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Wiener Morgenzeitung · 1923-03-09 · Heft 1462 (9.3.1923) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1462 (9.3.1923)
Date
1923-03-09
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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vk. 14LS ' ' Wien. Fveitsz;W werden sollen. Noch immer politisiert man zu diel und ist' dkl zu wenig Politisch; man läßt es bei Worten bewenden, " ohne di« nötige Hingabe und Opscrtmlllgkeit auszubriugen, die allein imstande sein können, das jüdische Palästina auszubauen. Die letzten Nachrichten aus Palästina sprechen eine überaus eindrucksvolle Sprache. Das zionistische Aufbaulyerk leidet Not, weil das jüdische Volk dieses Werk im Stiche läßt, welches erst in den Anfängen steckt und sich selbständig noch nicht zu erhalten vermag. Wenn diese Passivität nicht einer durchgreifenden Aanderung im Verhalten der jüdischen Massen Platz macht, dann könnte man - «S ui kurzer Zeit erleben, daß das hebräische Schulwerk und das zionistische landwirtschaftliche Siedlungkwerk eines Tages aus Mangel an Mitteln zusammenbricht. Die 0?oÜß«tt' «eines solchen Zusammenbruches kämen geradezu; öner nationalen Katastrophe gleich. Es wäre die wirksamste : Desavouierung des Ernstes des politischen Willens der! Zionisten und es wäre für di« Gegner und Wähler gegen di« Politik des Zionismus eine wirksame Handhabe, ihre Ränke m das zionistische Palästina-Programm mit ' größerer Entschledenhoit weitevspinnen. Alle Schwierig-! keiten in Palästina in politischer Beziehung und alle Beschwerden über das zu geringe Entgegenkommen der palästinensijchsn Reiterung in bezug auf die gerechten Forderungen der jüdischen Volksvertretung in Palästina sind letzten Endes daraus zurückzu führen, daß das jüdische Volk bisher den notigen Elan vermissen ließ, der sich nicht mit Protesten und Forderungen begnügt, sondern entschlossen und ohne viele Worte Tatsachen schafft, die nachdrücklicher sind als die Ergebnisse von Verhandlungen am grünen Tisch. Die zionistische Politik wird sich nicht über das langsame Tempo und die zögernde Haltung der englischen Verwaltungsbehörden im Lande der jüdischen Zukunft beklagen dürfen, so lange die zionistischen Massen und die tverten jüdischen Schichten, die dem Palästina-Gedanken fit Synrpachie gegenüberftehen, nicht jene Tatsachen schassen, j hie allein den ersten Willen und die Reise des Mischen Volkes zubeglaubigen vermögen. Noch steckt der große | Palästina-Ausbaufonds den Anfängen und die Situa-! Äon ist derartig geworden, daß nron heute davon Abstand . nehmen muß, an die Realisierung weitgehender Max'.mal- , Programme zu denken, weil schon die Erhaltung der «gegenwärtigen zronistiscken Schöpfungen im Larlde vor den größten Schwierigkeiten stehen. Die Situation kann nicht besser illustriert werden, als durch den Notruf des Kassiers der Zionistischen Organisation in Palästinas Van Vriesland, welchen er am 23. Jänner d. I, an die Zionistische Exekutive in London gerichtet den wir im folgenden veröffentlichen: ' „In Verfolg unseres Brieses vom 4. Jänner 1923, in welchem