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Wiener Morgenzeitung · 1923-03-09 · Heft 1462 (9.3.1923) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1462 (9.3.1923)
Date
1923-03-09
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Cnr o ~ Wien, grenng. Mitteilungen aus dem Publikum. W3 Streng orthodox W3 Hotel tttid Restaurant BARSCHAK II. Grosse Schiffgasse 3 nsa!" 1V2 »ä'Xi.5.' Telephon 40-1-39 für Hoch«Usdmers zu sehr Vorzügliche Küche. Vereine. Vorträge und Versammlungen. Vereinigung jüdischer Akademiker, Bez., Am Werd 13. Morgen, halb 2 llhr. Talmud-Schijur. Vortragender Rabbiner Wundermann. — ReichSschutzvund der Handelsvertreter. Morgen, 3 Uhr nachmittags, im Cas6 Gartenbau, 1. Brz., Parkring 10 -Lontencin'), Verbandstrefftag der Reitenden und Kommissionäre. Bund aller Schaffenden, im eigenen Heim, d. Dez., Webgasse 6. Straßenbahnlinie 57. Jeden Montag, halb 8 Uhr abends, volkswirtschaftlicher Vortrag mit Wechelrede. ^vtct zugänglich. Nächstes Thema: „Losung der Wirtschaftskrise." Schriftsteller Färber. — Bukowinaer Zentralverba u d. Ab 11. März jeden Sonntrg, 8 Uhr vormittags, Verbandsdiskussionen nn Bukowinaer Zentralrestarrrant (Souterrain) 2. Bez., Taborsttaße 8a. — Hebräischer Klub, 2. Dez., Taborstraße 1. Heute, halb 8 Uhr abends, Mbelleltüre. Samstag, halb 8 Uhr abends, Vortrag E. Rabiuowicz: „Tie historischen Elemente in brr neuen jüdischen Literatur." Sonntag, halb 8 Uhr abends, Vortrag Stich: „Das Leben Ben Jehudas." — Sonntag, 7 Uhr abends, Dortrag Johann Ferch über: „Ceburjcnbeschrörlrmg" im Jngenieur- und Architektensaal, 1. Lez., Eschenbaägasse 9. — Jugendverein Llhawath Zion. Morgen, halb 8 Uhr abends, Heimabend im neuen Vereinsheim. 2. Bez., Ausstellungsstraße, Gasthaus Traxler (gegenüber der Molkereistratze). Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Gäste willkommen.! O e st e r r e i ch i s ch e 8 Museum. Morgen, halb .5 Li8 6 Uhr abends, Arbeitsgemeinschaft über: „Einführung in die Keramik", sämtliche Karten vergriffen. Sonntag den 11. d., halb 11 Uhr vormittags, Führung durch die Sammlung „Wiener Porzellan", 1. Bez., Stubenring 5. Dir Sammlungen, die Lobmayr-Äusstellung und die Ausstellung der Neuerwerbungen der Bibliothek sind von 9 Uhr vormittags bis 1 Uhr mittags geöffnet. Eintritt 200 K. Bibliothek und Lesesale von 9 Uhr vormittags bis 1 Uhr mittags bei freiem Eintritt. Volksbildung im Technischen Museum. Morgen, 3 Uhr nachmittags, Führungsvortrag von Dr. O. Bryck: „Elektrische Entladungen in luftverdünnten Räumen". Sonntag, 10 Uhr vormittags, im Großen Hörsaal Lichtbildervorirag mit Demonstrationen von Professor Tr. L. Nichte:« r „Elektrische Schwingungen und Wellen". Urania. Heute: Großer Saal: 5 Uhr: Knud Rasmuffen s Polarfahrt. Halb 8 Uhr: Elsa, Berta, Martha W i e s e n t h a l: Kmmnertauzabend. Kleiner Saal: Halb 6 Uhr: Dr. Berta Ganser: Kulturgeschichtliche Charakterbilder aus ßLiens Vergangenheit, UI. Halb 8 Uhr: Kritische Einführung in Oswald Spenglers: Untergang des Abendlandes, . Univ.