Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1459 (6.3.1923)
- Date
- 1923-03-06
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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? Wien, MyMg Tagesbericht. VoaWches LmüMomüee. psnte. 7 Uhr <chend8, findet die reguläre Ei. «g )ntt. Mmttrr Vop-<rr-ett»«s. 6.Marz1SS8 «r. 1« 9er -Äeakreur-NIlube. (. Z« Wien tritt in jüngster Zeit eine neu« Krankheit tttf, von der man annehmen muß, daß sie epidemischen Charakter hat» da sie sich mit geradezu unheimlicher Schnelligkeit verbreitet. Wenn die „Spanische" sich vovwiegeck» an die Jungen oder doch Jüngeren Ijrtelt, fo hat das neue Leiden auch seine Besonderheit: es befallt nur Juden. Oder eigentlich richtiger gesagt: nur Israeliten, nur jene vorsichtigen Menschen, denen man ,^ar nichts anmcrkt" und die daher immer erst, wenn sie. der einheAichen Zusammensetzung . eines Kreises völlig sicher geworden sind, Mt einer gewissen Rührung entdecken, daß sie „eigentlich auch" Juden sind. Diese „Eigentlich- Auch" sind die Opfer einer ' sonderbaren Augen-' kvankheit, einer bedingungsweisen Blindheit. MögerC sie auch sonst noch so scharfäugig sein, sie sehen kein Hakenkreuz. Mannshohe Exemplare des freundlichen Emblems grüßen von allen Plakatwanden, Bücher» deren Einbände wohlgenährte Hakenkreuze tragen, prangen in zahlreichen Schaufenstern, bodenständige Gastwirte, die auf entsprechendes Publikum rechnen, -schmücken die gastliche Pforte mit dem Mörderzeichen, man sieht das Hakenkreuz veremzelt sogar schon aus Wohnungstüven gemalt, Lei wissenschaftlichen oder Berufsberatungen erscheinen Teilnehmer Mt dem Abzeichen im Knopfloch» der Student trägt es stolz zur Schau, die Bänke im Park sind damit geziert, den Baumen schnüt man es in alle Rinden ein, und sogar in den Lokalen „für Damen" fehlt die diskrete Wandzier nicht. - Wenn wir wirklichen Juden aber allüberall dem Zeichen begegntzn, so sind die unglücklichen „Eigentlich-Auch" mit Blindheit geschlagen: sie sehen kein Hakenkreuz, sie wissen nichts vom Antisemitismus. Ja, sie gehen soMr so weit, zu beharren, es sei nicht ärger damit als es immer gewesen und.sie hatten noch gar nichts davon gespürt. Nach Ansicht dieser Kranken herrscht in Wien sozusagen nur der normale Judenhaß, gerade nur das, was für jede Großstadt notwendig urw eigentlich mehr Formalität ist. Denn Möstverständlich ist ja der Antrscmitisrrms bei uns nicht ernst zu nehmen. DvS find ja nur Dummejungenstreiche und Alfanzereün halbwüchsiger Burschen. Der Judenhaß richtet sich nur gegen die , um ».ständigen" Juden, gegen die Schwindler, Gauner, Betrüger. Ätzer ein ehrenwerter „Eigentlich-Auch", der ist beliebt bei jung und alt. Natürlich „affichierl" er sein Judentum nicht, drängt es nicht jedem aus und schweigt bc sch ordentlich darüber, so lange er „nicht gefragt wird". Was natürlich nie geschieht, well die anderen ja ohnehin Bescheid wissen und sich an fernen Drplomvtenkunststückchen in der Stille weidlich ergötzen. ■ Was den Equilibristen -ei diesen Kunststückchen schr unterstützt. Las