Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1923-03-07 · Heft 1460 (7.3.1923) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1460 (7.3.1923)
Date
1923-03-07
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
82% known words query
IRI
…/2979076-2980477-2980541--14013-3000710
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

9fo 1460 Wien, Mittwoch völkisch« Ethnologie. Der Bölrisch-a.ntisouMschc 5damps- «uSschnh ist heude sehr besorgt. daß seme:A-n«Knger die Frage nach der Rasse nur richtig boanüworterr. Daher bcstoigt er quasi den Katheder und hält zunächst eine kleine Abhandlung ÜberRaffen. ES ist höchst zwels-elha-ft, c»b sich ein Anchroyoloyie- ^hv.,r mit dieser Rassenainiwilung eintocfftonbitt erEläwn würde, denn der cmtisomitisch« Kampsous'chuß kennt ülbcrilMUpt mrr drei Raisien: die arische, die magyarische und «di« sami l isch«. Zu der arischen zählt alles, was nicht zu den beiden anderen Rapsen Shorts so daß die Ei.n>'Älung der daS Gebiet der gewesen«» österreichisch-u-ngciri'schen Monarchie bevMenikn« Menschen eine höchst eilvfache Sack)« ist. Natürlich zählt der Kampf-misschuß die Juden zur semitischen Resse; dich« Frage ist avsv als gelöst zu betrachten. Nur mit der Volkszugehörigkeit — ja das ist Haft so eine Cache. Bei den arischen Völkern — so momt der Kampfaußschuß — ist di« Cache sa höchst einfach. Denn dort deckt sich die DolkszuMilMgk-eit mit d.r Cvvache. Ein Tscheche! der alS Sprach« tsckrechisch anM. gehört auch dsm tschechischen Volke an. Gibt er aber deutsch an, so gehört er eben dem d.qtt schon Volke an. Höchst einfache Sache. Der antisemitische Kam-pfauSschuß annektiert also alle N'Ulfach als Deutsche, di« deutsch ÄS UmsangsspvaL« ein-- tmgen. Ja, im Kriage ist rt mit den Annexionen nicht gegangen — vielleicht gcht's aus diesem Wege. * 'S gibt nur a Men! Dien ist Zwar keine Kaiserstadt ^chr, a»ber seine unlerschi-odlichen Phaaken vvbvingen mit stets erneutem Erfolg den Nachweis, datz es nur ein Dien gibt, welche, unwiderl gliche Tatsache men auch in die Worte tlsrden kann, datz, wie uns das Sied versichert Wien — Wien bleibt. Den Versuch, die buri-ose Mischung von Byzantinismus, de.rschlcmupter Gemutlichl-eU und Demokratie, welche oben jne charaktevistifche, von zehn Dutzend meist jüldischer Literaten besungen« Note des. echten O sterreichertums auSmachte, mit der preußisch?» Glorie zu vertauschen, ist uns übel geraten nrch^ eS war in jckdam Siwn« lohnender, zu versichern, datz man ihul-t' erst morgen früh nach Hanse gehe als die verschied-EN Bölkarschafben Euvrsras yu blutrünstigen Reimen, wie Cevben — sterben, zu 'bemühen. Aber da der echte Wiener, nie unteryeht, haben wir uns di« alten Ideale ungeschmälert echalten, 'und wollte man heut«, angesichts der -täglich wachsenden Schar vibgerisl'ener, verhun-serter-, frierender Arbeitsloser wieder!