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Wiener Morgenzeitung · 1923-03-10 · Heft 1463 (10.3.1923) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1463 (10.3.1923)
Date
1923-03-10
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6_Men, Samrta, i*" In den Kammer spielen findet heute, 10 Uhr abends, die zweite Grand-Guignol-Nachtvorstelluug statt. Zur deutschen Uraufführung gelangen die Einaktter «Blan ch e f l e rr r", «D a 8 Wachsfigurenkabinett" und «D e r T u n n e l s a t y r". In den ersten zwei Stücken spielt Frau Leopoldine Konst a n t i n. \ Wochenspielplan der StaatSoperr Morgen, */«6 Uhr, ,Sieg.frie d". Im Redoutensaalr 'B a l l e t t s o i r e e. — Montag «Weither". — Dienstag i«D e r fliegende Holländer". — Mittwoch, neu jeinstudiert, «MonaLifa". — Donnerstag «DieBoheme".!~ Freitag «Figaros Hochzeit". — Samstag «D e r!R o s en k a v a l i e r" mit Vera Schwarz als Gast.! Wochenspielplan des BurgtheaterS: 'Morgen, 2 Uhr nachmittags, .Flachsmann als Erzieher", 7 Uhr ckbendS, «Die JudaStragödie". Montag «Louis Ferdinand. Prinz von P r e u ß e n".!— Dienstag «Fasching". — Mittwoch «C o r i o l a n u S". >— Donnerstag «Der KaufmannvonVenedig". — Freitag «Die JudaStragödie". — SamStag, neu ein» jstudiert, «Die Stützen der Gesellschaft.! Wochenspielplan deSDeutschenVolks» 4 heaterS: Morgen, 2 Uhr nachmittags, „D i e K r o nv r ät e n d e n t e n , 7 Uhr abends, „BlancoPoSnetS Erweckung. — DiegroßeKatharina. — Montag, zum ersten Male «Mutter Sorge", Volksstück von ^Rudolf Hawel. — Dienstag «Blaneo Posnets Erweckung. — DiegroßeKatharina." — Mittwoch i e Kronprätendenten." — Donnerstag «M i nnavon B ar n h e lm" (mit Paula Müller). — Freitag ^Lolos Vater" (mit Dr. Rudolf Tyrolt). i Wochenspielplan des Raimund- Theaters: Morgen, halb 3 Uhr nachmittags, Wiener Kammeroper r «F r a D i a v a l o", 7 Uhr abends und Montag l D e r Herr Minister" mit Max Pallenberg. — Dienstag «Der Wauwau" mit Max Pallenberg. — Attwoch und Donnerstag «Der Herr Minister" mit --d Pallenberg. — Freitag den 16. d. zum erste» Male: «Der H b e st e ch l i ch e" mit Max Pallenberg. - -• - Mitteilungen aus dem Publikum. Rosa Gross Siegfried Ramler Stanislau Czernowitz Verlobte Wien, im Man 1923 "^sa Honiik Sigmund Apfelgrün Sfryj Wien, I. Verlobte ,-T ALES-FABRIK-, | Telephon 69-1-23 TelePhoB «122 8 Enisbacher & Wfndschauer, He«, I. Mrjasu s 8 D,n,btJ3in«i -unt Export nach alle» Staaten M WD Streng orthodox "T2?D Hotel find Restaurant BARSCH AK II. Grosse Schiffgasse 3 Telephon 40-1*39 Mn.« L«m »», aiuk Bestellungen für Hocitzeltsdiners zu s*hr iiUU 7m j ivS'w massigen Preisen. Vorzügliche Küche. 10.000 PRÄMIEN •m wzera v«m FÜNFZIG MUJONENK. Nächst« viätulumo. iSstlULI 1923. Abfragen an PRÄMIENBUREAU.AßAOIE* WlEN.X^Pavtdqasse 92. m co Mal. Sektion des J. 8. 6. Menorah Klubheim; Hotel de Francr Klubabende: Dienstag, Donnerstag, Samstag . Der heutige „Bunte Abend" in Je I’Europe wurde aus technischen Gründen verschoben Dienstag den 20. Marz 1. J. um, 8 Uhr abends Akademie mit rlanx in den Prachtsaien des hotel de uauce, I., Schottern ing 2 i'anzkonkurrenz Schonheitskonkuri enz Jazzband Eintrittskarton mit Einladungen bei den Klubabenden und bei den Sektionsmitgliedcrn ■ Wiener Morflenzeltung. 