ist die Schwerhörigkeit, die sich zu seiner "Blindheit gssellt. Auch die 2 aubhert ist nur tellwerse und verträgt sich vortrefflich mit ausgezeichnetem Gehör, fo lange .'icht fteundliche Bariastoncn über das Thema Sau und Jud (Sauivd, Judensau, nidi-che» Schwmrchund usiv.) durch,resichrt werden. All? diese Worte Hort der Hakenkreuz Blinde l'ufjt. muß er sie hören, dann versteht er sie nrcht und muß er sie auch zum Unglück verstehen — oann getz:u si: einen anderen an. Ein normaler Mensch mit normalen Augen und Ohren fände es natürlich unsäglich schwierig, in der jetzigen Zeit durch Wien zu wandern uitb von den Zeichen der M-enfeü^schaft nichts zu merken. Aber wie der Mondsüchtige am Rande des Daches hevumspaziert, ohne zu stürzen, so bringen es die „EigenÜich-Auch" zuwege, durch bis belebten Straßen der Stadt zu gehen, ohne vom Hakenkreuzlertum etwas zu merken. Der Unterschied liegt nur darin: .wecke den Nachtwandler und er stürzt vom Dach herunter. Stößt du aber den Hakenkreuz-Blinden mit der Nase auf eines der Riesmatzzeichen — dan sieht rr es noch immer Nicht. Trotzdem ist die Krankheit sicherlich nicht mcheMar. Das Heilmittel sind ein Paar feste Hie^, wenn man als . harmloser und friedlicher Zuhörer einem wissenschaftlichen Vortrag lauscht. Diese Hiebe müssen nicht einmal von einem Gummcknüttel kommen, ein ganz gewöhnlicher Stock tut's auch. Er kuriert den Blind-Tanben unfehlbar. Aber wir wollen chm diese Kur nicht wünschen. Ist er doch wirklich ein Kranker, dessen Schwache Rente Erkenntnis und mutvolles Vorwärts schreiten nicht zuläßt. Daß er von seinsr Krankheit nichts weiß, erschwert den Fall. Selen wir den Unglücklichen durch die Welt tappen, dann fühlen wir. aufrichtiges Mitleid. Dann ist nicht zu . beklagen, wer sich scheut, sich fröhlich und stolz zu seinem Volk zu öskmnen. K. M. Tut-Arrkh-Amens 8mS. Ob »ich der in seiner Ruhe gestörte Pharao Tut-Ankh-- ßlrnerr rächen will? Es scheint fast so, wenn man die neuesten' Berichte Ätzer die Ausgrabungen im Tal der Könige liest. Die Forschungen mußten wegen der allzu großen Hitze eingesnllr werden und sollen erst im Oktober oder noch später wieder ausgenommen werden. Zu diesem Mißgeschick kommt nun noch, daß die verschiedensten Gelehrten der verschiedensten Lander zweifeln, ob man überhaupt das richtige KönigSgrao gefunden habe und ob nicht die ganze Geschichte ein wenig übertrieben wurde, da es noch nicht feststes ob jA-er Kömgskammer die Mumie des PPrao tatsächlich tztzfundenwird. Die Zweifel scheinen nicht gmrz unbegründet 'zu sein. Die Gelehrten, und die Vertvalter der berühmtesten Fundsammlungen ägyptischer Kunstwerke streiten sich darübcr. Manche Hypothesen Werden ausgestellt. So meint der Kotrseyrator des^Louvre, daß das wahre Grab Tut-Ankh- Amens überhaupt schon 1908 entdeckt wurde und daß in jenem nicht der berühmte Pharao, sondern sein räuberischer Nachfolger, der General Horremheb, gefunden wurde. Die Kammern, weiche man heute freilegt, würden somit nur die provisorischen Bestattungsraume des Pharao darstellen, äußerte