«rnschaist mrt dem Vorschlag ans Tageslicht treten, den Stroit ^der Parteien um die Höhe d.s Bettels von Arbeitsloftnunt-er-!stützung durch den der Gobelins zu lindern, die Hantze .Scharunserer bernss mäßigen Wahrer der alten Meale des! Mahren, Grvten und Schönen würde ausmarschieven, die berufenen Wortführer der Massen, welche einmütig erklären, daß!st« lieber -verrecken als die Eolbelins geopfert wissen wollen, die isie '^boirsowmig je geschen haben wie die Idealisten, deren 'vaskloser Schaffensdrang in dem gel.uua«n«n Künstler-Gschnasfost unserer heimischen Künsilerge-nossenschast seine Höhenflüge erlebt. In Sachen «der Kultur san mir mir und halten noch Zimmer unentwegt di« Fahne hoch. Di? Sanierung des Staates, die mit Hilfe der ausländischen Kredite erfolgen soll, ist zwar von einer Realisierung noch sehr weil entfernt und vorläufig zeigt sie sich nur von ilhvcrs negativen Seite: Albban, Arbeit Slosig- M und Krise. Mer in Wien läßt man den Kvpf nicht Härten. Aeöer die vovMerg«her.den Unannehmlichleiten wird in der ©tobt, wo ein auSge-kommener Kanarienvogel schwere Der» rehrsstöuuuaen heworrmst, wo Extraausgaben (großer Sieg!) und auHgchänigte frahnervf-etz«n eine Armer ausgehungerter Hintt.Muder durch fünf Jahve in Ehrfurcht erschauern ließen, eim klome Hetz leicht hinweghÄfen. Und da wir uns darauf ssstgalegt haben, im Ausland ouroipäisch, daheim aber „christlichdeutsch-Horthy-magvarisch" aufzutwten, so soll der Haikenkvongrummckl mit allen feinen B gl-eiterfchelwungen auf der Straße und vor Gericht, eine originelle Raffeiiverordnung und «.Mich ein kleiner Numerus clansus-Vorstoß für die nötige Abwechslung sorgen. Der Prorektor der Technik ist ausg gagen, um den doutsä)en Charakter seiner Hochschule zu verteidigen. Aber man hat ihn mißverstanden, sein« Absichten sind ganz ungefährlich für die inländischen Juden, er bittet um EnischM'.Mng: er kann bloß nicht deutsch'. Da kann man nur -lagen: Heil! * Der alte Ghettogeist. Aus Pretzburg schreibt man «ns: Der Sohn des im slowakischen JwdenNmi bokannten Vorkämpfers der nationalen Jnteroffen «desselben, Isidor Knöpfmacher, wurde m ver^ngonen Samstag als Bar- Mszwa zur Thora grufen. Nabbi-ner Dr. fr um* hielt an den Knaben eine hcibräiische Ansprache und evwartot« die Antwort des Bar-MiOva-Imkglings gleichSfalls in hebräischer Sprache. Es sollt« in der Sprock)« des jüdischen Volkes das Bekenntnis und di« Tveu« znm Mischen Volke, zum nationalen Juden« durch den Knaben selbst als Beispiel für die ondevrri M-m Ausdruck gebracht werden. Zur großen Entrüstung «der jüdisch» nationalen Anwesenden unterdlisb die hobväische Rede des Jünglings, weil zwei Tempel Vorsteher dies verhinderten. Tie Empörung über dieses Vorgehen erreicht« den Höhepuuikt, als «die Tompodvoustcher Spenden für den Jüdische» Na ti on a!f o n d s nicht. zulietzen. Ue>ber diseS gcwalthaiberisch« und die hoitieisten Gmrpfütllmngrn des Mische» Volkes veminsilinrpsende Vorgehen herrscht i» BratjSlawa allqenMne Entrüstung. .. * Ohne Unterschied des Glaubens. Der Linzer M-fchof Gfö-llner fiHrl« bekanntlich gegen den Benediktinermönch Wtf'in'ta einen scharfen Kampf. Der Beneldiiktiner'pater ha te es sichlnr AnfWbe gemacht, für di« No!