- Prof. Wilhelm Bauer: Oswald Spenglers Geschichtsauffassung im allgemeinen, 1. Kurssaal: 5 Uhr: Neg.-Rat Dr. Franz D i p p m a n n : Rembrandt als Erzidher, H. Halb 7 Uhr: Univ.-Assist. Dr. Wilhelm M a r i n e l l i: Tie Sinnesorgane der Tiere und ihre Leistungen, i>. 8 Uhr: Hofrat Dr. Gottfried Dimmer: Tie Entwicklung der modernen theoretischen Physik, V. Klubsaal: 6 Uhr: Univ. Lektor Ferd. Matras: Sprechkurs, Xi. Halb 8 Uhr: Univ.-Prof. Tr. P. Konstantin Hohenlohe: Tie soziale Frage,«!. Uraniabücherstube: Von 8 Uhr vormittags bis 1 Uhr mittags und von 2 Uhr nachmittags bis 6 Uhr abends geöffnet. Aniihrung. Ae Leüensmitteluwrlte. Liu Kttsgromm Kohlfproffea im Veohhan-el 34.000 dis 38.000 Kronen. Die Teuerung macht auf den Märkten für ein elnr Artikel geradezu unfaßbare Fortschritte, die alle Hoffnungen auf den so sehnlich erwarteten und immer wieder versprochenen Preisabbau vernichtet. Obzwar die Beschickung der Grünwarenmärkte außerordentlich günstig und der Bedarf mehr als gedeckt ist — aus Holland sind große Sendungen von Rotkraut, Weißkraut und Wirsingkohl angekommen — sind die Preise für alle Gartnerartikel weiter in die Höhe gegangen. Wahrend die Preiserhöhung bei Karotten, Petersilienwurzeln, Salatrüben und Gärtnerkohl 100 dis 200 K. pro Kilogramm beträgt, wurde der Preis für Kohlsprossen gleich um 8000 K. in die Höhe getrieben, so daß für ein Kilogramm im Großhandel ein Preis von 34.000 bis 38.000 K. gefordert wird. Die Fleischzusuhren in die Großmarkthalle, die mittels Bahn erfolgten, sind sehr günstig — im ganzen sind 11 Waggonladungen mit verschiedenen Fleischgattungen angekonimen — dagegen sind die Zufuhren mittels Wagen auffallend gering, was damit Zusammenhängen dürfte, daß die ländlichen Produzenten schon jetzt Ware zu Cpekulatiouszwecken für die Osterfeiertage zurückhalten. Schweinefett hat sich im Kleinhandel um 1000 K. pro Kilogramm verteuert, die Preise der übrigen Fleisch- und Fettartikel blieben unverändert. s ° Tie geplante Preiserhöhung der Seefische auf 16.000 K. pro Kilogramm konnte nicht durchgedrückt werden, da sie zum kreise von 14.000 K. nahezu ünanbringlich sind. Fhaw-Abend im Deutsche» Boltstheater. „Blaues Posnets Erweckung" eine melodramatische Predigt. — „Die große Katharina", ein Scherzo aus dem russischen Hofleben« Ein Naketenfeuer von entzückendem Farbenspiel. Zwischen den bunten Sternen, Kugeln, Blumen, Girlanden (kaltes ^Feuer), zuckt spärlich, aber köstlich, Herzflamme auf. Die bei- 'den Stücke sind ja von Berhard Shaw. Wenn der moräli- ^sterende Spötter müde wird, seine Rute zu schwingen, schlägt der Dichter die Augen auf. Man soll es gleich feststellen: der! Spielleiter Hans Br ahm und die Künstler des „Deutschen Kolkstheaters" standen Shaw herrlich zur Seite. 