wir Ihnen einige ill-ustrierentze Informationen Hper die finanzielle Lage in PalästiM infolge der ungenügenden Geldsendungen des Keren Hajessod rmtgeteilt «hatten, erlauben wir uns, Ihnen anbei Kopie eines Briefes .einzuschicken, den wir soeben aus Haifa erhielten N'Nd in welchem die Situation der L-ehver beschrieben ist. Der Brief stellt bester, als wir es vermocht hätten, dar, wie fürchterlich die Sachlage ist. Tatsache ist, daß die -Lehrer seit Beginn des Jahres bis auf den heutigen Tag, Mo wahrend vier Akonaten, nur füx einen einzigen Monat Gehalt bekommen haben, und wir sind noch nicht einmal in der Lage, das Defizit aus dem Vorjahre, zu decken. Auch in dex Landwirtschaft werden di« Verhältnisse immer unerträglicher. Obgleich wir Bistum äußersten vermieden haben, irgeudwelchs weitere'Verpflichtungen für Siedlungen eiuzngehen, würden wir uns im Eure! Jesreel einer vollständig herunlergekowmeuen Siedlung gegenüberstehen, hätten wir nicht wiederum Verpflichtungen in der Höhe von 1200 Pfund Sterling nbernomnren, um den Kolonisten zu ermöglichen, etwas Mehl M sich und etwas Futter für das Vieh kaufen zu können. >Mr wußten wohl, daß dieses der Landwirtschaft zugute gekommene Geld auf Kosten der Lehrer und Beamten, die kaum noch länger leiden können, ausgegeben wird, aber wir hätten einen wahrhaften Zusammenbruch der Siedlungen mn Emek erlebt, tvenn wir sie nicht vor dem Hungertod ch-wahrt hätten; mit dieser geringen Summe sind wir allerdings auch nicht in der Lage, die Kolonien im Emek jJesreel, die ungefähr 1000 S«celcn zählen, länger als ein >«der zwei Wochen zu erhalten. Nahalal ist tief verschuldet, auch den Arabern gegenvon denen die Kolonist Samen und andere für die jlaudwirtschastliche Arbeit nöt-ige Dinge gelaust haben, und «Sie verstehen, wie gefährlich die Lage werden könnte, wenn >si« ihren Verpflichtungen gegen die Araber in den nmitliLgenden Dörfern nicht Nachkommen, i Nur unstve Annahme, daß mit Beginn des Februar «sich die Verhältnisse in beträchtlichem Maße bessern würden, hat uns veranlaßt, neue Schuldschein« auszustellen. Wenn d've Lage sich nicht innerhalb von zwei Wochen ändern sollte, dann wissen wir wahrhaftig nicht, wie wir das Unhoil des Zusanuneuüruchrs unseres Werkes auf- Halten können. Als wir di« neuen Verpflichtungen elngingen, taten wir es in dem Gedanken, daß wir am Rande des Zu-!samnl«nbmches stünden, aber doch nicht die Hoffnung verlieren dürften, daß mit Beginn des Februar Rettung käme, da Sie uns mit Ihren Kabeln getröstet hatte»:, daß es besser werden würde. Im Dezember hatten wir 11.6V0 Pfund Sterling er» «halten und im Jänner bis heute 13.111 Pfund Sterling. Wir brauchen Ihnen wohl nicht auSeinanderzusetzen, daß «fast nichts ausgerichtet werden konnte' mit diesen kleinen Summen, dl« durch di« Ansprüche der Bank und durch di« nnerträglickZe Last der unbeglichenen Schuldscheine ganz rmd gar arlfgebraucht wurden. Wiener Morgenzeitung. En gros u i 7 7 ft "f y Metcil jto» IVI fl jL II i fl mta Eiöee ErzeuguDg . Frlttia Qualität MAZZOTHBÄCKEREI H. STRUM II. ROTENSTERNOASSE 11 7000 Sie werden begreifen, daß die Verhältnisse