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Wiener Morgenzeitung · 1923-03-10 · Heft 1463 (10.3.1923) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1463 (10.3.1923)
Date
1923-03-10
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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«L l«a mrnmw «kn, Sandtet Wiener Morgenzeitung, 10. MSr, im «eite» am Zloniailaoho Selctioan. fttr d.lo westllohen. Bezirke, VIII., Benuoplate ISTp. 1 orgen Sonntag im Festsaale des MflMschen Tereimes l, Miamgasse Nr. 4 zjc Kartanrohrerkauf: Zion. Sektion, VN., Benno» platx 1, Tel. 39.269, „Wiener Morgenzeiung“, Kartenburean „Aida“, Buchhandlung Lowit PURIMSPIEL «i MASKENFEST IM HOFE DE» KÖNIGIN ESTHER Sohlachmoitwftlt Ttnzarrang. Prof. Hoofiotatter Juxbazar yfi Uhr: Saaleröffnung / 10 Uhr: Einzug der Königin Esther mit ihrem Hofstaat / 11 Uhr: Purim« spiel, mitwirkend Jona Reissmann 12 Uhr: öehönheits - Kostüm o-o«o Tanzkonkurrenz o-o-o -k * * Besinn 0 Uhr abend* Tagesbericht. Shreuzeichenftatut. Dl»S gestrige Ami Matt veröffentlicht daS vom GesamtfM-nett gezeichnete Statut für bhe „Ehrenzeichen für Verdienste M» die RopadblA Oesterreich" (die schlechte SatzkonstvMion ist amtlich). Die um die Ri, publik erwörbenen Verdienst« sind m .zehn Klassen des EhventzvichenS zu sinnfällig abgestuftem Ausdruck gedvacht. Schr uMig sind die Bestimmungen ülber die „Art deS Tragens der DeLo«vtiivnen". So trügt etwa der glückliche Besitzer des großen goldene:: EhrengsichenL am Bande „die goldene, ottva sieden Zentimeter hohe Dekoration rmten an der Masche eines etwa zehn Zentimeter breiten vot-weiß-rvten, beiderseits mit einem schmalen, weihen Vorstoß« versehenen, .van der rechten Schulter vorm und vückwäviS zur fchdfett Hüfte verlaufenden Bandes". Dazu aber „wird der ,gM«ne, etwa moltn ZenMneter im Durchmesser messende Bvüststern an der linken Brustsefte anyesteckl getragen". Neben diesen incer- Ssfanten Toilettevorschriften ist dsmerlenswert, daß die Besitzer der Ehrenzeichen „sich vor deren A-usfolgung zu verpflichten haben, daß die Dekorationen nach ihrem Mieden (die ftcksche BeMtzung des Brvnomens ist amtlich) von ihren Erben ßurückgestellt werden und daß sie hierfür entsprechende Vorsorge troffen werden". Die Dekorationen dürfen also einen seicht unbedeutenden Maderiakvevt haben. Wir haben also doch poch Geld! Hoffentlich ist in die noch durch eine Verordnung paher zu bestimmende „BerlechungAatze" der MateviMvert einperechmt. Interessant wäre eS übrigens zu wissen, wie viel 8m Budget alS Ausgabe für die OrdenSspielevei vorgesehen ist pnd welchen Ertrag sich der Herr BuMeSsmauMmister von den Einnahmen an Verleihungstaxen erhofft. Die Dache kann Sa ein einträgliches Geschäft sein, den« das Wort „Verdienste" ist bekantlich die Mehrzahl von da8 Verdienst und der Verdienst. Und der Verdienst wird eS sich nicht nehmen kaffen, sich mit den Ehre,Wichen zu sch-u-ücken. Wozu wäre sonst di« BerkekhungStare da? : Der SchSpfer der erste» ««garlsche» Fabrttsstadt. Der I. P. Z. wird aus Budapest geschrieben: In stkner Zeit, ft» die Presse deS „christlichen Kurses" in Ungarn sich darin gefällt, die Resultate jüdischer