>l^i«d?i iden Obe-risterwichs ohne Unterschied deS Giaubens im Ausland eine Milliarde österreichischer Kronen m sammeln. Da er sich da-bci den Ausspruch erlaubt«, eS sei rmgehörig, .in einer Zeit, da viel« TauseM' nichlS zit esf.n, hab-u. für neue Kirchenglockkn zu sammeln, zog er sich den Unwillen des-Bischofs Po» Sinz zu. Zwischen Wr-sinto und dem Bischof kam eS zu viucut Pretzkampf, der mit dem Siege des. Bischofs endete. Pa-ter W'isinlo zieht sich in ein Sa'^-Nttiger Kloster zurück und veröffentlicht eine Erklärung, daß er mit feiner Sammlung nichts mehr zu tun Hab« und daß er alle ZMiffe gegen den Bischof bchauer«. Wiener Morgenzeitung. * Der Raubmord in der Sterngasse. Bei der Perlustrieruüg der Personen, die mit Fränziska John in'Beziehungen gestandet: sind, wurde auch ermitteltdaß sie früher mit dem 80jährigen beschäftigungslosen Privatbeamten Alfred Skor« b a n viel verkehrt hat. Auch er wurde ausgeforscht und befragt, was er über die John und ihren Verkehr wisse. Daüer stellte sich heraus, daß er selbst vom Polizeikommissariat Maroäreten' wc^m Verbr"ck'-'ns d-s Vetru a-ß >^rd. Er wurde schon am 8. d. vechaftet und gestern dem Landesgericht eingeüe,ert. * Zeugen gesucht. . Bei den samstägigen Exzessen wurde eine jüdische Frau von etlichen Rowdys vor der Universität angefallen und erlitt einen Bruch des Nasenbeins. Zeugen jenes Vorfalls werden ersucht, ihre Adressen bekanntmgeben, * die wir dem Manne der Verwundeten auf dessen Wunsch übermitteln möchten. * „Der Jndr «« Ei"tz ^o-aksfchritt. .^erauSgeaeven von Dr. Martin B u b e r, im Jüdischen Verlaq, Berlin NW 7, Torotheenstraße 85. Das soeben erschienene 2. Heft des VH. JahrgaugyS hat folgenden Inhalt! Naul A m a n n. Die Lebensprobe (Zur Kritik der politischen Einsicht des nationalbewußten Judentums in Deutschland^. Oskar Lk a r b a ch, Das Oktroy der jüdischen Eman-ipation. Davi-> K o i g e n, Auszug. Hermann Weil, Perez. Franz R o s e n z w e t g. Am Zion. Bemerkungen, Cimon Ernst, Elieser Ben Iehuda. Robert Weiß, Die Eigenarbeit als ökonomische Notwendigkeit der palästinensischen Wirtschaft. U m s ch a u: Ciegmund K a z n e I* son: Rückblicke. Ars eh T a r t a k o w e r. Die paläsünensische Genossenschaft und ihre gesetzliche Regelung. Richard Koch, Das freie jüdische LehrhauS in Frankfurt am Main. Samuel Nappa p o r t, Eine neue hebräische Anthologie. Abonnementsvreise pro Qnartal: Oesterreich 10.000 K., Tschecho- Slowaket 10 tschech. K.. Polen 3500 Mark, Rumänien 35 Lei, Zugoflawien 18 Dinar. * * Das Ergebnis -sr Sammlung Brettbarks betrug im Februar 62,237.000 Kronen. Ferner find eine Menge ausländischer Valuten eipgegangen, die auf verschiedene Wohlfahrtsvereine und Organisationen Mfgeteilt wurden. Außerdem spendete Vreitbart 2000 Lebensnüttelpakete im Werte von 80 Millionen Kronen. Außerdem ergab die . Vorstellung für die Barmherzigen Brüder 20 Millionen Kronen, die Vorstellung für die Rettungsgesellschaft 1,300.000 K., Spende» an die Witwen