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Wiener Morgenzeitung · 1923-03-08 · Heft 1461 (8.3.1923) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1461 (8.3.1923)
Date
1923-03-08
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nt. 1461 Wien, Donnerstag amgeben« Stotdt, «amen» Jerusalem, an der Handels-. stvaße zwischen Aegypten und dom Osten besaß. Wie konnte auch Pharao damals daran drnSsn, daß irgendeine Frau und ivgenldem Mann in jener seltsamen jüdischen Stadt sich befand, die später einmal durch ihre Nachkommen einen Mann hervor LrilNMn wenden, der sich bis an eine neblige Jnstl, genannt England, durch- und dort emporarbeitet und daß dessen Vermögen dann wieder nach Aegypten zuouckreisen würde, um dort den Körper des ägyptischen 5dönrgs auszugraben und bloßzrEgrn. Jawohl, mich in der Meli des GeldmachenS gibt es viel NomantÄ!. Wie wenige Menschen» d'e heute Millionen anhäustn, haben eine Ahnung davon, waS mit ihrem Gelds geschehen wird, wenn sie »inst von dannen gehen. Gar manche Mutter, die ihr kleines Kind nährt und erzieh', hot keine Ahmiivg von dem, waS die Nachkommen dieses Kindes «inst emterwHmen werden. Das ist eben, weshalb die kleinen Kinder La wichtig sind... * DaS österreichische BollStum. Jetzt wissen wir es: es srtt ein österreichisches Volk. Nach einem geflügelten politischen Wort müßte man Oesterreich erfinden, wenn es nicht existieren würde; die Erfindung eines österreichischen Volkes jedoch, bisher von niemandem als dringend empfunden, ist auf das Kon'o des „Bundes der Oesterreichs" zu setzen, einer bisher in weitesten Kveisen unbekannten Institution, deren Existenz im Staate Oesterreich immerhin etwas deplaciert anmutet. Besagter „Bund der Oesterreicher" fordert die Oesterreicher auf, ihre Volkszugehörigkeit als österreichisch zu bezeichnen, wobei ylkigerwelse das spezifisch österreichsche Hmtertürl, das beinahe das Charakterzeichen eiwes österreichischen Volkes sein könnte, hinzugefügt ist: „Falls ihr der bodenständigen Bevölkerung angehört." Da haben wir immer geglaubt, die überwiegende Mehrheit der die Alpmlande bewohnendm Bevölkerung gehöre dem deutschen Volke an und fühle sich eng mit ihm verbunden. Und siehe da, jetzt gibt es auf einmal eine österreichisch« Volkszugehörigkeit, ein österreichisches Volkstum; fehlt nur noch, daß es eine österreichische Raste gäbe. Freilich, die Jerzabek, Orel und Konsorten losten sich schwer fnS deutsche Volk einreihen; vielleicht ist das österreichische Volkstum speziell für ihresgleichen konstruiert worden. Schließlich — wenn es eine arische Raste gibt, warum soll es kein österreichisches Volkstum geben? Das eine ist so feststehend wie das andere und so lange wir in Oesterreich ein Volkstum und ein Raste haben, kann uns nix g'scheg'n. * Carnegie» „Wohltat wirb Plage". Wohltat wird Plage: Di«» Wort springt deutsch aus dem Recherlschaf.sbevicht hervor, den vor kurzem di-e Testamen! ^Vollstrecker Carnegies A«r Gre Verwaltung gegeben haben. In seinem Testament hÄ Carnegie besonders drei Gruppen außerordentlich reiche Mit-iÄ zugewendet: der Maisenerziehung, den Vo.'ksibibliotheken nntd dem Universitätsstivdinm. Ueber Carnegies FLvfovge für das Universitätsstudium als Quelle späteren Un» Segens für die betreffenden jungen Leut« äußert sich der Bericht ».