sich der Konservator dem „Matin" gegenüber. Das schließt er daraus, daß die Wände der . Grabkammern fast schmucklos gefunden wurden, und daß alle die prächtigen Gegenstände hier nur vorübergehend (allerdings für 3000 Jahve!) unterbracht worden seien. Sokolow in Lodz. Große Erfolge des Keren Hajessod. . In Lodz, wo Sokolow am 19. Februar eintraf, wurde ihm ein großartiger Empfang bereitet. Alle unter Beteiligung Sokolows veranstalteten Abende fänden unter ungeheurem Zuspruch der Lodzer Judenheit statt. Am Abend seiner Ankunft wurde eine Begrüßungsfeier der aktiven Zionisten und Keren Hajessod-Arbeiter abgehalten, bei welcher Gelegenheit Sokolow in einer kurzen, sachlichen Rede die Arbeitsmethoden erläuterte, die ihm auf Grund feiner reichen praktischen Erfahrung als die geeignetsten erscheinen. Unter großer Begeisterung wurde beschlossen, mit einer energischen Keren Hajessod-Arbett in großem Stil sofort einzusetzen und mit dieser gleich boi den Zionisten zn beginnen. Der Erfolg blieb nicht aus: Der Waad allein zeichnete an einem einzigen Tage 110 Mil- NonenPolenmark. Außerdem sammelte das Frauenkomitee an Stelle von Blumen für Sokolow eine große Anzahl silberner Münzen und Gegenstände. Dienstag fand in der überfüllten Philharmonie die erste große öffentliche DersamMuug statt. Da sehr viele Leute keinen Einlaß mehr fanden, wurde für Donnerstag eine zweite Massenversammlung an beraumt. Eine derart riesige Beteiligung war bis jetzt in Lodz noch nicht dagewesen. Am 2L Februar referierte Sokolow vor einer Reihe eingeladener Industrieller, Kaufleute und Intellektueller in polnischer Sprache über das Problem des Palästina- AustzaneS. Die Schilderung des Landes und der dortigen Möglichkeiten machte auf die Anwesenden großen Eindruck, der in sofortigen großen Zeichnungen für den Keven Hajessod,- die über 100 Millionen Polenmark erreichten, praktisch zum Ausdruck kam. Es wurden auch viele Personen, die bisher dem Palästina-Aufbau ferngestanden haben, zu Mitarbeitern gewonnen. Die zweite Massenversammlung in der Philharmonie vom 22. Februar war womöglich noch stärker besucht als die erste. Nach der eindrucksvollen Rede Sokolows wuide eine kurze Pause eingeschoben, während welcher Zeichnungen für den Keren Ha'.essob entgegengenommen wurden. Die Gesamtzeichnungen übersteigen bereits jetzt 300 Millionen Posenmark und sind noch in steter Zunahme begriffen. Am 25. Februar kehrte Sokolow nach Warschau zurück. * Die Hechalnz-Konferenz. Wegen der Nwnagjlichkeit der Delegierten aus Rußland und Polen, im Hinblick aus die abnormalen Verhak' niste in Polen» rechtzeitig m Konferenz zu erscheinen, wurde die Eröffnung der Meltkonserenz der Organisation Hechaluz in Berlin'den 11. d. verschoben. * Konferenz der Tarbnlh in Berlin. Für den 2fi. April wurde nach Berlm eine Delegiertenkonferenz der Kulturovganisation Tarbuth einberufen. Aus der Tagesordnung ist hervorzuheben: 1. Die politisch-rechtliche Lage der jüdischen Schulen m allen Ländern. 2. Die finanzielle Lage.. 3. Der Ausbau der Meltorganisa ion. 4. Einberufung eines Weltkongresses. 