unmöglich zu retten sind, wenn nicht im Monat Februar der ztvei- bis dveisache Betrag der Dezember- und Jänner-Beträge eingeht. Wir ersuchen Sie auf daS dringendste, keine AnstreÜbungen zu scheuen, um dem jüdischen Volk klar zu machen, daß das Mische Nationalheim auf dem Spiele strht. . gez. Ban Vriesland." Es tut not, den jüdischen Massen die nackte Wahrheit über die Lage in Palästina zu enthüllen, und man darf die Erwartung aussprechen, daß diese Aufklärung imstande sein wird, das jüdische Vo^k zu höheren Leistungen anzuspernen als bisher. Es geht dämm, daß jedermann an seinem Orte und in seinem Kreise wisse, was heute seine Pflicht ist: Selbst «Leizutragen für den Aufbau der jüdischen Heimstätte und unermüdlich für diesen Gedanken in seinem Kreise zu werben! _ »Das Sanatorium von Zala-Egerszeg. Natürlich, man hat ja gleich gewußt, daß alle Schilderungen des Entsetzlichen, das die in da8 Internierungslager entsendete Kommission c-'rt gesehen haben will, nichts anderes sind, als böswillige Verleumdungen und tendenziöse Uebertreibungen, durch die man der braven ungarischen Regierung nur Scherereien machen will. Man hat das gleich gewußt und hätte es sich denken können, daß Zustände, wie sie die überempfindliche Kommission beschreib, in dem christlichnationalen Ungarn einfach unmöglich sind. Und wer bis gestern havon noch nicht überzeugt war, daß Zala-Egerjzeg einfach ein paradiesischer Aufenthalt ist, daß unter den dort Lebenden eitel Wonne und Freude herrscht, der mußte durch die Erklärungen, die gestern in der Nationalversammlung von Herrn Rakov szky abgegeben wurden, eines Besseren belehrt werden. Diese Kommission! Fährt in das Jnierniertenlager und behauptet, daß die Zustände dort menschnmnwürdig, höllisch seien, daß Gefangene gefoltert und zur Verzweiflung getrieben werden, und, um das Maß voll zu machen, verlangt man sogar, daß diese für das christliche Ungarn so notweMge Einrichtung des Jnternlerlenlagers unverzüglich aufgelassen werde! Ja, weiß denn die Komnlission nicht, daß in Ungarn alle Gefängnisse überfüllt sind mit Verbrechern, die sich gegen die Segnungen der Hör hy-H errschaft irgrudwix vergangen haben? Irgendwo müssen die'Leute doch eingesperrt werden... Die Herren von der ungarischen Regierungspartei, und Herr Rakovszky sind sehr genügsame Leute und daher leicht zufriodenzustellen. Wenn es sich nämlich um das Wohl anderer handelt. Und so sind sie mit dem Internierungslager vollkommen zufrieden. Alle Darstellungen sind natürlich — wie könnte es auch anders sein — erlogen. Die Internierten sind selbstverständlich boshafte, schlechte Leute (da sieht man, wie gut die Regierung daran »nt, sie cinzusperrcn!), die sich nicht gutwillig prügeln lassen, nicht ohne zu klagen verhungern und erfrieren wollen und überhaupt iür die rührende Fürsorge der ungarischen Regierung so'gar kein Verständnis haben. Ja, Undank ist der Welt Lohn... g—d. * Die Sommerzeit. In einem Antrag des Niedcrösterreichischen Hand.vj wiro gegen die beabsichtigte Einsühruung der Sommerzeit vom land-virlschaMchen Sandipunkt aus St-llung geir.