und Waisen der Schmiedelnnung 5 Millionen Kronen. * Spende» iür Kriegsblinde Zu Händen von Frau Klara Mautner liefen ein : von U n g e n a u n t 500.000 K., von Jenny P o l l a k 40.000 K. * Jüdische Tischgesellschaft Breitensee. Am 5. d. sprach Herr Ludwig B a t o über die Wiener Juden im achtzehnten Jahrhundert im Nahmen der von der Jüdischen Trschgesellschaft Breitcnsee veranstalteten Vortragsreihe. Der Obmann Ma^ Sprinzelis erörterte v^r emem raWcichen Pu>'ü> fum Ziele und Zweck der neugrsindeten Tifchgesilfchaft. Der ^or'ti.ugcnde entwar,' in gr^g unge.eg^r vcede e.n Vl»d der Juden Wiens seit dessen Gründung' nnd widmete bkinuder-s Jnleresse den Vorgängen des achtzehnten JahHm^erts. Er wutzte rn w„elnder Art die Zusamiiienyunge dLejes Judentums mit den heutigen jüdischen Gemeindeverhällnifsen auszuzeigen. Der mit großem Beifall ausgenommene Vortrag uns dir ausgezeichnete Stimmung, die er bei allen Anwesenden hintmließ, gaben Zeugnis für das Gelingen der ersten Veranstaltung der Jüdischen Tischgesellschaft Vreitensee. Nachdem die hebräische Schule bereits am 15. d. eröffnet werden soll, wollen Anmeldungen ehestens erfolgen. -gvdMe Tisckigesettschasl Innere Slaök, l. $eg., Stephansplatz 8. Heute, 8 Uhr abends, Vortrag des Herrn Oberfinauzrat Tr. Hugo Benedikt: ^Die griechische Freiheitsbewegung." * Welkerberichl. Gestern morgens war es im größte» Teile Oesterreichs trüb und regnerisch. In Tirol siel bei Temperaturen über Null auch in Tallage» Schnee. Tagsüber, haben die Niederschlage ausgehört. In Wien zeigte sich durch Lücken in der Wolkendecke zeitweiser blauer Himmel.' Tie Grenze zwischen Nordost- und Sülwestströmung verläuft in Mitteleuropa etwas östlich von der Linie Berlin—Budapest. Voraussage: Herrschender Wettercharakter im allgemeinen weiter andauernd, zunächst bei westliche» Winden milder, etwas wärmer, verüt.de.lich, etwas abnehmende Bewölkung. _ Vereine, Vorträge und Versammlungen. JübischeTischgesellschaftLandstraße, 3. Bez., Löwengasse 39 (Cafä Ilion). Heute, 8 Uhr abends, Vortrag Ludwig Batü: Tie jüdischen Wanderungen'. — Verband zionistischer StndenteninRußland in Wien, 9. Bez., Cpitalgasfe 25 (Casö Schemel). Heute, 7 Uhr abends, im Veroandsb^!!, erste ordentliche Generalversamntluug. Tätigkeitsbericht, i-lte Mitglieder werden aufgefordert zu erscheinen. — Ingen dverein Ahawath Zion, oerzeit im Lokale der Vol Lbibliothek Zion, 2. Bez., Glockenaasse 30. Heute, 3 Uhr abends, Sitzung des Kulturkollegiums. — A v o k a t e n r u n d e, Verein jüdischer Rechtsanwälte. Heute, halb 7 Uhr abends, Cafö Gartenbau (Klubzimmer) 1. Bez., Parkring 10, Vollversammlung. Referat des Rechtsanwaltes Dr. Kiwe über das Anforderungsgesetz. Urania. Heute r Großer Saal r Halb 3 Uhr r Schülervortrag r Das Alittelmeer. 5 Uhr r Das Wunder des Schneeschuhs. Halb 8 Uhr: G'schicht'n aus'n Wienerwald. Kleiner Saal r Halb 6 Uhr r Schauspielerin Hilda W a g n e r r Frank Webelind. Vorlesung. Halb 8 Uhr t Univ.