6. Das jüdische Buch. DaS vorbereitende Komitee fordert die Ernzelovgcmssationen auf, ihre Vorschläge rechtzeitig eiuKubringen. * Die städtische Gartenverwaltung. Unter Führung des Stadtbceudirektors Fiebiger und des StWtgartenoberinspÄors PlohoWitz fand gestern nachmittags eine Besichtigung des großen Reservegarkens in der Vorgavtenstroße durch die Presse statt. Mit Genugtuung muß konstatiert werden, daß die »MumenstM" Wien, die während der Kriegszert und in den ersten Jahren nach dem Kriege so unendlich viel getit en hart, durch die zielbewußte Leitung unserer Stadtgärlnerei sich towbet anqchickt. den allen Ruhm -u erlangen. Im Eigen "M tu Gemeinde Wien stehen derzeit 818 größere und kleinere Garenanlagen mit einem Gesamtausknaße von über 2.000.000 Qwcüratmeter und rund 66.000 Alleebaiumen. Zum Staldtgartewbetvi^be gehören außerdem zwei, größere und - mehrere kleinere Reservogärten sowie die städtische Bamnschul« in Albern. Bon diesen Be rieben kommt die größte Wicht iAeit dem Reftvvogrrten in der Borgarienstraße mit einem Ausmaße von 46.600 Quadratmetern p, mit seinen 25 Glashäusern urch einer entsprechenden Anzahl von Mist- und AnAuchtstzeeren für Topfpflanzenkuldur. Eine Wanderung durch diese Glashäuser, die mit ihren Kul uren zum großen Teile in Blüte stehen, wie die Pegonien-, Azaleen- und Örchideenkull tu ren. bildet geradezu eine Augenweide. Ein Bild für das Anwachsen der Auf- Wendungen, welche die Gemeinde für die Neuanschaffungen und Erhaltung der Gartenonlagen gemacht hat, erhält man, wenn man sich vergegenwärtigt, daß für das Jahr 1692 rund 280.000 K., für dasLahr 1918 2,000.009 K. und für das Jahr 1923 rund 8,5 Milliarden Kronen in den Haupt- Vovanschlag eingestellt Warden. * Maahare» amüsiere« sich. Aus Budapest wird uns geschrieben: Im Nachtlokal „Tatzarin" riefen Samstag nach S zwei junge Männer, Staatsbahnoberbeamte, einen großen Skandal yevvor, inidom sie aus einer Loge den Inhalt von Weingläsern, später die Weingläser seW gegen die anderen Gisste schleuderten. Dann trafen sie Anstalten» Tische und S.uhle hinunter zu werfen, wobei sie laut schrien:^Jetzt tz WerhetM8MMlensürdie »!.,W!mer Mrgenzettuug"! schmeißen wir alle Juden hinaus! Die Hatzen' schon genüg gchraht!^ Dann avfffe« sie de« Detvkti an, der sie zur AuöweiSleWng aufforderte. Das Dutzli-kur nahm für den letzteren Partei un>d«prügeilte beide Hel de« blutig. :; , * Rechtzeitige Neberreichrrng bet Einkommensteuerk kenntnisse für das Jahr 1922. In einer am 31. Jänmr l eriichlendtven VerliMttzavum .wurden die StieuerpflichtGen die NotwenidW lii aufmerkscirn ^vmacht. schon/seht Bovsovge zr treffen, daß die Bel».ge für das EinkEmensteueribekenntniS 1SÄ. derart recht^llig Verfügung stchen. daß dieses BskencknÄ rü der vovM'ichrie>bonen Frist, das ist bis längstens Ende Mär dieses Jahves, bei der zustäntzlgrn St-eueotzchörde ülberverch werden kann. Dem wurde lbei.Mf'üi^t. daß die Giukommewstouvs Veranlagung 1922 im Jahve 1623 mit aller Beschleunig— durchgofühnt werden muß und