>mma,en, da die Einführung der Sommerzeit im landvr'rtschaf.lichen Buciefe dar sich nach der Natur.richteil müsse unmöglich in, und nur zu schweren Störungen im AvfeilNerMlw'sse führen würde. An die Da.nfesregievung wird das Rrsuche« gevichtet, di-esen Standpimkt der Landwirtschaft an geeigneter Stelle elitsprecherrd zur Kenntnis zu bringen. * Fenei; kn einer Hutfadrik. Heute abends brach gegur halb 7 Uhr in der Hutsahrik K 0 h n, Hernalser Hauptstraße 17, ein Brand aus, der rasch um sich griff. Die Flammen schlugen aus den obeneridig gelegenen Räumen empor.upd hatten bereits di« Decke durchbrochen und die höher gelegenen Röume er» griffen. Nach ztyeisti'nwMr Tätigkeit gelang es. des Bran-dcs Herr zu wcrdm. Die Fyciwillige Retlungsgesellschaft entsandt« «me Ambulanz, diem mehreren Fällen Hilf« leisten mußte. Der Sachsch-ahe ist bedeutend. Der Brand dürft« infolge Ueberheitzung des Kessels entstanden sein, * SozialpaüagogUche «ÄeseHschait. Sonutaa, 8/,7 Nhr, 20. Bez., Denisgasse 83, M ft t 3 f c i c r. Musi?, Gesang, Rezitation (Lektor HanS Neugebauer), Redner; Tr. Oskar Trebitsch. Zutritt frei. * Personalnachricht. Dam Varstat^«stellvertveter deS Sr«uagva!ph:u.am!«s Rogüuimgsrat R>'«dolf Ta »H i fl aus A>nl«aß seines Uobertrittes in den daiurrrrlden RrchciL^H der Titel eines Hofrates v.rlichen. * B«rha.lu.r« etn.s 'A ,zt2s. Der Simmerinaer praktische Arzt Dr. Adolf D 0 r n f e st ist von der Polizeibehörde unter der Beschuldigung, in mehreren Fällen das Vergehen gegen das keimerde Leben begangen zu haben und an dem Tode einer Patientin schuldig zu sein, verhaftet und lery Landesgextchte emgeüefert tnorden. * Ein durch gegangener Inkassant, Der 18jährige Ludwig Korolant, 2. Pez., Heinostraße LZ war bei der LehenSmiltebgroschaMunig Karnoel u. Glück. 1. Vez.. Naüri steiig 3, als JnkaEant o»vf>c>stellt. Am 6. d. ist er der F'.rnca durchgeftangen, g-ls er mit RechM-men «imWeren Mchlckt tvurd-e. Ex hawe SLechupMert, di« «auf z»-jimn«n«n 14 Missionen Krc-nrn lautete, hei sich, hat such balstichlich Erker «itvgchoioen. jevoch nicht aibge'lvef'ert. , »PaMfcher, Der 81IZHM Masergchilse Ad^f Pick, zu Budalpezt godorerr. ZMSstvoch« ttwbnlMfc. «rid Via L-blätzriü« 9. März 1923_ Cfetfe fl Verkäuferin Rosa Grünwald, Nowaragasse 45 wohnhaft Wnrld«rn heu-t!e we.gj?n Paßfässchun-g finit Laudrsgericht vinM'i« fcot. Di« Gvünwald hat sich ans Grund fiug'fer'!rr DerlM aMt'g-en mehrere Pässe verschafft, und Pick hatte sie bimn aul lframde Namen stüfAfcht und gegen BrMlu'Ng an DawevLe» Vcvkanft. i * Die Nichte Franz Schuberts in Not. Wi-berhalt kn faß# Heven Jahren hat sich die privat« Mohltätigkeit der Groß« nichte Franz Schn-beris, Frau Marie Kolowra-t, der Em kol-':u des Direktors und HoskapellEffters Ferdinand Schn'berh awg:u»m.metl. die in den dürf.!'lxsten Vechältnissen dahintsiechlä Tie arme Frau bes-iudet sich mmimehr in verzweifeliei Lage un-d iist dsni Verhungern nahe. Seit zw«: Jahren '.st die arme Frau schwer leid'' d. Jebt steht sie o'lme Heller nacktem sie dm! e b t e n P 0 l st e r verkauft hat. In dem musikliebenden M>ien toerden sich sicherlich edle Menschenfrenn-d« iirvten. dis sich der armen Fron awnÄ^men werden, sonst ist sst der Verzweiflung überlassen. Frau Kolowrat wohnt in HcrnalS, D lu me ngas s e 62, 1. Stock, Tür 10. 