1 „Blanco Posnets Erweckung" spielt in Wild- West unter Goldgräbern und ihren Weibetn. Die Glasur, i „Zivilisation", ist bei diesen zusammengewürfelten Adeniteuerern längst abgesallen. Lynchen und Aufknüpfen ist ihr iHcmptspaß, und der Einakter wäre nicht von Shaw, wenn!nicht vor jeder Jüstifikation ein rotnasiger, sattgefteffener Frömmler dom Todeskandidaten salbungsvoll vom Himmel er- Wrener Vrorgenzeirung. __ zählte. Jetzt ist Blanco Posnet dran, ins Jenseits befördert zu werden, einer der liebenswürdigsten Halunken, den man je auf den Brettern sah. Er hat dem Sheriff ein Pferd gestohlen und will davonjagen. Da sieht er zum ersten Male das Antlitz Gottes, eine Witfrau will mit ihrem kranken Kinde zum Arzt. Er überläßt ihr ^griffen daS gestohlene Pferd, trottet ziellos in die Wildnis, wird natürlich abgefangen, zurückgeschleppt und „vor Gericht" gestellt. Äer famose Junge entwickelt nicht bloß Galgenhumor bei der Verhandlung im Kreise dieser Galgenvögel. Das reine Erlebnis nach dem Pferdediebstahl klingt in seiner Brust nach und lehrt ihn den Strick verachten. Wie bei anderen honorigeren Gerichten braucht man auch in Wild-West einen Zeugen wider den Angeklagten. Er darf falsch aussagen. Aber er muß da sein, bevor der Henker die Schlinge dreht. Eine Dirne, durch saftige Bosheiten des Deliquenten zur Megäre geworden, fungiert als Kronzeugin und zeigt Lust, ihm die Augen auszukratzen, noch bevor er baumelt. Schon ist der Fall spruchreif, schon will die saubere Kumpanei ihre Lust letzen — da kommt die Witfrau mit dem Pferde zurück. Das Kind aber ist gestorben. Blanco Posnet, dessen Seele im Morgengrauen just nach dem Pferdediebstahl, durch den Anblick des kranken Kindes erweckt wurde, bricht bei dieser Nachricht zusammen. Dann reckt er sich auf und fragt die Dirne, ob sie auch jetzt noch gegen ihn aussagen könnte. Sie kann es jetzt nicht mehr. Auch zu ihr ließ der Herr das Kindlein kommen, das srühmorgenS auf den:! Ritt zum Arzte in den Armen der Mutter starb. Die Wild- Westler müssen fluchend auf den Galgenspaß verzichten und — Bernhard Shaw hat die geistvolle, reichgegliederte, spannende „melodramatische Predigt" geformt — Blanco Posnet ehelicht die Dirne. Jakob Feldhammers Blanco Posnet ist eine ganz große Künstlertat. Seltene Ausdrucksfähigkeit des Antlitzes, Augen, welche die hurtigen ergebenen Diener seines Gemütes sind, ein herrliches Organ und ein überschänmendes Temperament sind die Vorzüge dieses jungen Schauspielers. Empörte Sittlichkeit schreit aus seinen schmierigen, verluderten Rowdy, und gleichzeitig gelingt restlos die abgrundtiefe Persiflage, welche dieses Wild-West-Stück bedeutet. Auch den anderen Mitwirkenden gelingt sie fast durchwegs. Ausgezeichnet vor allem Alfred Schreiber als perfidester Augenverdreher, Lina Wojwood>,als Dirne, Hugo Werner-Kahle als Sheriff. Farbenfroh urw^räftig, mit einem tüchtigen Schuß Kolportageromantik versetzt, das Bühnenbild und voll Leben das Zusanlmenspiel. Dann folgte der Faschingsulk: „Die große Katharina". Die rühmliche russische Kaiserin und Liebhaberin sowie ihr stets besoffener Potemkin werden einen nüchternen, klugen, hochzivilisierteu, in