater: Morgen „Muttk Sorge". . ■■ '. . . ■*' Oper lrdh e at er: "Im OpeMh^wr den 12. d. in 'der Vorstellung „Wörther" Fmu BoÄ Lotte. i R a im n n d- The ate r: DiPick «Dr» He rr SH