-Prof. Doktor Leopold von Wiese (Köln am Rhein) r Later und Sohn. Kurssaal: 5 Uhr r Tr. Franz O t t m a n tu Geschichte der Landschaftsmaleret H. Halb 7 Uhr r Erika Spann- Rheinsch: Indische Philosophie, tt. 8 Uhr: Univ.-Prof. Dr. Walter Küchlerr Blaise Pascal und Ernest Renan. Zwei Gott- und Wahrheitssucher. U. Klubsaal r Halb 6 Uhr r Adele Korner: Walt Whitman, der Dichter und Verkünder des modernen Amerika. Halb 8 Uhr r Johannes Holz: Aus eigenen Schriften. . Ernährung. Die Lrbensmittelmärkte. D'.«e Zufuhren in der. Großmarkihalle waren gestern kehr gut ausgefallen, ,es waren zehn Waggons mit verschiedenen Fielschsxatlnngrn an^kommen. Da sich jedoch nur schwacher Vnckchr zeig!«, wur-oen die. Preise für Rindfleisch im Großhandel um 1000 K. pro Kiiogranm herun^erge-setzt. Die Delarlpr«ifr und die Preis« der übrig.'» Gattungen dlieben vorläufig noch ur« «rändert, doch ist mit eitler Rückwirkung auch aus andere frlcischsorten zu rechnen. Auf den Grünwarenmärkten l-crrschte bei guter Beschickung lebhcvft« Nachfrage. Unter den an.^kommen'n SendtMften befanden sich runbe Kartoffeln aus Nic«deröst«rrvich zu 750 bis WO K. und ungarische Kipfler zu LOOO K. das Kilogramm, ferner itaii«l»i.scher Kochsalar und! Spinat, Ditz Eierpreise zeiacn auf den.Märkten wei.e.r sinkende j T'i deuz. Der Stückpreis für lrischa Eier betrug 1200 bis ' 1400 4t 7. ML« 1928 «fe tte B | Zionfsttsche BfzirksseVtlon Leopa dstadt Morgen Donnerstag den 8. März, 8 Uhr abends, im Caf6 Fetzer, tt.» Praterstrasse Vortrag 1edea Donnerstag zwanglose Zusammenktlnfte für Mitgli,e4er und eingeführte Gliste fj«55SaSr55iww5^wSSi5S555ii5SJ5i3S5SS5öS«i555S555iK55ii!i5E5SS5SSS55SSS Bühne und Kunst. Die Gemeinde Wien für die Witwe des Dichters Petzolh Der StaL'senat beschloß gestern, der Miltve des jüngst ocq slovbenLn Dichters Abstms Petzold eine einmalige Un-tLy stützun'g von vier ALill'ionen Kronen aus Gemeinidamitlel« Ai widmen. Kaiser und Galiläer im Deutschen Volkstheater. Direkto» Bermm wird, wie wir erfahren, dem 'Jbsen-ZtM'us seruej Theaters auch „Kaiser und Galiläer" einHügen. Bem-at sind biswnn die NeaMM^rnn-gen von „Peer Ghnt", ,Man!d^ uwd „Die Kronpräterden en" zu danken. Die Ersta.nffü'hrunN von „Kaiser und Galiläer", das vor 50 Jahren entstand, q eist für den Hevlst in Aussicht genommen. Liederabend. Opernsängerm Mia Rücker veranstalt«« zusammen mit «der Konzertsängevin Nina Croiser Freitag den 9. u-ntd Müntog den 12. d. im M-ozarüs-a-akl, 1. B z., Himmell pfort-gass« 20, einen Lioder- und Duettenaband. Nestliichf Karten an der Abertdka^e. Eine österreichisch« Musikhochschule. Es wurde SerM berichiet, daß die Wiener Akademie für davsL«ll>end-e Kunst in ein« Hochschnle sür Musik uen-LÄvanIdett werden soll Nun liegt gegen «diesen Plan ein Einspruch der Ctad^ Salzburg vor, die mit großen Opfern chr Mozarteurq als Musikhochschule erhüA und sin Me-moranidumr überreich e, in welchem sie hervovhM, daß Sailzidurg in seinem Rufe als evste MnsWedt Oesterreichs bedroht ist, wenn iq Wien die Kuuschcchschu'l« errichtet wird. Di« Forderung Salzt