jedem Belang einwandfreien britischen Offizier samt Braut gegenübergestellt. Wenn die von dem wohlhonorigen englischen Bräutigam verschmähte moskowitische Barbarin mit ihm ihr Spiel treibt, ihn mit rosigen Bändern geknebelt vor ihren Thron wälzen läßt und, seine Weichen mit dem Atlasschuh kitzelnd, dem Gefolterten Aussicht auf das Strumpfband gönnt, sind alle guten Geister des Humors entfeffelt. Die große Katharina ist Erika Wagner, vielleicht um eine Nuance zu wenig groteskaber sonst von überraschender Beweglichkeit und Laune, außerdem im Hofstaat wunderschön anzusehen. Herr Werner-Kahle, der den spuckenden, prügelnden, trinkenden Potemkin gibt, hatte einen guten Abend. Eine löbliche Mischung von Verschmitztheit und Naivität gelingt ihm, und sein ungeschlacht tölpelhaftes Agieren entfesselte Lachstürme. Sehr angenehm Karl Günther als englischer Offizier, tatsächlich eine Figur für das Museum der großen Barbarin Katharina, ganz entzückend Nelly Hochwald und voll Verdienst Ria Thiele. Der Spielleiter des Abends, HanS'Brahm, hat auch daS anmutige, preziöfe Bühnenbild beigestellt und durch heiteres Aufbauen der Szenen bei offenem Vorhang den Spaß gefördert. Wenn es einen Operettenkomponisten gäbe, der daS Talent hätte, dieses unerhört gelungene Libretto zu vertonen, dürste man von einer Renaiffance der Operette reden. Es war ein schöner Abend des Deutschen VolkstheaterS« und das Publikum dankte mit ungewöhnlich starkem Beifall. Otto Abel es. Whrnctal scheidet aus dem Verband der Staatsoper. Herr Professor MynielÄ hat vor einiger gebt an die Direktion der Oper daS Ersuchen um Enlhobunig von seinem Vertrag gestellt. Kärglich ist ein neues Schreiben d:s Herrn Professors Wymetcü an die Diversion gÄa-ngt, worin er auch pur den Rest der Spielzeit um Erhebung von seinen Verpflichtiungen ersucht. Professor Wy.nÄcrl wird dah r an die St>m»i8oper nicht mehr gurückkehren und jem? Tanisi'ähvige und erfolgreiche Täbigikeit als. Obervogiffeur der Staatscper ist Äs beendet anyuschen. Dir Direktion hat sogleich nach Einlongen des EuthassirugSgesuches des Herrn Pvofeffors Wymebal Verha-Mungen mit dem Ostcrrsgisseur der Korlsmcher Oper' Herrn Joses Turnan eingeleitet, die nunmehr zum Abschluß glo-ngt sind. Herr Tnrnau wird vom Septemiber 19D3 an näben Herrn Rm^ dis Oderregie der Staatsaper Mähren. „Der liebe Augustin", Julius BittnerS musikalische CharakterkomSdie, eines der wertvollsten Werke österreichischer Kunst, hat bis nun in Wien keine würdige Auffichrung erlebt und blieb ziemlich unbekannt. Nun dürfte eS über Berlin in Wien populär werden. .Das Berliner Stadttheater wird nämlich in der nächster. Zeit Bittners „Lieben Augustin" aus Anlaß einer „Oesterreichischen Woche" herauSbringen. -.8*« ar^sKe« Ln,«»A-»r.Dr»m«. Der arabisch .Dichter und Publizist Azlz Dom et hat ein dreiakttaei Drama, betitelt „3 o f e f Trnmpeldv t", vollendet, welche! daS Leben dieses jüdischen Helden von Tel-Chaj schildert. 