9 Die städtischen TageserholungsstAten im Sommer MS. Wie im Vovsahre, -beschiloß auch Heuer der Eviuelw-eratsaussch.iß für Wohlfahrtswesur die städtischen Tages- «rholungsstatte« für den Sommer 1683 an private 1 FürforseorganisÄ-ionen zu überlassen. Demnach werden, wie i«.u Vorsahre. die ErhoAmgs'jtät'ten Schafberg nnd Girsenb e r g. vom Arbe i'tervere'in i n d r r f r e u n d e", die Er- , HÄ.'.n'gsstäUe Hsitteldorif dom Verein Kinderfchutz« I stationen, Pötzleinsdorf vom Verband der FuvsarAe- ' vLroin« Societas und W>c i ßa u vom Verband für frei-« willige Jugendfürsorge Hetrstiben werden. Die Tagesrhaluns'Istätt'e L a a e r b e r g, die im Vovsahre gl-eichfalls dom V vbande für freiiwillige Jugendsürsorgie zugeteill war, wird m diesem Jahre von der G ome in de sMst mit Hchs« dep Merrrvereinigungen des 10. Ve,sutrs geführt werden. * AmrrtnanM.s <sp««-en für die strantzeu Wirnes KinLer. In Ncw-Nork bat sich unter der Leitung Tr. Ott« GlogauS die Gesellschaft Alt-Wien gebildet. Tie. Vereinigung srberu:ittelr jeden Monat an Bürgermeister N e n m a n n 300 Dollar fiir daS städtische Kinderheim Am Tivoli und unterstützt' auch das Helm für lungenkranke Kinde» fl Allcmd. * Starke Zynyhms der Rsliqivnsanskrttle. In de» letzten Zeit hat die A u S t r i t t S b e w e g ü n g aus den NelrgionSge nossen scki asten ausfallend zugenonrmen. Bei den rnagiftrat"ch'n Bezirksünitem wurden ist Wien in der Ze.it vom 1.' Zär er bis 7. März d. I. insgesamt 13.0 00 Nuslritt§erkl.ttrungen abgegeben, undi Mar 12.^90 aus der rönfisch-kathülifchen, 409 aus der evangeli« lchen, 3 2 7 a u S d e r m 0 s a i s m e n, 147 aus der oss^ katbclischen, 20 aus der griechisch-katholischen und 1 aus dev mohammedanischen Religlrnkgeuosseuschaft. Die überwiegend« Mebrzahl der Ausgetretenen tritt keiner neuen Religionsgenosienq schalt bei. Im Jahre 1021 betrug die Zahl der ReligionsauSttitt« 9936, im ersten Halbjahr 1922 6075. j * ZisyiflMes FugrK-rsksrar. Der von der Jugend-! fübrertagung gewählte Zehnernusschuß hat die Vorarbeiten zurj Schaffung des „Verbandes' jüdischer Jngend-j g r u p v e n Oesterreichs" begonnen. Statuten wurde« fertiggestellt .und den Behörden übergeben. Zunächst werden m den nächsten Wochen F ü h rer k u r s e für alle in der Zugend« beweaung in führender Stellung befindlichen Personen abgehaltem' Zu diesen Kucken werden behandelt: Geschichte der jüdischen Be-i weaungen' sowie Pädagogik, Hvgiene und Wandertechnik. Din Leitung der Kurse wird bewährten Fachmännern anvertrauü Mittwoch den 14. d. Beratung sämtlicher Zugendgnrppen halb 7 Uhr aben's, 2. Be»., Taborstraße 20a. In den letzten Tagen haben sich folgende Zngendanwven dem Zugendreferat neu an«! geschlossen: Cheimth XIX und die drei Gruppen Z. T. V. j * BnriMfe'er Samstaa den 3. d. fand im Saale des Restaurant Zentral, den der Besitzer in, uneigennütziger Weise zuv, Verfügung gestellt hatte, die Pmlmfeier des Bundes der, 'üdischer Jnngwanderer statt, die von dreihundert