Kulturarbeit herabzu'etzen, darf wohl daran erinnert werden, daß das Zentrum iter -ungarischen Industrie, die heute über 60.000 Einwohner zählende Fabriksvorstadt Budapests, N e u p e ft. hve alleinige Gründung eins Juden ist. Dieser Jude hieß sDlegfvied Löwy, war von seinen Eltern zuerst zmn Tal« pruöstzudium bestimmt und besuchte auch um die Wende des achtzehnten Jahrhunderts die Jeschiwa in. Prcßburg. In seinem 30. Lebensjahr übernahm er mit seinen zwei Brü» dern die Gerberei seines Vaters und wollte sie, nach der itzauptsiwdt verlegen. Hier aber machten ihm die damals in voller Blüte stehenden Innungen Schwierigkeiten und so erbaute er seine Fabrik in der Sandwüste, die sich nördlich von Pest an ttrr Donau entlang zog. Diese Fabrik und das Wohnhaus der drei Brüder Löwh bildeten den Kern der später „Naupcst" benannten Gemeind«, deren erster, hochgeachteter Studtrichter Siegfried Löwy war. Nach den von chm ausgeavbeiteten Statuten verpflichtete sich die Neue Ge. meinde zu konfessioneller Rechtsgleichheit, zu Gewe^befreiheit und zmn Verbote jeglicher Jmmngsgründungen. DKS letzte Moment bewirkte den rapiden Aufschwung Neuheftr al8 Industriestadt. Alle Gewerbetreibenden, denen der kurzsichtige Konkurrenzneid der Pester Innungen die Ansiedlung verweigerte» ließen sich in Neupest nieder und so wurde V'.esc Gründung Siegfried LöwyS die erste Fabriksstadt Ungarns. Löwy schuf dort auch die jüdische Gemeinde und erbaute im Jahre 1630 die Synagoge. Die zwölf Kinder Lowys leben heute rwch als geachtete Bürger in Neupest. * Die Goldparität. Die Geschäft Stellung der Oesterreich ischen Nationalbauk teilt mit. daß die Goldparität (U<nv nechnungsverhältniS betreffend die ZollEuuaen in Gold) für die Periode vom 12. März bis 18. März 1023 mit 14.460 K. festgesetzt worden ist. * Di« bestohlene HaSmonea. Der beschäftrgnngslose Wltpp Wilhelm Singer hat dem Sportkwb HaSmonea Sportsachen im Wert« von zwei Millionen Kronen und 100.008 Kronm oar gestohlen. Er war dann aeftüchtet. Am 7. d. wurde er in einem CcHe in der Mariahilferstraß« verhaftet und. da er oftmals west?» Diebstahls vorbestraft ist und vom Geidamevieposten Hartbera w^rn Verdachtes des Diebstahles und der Fundverhaimlichnng verfolgt wird, dem Handelsgerichte eingeliefert. * Das Unglück einer Blinden. Eine blinde Frau, Adele G r o ß. hat eine Freikarte der städtifchen Straßenbahnen »nv Ämn Delobetrag von mehr als einer halben Million gestern um 10 Uhr abc-nds auf dem Wege Wickenburggasse, Florian!- aass« und Vlindrngasse bis zur Pfeilgasie verloren. DaS Geld hat nicht ihr gehört, und die arme Frau ist ersatzpflichtig. Die bittet dalrer den redlichen Finder. Fahrkarte und Betrag nach Abgug Finderlohnes bei der Polizeibehörde abzugeben.! * Amtlicher Wetterbericht, O-sterrsich liegt wieder im -Bereich der kalten Oststvömuna. Das Wetter iü trüb. A» den alt. lichen Alpenlandern fiel Schnee, doch nur 4n rmöedeutends» Mengen. Die Temperatur stieg in Wien nicht über ein Grad. Im Gegensatz zu diesen unternorm-alen Temperaturen im Osten Oesterreichs hat Island pluS 7 Grad. Sogar Spitz« bevg'n noch plnS 1 Grad. Voraussage: Herrscher der Wetterchavakter. ohne