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Währungstrennung die Gehalte ihrer Beamten in tschechischen Kronen entsprechend dem jeweils zwischen dem Prager Bankenverband und der Or- Mmsation der tschecho-flowakischen Bankbeamten abgeschlossenen Gesamwertrag. Im Jänner 1922 war dieser Gesamtvrrtvag abgelaufcn und die Beamten der Wiener Filiale der Zivnostenska banka erhielten nun an stark reduzierte Bezüge. Die Beamten machten nun, von der Anschauung ausgehend, daß t'le grundlegenden Bestimmungen eines Gesamtvertvages bei unveränderter Fortsetzung des Dienstverhältnisses beibehalten werden müssen, ihre An» spräche auf die vollen Gehalte gerichltich geltend. Nun hat dieser seit Mai 1922 laufende Prozeß, der wiederholt vertagt wurde, vor dem Gewerbegericht (Oberiandrsgerichtsralt Dr. H e r b st) seinen prinzipiellen Abschluß gefunden. Das in der Klagsache zweier Beamter gefällte Urteil, welches für alle Beamten der Zivnostenska Bankfiliale von prinzipieller Bedeutung ist, gibt der Klage der Beamten vollkommen statt. Die Zivnostenska banka äst Verhalten, die Gehalte auf Grund des Gesamtvertrages in tschechischen Kronen zu bezahlen. Das Urteil wird damit begrünet, daß die Beamten im Vertrauen auf Entlohnung in tschechischen Kronen das Dienstverhältnis eingegangen sind. Prügelstrafe M FönniaWen. Aus Budapest wird uns berichlet: Während hier der Prozeß des Republikaners Emmerich V e e r verhandelt wurde, fand in Dcbreczin eine Gerichtsverhandlung gegen den Redakteur des „Miskolei Reggeli Hirlap" Sa- ____10. Marz 1928__Nr. 1463 imtel Fazekas statt, in welcher der Staatsanwalt Koloman Both sich seines Budapester Kollegen, des be» rüchtigten August Miskolczy würdig zeigte. Der Prozeß gegen Fazekas wurde auf Grnnd des AuSnahmSgefttzeS für den Kriegsfall geführt. FazekaS hatte in seine» Blatte am 20. Dezember über eine Versammlung der Ev» wachenden Ungarn berichtet. Der Staatsanwalt inkriminierte. die folgende Stelle des Berichtes: „Sie vergesse» offenbar, daß die Versassungsmöglichkeit unserer Zustande während ihrer zweijährigen Herrschaft niemals auf niedrigerer Stuft stand als heute. Nur der Numerus clausus rntfr die Prügelstrafe verkünden ihre geistigen Schöpfungen? Ter Staatsanwalt stellte nun in seiner Anklageschrift bte’ Sache so dar, als ob FazekaS seine Polemik gegen das Christentum gerichtet hätte. Der Verteidiger stellte jedoch einwandfrei fest, daß das Wort Christen in dem Artikel überhaupt nicht vorkam, sondern nur vom Staatsanwalt in sein Zitat hineingeschmuggelt worden war. Es wurde auch ftstgestellt, daß der Artikel Fazekas ausschließlich gegen die Erwachenden Ungarn als unverantwortliche Nebenregier vung geschrieben war. Im Berlanfe des Verhörs erkläre Fdze-as, daß er diesen Artikel auch heute genau so schreiben würde. Staatsanwalt Both: Diese Erklärung des FazekaS halte ich für eine widerliche Ueberhebung, es ist nur zu bedauern, daß die Prügelstrafe nicht für solcheVcrbpecher wie Fazekas gesckasftn wurde, die mit dem Ausland Liebäugeln und im Innern die Einigkeit und den Frieden stören. Es ist ein Versäumnis unserer Judikatur, daß sie die Staatsankvaltschast nicht bevollmächtigte, solche Vergehen st-ie die Fazekas' nicht mit 25 oder mit 50 Stockstreichen HU ahnvm. Nicht ganze Nächte arbeitende Zenluv-. beamte der Staatsanwaltschaft waren hierzu notig, sondern man hätte den Strafanwalt ermächtigen sollen,!