♦ beweKichen Worten. „Infolge der sehr reichlichen Dotierung wunde die Gslohrtenlaufbahn von vielen Studenten eingefchlagen, die bester täten, sich einem praktischen Berufe zuzuwenden. Man bekomme einen solchen Ueberfluß <m Aerzten, Lehrern, Juristen, Theologen, daß nachher keine Stelle, kein Platz für sie in den einzelnen Berufen vorhanden sei und sie so in «ihrem Leben scheitern müßten. Bester wäre ek für manchen Jüngling, der von den Neuen Hebriden komm«, dort zu bleiben und di« Väterliche Ackerscholle werter, zu. bebauen. Wer cir« sttai die „SüßMit der Oden des Hovaz" gekostet, finde sich schwer m das wirkliche Leben zurück. * Eine Expedition nach aussierbendeu Tiere« «nd Pflanze«. Ter Biologe der letzten SharkletomExpedi ion, Kapitän H. G. Wrlkins, unternimmt jetzt eine neue Expedition nach dem tropischen Australien im Auftrag «des Bri rischen Museums. Seine Aufgabe -besteht darin, Mauzen und Tiere, deren Au»-. sterben man befürchten muß, zu erbeuten und für die Wistenschaft zu retten. Das Hauptjagdgebiet, daS ihm reichen S off liefern wird, ist das Land, das im Innern 'des Bergrückens liegt, der sich von Viktoria zur Dorresstraße erstreckt. Die Expedition wird zwei Jahre in Australiien bleiben. Rach ihrer VevnLlgung hofft Wilkins eine neue Südpolarrerse anzutrelen. . * Wetttewerb für GeschästShauSplane in Haifa. Die Harfa, Busineß Centre beMsichtigt die Erbauung eines Häuferblocks, enthaltend Bureanhänser, HotÄs, Dankvirremrs, Reftaurawis, Cafes und Kinos auf ihre« zrrka 6000 Quadratmeter großen Gv rndstücksn am S rand in Haifa. Kür Erlangung geeigneter Plane schreibt sie einen Wetttzowertz unter ollen jüdischen Architekten aus. Auch die in Oesterreich lobenden jüdischen Architekten sind zur Mitorbei' einsvladen. Ablieser.ungS.ermin in Hansa SO. Mai d. I. ES sind sietben Preise von 10 bis 60 engl. Pfund im Gsstvmttzetrage von 170 engl. Psmnd ausgefetzt. Nähere Mit- Keibu-ngen durch den Verba»ch jüdischer Ingenieure und Tech. Mer für den Ausbau Palästinas. Vorstand Stadtbaumelster Otto Kolli s ch, 7. Dez» Sieibensterngaste 16a, Telephon 80.^6, woseW mich von 8 vis 10 Uhr die notwendigen Untersagen gegen Bergü ung der geringen Regiospsse» a« Jnievestmten persönlich auSgefolgt werden. * Nachlat Jeschunm — für die westlichen Bezirke Wiens. Er« „Humanitätsverein für die westlichen Bezirke Wien" ladet uns zu einer Wohltätigkeitsakademie mit Tanz ins Cafe Atlantis auf dem Schwarzenbergplatz ein. Auf der gedruckten Ehrenkarte ist mit keinem Worte ersichtlich gemacht, daß «8 sich um den jüdischen Verein Nachlat Jeschurun handelt; nur die gedruckte Einladung, die über die Tätigkeit und das hohe Alter deS Vereins informiert, trägt einen schüchternen Ätampiglienausdruck mit dem eigentlichen Namen des Vereins und den: Vermerk: „Ausschließlich für arme jüdische Kinder." Wir wollen den wohltätigen Zwecken dienenden Ertrag des Festes in keiner Weise schmälern^ möchten nur oer Vereinsleitung empfehlen, in Hinkunft keine so große Schüchternheit an den Tag zu legen und auch Akademien mit Tanz nut sreiem Bister