wesentliche Aenderung anhaltend, nur loichre Besserung. vereine. Dortröge nnd Versammlungen. Hebräischer Klub, 8. Dez., Taborftraße 1. Heute, balb 8 Uhr abends, Vortrag E. Rabinowicz r .Tie hi stoischen Elemente in der neuen jüdischen Literatur." Morgen, halb 6 Uhr abends, Vortrag Stich r >DaS Leben Den JehnbaS." Dann Ausschuß. — Jugendverein Ahawath Zion. Heute, halb 8 lihr abends, im neuen VerelnSheim, 2. Be»., AuSstellungSstraße, Gasthaus Traxler, Heimabend. Gaste willromnen. — Zeire MiSrachi, 3. Bez., Praterstraße 46/11. Heute, 3 Uhr nachmittaaS, Vortrüg Herr ftud. vhil. Lilienfeld: „ReligionSphilofophte Kufari". Halb 8 Uhr abends, dringende Ausschußsitznng. — Verein Erez Israel, 8. Bez., ZirkuSadsse 68. Heute, 7 Uhr abends, ZtzklnS Rabbiner Doktor Kmninra t „Psalmen." Anschießend Mitglicderfeminar. Gäste willkommen. — Jüdische sogialdemokratische Arbeiterpartei Poale Zion. Heute, halb 8 Uhr abends, 2. Bez.. Blumauergasse 1, Vortrag Dr. F. Sternberg r „Tie politische Lage und die Internationale". — Palästina-Sektion der akademischen Vereines jüdischer Mediziner, 0. Dez., Liechtensteinstrahe 11/18. Heute, 8 Uhr nachmittags, im Vereinslokale Mitgliederznsammenkunft. Vortrag Koll. Rabinovici über: Fns-ki und seine Werke". —Verband zionistischer Studenten aus Rußland in Wien. v. Bez., Spitalgasie 26, Cafä Schemel. Heute, 7 Uhr abends, Fortsetzung der Generalversammlung. Erscheinen Pflicht! Eintritt frei. Gäste willkommen! — Dezirkssektion innere Stadt. Klublokal Hotel de France, 1. Bez., Schottenring 8, Treffpunkt der Zionisten. — Jngendverern Ahawath Zion. Heute, 4 Uhr nachnrittaaS, 2. Dez., Glockengasse 80, Kibuz Jrri. — Elternversammlung. TienStag den 18. d., halb 8 Uhr abend-, 18. Bez.. Cchopeuhmlerftrasie 39, Elternversammlnna. Referent Dr. Herzberg r Welche Gefahren drohen dem jüdischen Schulkind". — Jüdische Tohnb e e h a l l e, 20. Bez., Denisgas''e 98. Morgen, 8 Uhr nachmittags, Vortrag Herr Prosesior Dr. Korniher r „Pompeii in Wort nnd Lilb*. — Ztonistische^ugendgrupve K « l t u r s e k t i o n XX. Heute, 3 Ubr nachmittags, in der hebräischen Schule, 20. Bez.» Otbmargasse 48, Vortrag Herr M. Gerstel r „Das Judentum der Gegenwart". Nachher Bericht Über die Purimfeier und Kartenabrechnung. LeovoldstädterVolkSheim, % Bez., ZirkuSgasie 48. 7 Uhr r Dr. Peter Karapda r „DaS Sturmjahr 1848. Karten zu 400 K. Ferner r Einführung m die Philosophie und Sprachkurse. Urania. Heute t Großer Saal r Halb 8 Uhr: Schülervortrag : Unser StevhanSdom. Zähne. Unfall auf der Straßenbahn. 5 Uhr: Mutter nnd Kind. AuS dem Fmnllienleben der Tiere. Halb 8 Uhr r Der Tondichter Robert Schummm. Kleiner Saal: Halb 6Nbr: Johannes Pietschmannr Regatta und Wildwaflersport in Oesterreich. 7 Uhr r Anton Amon: Wiener f umoristen. Vorlegung. Kurssaal r 6 Mr: Hofrat Ing. Josef 8 w h r Gnmdlagen der elekttotechnischen Meßknnde, Vn. Halb 8 Ubr: Prof. Dr. Hand Bauer: Mathematische Einführung in die Gravitationstheorie Einsteins mit einer erakten Darstellung ihrer wichtigsten Eroebnisie. Klnbiaalr 8 Uhr: Univ.