Kindern und deren Eltern besucht war, Frau Erna. V a t a k richtet« - einen herzlichen Appell <m die jüdisches Ettern, in ein sie sie eufforberte, den Bund jüdischer Jmgwanderer aufs tatkräftigste zu unterstützen und vor allem ibre Ander den! bewerten gut anSaebildeten Führern, die in nicht genug an-! erkeuuenswerter Weift sich dieser Arbeit migenommen haben, mrzuvertranrn, Tie Vorftihungen der Zungwanderer mW Jung-?! Wanderinnen fanden großen Beifall. * Gründung einer Tarbuih-Organisation k« Berlin. At.»^ Jnitmli^e des Berliner Zeutralbureans der Schulundi .GMnr-Omatt«^a!wn Tarbuth fond a-m 4. d. eine Sitemg sb'tt, an der Verlre'rr der verschiedenen h-cibrMchen Kn-ttnr-! mstsski'iiouen tei'lnohmcn. Etz wurde^ die Griündnng eines! Berliner Tarbuth-Bere-ins be-schbosscn und em' provitsorüsches Komitee gewählss das die AichMbe hat, samt-! liefe Berliner fehräi^'chm Kcckinrinsti!>ut-ionen M veneini^sni untd die hebräische Ks'l^'varfei.i - xa erwei-iern. In die Kom-« Mission tvnrden gewäHtt: Schvisifteller S. Ben-Zion,! Dr. Viktor Jakobsohn, RoEner Dr. Emill Leiwy,j F. S ch a p i r a, S. P u a a i s ch 0 w. Ferner Vertreter fofeen-j der Jnstssiuitionen: JWWer Schuilverem, Berlin: Kt-.<tnp«' dezermt der Berhner- ZioE«ffchen Vereinfenna; Hetbräsicher- Klub, Berlin; Hochschule für die Mlffsrschaft des 5vulturd.ezernat des Verbandes der Lstju-den. i * Flechtyphng z„ rlngüLn. Aus Budaresi meldet die! o fsizielle ungarische Korrespondenz r Zn: Komitat H e v e § ist im vier Gemeinden unter den dort wohnenden Z i a e u n e r m Flecktyphus anfgetrete«. Bon etwa 50 Erkrmknngen! sind bischer -wei tödlich Nkckaufen. Ter behandelnde A15 tj wurde ebenfalls von der Seuche ergriffen. TaS Volkswoblfahris--, nstnisterium hat strenge Akaßnsthmen zur Isolierung der, Epidemie getroffen., * Wsrfchiebnrm -en eunopSsichen Mksrachf-Aonkerenz« Tie nach Berlin eücherufeve Kouferenz der euroväischen MiSrachi-Kynferenz wurde um eine Woche verschoben und beginnt uuninehr a m 12. Mär z. * Gin hebräisches Gymnofinm kn Czorvowitz. Wie bis „Ostjüdische Zeitung" berichtet, toll mit Beginn deS nächsten Frühjahrs in Czernowitz ein hebräisches Gymnasium eröffnet werden. '* Wetterbericht. VormM-a/?': Trüb, Niederschlage, im Ge-! bivge Schnee, «etwas Wer» östliche Winde. Dir in Sen ttachiolgsnösi, Andriken mir o Lezsichnekea A-iiZr» und Arlikel U»d ent gern ich« gunpen (8 28 Les Preßgesetzss). . * Der Firma Siegel & Vortrefflich, Wien, 20. Bez., W i n t e r g a s s s 28, ist «8 gelungen, durch Einstellung modernster Maschinen, mundgerechte Mazzoth in einer Qualität, herzustellen, wie sie in Wien seit vielen Jahren nicht mehr zu haben war. Diese Mazzoth werden aus feinstem Mehl und unter Aussicht deS ehrwürdigen Rabbinates der israelitischen Kultus gemeinde nach den sttengsten rituellen Vorschriften hrrgestellt und sind mit den Erzeugnissen anderer — minder leistungsfähiger Firmen —\ nicht p verwechseln. Es empfiehlt sich für alle Wiedervertänfer, ihren Bedarf schon in den nächsten Tagen zu decke», da die Finna mit Aufträgen überbürdet ist-- 13

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