zu veranstalten. DaS Sich-nicht-zu-erkennerr-geben ist nicht sehr würdig und wohl auch nicht den humanitären Zielen des Vereins dierrn^,. wie etliche Zulck"-rften uuL .iciDeücn- BBtene* Morsenzeituns. * FÜ« Las Ekrholungshrlm der Wiener Blinden. Zugunsten des Erholungsheimes für. die Wiener Blinden findet Freitag den v. d. um 8 Uhr abends inden Wimberaer-Salen, Neubaugitrtel84, eine Akademie unter selbstloser. Mitwirkung Wiener Bühnenkünstler statt. Eine reichhaltige FesiorLnrng vorwiegend .heiteren Inhaltes wird für die Unterhaltung der Erschienen bestens sorgen. Den Beschluß bittet ein Tanzkränzchen. Eint ittskärten sind in der Kanzlei des Ersten österreichischen Blindenvereines, 8. Bez,. Floricmigasie 41, zu haben. * Bestell e DachleeiprSrüe im Verkehre O slerreich- Polen. Die Führung bestellter Nachtgespräche im Verkehre mit Polen, vorlausig zwischen D ien und Krakau, wurde gegen Einhebung der um 60 Prozent ermäßigten Gebühr für dringend amemeldete Gebräche derselben Einbeitengnzabl nach den hierfür geltenden allgemeinen Bestimmungen bewilligt. Solche Bestellungen werden ausschl'e'lich im Ueberlandfernsprechamte, Wien, 9. Bez., Berggasse 36, entgegengenommen. \ * Dezirlrsstens.bellvr-e GSnisrndvrs. Die DezlrkSsteuerbehörde Gänserndorf wurde mit 1. März mit der Bezirkssteuerbehörde Floridsdorf - Umgebung (Wien, 31. SBe^., Schlingerstraße 1) vereinigt. Die Agenden des Steueramtsbezirkes Zistersdorf Übernimmt die Bezirkssteuerbehörde M i c l 6 a dj., \ * Wtebereu chei en der „tVrfttzrns-TVnrle." Die Monatsschrift die „FriedenS-Wacte", die seit dem Tode ihres Begründers Alf. H. Fried eingestellt war, beginnt jetzt wieder zu erscheinen. C ie wird nun von Nudolf G o l d s ch e i d in Gemeinschaft mit Ludwig Quidde, Malter Schiicking, HanS Wehberg uüd Frirtiich Hertz hereukgcsclcu. Soeben kommt das erste Heft eine Doppelnummer von 64 Quart seiten — heraus, die außer Beiträgen der Herausgeber und rei^un Nachrichten- und Notizenmaterial u. a. Aufsätze von Noruran A gell, Charles Trevelyan, Prof. Ruyfsen, NeicbStagSprasidenten Lcebe, Prof. Fr. W. Foerster, General von Schönaich, Prof. Oskar Jaszi, Dr. Paul Szende, Dr. Nick'. N. Eoudenbove, Helene Stöcker ulw. enthält. Der Bezugspreis betrögt 1600 Mark vro Vierteljahr. Bestellungen nimmt jede Buchhandlung wie auch der Verlag C. A. Schwetschke & Sohn in Berlin entgegen. * Wetterbericht. Da.8 Wetter hat sich über nacht? in ganz Oesterreich gebes'ert. Morgens war es am Qstrcmd der Alpen klar. Im Lause deS Tages hat die Bewölkung wieder zugenommen. In den westlichen Alpen Trübung. Tie Temveratur ist etwas gestiegen. (Wien mittags 7 Grad, Graz 9 Grad.) Borau?sage^ Mäßige Bewölkung, vielleicht zeitweise heiter, tagsüber ziemlich milde, mäßige Winde. Austtttte atu dem FudeMm. 