- Lektor Ferd. M a t r a S r RednerfurS. Xi. Halb 8 Uhr Ministerialrat Ludwig B a t H ft a t Einzelfragen aus dem Seelenleben de- Kleinkindes, l._ Keranstalwngskaleadrr. Seuly. Zionistische Sektion Landstraße, 6 Uhr nachmittags, AuSschnßsitzung. — Zionist i.s ch e S LandeSkomltee, halb 8 Uhr abends, außerordentliche Sitzung. — Histad r « t h Jung I « d a, X., Gudrunstraße 140, Gründung des AltverbandeS. 8 Uhr abends. Referent Dr. Taglicht. ~ Ti ichgesellschnft Alsergrund, 8 Uhr abends, Hotel de France, l., Schottenring 9, Klubzimmer, Zusammenkunft. Referat Dr. Jakob Weiner. Rezitationen Frau Großmann. Hebräische und jüdische Lieder Herr Oberkantor Pvstelöw. kruShrms. vis Lebensmittelmiirkte. Erhöhung -er Fleischpretje. Nachdem vorgestern bereits der Stechviehmarkt in St. Marx ungenügend beschickt war, sielen gestern auch die Zufuhren in der Großmarkthalle sehr schwach a«8. Die Wagenzusnhren sind schon seit einigen Tagen auffallend gering und mit der Bahn langten gestern an einem HauptverkehrStage für den Großhandel, nur drei Waggons ein. ES zeigte sich deutlich das Beftteben, die Märkte durch Reduzierung deS Angebotes zu beeinflußen. Die Folge des ungenögenben Angebotes blieb auch nicht aus. Im Großhandel habe» sich bereits alle Fleischgaltungen wesentlich im Preise erhöh!. Tie Preiserhöhung betrug ftic Rindfleisch 1000 K., für Büffelfleisch 1500 St., für Schwe'nefleisch 2000 K., für Kälber und Lärnmer 1000 K., für Schweine 1O0K) bis 2000 für Kitze 2000 K. und für Ziegen 3000 K. pro Kilogramm. . Dagegen ist die Preistreiberei vorläufig qilf den Grünwarenmärkten nicht' gelungen. Die Märkte mußten sogar unter dem Drucke des Angebotes großer Mengen ausländischer Gemüsearten, d'e sich wesentlich billiger als die hiesigen stellen, endlich mit dem Spinatpreis ausgiebig heruntergehen. An dem gestrigen Frühmarkte fielen die Spinatpreise von 600Ü bis 10.000 K. auf 8000 bis 6000 K. pro Kilogramm. In Kleinhandel war allerdings von dieser ausgiebige» PreiSennäßiaung gestern nichts zu spüren. Auch die Absicht, die Eierpreise in die Höhe zu treiben, scheiterte an.' dem ^Eintreffen großer.Mengen. Die Eier waren sogar zu. dem bisherigen Preise von 1200 bis 1400 K. pro Stück nur kchw« —erkä«^lich7- Bühne und Kunst. PavenSerg Harpagou. (Ratmund-Thealer.) Der Harpagon in Mobiere-Dtamchsims ,-GÄziysm", de« Pallen«berg schafft, in jede»» AngeiMck, in jeder mit jsdem Wort schafft, fft der Geiz an sich, der fth>'.'loso!ph>i>schmetaphysische Begriff des Geizes. Die LeisÄlug ist atemrauibendbewumdeM-ngZwurdig. Dübel ist deuMch sichtbar, wie dicher KüMer fortWährerH cm sich selbst schaff', Ms sich düs Dtarfft« mit den sinftrchsten Mtteln hervuSguhr^en bemüht ist. Wat Palleniberg jetzt in feütrau schon bei eimem fricheren Gastspiel bewunderten Harpagon gibt, ist ernsteste Kunst, die zu>m Besten ihrer Art zählt. Ergriffen und bswel-nde-md dankte das zahlreiche PMikum (man scheint doch in Wien auch für ernstes Theater Jnkresie zu haben) dem Gast. Die Mitspielenden vom heimffchen EnseaMe bmÄhirn^ sich nach Kräften. Gestalten kamen nur bei Ermny Förster und Eduard Lotbner heraus. Tue Naimund-Thecrier-JuHenL» ist lvider herzlich bLntlos. S. S, Nu iMscher Theater kn Pole». (Merkwürdige Bedingamgen des Woiwoden. Keine d«t, scheu und ruffischea