daher, adweichi.nd . vom bl grützten DorgaM, mit Bewilli-Mng von Ansuchen um Frist, stveckunig zur Einbringung des Cmkommsnstteu«.rMvnntMe! nicht gerechnet werden kann. Ta m den netzten Jcchvrn b« kanwiermaßen die späte AnüvendMig der Barvk-^ntpkorrente via rvefeniüches Hindernis für die rechtzeitige Ueberreichrmg detz Bskeuntnisf'.' stübildet hat, ist das Bundesminüstevlum für Jif nanzen M die Verbände und PeremiMngen der Bank», Bane' kverS ustv. mit dem Ersuchen tzeran^etreten, nachdrücklichst am Hre MdtHioder dahin einüuwivöen, daß sämEche Bank-Kontv^ korrente bis fpätcstens 10, d. zur Aussendung gelangen. Es .ssh sonach zu evtoarten, daß in diesem Belang keinerlei HindernW für die vech!Miti>ge Uetzerreichung der BcEenntniisse bestche« werden, sserner wurde den Steuerltzchörden jfur K mninis ge-j övacht, daß sich das Btmdesulinist-erium für Jmangen zwar auf das eiriMherdste -mit der s?vage tzeschäfiligt, durch welche Mußs nchme die Durchfirhmng der Veranlagung Kr das Jahr. 1623!. nröglrchst tzeschb.un'igt Werden könnte, die Ausdehnmkg' deß' StauewerainfachunMesetzes aus das Jahr 1922 jedoch nicht in Aussicht genommen wird. j * Die Volkszählung. Der Magistrat Macht neuerlich darauf .aufinevksaMi daß die von drn Wohnungsinhaitzcrn auSgefüllte» Zählpapiiere vom Hcmse.i-grntüinr-er nach Anlagedes Hau8-j Logens in der Aeii vom IL.chis spätestens 18. d. (täglich zwischen 8 und 2 Uhr) an die zuständr-ge Äezirkszählsekl-üm atz-j Klliesern sind. Der Sitz der BGirkkszahlseMonen ist meistens im Gebäude d.s Be,sivksamtes (Bezirtsvorstehung). mir im i. Bes zivk in der VoAsschulo Karol'menplatz 7. im 11. Bezirk im Hause Simmevinger Hauptstraße 70» im 14. Be^rk in de" V-oAsschule KauerMsse 3 und im 19. Bezirk in der BoWSsch Pantzer-gasse 35. Die Beantwortung der Jvaigen 6 und 7 auf MvhM'Ngstz<chrvibung ('betreffend Mietzins und MietFins gäbe) entstillt. ' * Eine neue Lungenheilstätte der Gemeinde Wien. I Herbst IW wurde, das Sanatorium Baumgartnephöhe. dgs vou^ der G> imeinde znsaimursn mit Gteiichos >be'r der Teilung der ehemaligen nieLevosterveiichischen Lanldesanstalten Wern^mnen! worden war. wegen der ungürvstigm wirtsschas-tlichrn BechaltnitM gesperrt. Seitlher stand der große. . ausgezeichnet auSgelsidttzÄtel Komplex urrbonützt. Nunmehr boabisichiigt die Gsmemde» datzauÄ. eine Heilstätte für LungenEvanke Mr machen. Die neue Attstaliti wird für Leichtlungenkvanke bostiinmt sein.. i * Eine WohltatigkcitSvorstellung des EisenkSuigs Breitbart. Sonn'ag den 10. d.. lhaLb 4 Uhr rvachmittvgS, wird der Eiseltköwig Brertdart im Etaibliffament Rvnacher eine Separatvorstellunig ^.rainistallen. bei der auch daS volsstaMge Abend« Programm vorgeführt wird. Der Reingewinn fließt dm Arwe'h des 2. BeqivkeS M. Karten im Bovveukanf sind bei WNMn Wlder, 2. Beg... Pvat«-traße 80, Cc^e Morte. «chÄtlich.