8. Mrz 1988_««0*1 ~lf|ne md Kunst. AEnd-Mkne. (Zum erstenmal: „M a m a D l a u st e i n" mit Gisela Werbrzirk.) Armin Frieldmann und Gustav Beer haben füt Fran Wer bezirk eine sogenannte Bombenrolle hergestellt, wo sie alle Register ihrer von einem bestimmten Milieu umgrenzten Kunst, die aber echte Kunst ist, spielen lassen kann.! Diesmal hat Frau Merbezivk das wackelige Geschäft chrer breij Söhne zu stützen, die recht ausgerenkt« Che ihres ältesten! Sohnes, in d'e ein Operertente-nor allcrl-and Unruhe häuslicher! und geschäs sicher Natur gebracht hat, emzurenben, einem söge-? nannten sympathischen, aber mit einem Gebrechen behafteten! Müdel'znr Ehe mit ihrem zweiten Sohn zu verhelfen, das auf! rasche Ehe gerichtete Temperamer-t ihres jüngsten Sohnes zu! zügeln und schließlich zur Stützung der Wechsel der Firma Ge-t brüder Blaustem einen jugendgsliebten Knopfkönig zu heiraten. All das tut Frau Werbezirk mit der prächtigsten Sachlichkeit,! mit geradezu raffinierter Verkörperung des (der „Uransdruck"^ sagt mehr als eine „Europadsiernng") „Unbetamtseins" in Ver-. bindmg mit der m dieser Art von Mls'ieufchi'Lerunq üblichen! Klugheit und Herzensgute, Schlagfertigkert und gerMiniger' Grobheit. Von all dem, waS daS jüdische Kleinbürgertum einer! übrigens zum Teil schon wn'schwrmdenen Epoche in den Gegenden von Mährisch-Weißkircher« bis Preßburg und Neutra charakterbsiert, hat das neue alte Stück Friridmanns, an welchem! diesmal Gustav Beer Anteil hat. vieles gut gesehen; man kann! diesen seit Jahren in. Mion bühnenevprobten Milieuschilderun-'! gen Friedmanns auch nicht eite gewisse Anständigkeit ad«! sprechen, die sich mit gutem Humor verbindet. Das meiste zur, Wirkung trägt diesmal Gisela WerbezirkS Kunst bei. DaSj Publikum unterhielt sich bei der wirklich unterhaltsamen' Milieuharntlösigkeit glänzend und bedachte Frau Werbezirk, die! Autoren und die übrigen Milwirkenden, von denen Julius! Strobl, Hans Rhoden (e^'n köstlicher Schlosser) nrd die, annehmbar dekorative Emmy Wendt genannt seien, m»*-' lautem Bsisall. S. S P o l l a ck Oskar, grb. 3. Jänner I960, Wien, Beamter, XIX., Billrctlstrc.ße L0. B i k e l Eharlotte, gcb. 21. Jänner 1893, Stanislcu, Private, IN., Nnsmgcsse 24. Deutsch Tlierese, geb. 18. Dezev'ber 1889, Wien, Hilssarbeiteiin, XVl., Schellhammergasse 10. Roger Malvin.e, gcb. 27. März 1694, Lazy (Schlesiens Eomytoiristln, III., Khunaas'e 23. Link S Friedrich, geb. 5. August 1854, Czernowitz, Bankdisvonrnt, IV., Johann Ctraußgasir 49. Sebestyen Elisabeth geb. B e t t e r, geb. 1. November 1879, Großwardein, III., Geusaugasie 65. Klein Anna geb. L e r t, geb. 16. Juli 1891, Wien, Jngenieurdgattin, XVIII., Gersthoserstraße 126. Klein Hans Gottfried, geb. 17. Mai 1916, Wien, XVI!., Gersthoserstraße 126. Klein Elise, aeb. 22. März 1919, Wien, XVli I., Eerstbosorsir.'k-e 126. H a d l Wilhelm, geb. 27. Mai 1887, Wien, Agent, X VM^MitterLerggasle 32. Jng.H e r r m a n n Heinrich, geb. 29. September 1995, Wien, Bankbeamter, VH., Hermanngasie 33. Kar a a ch Elsa, geb. 31. Juli 1892, Wien,^ Buchhalterin, V«I., Karl Schweighofergasse 6. Libochowitz Kurt,, geb. 8. Immer 1906, Wien, Bankangestellter. VIl.. Zersmarrnbrunngasse 4. O r n st e i n Emil, geb. 25. April 1860, Zuckermmrdeldorf, Kaufmann, VII., Zieglergasse 1. Vereine. DortrSge «nd Versammlungen. Zionistische B e z i r k S s e k t i o n XI!