Stücke.) Aus Warschau wird «uns gemestdet: Der Woiwode dev Provinz Wolhynien hat einean jüdischen Theater- Unternehmer eine Konzesiivn für Mische Theabe^^s«^ Mhvumyen erteilt, jedoch dictse^e an die B«dmguv-g 4vkM.pft,I daß wußer den orWial-Wschrn nur MS dem Polnischen^ Äbertragone Stücke, aber keine Wevke der vuffischen nnd dar! dentschen Liwvariu.r gespM werden dürfen. Aber auch die Zahl' der Mischen S Äcke darf die der pÄnffchen nicht Aberschrenten. Ein polnischer Schowßpiolsr mutz den Posten der RogisisurS inn.chaben. Diese eigenartige ,Konzession" ist in ihrer LächeMchkckrt ein Unikum. Schon, daß die russische mck» doutsche Kunst (in Uebertragungenl) ausgeschlossen wird, fft scherchast. Daß überdies ein pölnlscher Aegisse-Ur auch boi den jüdische« Theaterabenden das Zepter führen muß, ist geistvoll enormen. Der Wortlaut der Konzessionsurkunde muß kostbar fein. Der Woiwcde der Provinz Wolhynien hat sich omey Puvimspaß gestattet. Sukzer-JMkaum. Cön Kreis von Fr-snnde« und Bei> ehrem deS Altmeisters des Violoncello Professor Josef Sul-! zer veranstaltete anläßlich dessen 60jährigen KünstlerjMlämnS^ eine Festakademie, wÄche un'er Mitwirkung Wvchastvri Kunstkraifte Sonntag den 18. d. um 8 Uhr nachmÄtogs im, Festsaale der Hosburg stottffndet. Karten sind erhältlich ümi Konzerthuvoa« GntmanN» 1. Dez., Mcchlerstvahe 4, Cafe Ga«-; tendau, 1. Bez., Partring 10, Bnchhandibung Lowit, 1. Bez,s Rotentiuvmftraße 28, MusikMenhantünng I. Lmschütz, 1. ©eä>i AtSevA^sse 7, Bcmchans S. RosenLSatt» S. Bez., Lvechtenstein-j straße 2. Francois Fkameng, der bekannte frvnMische Maler, P. im Mtt von 67 Jahren cm den Folgen einer Operation ge-! starben. Flvmeng war der Sohn de« Radierers Leopold Flameng. Er gcckt früh a(S sin hervorragendes odademüscheS! Talent, wurde vom Pulblihmr verwohnt und bann'« den harten! Kampf des KünstSers irre. Er gehörte zu jenen „GlücMchen",' deren Werke sofort verbausst nnd VW der Kritik gÄM wurden, die ckls Menschen ihr Men bang prachtiige Typen Aleben, Äs ÄS KtüinsiSer oder nie ckne ü!ber das Akademische hinausvckchende Rolle spWen. Er kMte die ft-lbst als Postkarten repvoduzverten Gema-Le, auS der Geschich'e Fm-nkveichS, besonders aus der RevoLu'ion, wie „ftappöl deS GirockdinS" oder dis Szene, die Maria Antoinette vor dem Schaffst zeigt. Er nvÄ-tzs wiche TveppengeLnAde und swndte vieles nach Amerika, wo er früh Bewunderer gesunden hatte. — Als der Krieg au Sb rach, wurde er einer der Chefs der Camousioge-ALieAungen. Vor neue Ausgaben gestellt, hat Wmneng nun in dieser letzten Periode seines Schaffens seine besten Bilder gemalt» Die in de» nachiotgenden Budriüe» mit a beävichneleck! Stotiien und ArUlael find eni ähnliche Ankündbgmtnttt <8 20 des Prestgesehes). | 1 Seaale» präzise 7 Uhr abends, im Zeremonleniaal der Hast, bürg, Konzert Roderich B a ß. Karte» bei Gutuum« und Kehlendorfer. . Aus de» Theatern. A k a d e m 1 e t tz e a t e rr Morgen. 8 Uhr nachucktagk .Quality Street" (,Jm Men Gäßchen"). ] S tadtheatarr Morgen, halb 3 Uhr nachmittag« Offenbcrchs Oper ^HoffmannSErzählungem ^mtend ermäßiateu Prellen »ur WiederboümL.

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