0«?ltrreid)tf4ts «rrs-um. Neu ausgestellt sind in VortragSsaale des Oesterreichischen Museums, 1. Bez., Stuben ring 5, zwei her neuesten und wichtigsten Erwerbungen de MuseumSbibliothekr die grv'ßen AbbildungSwerke über gotisch Bildwirkereien von D e m o t t« und über den Schrein de hl. Elisabeth in Marburg von R. H a mann. Von dem Werk Temottes sind bisher zwei Lieferungen erschienen,' welche ln vor süalümn afltfcutbuuteM. tixut Reibe 1« tiai&texiU» buxüvJUU ». Ttf) 1KV gotischen Btldwirkerrien zu - Darstellung bringen, wie den be-' rühmten Zyklus der Apokalypse de8 Pariser Bildwirkers NicolaSi Betaille, den dieser von 1876 an im Anstrage Ludwigs von Anjou nach den Entwürfen des Hofmalers Karls V., Hennequins von Brügge, gearbeitet hat (heute in der Kathedrale von AngerS),! den Altarbehang des Kardinals von Bourbon um 1485 (in der! Kathedrale von SenSl, eine Folge von Bildteppichen mit Ein-i hörnem und höfisch gekleideten Damen auf reichem Blumengrund, um 1495 (im Musee Clunyl, daS „Martyrium des hl. StevhanuS^ um 1600 (ebenda) und die „Geschichte , des hl. RemigiuS" .uml 1510 bis 1631' (ait St. Remy in ReimS>. DaS Werk über ven! Schrein der hl. Elisabeth in Marburg bringt auf 58 Lichtdruck-,' tafeln dieses großartige Kunstwerk des 16. Jahrhunderts in allen Einzell'eiten zur Anfchomma. Kunstwetlkewrrbe im Rahmen der Pariser Olympiade, Die Jnlernatioale Kunstkommiffion des fna.nizöiftsckien Olynipisthen Komitees hcrt beschlossen, im Rahmen ider näWjÄhrrgen Pariser Otlympiade neben alhlviischm auch Kunst- und L il erat-urbewerbe anszuschyiben und auch hierin den Ueberlreifernmgen des antiken Hellas zu folgen, wo die Mhaltn>ng der Olympischen Spiele Anlaß zum Entstehen so mancher dichterischen und künstleriischen Mevsterlp-erles bot. Der französisch.' DollzuasauLschuß setzt domnach fünf internationale Preis« aus auf die besten Leistungen aus dom Bereiche der Bauvkunst, des Schrifttums, der Tonkunst, der Malerei und der BKd-. Hauerei. Die Sieger in di> fen fünf Metllbedverben werden aus der Hand des StaatsciberlhMPtcs diesvlrbe Medaille wie die Sieger der athlv'^scheu Spil le erh-ibten. Alle näheren Mf.llärungen werden später er'eilt werden.. Den Preisbe-veribern wird sowohl in bc(s.ty aus die Mahl ihres Vorwurfes Äs auch' hmsichi'lich der Form und d»?r Maße ihrer Prelsardviten völlig freie Hand gewährt und nur die eine Bedingung gestellt, daß die Merke völlig neu und noch nirgend erschienen und daß sie lediglich von der spovtlkchen Jtee einoegeben sei-n muffen. Di« Adreffe der Kvmmxffion lautet vorlauftg: 11, Rue Anatolie-dela-Forge, Paris. _ Aus de» Theatern. Burgtheaterr Morgen,? Uhr abends, „Spiegel« mensch". Akademietheaterr Morgen, halb 8 Uhr, „D t» Reise'indie Mädchenzeit" Carl-Theaterr Sonntag, 3 Uhr nachmittags, beb ermäßigten Preisen die Franz Leharsche Operette „Zigeuner« liebe". Renaissance-Bühner Heute Erstaufführung von, Wilhelm Speyers vieraktigem Lustspiel „R u g b y". Theater in der Josefstadtr Montag den 12. d. M. die 