/XV. Heute um halb 8 Uhr abends, 15. Bez., Herklotzgasse 21, Lichtbildervortragr „DaS neue Palästina". — Organisation derjüdischeN Angestellten in öffentlichen D i e n st e n Oesterreichs. Die diesjährige Generalversammlung findet am 22. d. um 7 Uhr abends im Lokale der Cpei^egemelnschast Woja, 1. Bez., Grlechengaffe 3, statt. — Reichsschutzbund der Handelsvertreter. Samstag den 10. d. um halb 3 Uhr nachmittags im Cafä Gartenbau, 1. Bez., Parkring 10 (Souterrain) außerordentliche Handelsvertreterversammlung. — OesterreichischeKünstler- Hilfe. Heute Donnerstag um 7 Uhr im KünstlerhauS, KarlSplatz 6, Dortrag Dr. Alfred Adler: „Danton, RobeSpierre, Marat" (Charakierskizzen). Korten an den Konzertkassen und an der Abendkasse. - Z i o n i st i s ch e S e k t i o n XVI/XVH.' Heute mit 8 Uhr abends im Heim, 8. Bez., Bennoplatz 1, Dortrag Dr. K l a b e r. Anschließend bunter Teil. — Zionistische B e z i r k 8 s e k t i o n IV/V. Heute hält Herr Tr. Otto A b e! e s im Sltznngssaale teS Tempelne'--''ns, 5. Bez., Siebenbrunnengaste Io, einen Dortrag: „Om' ch r Spaziergang durch Wiener.Judengassen". Gäste herzlich wilüv.umen. Beginn viertel 8 Uhr abends. Nachher Ausschuß. — Zerre M i s r a ch i, 2.' Bez., Pratersttaße 43/11. Heute um 7 Uhr abends: Hebräischkurs. Jeden Montag und Tonnerstag von 7 bis 9 Uhr äbendS: Schekelverrechnung. Urania. Heute: Großer Saal: 6 Uhr r König Dach- ' stein. Halb 8 Uhr r Dr. Josef Bergan er: Vortragsabend. Kleiner Saal: Halb 6 Uhr: Dr. Alice Le-hndorff- Stäuber: Hygiene und. Pflege der Haut und Haare. Halb 8 Uhr r Univ.-Prof. Dr. Leopold von Wiese (Köln a. Rh.)r Sexualsoziologie. KurSsaal r 5 Uhr: Direktor Josef N e u m a i r r Zur Geschichte der deutschen Sprache, l. Halb 7 Uhr: Maler Ptof. Max Julius Wunderlich: Das Visieren beim Zeichne» nach der Natur. I. 8 Uhr: Architekt Prof. Othmar L e i xiteit Wohnräume und Möbel vom Mittelalter bis zur Biederntdcnelt. IV. Klubsaal: Halb 6 Uhr: Wilma Webenaur Musik einst und jetzt. I v. Halb 8 Uhr: Robert Friedmanrrr Goethe als Denker »nd der Begriff des Lebens. II. Ernährung. Ae LebensmittelmiirNe. Die Märkte weisen anhaltend gute Beschickung auf, doch umß man trotz der infolge der schwachen Kaufkraft geringen Nachftags immer wieder feststellen, daß die Preise der wichtigsten Artikel keine Tendenz zum Preisabbau verraten. In der Großmarkthalle sind sechs Waggons mit verschiedenen Fleischgattnngen, vortviegend Rindfleisch, eingetroffen, auf dem Siaschmarkt sind Kohl aus tolland, runde Kartoffeln aus Niederösterreich und der Tschecholowakei. sowie Kipfler aus Ungarn angekommen. Besonders günstig sind die Zufuhren von Eiern, was einen weiteren PreiSdmck schon in der allernächsten Zeit bewirken wird. Die starken Ankünfte von Orangen haben bisher noch nicht die gewünschte Verbilligung gebracht, die eS ermöglichen würde, daß sich dieses namentlich für Kinder vuentbehrlicke ri*0 eines ■ MÄl-nkonsumS erfreue» »"»rdo. Km In Ter geplante Theaterbau in Warschau.^ Seit Jahren bemühen sich Freunde des jüdMM Theater und Förderer der jüdischen Kultur der aufstrebenden jüdischen Theaterkunst im Osten ein Heim zu sichern. Die „Wilnaer" haben in ihrem Idealismus den größter: TeÄ ihrer Einkünfte für den Ban ein-'s Theaters bestimmt, um den ostjüdischen Rei" chen mit ihvcm schönen Verspiel voranzngchsn. Nun scheint der Plan des Machen Dheateribaues, der in Warschau ervicht-e» werden soll, fe-lte Formen anzunchme". Am 4.