- * Keine Störungen im anatomischen UnterÄchtsbetrieb. In einem Teile der Presse waren in letzter Zeit Mitteilungen enthalten, daß der Unterrichtsbetrieb an der Zweiten anatomischen Lehrkanzel der Wiener Universität infolge von Atzbaumaßnahmen eine Störung erfahren hätten. Wir Hoden an zuftänoiger Stelle in Erfahrung gebracht, daß diese Nach»; richten den Tatsachen keineswegs entjprechen. v * Wetterbericht. Der vorgestrige Dag und der gestrige, Morgen brachte besonders dem Lstrande der Achen starke- Niedevschläge, in den Tälern Regen. Mittags hatte» diq Niederschläge in Lesterreich aufgehort, die BewÄöung, am Ost-, rande der Achen cvbgenommen. Die Temperatur uberschrittj 6 Grad. Voraussage: Meist trüb, Neigung zu böigen Nieder^ schlafen, mäßiger Te-mperaturrückgang, Winde a«S nördliche bis östlichen Richtungen. - Y 9ere!ne, Borttäge nnt LersammlMge«. HebräischerKlnb, Taborstraße 1. Heute, 8 Uhjf abends, Bortrag Ungerfeld, dann Ausschußfltzung. — Der ei" Tikwath Jehuda. Morgen, halb 9 Uhr abends, L VereinSheim, 8. Bez., Bennoplatz 1, intime Purimfeier. Professo Wilhelm Stein r lieber die Bedeutung des Purimfestes; Frc Mirjam Höflich-Schnabl: Rezitation; Herr Fritz Kohn (früh Mitglied der Volksoper): Gesang. Anschließend Tanz. Gäste tvil kommen. — Wiener I ü bischer Gesangvereiru! Heute abends von 7 bis 9 Uhr Gesangprobe im Vereinssaale besj Konzerthauses. Ebendaselbst auch Aufnahme «euer Mitglieder.! Pünktliches Erscheinen zur Probe Pflicht! | Leopold st ädterVolksheim, 2. Bez., ZirkuSgafie 48. Kursbeginn r 7 Uhr: Plastik des Mittelalters. Kopie deS täglichen Lebens, .Krankheitslehre, Entwicklungsgeschichte besj: Menschen, Italienisch I, Tschechisch I, räumliche Formenlehre,- f flanzenbestimmen, Harmonielehre, Zeichnen und Male«. 8 Uhr : ektüre von Schopenhauer, Entwicklung der menschlichen Sprache,; kunsthiflorische uevungen, Volksseuchen, Italienisch II. Auskünfte! und Einschreibungen täglich von 6 bis 9 Uhr abends in den- Kanzleien. j Urania. Heute r Großer Saal r 5 Uhr r Urania-Film r! König Dachstein. Halb 8 Uhr : Urania-Film: Indien. Kleiner! Saal r Halb 6 Uhr: Priv.-Doz. Tr. Rudolf E g g e r: Bilder; aus der Kultur- und Sittengeschichte RomS zur Kaiserzeit. V? Halb 8 Uhr: Univ.-Doz. Oswald Schwarz und Univ.- Doz. Dr. Bernhard A s ch n e rt Der Sexualapparat des Menschen, l. Mr für Männer. KurSsaal r 5 Uhr : Priv.-Doz. Dr. Heinrich Glück: Grundlagen der Renaissancekunst. Iv. Halb 7 Uhr: Nationalrat Univ.-Prof. Dr. Karl Hügelmann: Die deutsche Verfassung im Wandel der Geschichte. I 8 Uhr: Ing. Josef L ö w y: Grundlagen der Drehstrom-Elektrotechnik. I Klubsaal; Halb6 Uhr: Dr. Josef Z u t h r Einführung.! in daS Gitarrenspiel. Hall» 8 Uhr: Dr. Josef Z «t h r Lied und' Gitiare. li. . kruährmg. Die LrbensmMImSrtte. Der Verkehr tvar gestern auf allen Mrkte« mit Rück» sicht auf den Mon!aa und. das schlecht« Wetter sehr schwäch. Di»' Zufuhren hatten nicht gelitten und waren überall' günstig. Besonders gut waren sie in der Großmarkchalle cruSgefalle», wo)' 15 Waggons mit verschvüdenen Flesschgattirnge«, einsietroffe» x waren. Darunter befanden sich acht Waggons mit Rmdflsssch >un>d^ein Waggon mit Geftüpel mlid^Eiern. Die Presse blieheu im großer« Und g-amenziemlich' unverändert auf der HAHs i«4; letzten '