brwas ist gewiß unbegvünldet. Wien fft noch heute eine der ersten MusLstädt« der Mcklt un!d soll wickder tvevden, was sie war; di« erste MMstM. Dem herlich gelegenen DalZburg und soinen ausaezeschuvten musikalischen Traditionen geschieht gewiß kein Abbruch, wenn Wien ein«' würdige MlsMpch» schul« besitzt. C-Ärjbnrg wird ldeshaPb feinen hohen Rang nichts eiwbüßen. Wiener Schubertbund. Jnsola« dienstlicher Inanspruchnahme des Kammersängers Gvovg M a ikl beginnen die bs'drtt am Samstag «^«n 10/und Sonntag dm 11. d. im großen Konzerthaussaal stattfindenden Bruckner-Konzerte des M-i-erev «Schuberlbun'des. bvi welchen der Genannt« die Solls in den Chören „Träumm und Wachen" ur,d „Um Mitternacht" singt,' statt um 7 Uhr schon pünktlich mn halb 7 Uhr abends. Ei« Bühnenautor tötet seine» Kompagnon. Das Pariser ,^5'ounrÄ" meDet aus Ma«d r \<b: Der bdkinnte Dvamatiürr^ P'i dal y Pia na s tötet« durch R-vvo-lv-erschüss« den Bühnenschrüf«stelle« Olm« t, mit dorn <.r «bisher zahlreiche Theater^ stücke in Gomoinscha-ft verfaßt hatte. Die Motsv« der Tat, di« in der Madrider liiterarischen Welt gwßes Aussehen errate.. sind unbokannt. Hebräische Opernaufführnngen kn PMstkna. In Jaffa geht dicf.r Tvr?e GmnvrÄs „franst" in heibrä-ischer Sprache in Ss.«n«. A'tvch «die hebräische Ausführung van LeonoavalloS „P a p L i a c e i" ft-cht bevor. Die in Sen nachfolgenden Aubriüe» mit a bezeichneletz Aottze« und Arttkel sind entgeltliche 'Anllünötgongen <§ 26 des Preffgefeßes). Für len am SmnStag den 10. d. um 7 Uhr abends tot, Zeremoniensaal der Hofburg stattfindenden Klavierabend Noderich: Baß sind die restlichen Karten bei Gutmann, und Kehlendorfec' erhältlich. _ . v Avs de» Aeatem. Burgtheater. Morgen um 7 Uhr „8 S f a r und Cleopatra". Akademietheater. Morgen um halb 8Uhr »Di» FrauvonvierzigJahren". Im Deutschen Volkstheater wird Montag den 12. d. um 7 Uhr zu Ehren und zugunsten des fchtver erkrankten und in bedrängten Verhältnissen befindlichen Wiener Dichters Rudolf H a w e l dessen Volksstück „M u t t e r S o r g e" in den Spkelplan dieser Bühne eingestellt. — Die heutige Erstaufführung von Shaws „Vlauco PoSnets Emetkung" und »Tie große Katharina" beginnt pünktlichum7Uhr. Raimund-Theater. Heute nachmittags um 3 Uhtz „Häusel und G r e t e l" als Kindervorstellung. Morgen ,D e r G e i z i g e" mit Atax Pallenberg. Wiener K o m S d i e n h a u s. Der Direktion ist er gelungen, das Gastspiel der Tänzerin Adorre V i l l a n y für weitere fünf Abende zu prolongieren. — Die ftir die Operette „Die kleine Sünderin" gelösten Karten gelten auch für den Tanzabend Vlllany. Beginn der Operette 7 Uhr abends, der Tanz-^ Vorführungen Villany 9 Uhr abends. Die nL hjie» Noottülen -er Volßsvper. Am 23. b.i findet He Premiere der englischen Oper „Das Kind d ex' Don" statt, und kurz darauf die Erstausführung von WagnerS Jugendoper a s L i e b e S v e r b o t". MitteilMsm am dem Publikum. Ajo«°ötr8«tzle kLL«,!. K"sm«Me 14 > BrettMmm ^*11

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.