-März fand in Warschau eine Konferenz statt, die der jüdische Art ist en oerei n einberr.jen hatte, mn, über die Vorarbeiten für daS großzügige Werk des Theater-' baues zu bemten. Zählveiche jüdische Deputierte, Senatoren,! Ber'veter der Presse, Publizisten und hcrvorrager^e Person-j lichkeiten des jüdischen öffenttiche« Lebens nahmen an der Kor-j ferenz teil. Die Beschlüsse der Konferenz wclche ans eheste Er-« richtung des GvbandeS zrelen, werden nnr di'rchsührbar werrn in den weitesten jüdis^n K'eisen die Idee des jüdischen! Theaterbaues propagrect wird. Nach den hercl.chen Proben j jüdischer Theaterkunst, d»: 'nsbesonder-e durch Ne „Wilnaer"! und die „Freie jüdische Volksbühne', in Moskau! jetzt auch durch die hobrä-tzsche Bühne „Hatzimah", vernMeu! wunden, Mer wÄche Maxim Gorki en husia tisch schrieb, Sann! es bei zielbcwußter Arbeit nicht schwer fallen, die nötigen! Summen aufzubringen. Die Erziehung der jüdischen Massen zur! Kirnst ist ein emir.entes Kulturwerk. In allen! Staden Europas und Amerikas müssen Komitees entstehen,! die ihr« Arbeit der Jdve des jüdischen Theaters wrdmon. Im Burgtheater hat die Nachricht,, daß die.Schauspieler- Verträge von nun ab nicht mehr ans fünf bis. zchn Jahre, sondern bloß auf ein Jahr verlär«gert werden, große Erre-! gung hervorgerufen. Die Schauspieler, werden gegen diese! Maßnahme auftret-en und die lebenslänglich engagierten Mit-! glioder sind bereit, ihre Aktion zu unterstützen. Tatsächlich! würde diese Neuerung der künstlerischen Arbeit nicht förderlich! sein. Um Spielplan urd Aufführungen auf Burgtheaterhöhei zu erhalten, ist eine gewisse BeständvMt im Ensemble er-j forderlich. Wer zu fürchten hat, daß er binnen Jahresfrist aus»! scheiden muß, ist nicht mit der erforderlichen Sammlung und i Ruhe bei der Sache. Behutsame Auswahl bei NeirengagementS! und langfristige Bindung der Künstler muß die Parole der! Burgtheaterleitung sein. Aus den Theatem. Burgtheaterr Morgen, 7 llhr übend», zu erböhtetz m, „D i e I u d a s t r a g ö d i e"> Morgen, halb 8 Uhr, 'reisen, „AtLZUdastrag Lade m i t t h e at er. V o l k 8 o p e r. Heute „C a r m e »*. Deutsches Volkstheater. Heute „Die große Katharina" und ,B l ancoPoSne t S Erweckung" von Bernard S h a w. Vielfachen Wünschen entsprechend, gelangt Ibsens Schauspiel »Die Kronprätendenten^ zum ersten Male als Nachmittagsvorstellung Sonntag u m 2 U h r zur Aufführung. Für diese Vorstellung gelten Abendpreise ohne Vormerkgebühr. In der N e u e u W i e n e r Bühne eröffnet heute um 7 Uhr daS Ruffifch-dentsche Theater Duvan- Torzoff sein Gastspiel. Zur AuMhrung gelangen r ^Meißener Porzellan", „Kosakenliebe", „Tie lustigen Musikanten", „Sck'warze Husaren", „Drei Trommler" (Solo für Balalaika), .Abel dS spat im Walde" »Rüffisches Spielzeug", .Tie Quadrille", «Nufsische Lieder", „Holzsoldaten-Parade, „Die Pastorale", „Zigeuner-Lieder" und „Alte Bekanntschaften^. R e n a i s s a n e e b ü h n e. Heute. 7 Nhr, Gastspiel Albert S i e r n r ü ck in „T o t o n t a u z". Morgen zuur ersten Male „Rugby", Lnststiel in 4 Akten vau Wilhelm Spetz«^ mit Albert £ivhtriic£

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