«ß er in Begleitunz eines Arztes und eines Büttels in der Redaktion erscheine und den Herrn Redakteur auf die Pritsche lege, wenn er es wagt, über die christliche Richtung so zu schreiben. Redakteur Samuel Fazekas wiederholte ln seiner Verteidigungsrede unter Hinweis auf seine dreißigjährige journalistische Tätigkeit, daß er den Artikel auch heute nicht anders schreiben könnte als damals. Das Gericht erkannte Fazekas des Vergehens gegen die pflichtgemäße Achtung vor dem ungarischen Staat schuldig und verurteilte ihn zu einem Monat Gefängnis, zu Ehrverlust auf die Tauer eines Jahres und zu einer Geldstrafe von 10.00h Kronen. In der Begründung wird darauf hingewieftn, daß der Artikel geeignet war, das Ansehen des ungarischer" Staates herabzufttzen, da er nicht nur auf die Erwachenden Ungarn, sondern auch aus das Parlament als gesetzgebend- Körperschaft bezogen werden konnte. Als erschwerender Umstand wurde das „trotzige, selbstbewußt« Verhallen des Am geklagten" angenommen. Gegen das Urteil meldeten sowohl der Verteidiger als auch der Staatsanwalt di« Bemjung an. Bvlkswitt. Sestempette Krone --- 0.0075 Centimes. Auszahlung Wien 0.0074'/. Centimes I« Zürich notierte - die österreichische Krone . . 0.0074',. (0.0074'/e am 8. März) die österr. gestempelte Krone 0.0075 (0.0075 am 8. Marz)! die tschechische Krone . . . 15.92'/, ( 15.95 am 8. März» die Mark ........ 0.0257 (0.0275 <mt 8. März) Belgrad. . .. 5.50 ( 5.45 am 8. März) Bukarest. 2.56 ( 2.60 am 8. März) Sofia.. . . 3.10 ( 3.10 am 8. Märzj Budapest.. 0.17«/. ( 0.17'/, am 8. März) Warschau ........ 0.0120 (0.0120 am 6. März) Sie Sevisenpreise. In Z ü r i ch konnte die Mark ihre vorgestrige Erholung nicht behalten und senkte sich gestern wieder von 0.0275 auf 0.0260. ES scheint, daß der Berliner Druck in dieser Hinficht gestern nachgelassen hat. Die Devise Paris stieg von 32.40 auf 32.45. Ebenso besserte sich Bukarest von 2.50 auf 2.55. Die österreichische Krone blieb auf dem Stande von 0.0075. Die Devise Prag senkte sich von 15.05 auf 15.9250. Die Devise Budapest wies eine kleine Beflerung von 0.1750 auf 0.1775 auf. In Berlin sttegen im Einklang mit der Marksenlung in Zürich sämtliche Devisen. New York besserte sich von 19.351.50 auf 20.748, London von 91.271.25 auf 97.256.25, Paris vo« 1182.03 auf 1246.87. Die zu erwartenden stärkeren Rückgänge haben sich vorläufig nicht eingestellt. Nach den gestern eingettoffene« Mc d ngen war die Stimmung auf dem Berliner Martte ruhig. In W i e » waren im gestrigen Clearing nnr «nivesentliche Aenderungen zu de zeichnen. Nachstehend die offiziellen Notierungen r Clolagknm der Österreichischen KaUonaltsanl vom 9. März 1928. Devisen (Schecks und Auszahlungen) msterdam f. 1 holl, Gulden gram l jug. Kronen . . * elgrad I Dinar . erlln 1 deutsche Reichsmark rümtel I belgische Francs . udapest l ungarische Kronen ukarest I Lei -. . . . . hristlanla 1 norweg. Kronen openhagen I dilnlsche Kronor ondon l Pfund Sterling « . lodrld I Pesetas . . . . . lailand 1 Lire . , » , . . ew York I Dollar, . . . . aris i Francs ...... rag I tschecho-slow. Kronen sfiS ( Lewa ... . . tockltplm l schwedlspheKronor /arschau 1 polnische Mark . Kurs vom 7. M&rn ZiuV Oeld War« Geld War*! 28270.-, 730.H 3.5S 37S6.T 23J| 4 58170.- 6 734.— 6 734.- 8 3.55 4'f, 3669.- 6 23.25 6 5 12885.- 5 138» 3 : 334950.- 1 SV, 11035.- 6 3406.- 4 71325.- 5 4294.- 5 2122. - 7'A 414.5U ,4‘i 18830.- 6 1.60 3 133IW- 736.- 734.- 3.65 3.45 3681. 3744. 23.35 23.20 iir~-~-trTrmms,imirrn(rriii,r"" ■ ■—

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