25. Aufführung von „L i s s y, d 1 e Kokotte, Erika G l ä ß » e r gastiert in der Titelrolle. Wiener Komödienhausr DaS Gastspiel der Tänzerin V i ll a n y wurde für weitere 14 Tage prolongiert. Die für die Operette „Die kleine Sünderin" ge« lösten Karten gelten auch für den anschließenden Tanzabena Adoree Villany. , Lustspieltheaterr Heute, 7*8 Uhr, „Er und s e i n e S ch w e st 11*. Gaftfpicireiie 6c« ««rgthcalers. Ein Ensemble des Burg« theaterS, dem die Damen «Bleibtreu, Mayen, Mell, Mitte und die, Herren Huber, Emmerich und Georg Reimers und Nomberg an« gehörten, hat in zchlreichen Städten Hollands gastiert und Medea", BahrS „Konzert" und Schnitzlers! „Liebelei" außerordentlichen Erfolg erzielt. Bollswirt. Sestempelte Krone --- 0.0075 Centimes. Aasra-l«»» Wien 0.6074"/. Centimes. In Zürich notierte die österreichische Krone . . 0.0074',. (0.0075 am 7. März^ die Ssterr. gestempelte Krone 0.0075 (0.0075 . am 7. März) die tschechische Krone . . . 15.95 ( 15.95 am 7. Marz) die Mark ........ 0.0275 (0.0255 am 7. März) Belgrad. 5.46 ( 6.65 am 7. März) Bukarest . .. 2.60 ( 2.50 am 7. März)! Sofia. 3.10 ( 8.10 am 7. März) Budapest . ..0.17»/, ( 0.177, am 7. März) Warschau.. 0.0120 (0.0120 am 7. März) Me Ievisenpreife. In. Zürich wies die Devise Berlin neiuerlich lerne seht kräftige SteiHevuny cms. Sie «Mevte gestern 0M5 gchrn 0,0255 am Borbcoge. Die Ursachen dielser Sli'rgerung licigen i« erster Reihe in der vom Reichskanzler Cuno 4n seiner vorgestrigen Rehe cmMunVitzien Slntzn-ngsartion der 8!t.'!chs»n>ark. Es verlautet, daß die deutsche Regierung di« Ansicht hoiöe, di« Mark auf das doppelte ihres jetzigen Wev!> s §u höben. Ms Ursache dafür wird LaS Streben der deutschen Regievung cmjc» gööen, soziale Unv.hen, everckuell herwovger^ifen durch TouerungÄrawallc oder LohnstreitiigZei^n, dadurch zu vermeiden, daß durch den Dttick der Regierung eine i»n WvA? der Jnifliation en'stehende Tmernnig vemvicden werde. Der Löll.nsmitteMrdex soll dadurch aus ein erträgliches Niveau hercchgedvückt werden, uin den Arbeitern und der großen Masse di« LcüenShailtung zu ermö^iichon. In diesem Dtrc'ben wird düe dSu'sche Regievmvg vom Pridatkapital, tveüches ebon^alls lMte ein großes Jnrercsse daran hat, jede soMe UnstÄmwigkeit zu Vevmeiden, eisri^st unterstützt, und ist ein großer Teil der Devisen, welcher in Berlin ans den Markt geworfen trmrde und indirekt auch die Marknachfrage m Zürich steigerte, gerade ans diese Intervention der privaten Kreise Tou schleurds zursick- Mführen. All« anderen Dövison wiesen in Zürich mir unverhÄtnismäßige Berandertnngen auf. Di« Dovi.j« Paris senkte sich sogar von 32.50 «ls 32.40. Die Devise Belgrad fi-ol von 5.GC ans 5.46. Die Devise Wien nahn» ihren voMstrigen Stand von 0.007475 wieder.ein. Di« Devisen Prag, Budapest und Bukarest Vlieben unverändert. In Berlin wiesen mit Rückslicht E.f oherwähnjtz StÄLnnLsak.M.der Mark sämtliLL DevLitturie Rück-!

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